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  #61  
Alt 22.10.2013, 22:57
Benutzerbild von Chilipeperli
Chilipeperli Chilipeperli ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Ach... Chris Ich kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Und die Situation in der du drinn steckt ist wirklich *Shit* Dass darfst du laut sagen. Du darfst diese Situation verfluchen und SOLLST sie auch verfluchen. Weil es einfach TATSACHE ist.
Ich verstehe sehr gut, dass es für dich sehr schwierig ist, dass deine Eltern, deine Situation bzw. deine Krankheit nicht akzeptieren. Vielleicht denken sie ja:"Ihr Sohn ist Arzt und dem kann nichts zustossen". Ich möchte in keiner Weise deinen Eltern etwas vorwerfen. Ich kenn sie nicht, ich lese nur deine Zeilen und mach mir meine Gedanken dazu.
Manchmal ist es auch so: dass Familienangehörige und Freunde bei so einer Diagnose Krebs so betroffen sind, dass sie erst einmal sprachlos sind.
Und wir möchten genau das Gegenteil, wir möchten sprechen.
Nicht Jammern, aber Gefühle austauschen und dass man uns einfach und dann ohne viele Worten einfach einmal in den Arm nimmt. Und besonders mit uns ganz normal umgeht!!
So erging es mir auf alle Fälle. Und meine Mam ist ebenfalls vom Fach ist, hatte es schwerer mit meiner Diagnose umzugehen als mein Pa, der nicht vom Fach ist!
Mein Tumor war auch ein seltener, dazu noch ein HNO-Tumor, was bei jungen Frauen noch seltener ist!
Leider ist es so, es kann jeden Treffen und dann immer zu dem Zeitpunkt, an dem man es am liebsten nicht haben möchte!
War bei mir nicht anders! Zuvor psychisch am Abgrund! Nach psychi-Klinik und zwei Jahre stationärem Aufenthalt wieder eine Ausbildung angefangen. Psychische Krankheit überwunden, dann BUMM... wie ich nicht schon genug hatte: Krebs!
Weisst du, manchmal habe ich fast das Gefühl, es braucht diese Erkrankungen! Darum, weil sie einem JETZT dazu zwingen etwas zu verändern, vielleicht etwas zu Retten was im Lot ist. So unverständlich das jetzt für dich tönen mag, es gibt auch ganz viele positiven Seiten, des Krebses! Auch wenn du es jetzt nicht siehst und ich das natürlich total gut verstehen kann!
Ich denke was du jetzt brauchst, ist Zeit, Zeit für dich wieder zu finden. Wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen. Tu ganz viele Sachen dir gut tun! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du das brauchst! Und schreibe dir all deine mise Laune vom Kopf.
Ich glaube dass du deinen Weg finden wirst auch wenn nicht heute oder morgen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass du einen positiven Umgang mit deiner Erkrankung finden wirst. Lass dir einfach Zeit dazu und vergiss nicht, es gehört zum Leben auch negative Gefühle zu haben.

Weiterhin viel Kraft und alles Gute
Chili
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  #62  
Alt 23.10.2013, 00:50
mucki53 mucki53 ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Chris,
ich habe lange überlegt, ob ich hier schreiben soll.
Keine Frage, Deine Diagnose ist Schxxx. Und Deine Gefühle sehr verständlich und uns wohl allen bekannt.
Aber besonders bei deinem letzten Post ist mir eines wieder aufgefallen:
Einerseits schreibst Du, Deine Eltern gehen nicht auf Dich ein, andereseits schreibst Du auch, dass Du verdrängst, abwiegelst, grade auch auf Familientreffen.
Hast Du denn Deinen Eltern auch mal Deine Gedanken und Ängste geschildert ? Oder meinst Du, es ist ihnen unangenehm oder gar egal ?
Hast Du überhaupt mal mit jemandem so richtig geredet, nicht als Arzt sondern als MENSCH ?
Ich habe den Eindruck, Du willst alles mit Dir alleine abmachen, hast Deine Krankheit noch nicht angenommen und akzeptiert.
Akzeptieren heisst, auch besser aktiv zu werden.
Das geht auch leichter, wenn man sich mit guten Freunden bereden kann, man reflektiert das dann selbst auch irgendwie anders.
Wenn Du das nicht möchtest/kannst, würde Dir vielleicht ein Psychoonko helfen.
Gerade weil Du vom Fach bist, vergisst Du evtl., dass Du ein Mensch mit Gefühlen, Ängsten und Zweifeln bist. Und denen MUSS man sich in unserer Situation stellen. Die Frage nach dem "warum" und "warum ich" helfen nicht weiter und Verdrängen kostet viel Kraft, die wir anderweitig brauchen.
Nimm DICH an, so wie Du jetzt bist, auch mit der Krankheit.
Das hat nichts mit Beschönigen oder krankhaftem Optimismus zu tun - wir alle haben schöne Tage und Durchhänger - sondern mit Aufatmen, Luft holen und sagen: Jetzt gilt's !
Und: Gibt Dir denn Deine Arbeit so viel, dass Du sie auch weiterhin machst, obwohl es Dir dreckig geht ? Oder ist sie auch ein bissl Flucht vor Dir selbst, den Gedanken, Ängsten und Zweifeln, die in "Freizeit" vielleicht erstmal überhand nehmen ?
Wenn ich Dir mit meinen Gedanken zu nahe getreten bin oder Dich geärgert habe, dann entschuldige bitte. Das ist nicht meine Absicht !
Ich möchte Dir - hoffentlich - damit helfen, Deinen jetzigen inneren Kampf (und Krampf) zu lösen, damit Du den gegen Deine Krankheit aufnehmen kannst.
Aber zunächst wünsche ich Dir, dass alle Übel der Chemo bald vorübergehen und sie Dir helfen kann .

