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  #1  
Alt 19.08.2003, 00:21
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

Auch für erwachsene Kinder ist die schwere Erkrankung und das mögliche Sterben eines Elternteils mit enormen Belastungen und Nöten verbunden.
Hier möchte ich darum Platz lassen für die Berichte, welche erwachsene Kinder über diese Erfahrung mit den Eltern in Buchform herausgegeben haben, um zu verarbeiten, aber auch, um andern ebenso getroffenen eine mögliche Hilfestellung zu geben. Auch nehme ich in diese Aufstellung Bücher von Fachpersonal auf, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
  #2  
Alt 19.08.2003, 00:32
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

VERARBEITUNGS-UND ERFAHRUNGSBERICHT EINES ERWACHSENEN SOHNES
********************************************

Titel: Der Himmel war eine grosse Gegenwart
Autor: Ludwig Fels
Verlag: Piper, 1990
ISBN 3-492-03429-2, Leinen, gebunden mit Schutzumschlag, 98 Seiten
Vergriffen. Zu finden über www.sfb.at
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492034292

Verlagstext:

*** Ein Sohn begleitet schreibend das langsame Sterben seiner Mutter - er nimmt Abschied von einem Leben, das sich ihm spät, vielleicht zu spät, erschließt.

Als der Sohn von der Krankheit der Mutter erfährt, geht er auf die Straße und holt die Mülltonne herein. Es gibt keine Hoffnung mehr; dieÄrzte, hat der Bruder ihm am Telefon gesagt, haben festgestellt, daß die Bauchhöhle schon ganz verkrebst ist. Der Sohn rettet sich ins Schreiben, beginnt, schreibend, noch vor ihrem Tod von der Mutter Abschied zu nehmen: als ob er sie"unter Worten begrabe", noch während sie lebt. Wie soll man damit fertig werden, daß jemand stirbt, der nie ein Leben hatte? Er hätte gern eine andere Mutter gehabt, aber"wenn du tot bist, bin ich nirgends mehr daheim".

Ein Dokument, erschütternd und tröstend zugleich.


Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:09 Uhr)
  #3  
Alt 19.08.2003, 01:17
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

AUTOBIOGRAPHISCHER ROMAN EINES SOHNES ÜBER SEINEN VATER
**********************************************

Titel: Gott fährt Fahrrad oder Die wunderliche Welt meines Vaters
Autor:Maarten ´t Hart
Aus dem Niederländischen von Marianne Holberg
Verlag: Arche, 2000
ISBN 3-7160-2272-1, Gebunden, 320 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3716022721
Preisinfo : 20,00 Eur[D] / 33,80 sFr


(Der Vater glaubt sich nach seiner Krebsoperation geheilt, fühlt sich grossartig, hat wieder Kraft. Nur Maarten erfährt, dass sein Vater kaum noch ein Jahr zu leben hat. Muss er, darf er die Wahrheit sagen?)

Das Erinnerungsbuch des niederländischen Autors Maarten 't Hart führt zurück in die kalvinistisch geprägte Welt seiner Kindheit und zugleich in die wunderliche Welt seines Vaters, des »Grabmachers« von Maasluis.
Ein Buch des schmerzlichen Abschieds. Eine poetische Liebeserklärung des Sohnes an seinen Vater.
Neuaufl. in Vorb.



Als Taschenbuch erhältlich bei:
Verlag: Piper /KNO, 2. Auflage 2003
ISBN : 3-492-23404-6; Kartoniert, 320 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3492234046
Preisinfo : 8,90 Eur[D] / 9,20 Eur[A] / 17,40 sFr



Auch als Toncassetten erhältlich:
Daten dazu

Hart, Maarten 't
Gott fährt Fahrrad
Oder Die wunderliche Welt meines Vaters
Beiträge von Brückner, Christian
Verlag : Parlando
ISBN : 3-935125-14-3
Seiten/Umfang : 4 Toncassetten, Gesamtlaufzeit 360 Min.
Erschienen : 09.2001
Preisinfo : 33,75 Eur[D] / 35,00 Eur[A] / 63,00 sFr (unverb. Preisempfehlung)
Sachgruppe : Belletristik;
Aus der Reihe : Toncassetten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3935125143

Die verschiedenen Publikationen dieser Erzählung sprechen für ihre Beliebtheit.


Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:11 Uhr)
  #4  
Alt 21.08.2003, 21:08
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT EINER TOCHTER
*******************************


Titel: Du gehst nicht allein
Untertitel: Die letzten Monate mit meiner Mutter
Autorin: Rosemarie Hüllen-Zimmermann
Verlag: Butzon & Bercker, 1997
ISBN 3-7666-0071-0, Gebunden, 136 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3766600710
Preis: 13,50 € D; SFr. 24.50, 13.90 €A


Vorwort: Mein Wunsch, dieses Buch zu schreiben, beruht auf der Tatsache, daß ich mich mit dem Thema Sterben und Tod niemals auseinandergesetzt habe und erst durch die schwere, zum Tod führende Krankheit meiner Mutter ganz plötzlich damit konfrontiert wurde. Als ich von ihrer Krebserkrankung erfuhr und davon, daß sie schon bald sterben würde, fühlte ich mich in dieser Situation völlig hilflos, denn über das Sterben war in unserer Familie nie gesprochen worden. Dieses Thema galt als unangenehm, furchteinflößend - und so ließen wir es. Als es aber dann mit Macht auf mich zukam, war ich unwissend und hatte keine Kenntnis von dem, was mich erwarten könnte. Ich hatte Angst, wußte nicht, wie ich mich verhalten müßte, und wünschte mir nichts sehnlicher, als jemanden zu finden, der in einer ähnlichen Situation war. Ich hätte mir Mut damit machen können, zu erfahren, daß es anderen auch so oder annähernd so ergangen ist. Ich hätte mir aus diesen Schicksalen Rat und Hilfe suchen und Kraft finden können. So aber war ich mir in der Eile der Zeit selbst überlassen und konnte nur hoffen, daß meine Gefühle und Gedanken in Liebe den richtigen Weg finden ließen. Dann starb meine Mutter. Ich habe über das Sterben und den Tod nachgedacht und erfahren, daß es unendlich viele Gedanken dazu gibt. Und sich damit auseinanderzusetzen - immer wieder neu -, dazu möchte ich ermutigen.


Autoreninfo
Rosemarie Hüllen-Zimmermann, geboren 1943, ist nach einer musik- und sozialpädagogischen Ausbildung seit vielen Jahren in der Kinder- und Seniorenarbeit tätig


Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:12 Uhr)
  #5  
Alt 22.08.2003, 15:52
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT EINER SCHWIEGERTOCHTER
*****************************************

Titel: Sechs Monate Abschied
Autorin: Ilse Thalmann
Verlag : LIT, 1997 , AT Edition
ISBN : 3-8258-3372-0, Paperback, 216 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3825833720
Preisinfo : 10,90 Eur[D] / 11,30 Eur[A]
Sachgruppe : Psychologie;Medizin;

Verlagstext:
Die Autorin schreibt über den letzten Lebensabschnitt ihrer sehr geschätzten Schwiegermutter, über die Veränderung, die ihre Krebserkrankung für die ganze Familie bedeutet.
Als die Kranke spürt, dass sie keine Genesung erwarten kann, beginnt sie, noch einmal alles aus ihrem Leben herauszuholen und zeigt einen ungebeugten Lebenswillen.
Aber schon bald muss sie erkennen, wie schnell sie von ihrer Schwäche eingeholt wird. Ihr grösster Wunsch ist es dann, zu Hause sterben zu können. Es gelingt der Familie, sie bis zum Ende in der gewohnten Umgebung zu betreuen.
Die Kranke konzentriert sich auf das Wesentliche, das ihr in der kurzen Zeit noch bleibt. Sie nimmt von allen Dingen, die zur Zeitlichkeit gehören, bewusst Abschied und ahnt nicht, wieviel sie dadurch bei ihren Mitmenschen bewegt.

Anm. v.Ladina:
Eine Ermutigung zur Sterbebegleitung zu Hause.

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:12 Uhr)
  #6  
Alt 29.08.2003, 15:56
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

Hallo Ladina,

ich möchte dich fragen, ob ich einige deiner so zahlreich gesammelten Buchtipps für ein anderes Internetprojekt verwenden darf. Unter Nennung deines Namens natürlich.

Im Frühjahr 2002 ist meine Mutter gestorben und ich habe hier im Forum noch zwei Mädchen kennengelernt, deren Mütter auch gerade gestorben waren. Inzwischen sind wir noch ein paar mehr geworden, die sich schreiben und unterstützen. Wir sind jetzt dabei eine Internet-Seite für junge Menschen, die einen oder beide Elternteile verloren haben, auf die Beine zu stellen.

