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  #61  
Alt 10.11.2015, 21:49
Swabs Swabs ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Liebe Angelika
Liebe Mitleser
Seit Du letzte Woche die OP abgesagt hast, rutsche ich unruhig auf meinem Stuhl herum. Fast täglich möchte ich Dir schreiben und lege mir immer wieder neue Worte zurecht. Jeden Tag kommt ein neuer Eintrag von Dir oder Euch lieben Forumsmitglieder dazu. Und immer wieder ändere ich dann meine Sätze.
Zum einen bewundere ich Deine Entschlossenheit, zum andern bin ich schockiert. Ich respektiere dennoch Deine Entscheidung.

Was mich viel mehr beschäftigt ist Deine Auslegung von Heilung. Ich will hier auf keinen Fall eine Diskussion über Glauben und Nicht-Glauben auslösen. Das liegt mir absolut fern und das war auch ein Grund weshalb ich lange gezögert habe mich nochmals zu äussern.

Liebe Angelika Du scheinst wirklich sehr wenig Vertrauen in die heutige Medizin zu haben. Der Schock von Deiner Diagnose ist offensichtlich so tief in Dir vergraben, dass Du Dich nicht aus Deiner Lähmung befreien kannst, dabei wäre das so wichtig! Du glaubst diese Krankheit ohne medizinische Hilfe zu bewältigen zu können. Ich bin beeindruckt von Deiner Überzeugung. Aber Deine Argumente gegen eine medizinische Hilfe sind sehr gefährlich.
Was heisst Heilung? Du hast Dir darüber bestimmt selber viele Gedanken gemacht. In jüngeren Jahren hatte ich mir das sehr einfach vorgestellt. Und dann fing ich an mit Kranken nach Lourdes zu fahren. Den magischen Ort den so viele Menschen aufsuchen in der Hoffnung auf Heilung. Für manche die letzte Reise, die letzte Hoffnung. Ich war damals kerngesund und wünschte mir nichts sehnlicher wie Heilung für all die Kranken. Langsam begriff ich aber dass Heilung ganz viele verschiedene Gesichter haben kann. Ich habe nie eine "spontan" Heilung erlebt. Ich habe in Lourdes etwas viel wichtigeres gelernt und zwar das Heilung viel mehr bedeutet als nur das eine Wort. Es kann auch bedeuten, dass man mit der Krankheit besser umgehen kann, dass man gestärkt wird, dass man nie hoffnungslos sein muss, dass es immer wieder neue Wege gibt und vorallem dass es sich immer lohnt zu kämpfen auch wenn es im Moment aussichtslos scheint. Dein Glaube gibt Dir seelische Kraft mit Deiner Krankheit besser umzugehen. Ob daraus aber eine Heilung wird wie Du Dir sie vorstellst....?

Du wirst von meinen Worten enttäuscht sein, aber ich konnte einfach nicht anders.
Du hast irgendwo geschrieben, dass Du gehofft hast mehr Verständnis für Deine Entscheidung zu bekommen. Viele Menschen auf diesem Forum haben nie die Möglichkeit einer OP gehabt. Sie gäben viel dafür in Deiner Situation zu sein. Mein bester Freund ist letztes Jahr an Lungenkrebs gestorben. Nur ganze 5 Wochen hatte er ab der Diagnose gelebt. Wie sehnlich hatte ich mir gewünscht, es gäbe doch noch eine Medizin, die ihm wenigstens noch ein paar Monate geschenkt hätte. Ich verstehe deshalb all jene die Dir hier geschrieben haben. Sie alle wollen Dir nur zeigen was für eine Chance Du verschenkst.

Meine Ärztin hat mir damals zu meiner Krankheit gesagt, "wir können Sie nicht heilen, aber wir können dafür sorgen, dass Sie noch einige Jahre gut leben können". Und zur Zeit lebe ich gut, trotz einer "unheilbaren" Krankheit.

Liebe Angelika denk nochmal darüber nach und mach Dir bewusst, dass die Möglichkeit einer OP nicht einfach so für Dich bereit steht.

