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Alt 09.10.2011, 15:01
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vom alten stamm vom alten stamm ist offline
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Standard Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !


Ich muss zu geben kein leichtes Thema , das auch nicht zu Verallgemeinern ist und für das es meiner Ansicht nach auch kein Patentrezept gibt ,aber ich möchte trotzdem versuchen
Einiges dazu zusagen !

Nach der Entfernung des kompletten Magens ist es nicht leicht, sich auf die neu entstandene Situation einzustellen .
Diese Erfahrung musste ich auch selbst machen , gerade in der Anfangszeit nach der OP waren wir eigentlich Alle mit dem Thema völlig überfordert ,deshalb wundert es mich auch nicht das dies meistens die am häufigsten gestellte Frage ist :

Um dies alles besser verstehen zu können hier mal noch ein Paar sehr Interessante Links die Niemand verpassen sollte !

Blauer Ratgeber Magenkrebs


Quelle : Deutsche Krebshilfe e.V. :


http://www.krebshilfe.de/fileadmin/I.../007_magen.pdf


Es ist dort alles leichtverständlich erklärt ,von der möglichen Entstehung des Magenkrebs bis hin zur Nachsorge und nützlichen Adressen !

Weitere nützliche Link Tipps :

Magenentfernung - Es geht auch ohne

http://www.gesundheit.de/krankheiten...geht-auch-ohne


Quelle : gesundheit.de

……………………………………………………………………………………………….......

Essen kann man auch ohne Magen

Quelle : Pro PflegeManagement

http://www.ppm-online.org/verlag/alt...ahrungsmittel/

…………………………………………………………………………………………………...


Patienten, die nach ihrer Magenentfernung Fragen zu ihrer Ernährung haben, hören meist als Antwort den Satz: "Sie dürfen wieder alles essen und trinken, was Ihnen bekommt". Mit diesem Satz bleiben sie sich selbst überlassen und können nur durch Versuch und Irrtum herausfinden, was ihnen bekommt oder was ihnen nicht bekommt. Diesen oft langen und beschwerdereichen Weg möchten wir mit Hilfe dieses Buches verkürzen und lindern.


Alles was man wissen sollte von AUFBAU UND FUNKTION DES VERDAUUNGSTRAKTES NACH DER MAGENENTFERNUNG
BIS HIN ZU ESSEN UND URLAUB mit dazugehörigem SELBSTBEOBACHTUNGSBOGEN !
SOLCH EIN SELBSTBEOBACHTUNGSBOGEN KANN MANCHMAL SEHR HILFREICH SEIN .


http://m.blog.hu/ad/adenocarcinoma/i...#_Toc251058209


Quelle : ars bonae curae Verlag



Zusatzinfos die eventuell nützlich sein können !!!

Gewusst wie: Kochen mit Starkoch Alfons Schuhbeck

Vor neun Jahren wurde Pia D.s Magen entfernt. Seitdem kämpft sie mit Untergewicht. "Ich habe nach der Operation 20 Kilo abgenommen. Das ist schon eine enorme Menge. Und ich habe jahrelang versucht, Gewicht wieder zuzunehmen", erzählt die Patientin. Doch es klappte nicht. Lange fühlte sie sich kraftlos. Seit einem Jahr geht es wieder aufwärts. Dank eines Kochkurses und der damit verbundenen Ernährungsumstellung. Der Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck zeigt bauchoperierten Patienten, wie sie wieder zu Kräften kommen. Gemeinsam mit dem Tübinger Ernährungsmediziner Dr. Michael Adolph und dem Münchner Chirurgen Dr. Marc E. Martignoni entstand die Idee für diesen speziellen Kurs. "Ich koche jetzt 45 Jahre und dies ist noch mal ein Step für mich, mich weiterzuentwickeln und ich habe dieses Glück, dass ich bei dem Kochkurs mitmachen darf", erzählt Schuhbeck.

Quelle : MDR

http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/...mittel198.html

Quelle : München.TV

http://www.muenchen-tv.de/gesellscha...kurs-9273.html

Quelle : derStandard.at

http://derstandard.at/1336696912228/...ch-Operationen

In vivo vor Ort in der Kochschule von Alfons Schuhbeck
Quelle : Deutsche Krebshilfe

http://www.krebshilfe.de/fileadmin/I...-Schuhbeck.pdf






Es ist zwar ein drastischer Einschnitt, den Magen komplett zu entfernen, trotzdem sind die meisten Patienten – so unwahrscheinlich es klingt – nach der Operation annähernd beschwerdefrei.

Als wichtigsten Bestandteil möchte ich aber als Betroffener hinzufügen, das man nach einem solchen Eingriff sich und seinem Körper die nötige Ruhe geben sollte !
Was heißen soll der Körper muss lernen mit der neuen Situation umzugehen, das ist nicht immer leicht und manchmal auch mit Schmerzen verbunden gerade beim Essen und Trinken .
Auch da gilt oft der Leitsatz „ Weniger ist manchmal Mehr „ denn Ihr werdet es merken, ein Löffel oder ein Schluck zuviel ,kann schon Schmerzen verursachen .

Aber lasst Euch dadurch nicht verunsichern , dies ist in der Anfangszeit alles völlig normal!
Deshalb nehmt Euch Zeit beim Essen und Trinken setzt Euch nicht selber unter druck , es dauert alles seine Zeit , nichts geht von Heut auf Morgen !!!
Man muss alles in seiner Gesamtheit sehen um zu begreifen wie der Körper funktioniert .

