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Alt 10.01.2019, 23:36
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig) , Therapie an über 71-Jährigem

Hallo,

bei meiner letzten Nachuntersuchung (Mitte Nov. 2018) war, wie üblich, alles i.O. und nichts Auffälliges feststellbar.

Weshalb ich meiner Onkologin vorschlug:
Eigentlich könnten wir doch die Nachuntersuchungs-Intervalle auf 1 Jahr ausdehnen?

Ihre Antwort war:
Nein, machen wir nicht - wir sehen uns nach 1/2 Jahr (Mitte Mai 2019) wieder.
Wie immer schärfte sie mir auch ein, mich im ABC zu melden, falls zwischendrin Ungewöhnliches eintreten sollte.

Zwischen Weihnachten und Silvester bemerkte ich beim Duschen eher zufällig einen LK, den ich bisher, als mir zugehörig, noch nicht kannte.

Er sitzt im linken Oberschenkel ca. 4 bis 5cm von dem versenkten Wrack des LK entfernt, der sich damals rasant in meiner Leiste vergrößerte.
Und aus dem dann auch Gewebe (per Biopsie) zur Analyse entnommen wurde.

Erst mal tastete ich im rechten Oberschenkel nach, ob ich auch dort so einen LK habe, was aber nicht der Fall ist.
Wobei es reine Vermutung ist, daß es sich bei dem Knubbel links überhaupt um einen LK handelt.
Könnte ja auch eine Zyste o.ä. Mist sein, den man an sich nicht braucht.

Die Größen von Knubbeln oder LK sind ja durch Tasten immer recht schwer einschätzbar.
Denke, der neue Knubbel hat einen D von ca. 10mm, was an sich nicht sonderlich besorgniserregend ist.
Weshalb ich auch beschloß, bis zum 6. Jan. erst mal zu beobachten ob er rasant wächst.
Das tat er nicht, und heute fiel mir ein, daß ich mich ja melden sollte.

Machte ich dann auch und rief an.
Ich kann nur nochmal wiederholen, daß dort die Organisation vorbildlich ist.
Die Dame am Empfang fragte mich, worum es geht.

Ich sagte ihr, daß ich eine Auffälligkeit bei meiner Onkologin melden will, aber nicht weiß ob ich mit ihr telefonieren kann oder besser ein Fax oder eine E-Mail an's ABC, Klinikum Nürnberg Nord, (zur Weiterleitung an sie) schicken soll.

Und ich mir auch darin unsicher bin, ob man nun eine Zwischen-Nachuntersuchung machen sollte oder ob es auch reicht, sich nur den Knubbel bzgl. evtl. Krebsigkeit oder sonstiger Analyse per US näher anzusehen, bevor da womöglich etwas bis zum nächsten geplanten Nachuntersuchungs-Termin (Mitte Mai) eskalieren kann.

Die Dame sagte mir:
Telefonieren können Sie mit ihrer Onkologin nicht, weil sie jetzt ihre eingeplanten Patienten "bedient".
Aber für die nicht eingeplanten Patienten kann ich mit ihr telefonieren.

Zu schreiben brauchen Sie dazu nichts - das klären wir alles sofort.
Danach ließ sie sich von mir genau erklären, worin die Auffälligkeit besteht.
Sowie - erstaunlicherweise - auch noch, was ich auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen mit der Krankheit derzeit für angemessenes Vorgehen halte.

Das registrierte sie alles und sagte dann:
Bleiben Sie bitte in der Leitung - ich telefoniere jetzt mit Ihrer Onkologin und danach sprechen wir wieder miteinander.

Das Ergebnis war:
Neues Blutbild und Röntgen brauchen wir nicht unbedingt zu machen, aber US machen wir natürlich sicherheitshalber schon.
Wie schaut's bei Ihnen terminlich in der nächsten Woche aus?
Ich könnte Sie frühestens am nächsten Dienstag (15.1.) um ...Uhr beim US einschieben.

Der Termin ist natürlich vereinbart.
Danach wird dann etwas mehr Klarheit bestehen, worum es sich bei dem Knubbel handelt.

Ganz generell geht es mir sehr gut.
Wenn man mal davon absieht, daß ich am Ende einer Treppe zwischen den Jahren gestolpert und hingefallen bin.
Voll u.a. mit dem linken Knie hingeknallt, das mir auch heute noch wehtut.

Mit über 70 Jahren "steckt" man halt einfach nicht mehr so viel "weg", wie in früheren Jahren.
Die "Regenerierung" dauert immer länger, je älter man wird.
Hauptsache ist aber dabei jedenfalls:
Das Immunsystem ist und bleibt (wenigstens einigermaßen) intakt.

Liebe Grüße
lotol
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Krieger haben Narben.

Geändert von lotol (11.01.2019 um 00:09 Uhr) Grund: Denke, man kann ja ruhig auch mal Roß und Reiter konkret nennen.
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