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  #46  
Alt 26.12.2016, 15:21
Mairegen77 Mairegen77 ist offline
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Standard AW: Ich bin so unendlich traurig und kann nicht aufhören zu weinen

Guten Tag euch allen,

ich melde mich kurz um zu berichten und auch um euch für eure Worte zu danken.

Meine Mutter war über die letzten Tage sehr zurückgezogen. Ich verstehe es sehr gut. Weihnachten hat sie immer sehr geliebt. Zuerst diese Diagnose die so wenig Hoffnung lässt. Dass dieser Schicksalsschlag sie noch dazu so kurz vor Weihnachten trifft hat ihr wohl sehr den Boden weggezogen.
Natürlich auch uns Angehörigen.
Mir hat es bisher gut getan ein paar Tage "Auszeit" zu haben.
Ich habe versucht so gut es eben geht Weihnachten mit meinem Mann und unserem Kind zu verbringen. Auch habe ich 2 Wochen frei von der Arbeit und ich muss mich zumindest nicht mit Arbeitsthemen beschäftigen. Ich bin immer noch sehr traurig aber habe realisiert wie es um sie steht.
Meine Mutter verdrängt (noch) vieles. Körperlich geht es ihr aber gut im Moment. Im Jänner sollte die Chemo starten. Nach den Feiertagen will man ihr einen konkreten Behandlungsplan vorstellen. Laut meinem Bruder lehnt sie eine Chemotherapie ab weil sie findet es bringt alles nichts mehr.
Ich denke sie braucht sicher noch Zeit um das alles zu verarbeiten!

Ich hoffe ihr hattet alle gute Tage und grüße euch!
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  #47  
Alt 26.12.2016, 18:08
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Ich bin so unendlich traurig und kann nicht aufhören zu weinen

Liebe Mairegen77,

Zitat:
Ich bin immer noch sehr traurig aber habe realisiert wie es um sie steht.
Freut mich sehr für Dich.
Denn wenn wir die Realität "verdaut" haben, können wir auch besser mit unserer Traurigkeit umgehen.

Zitat:
Meine Mutter verdrängt (noch) vieles. Körperlich geht es ihr aber gut im Moment. Im Jänner sollte die Chemo starten. Nach den Feiertagen will man ihr einen konkreten Behandlungsplan vorstellen. Laut meinem Bruder lehnt sie eine Chemotherapie ab weil sie findet es bringt alles nichts mehr.
Ich denke sie braucht sicher noch Zeit um das alles zu verarbeiten!
Für mich ist es unverständlich, daß Deine Mutter eine Chemo ablehnt.
Weil ihre Ärzte die gar nicht machen würden, wenn sie sich davon keinen Erfolg versprechen würden.
Zumindest einen lebensverlängernden Erfolg.
Aber es ist letztlich ihre Entscheidung, sich einer Chemo unterziehen zu wollen
oder auch nicht.

Kannst Du Deiner Mutter raten, eine Chemo zu machen?

Danke für Deinen Wunsch bzgl. guter Tage.
Wünsche ich Dir auch - hast es viel notwendiger.


Liebe Grüße
lotol
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Krieger haben Narben.
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  #48  
Alt 24.10.2017, 23:48
Mairegen77 Mairegen77 ist offline
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Standard AW: Ich bin so unendlich traurig und kann nicht aufhören zu weinen

Hallo,

nach vielen Monaten melde ich mich wieder einmal. Ich war sehr wenig in Foren und im Netz aktiv weil es mich belastet hat.

Kurzes Update.
Meiner Mutter geht es den Umständen entsprechend, aber einigermaßen gut.
Sie hatte großen Gewichtsverlust und hat seit Monaten sehr geringes Gewicht welches die aber hält.
Das letzte CT ergab weitere Metas. Der Krebs schreitet voran aber langsam.
Ich hatte viele schöne Momente mit ihr im letzten Jahr aber natürlich auch viele schwere. Wir sprechen über Gott und die Welt aber über ihre schwere Krankheit spricht die kaum. Sie sagt sie möchte es so. Sie möchte verdrängen. Das war anfangs sehr schwer für mich aber ich habe es geschafft es zu akzeptieren. Auch wenn mein Wunsch wäre über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. Meine Mutter war und ist in Bezug auf ihre Gefühle sehr verschlossen. Unnahbar wirkte sie immer. Sie tat und tut sich auch jetzt schwer darüber zu sprechen wie es ihr psychisch geht. Darüber spricht sie mit Niemandem.