Für das Überleben ist der Magen nicht unmittelbar erforderlich. Durch die Entfernung des gesamten Magens aber verändert sich die gesamte Lebensführung erheblich. Der Magen als Speicher für die aufgenommene Nahrung fehlt.

Ein weiteres Problem kann durch die nicht mehr vorhandene Regulation der Verdauungsenzyme entstehen. Insbesondere die Sekrete der Bauchspeicheldrüse werden nicht mehr in ausreichendem Maße in den Darm abgegeben, so dass durch die regelmäßige Einnahme von Tabletten diese Enzyme ersetzt werden müssen.

Die jeweils am Mageneingang und Magenausgang vorhandenen muskulären Schließmechanismen gehen durch die Magenentfernung ebenfalls verloren. Rückfließender Darmsaft kann bei vielen Patienten zu einer Art Sodbrennen führen. Manche Patienten leiden auch unter einer Sturzentleerung des Magens, dem sog. Dumping-Syndrom. Kurze Zeit nach dem Essen verspüren sie ein Völlegefühl, Herzrasen, Schweißausbrüche und Schwindel. Dies wird durch eine Überdehnung des angeschlossenen Dünndarms und daraufhin ausgeschüttete Hormone hervorgerufen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es nach einer solchen großen Operation durchaus einige Monate dauern kann, bis sich der Patient körperlich wieder vollständig erholt und die Umstellungsschwierigkeiten überwunden hat. Der Lebenswille des Patienten ist gerade in dieser Genesungsphase entscheidend.



Ein Gewichtsverlust von bis zu 16 Prozent ist in den ersten Monaten nach der OP völlig normal. Meistens stabilisiert sich das Gewicht in den nächsten sechs bis zwölf Monaten wieder. Das oberste Ziel dabei ist aber das vorhandene Gewicht zu halten , also Ruhe bewahren und nicht täglich auf die Waage stellen um das Gewicht zu kontrollieren , das verunsichert Euch nur und dient nicht dem gewünschten Ziel !


Wichtig ist es dabei, dass die Patienten statt der üblichen drei Mahlzeiten achtmal am Tag kleine Portionen essen. Dazu sollten sie nichts trinken.
Um schnell wieder zu Kräften zu kommen, hilft eine vollwertige und hoch kalorienhaltige Ernährung, die reich ist an Eiweiß und komplexen Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen. Tabu sind einfache Kohlenhydrate, wie sie z. B. in Kristallzucker enthalten sind, fette Speisen, große Mengen Rohkost, blähende Lebensmittel, geräucherte Wurst sowie kohlensäurehaltige Getränke. Je mehr Zeit sich Patienten während des Essens und danach gönnen, etwa um sich hinzulegen und auszuruhen, umso schneller werden sie sich besser fühlen.

Viele kleine Mahlzeiten
Um ein unnötiges Völlegefühl oder Schmerzen in der “Magengegend” zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig mit dem Essen aufhören. Essen sie lieber alle 1-2 Stunden etwas. Anfangs sind 6-10 Mahlzeiten am Tag die Regel. Ca. 6 Monate nach der Operation kann man in der Regel auf 4-5 Mahlzeiten pro Tag umstellen. Durch kleine Portionen vermeiden Sie Übelkeit und ein Dumping-Syndrom (Erklärung siehe unten). Je weniger Sie auf 1x essen können, desto häufiger müssen sie essen.
Mahlzeitenaufnahme in aufrechter Position.
Sonst kann es durch Aufsteigen oder Zurückfließen des Speisebreis zu Sodbrennen, Schmerzen oder Speiseröhrenentzündung kommen.
Gut kauen & langsam essen
Bis zu 30x sollten Sie jeden Bissen kauen. Dadurch speicheln Sie den Speisebrei gut ein
Essen sie nicht unter Zeitdruck. Schlucken sie so wenig wie möglich Luft mit runter (wenig reden, nicht hastig essen), so können Sie unnötige Blähungen vermeiden.
Tritt das Sättigungsgefühl ein, sollten Sie, um Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden, mit dem Essen aufhören.
Trinken
Zu den Mahlzeiten oder direkt danach sollten Sie so wenig wie möglich trinken, da sonst Durchfälle auftreten können und sie schneller ein Völlegefühl erreichen. Um trotzdem genügend Flüssigkeit aufzunehmen, empfiehlt es sich, bis zu einer Viertelstunde vor dem Essen nichts oder frühestens eine halbe Stunde nach dem Essen etwas zu trinken. Durchfälle können auch auftreten, wenn die Temperaturunterschiede zwischen Darm (ca. 37°C) und dem Getränk (selbst Zimmertemperatur mit ca. 20°C ist zu kalt) zu groß sind. Es kommt dann zu einer reflexartigen Darmbewegung und damit zu einer spontanen Stuhlentleerung. Wenn kein Durchfall oder Fieber besteht, sind 1,5l Trinkflüssigkeit ausreichend.

Getränke : Tee , Mineralwasser mit wenig Kohlensäure ; Saft in allen Varianten nur eben nicht zu sauer und zu fruchtig .

Essen :
Brot : Knäckebrot ,Zwieback ,Filinchen und Dinkelbrot ; Heute bevorzuge ich Schinkenbrot (Das volle Korn ohne Konservierungsstoffe )

Wurst : Alles was mager ist besonders Geflügelwurst ; Hähnchenbrust gegart oder Putenbrust .

Käse : Alles unter einem Fettgehalt unter 48 % , speziell bevorzuge ich Heute Käse mit 17 %
Fett .

