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#16
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@imagia
![]() ich denke Du hast Recht: Nix bewiesen, nix widerlegt .Wir Betroffenen tun sicher gut daran zu versuchen, mit relativ gesunder Lebensweise (wozu sicher auch das Lachen gehört) das Immunsystem zu stabilisieren....
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Ilse |
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#17
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moin ilse, hey chris und alle mitsinnierer,
ich glaub, ilse, da hast du jetzt genau die knackpunktformulierung verwendet -darum diskutiert chris glaub ich mit uns: was umfasst und bedeutet denn eine "gesunde lebensweise"? landläufig wird das halt nach wie vor sehr materiell interpretiert, sprich auf das bezogen, was ich meinem körper zuführe (bzw. lieber nicht) und was ich mit ihm mache. zu psychisch gesunder lebensweise erzieht und verhilft uns eigentlich nichts und niemand. unbestritten, dass bewegung und gute ernährung (dazu gibts dann natürlich schon wieder zig verschieden meinungen) und der verzicht auf genussgifte von unserem körper geschätzt wird, industriell verfremdeter überfetter mantsch bei minimaler bewegung und reichlich genussgiften eher nicht. aber auch ich kann bestätigen - und ich bin seit meiner jugend nicht mehr sportlich, hab dasselbe übergewicht wie meine gesamte (sportliche) familie seit je her (außer ma, jetzt mit bsdk ), rauche und trinke seit ich es darf - dass jede meiner krankheiten im zusammenhang bzw. nachgang einer andauernden emotionalen belastungssituation entstanden ist (die zum glück absolut nicht zu den verschwurbelten deutungen der gnm passt, weswegen ich diese rundum rigoros ablehnen kann - nur falls zweifel aufkommen ). mag also sein, dass eine (materiell gesprochen) ungesunde lebensweise "irgendwann" unweigerlich zu beschwerden und krankheiten führt - aber all meine "irgendwanns" sind so sehr an außergewöhnliche stresslagen gekoppelt - bei mir ganz leicht zu identifizieren, weil ich normalerweise der "chilligste" mensch auf der welt bin, dessen unerschütterlicher gleichmut meine ganze quirlige umgebung seit je her fasziniert - dass es kein zufall sein kann. imnsho ist also "stress" der nicht ausreichend beachtete faktor auch jeder multikausalen erkrankung, selbst wenn natürlich schon damit gearbeitet wird - entspannungstechniken in der psychoonkologie, angstauflösende therapien in der alternativmedizin. dennoch, der mensch kann nicht so einfach unterscheiden zwischen dis- und eustress, anregend und belastend, er hat wenig kontakt zu seinem unbewussten und erkennt sich selbst oft nicht als unverhältnismäßig belastet, selbst wenn er es ist. die aktuelle burnout-diskussion passt da gut ins bild. und da braucht mir niemand kommen mit "es gibt nachgewiesenermaßen nicht mehr krebs unter depressiven" - denn die, die man da "nachweistechnisch" erfasst, sind ja wenigstens schon mal behandelt. auch gut ins bild passt die bessere lage von kranken mit liebevoller unterstützung im umfeld. und vieles mehr. was die menschen "beleidigt", chris, ist die andeutung, dass a) die psyche der entscheidende faktor ist, b) man ja leicht hätte was an seiner einstellung ändern können, damit wäre alles besser ausgegangen. das ist käse. keiner geht nur zum onkologen, damit der einem aufschreibt, was man sich schon selbst gegen seine tumorerkrankung verordnet hat. bei der psyche hingegen tun alle so, als könne und müsse man sich da selbst helfen und behandeln. das kann ich aber nicht unbedingt. es genügt nicht, sich selbst zuversicht zu verordnen oder angst oder ärger einfach nicht haben zu wollen, damit das aufhört. und die psyche ist so offenkundig individuell, wie es die medizin beim körper nie annehmen würde. niemand hat, egal was er sich wünscht, so viel einblick in einen anderen, dass er etwas eindeutiges über dessen seelische verfassung sagen kann - die meisten können das nicht einmal über sich selbst. ich will damit sagen, dass dieser punkt - STRESS - und die asiatischen medizinrichtungen, die von jeher eine verletzung eines gleichgewichts als krankmachend und behandlungsbedürftig erachten - die streitigkeiten um ursachen aushebelt. asbest kann den körper stressen und liebeskummer die psyche, es bleibt stress, sprich eine außergewöhnliche belastung. stress ist schwer erfassbar. es macht weder der geist den körper krank noch der körper den geist, und somit auch nicht gesund. wenn das eine erkrankt, erkrankt das andere, es ist analog, nicht kausal. und jeder ansatz, der nur das eine "heilt", ist für mich nur halb sinnvoll (und natürlich funktioniert es auch nicht immer, wenn man beide hälften therapiert). ändern kann man das vorerst trotzdem nicht, weil es keinen psychotherapeutischen standard gibt, den man dem onkologischen standard parallelschalten könnte - auch wenn die psychoonkologie ein guter ansatz sein mag. da das jetzt die textmenge von mindestens zehn postings war und ich gerade gut damit beschäftigt bin, meine schlussfolgerungen in taten umzusetzen (sprich mit meinen neuerdings aufgetretenen rückenschmerzen ins reha-studio und zum psychotherapeuten zu gehen ), mach ich mich bissl rar... wünsche euch allen derweil gute erfolge, schöne tage, anregende gedanken, erlebenswerte gefühle und alles, was ihr euch wünscht.
