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  #1  
Alt 14.05.2013, 15:04
Engel210780 Engel210780 ist offline
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Unglücklich Lebermetastasen

Ich weiß gar nicht genau wo ich jetzt anfangen soll zu erzählen. Es geht um meinen Vater ( 60 Jahre). 2009 wurde bei Ihm Lungenkrebs festgestellt. Es folgte eine Teilresektion des Linken Lungenlappens. Nach dem anschliessendem KH Aufenthaltes wurde eine Chemo angesetzt. Diese hat auch sehr gut angeschlagen. Jedenfalls wurde nach einem Jahr keine einzige Krebszelle mehr gefunden.
Jedoch fing es Anfang 2011 wieder an. Keine Metas in der Lunge, dafür aber in der Leber, vergrößerte Lyphm. im Bauchraum. 2. Chemo brachte nicht das Ergebniss. Agressivere 3.Chemo brachte den Tumorwachstum zum Stillstand aber weg waren Sie nicht. Zwischendurch bekam mein Vater Bluttrans. weil die Blutwerte sehr schlecht waren. Anfang diesen Jahres wurde die 3. Chemo ausgesetzt weil sich die Blutwerte immer mehr verschlechterten. Dann bekam er ein Zwölffinger-Darm-Geschwür was aufplatze und in einer Not-Op verschlossen wurde. keine Woche nach OP erfolgte die Entlassung aus dem KH .Seid dem hat er immer mehr abgebaut.Er hat seid Oktober letzen Jahres ca. 30 Kilo abgenommen.Vor drei Wochen haben wir Ihn auf Palliativ in unser örtliches Kh einweisen lassen. Zu Hause konnte meine Mutter ihn einfach nicht mehr pflegen. Nach gründlichen Untersuchungen stellten die Ärzte fest das der Tumor (Metas) in der Leber rasant gewachsen sind/ist. Zudem vermutet man jetzt auch Metas im Rückenmark, da die Thrombo.-werte auf 30.000 runter sind. Genauere Untersuchungen wurden aber nicht gemacht weil es für meinen Vater nach Aussage der Ärzte zu schmerzhaft wäre, und man Ihn nicht mehr quälen möchte.Letzte Woche haben wir Ihn in ein Hospiz verlegen lassen. Uns ist klar das er nicht mehr nach Hause kommen wird. Seid drei Tagen kann man auch beobachten das sich Wasser in den Füßen anlagert. Aufstehen kann er nicht mehr. Hinsetzen an der Bettkante geht auch nur unter massiver Anstrengung. Er wiegt etwa noch 55 Kilo. Kann es nur schätzen da er nicht aufstehen kann zum Wiegen. Seid Sonntag ist es auch so das er kaum noch etwas isst. Ein viertel Brötchen ist schon viel!!! Er hat unter der Haut längliche Blutergüsse am beiden Armen und im Nackenbrereich Punktförmige Blutungen unter der Haut. Zur Schmerzstillung bekommt er Opium-Tropfen, Novalgin und er hat ein Morphin-Pflaster welches alle drei Tage gewechselt wird. Zudem erhält er noch diverse andere Medikamente die ich leider nicht alle aufzählen kann weil sie mir einfach unbekannt sind. Am Donnerstag haben wir ein Gespräch mit der Hospiz-ärztin von dem ich mir einige Antworten erhoffe

Nun der Grund warum ich hier bin:

Hat jemand hier sowas schon bei seinen Angehörigen mitgemacht, und kann uns sagen was uns in etwa erwarten wird? Ich weiß momentan auch nicht wie ich mich meinem Vater gegenüber verhalten soll. Er redet dauernd darüber das er ja bald wieder nach Hause kommt und dann etliche Sachen zu erledigen hat.

Ich frage erst gar nicht danach wie lange es noch dauern wird, bis mein Vater endlich erlöst wird. Diese Frage wird uns niemand beantworten können......
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  #2  
Alt 14.05.2013, 15:46
Linde61 Linde61 ist offline
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Standard AW: Lebermetastasen

Hallo Engel,

es tut mir sehr leid, dass Du diese schwere Zeit erleben musst. Es ist immer sehr schwer einen lieben Menschen zu verlieren. Ich empfehle Dir den blauen Ratgeber „Hilfen für Angehörige“ aus dem Internet von der Deutschen Krebshilfe zu lesen. Dort gibt es m. E. wertvolle und hilfreiche Informationen. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für die nun kommende schwere Zeit und

grüße Dich herzlich

Linde
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  #3  
Alt 14.05.2013, 18:33
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Beiträge: 592
Standard AW: Lebermetastasen

