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  #76  
Alt 05.11.2013, 01:08
mucki53 mucki53 ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Lieber Chris,
DU hast den ersten Schritt getan, das freut mich !
Nun lasse auch Hilfe zu, egal, ob von Freunden oder von aussen.
Wir können und müssen nicht immer stark sein.
Wir müssen lernen, Geduld zu haben, mit uns selbst und anderen.
Wir müssen uns eingestehen, das nichts mehr so sein wird wie früher und dass wir auch mal schwach sein dürfen, ja müssen. Wir sind ja keine Übermenschen.
Das Entscheidende ist, dass wir immer wieder aus dem Loch herauskommen und irgendwann dem Schlechten auch was Gutes abgewinnen können.
Ich habe mich z. B. von den Menschen getrennt, die nicht gut für mich waren.
Mochte nicht mehr "everybodys Darling" sein.
Habe erfahren, wer wirklich gute Freunde und dass sie nicht mit Gold aufzuwiegen sind !
Unsere Ehe ist noch inniger geworden, was in unseren Fällen auch nicht unbedingt selbstverständlich ist.
Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles erdenklich Gute und viel Kraft . Aber die hast Du, da bin ich sicher !
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  #77  
Alt 07.11.2013, 00:47
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo, ihr lieben.

Habe eine schreckliche Zeit aufgrund einer Medikationsänderung ala Blackjack zu bewältigen, und irgendwie ist jede Änderung der Medikation verheerend.

Kann kaum noch arbeiten, , bin rasch erschöpft, wechsle nachts mehrmals das Shirt ( B - Symptomatik lässt Grüßen ). Meine körperliche Verfassung verschlechtert sich von Tag zu Tag. Werde endokrinolog. jetzt durchgecheck und freue mich schon auf die anstehende PET- CT im Dezember :

Ich schreibe dies nur, dass Ihr nicht böse seid, wenn ich einige Zeit von der Bildfläche verschwinde.

Liebe Grüße an Euch alle...

Chris
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  #78  
Alt 07.11.2013, 08:51
Cecil Cecil ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo, Chris,

vielleicht wäre es dann auch in Ordnung sich vorübergehend krank schreiben zu lassen?
Dein Psychoonkologe könnte Dir eine (Gruppen-)Gesprächstherapie verordnen und ein Arzt für Rehabilitationsmedizin (oder auch jeder andere, aber der am ehesten) könnte mit Dir gemeinsam überlegen, welcher Sport derzeit der beste für Dich wäre und ihn Dir verordnen.
Bitte hol Dir Hilfe, die Dir zusteht und die Du brauchst!
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  #79  
Alt 07.11.2013, 12:27
Benutzerbild von Chilipeperli
Chilipeperli Chilipeperli ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Zitat:
Zitat von Cecil Beitrag anzeigen
Hallo, Chris,

vielleicht wäre es dann auch in Ordnung sich vorübergehend krank schreiben zu lassen?
Dein Psychoonkologe könnte Dir eine (Gruppen-)Gesprächstherapie verordnen und ein Arzt für Rehabilitationsmedizin (oder auch jeder andere, aber der am ehesten) könnte mit Dir gemeinsam überlegen, welcher Sport derzeit der beste für Dich wäre und ihn Dir verordnen.
Bitte hol Dir Hilfe, die Dir zusteht und die Du brauchst!
Mich Cecil anschliessen tue.

Vielleicht löst der Gedanke "Krankschreibung" ja ein Schwächegefühl in dir aus. Aber eigentlich, beweist es eine Menge Stärke!

Lass die Schwäche in dir zu und hab den Mut um eine Krankschreibung zu bitten.

Weiterhin alles, Liebe und Gute, v.a. aber viel Kraft und Mut
Chili
__________________
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
http://chili-fight.blogspot.com/
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  #80  
Alt 13.11.2013, 23:57
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Einen schönen guten Abend,

Ich habe keine Ahnung was ich eigentlich schreiben wollte, aber mir war einfach mal wieder danach ;-)
Habe einige Untersuchungen hinter mir, habe mit Sorge die Ergebnisse und Interpretationen der Kollegen vernommen, selbige wieder verworfen und Nachts um drei Uhr wieder in den Gedankenkreisel aufgenommen.

Psychisch gesehen ändert sich nicht wirklich viel, allerdings ist die seelische Reaktion auf die letzte negative Nachricht lange her. Naja, relativ gesehen, wenn man bedenkt, daß ich nur noch in Wochen denke.

