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  #16  
Alt 03.05.2007, 12:04
Phönix1000 Phönix1000 ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo zusammen!
Finde Eure Beiträge sowie dieses Thema sehr schön,vor allem aber sehr wichtig.Leider wird gerade Heutzutage das Thema Glaube oft totgeschwiegen,und leider sehr oft belächelt,wenn man sagt,ich glaube.
Es zählt nur noch der Augenblick,nur das was greifbar ist.Gut das ist auch alles real,wie man heute sehr gern zu sagen pflegt.
Nur,hätte man den Glauben nicht?gäbe es dann eine Hoffnung?
Gut,der Realist würde jetzt sagen,glauben heisst nicht wissen,aber,muss man alles wissen um zu verstehen?
Warum bitte stürzen sich leider gerade Heutzutage so viele gerade junge Menschen in den Tod?Ich denke,weil sie an nichts mehr glauben,oder vielleicht niemals geglaubt haben,daran,das es auch wieder hell werden kann,das es wieder aufwärts gehen kann nach einem dunkel.
Würde ihnen von klein auf ein Glaube vermittelt,so hätten sie etwas woran sie sich festhalten könnten,was ihnen Kraft gibt,zumindest das Gefühl,ich bin nicht alleine.
Spreche da aus eigener Erfahrung,denn auch ich stand kurz davor,das ich dachte,wofür noch?wofür kämpfen,wofürden Schmerz noch ertragen.
Wollte mein Leben wegwerfen,aber da gab es noch etwas,ja,da war mein Glaube,mein Glaube,das ich das nicht darf,das ich das tragen muss,was mir auferlegt wurde.Denn es wurde mir geschenkt mein Leben,und ich glaube auch,das gerade das unsere für uns bestimmte Prüfung ist.
Habe eine sehr schöne Passage von Rheinhard Fendrich gehört,die mir jedesmal die Tränen in die Augen zaubert,wenn ich sie höre.
Werde versuchen sie Euch zu schildern.
Ein junger Mann ging einsam und schweren Herzens am Strand entlang,und sah zwei Fußspuren im Sand,er fragte Gott,was dies bedeutet?
Gott sprach zu ihm,seid dem Du Dich für mich entschieden hast,hab ich Dich begleitet,da wurde der Mann ganz still und ging weiter.Er wurde sehr nachdenklich und traurig,und erinnerte sich zurück an die schwere Zeit in seinem Leben,und sah in Gedanken nur noch eine Fussspur im Sand,er erschrak,und ihm wurde klar,das das die schwerste Zeit in seinem Leben war.
Er fragte Gott,warum er nur eine Fußspur sehe,und fragte Gott,warum hast Du mich in dieser schweren Zeit verlassen?
Gott sprach zu ihm,......ich habe dich nie verlassen,da,wo du nur eine Fußspur siehst,DA HABE ICH DICH GETRAGEN.
Wo ein Glaube,da ein Weg,und es gibt immer einen Weg aus dem dunkel.
Es gibt viele Religionen,und egal wie wir das höhere auch nennen mögen,es gibt eine höhere Macht,und wir alle sind nur der Regentropfen in diesem unendlichen Ozean.
Wünsche Euch ALLEN viel Kraft,und das Euch IMMER ein Licht zufliessen mag,sollte mal ein dunkel kommen.
Sorry,aber ich musste in meinem Herzen mal ein Ventil öffnen.
Und etwas muss ich noch loswerden,....EIN TROPFEN LIEBE IST MEHR ALS EIN OZEAN AN WILLE UND VERSTAND
Lieben Gruß Phönix 1000
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  #17  
Alt 04.05.2007, 13:58
Beene Beene ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mir vorhin nochmal den Link von Birgit angeschaut (obwohl ich ihn schon kannte) und gemerkt, wieviel Wahrheit dahintersteckt !

