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Alt 24.12.2018, 19:14
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Leni56 Leni56 ist offline
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Standard AW: Was tun, wenn man erfährt, dass der Krebs wieder da ist und man daran sterben wir

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Zitat von vintage Beitrag anzeigen
zu deinen fragen...
verabschieden: signalisieren, wann man da ist und das man rufbar ist. ich glaube mehr geht nicht.
zuhören und sich professionell abgrenzen können. das ist hilfe.
zusammen die hilflosigkeit akzeptieren und dennoch schauen, wie die letzten wochen,
tage und/oder stunden aussehen könnten, und was man für sich als betroffene/r will.

Sehr gut beschrieben wie ich finde!


Liebe Mariane,

ich glaube nicht das Du etwas hättest besser machen können....denn ihr wurdet ja beide (Hr. B und auch Du) völlig überrascht von der Aussage der Ärzte. Vorher gab es noch so etwas wie eine Zukunft...auch wenn diese Zeit absehbar war....man konnte es Zukunft nennen. Nach diesem Gespräch gab es diese Aussicht nicht mehr...so sehe ich das.

Wenn aus Jahren/Monaten plötzlich nur noch Stunden oder Tage werden...das ist starker Tobak! Da geht jeder Mensch anders mit um...und auch wenn Dein Beruf eine gewisse "Professionalität" mit sich bringt bist und bleibst Du ja doch ein Mensch. Und das ist auch gut so

Alles was vintage geschrieben hat würde ich genau so unterschreiben...mehr geht wirklich nicht.

Ich bin sowohl "Angehörige" als auch selbst Betroffene...und aufgrund verschiedener Erkrankungen meines Mannes sind wir seit sehr vielen Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Nicht immer aber meistens gehen wir gestärkt aus diesen Gesprächen. Hut ab vor Menschen wie Dich...die das beruflich machen!


Ich lese hier sehr oft und auch das macht mir immer wieder Mut.

Mein Mann zerfällt regelrecht (Ersterkrankung 2008)...sein Körper hat soviel mitgemacht das er inzwischen in einem Pflegeheim lebt da ich ihn Zuhause nicht mehr versorgen konnte.

Im Kopf noch völlig klar...muss er miterleben wie mittlerweile von Monat zu Monat weniger geht. Für mich ist das so wie "ein bischen sterben auf Raten". Und das kann noch sehr lange so weitergehen. Es gibt Tage da wünsche ich mir es würde einfach aufhören...es würde schnell zuende gehen....im gleichen Moment schäme ich mich dafür.

Ich liebe meinen Mann über alles, bitte nicht dass das jemand hier falsch versteht....aber es tut oft einfach nur weh ihn so zu sehen.

Was ich damit sagen will ist...es könnte durchaus passieren das wenn Du mit uns heute so ein Gespräch hättest wie mit Herrn B.... wir zwar sehr traurig wären aber irgendwie auch ein wenig erleichtert? Ich weiß es nicht...

Du kannst nur versuchen so gut es geht Deinen JOB zu machen und dabei menschlich zu sein...denn für mich ist es genau das was "vintage" da beschrieben hat.


Liebe Grüße Leni
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A winner is a dreamer who never gives up

(Nelson Mandela)
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