Obst : ist immer etwas für zwischendurch zB. Banane , Kiwi ; Äpfel oder Birnen die beiden letzteren aber nur geschmort zumindest in der Anfangszeit .

Ansonsten alternativen für den kleinen Snack zwischendrin Joghurt , Gebäck und alles worauf man Appetit hat ,auch wenn es mir danach nicht immer gut ging , das sind aber Erfahrungen die jeder für sich selbst sammeln muss .
Wie gesagt ein Patentrezept gibt es nicht !


Fettstuhl oder unvollständige Nahrungsverwertung
Symptome:
Durchfall, heller (weißer, gelber, grauer) Stuhl, der Stuhl “schwimmt” in der Toilette, der Stuhl riecht unangenehm, keine Gewichtszunahme
Maßnahmen: Fettverzehr so stark wie möglich einschränken, regelmäßige und korrekte Einnahme Ihrer Bauchspeicheldrüsenmedikamente,
Erklärung: Der Magen lässt normalerweise nur Nahrungspartikel in den Zwölffingerdarm fließen. Dort wird er sofort mit den Lebersäften (Gallenflüssigkeit) und den Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse vermischt, so dass die aufgenommene Nahrung optimal verwertet wird. Fehlt nun durch die Operation ein Teil oder der ganze Magen, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, wird der Weg der Verdauung ein anderer. Die Verdauungssäfte können sich nicht zeitlich abgestimmt mit dem Nahrungsbrei vermischen. Dadurch kann der Körper auch nur einen geringen Anteil des Essens aufnehmen. Besonders die nicht verdauten Fette können permanente Durchfälle verursachen.
Die Verdauungsleistung mit Medikamenten unterstützen:
Bei fast allen Patienten mit totaler Gastrektomie ist aufgrund der veränderten Anatomie die
Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse eingeschränkt. Dies sollte nach der Operation überprüft werden. Bestätigt sich eine Einschränkung der Funktion der Bauchspeicheldrüse,müssen zusätzlich zu jeder Mahlzeit Pankreasenzyme, in Form von Granulat, eingenommen werden, um dem drohenden Gewichtsverlust entgegen zuwirken.
Die Farbe des Essens hat selten Einfluss auf die Farbe des Stuhls. Allerdings können Rote Bete oder Spinat die Stuhlfarbe verändern. Weiße Lebensmittel verursachen aber keinen hellen Stuhl.
Achtung: Eisentabletten färben den Stuhl dunkel.
MCT-Fette
MCT-Fette sollten in Ihren Kostplan mit eingebaut werden, wenn Sie unter Fettstühlen (Steatorrhöen) leiden. Diese Fette sind nicht in üblichen fettreichen Lebensmitteln enthalten und müssen speziell hergestellt werden. MCT-Fette sind in Form von Margarine (250 g ca. 5-6 DM) oder als Speiseöl in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich.
Hier einige Tipps/Regeln für die Verwendung von MCT-Fetten
1. Tagesmenge: 50-100 g
2. Einbau von MCT in die Kost stufenweise vornehmen: beginnend mit 20 g/Tag
3. Nach 2-3 Tagen steigern um 10 g/Tag
4. Sollten wäßrige Durchfälle auftreten MCT absetzen bzw. die Menge wieder reduzieren
5. MCT-Fette, eignen sich nicht zum Braten
6. MCT-Fette erst kurz vor Verzehr den Speisen zugeben. Bei unsachgemäßer Verwendung bitterer Geschmack
7. MCT-Fette im Kühlschrank lagern.
FRÜHDUMPING
Symptome:
Völlegefühl meist direkt nach dem Essen, gefolgt von Durchfällen, Bauchschmerzen, Schweißausbrüchen und Kreislaufprobleme.
Maßnahmen: Zeit lassen zum Essen, nichts trinken zum Essen, nach dem Essen eine halbe Stunde mit der Flüssigkeitsaufnahme warten, kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, nach dem Essen hinlegen (Oberkörperhochlage)
Erklärung: Der 5 m lange Dünndarm ist mit einem Garnknäuel vergleichbar. “Fällt” nun das Essen zu schnell in den Darm, sammelt es sich an einer beliebigen Kurve dieses “Knäuels” an und kann von alleine nicht mehr weiterfließen. Der Körper möchte die Nahrung weitertransportieren und reagiert, indem er Flüssigkeit in den Darm leitet, welche aus dem Kreislaufsystem stammt. Durch die Verdünnung des Speisebreis kann er besser weiterfließen (Bauchrumoren). Jedoch fehlt nun die Flüssigkeit im Kreislaufsystem und es kommt zum Blutdruckabfall. Damit der Druck im Kreislaufsystem aufrecht gehalten werden kann, muss das Herz schneller schlagen. Dadurch entstehen Hitzewallungen und Schweißausbruch.
SPÄTDUMPING
Symptome:
Schweißausbrüche, Schwächegefühl, Heißhunger, Kopfschmerzen, schneller Puls (meist etwa 1 ½ Stunden nach dem Essen, oft ist es das Frühstück)
