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  #16  
Alt 04.11.2017, 23:41
Benutzerbild von Resi HST
Resi HST Resi HST ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Liebe Banditin,
EC ist mir nicht gut bekommen, ich könnte mich nur in Zeitlupe bewegen und mir war übel wie in der Schwangerschaft. Sorge dafür, dass Du schon am Vortag die Medikamente gegen Übelkeit hast. Ich durfte kein Cortison nehmen, bekam es einmal versehentlich. Damit ging es mir sehr gut, der Einbruch kam nach 3 Tagen. Die ersten Tage, ich würde sagen die erste Woche hätte ich nicht voll arbeiten können. Ab dann ging es mir gut. Bei der Pacli Weekly war ich nur am Chemotag tot müde und bin ins Bett. Danach ging es mir gut. Mache einfach einen Plan B. Mir machten die ersten Tage nach der Chemo die Reizüberflutung Stress. Alles war lauter, die Gerüche waren stärker, der Geschmack verändert. Ich wollte meine Ruhe. Nach Der ersten Chemo bin ich zum Sport gefahren! Aber abends kamen die Nebenwirkungen. Höre in Dich rein. Heldin musst Du nicht sein. Ich konnte mir auch nicht vorstellen nicht zu arbeiten aber die Ruhe tat gut. Ich wünsche Dir, dass Du die Chemo gut verträgst und einen guten Weg für Dich findest. Nach Der Port OP ging es mir gut. Ich bin sogar selbst mit dem Auto nach Hause gefahren, nachdem ich mich ein paar Stunden auf der Station ausruhen durfte.
Ach ja, die Chemo hatte Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit. Ich bräuchte mehr Pausen. Leider ist das jetzt nach 2 Jahren zwar besser aber noch nicht perfekt. Meine Arbeit habe ich daran angepasst.
Alles gute!
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Ich freue mich, wenn es regnet. Wenn ich mich nicht freue, regnet es auch. Karl Valentin
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  #17  
Alt 05.11.2017, 11:43
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allgaeu65 allgaeu65 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Moin, war lange nicht mehr hier. Also, wkzebra hatte recht gehabt. Ich habe nicht gearbeitet in der Zeit aber weiter Karate trainiert. Ich habe 3 Wochen nach meiner letzten Chemo nicht irgendeine Prüfung abgelegt, sondern den 2. DAN den 2. Schwarzgürtel.

Ich habe es genossen nicht zu arbeiten. Letztendlich muss das jeder für sich entschieden. Wenn es einem gut tut und Spaß daran hat, soll man es ruhig machen. So individuell der Krebs ist, so individuell sind unsere Entscheidungen
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Das Leben ist schönund das lassen wir uns nicht kaputt machen
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  #18  
Alt 05.11.2017, 21:16
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mohnblume79 mohnblume79 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Luzifer ist eine super Serie, da habe ich auch alles durch, das wird Dich locker durch die Infusionen bringen.

Kann mir vorstellen, dass es ein mulmiges Gefühl ist, aber die Infusionen selbst fand ich nie schlimm, es war sogar nett mit anderen betroffenen Frauen den Raum zu teilen. Nur auf die Nebenwirkungen danach hätte ich verzichten können.
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  #19  
Alt 06.11.2017, 16:32
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Trinity81 Trinity81 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo,

ich denke auch, dass jeder auf die Chemo anders reagiert.

Ich habe viermal EC und 12 x pacli wöchentlich bekommen. Insgesamt habe ich alle Chemos recht gut überstanden, ich hatte keine Übelkeit oder so.

Aber wie RESI HST es beschreibts, so ähnlich war es auch bei mir.
Die EC habe ich nicht so gut vertragen, ich habe Kortison bekommen und die ersten Tage ging es mir immer noch recht gut. Bei mir kam dann immer nach genau 5 Tagen das Loch...ich fühlte mich benommen und stand wie neben mir. Alles in Zeitlupe, mir kam es sogar so vor, als würde mein Herz gaaanz laaangsam schlagen...krasses Gefühl, muss ich sagen.
Damit einher ging es mir dann auch ab dem Tag psychisch nicht gut, ich wollte meine Ruhe, nichts hören, nichts sehen usw. Auf der Couch liegen und dösen war das beste. Selbst Fernsehen ging mir auf die Nerven.
Das alles kam wie angeflogen, quasi von einer minute auf die andere und genauso schnell war ich dann nach 3/4 Tagen wieder aus dem Loch raus.
Aber während ich da drin steckte, dachte ich manchmal, hoffentlich komme ich da wieder raus. Konnte mich selbst nicht leiden...