Deine Buchtipps, soweit sie unser Thema berühren, würden wir dort sehr gern weiter geben.

Über deine Einwilligung und somit Mithilfe an unserem Projekt würden wir uns sehr freuen.

Lieben Gruß

Tanja
  #7  
Alt 30.08.2003, 21:39
Ladina Ladina ist offline
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Registriert seit: 17.06.2004
Beiträge: 937
Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

Liebe Tanja

Danke für Deine Anfrage und Deine Wertschätzung für die Buchtipps.
Selbstverständlich darfst Du sie für Euer Projekt übernehmen.
Indirekt gehöre ich auch zu jenen, die ihre Mutter als sehr junger Mensch verloren haben, aber ich war noch ein Baby und kann mich nicht daran erinnern. Ich habe nur in mir lange das Gefühl gehabt, ich wäre irgendwie amputiert, mir hat etwas gefehlt, das die innere Balance ermöglicht hätte.
Seit 5 Jahren kenne ich eine Frau, die schon vom Alter her meine Mama sein könnte und es nun irgendwie auch ist - immer wenn ich es brauche - jetzt gerade in der Chemo.
Das Gefühl, amputiert zu sein, ist fortgegangen seitdem und ich fühle mich wohl und gefestigt.

Liebe Tanja, wenn die Internet-Adresse steht, gibst Du mir dann bitte Bescheid. Das wäre sehr lieb.

Ich freue mich, so indirekt auch selbst einen Beitrag dazu zu leisten, dass andern mit einem ähnlichen Schicksal vieleicht eher Hilfe zukommt.

Liebe Grüsse
Ladina
  #8  
Alt 30.08.2003, 22:46
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT EINER TOCHTER
********************************

Titel: Seelenfenster
Untertitel: Vom Sterben der Eltern und der Chance, ihnen dabei neu zu begegnen
Autorin: Frey Werlen, Sylvia
Verlag : Karpfen Vlg , 3. Auflage 2002
ISBN : 3-9520295-1-3, Englisch Broschiert, 191 Seiten, 5 Abbildungen
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3952029513
Preisinfo : 17,00 Eur[D] / 25,00 sFr
Sachgruppe : Medizin;Psychologie;Christliche Religion;
Aus der Reihe : Mitgehtexte 1


Klappentext:
Sylvia Frey Werlen ist Mutter zweier kleiner Kinder und berufstätig.
Plötzlich ruft der Vater sie ans Bett ihrer 76jährigen Mutter, die nach ihrem dritten Schlaganfall kaum mehr sprechen kann. Der Autorin wird klar, dass ihre Mutter bald sterben wird.
Nach der ersten Hilflosigkeit macht sie sich mit ihr zusammen auf das letzte gemeinsame Wegstück. Sie gibt ihr zu trinken,stützt sie, muss lernen, ihre Wortfetzen zu verstehen und die Stille auszuhalten.
Kurz nach dem Tod der Mutter wird erkannt, dass ihr 84jähriger Vater fortgeschrittenen Zungenkrebs hat. Mit Hilfe der Gemeindeschwester, des Hausarztes und einer Haushälterin kann auch der Vater in der vertrauten Umgebung sterben.

Im ersten Teil des Buches schildert die Autorin tagebuchähnlich die letzten gemeinsamen Wochen mit ihrer Mutter und ihrem Vater. Die anschauliche Sprache hilft dem Leser und der Leserin mitzuverfolgen, wie sich die Tochter wieder im Elternhaus zurechtfindet - Jahre nach ihrem Auszug als junge Frau. Dankbar geniesst sie die Momente, in denen sie bei einem Schluck Wein mit ihrem Vater lachen kann. Doch sie wird sich auch ihrer Sprachlosigkeit bewusst, die durch das viele Ungesagte der vergangenen Jahre entstanden ist und sie sucht nach dem, was sie ihren Eltern noch sagen möchte.

In den oft hilflosen Stunden bei ihren kranken Eltern erlebt sie dann, wie eine neue Vertrautheit heranwächst - ohne viel Worte. Wochen später, nach dem Tod der Eltern, ist es diese neugewonnene Vertrautheit, die es ihr ermöglicht, ihre Eltern mit anderen Augen anzusehen und sich auf die Suche nach der Vergangenheit zu machen.