Maßnahmen: nehmen Sie ein Plättchen Traubenzucker zu sich und im Anschluss eine halbe Scheibe Brot mit Honig oder Konfitüre und 30 Minuten später wieder eine Kleinigkeit (ein Obst, Joghurt, Kompott)
Erklärung: die aufgenommenen Zucker werden durch die (Teil-) Entfernung des Magens schnell in den Dünndarm transportiert und gelangen dadurch sehr schnell in die Blutbahn. Dadurch steigt der Blutzucker schnell an. Auf diesen raschen Anstieg antwortet Ihr Körper mit Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse. Durch dieses Insulin wird wiederum der Blutzucker sehr stark gesenkt, was eine Unterzuckerung zur Folge hat. Diese zu schnelle Senkung und die Unterzuckerung sind die Ursache für Ihr Unwohlsein. (Aber keine Sorge, Sie leiden nicht an dem bekannten Diabetes).
Die Häufigkeit des Spätdumpings nimmt im Laufe der Zeit ab, kann aber bei übermäßigem Verzehr von zuckerreichen Lebensmitteln immer wieder auftreten.
Große Mengen an zuckerhaltigen Produkten sollten Sie dementsprechend meiden:
Kompott mit Zucker, Kuchen, Eis, Malzbier, Weintrauben, Nuß-Nougat-Creme, Limonaden, Schokolade, Milchprodukte mit Früchten.
Speiseröhrenentzündung
Symptome: Sodbrennen, „Brennen“ im Brustbereich
Maßnahmen: beim Schlafen sollten Sie eine Oberkörperhochlage einnehmen (siehe Skizze). Legen Sie sich nicht nach einer Mahlzeit hin. Reisschleim mit säurebindenden Medikament
In horizontaler Lage können die Verdauungssäfte leicht in die Speiseröhre gelangen
Diese Position ist besser, belastet aber Ihre Wirbelsäule.
Die optimale Lage: Verdauungs-säfte gelangen nicht in die Speiseröhre und die Wirbelsäule wird geschont
Erklärung: Am Eingang und Ausgang des Magens befindet sich jeweils ein Verschlussmuskel, wodurch verhindert wird, dass aggressive Verdauungssäfte der Leber und Bauchspeicheldrüse in die Speiseröhre gelangen. Durch das Fehlen des Magens können diese Verdauungssäfte nun jedoch ungehindert in die Speiseröhre gelangen und Entzündungen hervorrufen. Die Speiseröhre schwillt an, und Sie können schlechter schlucken und es kann schmerzen. Dann kann es durchaus effektiv sein, Reisschleim vermischt mit einem Beutel des säurebindenden Medikaments Antacidum ( z. B.: Maaloxan, Riopan, o. ä.) zu sich zu nehmen. Hierzu wird 1 Eßl. Reisschleimpulver (Reformhaus, Bioladen, Apotheke) mit ein wenig Wasser verrührt und mit dem Inhalt eines Beutels Antacidum vermischt. Nach den Mahlzeiten und unmittelbar vor dem Zubettgehen sollten Sie 3 Eßlöffel dieses Gemisches einnehmen. Dadurch wird die Speiseröhre mit einem Schutzfilm ausgekleidet. Dass Sie während der Zeit, in der die Speiseröhre entzündet ist, besser keine zu scharfen, salzigen, sauren oder zu süße Speisen zu sich nehmen versteht sich von selbst.
Bauchspeicheldrüsenfermente
Sollten Sie ein Medikament mit Bauchspeicheldrüsenfermenten (z. B. Kreon, Panzytrat) einnehmen, ist nach einer Magenentfernung lediglich die Darreichungsform als Granulat hilfreich. Als Kapsel oder Filmtablette wird es durch die fehlende Magensäure nicht mehr aufgelöst und würde wirkungslos durch den Darm “wandern”.
Sollten Sie einmal aus Versehen Kapseln erhalten haben, so entfernen Sie die Kapselhülle und nehmen nur dessen Inhalt ein.
Verträglichkeit
Entscheidend ist immer die Verträglichkeit! Bei ungeeigneten Lebensmitteln seien Sie vorsichtig und probieren Sie anfangs kleine Mengen. Wird das LM nicht vertragen, heißt das aber nicht, dass Sie es nie wieder zu sich nehmen können. Versuchen Sie es einige Tage später nochmals. Vielleicht war der Magen-Darm-Trakt schon gereizt oder überlastet und somit empfindlicher. Normalerweise wird nach einem Jahr fast alles wieder vertragen.
Tagesbeispiel:
Uhrzeit: Maßnahme
7.00 Aufstehen, etwa 150-200ml langsam trinken; Morgentoilette
8.00 Frühstück, danach ruhen (Oberkörper 45°)
9.00 150-200ml langsam trinken
10.00 Zwischenmahlzeit, danach ruhen
11.00 150-200ml langsam trinken
12.00 Mittagessen langsam einnehmen, danach ruhen (Oberkörper 45°)
13.30 150-200ml langsam trinken
14.00 Zwischenmahlzeit, danach ruhen
15.00 150-200ml langsam trinken
16.00 Zwischenmahlzeit, danach ruhen
17.00 150-200ml langsam trinken
18.00 Abendessen, danach ruhen (Oberkörper 45°)
19.00 150-200ml langsam trinken
20.00 Zwischenmahlzeit, danach ruhen
21.00 150-200ml langsam trinken

