Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1  
Alt 04.06.2006, 20:24
Benutzerbild von PetraGP
PetraGP PetraGP ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 04.06.2006
Ort: Göppingen
Beiträge: 175
Standard Hallo...bin so verzweifelt....

Hallo, ich habe mich heute hier angemeldet, weil ich aus lauter Verzweiflung nicht mehr weiter weiss. Mein Mann kommt nächste Woche Donnerstag in die Löwensteinklinik (Lungenfachklinik) mit hochgradigem Verdacht auf fortgeschrittenes Bronchialcarzinom. Diese Diagnose wissen wir seit 8 Tagen, von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr wie es war! Dieses Gefühl zu beschreiben ist nicht möglich und nur für jemanden nachvollziehbar, der es miterlebt hat. Jeder Handgriff ist zuviel, man läuft apathisch und wie in Trance durch die Tage. Alles ist kaputt, unser Sohn erst 12 Jahre alt und wir hatten noch so viel vor. Er stand voll in einem total interessanten Job. Wie geht das alles nur weiter! Ich habe Angst...nackte Angst! Mir zerreisst es das Herz, wenn ich sehe wie sein quälender Husten ihn matt macht. Normal müsste ich ihn jetzt aufmuntern, aber dazu fehlt mir die Kraft, ich meine gerade, mir wurde diese genommen. Wie geht man mit so einer Situation nur um??? Lässt dieser Erschöpfungszustand nach? An Schlaf ist nicht zu denken, der Husten quält uns beide, schweissgebadet wacht man stündlich auf. Ich hoffe, dass ich hier jemanden finde, der mir Mut macht oder in gleicher Situation ist/war...man kann keine glücklichen Menschen mehr um sich haben, man fühlt sich so alleine. Zum Reden fehlen mir die Ansprechpartner, mein Mann möchte nicht, dass im Moment unsere Freunde/Bekannte davon erfahren, wobei ich da auch Bedenken hätte, ob sie wirklich eine Hilfe wären. Man hört ja oft, dass sich diese in schwierigen Lebenssituationen zurückziehen.


Geändert von PetraGP (04.06.2006 um 20:26 Uhr)
Mit Zitat antworten