Was tut sich ? Die Todesangst hat vermeintlich abgenommen, schlägt im nächsten Moment um so mehr zu, man denkt einige Stunden nicht nach und umso mehr trifft einen die Erinnerung.

Die Lebenspartnerin leidet still vor sich hin und es brennt mir in der Seele, dies zu sehen, alleine wegen Ihr werde ich bei dem Gedanken an mein Ableben todtraurig. Vermutlich kennen andere Betroffene ähnliches.

Was ist es, was uns in einer solchen, uns existenziell bedrohenden Situation so denken lässt? Wenn das Kämpfen/ Bemühen um das Überleben über die erste Person hinaus geht und das Wohlergehen der geliebten Menschen dermaßen wichtig wird.

Eine extrem verwirrende Situation, die das alles nicht in besser verdauliche Happen aufteit, auch wenn man das Messer noch so schärft.

Euch alles Liebe

Chris
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  #81  
Alt 15.11.2013, 15:09
Volker.M Volker.M ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Chris!
Zitat:
Zitat von Kerejon Beitrag anzeigen
Die Lebenspartnerin leidet still vor sich hin und es brennt mir in der Seele, dies zu sehen, alleine wegen Ihr werde ich bei dem Gedanken an mein Ableben todtraurig. Vermutlich kennen andere Betroffene ähnliches.
Ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen und bei mir sieht es ähnlich aus. Ich habe bereits vor ca. 1 Jahr gedanklich mit dem Leben abgeschlossen, eigentlich auch nicht das Gefühl noch etwas zu versäumen wenn es zu Ende geht - aber der Gedanke daran meine Frau mit dem voraussichtlichen Schmerz alleine zu lassen macht mich zu tiefst unglücklich.
Selbst wenn wir die Situation für uns durch viele Gespräche und realistische Betrachtung augenscheinlich im Griff haben, so steht an Ende doch eine unumkehrbare Situation als deren Leidtragender meine Frau stehen wird. Ich tue alles dafür, damit sich dieser Zeitpunkt so weit wie es nur geht heraus zögert und versuche meine Gedanken zu dem Thema so intern wie möglich mit mir selbst zu klären - mehr wird wohl auch dir nicht übrig bleiben.
Zitat:
Was ist es, was uns in einer solchen, uns existenziell bedrohenden Situation so denken lässt? Wenn das Kämpfen/ Bemühen um das Überleben über die erste Person hinaus geht und das Wohlergehen der geliebten Menschen dermaßen wichtig wird.
Ich behaupte mal, dass es wir uns als Betroffene in unserer Endphase auf die Dinge des Lebens konzentrieren die uns wichtig sind. Ich kann es für mich sogar noch extremer ausdrücken: Seit dem ich mein zu erwartendes Schicksal kenne, trenne ich mich immer mehr von für mich unwichtigen Menschen und wende mich denen zu, die in der Lage sind meine Situation zu akzeptieren. Ich fühle mich da wohl so ähnlich, wie ein Behinderter im Rollstuhl, der akzeptiert werden und kein Mitleid will. Erklärungen und Krankheitsbeschreibungen habe ich inzwischen auf ein Minimum reduziert.

Leider bleibt mir nichts anderes als zu sagen: Es ist eine Sache zwischen dir und dem Partner - ich wünsche euch alle Kraft der Welt, damit ihr damit Leben könnt.
__________________
Volker

Stand meiner Erkrankung: Hier
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  #82  
Alt 19.11.2013, 01:56
conquerer conquerer ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Das Wort Kampf umschreibt es doch alles sehr treffend, im übertragenen Sinn. Mein schlimmster Albtraum war es immer, diese Krankheit irgendwann zu bekommen. Und wenn ich vielleicht keine Familie hätte, würde ich das alles gelassener sehen. Man will doch niemanden zurück lassen und sein kind noch aufwachsen sehen.

Aber irgendwie ist man doch immer am kämpfen. Sei es mit Versicherungen, Behörden oder anderen Dingen, die einem das ganze auch noch erschweren.

Bei mir ist es oft so, das ich denke lohnt sich das für mich noch. Geht das Euch auch so ?

In der momentanen Situation merke ich dann wieder, das es Zeit ist sich von menschlichem Balast zu trennen. Manche Menschen, die die Krankheit noch nicht kennenlernen mussten, verstehen die Denkwweise eines Krebskranken wohl nicht. Da gibt es Teile der Familie, die es sowieso kaum interessiert was mit Einem ist oder auch Freunde, die nicht verstehen das man vielleicht nicht in der Stimmung ist weg zugehen.

