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Alt 13.06.2007, 16:37
Maja08 Maja08 ist offline
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Standard AW: Sterbebegleitung

Liebe Umka,
ganz lieben Dank für deine Zeilen. Der Montag war ein verdammt schwerer Tag für die ganze Familie. Meine Mama hatte schon vor 9 Jahren als mein Papa gestorben ist ein Tiefengrab genommen. Von daher wußte ich zumindestens wo sie beerdigt werden möchte. Über alles andere hat meine Mama nicht gesprochen. Sie hat bis zum letzten Tag gesagt: es wird wieder. bald werde ich wieder reisen. Ich habe ihr diesen Glauben und die Hoffnung gelassen, obwohl ich geahnt/gewußt habe das es nichts mehr wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass es gut ist, dass sie in der Hoffnung gestorben ist und nicht mit Hoffnungslosigkeit im Herzen. Die Beerdigung haben wir so gestaltet wie sie es bei meinem Papa gemacht hat, in der Gewissheit, dass es ihr auch gefallen hat.

Jetzt noch mal zu deinem Thema:
Ich bin fest davon überzeugt, dass manche Menschen erst dann loslassen/sterben können, wenn sie alleine sind. Es gibt genügend Beispiele wo Familien tagelang am Bett gewacht haben und erst in dem Moment in dem mal für kurze Zeit keiner da war, ist der Mensch gestorben. Auch das muss man respektieren und darf sich keine Vorwürfe machen. Ich weiß: es ist einfacher gesagt als getan. Aber ganz Ernst gemeint.

Alles im Leben hat seinen Sinn!

Melde mich gerne noch mal. Muss mich jetzt meinen Mädels (18 und 13 Jahre) zuwenden.
Nochmals Danke für deine Anteilnahme!

Liebe Grüße und viel Stärke
Maja
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