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  #31  
Alt 08.09.2016, 13:16
Lanila Lanila ist offline
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Liest hier noch jemand?
Ich hoffe es geht allen anderen, den Umständen entsprechend, gut.

Ich habe jetzt zwei Chemoeinheiten (3 Wochen Chemo 1 Woche frei) von erstmal sechs hinter mir. Es geht mir so weit gut, aber diese permanente Schwäche macht mich fertig. Mir tut ja nichts weh, aber ich bin zu nichts in der Lage und mein Körper ist bleischwer. Ich gehe die Treppe hoch wie eine Hundertjährige, überall brauch ich Pausen, nichts kann ich tragen oder so. Und man ist dann auch nur ein jammerndes Etwas, liegt nur rum und bedauert sich selbst.

Heute hat mein Onkologe veranlasst, dass ich vor der nächsten Chemo Blut bekomme. Mein Hämoglobinwert ist auf 8,6 was zwar noch reicht meint er, aber eventuell eben bei mir nicht. Ist ja auch nicht die erste Chemo. Ich bekomme also Montag dann vor der Chemo Blut. Ich hoffe es haut mich dann nicht mehr so um

Soweit von mir
LG Lanila
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  #32  
Alt 09.09.2016, 09:40
Anchilla Anchilla ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Hallo Lanila,

ich hatte diese Chemo, die Du bekommst auch. Zuletzt dann die ganz harte Chemo, welche die meisten Patienten nur 4x, ganz wenige auch 6x bekommen können. Ich sollte 8 bekommen. Nach der 6. Chemo stellte sich raus, dass ich eine doppelte Lungenembolie hatte. Es war schon fast zu spät, als ich ins Krankenhaus kam.

Ich wohne unter dem Dach. Also viele Treppen. Auf jedem Treppenabsatz steht ein Stuhl auf welchem ich ausruhen muss. Mein Puls rast zu schnell hoch und das ist nicht gut, weil auch das Herz bei der Embolie mit geschädigt wurde.

Aber glaub mir, rumjammern, da liegen und sich selbst bedauern, hilft dir nicht weiter.

Bitte raff Dich auf, mach was Du kannst, auch wenn es sehr langsam geht.
Mach immer wieder Pausen, such Dir eine Beschäftigung (Ich hab auf meine alten Tage angefangen zu häkeln und zu stricken, für Baby und Puppen). Geh unter Leute, treff Dich mit Freunden....oder kurz gesagt: LEBE

GLG Anchilla
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  #33  
Alt 09.09.2016, 12:28
Altmann Altmann ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Hallo Anchilla,
super was Du da sagst, mach das bitte auch.
Gestern beim Lanz ein Palliativmediziner, hat mich
schon umgehauen. Aber es war die Wahrheit.
Schaut Euch das mal an.
Viele Grüße
Altmann
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  #34  
Alt 12.09.2016, 14:54
Anchilla Anchilla ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Ich habe mir gerade diesen Teil von der Lanz-Sendung angesehen.
Ja, man kann nur hoffen, dass da Anghörige sind, die einschreiten.

Eine Oma von mir starb einfach im Schlaf, so entspannt wirkte sie auch.
Die andere Oma habe ich nicht mehr ins Krankenhaus einliefern lassen, weil ich wußte, dass sie das nicht wollte. Damals gab es das noch nicht mit Verfügungen. Zumindest waren sie uns unbekannt. Oma starb zu Hause, bei den Kindern und Enkeln. SO möchte ich auch mal sterben, wenn es schon sein muss.

Aber....ich warte damit noch mal so ca. 30 Jahre....grinsel
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  #35  
Alt 17.09.2016, 12:58
Altmann Altmann ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Hallo Anchilla,
na, mindestens.
VG Altmann
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  #36  
Alt 17.09.2016, 21:22
Anchilla Anchilla ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Bin tief getroffen. Ich bin vom Dorf, da kennt jeder jeden. Der frühere Wirt hier im Dorf, nicht sehr viel älter als ich, hatte Lungenkrebs. Wurde behandelt, galt als geheilt. Aber nicht lange, dann waren Metastasen zurück. Die Ärzte gaben ihm nicht mehr lange Zeit, erlaubten sogar wieder Zigaretten, weil es keine Chance mehr gab.
Dann ging es ihm unerwartet wieder besser. Man hofft dann ja doch auf irgendein Wunder.
Vorhin habe ich erfahren, dass er gegangen ist. Ich bin total geschockt.
Es zeigt mal wieder, dass Hoffnung eben nicht heilt.
Aber bitte nicht falsch verstehen, ich bin nach wie vor der Meinung dass Hoffnung total wichtig ist.