Ich hatte nie das Gefühl, dass Gott mich verlassen hat, egal wie schlimm es war in meinem Leben.
Im Jahr 2000 hatte ich eine Gehirnblutung (inoparabel, weil direkt am Hirnstamm) und die Ärzte sagten mir, dass sie nichts tun können, dass sie nicht wissen, ob die Blutung zum Stillstand kommen wird, dass ich immer müder werden kann und irgendwann einfach einschlafen werde, dass ich evtl. am nächsten Tag nicht mehr sein werde.... Ich hatte KEINE Angst. Ich hatte ein Gefühl der Geborgenheit und innerer Ruhe, das ich körperlich spüren konnte ohne dass ein anderer Mensch bei mir war. Ich hätte gehen können, ohne Angst und Panik. Es war nicht sein Wille und ich durfte bleiben (obwohl ich ein Jahr lang unter den Begleiterscheinungen unendlich gelitten habe, Dauerschwindel, Dauerkopfschmerz, Sehstörungen, usw...). Ich habe keine Angst mehr und weiß, dass jemand da ist

Heute habe ich schon viel geweint, gestern war ein schwarzer Tag im "Krebsland", mein Vater bekam eine niederschmetternde Diagnose, heute wird meine Tante an der Brust operiert und ich bin ziemlich am Boden.... Und doch merke ich, dass ich auch traurig sein darf, dass ich auch hier "aufgefangen" werde und dass ich auch wieder Kraft erhalten werde, um zu lachen !
In China glaubt man, dass kein Ding ohne ein anderes existieren kann (Yin und Yang Theorie), ich weiß für mich, dass ich niemals wüßte, wie schön das Lachen sein kann, wenn ich nicht auch das Weinen kennen würde und wie schön die Helligkeit strahlt, aber nur weil man auch die Dunkelheit kennt. Vielleicht ein wenig zu philosophisch....

Vielleicht trägt mich der liebe Gott ja heute sogar ein kleines Stück auf dem Weg

Beene
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  #18  
Alt 05.05.2007, 02:32
Beene Beene ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo,

jetzt haben hier so viele Menschen vom Glauben erzählt und geschrieben... Ich bin ganz froh, dass ich nicht so alleine dastehe und wie Werner auch meinte: Manche denken echt ich hätte einen Spleen oder will irgendwen missionieren........ Nein, das will ich nicht ! Jeder darf/soll/kann seinen Glauben leben (oder keinen Glauben leben), ganz nach Belieben, es ist bestimmt nicht meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass jeder Gottes Hilfe annimmt, ich kann aber erzählen, dass ich seine Hilfe annehme und es mir gut tut

Was mich ja wirklich interessiert: Wie sprecht Ihr zu Gott oder zu dem an den Ihr glaubt ? Regelmäßig ? Laut ? Leise ? Alleine ? In Gesellschaft ? In normalen Worten ? Mit Gebeten ? Zu bestimmten Zeiten oder in Not ? In der Kirche ? Wie antwortet Gott Euch ??

Ich bete in aller Regel zusammen mit meinen Kindern jeden Abend laut, d.h. manchmal sprechen wir vorgegebene Gebete, manchmal reden wir frei und jeder sagt, was er/sie möchte oder was wichtig ist. Wir bitten jeden Abend für einen (oder mehrere) "besonders wichtige Menschen", manchmal für Opa, manchmal für hungernde Kinder in Afrika, manchmal für Freunde, je nachdem wer/was uns wichtig erscheint.... Das ist ein schönes Ritual, finde ich.....

Ich spreche oft auch alleine zu Gott, wenn ich im Auto unterwegs bin z.B., ich rede, wie mit einem guten Freund, ganz einfach, wie mir der Schnabel gewachsen ist......

Ich gehe auch manchmal in die Kirche (eher unregelmäßig), da ist mir eine besondere Atmosphäre und auch die "Nähe" zu Gott bewusst, aber ich kann mich dort immer sehr schwer konzentrieren auf das, was ich sagen möchte....

Ich spreche jeden Tag zu Gott, nicht nur, wenn ich in Not bin und das schon ziemlich lange..... seit meiner Jugend eigentlich, nicht erst seit der Krebs bei uns eingekehrt ist !

Vor einigen Jahren hat in der Wohnung über mir eine Pastorin gewohnt. Sie war genauso alt wie ich und wir hatten eine nette Freundschaft. Sie hat mich manchmal zu Gesprächskreisen eingeladen, da haben wir gesungen, geredet, aus der Biebel gelesen, gebetet, usw. Es war immer eine ganz angenehme Atmosphäre....

