Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3  
Alt 24.06.2018, 17:29
vintage vintage ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 29.05.2009
Beiträge: 749
Standard AW: Was tun, wenn man erfährt, dass der Krebs wieder da ist und man daran sterben wir

liebe mariane,

das wusste ich nicht, dass es für manche(?) psychoonkologInnen kaum supervision gibt; ein unding, wahrlich.

mein mann war ebenso ein "fall" mit "unguter" prognose.
er/wir hatten auch einen psychoonkologen im KH. und ungefähr drei gespräche.

es ist schwer, so eine diagnose/prognose zu verkraften, vielleicht sogar unmöglich.

nun warst du bei herrn b. gleich nach der mitteillung bei ihm.
da kann man vielleicht auch nur weinen und schweigen.
man steht ja unter schock.

unser psychoonkologe sollte meinem mann und mir helfen,
die endlichkeit zu begreifen und die wichtigkeit des JETZT zu erkennen.
er konnte uns nichts abnehmen, sondern nur einen rahmen bilden, hilfestellung leisten.
"Da" sein, die gefühle und gedanken mit aushalten, da verwandte es oft nicht können.
es wurde angesprochen, wie der letzte weg, die letzte zeit aussehen könnte.
welche themen "obenauf" liegen.
aber auch mit praktischen sachen hätte man uns geholfen,
wie vermittlung zu sozialen diensten oder einem hospiz.

zu deinen fragen...
verabschieden: signalisieren, wann man da ist und das man rufbar ist. ich glaube mehr geht nicht.
zuhören und sich professionell abgrenzen können. das ist hilfe.
zusammen die hilflosigkeit akzeptieren und dennoch schauen, wie die letzten wochen,
tage und/oder stunden aussehen könnten, und was man für sich als betroffene/r will.

wenn es für dich kaum fortbildungen und austausch etc. gibt, würde ich in die hospize schauen,
die sehr gute arbeitsweisen haben im umgang mit tod und palliativer begleitung.

viel gute energie für dich und deine arbeit!
__________________
lieben gruß, vintage



Mein geliebter Mann wurde nur 49 Jahre alt und
starb knapp fünf Monate nach der Diagnose.
* Juli 1965 - + Mai 2015

ED Weihnachten 2014 Darmkrebs mit zu vielen Lebermetastasen,
dann auch Lungenmetastasen...
Mit Zitat antworten