Ich wünsche Dir alles Liebe
Swabs
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  #62  
Alt 11.11.2015, 23:31
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Angelika7 Angelika7 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Liebe Swabs,
bitte mach dir keine Sorgen um mich; auch wenn es anders aussieht, ich stecke NICHT den Kopf in den Sand, sonst würde ich ja in 3 Monaten die Kontrolle einfach sausen lassen - und wie bereits an anderer Stelle geschrieben, ist mein Glaube bei weitem nicht so stark, dass er für ein Wunder ausreichen würde; für den Moment habe ich mich gegen eine OP entschieden
und falls es mir nicht gesundheitlich schlechter geht, wird das bis Anfang Februar auch so bleiben. Seelisch geht es mir zu 95 % sehr gut, da ich erheblich bewusster lebe als vor der Diagnose und das Leben auch mehr genieße...
In dieses Forum bin ich auch nicht gegangen, um zu einer OP "überredet " zu werden, egal wie gut diese Überredungsversuche gemeint sind, sondern, um mich einfach austauschen zu können, die Geschichten anderer Betroffener zu lesen (habe sehr vieles hier gelesen) und natürlich, Menschen zu finden, denen es ähnlich geht wie mir...
Mittlerweile bin ich schon froh, wenn mir jemand schreibt, der mich nicht angreift....
Dir danke ich für deine einfühlsamen Worte
Angelika

Liebe Andrea,
vielen Dank dafür, dass du mir einfach Glück wünscht, das tut mir gut...
dir alles Liebe
Angelika

Liebe Irmgard,
ich wusste nicht, dass du schon 5 Jahre trotz Lymphknotenbefalls krebsfrei bist, das freut mich außerordentlich für dich.
Und es zeigt mir auch, dass Ärzte nicht immer Recht haben mit dem, was sie sagen...
Es tut mir sehr Leid, dass diese Aussage dich so sehr nervt, ich habe diese das erste Mal geschrieben, einfach um zu erzählen, was ich - von einer absoluten Lungenkrebsfachärztin!! - gesagt bekommen habe (war selbst nach dieser Aussage völlig down), das 2. Mal, um meine Entscheidung gegenüber einem Forummitglied zu begründen.... in keinster Weise wollte ich dich damit verletzen...
aber mir "Hohn" zu unterstellen, Hohn gegenüber andere Kranken, das ist schon ein starkes Stück...denn ich suche nur Menschen, die mich verstehen,
und ich würde NIEMALS einem anderen Menschen sagen, welche Entscheidungen er in Bezug auf seine Krankheit zu treffen hat, oder gar eine solche Entscheidung als falsch zu bezeichnen...
da es mir offensichtlich nicht gelingt, dir mein eigentliches Anliegen nahe zu bringen, geschweige denn dafür Toleranz deinerseits zu ernten, werde ich auf deine Kommentare zukünftig nicht mehr antworten, da ich gegenüber dir kein Öl ins Feuer gießen möchte.
Für dein weiteres, möglichst langes Leben wünsche ich dir alles Gute
Angelika
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  #63  
Alt 12.11.2015, 09:26
Mayana Mayana ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Liebe Angelika,

Du wirst wahrscheinlich nicht viele Menschen finden, die sich in der gleichen Situation wie Du befanden und sich genauso entschieden haben.

Mein Mann sollte auch operiert werden anstelle einer Biopsie, weil der Tumor direkt an der Lungenspitze saß und daher leicht zu entfernen gewesen wäre mit einer Keil-Resektion.
Wir hatten schon die OP Besprechung für den nächsten Tag und das Gespräch mit der Anästhesistin usw. Ich habe dann zum Glück noch mal nachgefragt, ob diese OP nicht besonders riskant ist, weil das Gehirn meines Mannes nur von 2 Arterien versorgt wurde anstelle der normalen 4. Daraufhin musste ich dann noch mal alle Befunde von zu Hause holen (die ich bereits im Krankenhaus abgegeben hatte, aber die irgendwie verbummelt wurden), und nach Sichtung und erneuter Besprechung wurde die OP am nächsten Tag abgesagt. Das Risiko war tatsächlich zu groß.
Ein Krimi war das..