Geändert von imagia (07.01.2012 um 20:36 Uhr) Grund: unvermeidbarerweise fipptehler :-) |
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#18
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@imagia
danke für deinen sehr langen und meiner Meinung nach überaus sinnvollen Post. Ich hoffe, dass es die Medizin bald schafft und vor allem mal versucht Psyche und Körper unter einen Hut zu bringen. |
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#19
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![]() .....und könnten diese nette Unterhaltung beenden, indem wir das uralte Wörtchen Mäßigung in Bezug auf uns selbst versuchen anzuwenden.... gelingt mir persönlich nicht immer, aber immer öfter ![]() Ein Arzt bemerkte mal vor vielen Jahren zu meiner damals schwer darmerkrankten Mutter: "Wenn die Menschen von allem etwas weniger ...." .....na ja, unserer Mutti "schmeckten" weder Tabak noch Alkohol und sie hat nur manchmal ein wenig mit Schweizer Schocki übertrieben ![]() Soviel dazu ![]()
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Ilse |
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#20
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Zitat:
ILSE .......ob Muttis oder Ehemänner SCHOKI macht glücklich und zaubert immer ein aufs Gesicht , schönen Sonntag
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#21
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Zitat:
Was in vielen onkologischen Praxen, und Kliniken schon seit Jahren praktiziert wird. Ebenso begegneten mir in meinen doch schon langen Leben auch viele Ärzte denen mein "Befinden" vor einer und nach einer Diagnose immer wichtig war.
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Jutta _________________________________________ Meine im Krebskompass verfassten Beiträge dürfen in anderen Foren, oder HP’s, nicht ohne meine persönliche Zustimmung kopiert oder veröffentlicht werden. |
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#22
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@Jutta
Naja in meinem bisher kurzem aber hoffentlich noch sehr langem Leben wurde mir nur gesagt, dass meine Psyche beim Krankheitsverlauf GAR KEINE Rolle spielt... |
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#23
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@chris: das liegt daran, dass auch die psychoonkologie (die außerdem nicht grundsätzlich im repertoire der onkologen liegt - sind ja separate fachkräfte) den pfad verlassen hat, auf dem sie ursprünglich nach psychosozialen faktoren suchen wollte, die die krebsentstehung fördern, um daraus (womöglich, is ja vorbei) auch therapeutische interventionen auf psychologischer basis entwickeln zu können.
seit den 90ern ist die psychoonkologie damit befasst, das parallele auftreten psychischer erkrankungen zusätzlich zum krebs zu verhindern und die bewältigung der krebskrankheit dahingehend zu verbessern, die akzeptanz zu fördern, patienten zu stützen, angst zu verringern, angehörige entsprechend zu betreuen, bei praktischen dingen zu helfen und sterbebegleitung zu leisten. alles gut und wichtig, aber alles nicht ganz das, wovon wir reden (einziger punkt in unsere richtung: psychoonkologie trachtet durch ihre bemühungen auch danach, die therapieresonanz zu verbessern). der grundgedanke war interdisziplinär, das hat aber nicht ganz funktioniert - in dem ansatz, der aktuell praktiziert wird, ist schon eine art zusammenarbeit von psychiatrie und medizin erkennbar, psychologie und insbesondere psychotherapie hingegen, die nicht nur auf die bewältigung der krankheit abzielt, sondern ihrer überwindung dienen soll, ist nicht. somit ist aus strikt medizinischer sicht und aktuellem wissenstand derselben deine psyche für deinen krankheitsverlauf (wie wärs mit "gesundungsprozess" stattdessen?) komplett irrelevant. (ich könnte da jetzt noch einen vortrag zu den schwierigkeiten des empirischen nachweises psychischer vorgänge im gegensatz zu körperlichen vorgängen halten, aber es ist ja egal, es hat vorläufig eben nicht funktioniert, und wird es auch weiterhin erst einmal nicht.) die medizin kann also körper und psyche schon deshalb nicht "unter einen hut bringen", weil es unterschiedliche disziplinen sind, unterschiedliche wissenschaften, bzw. sogar teils parawissenschaften, die für materie und geist zuständig sind. die arbeiten nicht zusammen. aber nichts hindert einen daran, es selbst zu tun, sich als ganzes unter einen hut zu bringen. we can make a change. uuuääh... wogegen gähnen wohl hilft? egal was, ich werds nie kriegen...bis dann, lg! |