Alles in Allem muss man sich ein dickes fell wachsen lassen und auch mal deutlich sagen können: Nein.

Vielleicht ist das auch ein Gesellschaftsbild was man da in sich trägt. Arbeiten und Sparen damit man es später mal schön hat. Wenn ich heute schon Mittdreissiger sehe, die sich Gedanken machen wie ihr Leben in 30 Jahren wird und die Rente gesichert ist, muss ich manchmal in mich hineinschmunzeln.

Wichtig ist doch das wir im hier und jetzt leben und nicht in Jahrzehnten und diesen Kampf werden wir wohl bis zum bitteren Ende ausfechten. Für mich ist es wichtig, das wenn es mich Morgen treffen sollte, ich sagen kann: Ich habe gelebt...

Ich denke für einen Mediziner ist das noch einen Zahn härter, sein Schicksal zu akzeptieren.
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  #83  
Alt 30.11.2013, 20:52
evelyn-wieda evelyn-wieda ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Ein liebes Hallo an Alle.

Und nein, ich kann meine Klappe nicht halten, geht nicht und so möchte ich dir, lieber Chris, meine Gedanken zu deinen Gedanken sagen.

Ja, ich weiß, wie es einen umhaut, wenn negative Befunde offen gelegt werden. Dabei habe ich einen Vorteil dir gegenüber, denn ich höre nur „das Grobe, Unausweichliche“ und will und wollte keine Details wissen. Aber sie galt es zu verdauen, aufzunehmen, ja noch besser anzunehmen.
Dann hatte ich ja die Wahl mich in diese Situation fallen zu lassen und mich wieder dem Kopfkino hinzugeben oder aber nach wie vor das Kopfkino auszuschalten, aus diesem Karussell auszusteigen. Stopp zu sagen. Die Notbremsen ziehen, um im Hier und Jetzt bewusst zu leben.

Weißt du, keiner, wirklich keiner weiß, was morgen passieren wird und wenn ich heute schöne Dinge erlebe, mich an einem Geruch, einem Bild, einem Buch, einem Gespräch, einer Person, einer Situation erfreuen kann, dann freue ich mich.

Das mit den Angehörigen ist ein anderes Ding. Ja, es tut weh, sie leiden zu sehen und zu wissen, sie leiden wegen mir. Meine Tochter ist immer so wütend, wenn es mir schlecht geht, weil sie dann stets ohnmächtig und hilflos ist/war. Anfangs hat uns diese Situation sprachlos gemacht, ein jeder hat für sich getrauert und auch geweint. Bis wir offen darüber gesprochen haben und uns das Loslassen des Anderen gegönnt haben.
Auch der Gedanke an meinem Lebenspartner, ihn alleine zurücklassen mit all der Bürde und der Ungewissheit, der Angst, schafft er es finanziell überhaupt? Wie wird er weiter leben? Das hat mich total fertig gemacht, ja verzweifelt und leer. Auch hier hat mir, hat uns ein offenes Gespräch geholfen und dann meinte er: „Mach dir mal keine Sorgen um mich, ich komme zurecht und alles wird gut. Mach dir doch deine Last nicht noch schwerer mit meinen Angelegenheiten, die du sowieso nicht ändern oder gar lösen kannst. Und wenn du etwas für mich tun möchtest, dann erledige es jetzt, hier: Schmeiße all den Ballast ab und lebe, genieße deine Zeit mit mir, dann kann ich doch auch diese Zeit genießen und mich freuen und gar frei sein, dann leben wir. Was kommen mag, das wissen wir beide nicht. Es zählt doch für uns das Heute, was wir einfach feiern werden!“ Und das haben wir dann auch getan.

Chris, du fragst:
Zitat:
"Was ist es, was uns in einer solchen, uns existenziell bedrohenden Situation so denken lässt? Wenn das Kämpfen/ Bemühen um das Überleben über die erste Person hinaus geht und das Wohlergehen der geliebten Menschen dermaßen wichtig wird.“
Angst, würde ich meinen, einfach nur Angst. Angst um das eigene Leben und Angst um die Angehörigen, wir wollen sie nicht verletzten, ihnen weh tun, sie leiden sehen und schon gar nicht um unsertwegen. Oder?

