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  #1  
Alt 02.06.2013, 18:00
Eries Eries ist offline
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Beiträge: 4
Standard Plasmoblastisches Lymphom

Hallo!

Wir haben leider vor ein paar Tagen die Diagnose "plasmoblastisches Lymphom" an der Niere für meinen Vater erhalten. Weiters hat er wirklich unmerklich erhöhte Leberwerte (ist allerdings ein Familienleiden) und eine leichte Trombopenie, die nach der Operation (siehe unten), schon wieder besser ist.

Er hatte keine Beschwerden, außer nächtliches Schwitzen (führten wir allerdings auf männliche "Wechseljahre" zurück), bis plötzlich sein Hoden angeschwollen ist. Dieser wurde operativ entfernt, seitdem ist sogar das Schwitzen wieder weg.

Die Wunde ist perfekt verheilt (nicht einmal 2 Wochen her), blaue Flecken von den oft SEHR verstochenen Injektionen vergehen schnell, er hat keine Schmerzen und macht Wanderungen, die sogar meine völlig gesunde Mutter aus der Puste bringen.
Das einzige, was mich momentan etwas beunruhigt ist ein kleiner Ausschlag auf der Wange - sofern man das Ausschlag nennen kann. Kleine "Knubbel", aber nichts Großartiges. Bildet sich aber auch schon zurück und sind sicher keine Thrombopenie Einblutungen. Ich denke, man macht sich mittlerweile auch wegen jeder Mücke Sorgen...
Mein Verstand sagt mir aber eher, dass er den Rote Beete-Saft seiner Schwester nicht vertragen hat - sie hat es nur gut gemeint.

Uns stehen noch die Radium-Untersuchung und die Knochenmarkspunktion bevor.

Hat irgendjemand Erfahrungen mit dieser Krankheit?
Es ist für mich deshalb oft schwer, das ganze zu erfassen, weil sein Allgemeinzustand genau gar nicht auf eine so schwere Erkrankung schließen lässt - und das kommt sogar von allen Ärzten, die mit uns bis jetzt gesprochen haben.

Es wäre sehr nett, wenn mir jemand etwas über die Krankheit erzählen könnte - ich habe nämlich nicht einmal eine Ahnung, ob man diese Art Krebs heilen kann oder nicht.

Vielen lieben Dank dafür im Voraus!
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  #2  
Alt 23.10.2013, 13:21
Eries Eries ist offline
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Registriert seit: 02.06.2013
Beiträge: 4
Standard AW: Plasmoblastisches Lymphom

Nachdem ich das Forum immer noch verfolge und viele Betroffene immer wieder darum bitten, mehr auf dem Laufenden von anderen gehalten zu werden, habe ich mich entschlossen euch mal ein Update bezüglich meines Vaters zu geben.

Nach der für uns doch sehr heftigen Diagnose „plasmoblastisches Lymphom am Nierenstamm mit Streuung auf Lunge, Leber, Hoden (wurde entfernt) und Knochenmark“ haben wir mittlerweile die erste Reihe Chemotherapien abgeschlossen.
Das waren 4 x Chop 21 in Kombination mit einer neuartigen Therapie, die direkt ins Knochenmark gespritzt wird, um eine „Barriere“ aufzubauen, damit keine Krebszellen in den Kopf kommen.

Die erste Therapie lief relativ problemlos, bis auf den Umstand, dass eine Infektion festgestellt wurde, die dann mit Antibiotika behandelt wurde.
Bei der zweiten sollte dann gleichzeitig der Port bei ihm gesetzt werden.
Leider mit dem katastrophalen Ergebnis, dass „danebengestochen“ wurde und seine Lunge kollabierte, was einen Aufenthalt auf der Intensivstation von ca. 1 Woche zur Folge hatte.
Ich kann alle Betroffenen aber doch auch etwas beruhigen, da solche Komplikationen heutzutage sehr gut behandelbar sind und sich die Patienten wieder sehr gut erholen.
Es war zwar wieder ein großer Schock, aber auch das haben wir gut überstanden.

Der Rest der Behandlungen lief dann problemlos und nach dem 1. Zyklus gibt es sogar gute Nachrichten: Das CT hat ergeben, dass der organische Befall nicht mehr gegeben ist und im Knochenmark die Ausbreitung gestoppt wurde.

Nun sind wir mit einer neuen Therapiezusammensetzung dabei, das Knochenmark „rein“ zu bekommen, nur leider haben wir derzeit wieder eine eher schlechtere Phase zu verzeichnen.

Seine Thrombozyten passen jetzt nun wieder doch nicht (es hieß dieses Mal, seine Werte wären an der Grenze) und ein Oberarzt hat eine erneute Knochenmarksuntersuchung + PET-Untersuchung (es wird leicht radioaktive Flüssigkeit gespritzt, die bösartige Zellen zum Leuchten bringt) angeordnet, da er es für möglich hält, dass ein, so wie er sagt „Herd“ im Körper vorhanden ist. Konnte das Blutbild mit früheren vergleichen, Werte sind bei 76, davor auf 104, wir hatten allerdings auch schon 56 und da hat sich keiner aufgerergt... Naja, was soll man machen.

Und so wie es vielen von euch auch gehen wird, sind wir wieder am Warten und Zittern…. Ein „Herd“ kann doch alles Mögliche sein und nachdem das CT, das besagte die Organe wären frei, erst vor kurzem gemacht wurde, kann ich mir kaum vorstellen, dass er ein Lymphom meint.
Es verunsichert aber eben doch wieder und man muss wieder eine Woche in Ungewissheit verbringen.
Manchmal muss ich aber auch ehrlich gestehen, beruhigen einen die doch oft vagen Formulierungen der Ärzte nicht wirklich.
Unser Hausarzt meinte dann, es wäre kein Grund zur Panik, man müsse sich einmal vorstellen, wie viel „Gift“ unser Vater mittlerweile ertragen musste und dass es ganz normal sei, dass der Körper auch einmal zwischendurch „Nein“ sagt.

Vielleicht gibt es jemanden im Forum, der auch Probleme mit diesen Werten über einen längeren Zeitraum hatte (waren jetzt doch schon 3 Blutuntersuchungen und keine Fortsetzung der Therapie) und uns ein bisschen bezüglich der Ursachen aufklären kann, das wäre sehr nett!

Alles in allem wollte ich jedoch Mut machen und zeigen, dass man tatsächlich 2 Schritte nach vor und dann wieder 1 Schritt zurück macht.

Ich werde euch wieder ein Update geben, sobald wir mehr wissen.

Geändert von Eries (23.10.2013 um 17:58 Uhr)
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