Gott antwortet mir oft und auf vielfältige Weise (das glaube ich ganz fest) und ich nehme daraus Kraft mit und Stärke und manchmal auch einfach nur Wissen.....

Wie ist das bei Euch ??

Liebe Grüße an Euch alle
Beene
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  #19  
Alt 07.05.2007, 18:15
Melikre Melikre ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo an alle,

Ich hab mir nicht alle Beiträge zu diesem Thema durchgelesen und wollte nur meine Situation dazu nur kurz schildern. Ich bin davon überzeugt, dass es Gott gibt und würde mich selbst auch als "gläubig" bezeichnen. Allerdings ist es bei mir so, dass ich seit meiner Krankheit an das Thema Glaube nicht mehr wirklich denke. Auch wenn es hart klingen mag......mein Kopf ist einfach mit anderen Dingen gefüllt zurzeit.
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  #20  
Alt 08.05.2007, 00:56
Beene Beene ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo Melikre,

habe staunend Deinen Beitrag gelesen.... Was meinst Du mit:....ich denke nicht an das Thema Glaube ?? Meinst Du, dass Du keine Zeit hast zum beten oder sowas ? Denkst Du nie an Gott ??
Ich denke, Gott weiß schon, dass Du im Grunde Deines Herzens an ihn glaubst und er wird sich Dir immer wieder in Erinnerung rufen, schau nur genau hin

@alle anderen:
Ich habe heute einen Regenbogen gesehen, er war so wunderschön, dass ich ganz gerührt war und staunend dagestanden habe. Dann fiel mir ein, dass es eine Geschichte in der Bibel gibt, in der Gott sagte: Immer wenn Ihr einen Regenbogen seht, denkt an mein Versprechen.....
Tja, leider fiel mir partout nicht ein, wo das steht und welches Versprechen gemeint war. Ich wollte jetzt auch nicht völlig konfus in der Bibel suchen, also rief ich eine gute Freundin an (Theologin) und fragte sie. Sie wusste es leider nicht, meinte nur, es ist im alten Testament....

Das reichte mir nicht, ich wollte es genauer wissen und habe noch zwei (bibelfeste) Leute gefragt, von denen ich dachte, dass sie es wissen könnten, keiner wußte es genau.

Dann sagte heute beim Abendessen meine vierjährige Tochter zu mir (sie hatte meine Telefoniererei mitbekommen):
Ach übrigens Mama, die Sache mit dem Regenbogen steht bei Noah und der Arche !! Ich bin fast vom Stuhl gefallen..... sie hat ihre Kinderbibel angeschleppt und mir ein Bild gezeigt von einem Regenbogen und es stimmte, es ist die Geschichte von Noah und der Arche !
Als nämlich die Flut vorbei war und Noah wieder auf festem Land stand, schickte Gott einen Regenbogen und hat versprochen, dass er nie wieder alle Menschen durch eine Flut vernichten wird, daran sollen wir immer denken, wenn wir einen Regenbogen sehen !

Wow, ich bin echt immer noch ganz stolz auf meine "Kleene", und der Regenbogen war wirklich wunderschön und hat mich ganz doll glücklich gemacht !!!!

Ich schicke Euch deshalb auch ein bisschen "Regenbogenglücksgefühl" !!
Beene

Geändert von gitti2002 (09.02.2015 um 00:39 Uhr) Grund: Vollzitat entfernt
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  #21  
Alt 08.05.2007, 15:28
Melikre Melikre ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

@Beene,

Natürlich denke ich an Gott, nur nehme ich mir die Zeit zum beten nicht (muss zugeben dabei war ich schon immer sehr nachlässig ).
Ich weiß, dass Gott existiert für mich da ist usw....aber ich tue so gut wie nichts für meine Beziehung zu ihm. Ich weiß leider nicht wie ich es besser beschreiben soll
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  #22  
Alt 08.05.2007, 17:56
aufwärtselke aufwärtselke ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

