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  #1  
Alt 16.12.2007, 19:07
Mona66 Mona66 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Hallo Mo,
das macht mich jetzt auch sauer. Man bekommt Krankengeld, weil man krank ist. Und oft ist man eben so krank, dass man nicht in der Lage ist an einer AHB teilzunehmen, weil z.B. die Erstbehandlung nicht zu Ende geht oder weil man nicht reha-fähig ist. Könntest du bitte die Gesetzeslage wörtlich zitieren, ich kenne sie nicht. Dein letzter Beitrag kommt aber so rüber, als würde jeder der Krankengeld bezieht, simulieren und nicht an seiner Gesundwerdung teilnehmen wollen.

Was ich dazu sagen kann:

Um an einer AHB oder Reha teilzunehmen, muss man ziemlich fit sein. Viele Kliniken verlangen die schriftliche Bestätigung des Arztes zur Rehabiltitationsfähigkeit. Es ist also nicht so, dass man immer an Rehas teilnehmen muss, um Krankengeld zu beziehen.

Auch die Gleichsetzung von Reha = Beitrag dazu, dass sich der Zustand verbessert, finde ich etwas knapp. Mag für viele gelten. Ich hab an einer AHB teilgenommen und mich hat das krank gemacht, woraufhin ich die Maßnahme mit Einverständnis der Krankenkasse und der Rentenversicherung abgebrochen habe. Danach bin ich dann übrigens arbeiten gegangen für 6 Wochen. Danach wurde ich so krank, dass nichts mehr ging, was die freundlichen Rehaärzte z.B. nicht im geringsten vorhergesehen haben. Mir wurde aufgrund der Reha die volle Arbeitsfähigkeit bescheinigt.

Gruß
Mona
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  #2  
Alt 16.12.2007, 19:23
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Zitat:
Zitat von Mona66 Beitrag anzeigen
Dein letzter Beitrag kommt aber so rüber, als würde jeder der Krankengeld bezieht, simulieren und nicht an seiner Gesundwerdung teilnehmen wollen.
Also Mona, das steht nirgends in einem von Mo's Posting und das hat sie mit
Sicherheit auch nicht gemeint.
Tatsache ist aber, dass jeder, der Krankengeld bezieht an der Wiederherstellung seiner Genesung und möglichst auch Arbeitsfähigkeit mitarbeiten muss. Im übrigen dient die AHB/Reha auch der Feststellung der Arbeitsfähigkeit und wieviel Dir noch zuzumuten ist.
Warum das letztendlich bei Dir nicht geklappt hat und Du offensichtlich überfordert warst ist eine ganz individuelle Geschichte, die aber mit der Teilnahme an der Verpflichtung zur Rehabilitation erst einmal nichts zu tun hat.

Ich finde es gut und richtig, dass eine Reha gemacht wird und somit auch seitens der Gesetzesträger und der Leistungsträger eine Überprüfung der Leistungsfähigkeit vorgenommen wird. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder für sich selbst entscheiden würde, dass er noch nicht arbeitsfähig ist.
Da mag es manchmal vielleicht an der Ausführung hapern (wie möglicherweise in Deinem Fall), aber grundsätzlich ist das in meinen Augen richtig.

Freundliche Grüße
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Birgit64

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  #3  
Alt 16.12.2007, 20:32
Mona66 Mona66 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Hallo Birgit

mein Eindruck basiert auf folgendem Satz:
"warum dann noch Krankengeld beziehen wenn nicht mal bereit in Reha zu gehen....??"

Und ob ich "überfordert" war oder die olle Kurklinik... naja... Ich hab übrigens zum Zeitpunkt der AHB kein Krankengeld bezogen und war vor der AHB, d.h. wärend der Chemo (Carboplatin/Taxol) zu 100 % mit 40 Stunden Woche gearbeitet (auf eigenen Wunsch aber mit voller Unterstützung des Arztes). Lediglich während der Chemotage war ich (alle drei Wochen 1 Tag) krankgeschrieben, da gab es aber kein Krankengeld.