Sorry, ich musste es grad mal schreiben, weil es mich sehr beschäftigt.
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  #37  
Alt 25.09.2016, 01:55
Lanila Lanila ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Nun habe ich die Hälfte rum, wobei ich ja gar nicht weiß, ob dann Schluss ist.
Die Blutkonserven haben mir geholfen für den Sauerstofftransport, ich bekomme wieder Luft, aber Schwäche ist geblieben. Blutwerte haben sich auch weiterhin in anderer Sicht verschlechtert. Ich bekomme nun an den Tagen 3 und 4 nach der Chemo Schmerzen wie ein doller Muskelkater, aber richtig schlimm.

Positiv ist, dass mein Tumormarker um die Hälfte gesunken ist und dass schon nach dem zweiten Block. Laut Onkologe ist das wohl ein sehr gutes Zeichen und die nächsten Chemos können nun etwas geringer ausfallen.

Alles Liebe für euch alle
Lanila
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  #38  
Alt 26.09.2016, 13:53
Anchilla Anchilla ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Hallo Lanila,
das mit de "Muskelkater" nach der Chemo hatte ich auch mal. Aber nur einmal. Mit Nebenwirkungen müssen wir leben, hauptsache wir leben überhaupt...lächel.

Meine Hausärztin und auch der Hausarzt meiner Schwester haben mir sehr empfohlen, gerade wegen der Chemo, die Misteltherapie zu machen. Damit sollen die Nebenwirkungen gesenkt und damit erträglicher werden. Das Allgemeinbefinden besser. Ich selbst habe aber keine Erfahrung damit, weil bei mir wegen der doppelten Lungenembolie die Chemo abgesetzt wurde.

Aber vielleicht lohnt sich für Dich ein Gespräch mit Deinem Arzt über dieses Thema. Wobei viele Ärzte dafür sind, einige Onkologen sagen das wäre nur was, wenn man zu viel Geld hat. Allerdings wird das bei uns von der KK bezahlt, sofern auf dem Rezept das Richtige vermerkt ist.

LG
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  #39  
Alt 06.11.2016, 15:07
Lanila Lanila ist offline
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Standard AW: Neue Alte Erkrankte

Ich habe nun zwei Drittel der Chemo rum. Es gestaltet sich jetzt langwieriger, weil ich die drei Mal nacheinander nicht mehr schaffe, meine Blutwerte gehen dann in den Keller. So habe ich meist eine Pause mehr in den vier Wochen. Wenn ich diese Pause habe, dann erholen sich meine Blutwerte wieder leidlich.

Alles in allem geht es mir sehr schlecht. Ich habe länger überlegt, ob ich das überhaupt schreibe. Irgendwie kommt in diesem Forum jeder besser mit seiner Chemo klar wie ich, jedenfalls kommt es mir so vor.
Ich habe Wasser in den Beinen und das tut weh, ich laufe nur noch watschelig und wackelig und unsicher. Nur im Liegen mit Beine hoch geht es. Doch durch das viele Liegen klappt die Verdauung nicht und in meinem umgebauten Gedärmen habe ich dann auch Schmerzen, teilweise richtig stark.
Zwei Tage nach der Chemo geht es mir immer sehr schlecht, für auch zwei Tage meist, mit Knochenschmerzen und Fieber, essen kann ich dann auch nichts. Kaum habe ich es hinter mir, muss ich wieder zur nächsten Chemo.
Von all den anderen Nebenwirkungen wie kribbelnde Füße, kaputter Popo und zugeklebten Augen will ich gar nicht anfangen.

Ich weine viel, es funktioniert auf Knopfdruck. Ich kann mich auch nur noch mit Fernsehen ablenken, für alles andere fehlt mir die Kraft. Nicht mal ein Buch lesen geht mehr. Wenn es mir etwas besser geht, dann koche ich mal, das war es aber auch.
Wenn ich duschen will, dann muss ich die Treppe hoch, das geht nur noch auf allen vieren. Weil ich so unsicher stehe, bade ich lieber, teilweise muss ich meinen Mann rufen wenn ich raus will, weil ich mit den dicken Stampfern nicht rauskomme.
Waldspaziergänge mit den Hunden geht auch nicht mehr, ich komme einfach nicht weit genug mehr. Ich gehe nur noch im Garten auf und ab.
Ich habe nicht mal die Kraft weihnachtlich zu schmücken und dabei bin ich ein Weihnachtsmensch und liebe die Jahreszeit. Aber alleine der Gedanke in den Keller zu gehen und die Sachen rauszusuchen haut mich um.