Geändert von mucki53 (23.10.2013 um 01:09 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #63  
Alt 23.10.2013, 14:20
Volker.M Volker.M ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Moin Chris!
Zitat:
Zitat von Kerejon Beitrag anzeigen
Um mal ganz ehrlich zu sein, hab ich die Schnautze gerade gestrichen voll.
Auslöser war ein Abendessen mit meinen Eltern, die es nach wie vor ignorieren, meine Situation anzunehmen. Bei jedem Telefonat muss ich sagen..." Hallo? Ich habe Krebs... " ... Und ich muss ein jedes mal wieder erklären, wie es um mich steht...
Ich bin hier zufällig auf denen Post gestoßen, kenne deine Vorgeschichte (Krankheitsverlauf und Zeiträume) nicht, fühle mich aber bei deiner Situationsbeschreibung an meine aktuellen Erfahrungen erinnert.
Vor ca. 1 Jahr wurde bei mir ein Tumor mit 80%er Ausdehnung über einen Lungenflügel diagnostiziert. Dieser wurde dann mit Chemo auf ca. 50% Ausdehnung verkleinert und seit ca. 6 Monaten mit erhaltener Chemo unter Kontrolle gehalten.
Meine Mutter (Vater 1993 gestorben), wohnhaft im Nachbarort, hat es trotz des Wissens um meinen Zustand bis zum heutigen Tag Zeit nicht geschafft sich mit mir persönlich oder telefonisch in Verbindung zu setzen - Ausnahme ein Anruf mit Text auf dem AB (letzten Winter als ich im Krankenhaus wegen einer Infektion um mein Leben kämpfte): "Du kannst ja mal anrufen...". Ich habe bis heute nicht angerufen, da ich dieses Verhalten nicht akzeptiere.

Natürlich habe ich lange darüber nachgedacht, was meine Mutter dazu bringt sich so zu verhalten, wenn das einzige Kind unter einer Krankheit leidet, an der es jeden Tag sterben kann. Ich bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass sie selbst dermaßen große Angst vor einer ähnlichen (unheilbaren) Krankheit hat, dass sie sich einfach nicht in der Lage ist dieser offen in das Gesicht zu sehen. Meine Konsequenz daraus: Ich werde sie auch nicht damit "belästigen", denn sie ist einfach nicht stark genug (im Gegensatz zu meiner Frau) dieses Leben mit den möglichen Folgen zu ertragen.
Meine generelle Konsequenz für mein Leben daraus: Ich trenne mich von allen Menschen, die mir (meiner Meinung nach) nicht gut tun und mache keinen Unterschied zwischen Verwandtschaft oder anderen Personen.