Beim Räumen des Elternhauses geht sie den Spuren von Vater und Mutter nach und kommt sich oft selber als Kind wieder entgegen. Sie fragt sich, was sie mit den Eltern verbindet, was sie von ihnen trennt. Sie stellt sich auch dem Groll, der sie unvermittelt einholt, wenn sie beim Räumen auf Briefe stösst, eine alter Schere in den Händen hält. Immer mehr kommt sie in ein inneres Gespräch mit dem Vater und der Mutter. Schliesslich kann sie ihnen sagen, was ihr gefehlt hat. Jetzt beginnt sie auch zu verstehen, was sie bekommen hat. Sie kann die Eltern gehenlassen und wird frei für Neues.

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:13 Uhr)
  #9  
Alt 31.08.2003, 16:07
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

Liebe Ladina,

vielen Dank für deine Hilfe. Ich geb natürlich sofort bescheid, wenn wir startklar sind. Im Moment sind wir fleissig dabei und ich hoffe das es noch im Herbst soweit sein wird.

Es ist schön, das du jemanden gefunden hast, der dir beisteht. Dieses Gefühl, das da ein Stück fehlt kenne ich sehr gut. Die Fürsorge und Liebe einer Mutter ist gerade in schwierigen Zeiten kaum zu ersetzen.

Ich hoffe sehr, das wir mit unserer Seite andere Betroffene erreichen und ihnen ein wenig helfen können.

Ich wünsch dir alles Gute! Und vielen Dank nochmal für die vielen Buchtipps.

Liebe Grüsse.

Tanja
  #10  
Alt 26.09.2003, 21:31
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT DER TOCHTER EINER BETROFFENEN
*************************************************

Titel: Ich bring dich bis zur Tür
Untertitel: Tagebuch einer Sterbebegleitung
Autorin: Monika Schwalb
Verlag: Verlagshaus Monsenstein & Vannerdat, 2003
ISBN 3-936600-75-9, Paperback, 119 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3936600759
Preisinfo : 13,80 Eur[D] / 14,20 Eur[A]

erhältlich im Buchhandel, bei amazon oder direkt beim Verlag: http://www.mv-verlag.de/mv-frameset.htm


Aus dem Vorwort:
Am 8. März 2000 starb meine Mutter Hilde. Sie litt an einem der bösartigsten Tumoren im Gehirn - einem Glioblastom. Bei der Diagnose im Januar 1998 gaben die Ärzte ihr noch höchstens ein Jahr Lebenszeit. Hilde machte daraus 26 Monate. Den Mut, mit der sie ihrer Krankheit trotzte, werde ich mein Leben lang bewundern. In unserem Kampf um Hildes Leben fanden wir nicht nur Unterstützung bei hervorragenden Ärztinnen und Ärzten, sondern auch im Internet. Viele Informationen, die ich hier sammelte, machten unsere Gespräche mit den Fachleuten effektiver.
Ich habe Hildes Geschichte aufgeschrieben.


Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:13 Uhr)
  #11  
Alt 26.09.2003, 21:35
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT DER TOCHTER EINER BETROFFENEN
***********************************************

Titel: Wie viel wert ist das Leben?
Untertitel: Chronik eines Hirntumors
Autorin: Sabine Klaus
Verlag: Frieling, 2002
ISBN 3-8280-1832-7, Paperback, 141 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3828018327
Preis ca. 8.80 €D,SFr. 16.80, 9.10 €A

Verlagstext:
Mit dem Thema Pflege kann jeder konfrontiert werden. Die aufopferungsvolle Betreuung und Versorgung eines Kranken lassen eigene Vorhaben und Pläne in den Hintergrund geraten. Doch wie unterstützt und berät medizinisches Fachpersonal die Angehörigen?
Während auf der einen Seite Einsatzbereitschaft und Engagement vorherrschen, erschrecken auf der andern Seite Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit. Sabine Klaus berichtet von den unterschiedlichen Erfahrungen bei der Pflege ihrer tumorkranken Mutter. Informationsdefizite, Desinteresse und Inkompetenz im Behandlungsstil einiger Mediziner standen uneigennütziger menschlicher wie fachlicher Zuwendung gegenüber. Dieses Buch liefert Denkanstösse für Angehörige im medizinischen und familiären Bereich.