@ Conquerer, du fragst:
Zitat:
Bei mir ist es oft so, das ich denke, lohnt sich das für mich noch. Geht das Euch auch so?
Nein, gar nicht. Im Gegenteil, ich gönne mir das, was ich mir gönnen kann und es lohnt sich doch alle male, Freude zu haben, glücklich zu sein, das Leben zu spüren, das bin ich mir Wert. Ja, ich bin es wert zu leben und mir etwas zu gönnen. Da gibt es so einen schönen Spruch, finde ihn leider nicht und sage ihn so aus den Gedanken heraus:

„Und wenn ich wüsste, ich würde morgen sterben, so pflanzte ich heute noch einen Baum!“

Diese Aussage finde ich sehr schön und für mich und meine Einstellung treffend, denn das Leben geht weiter, immer weiter.

So wünsche ich allen einen schönen ersten Advent.
Alles Liebe
Evelyn
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  #84  
Alt 12.12.2013, 16:58
NancyChemnitz NancyChemnitz ist offline
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Beiträge: 4
Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo,
Mein name ist Nancy. Ich bin 21 jahre alt und habe dieses Jahr die Diagnose Hirntumor bekommen.Ich bin leider nur mit Handy online aber ich würde alles dafür geben zu sehen, dass ihr hier noch aktiv seit und ich jemanden zum reden finden würde. Ich fühle mich so alleine weil ich zu niemanden Kontakt habe oder finde der ähnliches erlebt hat und noch nicht über 50 ist. Nichts gegen das Alter, aber es ist einfach ein Unterschied.
Ich würde mich riesig über eine Reaktion freuen.
Ganz liebe Grüße.
Nancy
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  #85  
Alt 12.12.2013, 20:08
Benutzerbild von HelmutL
HelmutL HelmutL ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Nancy,

erstmal herzlich willkommen in diesem Forum. Ganz sicher ist es ein Unterschied ob 21 oder Ü-50.

Bei spezifischen Fragen zum Hirntumor guckst du hier (da ist das Alter wohl eher irrelevant):

Hirntumor - http://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=19

Zum Austausch mit jungen Krebspatienten guckst du hier:

Forum für junge Krebsbetroffene (U25-Forum) - http://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=69


Alles Gute,

Helmut
__________________
Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
http://www.krebs-kompass.org/howthread.php?t=31376
http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=48070

Die von mir im Krebs-Kompass verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine ausdrückliche Zustimmung weder verwendet noch veröffentlicht werden. Auch nicht auszugsweise.
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  #86  
Alt 14.12.2013, 04:11
Kerejon Kerejon ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Nancy,

Herzlich Willkommen in dem besonderen Forum, in dem miteinander und nicht übereinander debattiert wird.
Das wichtigste hat Helmut ja schon erwähnt. Aber hier auch noch mal von mir:
Falls Du Fragen hast und Hilfe brauchst..... Nur zu.. ;-)

Gute Besserung

Chris
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  #87  
Alt 16.02.2014, 12:27
urbs123 urbs123 ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Ja ich bin keine Krebskämpferin, bitte seid mir nicht böse, ich wurde im juni2013 3 Mal operiert und war 10 Tage intensiv, es hat mich keiner gefragt ob ich das will. Es gab eine Nacht, da wäre ich fast gestorben. Und in der willenlosen Phase der Chemo dachte ich mir oft es wäre so leicht gewesen.

Wärend der chemo kam ich mir vor wie eine arme Büßerin, ich habe trotzdem gekämpft aber nicht gegen die krankheit, sondern gegen Spitalsstrukturen, wollte immer möglichst schnell nach Hause. Zu Hause habe ich auch nicht gekämpft, ich war nur da, für meine Kinder so gut es ging.

Im Moment sind einmal keine Anzeichen für den krebs da. Das ist nicht mein Verdienst. das Chemogift hat seine Arbeit getan. Ich habe nur erduldet.

Da ich vermutlich noch bauchfellmetastasen habe, die nur nicht sichtbar sind, wird die Krankheit wieder kommen. Was soll ich da kämpfen???? Ok ich mache Bewegung, (soll gut sein) Avastin alle 3 Wochen, (soll auch gut sein), aber das ist kein kampf.

Und bitte es ist wurscht was ich denke oder andere denken, wenn die Krankheit wieder kommt ist sie da. Bis dahin weine ich , habe Angst, lache ich , flirte mit meinem Freund, verusuche zu leben trotz Krankheit. So und jetzt muss ich mit meinem sohn englisch lernen.
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  #88  
Alt 16.02.2014, 23:08
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Hallo Urbs,

du sagst du hast Kinder? Und du hast nicht für sie gekämpft?