Ich schrieb Dir bereits das Beispiel einer anderen Verwandten, die auch nichts mehr hat schulmedizinisch machen lassen. Jetzt muss man aber dazu sagen, dass sie zum Diagnose-Zeitpunkt wirklich überhaupt keine Chancen hatte, den Krebs auf eine längere Zeit in Schach zu halten. Sie wollte sich selbst nicht quälen und hat für sich entschieden, dass es für sie auf 2 Monate mehr oder weniger leben nicht ankommt. Das konnten auch alle aus der Verwandtschaft gut akzeptieren und mittragen.
In dem Fall habe ich diese Entscheidung also so richtig mit dem Herzen verstehen können.

Es gibt also schon Situationen, in denen es richtig oder verständlich ist, wie bei meinem Mann, auf eine OP zu verzichten oder, wie bei der anderen Verwandten, auf Schulmedizin überhaupt.

Bei Dir kann ich es aber nicht so wirklich verstehen, weil Du halt ganz andere Voraussetzungen hast. Nein, nein.. das ist kein Angriff, sondern einfach die Sorge, dass Du Dir da gerade etwas verbaust.
Wie gesagt, ich glaube, du wirst nicht viele Menschen finden, die sagen: "genau so habe ich das auch gemacht" und die mitfühlen können und Dich bestätigen können und sich tatsächlich mit Dir ausstauschen können auf der gleichen Ebene und mit den gleichen Voraussetzungen.

Es wird aber andererseits viele Menschen geben, die bereits die Diagnose "unheilbar" bekommen haben und deshalb komplementär alles Mögliche zusätzlich versuchen. Vielleicht findest Du ja den ein- oder anderen Gesprächspartner.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück..ganz aufrichtig gemeint.. und hoffe, dass das alles für Dich möglichst gut und in Deinem Sinne ausgeht.

Liebe Grüße
Mayana
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  #64  
Alt 14.11.2015, 20:09
Brigitte2 Brigitte2 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Zitat:
Zitat von Angelika7 Beitrag anzeigen
Lieber Nordmann,
danke für deine Worte. Darf ich fragen, wie lange es nach der OP dauerte, bis bei deinem Vater die ersten Metastasen erschienen??
Wenn dir das zu schmerzhaft zu beantworten ist, lass es einfach... Wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern nimmer da wären, ich weiß gar nicht, wie ich die jetzige Situation bewältigen würde, vom generellen Fehlen ganz zu schweigen, Alles Liebe dir
Angelika

Liebe Renate,
bei meinen Kindern würde ich JEDE Entscheidung akzeptieren, selbst, wenn sie sich Chemo geben lassen würden, denn es ist IHR Leben, sie müssen auch mit den Konsequenzen leben bzw. sterben... aber ich hoffe sehr, dass der Kelch, eines Tages eines meiner Kinder zu Grabe tragen zu müssen, an mir vorübergehen wird..

Hallo Angelika,
Du hast noch Eltern und Du hast Kinder und vielleicht auch noch einen Mann.
Du möchtest diese Menschen alle nicht zu Grabe tragen. Aber Du mutest diesen Menschen zu, Dich vielleicht zu Grabe zu tragen. Ich finde das sehr egoistisch.
Mein Mann hatte einen Polypen im Darm, von dem wir laut Histologie nicht wussten ob er bösartig war. Er sollte operiert werden und er wollte es nicht machen lassen. Es war seine Entscheidung und ich habe nichts gesagt . Am nächsten Tag sagte er mir, er ließe sich operieren für mich und die Enkelkinder. Es war ein Carcinoma in Situ. Er brauchte keine Behandlung.
Ich hatte zweimal BK. Vor 21 Jahren und vor 2 Jahren. Und ich denke, dass ich gesund bin. Was morgen sein wird, weiß ich nicht, aber die letzten 21 Jahre waren gut.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Brigitte
__________________
Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten. Letztlich liegen beide falsch.
Aber der Optimist lebt glücklicher.
(Kofi Annan)
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  #65  
Alt 03.12.2015, 17:59
Schnucki Schnucki ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Liebe Angelika,

ich schreibe seit langer Zeit hier nichts mehr, lese nur hin und wieder.