Anmerkung von Ladina:
Wüsste ich nicht selbst von ähnlichen Beispielen aus dem Erlebnisbereich mir nahestehender Hirntumor-Patienten und Angehörigen, ich hätte den Bericht von Sabine Klaus als übertrieben befunden.
Es gilt bei diesem Buch zwar zu bedenken, dass es um die individuellen Erfahrungen der Autorin geht, doch sie ist leider nicht die einzige, die gerade im Zusammenhang mit der Hirntumorerkrankung einer Angehörigen sehr darunter leidet, dass ihre Mutter oft so respektlos behandelt wird von fachlichem Spitalpersonal oder der Hausärztin, die schlicht keinen blassen Schimmer zu haben schien und sich in keiner Weise darum bemühte, etwas mehr als das gerade übliche für die kranke Frau zu tun.
So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass die kranke Mutter während ihres Spitalaufenthaltes zunehmend apathischer wurde ob der mangelnden Zuwendung.
Nachdem die 66jährige Frau schliesslich in die häusliche Pflege zurückkehren konnte und von einem externen Pflegedienst von freundlichen Schwestern betreut wurde, blühte sie nochmals regelrecht auf, bevor die Krankheit schliesslich fortschritt.

Mich erschüttert in diesem Bericht die Ignoranz gewisser Ärzte und vor allem das Verhalten der beschriebenen Hausärztin. Ich an der Stelle von Sabine Klaus hätte diese Ärztin spätestens nach dem dritten Patzer gewechselt.
So hoffe ich, dass Sabine Klaus' Bericht nicht nur von Angehörigen gelesen wird, sondern gerade auch vom Stand der gewöhnlichen Hausärzte und von Personal in den Spitälern.

Zu wünschen wäre ausserdem, dass sich endlich eine Gruppierung bildet, die sich für die besonderen Belange und Bedürfnisse von gehirntumor-erkrankten Menschen einsetzt.

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:14 Uhr)
  #12  
Alt 26.09.2003, 21:38
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT EINER ENKELIN UND EINER TOCHTER
*************************************************
Titel: Deine Blumen werden nie wieder so blühen
Untertitel: Eine Sterbebegleitung
Autorin: Sabine Schnug
Verlag: Hänsel-Hohenhausen, 1999
Aus der Reihe: Fouqué 4550
ISBN 3-8267-4550-7, Broschiert, 92 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3826745507
Preis ca. 7.90 EURO-D, sFr. 15.80, 8.20 EURO-A

Verlagstext:
Als die Oma von Sabine Schnug unheilbar an Speiseröhrenkrebs erkrankt,begleiten sie und ihre Mutter die langsam sterbende Frau.
Zur Verarbeitung dieses Erlebnisses und zugleich zur Erinnerung an das Schaffen und Leben der Oma, aber auch im Wunsch andern mit ihren Aufzeichnungen zu helfen, hat Sabine Schnug dieses Büchlein geschrieben.

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:14 Uhr)
  #13  
Alt 26.09.2003, 23:17
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Standard Bücher: Krankheit u. Sterben v. Eltern Erwachsener

ERFAHRUNGSBERICHT EINES SOHNES
*******************************

Titel: STERBESTUNDEN
Untertitel: Anfang eines Abschieds
Autor: Bernd Heimberger
Verlag: Kiepenheuer, 1992
ISBN 3-378-00503-3, Paperback, 244 Seiten
Vergriffen. Antiquarsich bei www.sfb.at
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3378005033
(ein Sohn begleitet seine an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte und sterbende Mutter )

Klappentext:
Das Protokoll eines Sterbens. In sehr genauen und dabei überaus sensiblen Mitschriften begleitet der als Literaturkritiker weithin bekannte Autor den innerlich dramatischen Verlauf der aggressiven Krankheit (Bauchspeicheldrüsenkrebs) und der Wirkungen, denen ein Mensch ausgesetzt ist, der sich gezwungen sieht, sinnlos scheinende Hilfe zu leisten und Leiden durch Mitleiden zu verlängern.
Die Aufzeichnungen geben bewegend intime Auskunft über die Beziehungen zwischen Mutter und Sohn sowie die sich verändernden Umweltbezüge an einem Punkt, in dem das Alltagswort 'Liebe' neuen Inhalt verlangt.

Zitet Bernd Heimberger:
Es kann keine Menschlichkeit für die Menschheit geben, solange der menschliche Umgang mit sterbenden Menschen nicht gelingt.
Im Schweigen, Im Verschweigen und im Lügen hat Menschlichkeit keinen gedeihlichen Nährboden.