Soweit ich bislang verstanden habe, geht es bei den Rehamaßnahmen aber auch nicht um die Arbeitsfähigkeit, sondern darum festzustellen, ob jemand (langfristig) erwerbsfähig ist. Krankengeld gibt es, solange man einen Arzt hat, der einen arbeitsunfähig schreibt und solange man eben Anspruch (78 Wochen Frist) ist. D.h. insbesondere, dass niemand für sich selbst entscheidet, ob er arbeitsfähig ist, sondern dazu benötigt man immer einen Arzt.

Wird in der Reha festgestellt, dass man langfristig nicht erwerbsfähig sein wird, geht es darum, dass die Krankenkassen dazu auffordern können, in die Erwerbsminderung zu gehen. Daher werden diese Maßnahmen ja von den RV und nicht von den KV bezahlt. Soweit das was mir bislang erklärt worden ist. Ich bleibe dabei: Wenn jemand Krankengeld bezieht, ist das kein Grund sauer zu sein. Und nach wie vor finde ich es hilfreich, wenn hier statt abstrakt auf Gesetzestexte sich zu beziehen, eben die entsprechende Passage zitiert werden würde. Oder eben der Link dazu gegeben wird. Das sollte dann die Frage beantworten: Unter welchen Bedinungen muss man an einer Reha teilnehmen und unter welchen nicht. Bei einem bin ich mir sicher: Der Bezug von Krankengeld allein macht nicht rehafähig. Ich hab zumindest in der Zeit in der ich Krankengeld beziehe noch keine Aufforderung zur Reha bekommen

Gruß
Mona
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  #4  
Alt 16.12.2007, 20:53
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Mona, das ist Haarspalterei.

Egal, wie Du es formulierst. Bei der Reha geht es darum festzustellen, ob Du wieder arbeitsfähig und belastbar ist, was man Dir zumuten kann und ob Du für das Erwerbsleben noch geeignet bist, mithin also arbeitsfähig bist oder eben nicht.

Und offensichtlicht bist Du doch wohl, wenn es denn bei Dir mit der Arbeit nicht geklappt hat, überfordert gewesen. Denn Dein Körper hat ja wieder aufgemuckt und mit neuer Krankheit reagiert.

Und es ist ganz einfach so: Du hast zwar Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld (und da werden die 6 Wochen Lohnfortzahlung mit eingerechnet), aber die Krankenkasse hat das Recht überprüfen zu lassen, ob Du tatsächlich immer noch krank und arbeitsunfähig bist. Und das kann sie über den MDK machen genausogut in dem sie Dich auffordert eine AHB/Reha zu machen. Und bei Verweigerung streicht sie Dir das Geld, ganz einfach. Das Recht hat sie und das nutzt sie auch aus. Und natürlich fordern die KK auf in die Erwerbsminderung zu gehen, damit sie nämlich kein Krankengeld mehr zahlen müssen. Nur diesem Ansinnen kann doch viel leichter widersprochen werden, wenn aus dem Reha-Abschlußbericht entsprechend hervorgeht, dass Du zwar im Moment noch nicht wieder voll arbeitsfähig bist, aber in absehbarer Zeit damit zu rechnen ist.

Das Du während der Chemo gearbeitet hast war doch sicherlich Deine eigene Entscheidung und natürlich gibt es dann kein Krankengeld, solange Du nicht mehr als 6 Wochen wegen ein und derselben Krankheit krankgeschrieben bist.
Du bist ja offensichtlich nur auf 6 Krankheitstage gekommen, wenn Du Dich bei 6 Chemos nur am Infusionstag hast krankschreiben lassen.
Und hier stellt sich dann für mich die Frage, ob Dein späterer Zusammenbruch nicht auch etwas damit zu tun hat, dass Du während der Chemozeit gearbeitet hast und den Körper da schon überfordert hast. Aber das ist jetzt reine Spekulation (genauso wie Deine Auslegung von Mo's Posting).
Wenn Du aber dem Reha-Arzt auch noch freudestrahlend erzählst, dass Du die ganze Zeit weitergearbeitet hast, wieso sollte der Dich dann auf einmal als weniger erwerbsfähig einstufen?

