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#1
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Hallo Leute,
ich bin umgezogen: von "Kennt jemand eine gute Klinik in Bremen" hierher. Ich hoffe ihr findet mich und Wolfgang schimpft nicht mit mir ![]() Nachdem das Kinikum Mitte, in dem meine arme Mutter liegt, nun jeden Tag wegen der Hygienemängel auf der Frühchenstation durch die Medien geht, wollte ich dort wenigstens virtuell nicht mehr sein ![]() Gestern abend durfte ich meine Mutter doch noch sehen. Ich dachte ich wäre auf alles vorbereitet gewesen, aber ich war dann doch total geschockt! Das Tracheostoma und die ganzen Verbände waren doch ein schlimmerer Anblick für mich, als ich erwartet hätte. Noch dazu reagiert meine Mutter total panisch, wenn sie keine Luft bekommt - und das ist alle paar Minuten der Fall gewesen. Der behandelnde Arzt war auch nicht zu sprechen. Wir wissen also noch gar nicht, was nun letzendlich gemacht wurde. Ein Arzt auf der Intensivstation sagte aber, die OP wäre sehr, sehr gut verlaufen und es ginge ihr gut. Aha! Meine Mutter begreift irgendwie gar nicht was los ist. Sie glaubt, der ganze Kehlkopf ist weg und sie läßt sich nicht vom Gegenteil überzeugen. Sie versucht auch dauernd zu sprechen. das geht natürlich gar nicht und sie soll das auch nicht tun, sagen die Schwestern. Sie weint dauernd und dann kriegt sie wieder keine Luft. MIST! Ich überlege die ganze Zeit, womit ich ihr eine Freude machen kann. Was hat euch über die ersten blöden Tage nach der OP geholfen? Ich würde es ihr so gern etwas erträglicher machen - aber wie denn? Sicher hilft es ihr schon etwas, wenn ich einfach nur da bin. Nur mir reicht das irgendwie nicht. Ich denke immer, ich muß etwas TUN.. Vorlesen vielleicht? Ich bin grade total hilflos... |
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#2
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Hallo Tempete
es ist absolut kontraproduktiv wenn du dauernd neue Threads eröffnest obwohl es sich eigtl in jedem um dasselbe Thema handelt ... dadurch wirds für viele schwierig zuzuordnen in welchem Thread jetzt aktuell über deine Geschichte gesprochen wird .... das erzeugt nur Verwirrung und lässt dazu andere Threads die vlt nicht wichtiger sind als deiner aber evtl genauso wichtig ? dadurch schneller in der "Versenkung" verschwinden ... daher bitte ich dich entscheide dich doch für einen Thread und lass uns dort alle an deiner Geschichte teilhaben .... http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=54483 hier bist mit der gleichen Geschichte noch in einem anderen Forum - das verwirrt extrem weil hier davon sprichst selber betroffen zu sein ... die Panik deiner Mutter kurz nach dem aufwachen ist völlig normal - das kennt jeder von uns der auch in den Genuss eines Tracheostomas kommen durfte - man versucht "reflexartig sich zu artikulieren und stellt fest dass es nicht mal ansatzweise gelingt - das erzeugt in jedem Anfangs einen Schock selbst wenn man noch so gut darauf vorbereitet ist - die Erstickungsnot ist auch übel daran kann ich mich auch noch gut erinnern - das geht die ersten paar Tage so bis man sich langsam an diesen Schleim und die Absaugprozedur "gewöhnt" hat ... in 3-4 Tagen wird das deutlich besser werden - da mussten wir alle mal durch ... mfg Davy |
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#3
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Hallo Davy,
die Botschaft ist angekommen! Ich hatte nicht bedacht, daß mein Umzug Verwirrung stiften und andere dadurch "benachteiligen" würde, weil sie weiter nach hinten rutschen. Das war ganz bestimmt nicht meine Absicht! Da habe ich wohl falsch gedacht. Ich dachte halt, der Titel des Threads paßt doch gar nicht mehr, denn eine Klinik haben wir ja nun gefunden und die OP ist gelaufen. Was soll ich jetzt machen? Ich würde wirklich lieber in diesem Thread bleiben. Das gibt mir auch das Gefühl, daß wir wieder einen Schritt weiter Richtung Heilungsprozeß unterwegs sind. Ich habe mir auch noch mal meinen Text angesehen, von dem du meinst, daß ich geschrieben hätte, ICH wäre betroffen und nicht meine Mutter. Klingt wirklich so! Da liegt sicher daran, daß meine Mutter und ich an dem Tag gemeinsam am Rechner saßen und sie mir den Text teilweise eingesagt hat. Da habe ich wohl einfach ungefiltert ihre Formulierungen übernommen.... Aber ich will ganz bestimmt nicht mit ihr tauschen! Davy, warst Du denn in den ersten 3-4 Tagen, als die Panik noch ganz groß war auf der Intensivstation? So wurde das bei meiner Mutter angekündigt. Aber gestern hieß es dann, sie würde wahrscheinlich schon heute zurück auf die normale Station gebracht werden. Ich finde das viel zu früh und habe Angst, daß dort die Überwachung nicht ausreichend ist. Wenn sie Panik bekommt, weil sie keine Luft kriegt, findet sie doch die Klingel gar nicht?! |
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#4
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Hallo Tempete
bei mir war das Ganze etwas anders wie bei deiner Mom - ich hatte keine Op - nur eine Bronchoskopie zwecks Diagnosestellung - dabei wurde mir gleich "vorsichtshalber" ein Tracheostoma verpasst obwohl ich vorher ausdrücklich darauf bestanden hatte dass dieses wirklich nur im Äussersten Falle gemacht werden dürfe ... daran nage ich heute noch etwas ... deswegen kann ich diesen Schock nach dem Aufwachen nur zu gut nachvollziehen - deine Mom wusste zumindest ja im Vorfeld schon dass es angelegt werden wird - ich bin bei der Narkose eingeschlafen im Glauben dass es nicht nötig sein wird bei einer "lächerlichen" Bronchoskopie ... ich war dann danach auch gleich auf Station ohne Intensivaufenthalt... wenn die Ärzte jetzt sagen dass deine Mom nun früher aus der Intensiv rauskann wie erwartet ist das eher erfreulich zu werten denn das legt den Schluss nahe dass der Heilungsverlauf bzw. die Op besser verlief als befürchtet ... bzgl. des Threads würd ich jetzt auch empfehlen einfach hier weiterzuschreiben und die andern dann einfach in der "Versenkung" verschwinden zu lassen - das wäre einfach übersichtlicher für alle ![]() ich drück deiner Mom alle Daumen dass es weiter so gut verläuft wie jetzt der Anfang gemacht wurde ... lg Davy |
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#5
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Hallo, liebe Tempete.