ihr lieben,

habe erst jetzt den wunderschönen thread gefunden, war lange nicht im kompass lesen
ich möchte euch eine (von vielen) meiner in den letzten jahren erlebten geschichten erzählen
der mann meiner schulfreundin, wir sind seit 33 jahren befreundet verstarb vor 11 jahren an lungenkrebs....meine freundin stürzte ins bodenlose und ich hatte mehrere jahre angst und sorge um sie und ihren damals 9jährigen sohn...aber meine worte erreichten sie nicht, die mauer um sie herum war soooo dick ....an dem tag, an dem ihr mann geburtstag hatte ist sie aus verzweiflung auf einen runden geburtstag gegangen, sehr widerwillig, aber immerhin....
und hat dort ihren jetzigen mann kennengelernt, den sie zunächst nicht an sich rankommen gelassen hat...
zwei monate später schenkte ich ihr das gedicht von m.fishback zu ihrem geburtstag ....und die liebe der beiden fand einen weg zueinander...
auf ihrer kirchlichen trauung mit ihrem jetzigen mann, wurde ich von beiden gebeten es als lesung vorzutragen....(ich mit chemokurzen haaren und auch mit diesem gedicht im herzen)
während der trauung zog ein heftiges gewitter auf und bei dem ja-wort hörten wir einen riesigen total heftigen donnerschlag..fast alle schauten betroffen,nur ich nicht, ich lächelte und sagte: da ist dem R.(erster mann) von meiner freundin eeeeendlich ein stein vom herzen gefallen, dass seine geliebte frau wieder glücklich wird...
dieses gedicht auf einer kleinen karte fand meine freundin während meiner krankheit in einer total abgelegenen kapelle in england und hat es mir in meiner krankheit mitgebracht....
diesbezüglich haben wir uns nur angestrahlt...
allerdings löste es auch einen lachkrampf in mir aus..es war in englisch(ich und englisch ) aber ich kannte es ja...

ich könnte euch noch gaaaanz viele solcher geschichten erzählen....


und egal was ich insbesondere in den letzten ungefähr sieben jahren erlebt habe...der glaube hat mich getragen und ist ein so unbeschreibliches wunderschönes gefühl...und wenn es mir noch so "dreckig" ging es hat alles seinen sinn..

alles liebe euch allen
__________________
elke
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  #23  
Alt 08.05.2007, 19:36
Melikre Melikre ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Eine innere Frage wo ich glaube sie behindert mich in meinem Glauben etwas ist- ob ich evtl. nur an Gott glauben möchte da ich den Gedanken, dass das Leben sinnlos ist und wir alle nur "Zufallsprodukte" sind nicht ertragen könnte.

Ist das verständlich?
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  #24  
Alt 10.05.2007, 01:57
Beene Beene ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo Melikre,

ja, das verstehe ich ! Aber hast Du nie Erfahrungen gemacht, die Dir das "Glauben" einfacher machen ? Ich habe sogar hier im Thread ein paar Begegnungen mit Gott gelesen und könnte selbst noch einige beisteuern...
Manchmal sagt man ja ganz sicher: "Das kann ja kein Zufall sein", ist Dir sowas noch nie passiert ?? (s. die Geschichte vor Deinem letzten Posting, die mich (Danke Elke) sehr begeistert hat).

Tja, und heute habe ich gerade mit einem lieben Menschen telefoniert und wir kamen so ins Philosophieren und er sagte, er findet es ganz wichtig im Leben zu "horchen" und zu "gehorchen"....
Das war sehr gut formuliert finde ich, denn ich glaube, man bekommt Probleme (zwar auf unterschiedlichste Art) solange immer wieder präsentiert, bis man sie endlich anpackt und bearbeitet, erst dann ist eine Weiterentwicklung möglich (hin zu dem, was jeder werden soll und zu dem Ziel, welches jedem bestimmt ist).

Was meint Ihr dazu ????