Ich habe meine Mutter an einem Adenokarzinom verloren - vor 8 Jahren. Und habe auch noch lange den Weg der gleichzeitig Betroffenen hier verfolgt.

Für mich schmeißt Du Dein Leben weg. Du hängst Dich an einer Überlebensprognose auf, lässt aber außer Betracht, dass die Überlebenschance bis 5 Jahre ohne OP sehr viel schlechter ist.

Hier gab es einen Mann, der ähnlich wie Du dachte ... vor längerer Zeit. Er hat es ohne Therapie durchgezogen .. Du kannst seine Geschichte nachlesen.

Jeder Tumor, auch wenn es Adeno und das gleiche Stadium ist, verläuft anders. Meine Mutter hatte mit Chemo nur ein Jahr überlebt, während Christl (Mouse) damals mit gleichem Stadium noch weitere 5 oder 6 Jahre lebte.

Ich weiß, dass ausschließlich die OP eine Chance bedeutet. Und ich persönlich würde jede Chance nutzen. Bei meinem Arbeitskollegen wurde auch von OP gesprochen, allerdings waren dann die Lymphknoten sichtbar betroffen .... er konnte nur noch mit Chemo weiterleben.

Du dagegen hättest die Chance - mir ist es unbegreiflich, wie Du diese so wegwirfst. Und ja, jeder, der nicht mehr die Chance auf OP hat, kann das nicht verstehen.

Und ich glaube, Du wirst die Entscheidung bereuen. Im Februar kann es zu spät sein.
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  #66  
Alt 03.12.2015, 23:15
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Kat68 Kat68 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Hallo liebe User,
Ich habe einige Bekannte, die die schulmedizinische Behandlung von Krebs falsch halten. Die endlich erfolgten Studien der Uniklinik Heidelberg und andere lassen hoffen, dass über natürliche Nährstoffe doch mehr zu retten ist, als bisher geglaubt. Siehe auch Sendung bei RBB - was uns wirklich nährt.

Allerdings sind diese auch nicht betroffen.

Ich denke keiner von uns kann wirklich beurteilen was am besten ist. Die Studien mit denen niemand Geld verdient, werden eben nicht finanziert, zum Beispiel Brokkolisprossen (siehe Heidelberger Uniklinik und RBB).

Ich finde es auch gut eine Zweitmeinung einzuholen, anstatt aktionistisch zu handeln. Letztlich ist es eine schwere persönliche Entscheidung, welchen Weg man geht, diese Entscheidung muss niemand abwerten.
Ich habe nun nicht alles gelesen, wünsche aber jedem auf seinem Weg viel Glück
Und Kraft
__________________
Ich: Aderhautmelanom, ED 03/12 Applikator
03/15 Rezidiv - 06/15 Protonenbestrahlung, Seit 07/15 Loch in Lederhaut....12 OPs:Schwein-,Rind-, Pferd, AmnionPatch, Bindehaut von Links.....seit Dez Mundschleimhaut. Körper baut leider alles ab
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  #67  
Alt 04.12.2015, 16:03
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Angelika7 Angelika7 ist offline
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Lächeln AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Grüße dich Schnucki.

du hättest mit deiner Einstellung Recht, dass ich mein Leben wegwerfe, wenn ich zu keiner Kontrolle mehr gehen würde und nichts tun würde, um dem Krebs sein Wachstum zu erschweren. DANN würde ich dir Recht geben.
Und ich will nicht 5 Jahre nur irgendwie überleben, ich möchte, dass es mir möglichst gut geht, lieber kürzer und gut, als die Nebenwirkungen einer Chemo.
Erst eine OP würde zeigen, ob bei mir Lymphknoten befallen sind oder nicht.
Und ob nach einer OP ein Rezidiv kommt, weiß niemand...
Das Ganze sehe ich sehr realistisch.
Überlebenschancen mit und ohne OP, Überlebenschancen mit und ohne Chemo...
Für dich ist ausschließlich die OP eine Chance, für mich gibt es auch andere Chancen, die Zeit wird es zeigen.