Im übrigen hat Mo nicht behauptet sauer zu sein, weil jemand Krankengeld bezieht. Sondern sie hat geschrieben, dass sie sauer ist, wenn jemand versucht sich durch das Öffnen von Hintertürchen zu Lasten der Allgemeinheit der Mitwirkungspflicht zur Rehabilitation und Überprüfung des Gesundheitszustandes zu entziehen. Nicht mehr und nicht weniger.

Gruß
__________________
Birgit64

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  #5  
Alt 16.12.2007, 21:03
Mona66 Mona66 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Also Birgit

richtig ist: Ich bin krank.
Ob Krankheit immer durch Überforderung bei der Arbeit entsteht, bezweifele ich mal. Ich fand das Arbeiten ausgesprochen anregend und entspannend.
Einigen wir uns doch einfach darauf, dass sie bei mir durch die Reha entstanden ist und das alles ohne Reha nicht passiert wäre (diese Aussage halte ich natürlich für genauso großen Blödsinn, wie die Aussage, dass ich mit Arbeit überfordert war).
Aber DAS will ich hier auch nicht diskutieren.

Da ich gerne arbeite, hatte ich natürlich auch überhaupt nichts dagegen gehabt, als erwerbsfähig eingestuft zu werden.


Ich fasse die Diskussion einfach mal zusammen:

Den Link auf die Gesetzestexte habt ihr nicht. Schade.

Mona
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  #6  
Alt 16.12.2007, 21:19
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Na Mona66,

wie wäre es denn hiermit?

quote
Aufforderung zur Rehabilitation (SGB V §51)

In manchen Fällen fordert die Krankenkasse den Patienten vor Ablauf der 78 Wochen auf, eine Rehabilitationsmaßnahme bei seinem Rentenversicherungsträger zu beantragen. Dieser Aufforderung müssen Sie innerhalb von 10 Wochen Folge leisten, sonst ist die Krankenkasse berechtigt, das Krankengeld ruhen zu lassen. Der Rentenversicherungsträger prüft dann durch den Medizinischen Dienst, ob eine Rehabilitationsmaßnahme angezeigt ist. Sind Sie nicht rehabilitationsfähig, kann der Rentenversicherungsträger eine Rente vorschlagen. Sollte dies der Fall sein, lassen Sie sich ausführlich von Ihrer Krankenkasse und dem Rentenversicherungsträger beraten.
Es gilt der Grundsatz: „Rehabilitation vor Rente“
unquote

Wie man selber googelt weißt Du ja sicherlich.


Im übrigen ist es unsinnig zu behaupten, dass eine Reha nur den Zweck dient jemanden in die Erwerbsminderung zu schicken. Das macht nämlich recht wenig Sinn bei Menschen, die ohnehin schon Rente beziehen.

Ach ja, auch wenn es Dir gut gefallen hat während der Chemo zu arbeiten und Du das einfach gebraucht hast, was ich durchaus nachvollziehen kann, ist es nicht so abwegig dieses als ein Kriterium zu berücksichtigen, was letztendlich zu Deinem Zusammenbruch geführt hat. Ich habe übrigens nirgends geschrieben, dass Du nicht krank bist.

Gruß
__________________
Birgit64

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  #7  
Alt 16.12.2007, 22:10
Benutzerbild von Eleve
Eleve Eleve ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Hi,

aha, so richtig schlau geworden bin ich nun immernoch nicht. Ich versuchs mal:

Manche werden von ihrer Krankenkasse zur Reha/AHB aufgefordert, andere von der Rentenversicherung, wieder andere gar nicht.

Zweck der Reha/AHB ist nicht nur das Aufpäppeln nach Therapie sondern für manche auch die Überprüfung der Arbeits-/Belastungsfähigkeit.

Bei der Auswahl der Einrichtung steht an erster Stelle die Zahl der Belegungen, erst wenn die stimmt wird beachtet, ob die Erkrankung überhaupt zum Therapie-Angebot passt.

Da ich als Prinzessin nicht arbeiten muß wird auch niemand überprüfen, ob ich arbeitsfähig bin. Also bleibt abzuwarten, ob es zur Reha/AHB kommen wird.