Ich weiß nicht ob ich das Recht habe den Rat zu geben: Vielleicht wäre der richtige Weg, deine Eltern mit dem Thema nicht unter Druck zu setzen - so wie du es beschreibst, wirst du die gesuchte Anteilnahme wohl auch in Zukunft nicht finden. Es wird dich so aber weiter belasten und dir wichtige Kräfte für den Widerstand gegen deine Krankheit rauben.
Es gehören schon besondere persönliche Eigenschaften dazu, mit der Krankheit und mit uns als betroffene Menschen umzugehen. Letztendlich werden wir immer wieder feststellen, dass selbst Menschen die uns viel Verständnis entgegen bringen nicht in der Lage sein werden, unser Leben seit Diagnose unserer Krankheit nachzuvollziehen.
__________________
Volker

Stand meiner Erkrankung: Hier

Geändert von Volker.M (23.10.2013 um 14:42 Uhr)
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  #64  
Alt 23.10.2013, 19:33
Cecil Cecil ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo,
zunächst einen freundlichen Gruß von mir in die Runde.

Eigentlich wollte ich in diesem thread nicht schreiben, weil mir das Thema nicht so liegt. Dennoch habe ich eifrig mitgelesen. Da Ihr nun aber auf das Thema „Eltern“ gekommen seid, hat mich dann doch nichts mehr gehalten.

Ich kenne die Situation recht gut. Meine Eltern haben mich und damit auch meinen Mann hinsichtlich unserer Kinder entlastet und mich zeitweise sogar körperlich gepflegt. Da zu dieser Zeit das einzig Spannende in meinem Leben der Verlauf meiner Behandlung war und auch ständig irgendetwas Neues passierte, fing ich beim Mittagessen regelmäßig davon an zu berichten. Und meine Eltern, insbesondere meine Mutter, reagierten zunehmend unwirsch mit Sprüchen wie „es ist doch nun vorbei ….“ (dazu muss man wissen, dass die Nachsorge nach SZT Teil der Behandlung ist), „ du hast es überstanden“ oder „andere Menschen sind auch krank“.

Reagiert habe ich so, wie ich es jetzt auch bei Euch vereinzelt lese. Ich musste mich erst mit einer Außenstehenden darüber austauschen, um zu verstehen, dass das die Art meiner Eltern war, mit dem anhaltenden Schock umzugehen. Weil es nun mal „nicht normal“ ist, dass die Kinder u. U. vor ihren Eltern gehen. Weil meine Eltern auch nicht mehr die Jüngsten und teilweise an ihre Grenzen gestoßen sind. Weil sie aus eben diesem Grund sowohl sich selbst als auch mir wieder mehr Normalität gewünscht haben. Das Gefühl, das alles (wieder) gut ist.

Hallo Chris,
auch ich wollte Dich gern einmal fragen, wenn ich darf, ob die Arbeit Dir mehr Ablenkung bietet oder Dich eher belastet? Dabei habe ich selbst festgestellt, dass manchmal beides gleichzeitig möglich ist …...
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  #65  
Alt 24.10.2013, 00:03
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Cecil, ich möchte Dir hier exemplarisch antworten, schließe aber die Vorschreiber ( Chili, mucki et al ) mit ein.

Du hast den berüchtigten Nagel so ziemlich korrekt getroffen. Meine Eltern wollen einfach nicht glauben, dass Ihr Sohn an einer, in unserer Fanilie bislang seltenen Krankheit sterben wird. Ich habe den Eindruck, mein Vater hat das schon verstanden, aber mütterlicherseits bekomme ich immer wieder zu hören: " Ach Hör doch auf, du hast doch kein Krebs..." Sie sind traurig, verzweifelt und versuchen ihr Möglichstes, aber schaffen es doch nur unzureichend, die Situation zu begreifen. Nichts anderes wollte ich damit sagen.

Was meine Arbeit angeht:

Es tut weh.... Sehr weh. Ich quäle mich jedes mal in die Klinik, konnte jetzt aber einen Halbtagsjob vereinbaren. Denn es ist tatsächlich so, dass mich die Arbeit mit Patienten ablenkt. Ich kann mich voll und ganz einem anderen Schicksal widmen, helfen bei selbst Krebskranken und nicht selten teile ich meine Krankheit mit, was auf unglaubliche Reaktionen stößt. Ich trete den Patienten auf einer völlig anderen Ebene entgegen ohne meine fachliche Kompetenz gefährdet zu sehen. In sofern ist die Arbeit, so weh sie mir auch tut, das so ziemlich einzige, was mich voran treibt. Abgesehen von meiner Lebenspartnerin natürlich, selbst Ärztin, und in diesen Dingen ähnlich verkopft wie ich ;-)