Liebe Kat,
ich danke dir sehr (!) für deine Beitrag. Die Empfehlungen der Uni Heidelberg wende ich alle an, obwohl die positiven Studien NICHT in Bezug auf Lunge erstellt wurden.
Aber ich verlasse mich darauf nicht einfach, sondern mache auch sonst noch jede Menge.
Am Dienstag habe ich den allerersten Termin bei meinem Hausarzt.
Die Klinik hat den Arztbericht erst nach deutlicher Aufforderung verschickt.
Mit ihm möchte ich vor allem besprechen, wie ich die zukünftigen Kontrollen handhaben kann.
Alle 3 Monate ein CT ist ja auch nicht das Gelbe vom Ei, zumal mir bereits in Gauting gesagt wurde, dass da die Strahlenbelastung (und damit natürlich auch in gewissem Maß das Krebsrisiko) wirklich nicht ideal sei.

Und natürlich vermute ich, er wird mir eine Standpauke halten. Wenn ich mit ihm gar nicht zurecht komme, muss ich mir einen anderen suchen...
Vielen Dank für deine guten Wünsche

Alles Liebe
Angelika

Geändert von gitti2002 (04.12.2015 um 17:12 Uhr) Grund: NB
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  #68  
Alt 05.12.2015, 10:37
Schnucki Schnucki ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Liebe Angelika,

Zitat:
dass ich mein Leben wegwerfe, wenn ich zu keiner Kontrolle mehr gehen würde un
vielleicht ist es bei der nächsten Kontrolle bereits zu spät? Was machst Du, wenn der Tumor gestreut hat ... die Lymphknoten sichtbar betroffen? Das war das Aus für die OP meines Arbeitskollegen.

Ich habe mehrmals, auch bei meinem Arbeitskollegen, den ich letztes Jahr in genau dieser Situation begleitete, gehört: Kurativ, also heilend, bei Lungenkrebs AUSSCHLIESSLICH mit OP.

Ich finde die Aussagen der Ärztin in der Klinik richtig komisch bzw. Deine Interpretation dazu. Ich selbst komme aus München und kenne mehrere, die dort operiert wurden. Vor 3 Jahren erst die Schwester meines Onkels. Der Tumor wurde entfernt, sie gilt als geheilt, aber natürlich werden weiter die Kontrolluntersuchungen gemacht. Ist für Dich geheilt nur, wenn Du nicht mehr kontrolliert wirst? Ich verstehe es einfach nicht, was Du für Dich als geheilt siehst?

Geändert von gitti2002 (05.12.2015 um 18:05 Uhr)
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  #69  
Alt 05.12.2015, 19:06
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Angelika7 Angelika7 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Wenn sie wirklich voll geheilt ist, wieso sind dann die Kontrollen so engmaschig noch nötig?? Weil er eben wiederkommen kann und ich habe hier im Forum so viele Berichte über Rezidive gelesen, sie gingen sehr sehr selten gut aus....
Solange mein Immunsystem Krebszellen nicht als solche erkennen kann und bekämpft, solange ist jede einzelne Krebszelle in meinem Körper, die ja auch bei gesunden Menschen vorhanden sind, eine tickende Zeitbombe...
Wirklich gesund wäre ich, wenn mein Krebs zurückgehen würde...
und verschwinden würde....
Denn DANN vernichtet mein Immunsystem alle entarteten Zellen, die wuchern wollen...
Wenn ich operiert wäre, wäre ich in meinen Augen deshalb keineswegs gesund, nur frei von einem Primärtumor und eine Frau mit verringertem Lungenvolumen.
Im Übrigen kann es durchaus sein, dass meine Lymphknoten befallen sind, ich weiß es nur nicht....
Was machte ein Arbeitskollege denn damals alles, um den Krebs zu besiegen??
Damit ich weiß, was ich weglassen kann....
Liebe Grüße
Angelika
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  #70  
Alt 05.12.2015, 20:17
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Das, was Du betreibst, ist doch theoretische Haarspalterei. Krebszellen können sich vor dem Immunsystem "verstecken", da kann man das eigene Immunsystem stärken wie man will.

