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  #781  
Alt 15.07.2004, 13:25
Gast
 
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Standard Götter in Grau?

Liebe Forum-Teilnehmer,
seit Tagen lese ich nun für oder gegen Mistel und andere alternative Krebsmittel, über randomisierte Studien und Scharlatanerie und und und - als Betroffene muss ich endlich einmal etwas dazu sagen: diese ganze Auseinandersetzung bringt überhaupt nichts - vor allem keine Hoffnung.
Das allerschlimmste und grausamste an meiner Diagnose-Stellung durch klinische Onkologen war die unverantwortliche Auskunft, dass es ‘zu spät ist’, dass 10 % der Erkrankten nach einem Jahr nicht mehr leben, dass keine Operation und kein Verfahren möglich sind, welche vielleicht auch eine Heilung beinhalten. In der ersten Klinik sagte man mir, ich solle nach Hause gehen und die Dinge erledigen, die es noch zu erledigen gibt.
Danach erhielt ich 5 von 6 angedachten Chemotherapien, und ich vertrug sie nicht nur sehr gut, sie waren sogar auch erfolgreich. Die Diagnose ist nun über 10 Monate her und jetzt - im Moment - fühle ich mich immer noch körperlich fit, wirklich sehr fit. Was mir zu schaffen macht - in meinem täglichen Lebensablauf, in der Nacht - sind die Diagnosen und Prognosen der Ärzte.
Was habe ich gemacht? Viele Bücher gelesen, war eigentlich überflüssig, für mich! rein subjektiv - Positives Denken, Visualisieren usw klappten kaum, und lange Zeit fiel ich bei jedem negativen Gedanken, und deren waren viele, in ein noch tieferes Loch. Aber ich war mir über eines klar. Jede Krankheit hat eine körperliche, eine seelische und eine geistige Komponente. Alle drei Ebenen beeinflussen das Immunsystem, und das Immunsystem gilt es zu stärken.
Während und nach der ersten Chemo - von der GfbK hatte ich noch nicht gehört - trank ich jeden Tag 500 ml Aloe-Saft. Das war sehr teuer, aber es half, ich konnte es beobachten. Dann setzte ich mich mit der GfbK in Verbindung, meine Tochter suchte im Internet, und ich wusste, dass ich zur Immunstärkung zunächst Thymus brauche, hoch dosiertes Vitamin C und zumindest E, Enzyme und Mittel zur Ausleitung der Gifte. Jetzt stand ich vor dem Problem ‘wie alles bezahlen’ und wie finde ich einen vertrauenswürdigen Arzt. Diese Probleme habe ich heute noch nicht gelöst, aber vieles habe ich geschafft. Neben den Ärzten/Onkologen war und ist die Krankenkasse das zweite Objekt einer endlosen Enttäuschung und aber auch Wut. Das einzige Mittel, welches die Krankenkasse zahlt, ist nach wie vor Mistel, und ob Mistel im persönlichen Fall das Immunsystem stärkt oder andere Mittel, kann man testen lassen.
In unserem Staat ist m. E. die berühmte ‘Schere’ schon längst auseinandergefallen, da überdehnt. Jeder Privatpatient erhält ohne alle Probleme nach ärztlicher Indikation fast alle Mittel, die ein Krebskranker braucht - erstens braucht um vielleicht zu genesen, zweitens braucht um länger zu leben, drittens braucht um besser zu leben, mehr Lebensqualität zu haben; zum Beispiel Hyperthermie oder Fiebertherapie oder Wobe Mugos, auch Thymus und Milz und andere immunstimulierende Mittel u.v.a.m.. Ich als gesetzlich Krankenversicherte erhalte von all dem nichts. Gottseidank wird mir durch die Familie und durch Freunde geholfen. Ich danke danke ihnen allen.
Momentan nehme ich Wobe Mugos und Mucozym, Mutaflor und C und E, Selen und Zink sowie Algen, Basica und Leinöl, kleine Dosen Cellagon Aurum und EM-X.
Was will ich sagen? Bitte verlieren Sie nicht den Mut, lassen Sie Ihr Immunsystem untersuchen, bitten sie Freunde und Familie.
Mein Wunsch wäre es, aktiv mit anderen gegen all die Unmenschlichkeiten zu arbeiten, die es uns Krebskranken noch schlimmer macht, und die einfach nicht existieren dürften. Es gälte Mitstreiter zu finden bei Ärzten, Menschen, die Geld haben, bei der Öffentlichkeit. Und auch wenn wir die Schwächsten sind, wir haben sicher alle - oder die meisten - Freunde und Verwandte, gute Bekannte. Wir sollten was tun; sonst werden demnächst die metastasierten Kranken nicht einmal mehr Chemo oder Strahlen erhalten.
Und noch etwas: Glauben Sie zunächst keinem Onkologen, der zum Beispiel keine OP für möglich hält. Das ist vor allem im norddeutschen Raum leider so. Und glauben Sie ihm auch nicht, er habe in seiner ganzen langjährigen Praxis noch keine Heilung erfahren. Er hat wahrscheinlich nur nicht richtig hingeschaut. Suchen Sie alternative Möglichkeiten im Süden Deutschlands, irgendwie scheint der Süden offener zu sein.

Gruss Gretatamodo@aol.com
  #782  
Alt 15.07.2004, 22:08
MariaJudith
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Götter in Grau?

Liebe Greta,

ich finde es eigentlich erschreckend und gleichzeitig auch beruhigend, dass nicht nur ich mit Ärzten solche Erfahrungen mache. Die heutigen Mediziner sind einfach viel zu sehr auf die Wissenschaft fokusiert und nicht mehr auf den Menschen. Das ist eigentlich ziemlich tragisch und trotz ihres hohen Wissens ein Armutszeugnis. Ich finde auf jeden Fall genial, dass es Dir nun so gut geht und dass Du durch Deine eigene Kraft geschafft hast wieder soweit gesund zu werden!!!! Was hattest Du genau für einen Krebs und wie weit fortgeschritten?
Ich habe von einem Dr. Scheller aus Süddeutschland gehört, der soll sehr gut sein. Wir überlegen sogar von Österreich zu ihm zur Behandlung zu fahren!
Freue mich bald wieder von Dir zu hören!
Alles Liebe,
MariaJudith
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