Meine Kinder, 2 erwachsene Söhne, waren und sind meine Motivation zu kämpfen! So lange bis es wirklich nicht mehr geht. Und die würden mir auch in den Hintern treten wenn ich das nicht mache .

Das hat mich auch die 5 qualvollen Wochen im Kh aushalten lassen und auch ich wäre da fast gestorben, aber ich wollte die Beiden wieder sehen, konnten mich in der Zeit nicht besuchen da sie beide im Ausland waren.
Und wenn ich nicht gekämpft hätte wäre ich heute wohl nicht mehr da.

Das man kämpft heisst doch nicht dass man die Krankheit nicht annimmt; seinen Körper nicht unterstützt oder nicht an seine Psyche denkt. Kämpfen heisst für mich ich habe nicht aufgegeben und ich biete dem Krebs Paroli. Und das werde ich wieder tun falls er wieder kommt!

Gruß Wangi
__________________

Geändert von Wangi (17.02.2014 um 01:11 Uhr)
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  #89  
Alt 18.02.2014, 00:06
Suewal Suewal ist offline
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Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Zitat:
Zitat von urbs123 Beitrag anzeigen
Ja ich bin keine Krebskämpferin, bitte seid mir nicht böse, ich wurde im juni2013 3 Mal operiert und war 10 Tage intensiv, es hat mich keiner gefragt ob ich das will. Es gab eine Nacht, da wäre ich fast gestorben. Und in der willenlosen Phase der Chemo dachte ich mir oft es wäre so leicht gewesen.

Wärend der chemo kam ich mir vor wie eine arme Büßerin, ich habe trotzdem gekämpft aber nicht gegen die krankheit, sondern gegen Spitalsstrukturen, wollte immer möglichst schnell nach Hause. Zu Hause habe ich auch nicht gekämpft, ich war nur da, für meine Kinder so gut es ging.

Im Moment sind einmal keine Anzeichen für den krebs da. Das ist nicht mein Verdienst. das Chemogift hat seine Arbeit getan. Ich habe nur erduldet.

Da ich vermutlich noch bauchfellmetastasen habe, die nur nicht sichtbar sind, wird die Krankheit wieder kommen. Was soll ich da kämpfen???? Ok ich mache Bewegung, (soll gut sein) Avastin alle 3 Wochen, (soll auch gut sein), aber das ist kein kampf.

Und bitte es ist wurscht was ich denke oder andere denken, wenn die Krankheit wieder kommt ist sie da. Bis dahin weine ich , habe Angst, lache ich , flirte mit meinem Freund, verusuche zu leben trotz Krankheit. So und jetzt muss ich mit meinem sohn englisch lernen.


Liebe Urbs,

mit dem Sohn englisch lernen und mit deinem Freund flirten - das ist schon ein Teil deines Kampfes. Genau darin besteht für mich das Kämpfen: aus jedem Tag das an Normalität herausholen, was eben geht. Mal mehr mal weniger. Was bitte soll das sonst sein ausser kämpfen???? Habe gesehen, du bist auch im Ö-Forum. Tja, gegen die KH Strukturen kämpfen empfinde ich im nachhinein als recht sinnlos, schade um die Kraft und Zeit - also wenns wieder soweit ist, Augen zu und durch. Und sonst: mach alles, was dein Zustand erlaubt und dir guttut. Und wenn es keine Bewegung ist - auch recht, dann mach was anderes. Hauptsache es verursacht ein gutes Gefühl. Ach ja, und das Gefühl in den Fingerkuppen kommt wieder.......bei mir hat es mehr als 6 Monate gedauert, aber es kam.......ich bin auch erst 40 und fühl mich doch ein wenig jung für meine ständigen Dates mit dem Sensenmann (ein paarmal war es schon ganz knapp), aber zum Selbstbemitleiden, seien wir doch mal ganz ehrlich zu uns, haben wir einfach keine Lebenszeit mehr übrig!

Und hast du nicht erwähnt, du bis Lehrerin - ist doch super, dich hätte der Krebs auch in einem schlimmeren Umfeld treffen können....

Schick dir mal viele positive Gedanken zur freien Entnahme, wenn du sie nicht willst, dann schick sie mir doch bitte zurück .

lg
Sylvia
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  #90  
Alt 29.04.2014, 02:14
mucki53 mucki53 ist offline
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Beiträge: 732
Standard AW: Kämpfen - Diskussion um das Kämpfen gegen die Krankheit

Ich schubse den Thread mal wieder hoch.
Chris -Kerejon, wie geht es Dir ?
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