Zudem: Deine Vorstellung von Gesundheit ist ebenfall in ihrer Absolutheit rein theoretisch. In Deinem Alter hat jeder Mensch so viele defekte Gene, dass man von Gesundheit in dieser Form gar nicht sprechen kann. Vielleicht hast du ja eine MS, die sich noch gar nicht bemerkbar gemacht hat. Oder einen Gendefekt für Brustkrebs ...

Tut mir leid, selbst wenn Du bisher durch den TÜV gekommen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwo der Rost sitzt. Du gehst nicht mehr als Neuwagen durch
__________________
lg
gilda
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  #71  
Alt 06.12.2015, 01:01
crab crab ist offline
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Beiträge: 116
Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Hallo Angelika,

ich komme zwar aus der Ecke der Magen-Darmkrebs-Patienten, lese aber schon
eine Weile hier mit.
Einerseits bewundere ich Deine Einstellung, in Erwartung einer Spontanheilung.
Andererseits kocht mir die Galle über, wenn Du über Dein Immunsystem schreibst.
Wer Krebs hat, der hat auch kein intaktes Immunsystem .
In folgendem Punkt gebe ich Dir recht, jeder Mensch trägt die Veranlagung an
Krebs zu erkranken in sich, jedoch trägt nicht jeder Mensch Krebszellen in sich. Wenn dies so wäre, wie Du es sagst, hätten wir in Deutschland
eine Krebsrate vo 100%.

Du stelltest einer anderen Userin die Frage: Was machte ein Arbeitskollege denn damals alles, um den Krebs zu besiegen??
Damit ich weiß, was ich weglassen kann....

Meine Antwort darauf: lasse alles weg, und Du bist schneller tod.

Nach 14 Krebs OPs hatte ich mich entschieden, dass das Ende der Fahnen-
stange erreicht ist. In eine erneute OP wolllte ich mich nicht einlassen, und
habe mich dagegen entschieden. Alle Versuche der Ärzte mich umzustimmen,
habe ich geblockt. In dieser Situation hat der Chefarzt tief in die Trickkiste
gegriffen, und mich zu einem Besuch der Palliativstation gebeten, damit ich
mir veranschaulichen kann, was aus Patienten , die entweder die vorgeschla-
gene Therapie abgelehnt oder zu spät zur Behandlung kamen, geworden ist.

Nicht nur der Besuch dieser Station, sondern auch Gespräche mit Psycho-
onkologen haben meinen Entschluss nachhaltig verändert.
Bisher hatte ich immer nur an mich gedacht, meine Liebsten, Frau und Tochter
hatte ich in meine Entscheidung nie einbezogen.
Du solltest Dir in dieser Richtung auch Gedanken machen.
Nach der notwendigen OP lebe ich nun 12 Jahre mit einigen Einschränkungen
recht gut.
Deine Entscheidung, gerade in Deinem Alter, kann fatale Folgen haben.

LG Wolfgang
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  #72  
Alt 06.12.2015, 10:53
Schnucki Schnucki ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Zitat:
Du stelltest einer anderen Userin die Frage: Was machte ein Arbeitskollege denn damals alles, um den Krebs zu besiegen??
Damit ich weiß, was ich weglassen kann....

Meine Antwort darauf: lasse alles weg, und Du bist schneller tod.
Mein Arbeitskollege haderte wie Du, zog die Zeit in die Länge, verschob alles, bis eben keine OP mehr möglich war. Allerdings machte er das nicht mit dem Wissen, er habe Lungenkrebs, sondern, wie ich mir denken könnte, aus Angst vor einer Diagnose. Der Verdacht lag schon auf der Hand, nur er wartete noch Monate, bis er sich wirklich untersuchen ließ.

Bis er sich entschloss, war leider nur mehr Chemo möglich, Lymphknoten befallen. Er tat alles, was er konnte, gesunde Ernährung, etc. Er wollte leben, bereute natürlich, nicht früher gegangen zu sein.

