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Alt 30.11.2007, 02:19
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Ausrufezeichen TNM- und FIGO-Klassifikation

TNM-Klassifikation

(engl.) TNM-staging; von der Union Internationale Contre le Cancer (UICC) vorgeschlagene Stadieneinteilung von malignen Tumoren als internationales System der Tumorklassifikation

– in dem System beschreibt T (Tumor) die Ausdehnung des Primärtumors, N (Nodulus) das Fehlen bzw. Vorhandensein von (juxta-) regionären Lymphknotenmetastasen und M (Metastasen) das Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen.

– Durch Hinzufügen von Zahlen (z. B. T 1, T 2 ..., N 0, N 1 ..., M 0, M 1 ...wird die Größe und anatomische Ausdehnung des malignen Prozesses für jede Tumoridentität definiert.

– Für die Erfolgsbeurteilung der Therapie sind eine exakte Dokumentation und standardisierte Stadieneinteilung unbedingte Voraussetzung, auch im Hinblick auf die Vergleichbarkeit von Therapieergebnissen

– In der Gynäkologie ist die FIGO-Klassifikation neben der TNM-Klassifikation noch gebräuchlich

T - Primärtumor
T is - präinvasives Karzinom (Carcinoma in situ)
T 0 - keine Evidenz für einen Primärtumor
T 1, T 2, T 3, T 4 - Evidenz zunehmender Größe und/oder lokaler Ausdehnung des Primärtumors
T X - Die Minimalerfordernisse zur Bestimmmung des Sitzes oder Ausbreitungsgrades des Primärtumors liegen nicht vor

N - Regionäre Lymphknoten
N 0 - keine Evidenz für einen Befall regionärer Lymphknoten
N 1, N 2, N 3 - Evidenz zunehmenden Befalls regionärer Lymphnoten
N 4 - Evidenz des Befalls juxta-regionärer Lymphknoten (wo anwendbar)
N X - Die Minimalerfordernisse zur Beurteilung der regionären Lymphknoten liegen nicht vor

M - Fernmetastasen
M 0 - keine Evidenz für Fernmetastasen
M 1 - Evidenz für Fernmetastasen
M X - Die Minimalerfordernisse zur Beurteilung des Vorhandenseins von Fernmetastasen liegen nicht vor

Die histologische Klassifikation der Malignität erfolgt nach dem Grading:
G 1 gut differenziert, wenige Mitosen
G 2 mäßig differenziert
G 3 schlecht differenziert, viele Mitosen
G 4 anaplastisch

R-Klassifikation: Vollständigkeit der operativen Entfernung eines Tumors
R X keine Angaben
R 0 kein Residualtumor
R 1 nur histologisch nachweisbarer Residualtumor (Resektionsrand)
R 2 makroskopisch nachweisbarer Residualtumor bzw. nicht resezierbare Metastasen

FIGO-Klassifikation

– FIGO (Abk. für/frz.) Fédération Internationale de Gynécologie et d'Obstétrique

– Gynäkologische Tumoren werden durch die z. T. seit mehr als 50 Jahren angewendeten so genannten FIGO-Stadien beschrieben;

– die entsprechende TNM-Klassifikation wurde so definiert, dass sie mit den FIGO-Stadien weitgehend übereinstimmt.

Klassifikation und schematische Stadieneinteilung von malignen Tumoren nach FIGO

Stadium 0 Carcinoma in situ
Stadium 1 Tumor auf das Ausgangsorgan begrenzt
Stadium 2 Tumor auf angrenzendes Gewebe ausgedehnt
Stadium 3 Ausdehnung bis zum nächsten Organ
Stadium 4 Einbruch in angrenzendes Organ, Fernmetastasen

Stadien Ovarialkarzinom (TNM)

T 1 - Tumor auf die Eierstöcke begrenzt
T 2 - Tumor eines oder beider Eierstöcke mit Ausdehnung im kleinen Becken
T 3 ^ N - Tumor eines oder beider Eierstöcke, Metastasen des Bauchfells außerhalb des
kleinen Beckens und/oder regionäre Lymphknotenmetastasen

M 0 - Fernmetastasen nicht nachweisbar
M 1 - Fernmetastasen nachweisbar

Stadieneinteilung der Ovarialkarzinome (FIGO)

Stadium I - beschränkt auf die Ovarien
IA - beschränkt auf ein Ovar, kein Aszites (Kapsel intakt)
IB - beschränkt auf beide Ovarien, kein Aszites
IC - beschränkt auf ein oder beide Ovarien; Kapseldurchbruch und/oder Aszites mit Tumorzellen

Stadium II - Befall eines oder beider Ovarien und Ausdehnung in das kleine Becken
IIA - Ausdehnung oder Metastasen auf oder in den Uterus und/oder die Tuben
IIB - Ausdehnung auf andere Organe des kleinen Beckens
IIC - Wie IIB, zusätzlich Aszites mit Tumorzellen

Stadium III - Befall eines oder beider Ovarien mit intraperitonealer Metastasierung außerhalb des kleinen Beckens oder Befall retroperitonealer Lymphknoten
IIIA - mikroskopische peritoneale Metastasen
IIIB - makroskopische peritoneale Metastasen <2 cm
IIIC - Metastasen >2cm und/oder regionäre Lymphknotenmetastasen

Stadium IV - Befall eines oder beider Ovarien mit Fernmetastasen außerhalb der Peritonealhöhle (Pleuraerguss wird nur als IV gewertet, wenn Tumorzellen nachweisbar;
Leber: oberflächliche Kapselmetastasen gelten nicht, intrahepatische Herde immer als IV

Spezifischere Angaben, wie beispielsweise L (Einbruch ins Lymphsystem), V (Einbruch ins Venensystem), etc. findet ihr in den nachfolgenden Links. Ich habe sie aus Gründen der Übesichtlichkeit in diesem Beitrag nicht eingefügt.

Quellen:
http://www.akh-consilium.at/daten/ge...ome_frau.htm#3

http://www.akh-consilium.at/daten/malignome.htm#figo


Bessie
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(Thomas von Kempen)


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Alt 03.02.2011, 03:12
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Was sind Tumormarker?

Tumormarker sind Substanzen, die im Zusammenhang mit bösartigen Tumoren entstehen können. Die Substanzen werden entweder von den Tumorzellen selbst hergestellt oder aber vom Körper als Reaktion auf den Tumor. Tumormarker sind meistens Eiweiße. Sie werden im Serum, Plasma, Urin, im Gewebe oder in Zellen bestimmt.

Um zum Gesamtartikel zu gelangen bitte Link anklicken:

http://www.netdoktor.de/Diagnostik+B...rker-1543.html
  #3  
Alt 03.02.2011, 03:18
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Was ist CA 125?

CA 125 ist die Abkürzung für Cancer-Antigen 125. CA 125 ist ein Eiweiß, das vor allem in den Eierstöcken, Eileitern und der Gebärmutterschleimhaut vorkommt. Geringe Mengen stellen auch andere Gewebe her, zum Beispiel die Bronchien oder die Dickdarmschleimhaut.


In welchen Fällen wird der CA 125-Wert bestimmt?

CA 125 ist ein Tumormarker, der zusammen mit anderen Blutwerten bei Verdacht auf bestimmte bösartige Tumoren bestimmt wird. Dies ist vor allem Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Der Marker kann zudem als Kontrolle dienen, ob eine Patientin auf die Therapie anspricht und wie sich die Krebskrankheit entwickelt.

http://www.netdoktor.de/Diagnostik+B...-125-1084.html
______________________________

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