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#24
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ja das kann ich nur bestätigen.mein leit spruch ist;ich bin der letzte der lachen wird:mein prof.dr.heike sagt zwar das ich einen an der pfanne habe aber gut das leben ist zu kurz um negativ zu denken das hat mir mein vater bei gebracht er ist vor drei jahren daran gestorben.liebe grüsse an alle.andi
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#25
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@Andi
![]() Nicht schlecht, dass Du diesen Thread mal wieder hochgeholt hast - aber, Deinen Leitspruch hab' ich jetzt tatsächlich nicht verrstanden Vielleicht liegt's daran, dass auch ich einen an der Pfanne, an der Waffel, am Sträußchen ...oder wie oder was... habe ![]() Bleibt mir noch zu sagen - kommt Alle den Umständen entsprechend gut über den Tag
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Ilse Geändert von Ilse Racek (12.05.2012 um 08:25 Uhr) Grund: vertippt |
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#26
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Hallo,
det Spruch kommt wohl von "wer zuletzt lacht, lacht am besten." Ja, und wer möchte da nicht zuletzt lachen ... ?Man weiss heute schon, dass die Psyche physiologische Prozesse im Körper auslösen kann. Wem läuft nicht beim Anblick etwas sehr leckerem das Wasser im Munde zusammen? Wenn wir Angst haben, atmen wir schon anders (flacher) und beeinflussen damit unseren Herzrythmus. Die Hypophyse im Gehirn reagiert auch auf die Psyche. Es werden also eine Reihe von Prozessen im Körper dadurch ausgelöst, wie wir denken. Aber von diesen Kenntnissen bis hin zu wirksamen Strategien, den Krebs zu bekämpfen, ist es noch weit, und selbst, wenn es gelingt, durch die "richtige" psychische Einstellung den Krebs effektiver in Schach zu halten, ist es fraglich, in welchem Ausmass das gelingt. Vielleicht verbessert es die Chancen mit 5-10% und das ist nicht damit zu vergleichen, was eine Chemotherapie, Antikörpertherapie oder eine Operation erreichen kann. Somit ist die psychoonkologische Betreuung immer nur eine unterstützende. Ich glaube, die meisten Betroffenen sind dankbar, für alles, was es ihnen etwas besser gehen lässt, und da spielt die psychoonkologische Betreuung eine sehr wichtige Rolle. Die Psychoonkologie kann einem helfen, mit der Dauerbedrohung der Krankheit umzugehen und zu leben, und sie kann denen helfen, die nur noch eine begrenzte Zeit vor sich sehen, diese Zeit unter den gegebenen Voraussetzungen so gut wie möglich zu leben. Ein betroffener sagte mir vor einigen Wochen: "Weisst Du, wir Krebskranke denken täglich an den Tod und wir lernen, ihn zu akzeptieren. Sonst wird man nämlich wahnsinnig." Ich füge noch ein Zitat aus dem Darmkrebsforum bei: "Außerdem darf man sich wirklich nicht von den Zahlen verrückt machen lassen, denn der Krebs 'lebt' von der Angst! Das hat uns selbst unser Onkologe gesagt.." (Zitat: Claudi33, Darmkrebsforum)" Ganz liebe Grüsse vom Alpenveilchen |
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#27
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@Alpenveilchen
![]() Du hast sicher Recht - es war wohl gemeint: "Wer zuletzt lacht...." ....Na ja, kann sein, dass auch solche Sprüche helfen können ![]() Es gibt wohl vielfältige Arten der Hilfe, mit Krebserkrankungen etwas besser klar zu kommen. DU hast mir beispielsweise vor längerer Zeit geholfen und eine Frage beantwortet, die meinr an Darmkrebs erkrankte Schwester in ihrer Beurteilung der Lage untersützt hat. Mein Schwesterherz ist zur Zeit bei uns zu Besuch - derzeit schlummert sie noch den Schlaf der Gerechten in einem kleinen Hotel in der Nachbarschaft ![]() Liebe Grüße
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Ilse |
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#28
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Hallo,auch ich denke das es für die Krebsentstehung viele Ursachen gibt.Mich hat es tatsächlich in einer Situation erwischt in der es mir psychisch sehr schlecht ging und das über Monate hinweg.Ich glaube zwar nicht das dies die alleinige Ursache war,aber irgendeine Rolle hat es bestimmt gespielt.Heute versuche ich mir unguten Stress vom Hals zu halten,bis jetzt funktioniert es gut. Morgen sind genau acht Jahre nach meiner OP vergangen und bis jetzt ist alles o.k.Lachen kann bestimmt alleine nicht heilen aber zur Unterstützung und fürs Wohlbefinden ist es allemal gut.
Alles Gute Diana
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