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-   -   meine Tochter Claudia! (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=52636)

Biggi777 09.09.2011 08:11

meine Tochter Claudia!
 
Hallo, Ihr Lieben, ich bin neu hier und kenne mich leider noch nicht so gut aus!
Es geht eigentlich nicht um micht, sondern um meine in Neuseeland lebende Tochter.

Vergangene Woche Dienstag erfuhr ich von ihr, dass sie Lymphdrüsenkrebs hat, und zwar Non-Hodgkin, B-Zelle.
Vor ca. 5 Wochen stellte sie eine größere Schwellung an der linken Halsseite fest.
Am Montag erfolgt die OP und am Mittwoch eine Knochenmarkspunktion.
Gestern habe ich mal über google nachgelesen und dort wurde mitgeteilt, dass diese Art des Krebses die aggressivere sein soll, also schneller wachsend als die Morbus Hodgkin-Variante.
Ich würde nun zu gerne Eure Erfahrungen wissen, wie der Verlauf ist, die Heilungschancen sind usw.
Vielen Dank im Voraus!
Einen lieben Gruß an alle, die davon betroffen sind....und gute Heilung!
Biggi

Andorra97 09.09.2011 13:19

AW: meine Tochter Claudia!
 
Hallo Biggi,
mein Mann hatte auch ein hochmalignes B-Zell Lymphom. Seine Behandlung ist mittlerweile 4 Jahre her und es geht ihm sehr gut. Er hat leider noch einen zweiten Krebs gekriegt (Gehirntumor), der uns deutlich mehr Sorgen macht als das Lymphom.

Es kommt, was die Heilungschancen angeht, sehr darauf an, ob es sich bei Deiner Tochter um hochmalignes oder ein niedrigmalignes Lymphom handelt. Interessanterweise sind die Heilungschancen je besser, je aggressiver das Lymphom ist. Ich habe das damals so erklärt bekommen: Lymphome werden mit Chemotherapie behandelt. Die Chemo greift die bösartigen Zellen genau in dem Moment an, wo sie sich in der Zellteilung befinden. Je bösartiger das Lymphom ist, um so schneller und häufiger teilen sich die Zellen und umso besser können sie von der Chemo erwischt werden.

Die Chemo (R-CHOP) hat mein Mann damals gut vertragen. Es war kein Spaziergang, aber es war auch kein Martyrium. Er hatte viele, gute Begleitmedikamente, die die Nebenwirkungen der Chemo (wie Übelkeit und Erbrechen) unterdrückt haben. Er hatte deshalb damit überhaupt nicht zu kämpfen. Lediglich müde und schlapp war er und er hat seine Haare verloren. Aber er hat sich auch sehr schnell wieder erholt.

Beba 09.09.2011 21:00

AW: meine Tochter Claudia!
 
Hallo Biggi
Ich habe vor 10 Jahre Hochagresives III B Hodging gehabt,
ich wa auch sehr eschreckt vom den Agresives,
wie Nickol auch gesrieben hatt,Agresiv hürt sich sehr Bedrohlich an
aber es ist sehr Gut Behandelbar.Bin jezt zeit 7 Jahre in Remision
und es Geht mir SEHR GUT:)
Liben Grüss
mit allerbeste wünch für Deine Tochter
und Dir auch viel Kraft:pftroest:
Beba.

prinzessin555 10.09.2011 10:49

AW: meine Tochter Claudia!
 
Hallo Biggi,

bei mir (w, 40 Jahre alt) wurde im Februar 2011 die Diagnose großzelliges B-Zell-Lymphom (Non-Hodgkin-Lymphom) gestellt; der bereits sehr große Tumor saß hinter dem Brustbein und drängte schon die Lunge weg. Ich erhielt daraufhin die Chemotherapie (6 x R-CHOEP) sowie 22 Bestrahlungsfraktionen á 1,6 Gray. Die letzte Bestrahlung hatte ich Mitte Juni d. J..

Die Chemo war recht hart, aber durch ganz viel Liebe der Angehörigen wirklich zu schaffen. Es gab Tage, an denen ich dachte, ich packe das Ganze nicht mehr, aber am nächsten Tag ging es meist schon wieder etwas besser. Mein Tip: setzt Euch Etappenziele, z. B. nach der Hälfte der Chemo einen Kurzurlaub für 3-5 Tage (unbedingt mit den Onkologen absprechen, ggf. am Urlaubsort die Blutkontrollen vornehmen lassen), oder fahrt viel spazieren, falls es mit dem Laufen zu beschwerlich ist. Mir tat jeglicher Tapetenwechsel gut, auch wenn ich tlw. nur apathisch dasaß. Entscheidend ist, dass Deine Tochter Ablenkung hat und nicht die Hoffnung verliert, da diese agressive Tumorart wirklich gute Heilungschancen hat!!!

