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  #1  
Alt 16.11.2011, 22:06
Kolja Kolja ist offline
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Registriert seit: 16.11.2011
Beiträge: 1
Standard am Rande des Ertragbaren - was ist nur mit meinem Sohn

Hallo,

meine Frau ist an Krebs erkrankt während der Schwangerschaft.
Trotz Chemo ist das Kind vor 4 Wochen gut zur Welt gekommen. Mein Ältester (knapp3 Jahre) ist nun großer Bruder und kümmert sich auch rührend um sein kleines Geschwisterbaby. Von Eifersucht keine Spur.

Vor zwei Wochen wollten wir ihn nun in den Kindergarten einführen. zunächst mit mir in Begleitung, dann in der zweiten Woche mit immer länger dauernden Zeiten alleine.
Letzten Freitag nun der Eklat. Beim Ausflugstag wollte er zum Papa, dieser wurde nicht angerufen, völlig aufgelöst hole ich den kleinen Mann ab... und seit dem Horror...

Er wechselt von Liebesbedürftigkeit zu devoter Unterwürfigkeit - die meiste Zeit ist er aber maximal aggressiv - zum Teil handgreiflich und vollständig auf Konfrontation ausgerichtet. ein Zugang zu Ihm unmöglich. Die Nächte werden durch gebrüllt - vollständig - an Schlaf nicht zu denken. Nicht für das Baby, nicht für meine Frau deren Blutwerte im Keller sind, nicht für Ihn und nicht für mich.
Wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat - BITTE meldet Euch und helft uns..
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  #2  
Alt 17.11.2011, 19:49
Jill1207 Jill1207 ist offline
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Registriert seit: 18.09.2011
Beiträge: 81
Standard AW: am Rande des Ertragbaren - was ist nur mit meinem Sohn

Hallo
Ich bin auch Ende der Schwangerschaft an Krebs erkrankt und meine Kleine wurde 3 Wochen vor Termin geholt. Unsere Große ist gerade 2 geworden... Also ähnlich wie bei euch!

Wir haben uns sehr sehr viel Zeit für unsere Große genommen, die natürlich auch irre Verlustängste entwickelt hat. Mama war ja plötzlich von einem auf den anderen Tag weg und dafür ein Baby im Haus! Zwischen den Mädels gibt es kein Problem zum Glück und inzwischen hat die Große ihre Ängste überwunden! Aber wir und ihr ganzes Umfeld (Kita, Tanten, Großeltern etc. ) sind alle sehr behutsam mit ihr umgegangen, haben ihr aber trotzdem nichts durchgehen lassen oder sie in Watte gepackt. Alle haben versucht den Alltag den sie kannte soweit irgendwie möglich beizubehalten um ihr Sicherheit zu vermitteln! Es war genug im Wandel und Chaos um sie rum, da war es ganz wichtig an so vielen Ritualen und ihrem gewohnten Alltag festzuhalten wie irgendwie möglich.

Liebe Grüße und Geduld haben.
Bärbel
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  #3  
Alt 23.11.2011, 09:56
Benutzerbild von mum2kidzz
mum2kidzz mum2kidzz ist offline
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Registriert seit: 10.07.2010
Ort: Jena
Beiträge: 3
Standard AW: am Rande des Ertragbaren - was ist nur mit meinem Sohn

ich hab es auch so erfahren.Mein Sohnemann war zum Zeitpunkt meiner Diagnose 6 meine Lütte hat gerade das Licht der Welt erblickt.Er wurde eingeschult....und plötzlich veränderte er sich.Er wurde agressiv,auch mir gegenüber.Ich hab den Schritt gemacht und uns einen Termin geholt bei einer Kinderphysiologin.Diesen Termin bekam ich sogar kurzfristig aufgrund meiner Erkrankung.Seitdem arbeiten wir zusammen,und das Verhalten meines Sohnes mir gegenüber und auch in der Schule,hat sich gott sei dank wieder normalisiert.Mir konnte die Ärztin zb erklären,das ein Grund für sein Verhalten dieser ist,das er sonst immer eine starke Mutter an seiner Seite hatte,und plötzlich nicht mehr.Ich habe versucht gute Miene zum bösen Spiel zu machen,meinen Sohn nicht zu zeigen das es mir schlecht geht aber das merken doch die Kinder...Macht euch mal einen Termin.Ich drück euch die Daumen!
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  #4  
Alt 26.02.2012, 10:20
theresa_n theresa_n ist offline
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Registriert seit: 28.11.2011
Ort: Oberösterreich
Beiträge: 229
Standard AW: am Rande des Ertragbaren - was ist nur mit meinem Sohn

Hallo Kolja,
wie hat sich dein Sohn denn in den letzten Monaten weiterentwickelt?
Eine befreundete Familie hatte ein ähnliches Thema, allerdings ohne Erkrankung. Dort war es so, dass sich das ältere Kind abgeschoben und ausgeschlossen fühlte, wenn es den Vormittag ohne Mama im Kindergarten verbringen musste, das kleine Geschwisterchen aber zuhause bei ihr bleiben 'durfte'. Das gab sich nur langsam und mit viel Extratouren.
Liebe Grüße,
theresa
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