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  #1  
Alt 16.03.2017, 17:08
Fagus Fagus ist offline
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Registriert seit: 16.03.2017
Beiträge: 2
Standard Endometrioides Adenokarzinom des Ovars

Hallo liebe Leute,

ich habe gestern obenstehende Diagnose bekommen...

Zunächst stelle ich mich aber mal vor.
Ich bin 28, hatte aufgrund einer Zyste vor 15 Jahren schon einen Eierstock entfernt bekommen und nun wuchs etwas auf dem anderen.
Ich war bis auf verstärkte Schmerzen am 1. Periodentag beschwerdefrei, gehe aber alle 6 Monate zum Gyn und bekomme dort Vaginalultraschall, da wurde das entdeckt.

Es war im Ultraschall und MRT zu sehen, dass es ein solider Tumor war, ziemlich mittig am Eierstock, sodass er komplett entfernt werden muss.

Vorher durfte ich noch schnell einen IVF-Zyklus machen, da noch kinderlos. Mein Mann und ich haben nun 3 Embryonen auf Eis liegen.

Letzte Woche Montag dann laparoskopisch die Entfernung, da konnte im Schnellschnitt keine richtige Aussage getroffen werden, also erstmal wieder zu gemacht.
Gestern wurde ich ins Krankenhaus bestellt, ich ahnte schon nichts Gutes und tatsächlich wurde Folgendes gefunden:
hoch differenziertes, endometroides Adenocarcinom des Ovars auf dem Boden einer Endometriosezyste, Malignitätsgrad 1, FIGO IA, pT1a R0

Desweiteren wurde noch mehrere Endometrioseherde im Bauchraum entfernt und eine Kürretage gemacht.

Bis auf ein 4mm Stück aus der Gebärmutter mit komplexer Hyperplasie mit Atypien (was die Vorstufe zu oben genanntem Krebs ist) war das aber unauffällig.

So. Die Ärztin eröffnete mir dann, dass Netz und Lymphknoten jetzt noch auf jeden Fall raus sollen, schön mit Bauchschnitt.

Aber, sie lies mir die Wahl, die Gebärmutter noch drin zu lassen, es möglichst bald mit den Embryonen zu versuchen und die Gebärmutter nach der Geburt zu entfernen. Das wäre "vertretbar". Oder eben gleich mit raus.

Diese Entscheidung finde ich so unglaublich schwierig!
Klar ist das Staging bis jetzt das beste was geht, aber die Lymphknoten sind ja noch nicht untersucht.
Ich hab natürlich in Panik mal alles abgetastet und tatsächlich einen größeren Knoten in der Leiste gefunden. Kann vllt aber auch noch von der Op sein, die ja erst letzte Woche war...

Ich war gestern erstmal so baff, dass ich nicht mehr viel nachgefragt habe und ich kann sie erst nächsten Mittwoch sprechen...
Von Chemo hat sie zum Beispiel nichts gesagt und bei der Recherche hab ich das jetzt immer gelesen, dass es die quasi standardmäßig danach gibt.

Ist zufällig jemand hier unterwegs mit diesem Karzinom oder einem ähnlichen Staging? Die Suche war hier leider nicht so erfolgreich.

lg
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  #2  
Alt 17.03.2017, 06:49
LiebesHerz LiebesHerz ist offline
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Beiträge: 519
Standard AW: Endometrioides Adenokarzinom des Ovars

Hallo Fagus,
ich bin leider ein bisschen in Eile, daher vorerst nur kurz:
Beim 1a, G1 kann nach Leitlinie auf eine Chemo verzichtet werden, ebenso auf eine Gebärmutterentfernung.
Die Entscheidung finde ich dennoch nicht leicht.. lass Dir Zeit damit, denn die hast Du jetzt erstmal weil ja der Bösewicht schon draußen ist.
Lass Dir auch nochmal eine Zweitmeinung geben.
Ich wünsche Dir viel Glück!!!
Jana
__________________
Meine Mutter:
Pankreas-Ca ED 7/2014
verstorben am 3.11.15

Immer in meinem Herzen...
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  #3  
Alt 24.03.2017, 23:23
sere.nity sere.nity ist offline
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Beiträge: 6
Standard AW: Endometrioides Adenokarzinom des Ovars

Liebe Fagus,
genau, geh unbedingt in ein wirklich großes Klinikum mit guten Referenzen und hol Dir dort eine Zweitmeinung ein. Zumindest die Art der OP kann dort ganz anders aussehen. Wenn Du es nicht machst, und dann hinterher von anderen mit gleicher Diagnose hörst, dass sie minimalinvasiv öperiert wurden und das bei Dir auch gegangen wäre, ärgerst Du Dich, dass Du den Bauchschnitt hattest, der einfach viel länger zum heilen braucht.