Viele Grüße,
Eleve (die Mo nicht ganz folgen kann. Es gibt ne moralische Verpflichtung zur AHB? Gibts auch ne moralische Verpflichung zur Chemo oder überhaupt jeder Therapieempfehlung, auch wenn eine innere Stimme sagt "laß das lieber"?)
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  #8  
Alt 16.12.2007, 22:57
Mona66 Mona66 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Hallo Birgit

Zitat:
Zitat von Birgit64 Beitrag anzeigen
wie wäre es denn hiermit?

Aufforderung zur Rehabilitation (SGB V §51)

In manchen Fällen fordert die Krankenkasse den Patienten vor Ablauf der 78 Wochen auf, eine Rehabilitationsmaßnahme bei seinem Rentenversicherungsträger zu beantragen. Dieser Aufforderung müssen Sie innerhalb von 10 Wochen Folge leisten, sonst ist die Krankenkasse berechtigt, das Krankengeld ruhen zu lassen. Der Rentenversicherungsträger prüft dann durch den Medizinischen Dienst, ob eine Rehabilitationsmaßnahme angezeigt ist. Sind Sie nicht rehabilitationsfähig, kann der Rentenversicherungsträger eine Rente vorschlagen. Sollte dies der Fall sein, lassen Sie sich ausführlich von Ihrer Krankenkasse und dem Rentenversicherungsträger beraten.
Es gilt der Grundsatz: „Rehabilitation vor Rente“
Danke für das Zitat. Daraus schliesse ich: Es liegt im Ermessensspielraum der Krankenkassen, wann sie zu einer Reha-Maßnahme auffordern. Das heisst, das, was Mo weiter oben darstellte, gilt eben nur für diese Spezialfälle:

Zitat:
Zitat von ~mo~ Beitrag anzeigen
das es trotz eindeutiger Gesetzeslage (ohne Reha/AHT kein Fortzahlung von Krankengeld) möglich ist die Reha/AHB zu umgehen, dass auch Du nicht in die AHB/Reha gehst...,
Spannend bleibt die Frage, wann man also in die Reha MUSS. Nach welchen Kriterien entscheidet die Krankenkasse?


Ich kann nicht ausschliessen, dass Arbeit ein Kriterium sein könnte, das zum Zusammenbruch führte. Es wurde mir von zwei Ärzten zugeraten. Das wären dann wohl ziemlich Trottel. Ich kann genausowenig ausschliessen, dass die Stunde Spazierengehen pro Tag Schuld ist. Oder vielleicht hab ich zu viel Nüsse gegessen? Im Großen und Ganzen glaub ich aber, dass die Platinresistenz meiner Tumorzellen nichts mit dem allem zu tun hat. Kannst ja mal ne Studie anregen, ob es da nen Zusammenhang gibt

Gruß
Mona
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  #9  
Alt 16.12.2007, 22:07
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Vegi Vegi ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

@ mo

mit mir waren viele Frauen zur der Kur, die kein Krankengeld bezogen haben einmal weil sie schon Rente beziehen und deswegen die Wiederherstellung der Arbeitskraft gar nicht nötig war oder weil sie selbstständig sind.Die mußten ihre Kur auch nicht bezahlen, ging also auch zu Lasten der Allgemeinheit
Diejenigen die noch im Berufsleben sind, gehen eh wieder arbeiten ob mit oder ohne AHB/oder Reha,sofern sie wieder gesund sind.
In Gesprächen mit der Sozialarbeiterin im Krankenhaus hat sie mir gesagt, viele Frauen möchten nicht zur Kur, weil sie den Krankenhausbetrieb oder Ärzte und Schwestern und alles was mit Krankheit zusammenhängt seelisch nicht mehr abkönnen. Ich denke das auch Menschen die zeitweise auf das Allgemeinwohlwollen angewiesen sind, frei entscheiden sollten ohne Druck und moralischem Zeigefinger.
Die meisten erkrankten Frauen können schon auf ein langes Berufsleben zurückblicken oder haben Kinder großgezogen oder ihre kranken Eltern gepflegt
usw.. Will damit sagen sie haben schon sehr viel zum Wohl der Allgemeinheit beigetragen und in die Töpfe eingezahlt.
Eine andere Sache ist zu glauben das man sich selbst finanziert. Das kann niemand. Immer braucht man das Geld der Anderen, denn in irgendeiner Form hat ja das was ich anbiete seinen Preis, in diesem Preis ist meist alles enthalten was ich zum Leben brauche, und diesen Preis zahlen die, die mein Dargebotenes kaufen. Die Allgemeinheit hat auch deine Krankheit finanziert.
Wir bewegen uns nunmal in Kreisläufen.