Und immer steht die Frage im Raum, was ist nach der Chemo, wie geht es weiter? Denn gesund werde ich ja nicht mehr, also was kommt dann? Wie vertrage ich eine Erhaltungschemo und wirkt die auch etc?????

Meine Familie bemüht sich weiter sehr um mich aber ich bin auch feinfühlig genug, um zu merken, dass mich andere abgeschrieben haben. Wenn man so lange krank ist, dann warten sie wohl nur noch auf meinen Tod, der erste Schock ist vergangen und man hat sich damit abgefunden.
Neulich kam eine Freundin, die ich vier Wochen nicht gesehen hatte. Die meinte doch glatt: Ich habe mir schon Sorgen gemacht, nicht dass du im Hospiz liegst und ich weiß davon nichts.
Ich habe mich jetzt entschieden einfach niemanden mehr zu treffen, das ist sicherlich nicht das Richtige, aber erträglicher.

Sorry, aber ich musste mich mal ausko...
LG Lanila.
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Geändert von Lanila (06.11.2016 um 15:11 Uhr) Grund: Textfehler
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  #40  
Alt 06.11.2016, 20:44
Maria Sofia Maria Sofia ist offline
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Hallo Lanila,

habe alles gelesen und es tut mir sehr leid für Dich. Ja, es ist so ungerecht.

Habe es auch erfahren müssen. Mein Partner ist am 17.02.16 verstorben. Er hatte Lungenkrebs. Von der Diagnose bis zum Tode waren es sieben Monate. Er hat nie geraucht.

Hoffe, dass Du die Behandlung weiterhin ertragen kannst. Gib die Hoffnung nicht auf.

Was Du von dieser Freundin schreibst, ist ja hart. Wie "feinfühlend" manche Menschen reagieren. Mir würde nie in den Sinn kommen, so etwas zu sagen. Kann verstehen, dass Du Dich zurück ziehst. Diese Sprüche muss man sich nicht anhören.

Wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Gute

Maria Sofia
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  #41  
Alt 07.11.2016, 08:41
Anchilla Anchilla ist offline
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Hallo Lanila,

ich bin erschüttert, das zu lesen. Und natürlich ist hier der richtige Ort um mal alles raus zu lassen. Egal ob es anderen besser oder schlechter ist. Wir haben trotzdem alle das gleiche Problem.

Ich z.B. habe die Chemo gut vertragen. Wegen der Lungenembolie wurde sie abgesetzt. Dann erst kam das Kribbeln in den Beinen und Händen, dann kam das Wasser in den Beinen usw.
Ich habe bald Geburtstag und werde mir da eine spezielle Stufe für die Dusche von den Kindern wünschen, weil ich kaum noch in die Dusche komme. Nachts ist es mit den Beinen am schlimmsten. Ich werde mir wohl den Rollator meines verstorbenen Vaters für nachts hoch holen lassen.
Ich wohne unter dem Dach. Also sehr viele Treppen die ich nur Stufe für Stufe mit Ruhe zwischendurch bewältigen kann. Dafür steht auf jedem Podest nun ein Stuhl. (Treppenlift ist bei uns schwierig und unbezahlbar für uns).

Auch ich habe schon Kommentare gehört, die wie eine Faust in den Magen waren. Wo dann einfach mal die Tränen kommen. Ich bin ein einigen Vereinen und Clübchen. Und immer mehr werden mir auch dort meine Grenzen aufgezeigt. Das ist manchmal zum schreien.

Und trotzdem: Ich gehe raus, notgedrungen mit Stöcken. Ich treffe mich mit Freunden und und. Mache halt nur was ich kann. Und merke, es tut gut.

Die Weihnachtssachen hoch holen????
Warum macht das nicht jemand für Dich? Ich kann das auch nicht selbst und benötige dafür, wie für manches, Hilfe. Vielleicht kann es Dir ja jemand hoch holen und Dir auch sonst zur Hand gehen, damit Du ein wenig mehr Möglichkeiten hast?
Hast Du es mal mit Schwimmen probiert? Ich kann mich ja auch kaum bewegen, kaum laufen. Ich war vor einer Woche im Schwimmbad und es war so herrlich zu merken, dass das noch geht. Sogar gut geht.