Ob nach 20 Uhr noch gegessen wird, hängt davon ab, wann die Nachtruhe erfolgt. Die letzte
Mahlzeit sollte mindestens 2 Stunden vorher eingenommen werden, um die Gefahr des Reflux zu minimieren.



Bitte beachten Sie:
Da nach Magenresektion kein bzw, Teilresektionen nur schwer Vit. B12 resorbiert werden kann, muss dies in regelmäßigen Abständen vom Arzt ersetzt werden.

Weitere kritische Nährstoffe sind Calcium, Eisen und die fettlöslichen Vitamine.


Für uns Magenlose ist besonders darauf zu achten das es nicht zu Mangelerscheinungen von B12 und Eisen kommt, ganz wichtig , es wird leider Heute noch von vielen Ärzten unterschätzt das es zu Langzeitschäden kommen kann !
Also achtet bitte darauf und weißt Euren Behandelnden Arzt darauf hin , dies öfter zu überprüfen und zu kontrollieren !

Vitamin B12

Durch den operativen Eingriff kann es zu Vitaminmangel kommen, insbesondere an Vitamin B12. Deshalb muss der Arzt in regelmäßigen Abständen diese Vitamine spritzen. Eine Unterversorgung mit Vitamin D und Kalzium führt bei etwa fünf bis 20 Prozent der Betroffenen zu Osteoporose. Um dies zu verhindern, raten Experten zu einer kalziumhaltigen Kost mit vielen Milchprodukten, eventuell auch zu Kalziumpräparaten. Beschwerden wie Müdigkeit, geringe Belastbarkeit, Atemnot oder Schmerzen sollten Patienten nicht auf die leichte Schulter nehmen und immer mit einem Arzt besprechen, auch außerhalb der Nachsorgeuntersuchungen, die zunächst alle drei Monate stattfinden. Eine gute Schmerztherapie bedeutet einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität.





Nachsorge
Ist ein Großteil des Magens entfernt worden, muss in regelmäßigen Abständen Vitamin-B12 gespritzt werden. Gelegentlich ist auch der Ersatz von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) notwendig. Ernährungsberatung hilft dem Patienten, mit der veränderten Verdauungssituation zurechtzukommen. Häufige, kleinere Mahlzeiten und Vermeiden stark zuckerhaltiger Speisen helfen so genannte Dumping-Symptome (Kreislaufschwierigkeiten beim Frühdumping durch die schnelle Magenentleerung, Unterzuckerungen beim Spätdumping durch eine reaktiv stark vermehrte Insulinausschüttung) vermeiden. Musste die Milz mit entfernt werden, muss in 5jährigen Abständen eine Pneumokokkenimpfung verabreicht werden, da das Risiko für eine durch diese Bakterien ausgelöste Erkrankung stark ansteigt.
Als Nachtrag möchte ich noch darauf hinweisen das ich Heute noch nach 8 Jahren ,alle 2 Wochen B12 gespritzt bekomme und es hat mir nicht geschadet , probiert es aus Ihr werdet es merken .
Außerdem ist Nachgewiesen das man B 12 nicht Überdosieren kann ,also keine Angst es kann Euch nur Gut tun !
Bewegung

Obwohl Sie durch Erkrankung und Therapie eventuell oft körperlich geschwächt sind, hat Bewegung
- in Maßen - für Sie einen großen Stellenwert. Gerade Ernährungsexperten weisen darauf
hin, dass vorsichtige Aktivität im Rahmen des jeweils Möglichen sich positiv auf den Appetit
auswirkt. Auch bei einigen typischen Verdauungsproblemen ist ein wenig Bewegung günstiger
als zu viel Schonung und langes Liegen. Sie verbessert Ihr allgemeines Wohlbefinden, baut Stress
ab und stärkt das körpereigene Immunsystem. Einen vorsichtigen Einstieg bieten spezielle Sportgruppen der Krebsnachsorge.

Aber alles in Maßen also nicht übertreiben ,es ist schwer genug ,sich zu überwinden und die Kraft dafür aufzubringen .
Es ist wichtig damit man wieder zu Kräften kommt und wieder Muskelmasse aufbauen kann ,nur darum geht es um ein besseres Wohlbefinden .


Abschließend möchte ich noch etwas loswerden.

Es gibt immer Situationen im Leben in denen man bemerkt oder denkt nicht verstanden zu werden.
Gerade bei solch einer Krankheit ist es nun mal so das oft Betroffene und Angehörige damit
Völlig überfordert sind und nicht oder nur schwer damit umgehen können!

Miteinander reden So wie gesunde Menschen unterschiedlich mit Lebensfragen
umgehen, wird auch eine Krankheit von Mensch zu Mensch verschieden verarbeitet. Die Bandbreite reicht von «das wird schon gehen» über «wenn das nur gut geht» bis hin zu «das geht sicher schief» oder «ich muss sterben».
Angstgefühle sind eng mit jeder Krebserkrankung verknüpft, unabhängig davon, wie gut die Heilungschancen sind. Manche Menschen mögen nicht über ihre Ängste und Sorgen reden oder wagen es nicht.
Anderen ist es wichtig, sich jemandem anzuvertrauen.
Dritte sind enttäuscht, wenn ihr Umfeld nicht reagiert.
Es gibt kaum allgemeingültige Rezepte.
Was einer Person weiterhilft, muss für eine andere nicht unbedingt das Richtige sein.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden .
Ich glaube das es wichtig ist ,sich der Krankheit zu stellen und sich nicht davor zu verschließen ,also ganz offen damit umgehen .
Versucht einfach ganz offen und Ehrlich mit Euren Angehörigen umzugehen, sprecht über Eure Situation, was Euch Sorgen und Ängste bereitet.
Wer dies beherzigt ist ganz sicher auf einem guten Weg, auch wenn dieser wie gesagt nicht immer leicht ist.

"In diesem Sinne" niemals aufgeben zu Kämpfen immer nach vorn schauen , das schwerste habt Ihr bereits hinter Euch gelassen !


Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft hat bereits verloren !