Liebe Grüße
Beene

Geändert von gitti2002 (09.02.2015 um 00:39 Uhr)
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  #25  
Alt 10.05.2007, 12:21
nobbidobbi nobbidobbi ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

hi leute!
ich glaube, man kann natürlich den glauben nutzen, um es sich leichter zu machen. was spräche dagegen, gerade in unserer chweren zeit? ich fürchte nur, aus solch einem grund zu glauben würde eh nix bringen + man würde sich auch dementsprechend fühlen. ich bemerke bei mir momentan eine ziemliche zuversicht, die sich auf glauben gründet. ich las viel in den letzten jahren, sehr viel aus dem buddhistischen hintergrund. jetzt anscheinend, mit einigen erfahrungen + eben den richtigen büchern zur richtigen zeit, einem gut aufgestellten heilungsteam kommt etwas in gang, dass ich früher kaum durch tägliche meditation erreichte.
ich glaube, der glaube erreicht einen wenn es der zeitpunkt ist...
Yours truly
norbert
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  #26  
Alt 11.05.2007, 10:31
Beene Beene ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo Ihr Lieben,

glaubt Ihr "nur", damit Ihr etwas zum Festhalten habt ? Die Zeiten werden im allgemeinen (und noch dazu mit dem Krebs im Nacken) schlechter....

Meint Ihr, dass wieder mehr Menschen zum Glauben finden oder dass der Glaube "benutzt" wird, damit es leichter ist.
Kann man "Glaube" überhaupt benutzen ??

Ich meine, wie Birgit auch, es kommt von tief innen, aus der Seele und dem Herzen und man kann es nicht einfach ein- und aussschalten, es ist da und es wirkt in einem und man kann es spüren und fühlen.....

Oder, wie ist das bei Euch ?????

Beene
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  #27  
Alt 11.05.2007, 11:29
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hope38 hope38 ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Ihr Lieben!
Glauben, um "nur" festzuhalten? Hmmm? Ja, vielleicht ist aber genau das der Sinn des Glaubens? Eine Stütze, ein Halt? Ich persönlich denke, daß ein Glaube, egal, wie man ihn nennt (Gott, Liebe, Zuversicht, an sich selbst), der aus einer Situation entsteht, ein ganz tiefer, wahrer Glaube ist. Meistens wird der Glaube aus Verzweiflung geboren. Menschen, die nie an etwas glauben konnten oder wollten, tun es plötzlich (nobbidobbi, aus Deinen Zeilen meine ich es herauszulesen). Genauso passiert es, daß religiöse Menschen, die quasi in den Glauben geboren werden, weil er von Generation zu Generation weitergegeben wurde, wenden sich ab, wenn sie sich verlassen fühlen.

Eins hat der Glaube aber gemeinsam: Er ist nicht erklärbar. Er befindet sich in einem Bereich unserer Seele, den wir als Geschenk annehmen sollten. Er kann befreien, wenn er richtig "eingesetzt" wird. Er kann beruhigen. Er kann Mut geben. Er kann Kräfte freisetzen. (Falsch eingesetzt kann er natürlich auch genau das Gegenteil von all dem)
Ich glaube auch an etwas. Es ist nicht in der Bibel geschrieben, es wird nicht gepredigt im Gottesdienst. Es ist in mir. Der Glaube ist in meinem Herzen und er besteht aus Liebe. Ja, ich glaube an die Liebe. Das gibt mir Mut und schafft es sogar manchmal, mir Hoffnung zu machen. Also ist es etwas zum Festhalten

Liebe Grüße,
hope
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  #28  
Alt 11.05.2007, 11:30
ulla46 ulla46 ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo Aufwärtselke,
was für eine bezaubernde Geschichte, die der Glaube erst möglich macht!
Bei mir war es so, dass ich schon immer sehr "spirituell" war. Ich komme aus der Naturwissenschaft und mir war schon lange klar, dass es sowas wie Gott geben muss, der aber nicht direkt in unser Leben eingreift. Ich habe mich lange mit dem Buddismus beschäftigt, weil er dem entsprach, was ich glaubte.
Als ich dann krank war, hat sich etwas entscheidend verändert, das ich nur so beschreiben kann: Davor war Gott in meinem Kopf, als Idee sozusagen. Jetzt ist er in meinem Herzen, ich "spüre" die göttliche Kraft ganz reell, sie bringt mich wieder zum Lächeln wenn ich traurig bin und hat mein Herz geöffnet für Dinge, die ich vorher nicht gesehen habe wie z.B. die Richtungsweiser für meinen Lebensweg, all die Zufälle, die für mich nun Sinn machen und die mein Ego früher übersehen oder belächelt hat. Ich empfinde das als sehr großes Geschenk und glaube deshalb auch, dass man Glauben nicht wollen kann, auch nicht instrumentalisieren, er ist einfach da, wenn die Zeit dafür reif ist...
Liebe Grüße an euch alle, es tut gut, in diesem Thread zu lesen und zu schreiben!
Ulla
__________________
SPK 2005, ED T4, Nx, Mx, G2. Chemo und anschl. Chemoradiatio bis Ende 2005. Seitdem ohne Befund.
www.mein-krebs.de
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  #29  
Alt 11.05.2007, 12:07
nobbidobbi nobbidobbi ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