Bei der wöchentlichen Chemo (Pacli) war ich nur an dem Tag der Chemo müde und dann war es gut. Was mir generell während der Chemozeit zu schaffen machte, war die Kondition. An den schlechten Tagen war ich schon total fix und alle, wenn ich in unserem Haus die Treppe hoch gelaufen bin in die 1. Etage

Und bei der wöchentlichen Chemo hat dann irgendwann auch das Kortison zu Wassereinlagerungen geführt, bei mir nicht in den Beinen, sondern eher in den Händen.

Arbeiten gehen hatte ich Anfangs auch noch vor, allerdings hat mein Vater dann etwas zu mir gesagt, was mir zu denken gegeben hat. Er meinte, es wäre vielleicht besser, wenn ich mich ganz auf mich konzentriere und um mich kümmere. Und wenn es mir gut geht, einfach Dinge mache die mir gut tun und die ich gerne mache. Das habe ich mir zu Herzen genommen.

Ich gehe super gerne arbeiten und habe die Arbeit und die Kollegen auch teilweise vermisst. Aber ich dachte mir dann, dass ich noch lange genug arbeiten kann und diese Auszeit für mich jetzt besser ist. Vor allem da in meinem Job mit Terminen gearbeitet wird und daher auch ein gewisser Termindruck besteht und es für die Kollegen besser zu planen ist, dass jemand die ganze Zeit nicht da ist, als wenn ich 2-3 Tage da bin und dann wieder weg...

Letztendlich gebe ich dir den Tipp, einfach die 1. Chemo abzuwarten und dann zu entscheiden. Aber ich würde mich an deiner Stelle nicht unter Druck setzen mit dem Arbeiten. Dein Arbeitspensum und die Stunden klingen wirklich stramm.

Ich drück dir die Daumen für die 1. Chemo, dass alles gut geht und die Nebenwirkungen sich in Grenzen halten

Geändert von Trinity81 (06.11.2017 um 17:06 Uhr)
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  #20  
Alt 08.11.2017, 23:51
Susanne1 Susanne1 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Liebe Banditin, mit der Arbeit ist es wirklich bei jeder anders. Ich liebe meine Arbeit, diese ist aber auch recht anstrengend und herausfordernd, daher war mir bei der Diagnose im April sofort klar, dass ich erst mal pausiere. Und obwohl ich die Chemo bisher relativ gut vertragen habe (4mal EC, 12mal Pacli- Letzteres jetzt noch 4mal, dann hab ichs geschafft :-)))habe ich die Arbeitspause noch keinen Tag bereut. Wie ein überraschendes Sabbatical...Alles ist entschleunigt, ich habe endlich mal Zeit für Bücher, ausschlafen, Sport, Kochen. Krankengeld reicht prima. Ich halte lockeren Kontakt zu Kollegen, bin ganz zufrieden. Weil ich doch keine Bestrahlung will (Zweittumor-Risiko durch Bestrahlung liegt laut Krebsinformationsdienst bei ca. 0,5%!), lasse ich Ende Januar Mastektomie und Rekonstruktion mit DIEP-Flap machen, so dass ich dann im April wahrscheinlich wieder arbeiten kann. Darauf freue ich mich dann schon... :-) LG, Susanne
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  #21  
Alt 11.11.2017, 19:07
Banditin Banditin ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Lieben Dank für deine Zeilen Resi. Mir ist gestern die erste Chemo gut bekommen. Bissl schlapp und bissl Schwindel. Heute war ich im Regen 1 Std spazieren. Das mit dem Riechen hatte ich heute schon. Mein Besuch hatte etwas zu viel aufgetragen. Musste danach sofort lüften - so arg war mein Empfinden.
Für Übelkeit habe ich was bekommen. Musste aber noch nichts nehmen.
Grüße für dich
Banditin

Hallo Mohnblume,
Dankeschön für deine Zeilen - ja Luzifer war Klasse. Sein trockener Humor gefällt mir.
Du hast recht - es war ein mulmiges Gefühl - ich versuche den Cocktail anzunehmen als sei es ein CampariSprizz. So rot ist es nunmal
Liebe Grüße
Banditin

Hallo allgaeu65,
hey du Sportliche,RESPEKT
Ich machte bislang nur Kraft- und Ausdauertraining im Studio. Hab aber irre Angst, dass ich an meinem Porti hängen bleibe o.Ä. Mehr Fettmasse hätte mir gutgetan meinte der Operateur.
Sportliche Grüße
Banditin

Hey Susanne,
Interessant was du schreibst. Deine Cocktail Zyklus ist wie meiner - Bestrahlung - das muss ich mir mal genauer ansehen.
Das mit dem Pausieren finde ich eine mutige und gesunde Entscheidung.
Mich kostet es Nachfolgeaufträge....... ich denke, solange es mir gut geht versuche ich es.
Gesunde Grüße
Banditin