Euch allen ganz liebe Grüße

Chris

Geändert von Kerejon (24.10.2013 um 00:05 Uhr)
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  #66  
Alt 24.10.2013, 21:00
Cecil Cecil ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo, Chris,

wenn ich jetzt noch einmal hier schreibe und auf das Thema „Kämpfen“ zurückkomme, dann bin ich mir bewusst, dass ich das vom hohen Ross herunter tue; ich weiß auch nicht, wie Tablettenchemo sich anfühlt, habe lediglich bei meiner Kur mal mit zwei Patientinnen am Tisch gesessen, die auch eine nehmen mussten.
Nenne es eine Zwangshandlung: Interessehalber habe ich mal geschaut, was sich bei Deiner Art von Krebs so tut. Dabei sprangen mich erkennbar mehrere Tyrosinkinase-Inhibitoren und Antikörper an. Später kommen vielleicht noch Immunkonjugate und irgendwann … um einiges später gibt es Vakzine, so wie bei HPV.
Vielleicht geht es tatsächlich darum, Zeit zu überbrücken, bis auch hier ähnliche Erfolge erzielt werden wie bei unseren chronischen Leukämien. Ich würde mir für Dich wünschen, dass es schon bald soweit ist.

Alles Gute!
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  #67  
Alt 24.10.2013, 22:43
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Cecil,

Auf Zeit spielen wird bei mir nicht drin sein ;-) bei dieser seltenen Tumorart wird kaum geforscht, da es sich finanziell nicht lohnt, da nur marginale Nachfrage.

Wie ich schon irgendwo vorher schrieb, kenne ich die beiden führenden Köpfe, was die Behandlung angeht, persönlich und würde auch im fernen Ausland niemand anderen finden.

Es werden zur Zeit viele Chemos studiert, in Kombination od. alleine, aber in meinem Stadium hilft nur der Insketizidabkömmling ( DDT ) Mitotane mit 30 % Wahrscheinlichkeit. Wenns gut läuft, muss ich das Zeug 2 Jahre schlucken und dabei meine gesunde Nebenniere zerstören, Herr Addison lässt Grüßen.

Aber wie sagt man so schön? Kollateralschaden...

Liebe Grüße

Chris
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  #68  
Alt 24.10.2013, 23:43
Cecil Cecil ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Zitat:
Zitat von Kerejon Beitrag anzeigen
...
Es werden zur Zeit viele Chemos studiert, in Kombination od. alleine, aber in meinem Stadium hilft nur der Insketizidabkömmling ( DDT ) Mitotane mit 30 % Wahrscheinlichkeit. Wenns gut läuft, muss ich das Zeug 2 Jahre schlucken und dabei meine gesunde Nebenniere zerstören, Herr Addison lässt Grüßen. .....
.... nachdem Du bisher so viel Pech hattest, wünsche ich Dir im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit, dass Du jetzt einfach mal riesiges Glück hast. (Hier gibt es leider so gar nichts mit Kleeblatt oder Marienkäfer .....)

Evtl. schreib ich auch noch mal was in "seltene Krebsarten", wenn ich darf und Dir nicht zu nahe trete.

Geändert von Cecil (25.10.2013 um 12:59 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #69  
Alt 29.10.2013, 02:14
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hey Cecil,

Danke für Deine aufmunternden Worten. Ich gebe zu, ich baue psychisch zur Zeit extrem ab. Zwar gehe ich meiner Arbeit noch nach, beschränke mich aber bewusst, oder vielleicht auch unbewusst auf Leidensgenossen und implantiere venöse Ports... Die Aufklärungsgespräche sind jedes mal interessant.

Lieben Gruß

Chris
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  #70  
Alt 29.10.2013, 02:59
mucki53 mucki53 ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Chris,
ich wünsche Dir ganz doll, dass Du bald aus Deinem seelischen Tief herauskommst !
und !

Geändert von mucki53 (29.10.2013 um 03:04 Uhr)
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  #71  
Alt 29.10.2013, 08:46
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Danke, Mucki,
davon braucht Chris jetzt ganz viel, glaube ich.

Geändert von Cecil (04.12.2013 um 17:31 Uhr)
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  #72  
Alt 29.10.2013, 23:10
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

@Chris:

LG
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  #73  
Alt 31.10.2013, 00:59
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Chilipeperli Chilipeperli ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

@Chris, lese ich richtig, dass du zugeben kannst, dass du psychisch z.Z. abbaust?

Mag vielleicht komisch klingen aber die Akzeptanz, dass du psychisch abbaust, zeigt, dass ein Prozess in dir stattfindet und ist bereits ein kleiner Schritt nach vorne!