Christa Wolf schrieb zu diesem Buch:
Ich danke Ihnen sehr für das Manuskript. Ich habe es mit grosser Anteilnahme gelesen und finde, es ist Ihnen damit etwas Schweres gelungen - menschlich und literarisch...
Ich glaube, dass es für andere menschen von Wert wäre - eine Art Lebenshilfe, wie beinahe jeder sie braucht

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:14 Uhr)
  #14  
Alt 03.07.2004, 22:10
Ladina Ladina ist offline
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ERZÄHLUNG EINER TOCHTER
+++++++++++++++++++++++

Titel: Du bist so unerreichbar nah
Untertitel: Eine wahre Geschichte
Autorin: Manuela Runge
Verlag : Rütten & Loening Berlin, 2003
ISBN : 3-352-00649-0 , Gebunden, 221 Seiten

Preisinfo : 17,90 Eur[D] / 18,50 Eur[A] / 32,50 sFr
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3352006490



Kurzbeschreibung
Die wahre Geschichte einer späten Liebe. - Als Zoës Mutter Helena an Darmkrebs erkrankt, weiß sie, daß ihnen nun qualvolle Jahre bevorstehen: Fünf Operationen, drei Chemotherapien können den Tod hinausschieben, doch den körperlichen Verfall der schönen Frau verhindern sie nicht. Nach der ersten Operation kehrt Helena in ihre Wohnung zurück. Ganz zufällig stößt sie im Internet auf eine Seite mit Kontaktanzeigen und gibt kurz entschlossen ein Inserat auf. Wenig später antwortet ihr Nikos, ein junger Grieche, der auf Kreta ein Reisebüro betreibt. Zwischen beiden entwickelt sich eine stürmische Internet-Affäre. Für Helena wird diese Beziehung zum Lebenselixier, sie glaubt an eine gemeinsame Zukunft. Als Nikos sie in Berlin besucht, wissen beide, daß sie im anderen die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Doch dann gesteht er ihr, daß er verheiratet ist. Helena bricht zusammen. Wenig später erliegt sie dem Krebs. Anhand von Tagebüchern und Briefen erzählt Zoë die Geschichte der späten Liebe ihrer Mutter, die auch ihre eigene ist – die Geschichte eines tragischen Verlustes, an deren Ende jedoch der Glaube steht, daß die Liebe den Tod besiegen kann, und sei es nur für kurze Zeit. Manuela Runge, geboren 1959,war 15 als ihre Mutter an Krebs erkrankte und 18 als die Mutter starb, arbeitet nach langer Verlagstätigkeit heute als freie Autorin und Lektorin.


Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:15 Uhr)
  #15  
Alt 05.08.2004, 21:11
Ladina Ladina ist offline
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ERWACHSENE KINDER ERZÄHLEN ÜBER IHRE ERFAHRUNGEN
*************************************************

Titel: Ich hätte sie so gerne noch vieles gefragt
Untertitel: Töchter und der Tod der Mutter
Autorin: Ingrid Strobl
Verlag: Krüger, 3. Auflage 2002
ISBN 3-8105-1920-0, Gebunden, 268 Seiten
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3810519200
Preis ca: 22,90 Eur[D] / 23,60 Eur[A] / 40,10 sFr



auch als Taschenbuch erhältlich
ISBN 3-596-15431-6 / Verlrag: S.Fischer
9,90 Eur[D] / 10,20 Eur[A] / 18,10 sFr
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596154316



Verlagstext:

Die eigene Mutter sterben zu sehen, ist einer der größten Einschnitte im Leben. Töchter erleben deren Tod nicht nur als großen Verlust, sondern sind darüber hinaus mit ambivalenten und verwirrenden Gefühlen konfrontiert, mit denen sie vorher oftmals nicht gerechnet hatten.

Mit großem Einfühlungsvermögen und sensibler Genauigkeit beschreibt Ingrid Strobl, wie Töchter den Tod der Mutter erleben. Sie stellt die komplizierten und oft ambivalenten Gefühle dar, die Töchter ihrer Mutter gegenüber haben, und zeigt, wie diese Gefühle und manchmal auch das Selbstbild der Töchter sich wandeln, wenn die Mutter stirbt. Sie erzählt von Liebe und Wut, Vertrautheit und Entfremdung, von Dankbarkeit und Enttäuschung, von Trauer und Erleichterung, Schuldgefühlen und Sehnsüchten.

Ein berührendes und bewegendes Buch.

Geändert von Krebs-Kompass-Buchtipps (14.12.2006 um 16:17 Uhr)
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