Bitte gib nicht auf. Wir haben es schwer und wissen natürlich was auf uns zu kommt, aber solange es geht, wird gekämpft...lächel...auch wenn es kraft kostet.

Und von dieser Kraft wünsche ich Dir ganz ganz viel

LG Anchilla
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  #42  
Alt 08.11.2016, 11:00
Lanila Lanila ist offline
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Danke euch beiden für eure lieben Worte.

Anchilla, sicher kann ich mir helfen lassen, aber ich habe gar kein Interesse mehr an irgendetwas, das ist so schlimm.
Dazu dann immer der Gedanke, es ist doch sowieso sinnlos.
Wahrscheinlich bin ich depressiv, aber wie soll man das denn auch nicht werden? Im KH habe ich eine Psychologin, die mir schon gut geholfen hat, aber auch sie kann nichts an meiner Krankheit ändern.

Ich werde weiter kämpfen, schon wegen meiner Familie, aber ich fühle mich einfach wie the walking dead.

Lanila
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  #43  
Alt 09.11.2016, 01:13
Anchilla Anchilla ist offline
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Lanila,

ich wünschte es könnte ein wenig Kraft zu Dir kommen.
Wir müssen uns alle nix vor machen, wissen, dass da eigentlich keine Chance ist.
Und doch: Da ist eine Chance. Die Chance, unser Leben zu verlängern, auch wenn ich z.B. bestimmt keine 80 werde.

Ich denke tagelang gar nicht daran, dass ich so krank bin. Lebe mein Leben wie bisher. Komme jetzt gerade vom Kartenspielen, wohin ich auch meine Chemo nachschleppte. Sie wird ja erst morgen mittag entfernt.

Viel Kraft, unendlich viel Kraft, geben mir allerdings meine Enkel.

Ich hoffe, Du findest die Kraft, ein wenig hoffnungsvoller zu sein. Dann wird es Dir auch noch ein wenig besser gehen

Blöd geschrieben? Ich hoffe Du weißt was ich meine

LG Anchilla
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  #44  
Alt 10.11.2016, 11:50
Lanila Lanila ist offline
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Anchilla, danke für deine lieben Worte

Gruss Lanila
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  #45  
Alt 19.12.2016, 16:04
Lanila Lanila ist offline
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Ich habe heute meine letzte Chemo für dieses Jahr bekommen. Nun habe ich Ruhe bis zum 9.1.17
Mein Onkologe meinte er wäre begeistert von meinem Tumormarker, der sei nach dem Sinken nun stabil. Im Januar stehen noch drei Chemos an und die soll ich mit zwei Wochen Abstand bekommen, mehr gibt mein Blut nicht mehr her, aber er sei zufrieden.
Danach muss man dann gucken wie oft ich Chemo brauche um zu überleben. Alle 4 Wochen, vielleicht alle 6 ????
Auf jeden Fall werde ich meine Glatze behalten und das macht mich schon fertig. So stört es mich jetzt nicht, aber für immer ???
Nach den drei Chemos kommen wieder Untersuchungen und meine Unterlagen werden dann an bestimmte Chirurgen geschickt, falls sich da noch einer rantraut. Im Raum steht dann auch noch Bestrahlung, darüber haben wir aber nicht näher geredet.
Wenn ich darüber nachdenke könnte ich nur heulen. Ich weiß auch nicht was ich gedacht habe, ich weiß ja wie krank ich bin.
Gestern habe ich mir Fotos und Videos von 2012 angesehen, als mein Hund ein Welpe war und ich war mir selbst fremd. Diese moppelige, dunkelgefärbte Frau mit langen Haaren und Power, die gibt es einfach nicht mehr. Das was von mir übrig ist, das muss ich noch lernen zu akzeptieren.

Meine Wasserbeine sind besser geworden, wieder schlank, aber verhärtet und die Haut ist braun verfärbt, auf jeden Fall weitaus weniger Schmerzen. Lymphdrainage hat geholfen und will ich unbedingt weiter machen.

Ich wünsche allen im Forum ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und ich wünsche uns allen noch eine lebenswerte Zeit.

LG besonders an Anchilla, die ich für ihre Kraft bewundere.

Lanila
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