Für mich betreibst Du nur Begriffspalterei, um vor Dir Deine Entscheidung rechtfertigen zu können. Natürlich wird jemand mit Krebs immer noch engmaschig überwacht, auch, wenn er als "geheilt" gilt. Aber das ist gut so. Und da die Natur einfach unberechenbar ist, kann es auch sein, dass ein Geheilter nochmal betroffen ist. Sicher kann man nie sein, man kann nur seine Chancen nutzen. Und den Primärtumor zu entfernen, ist eine Riesenchance.

Auf das niedrigere Lungenvolumen sei gepfiffen, die Betroffenen, die ich kenne, haben sich gut arrangiert. Und nein, sie quälen sich nicht mit Luftnot durch die Gegend. Sie schnaufen wie vorher.

Wovor hast Du Angst?
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  #73  
Alt 06.12.2015, 14:35
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Angelika7 Angelika7 ist offline
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Standard AW: OP gegen ärztlichen Rat verschoben

Grüße dich Crab, hallo Schnucki,

also, auch wenn das anscheinend nicht jedem bekannt ist: Jeder Mensch, auch die gesunden haben (vielleicht noch nicht im Kindesalter) Krebszellen in sich, jeder. Das ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen, und keineswegs eine Erfindung meinerseits. ABER: Wenn beim gesunden Menschen eine dieser Krebszellen wachsen will und wuchern will, wird diese vom Immunsystem des gesunden Menschen erkannt und entsorgt, beim krebskranken Menschen ist es so, dass dessen Immunsystem wegen der Tarnung die Krebszelle nicht mehr erkennen kann und deshalb die Krebszellen als vermeintlich körpereigene Zellen unangetastet lässt.
Meinen Respekt dir gegenüber, @crab, so viele OP´s zu ertragen, deinen Mut, deinen Lebenswillen, dein Immer-wieder-aufstehen. Bei Magen-Darmkrebs stehen die Chancen auf dauerhafte Krebsfreiheit doch recht gut, ich wünsche dir das Allerbeste.
Ich hatte das hier schon mal geschrieben: Aufgrund dessen, dass 4 meiner Verwandten an Krebs gestorben sind, kenne ich Palliativstationen.
Und natürlich habe ich mich mit dem Tod auseinander gesetzt und das auch mit meinen Angehörigen besprochen.
Bis auf meinen Freund und den jüngsten meiner Söhne verstehen meine Freunde, meine Eltern und meine anderen 4 Kinder (alle außer Haus und erwachsen) meine Entscheidung und billigen diese auch. Anders wäre es sicher, wenn der Tumor wachsen würde und ich mich nach wie vor nicht operieren lassen würde.
Und ich halte es nach wie vor für richtig, dass ich das tue, was ICH für richtig halte und nicht das, was mein Freund für richtig hält, da es MEIN Leben ist..
Und ich habe keine Ahnung, wie ich mich entscheiden würde, wenn der Tumor wieder wachsen würde.

Leider schreibst du zu dem, was dein Freund unternommen hat, um den Krebs zu stoppen nur "gesunde Ernährung", was ein unendlich weites Feld ist...
Für genauere Ausführungen, gern auch ins Postfach, wäre ich dir sehr dankbar.
Und noch etwas: ich erwarte keine Spontanheilung von heute auf morgen, sondern wäre dankbar, wenn der Tumor innerhalb von einem Jahr Anzeichen zeigen würde, dass er kleiner wird. Mein Diagnose war am 17.8.15.
Und noch was: Dass dir die Galle überkocht, wenn du meinen Strang liest, das will ich nicht, du kennst mich persönlich gar nicht, da sollte dir dein seelisches Wohlbefinden mehr wert sein.

Im Übrigen bin ich mit 53 für einen Lungenkrebspatientin statistisch gesehen recht jung (Durchschnitt 69) und mir ist nicht bekannt, dass das Alter eine Rolle bei der Behandlung führt, allenfalls indirekt, FALLS anderweitige Erkrankungen vorhanden sein sollten.