Wir Angehörige versuchen möglichst viel Zeit mit ihr zu verbringen.
Es klingt komisch aber die schwere Krankheit ist irgendwie "Alltag" geworden. Und natürlich ist auch die Frage immer wieder in meinem Kopf, wie lange sie noch leben darf. Ich hoffe sie hat n8ch Zeit mit Lebensqualität und sie nicht leiden muss. Ich hoffe es so sehr...

Lieben Gruß
Mairegen
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  #49  
Alt 29.10.2017, 18:30
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Ich bin so unendlich traurig und kann nicht aufhören zu weinen

Liebe Mairegen77,

schön zu hören, daß es Deiner Mutter einigermaßen gut geht.

Zitat:
Auch wenn mein Wunsch wäre über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. Meine Mutter war und ist in Bezug auf ihre Gefühle sehr verschlossen. Unnahbar wirkte sie immer. Sie tat und tut sich auch jetzt schwer darüber zu sprechen wie es ihr psychisch geht. Darüber spricht sie mit Niemandem.
Deine ca. 60-jährige Mutter gehört einer ganz anderen Generation an, die es gewöhnt ist, eher distanziert zu sein.
Ganz abgesehen davon, daß es natürlich immer Menschen gibt, welche die Dinge mit/in sich selbst bewältigen können.

Bedräng bitte Deine Mutter mit Deinem Wunsch nicht.
Wenn sie mit Dir reden will, wird sie das schon von sich aus tun.
Sie weiß ja, daß auch Du für sie da bist.


Zitat:
Wir Angehörige versuchen möglichst viel Zeit mit ihr zu verbringen.
Es klingt komisch aber die schwere Krankheit ist irgendwie "Alltag" geworden. Und natürlich ist auch die Frage immer wieder in meinem Kopf, wie lange sie noch leben darf. Ich hoffe sie hat n8ch Zeit mit Lebensqualität und sie nicht leiden muss. Ich hoffe es so sehr...
Natürlich gewöhnt man sich im Lauf der Zeit auch an Schreckliches - das ist völlig normal.
Indem Ihr alle viel Zeit mit ihr verbringt, tut Ihr wohl genau das Richtige für sie und damit auch für ihre Lebensqualität.

Ich hoffe mit Dir/Euch, daß Deine Mutter noch lange lebt.


Liebe Grüße
lotol
__________________
Krieger haben Narben.
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  #50  
Alt 15.11.2017, 12:02
Mairegen77 Mairegen77 ist offline
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Beiträge: 14
Standard AW: Ich bin so unendlich traurig und kann nicht aufhören zu weinen

Lieber Lotol,

Danke für deine Worte.
Du hast sicher Recht wenn du schreibst dass dies eine andere Generation ist. Das stimmt natürlich und manchmal verlier ich das aus den Augen.
Gleichzeitig stellt sich mir auch die Frage, wieviel man einem schwerkranken Menschen auch abverlangen kann und darf!
Hier den guten Mittelweg zu finden zwischen Rücksichtnahme auf den Menschen und seine Bedürfnisse und ihn auch trotzdem "normal" zu behandeln, ihn nicht vor allem abzuschirmen und ihn permanent "schonen" zu wollen.

Ich hoffe auch dass meine Mutter noch lange lebt und bin sehr dankbar dass ihr trotz der schweren Krankheit diese Zeit geschenkt wurde!

Lieben Gruß
Mairegen
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  #51  
Alt 26.11.2017, 17:45
Mairegen77 Mairegen77 ist offline
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Beiträge: 14
Standard BSDK mit Lebermetastasen

Guten Abend,

meine Mutter hat seit 1 Jahr die Diagnose BSDK und vor ein paar Monaten wurden Lebermetas entdeckt.
Bus auf den Gewichtsverlust und gelegentlich Magen/Darmproblemen bei der Verdauung geht es ihr seit längerer Zeit relativ gut. Sie ist schnell erschöpft was ja normal ist bei dieser schweren Erkrankung. Die Leberwerte im Blutbild waren natürlich nicht berauschend aber nun seit 2 Wochen ist ihre Gesichtshaut gelblich, auch das Weiß ihrer Augen. Für den behandelnden Arzt auch ganz "normal" da ja die Leber beeinträchtigt ist.

Nun las ich schon oft die Leber ist sehr zäh. Habt ihr Erfahrungen mit Gelbsucht aufgrund der Diagnose BSDK, wie ging es weiter, gab es irgendetwas zur Unterstützung der Leber?
Eine OP der Lebermetas ist ausgeschlossen.

Geändert von gitti2002 (27.11.2017 um 02:22 Uhr)
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