Ich habe meiner Mama, nachdem sie das Tracheostoma bekommen hatte, einen wunderschönen Kugelschreiber, und ein hübsches Notizbuch/block mitgebracht. Hört sich zwar nicht wie der Brüller an, aber sie hat sich total gefreut nicht mehr den alten Stationskulli von Ratiopharm und einen Werbungsblock benutzen zu müssen. Sie war richtig happy. Später dann haben wir (meine Schwester und ich) einen kleinen Laptop besorgt. Da meine Mama im Tippen sehr fit war, konnte sie dann auf leeren Word-Dokumenten wenn wir zu Besuch waren schnell schreiben. Das ging besser als immer per Hand, zumal bei meiner Mama oft die Nadeln von der linken zur rechten Hand gewechselt werde musste, und sie dadurch schlecht von Hand schreiben konnte. Der kleine Computer war für sie eine große Hilfe, wenn sie etwas längeres schreiben musste. Und für bevorstehende Arztgespräche hat sie ganze Romane mit Fragen etc. verfasst ![]() Die restlichen Symptome wie Erstickungsangst etc. kenne ich auch alle von ihr Aber sag Deiner Mutter bitte sie soll Geduld haben. Sie wird den Umgang damit erlernen, meine Mama hat es auch relativ schnell geschafft. Und JA - es reicht, wenn Du bei ihr bist! Es ist wahrscheinlich im Moment das Wichtigste für sie, zumindest hat mir das meine Mama damals immer wieder gesagt! Dasein, trösten auch ohne Worte, .... das macht viel aus. Ganz liebe Grüsse, auch unbekannterweise an Deine Mutter Steffi |
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#6
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Hallo ihr Lieben,
und auch hallo an Sarah123 aus der PN! Ich komme grade mal wieder aus der Klinik. Es ist schon verflixt mit dieser Klinik! Gestern wurde meine Mutter ja operiert. Da hatte ich schon gehofft, heute schon etwas näheres zu erfahren. Aber Pustekuchen! Zwar konnt mir eine Ärztin auf der Station sagen, das das ganze Stimmband entfernt wurde und nicht nur ein kleiner Teil vom Kehlkopf sondern der halbe Kehlkopf. Ich kann mir gar nicht vorstellen was das jetzt bedeutet. Die Ärztin konnte mir das leider auch nicht erklären, weil sie keine HNO-Ärztin ist. Der HNO-Arzt war aber nicht aufzutreiben. Jetzt gucke ich ziemlich dumm aus der Wäsche. Wird sie nun noch sprechen können oder nicht, bleibt das Tracheostoma für alle Zeiten? Die Fragen, die uns doch so sehr beschäftigen blieben offen. Daß noch nichts verbindliches über den Befund der OP bzw der Gewebeproben gesagt werden kann, war mir schon klar. Meine Mutter bleibt doch noch ein paar Tage auf der Überwachungsstation. Da hatte Sarah schon recht, was die Sauerstoffsättigung usw angeht. Das geht ja gar nicht anders und es beruhigt mich sehr das sie dort noch bleibt. Die Schwestern kümmern sich ganz lieb und sie strahlen eine Ruhe aus, die ich auch gern hätte. Aber wie mein Nickname schon sagt "Tempête" ich bin eben sehr stürmisch und bringe immer alles durcheinander (jetzt sehe ich grade wie Davy und Wolfgang nicken!) In Gegenwart meiner Mutter bin ich allerdings auch die Ruhe selbst. Das tut ihr gut. Aber sie weint trotzdem viel... Ich habe ihr ein Beruhigungsmittel geben lassen, danach hat sie dann schön geschlafen. Im Schlaf atmet sie übrigens ganz entspannt. Ist wohl doch eher die Psyche, die die Atemnot auslöst? Hat eigentlich jemand schon mal Erfahrungen mit einem Patientenbetreuer gemacht? Ich weiß gar nicht, was die konkret tun und ob er vielleicht eine Hilfe für uns sein könnte. Oder sind Patientenbetreuer nur für "alleinstehende" Patienten da? |
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