LG. Thomas
__________________
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden !

Geändert von vom alten stamm (14.07.2012 um 18:29 Uhr)
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  #2  
Alt 10.12.2011, 07:58
Coorii Coorii ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Danke!! Dein Beitrag hat mir sehr weiter geholfen
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  #3  
Alt 19.01.2012, 19:30
Pia051 Pia051 ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Danke! Dein Beitrag hat mir schon sehr geholfen

LG
Linda
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  #4  
Alt 14.02.2012, 23:44
Pia051 Pia051 ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Vielleicht eine etwas dumme Frage:
Wie haltet Ihr es mit Zwiebeln?
Überhaupt nicht, oder in ganz kleinen Mengen?
Wenn, wie vertragt Ihr sie?

Bisher habe ich beim Kochen Zwiebeln einfach so verwendet und nun muss ich überlegen. Habe neulich dann einfach Königsberger Klopse gemacht und..........Stop! Zwiebeln dürfen ja nicht rein!
Also habe ich getrocknete Salatkräuter unter das Hack gemischt. Da ist ja auch ein wenig Zwiebel drin, aber es klappte gut. (Und schmeckte auch.)

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

LG
Linda

Und entschuldigt, wenn ich evtl. nerve.
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  #5  
Alt 16.02.2012, 00:47
Mäau Mäau ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Zitat:
Zitat von Pia051 Beitrag anzeigen
Vielleicht eine etwas dumme Frage:
Wie haltet Ihr es mit Zwiebeln?
Überhaupt nicht, oder in ganz kleinen Mengen?
Wenn, wie vertragt Ihr sie?
Hallo Pia051,
also für mich kann ich nur sagen das ich keine Probleme damit habe. Zwiebeln und Knoblauch sind ja hier fast in jedem Essen enthalten. Erst gestern habe ich mir einen leckeren Tomatensalat einverleibt ohne das ich irgendwelche Beschwerden hatte. Einfach ausprobieren,

Gruss, Mäau
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  #6  
Alt 16.02.2012, 17:58
Pia051 Pia051 ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Danke Dir!

So ganz ohne Zwiebeln und Knofi zu kochen, wäre für mich schon eine große Einschränkung. In 2 Töpfen mag ich nicht kochen, denn das fände ich meinem Mann gegenüber unfair.

LG
Linda
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  #7  
Alt 20.02.2012, 10:50
sarow sarow ist offline
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Lächeln AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

hallo liebes forum

@thomas
einen schönen beitrag,

ich bin ja nun schon 8 jahre ohne magen und habe heute immer
noch schwierigkeiten mit dem früh und spätdumping aber ich weis
damit umzugehen,kenne meinen körper und handle schnell wenn
es los geht,

was mich heute immer noch sehr wütend macht sind die ärzte hier
von der onkologie/hämatologie,
mein eisenhaushalt ist ständig im keller,der feretinwert ist weit unten,
für mich ist es klar das es mit den nicht mehr magen haben zutun hat,
die ärtze aber der meinung sind ich verliere versteckt blut,

also heisst es magen-darm usw.die ganzen untersuchungen,was
aber alles in ordnung ist,hmmmm
ich dann wieder ,,,,,es kommt von dem magenlos,aber NEIN,boahhhh

nun bekomme ich schon seit 1 jahr alle 4 wochen eine eiseninfusion
die mir auch sehr gut bekommt,aber sowie sie das absetzen bin
ich wieder runter mit dem eisenwert,

nunja ich habe ihm auch gesagt das ich hier in einen forum unterwegs bin
und viele das problem haben,aber er hat seine meinung .fertig

l.g.kerstin
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  #8  
Alt 20.02.2012, 12:31
Silvialena Silvialena ist offline
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Beiträge: 11
Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

liebe kerstin,

ich habe mich hier wegen meiner schwester angemeldet, die wegen eines magenkarzinoms den magen, bis auf ein kleines stück restmagen entfernt bekommen hat. sie hat viele beschwerden, es ist erst die dritte woche.

hier antworte ich dir aber wegen eines anderen themas und zwar dein eisenmangel. ich möchte dir aus eigener erfahrung sagen, dass ich (obwohl zum glück noch mit magen !!!) auch immer im unteren eisenbereich bin und dann alle möglichen zustände (ständiges krankfühlen, müde, ....) habe. die ärzte sagen dann auch immer: eisen in ordnung! aber auch ich kenne meinen körper und weiß, dass ich immer krank bin, sobald es im eher unteren bereich ist. hab schon öfter davon gehört und finde es echt schlimm, dass der referenzbereich beim eisen so weit nach unten geht. bzw. dass die einsicht fehlt, dass dies sehr individuell ist.

ich hoffe, dass du dein eisen immer ohne probleme bekommst.
lg silvialena.
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  #9  
Alt 23.03.2012, 20:40
Toni4429 Toni4429 ist offline
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Beiträge: 1
Standard Wieviel verträgt ein Mensch?