Mit der Angst, das ist eine gute Frage: Ich habe Angst vor einer Verschlechterung meines momentanen Zustandes, auch Angst, dass meine Beziehung zu meinem Freund zerbricht, in Bezug auf eine OP hätte ich vor der OP an sich keine Angst, aber davor, dass mein Immunsystem danach nimmer so gut ist wie jetzt, dass ich wegen der Lungenvorgeschichte in meiner Familie das Wegnehmen eines Lungenlappens später wegen des fehlenden Volumens sehr bereuen würde, dass bei meinen dann entnommenen Lymphknoten etwas Bösartiges gefunden werden würde und natürlich - nach der OP- vor einem Rezidiv.
Im Moment fühle ich mich einigermaßen gut und bin zu 95 % glücklich...
Das möchte ich mir gerne solange wie möglich erhalten....
Liebe Grüße an Euch und Alles Gute
Angelika
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  #74  
Alt 06.12.2015, 18:44
Schnucki Schnucki ist offline
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Zitat:
Anders wäre es sicher, wenn der Tumor wachsen würde und ich mich nach wie vor nicht operieren lassen würde.
Das ist der Satz, der mich so stört. Du bist Dir so sicher, dass Du bei der nächsten Untersuchung die Wahl hast, OP oder nicht. Die Wahl hast Du eventuell eben nicht mehr, das Risiko ist für mich zu groß. Es ist ja nicht so, dass der Tumor einfach nur wächst .... springt er auf die Lymphknoten, ist das das Aus für die OP ebenso wie ein Streuen.

Zitat:
aber davor, dass mein Immunsystem danach nimmer so gut ist wie jetzt
Trugschluss: Dein Immunsystem ist jetzt nicht gut, Du hast schließlich Krebs. Wäre es gut, könnte es sich wehren. Und die OP verschlechtert nicht Dein Immunsystem.

Zitat:
dass ich wegen der Lungenvorgeschichte in meiner Familie das Wegnehmen eines Lungenlappens später wegen des fehlenden Volumens sehr bereuen würde
Die Alternative ist aber wesentlich schlechter ....

Zitat:
dass bei meinen dann entnommenen Lymphknoten etwas Bösartiges gefunden werden würde
je länger Du wartest, desto höher ist die Chance ...

Zitat:
natürlich - nach der OP- vor einem Rezidiv.
Die Gefahr ist natürlich da .... aber wie hoch ist Deine Überlebenschance ohne Behandlung?

Ich halte Dich für nicht genug aufgeklärt. Du hast Aussagen gehört, sie für Dich umgestrickt. Betroffene machen das meiner Meinung nach öfters, weil die Wahrheit einfach zu hart ist. Aber meiner Meinung nach gehst Du von falschen Fakten und Voraussetzungen aus.
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  #75  
Alt 07.12.2015, 14:50
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Angelika7 Angelika7 ist offline
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So, heute hatte ich meinen allerersten Besuch bei meinem Hausarzt (Internist). Und ich war sehr angenehm überrascht, dass er mich nicht geschimpft hat, weil ich ja die OP 2 mal abgesagt hatte.
Was ich noch nicht wusste, im Arztbrief der Gautinger Klinik steht, dass er Tumor um 2 mm im Umfang abgenommen hat (innerhalb von 6 Wochen) , dass er links an die Pleura angrenzt und dass die Pleura dort an diese Stelle auch betont ist.
Und der etwas größere Lymphknoten (7 mm) war auch vor 6 Wochen schon in gleicher Größe da; mannoman, was hatte ich mir deswegen für Sorgen gemacht !!
Am Donnerstag dann Labor und die Woche drauf geht er mit mir den Behandlungsplan durch. Auch werden wir dann besprechen, ob ich mir das wirklich antun muss, alle 3 Monate das CT, wegen der deutlichen Strahlenbelastung, bzw. welche Alternativen es gibt. Vom Tumormarker nehmen hält er net viel, da der bei Lunge eh nicht aussagekräftig sei, aber Näheres besprechen wir kommende Woche.
Ich bin doch jetzt sehr froh, einen Arzt gefunden zu haben, bei dem ich mich wohl fühle..
Euch allen wünsche ich die beste Gesundheit
Liebe Grüße
Angelika
P.S. T2N0M0, Stadium 1b (erstes Mal in Arztbrief Staging gelesen)

Geändert von Angelika7 (07.12.2015 um 14:53 Uhr) Grund: Staging vergessen
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