Obwohl es natürlich sicher nicht gut ist, wenn es dir psychisch schlecht geht ist es wenigstens die Akzeptanz und darauf kann man aufbauen. Dieser Prozess kann dauern aber von meiner Seite her, weiss ich dass es möglich ist, Wege heraus zu finden.

Ich kann dich nur ermuntern weiter zu machen.

LG Chili
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  #74  
Alt 01.11.2013, 02:37
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Liebe Chili,

Das hast Du genau richtig erkannt. Wollte es mir selbst lange nicht eingestehen, aber es ist so. Ich war heute beim Herzcheck ( u.a. Wegen meiner Hypertonie ) und ich muss jedem dort Elend vorgekommen sein, sie waren so nett und aufmunternd... Mitgefühl obwohl ich mich bemüht hatte, normal zu sein...

Werde mir nun psychoonkologischen Hilfe suchen... Hab's kapiert...

Liebe Grüße

Chris
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  #75  
Alt 01.11.2013, 14:43
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Chilipeperli Chilipeperli ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Lieber Chris

Danke für deine lieben Worte.

Ich kann etwas mit dir fühlen obwohl mein Weg und meine Prognosen sicher ganz aussehen als deine.
Trotzdem kenne ich das Gefühl der tiefsten Depression und weiss dass das Gefühl: "SHIT" ist.
Bei einer Depri ist es so, dass die Prognosen auf vollständige Heilung gut sind. Ich auf alle Fälle habe es geschafft und habe den Weg hinaus gefunden.
Wenn man mich allerdings fragen würde, welche Krankheit (Depression, Krebs) ich als schlimmer empfunden habe, dann kann ich ganz klar sagen: Depression!
Trotzdem sehe ich an meinem eigenen Beispiel sehr schön, dass es möglich ist Wege aus der Krankheit zu finden. Ich habe es sogar geschafft meine angefangene Ausbildung neben der Diagnose Krebs im selben Jahrgang in dem ich angefangen habe abzuschliessen! Naja das war aber auch nur möglich, weil ich eine gute Schülerin war.

Heiiii und nimm die Aufmunterungen an. Das hast du mehr als verdient, weil deine Situation wirklich "SHIT" ist und das muss man nicht schön reden. Wirklich NICHT. Ich glaube, dass dir alle hier Recht geben würden. Und wenn du dir vorstellst, ein Pat. von dir würde dir sagen, dass Krebs doch eine grauenhafte Erkrankung ist, dann würdest du ihm doch auch Recht geben und ihn aufmuntern. Oder liege ich falsch?
Du darfst auch zeigen, dass es dir schlecht geht! Kurios es tönen mag, es löst Spannung, weil man sich selbst sein kann.
Wenn man versucht sich zu verstellen, braucht das enorm viel Kraft. Ich habe das lange selbst praktiziert, aber dann gemerkt, dass das Labyrinth nur grösser wird als umgekehrt.
Und wiederum, ist es wichtig differenzieren zu können, wo man zeigt wie es einem wirklich geht!
Mein Beispiel dazu ist: Auf der Radio - Onko hatte ich einen Arzt. Er war grundsätzlich ganz ein lieber aber er konnte sich meiner Situation gegenüber nicht abgrenzen. Er tat sich sehr schwer und er tat mir leid, dass es ihm wegen mir nicht gut ging und fühlte mich verantwortlich ihm gegenüber. Aber ich konnte ja auch nichts dafür, dass ich auf der Radio - Onko landete und ich erwartete von ihm eigentlich das Gegenteil: Das er sich abgrenzen konnte, gerade weil ich ihm zeigen wollte, wie es mir ging, was ich ansonsten bei ganz wenigen Menschen machte. Und mir fiel es leichter professionellen Menschen zu zeigen wie es mir ging, da es ja ihr Alltag ist und sie mit so einer Diagnose Krebs nicht gleich den Weltuntergang sehen. Verstehst du was ich meine?

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass du einen positiven Umgang mit deiner Erkrankung finden wirst. Ich möchte nicht beschönigen, dass es ein leichter Weg sein wird, aber wenn man möchte, kann es möglich sein und ich lese zwischen deinen Zeilen obwohl sie oft sehr negativ tönen trotzdem das Positive hinaus. Also... nur weiter so!

Alles Liebe und viel Kraft
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Geändert von Chilipeperli (01.11.2013 um 14:47 Uhr) Grund: Wort vergessen
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