hi leute!
ich habe zwar vorher immer nach einem glauben gesucht, mich sehr viel mit buddhismus beschäftigt + auch 1000 bücher in spiritueller richtung bei mir im schrak. es fehlte nur immer dieser innere frieden + eine gewisse zuversicht gegenüber dem, was mein intellekt da so gierig in sich schlang. auch weiß ich nicht, wie fest mein glauben wirklich ist. ich glaube, an dem tag kamen viele helping hands zusammen + dazu war ich auch gerade offen. das lesen der bücher + all die meidtation mussten aber wohl - für mich zumindest - sein, um einen kanal zu schaffen, die poren vielleicht zu öffnen...

Yours truly
norbert
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  #30  
Alt 12.05.2007, 17:59
Benutzerbild von Blauerschmetterling
Blauerschmetterling Blauerschmetterling ist offline
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Standard AW: Gott, Glaube und Krebs....

Hallo ihr Lieben,
tja, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Seit dieser Thread eröffnet wurde, ich freue mich, dass hier so offen über Gott und Glauben geschrieben wird, denn viele schämen sich und wollen nicht darüber reden, also, seit dieser Thread eröffnet wurde geht mir ein Gedanke nicht aus dem Kopf. "Was ist Glauben?" Mit Sicherheit nicht, das, was die Kirche diktiert. Ich bin christlich erzogen worden, aber im jugendlichen, pubertären Alter wollte ich nichts davon hören. Elvis und die Beatles waren greifbarer als Gott, der fernab auf uns herabschaut. Und wenn ich sage: ich glaube an Gott, so ist das gleichgestellt mit: ich glaube, dass morgen die Sonne wieder scheint. Glauben heißt nicht Wissen, es ist eine Vermutung, die uns in keinster Weise hilfreich ist.
An Gott glauben, muss man fühlen und zwar so stark, als ob man die Nähe Gottes spüren kann. Und nicht nur seine, sondern auch die Nähe seines Sohnes, Jesus, der wohl sagte: Zu meinem Vater kommt ihr nur durch mich. Wenn wir das einmal angenommen haben, blüht unsere Seele auf und Schweres ist viel leichter zu tragen, da wir behütet werden, wir müssen es nur annehmen.
Ich habe nie daran gezweifelt, dass es Gott gibt, aber ich habe nie darüber geredet, habe ihn also verleugnet, was er mir hoffentlich verziehen hat. Wach geworden bin ich durch ein Nahtoderlebnis vor fast 23 Jahren. Vielleicht sollte es so sein, vielleicht sollte ich wachgerüttelt werden: Siehe, es gibt ein Weiterleben nach dem Tod. Seitdem habe ich keine Angst mehr vor dem Tod, unsere Seele lebt weiter und dieses "Leben" wird viel schöner, als wir es uns vorstellen können. Lange traute ich mich nicht darüber zu reden, viele würden sagen, ich hätte geträumt, bis ich es nicht mehr aushielt und meinem Mann davon erzählte. Und mein Mann sagte: Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht ermessen können.

So bin ich der Meinung, dass alleine der Glaube an Gott nicht ausreicht. Fühlen wir die Liebe Gottes tief in unserem Inneren, so können wir sicher sein, dass uns diese Liebe begleitet, was immer auch geschieht und wir mit Licht und Wärme in der Ewigkeit empfangen werden.

Doch es wäre nicht Gott, wenn er nicht alle Menschen lieben würde, auch die "ungläubigen". Doch wir, die wir Gottes Liebe spüren, haben ein ganz anderes Lebensgefühl. Wir werden nie verlassen und das macht uns froh.

Alles Liebe für Euch und ein schönes Wochenende
Anneli

Hoffentlich habe ich nicht zu verworren geschrieben, ich sprudelte über.
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