Hallo Engel,

Deine Frage wäre wohl besser in der Gruppe für Lungenkrebs aufgehoben, da hier nur über Leberkrebs geschrieben wird und das ja ganz was anderes ist, als Metastasen von einem Bronchial-CA.
Weiterhin viel Kraft wünscht
Mel
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  #4  
Alt 14.05.2013, 18:58
Busy Bee Busy Bee ist offline
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Beiträge: 1
Standard AW: Lebermetastasen

Hi Engel,
dein Bericht ist wirklich herzzerreißend und hat mich sehr berührt. Ich wünsche dir und deiner Familie von ganzem Herzen sehr viel Kraft und Energie!
So dämlich es sich auch anhört, könnt ihr leider nicht mehr tun als einfach nur bei ihm zu sein und ihm eure liebe zu zeigen. Und ich finde, das ist mehr Wert als alles andere!!
Sei Stark
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  #5  
Alt 14.05.2013, 20:04
Engel210780 Engel210780 ist offline
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Standard AW: Lebermetastasen

Ich danke euch für die lieben Worte. Momentan weiß ich einfach nicht weiter. Ich finde dieses warten darauf das es vorbei ist schrecklich. Ist es normal das ich mich immer müde fühle wenn ich von meinem Vater nach Hause fahre? Ich helfe Ihm so gut wie ich kann und möchte auch den Pflegern im Hospiz etwas arbeit abnehmen. Für mich ist es nur ein komisches Gefühl einen 60 Jährigen Mann zu füttern wenn er es zb. nicht schafft Erdbeeren auf den Löffel zu bekommen. Teilweise ist es auch so das er schon etwas vergisst oder sich nicht mehr daran erinnern kann das er zb das Abendessen hat zurückgehen lassen,(Mir sagt er das er nichts bekommen hat.... ) oder er weiß nicht mehr was er am Abend im TV gesehen hat. Ich versuche Ihm alle seine Wünsche zu erfüllen.... Ich kann das was ich empfinde auch gar nicht beschreiben. Mein Mann fragt mich jeden Tag wie es mir geht, aber was soll ich ihm denn sagen? Er weiß welche Gedanken ich habe, wir reden ja jeden Tag darüber. Trotzdem fühle ich mich leer. Ich hoffe das ich am Donnerstag wenn ich mit der Ärztin gesprochen habe, mehr weiß. Ich möchte mehr über den derzeitigen Gesundheitszustand wissen, möchte wissen was mich / uns erwartet...
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  #6  
Alt 14.05.2013, 20:25
steffilein steffilein ist offline
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Beiträge: 20
Standard AW: Lebermetastasen

Hey Engel,

ich wünsche dir bzw. euch viel Kraft in diesen Stunden.
ja, aufklärung ist wirklich wichtig, du solltest dir vorher schon Gedanken machen und deine Fragen aufschreiben, in so einem termin vergisst man sowas manchmal.

Ich wünsche euch alles Gute
steffi
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  #7  
Alt 14.05.2013, 20:40
Viki Viki ist offline
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Beiträge: 170
Standard AW: Lebermetastasen

Hallo Engel,

die Symptome, die du beschreibst, deuten schon auf ein beginnendes Leberversagen hin. Meine Mutter ist letzten Dezember an ihren Lebermetastasen nach Brustkrebs gestorben.

Die Einblutungen unter der Haut sind in Zeichen, wie auch die Verwirrtheit und Vergesslichkeit sowie dass dein Vater Schwierigkeiten hat allein zu essen. Die Koordination ist nicht mehr ausreichend. Die Giftstoffe aus dem Blut werden von der Leber nicht mehr abgebaut und lagern sich im Gehirn ab. Meine Mutter hatte die letzten Wochen auch starke Wassereinlagerungen in den Füßen und Beinen.

Was euch in der nächsten Zeit erwartet, kann man so genau nicht sagen. Jeder Mensch ist anders. Ich kann dir also nur von unserer Situation berichten. Meine Mutter wurde täglich schwächer, hatte neben der Verwirrtheit aber auch sehr klare Stunden, in denen man gut mit ihr sprechen konnte. Es war ihr bekannt, dass sie sterben wird und sie hat das angenommen. Sie ist am Ende nach einer Nacht im Hospiz ganz ruhig von uns gegangen.

Dass du dich leer und sehr müde fühlst ist doch klar. Ich habe mich trotz meiner lieben Familie in dieser Zeit auch ganz allein gefühlt. Man kann das garnicht erklären, was in einem vorgeht. Und auch wenn man ein schlechtes Gewissen hat, wartet man auf das Ende. Weil es ist ja absehbar ist. Mach so weiter wie bisher, das machst du ganz richtig.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir gerne auch eine PN senden!

Ich wünsche dir viel Kraft für die schwere Zeit und fühl dich mal ganz fest gedrückt.

Liebe Grüße

Viki
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