Lieber Thomas,

erstaunlich, wie gut Du den Zustand nach der Operation beschreiben kannst.
Du bringst mich allerdings ins Grübeln. Aber erst mal die Fakten:

Im Herbst 2002 hat mein Bauch begonnen, mir weh zu tun. Aber als kleiner Geschäftsmann hatte ich keine Zeit, mich darum zu kümmern. Notabene war ich damals 56 Jahre alt. Am 13. März 2003 ging ich erstmals zum Hausarzt, weil ich die Schmerzen nicht mehr aus gehalten habe. Das ging dann von abführen bis Schmerztabletten. Nach 2 Wochen war es nicht mehr aus zu halten und ich wurde erstmals in eine Klinik eingewiesen. Man machte Magenspiegelung, Darmspiegelung und fand nichts. Man erklärte mir, dass meine Schmerzen wohl psychisch sind und schickte mich wieder nach Hause. Da die Schmerzen immer grösser wurden, ass (frass) ich Schmerztabletten im Akkord. Ich konnte keine Nacht mehr schlafen und nahm auch ständig ab, weil essen auch nur noch unter Schmerzen möglich war. Nachdem ich beim Hausarzt gewütet habe (ich habe ihn beschimpft), hat er mich wieder ins Krankenhaus ein gewiesen, wo man dann fest gestellt hat, dass ich verkrebst bin im ganzen Bauchraum. Einlieferung in eine anderes, grösseres Krankenhaus, CT, MRI und anschliessende OP. Nach der OP kamen 4 Aerzte und erklärten mir, dass sie leider nichts mehr für mich tun könnten, weil ich Krebs im Endstadium hätte. Um zu wissen, was genau, wurden kleine Stücke entnommen und ins Labor gebracht. Diagnose: Malignes Non Hodgkin Lymphon, zystoblastische Variante, Stadium IV B. Man meinte, dass ich die Geschichte in zwei bis drei Wochen überstanden hätte und man würde dafür sorgen, dass ich keine Schmerzen erleiden muss. So weit, so gut oder schlecht.

Da Hr. Prof. Fey im Inselspital in Bern gerade Studien durchgeführt hat mit speziellen Chemo-Kunden, wurde ich durch Eva, eine junge, deutsche Aerztin darauf aufmerksam gemacht, dass wohl Prof. Fey gerne für mich eine Chemo zusammen stellen würde und ob ich es nicht versuchen wolle. Das Resultat ist, dass ich noch heute lebe, mir aber geschworen habe, diese Tortur nie mehr über mich ergehen zu lassen.

Nachdem ich jetzt fast drei Monate in Tokyo war, bekam ich in den letzten zwei Wochen vor der Rückreise Probleme mit dem Magen mit Erbrechen, Magenschmerzen etc. Da meine Verlobte Aerztin ist (Japanerin) brachte sie mich ins Krankenhaus und man wollte mich stationär behalten, was ich aber nicht wollte, da ich einen fixen Rückflugtermin hatte, am 17. März 2012.
Indem ich fast nichts mehr gegessen habe und jede Nacht alles gekotzt habe, was ich vorher getrunken oder gegessen habe (Appetit hatte ich immer) habe ich diese restlichen 8 Tage bis zu unserer Abreise in die Schweiz überstanden, allerdings auf Kosten des Gewichts. Da ich vorher schon Untergewicht hatte, sind die 6 Kilo, die ich abgenommen habe, 10 % des Gesamtgewichtes. Also bringe ich noch 54 kg auf die Waage.

Am 18. bin ich sofort ins Krankenhaus, weil es nicht mehr aus zu halten war.
Nachdem man einen Illeus diagnostiziert hat, wurde ich durch gecheckt und bekam dann heute die Nachricht, dass ich ein Magenkarzinom habe und mein ganzer Magen entfernt werden muss.

Und nun soll ich entscheiden, ob ich sterbe oder diese Prozedur nochmals über mich ergehen lasse. Du machst es mir nicht leichter, zu entscheiden. Aber zumindest weiss ich jetzt, dass man auch ohne Magen einigermassen vernünftig leben kann.

Also, danke vielmals für Deine Geschichte. Vielleicht hört man ja noch was von mir.

Grüsse aus dem Universitätskrankenhaus Basel

Toni4429
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  #10  
Alt 26.04.2012, 09:07
wotan123 wotan123 ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Hallo Leute,
gerne will ich über meine Erfahrungen als Magenresktionierter berichten. Heute bin ich 65 Jahre und mit 42Jahren lautete die Diagnose Magenkrebs. OP Totalresktion und Entfernung des kleinen und großen Lymphnetzes, weil mit Metastasen übersät. 3 Monate später CT und wieder Tumore und Chemo!!!! Chemo habe ich abgelehnt, für mich Gottseidank. Ernähungs- und Lebensumstellung hat was gebracht. Vor etwa 10 Jahren hat mir mein Hausarzt empfohlen morgens als erstes einen Apfel zu Essen, wegen Fruchtsäure und danach mein Brot. Klappt prima. Und zu den warmen Mahlzeiten, mittag und abend jeweils ein Glas Wein, wegen Weinsäure. Geht auch sehr gut.
Ansonsten habe ich mich mit meinem Ersatzmagen geeinigt. Er macht eine guten Job und ich Hege und Pflege ihn.
In diesem Sinne
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  #11  
Alt 14.05.2012, 00:26
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Christian S. Christian S. ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Hallo Thomas, danke für den Beitrag. Ja ich kann auch sagen das bei mir alles geht. Also alles. Ich futtere auch Gehacktes-Brötchen, Zwiebeln, Knoblauch, scharf, Salate in mannigfaltiger Ausführung, Milch, Sauerkraut, Rohkost, einfach alles. Also was ich vorher gegessen habe, esse ich auch heute.

Ich kann jeden nur ermutigen es von Anfang an nicht zu zaghaft anzugehen und übervorsichtig zu werden. Der Körper kann sich auf alles einstellen. Ist nur eine Frage des Kopfes.