Gerade auch mit den Embryonen unbedingt in ein Kinderwunschzentrum mit einer guten Erfolgsrate gehen - auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen und es soll ja klappen!

Die Entscheidung wegen der Gebärmutter ist schwierig - vor allem ohne Zweitmeinung. Ich würde sie wohl drin lassen, die Kinderplanung durchführen und dann weiter sehen.

Wenn Du den Eierstock entfernt bekommst, achte darauf, dass Du rechtzeitig mit Hormonen versorgt wirst. Auch dies ist leider keine Normalittät, dass hier mitgedacht wird. Ich hab - auch hier - schon so oft von jungen Frauen gelesen, denen man zwar gesagt hat, dass nach der OP die Wechseljahre sofort einsetzten, die man medikamentös aber nicht versorgt hat. Man muss als Patient einfach immer mitdenken.

Berichtest Du mal, wie Du Dich entschieden hast? Ich drücke Dir so die Daumen, dass Du einen guten Weg findest.
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  #4  
Alt 25.03.2017, 09:35
Fagus Fagus ist offline
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Registriert seit: 16.03.2017
Beiträge: 2
Standard AW: Endometrioides Adenokarzinom des Ovars

Hallo sere.nity,

ich habe mich mitlerweile an Essen gewandt, die mir geraten haben, die Präparate von einem Zweitgutachter anschauen zu lassen, einfach um die Diagnose zu sichern.
Das ist nun veranlasst.

Ich habe aber nun auch schon einem Termin für Mitte April zur Op vereinbart.
Es soll doch laparoskopisch von statten gehen, sofern es nicht zu Komplikationen kommt, die einen Bauchschnitt erfordern. Ich habe damit jetzt ein gutes Gefühl.

Die Gebärmutter bleibt vorerst drin. Das Risiko gehen wir ein, denn wenn sich tatsächlich herausstellt, dass es wirklich nur dieses winzige bisschen Tumor war (1a ist ja 0,1 bis 0,5 cm) und damit aber der Kinderwunsch passé ist, wäre das schon sehr schwer zu ertragen.
Sollte doch etwas anderes befallen sein, wird neu entschieden.

Hormone nehme ich bereits seit dem 3. postoperativen Tag. Estradiol und Progesteron, so niedrig wie möglich. Damit habe ich sogut wie keine WJ-Beschwerden, nur ab und zu ein bisschen heiß im Gesicht.
Im Gegenteil fühlt sich meine Brust jetzt wesentlich besser an, da hatte ich in der zweiten ZH immer Schmerzen.
Die Hormone musste ich aber auch ein wenig einfordern. Es hieß, ich sollte mich so nach einer Woche bei meiner Gyn melden, um ein Rezept zu bekommen. Als am 3. Tag aber die Hitzewallungen anfingen, stand ich da auf der Matte.

Insgesamt bin ich gerade positiv gestimmt.
Ich gehe einfach mal davon aus, dass alles draußen ist, hoffe, dass mir die Lymphknotenentfernung nicht zu sehr zusetzt, und ich die Op auch sonst so gut übersteh wie die letzte. 10 Tage später ziehen wir nämlich auch noch um...

Dann werd ich mir dort möglichst schnell eine neue Gyn suchen, die mich für den Transfer vorbereitet und vorab alles erdenkliche durchcheckt und abklärt was da hinderlich sein könnte.
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  #5  
Alt 25.03.2017, 14:55
Rima60 Rima60 ist offline
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Registriert seit: 22.05.2011
Beiträge: 148
Standard AW: Endometrioides Adenokarzinom des Ovars

Hallo Fagus,

der Tumor war zwar sehr klein, aber es wäre auch wichtig zu wissen, ob dieser hormonabhängig ist. Das spielt eine große Rolle, da du Hormone nimmst. Dein Frauenarzt kann dir dazu Informationen geben.

Liebe Grüße und alles Gute
Rima
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