Hallo Trinity81,

danke für deine Zeit mir so viele Zeilen zu schreiben. Deine Worte sind wichtig für mich. Was geht mir relativ gut. Bissl Schwindel und bissl schlapp.
Sag mal, du hast auch den Cocktail wie ich - hast du Kribbeln in den Fingern und Füßen.
Dein Vater ist ein kluger Mann. Drück ihn.
Liebe Grüße
Banditin

Geändert von gitti2002 (12.11.2017 um 01:28 Uhr) Grund: 5 Beiträge zusammengeführt
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  #22  
Alt 12.11.2017, 20:57
Myianna Myianna ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Ich habe übrigens ein Chemotagebuch geschrieben... mir tat es gut mich "auszukotzen" da ich nicht immer meinen Freund anheulen wollte!
Und da saß ich dann eines Tages und war am weinen wegen der blöden Nebenwirkungen (ich hatte auch krasse Stimmungsschwankungen) und schrieb in mein Buch: "Diese schei** Chemo!!!"
Drei Tage danach laß ich meine eigenen Zeilen noch mal und da kam mir der Gedanke: Stimmt ja überhaupt nicht! Es sollte doch wohl eher schei** Krebs heißen! Schließlich soll die Chemo helfen - was sie ja auch super tat!
Danach bin ich mit einer ganz anderen Einstellung zu den Infusionen gegangen! Das war wie ein switchen ins positive!

Das hört sich sehr blöd an und vielleicht kannst du damit nichts anfangen... aber ich musste gerade dran denken!

Ich habe EC und Docetaxel bekommen!
Hatte auch kribbeln in den Händen und Füßen! Als ich das sagte habe ich Kältehandschuhe bekommen für die Zeit der Infusion... das war premium! Ganz kann man es nicht verhindern aber es hat es schon enorm abgeschwächt... musst du mal anfragen ob sowas bei dir auch angeboten wird! Das sind quasi dicke Handschuhe aus der Kühltruhe!

Ich drück dir weiter die Daumen!
LG

Geändert von Myianna (12.11.2017 um 21:01 Uhr)
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  #23  
Alt 14.11.2017, 20:12
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mohnblume79 mohnblume79 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hey liebe Banditin, wie geht es Dir denn derzeit?
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  #24  
Alt 15.11.2017, 15:38
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allgaeu65 allgaeu65 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo Banditin,

jeder macht das was der Körper mitmacht.

Was meinst Du mit " musste noch nichts nehmen" ? Man soll nicht erst dann was nehmen wenn einem schlecht wird, sondern das einem überhaupt nicht schlecht wird als Prophylaxe. Ich habe vor der Chemo Emdxx bekommen und auch für die 2 Tage danach und Vergentxx

Mit Erfolg

Weiterhin viel Kraft im Kampf gegen den Mistkerl
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  #25  
Alt 17.11.2017, 08:28
nici1274 nici1274 ist offline
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Standard AW: Arbeiten gehen

Hallo,

ich hatte eigentlich auch vorgehabt zu arbeiten , zwischen den Chemos, bin auch 40 std. Vollzeit, aber im Angestellten Verhältnis. Mein Onkologe meinte aber gleich das ich das nicht tun sollte da ich die Freiheit habe diese Auszeit zu nehmen, auch wegen der Infektionsgefahr gerade jetzt im Winter, im Büro hat ja immer jemand etwas. Ich bekomme auch 4x EC und danach 12x Pac, danach
2-4Wochen später OP + Bestrahlung. Ich habe jetzt die 2. EC hinter mir, die ersten 2 Tage hatte ich große Übelkeit, sonst geht es mir auch ganz gut aber ich muß sagen ich bin froh keinen Druck zu haben mein Pensum zu schaffen , sondern mich nun voll auf den Körper zu konzentrieren. Meine Chefin hat mich
sogar persönlich angerufen, mir gesagt das ich die Auszeit nehmen soll, da sie möchte das ich wieder 100% bin. Wenn ich zwischendurch immer nur 1,5 Wochen arbeite oder 2 Wochen so würde ich ja der Firma eigentlich mehr kosten. Auch ich liebe meinen Job , ich bin im Dentalhandel tätig.
Da du selbständig bist , ist das natürlich eine andere Sache, meine Kunden sind auch selbständig und ich weiß , da ist alles etwas anders. Wenn du es kannst dann nimm dir die Auszeit und schone dich soviel wie möglich. Ich glaube gerade in dieser Zeit wirst du spüren was dir gut tut und was nicht. Wir alle kämpfen für unser Ziel und brauchen dafür einen langen Atem.
Ich wünsche dir sowie allen Mitkämpferinnen alles Gute , positive Gedanken
sowie die Stärke unseren Alltag so zu meistern wie wir ihn brauchen.

LG Nicole
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arbeiten, brustkrebs, chemo


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