Ja ich muss auch sagen das ich froh bin das mit der Magen komplett entfernt wurde, denn so habe ich kaum Beschwerden. Mir sind die Berichte bekannt von teilresektierten Mägen und diese haben eigentlich immer von beinahe täglichen Problemen erzählt.

Gruß
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  #12  
Alt 10.06.2012, 17:47
erst60 erst60 ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Hallo an alle in diesem Forum,
ich habe alle Berichte gelesen und dennoch eine Frage:
Bei mir wurden vor 2 Jahren die Speiseröhre und 1/3 des Magens entfernt. Ich habe mich mit der neuen Ernährungssituation ganz gut abgefunden, jedoch bekomme ich während der Nahrungsaufnahme und insbesondere nachher sehr starkes Aufstoßen. Oftmals ist es sehr störend, auch gegenüber meiner Umwelt. Was kann ich machen, damit das Aufstoßen sich reduziert? Vielleicht hat jemand die gleichen oder ähnliche Symtome. Vielen Dank
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  #13  
Alt 28.06.2012, 12:22
kopierkatze kopierkatze ist offline
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Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Hallo an Alle

ich weiblich 53 Jahre alt, habe die OP noch vor mir und zwar Anfang August 2012, mir soll ein Drittel des Magens und ein Stück der Speiseröhre entfernt werden und ich habe eine Scheiss-Angst davor.
Mich breruhigt es auch nicht zu lesen dass man ohne Magen leben kann.

Die Ärzte sagen, dass ich nur meine Essgewohnheiten ändern muss, d.h. ich muss dann 6 Mahlzeiten am Tag zu mir nehmen, da ich die Mengen die benötigt werden nicht mehr in 3 Mahlzeiten aufnehmen kann. Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Wie soll ich denn z.B. ein Essen (Schweinebraten mit Kloß) aufteilen, aufwärmen usw.? Und wie sieht es mit dem Hunger aus?

Die größte Angst habe ich vor der Wundheilung, mir wurde gesagt, dass ich nach 2 Wochen Krankenhausaufenthalt bereits nach Hause oder auf Reha darf.
Wie sind da Eure Erfahrungen?

Wie sieht so eine Reha aus?

Hoffe Ihr habt für mich Antworten und könnt mir evtl. ein wenig Trost geben
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  #14  
Alt 30.06.2012, 14:45
erst60 erst60 ist offline
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Daumen hoch AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

Hallo Kopierkatze,

Deine Angst ist unbegründet, bzw. bewegt sich darin, dass der Mensch im Allgemeinen Angst hat und das ist auch gut so. Bei mir wurde die gleiche OP gemacht in der HSK Wiesbaden. Hat 5 1/2 Stunden gedauert und mit dem Schmerzkatheder im Rücken ist alles gut gelaufen. Das erste Essen bekam ich nach 12 Tagen, eine Hafersuppe, am zweiten Tag gab es Kartoffelbrei usw. Richtig festes Essen habe ich nach 3 Wochen bekommen und dann ging es auch nach Hause. Da ich noch 4 dolle Chemotherapien erhalten sollte, erfolgt die Anschlußreha erst 4 Monate nach der OP. Essen wirst Du neu lern müssen.
Es geht am anfang nur die Hälfte rein, sonst übergibst Du Dich, der Speichel läuft Dir im Mund zusammen und Dir wird schlecht, wenn Du zuviel ißt. Aber das hast Du sehr schnell raus, wieviel geht. Ich mache mir viel mit der Microwelle warm. Aber ich habe ein ständiges Hungergefühl und abends bin ich oft am Naschen, was ich früher nicht gemacht habe. Schwer wird es im Urlaub, wenn ich all´die vielen Köstlichkeiten sehe und manchmal kann ich nur die Vorspeise essen, den Hauptgang auslassen, um wenigstens noch ein wenig Nachtisch zu verputzen. Man muss also stark differenzieren, was man ißt. Meistens muss ich während der Mahlzeiten aufstehen, um die Luft rauszulassen und Platz schaffen. Mit dem Aufstoßen habe ich sowieso Schwierigkeiten. Das geht oft noch bis zu einer Halben Stunde nach dem Essen. Nur Trinken und Essen zusammen geht immer noch nicht. Also trinken etwa eine Halbe Stunde vorher und eine Viertel Stunde nachher, das geht ganz gut. Beim Trinken auf Kohlensäure verzichten. Lieber mal ein Gläschen Wein, als ein Bier. Wasser am besten "still". Nach der OP hat es etwa 7 -8 Monate gedauert, bis sich mein Gewicht langsam erholte. Ich habe seit der letzten Chemo vor 1 3/4 Jahren wieder 6 kg zugenommen, vorher hatte ich 12 kg abgenommen.
Ich hoffe, Du hast einen kleinen Einblick in meine Welt bekommen. Hast Du noch Fragen, ich bin dafür immer offen. Viel Glück und alles, alles Gute.
Dieter
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  #15  
Alt 31.07.2012, 11:41
kopierkatze kopierkatze ist offline
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Beiträge: 32
Standard AW: Leben und Ernährung nach der Magenkrebs - OP !

lieber Dieter, vielen Dank für die Aufklärung aber die Angst bleibt!

Mein Termin für die OP steht fest, es wird Ende August operiert, hoffe ich überlebe das und darf weiter leben.

Da es mir im Moment total gut geht, setze ich mit der bevorstehenden OP nicht weiter auseinander. Verdrängung ist gerade angesagt.

Bei weiteren Fragen, werde ich mich an Euch wenden, wenn ich nach der Intensivstation in der Lage bin.
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