LG
__________________
Gertrud

Nichtstun ist besser, als mit Tun nichts zu schaffen (Laotse)
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  #10  
Alt 16.12.2007, 22:34
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

Hallo Vegi,

Du hast ja recht, dass auch Frauen, die bereits im Rentenalter sind, an einer Reha-Maßnahme teilnehmen. Nur, diese Frauen unterliegen nicht der Verpflichtung zur Teilnahme sondern machen das freiwillig und natürlich bekommen sie auch seitens der KK keinen Druck, da sie ja kein Krankengeld beziehen.
Und um letztere geht es doch hier, um diejenigen, die eine Lohnersatzleistung auf Kosten der Allgemeinheit beziehen und sich der Mitwirkungspflicht zur Wiederherstellung der Arbeitskraft entziehen möchten.
Unter Arbeitskraft verstehe ich im weiteren Sinne im übrigen auch die Leistung der Frauen, die beispielsweise nur Hausfrauen und/oder Rentnerinnen sind, denn auch diese leisten Arbeit oder haben sie geleistet und gegebenenfalls Beiträge entrichtet. Deswegen wäre es auch in meinen Augen verkehrt, wie von Mona66 behauptet, die Teilnahme an einer Reha lediglich auf die Feststellung der Erwerbsminderung zu reduzieren. Letztere macht ja bei Rentnerinnen gar keinen Sinn, da sie ja nicht mehr im Erwerbsleben stehen.
Die Zuzahlungsverpflichtung entfällt übrigens nur bei Rentnerinnen wenn die eigene bezogene Rente (Witwenrente beispielsweise wird nicht dazugezählt) unter EUR 500,00 liegt.

Ich finde es etwas befremdlich, wenn hier in erster Linie darauf verwiesen wird, dass andere etwas wollen, wenn eine Reha angedacht wird und diese dummen Krankenkassen einen nur mit ihrem Antrag schikanieren wollen. Warum fällt es so schwer, eine Reha-Maßnahme als etwas zu begreifen, was dem Patienten dienlich sein kann in dem sie hilft einen möglichst guten Allgemeinzustand wiederherzustellen und dem Patienten ein weitgehend normales Leben inkl. der Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dass das nicht in allen Fällen klappt ist vorhersehbar.
Wenn ich aber hier und in anderen Threads lese, warum einige keine Reha machen möchten, dann fehlt's mir manchmal wirklich an Verständnis. Da kommen dann Gründe wie 'ich habe einen neuen Freund, den möchte ich nicht so lange allein lassen', ich habe nur Schlechtes über die Klinik gehört' usw. usw. Damit möchte ich nicht gesagt haben, dass es nicht wirklich wichtige Gründe gibt, warum man auf die Reha verzichten möchte.

Was die Kostenfrage angeht so muss es doch legitim sein, dass ein Kostenträger überprüft, ob der oder die Leistungsbezieher/in überhaupt noch eine Berechtigung haben, diese Leistung in Anspruch zu nehmen oder ob nicht evtl. ein anderer Kostenträger für weitere Zahlungen zuständig ist. Du würdest doch auch keine Rechnung bezahlen (also eine finanzielle Leistung erbringen), wenn Du für die Begleichung nicht zuständig wärest.

Freundliche Grüße
__________________
Birgit64

במאי יש לך תמיד סיבה מספיק להתלונן
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  #11  
Alt 16.12.2007, 21:54
~mo~ ~mo~ ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

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  #12  
Alt 16.12.2007, 20:24
~mo~ ~mo~ ist offline
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Standard AW: Reha / AHB - macht man das immer?

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