Falls ihr Hämoglobinwert so sehr sinkt, dass ihr ständig schwindelig und flau ist, sperrt Euch nicht gegen eine Bluttransfusion. Ich hatte auch wahnsinnige Bedenken und habe erst nach dem 5. Chemozyklus zugestimmt. Danach spürte ich regelrecht neue Kraft.

Die Bestrahlung war im Vergleich zur Chemo i. S. Wohlbefinden völlig ok. Ich hatte in dieser Zeit kaum Beschwerden. Seit dem 1.9. arbeite ich wieder und es geht mir bis auf anhaltende Nebenwirkungen wie z. B. Hitzewallungen etc. recht gut. Du siehst also, dass die Schreckensmonate ziemlich schnell ein gutes Ende finden können.

Ich drücke Euch allen ganz fest die Daumen; vor Euch liegt eine nicht einfache Zeit, die Ihr aber gemeinsam überwinden werdet (am schlimmsten fand ich die Zeit der Ungewissheit vor Beginn der Chemo). Und: es gibt auch viele Patienten, die während der Chemo deutlich weniger leiden. Es muss also nicht wie bei mir sein.

Falls Ihr Fragen habt, schreibt einfach.

Liebe Grüße
Prinzessin555

Skipper_48 13.09.2011 08:03

AW: meine Tochter Claudia!
 
Hallo Biggi,

"hoch malign" hört sich erst einmal schlimm an, aber gerade dadurch spricht das Lymphom gut auf die Therapie an, niedrig maligne Lymphome sind dagegen im Grunde nicht heilbar.

Ich hatte auch die agressive Variante, habe die Chemo sehr gut vertragen und bin immer arbeiten gewesen. Es ist zwar eine schwere Zeit während der Therapie aber lieber 6 Monate etwas leiden als lange tot zu sein, sage ich immer :D. Blöder Spruch, nicht wahr?

Ich wünsche alles Gute für Deine Tochter.

skipper

manarmada 13.09.2011 09:58

AW: meine Tochter Claudia!
 
Hallo Biggi

erst einmal bitte tief Durchatmen und den Kopf nicht hängen lassen. Klar weis man nie was das Leben so alles bringt, aber erst wird einmal gekämpft was das Zeug hält. Kannst dener Tochter gern mal paar Grüße vom Forum ausrichten, vielleicht besucht sie uns ja mal, dann kann sie sich ausquatschen und fragen stellen.
Hier beantworten wie immer soweit wir können und stehen mit Hausmütterlichen Tips gerne parat falls wo drückt (so Ingwertee gegen Übelkeit....... wobei ich soviel getrunken hab das mir vom Tee übel wurde ;-))

Ich bin nun seit 2009 in Remission (also ohne Befund) und hoffe des beibt so. Hatte Non-Hodgin, aggresive(sobei mir das Wort hochaktiv besser gefällt) und 6 cemo´s ohne Bestrahlung hinter mir. Bei mir war auch ein Knoten am Hals der nicht entfernt wurde nur Punktiert.

Steh deiner Tochter mit Rat und Tat und viel Liebe zur Seite, aber bemuttere sie nicht so dolle, frag sie ob sie hilfe möchte. Bei mir kam die über-hilfe-schiene net gut an, die sorgenvollen mitleidsblicke und das "ach des schafst du schon" gerede.
Rede mit Ihr über deine Unsicherheit und wie sie es gerne handhaben möchte. Das find ich für den Anfang wichtig.

Aber nu, es steht ein machbarer aber langer , schwerer, und stressiger weg vor Ihr und dir und dem Umfeld. Das warten auf Untersuchungsergebnisse is dabei des nervenzerrenste. Und falls sie einen hochmalignen hat der eine Cemobeginn erfordert , dann geht das seh schnell vorran .

Nun drück ich nun mal dolle die Daumen das se das Knochenmark net belastet hat und ansonsten auch nur der eine am Hals da ist.

Toi Toi Toi an deine tochter

Dirk1973 07.10.2011 17:29

AW: meine Tochter Claudia!
 
Claudia hat sich inzwischen selber hier angemeldet und ist in ihrem Thread zu finden.

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