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  #76  
Alt 24.02.2008, 00:04
achimmaryweyhe achimmaryweyhe ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

hallo mona,
was besagen prognosen schon....................
ich habe die chemo/bestrahlung meiner frau abgebrochen, die prognose sagte folgendes: innerhalb der nächsten 2 - 3 tage wird sie hier im krankenhaus sterben, lieber mit nach hause nehmen, dann kann sie dort in ruhe einschlafen.
das war im november 2005.................
soviel zur prognose der ärzte im krankenhaus....................
momentan geht es ihr gut, ich schreibe hier im kk manchmal über ihren gesundheitszustand.

lg

achim
__________________
Reg' Dich erst auf, wenn's soweit ist.
  #77  
Alt 29.04.2008, 18:01
Mona66 Mona66 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Ein Satz, den ich mir noch Prognosen entwickelt habe...

Prognosen sind nur die zusammengefassten Erfahrungen der Vergangenheit...

(Nun werden leider nicht täglich neue supererfolgreiche Heilungsmethoden und Medis entwickelt, aber wenn doch..., dann....)
  #78  
Alt 19.05.2008, 12:33
Benutzerbild von Sternschnuppe07
Sternschnuppe07 Sternschnuppe07 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?



Hallo liebe Sanne,

oooh, nun greife ich einen Beitrag von Dir auf, der schon ein Jahr zurück liegt, das aber nur deshalb, weil ich diesen erst jetzt gelesen habe.

Dankeschön, dass Du, als Fachfrau sozusagen, sagst, das Prognosen und Statistiken nicht wirklich viel taugen. Es stimmt, die Medizin ist weit vorangeschritten, Gottseidank auch, aber dennoch wird man immer mal wieder mit solchen Prognosen konfrontiert. Sieh mal, ich war im vergangenen Jahr an EK erkrankt, erst nach der 2. OP konnte man mir den allergrößten Teil entfernen. Die Chemo wirkte sehr gut, 3 Wochen nach der letzten Chemovergabe lag mein TM absolut im Normbereich und weitere 9 Wochen später ebenfalls. Bis dann ca. 3 Monate später der Hammer kam, es waren noch winzige Restchen vorhanden im Bauchfell, die ein wenig gewachsen waren. TM erhöht, Prognose nicht so doll, weil alles, was innerhalb von 6 Monaten wächst oder wieder kommt, nicht so toll einzuschätzen ist. Vermutlich auch, weil man dann vermutet, dass man platinrefraktär ist. Eine Sache, die man natürlich nicht nachvollziehen kann, denn die Chemo hatte doch so gut angeschlagen, es handelt sich doch um dieselben Zellen oder nicht? Wie dem auch sei, natürlich mache ich mir Gedanken, insbesondere auch um meine Familie, meine Kinder sind doch noch relativ klein, was sollen sie ohne mich machen und ich denke auch an meinen Mann dabei.

Meine ganze Hoffnung liegt auf der Ovar 2.11 Studie und ich hoffe sehr, dass ich es doch noch gebacken bekomme und noch viele, lange, gesunde Jahre leben kann und darf!!!

Denn trotz dieser Prognose meinte meine Ärztin auch, dass es Frauen gab, die hatten eine bessere als ich, aber die haben es nicht geschafft, weil sie seelisch abgebaut haben, während es Frauen gab mit meiner Prognose, die hatten Kämpfergeist und den festen Willen, sie haben es geschafft. Also wird sich doch sofort in dieser Prognose widersprochen gell? Nur - kann man immer positiv denken? Niemals einen Durchhänger haben???

Klar fahre ich mitunter Achterbahn mit meinen Gefühlen, aber ich glaube auch daran, dass ich es schaffen kann und schaffen werde!!!

sonnige Grüße

Manu



Zitat:
Zitat von sanne2 Beitrag anzeigen
Hallo Mona,
Deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich selber nicht betroffen bin!
Mein Mann erkrankte 2003 an einem Weichteilsarkom und seine Prognose war, innerhalb der nächsten zwei Jahre zu 65% an Lungenmetastasen zu erkranken.
Drei Onkologen unabhängig voneinander sahen es so!
Mein Mann gab auf Statistiken und Prognosen überhaupt nichts. Er sagte von vornherein, er gehöre zu den anderen 35%. Seine Nachsorgetermine nahm er immer ganz gelassen, machte sich keine Gedanken. Anfangs dachte ich, er würde seine Krankheit verdrängen, aber dem war nicht so.
Und er hatte recht! Er ist bis heute von Metastasen und Rezidiven verschont geblieben, lebt sein Leben wie vor der Erkrankung, hat nur eine Sache verändert, nämlich den Stress in seiner Firma zu minimieren. Er ist in vielen Dingen gelassener geworden, ansonsten ist er ganz der "Alte".
Deine Ängste und Gedanken hatte ich als Angehörige nach den ganzen Therapien. Dann erst hat man Zeit zum Luft holen.
Seit 26 Jahren bin ich Krankenschwester und ich kann Dir sagen, die Prognosen sind veraltet, die Medizin ist vorangeschritten, die Statistiken stimmen selten.
Ich wünsche Dir Gesundheit, schöne Gedanken und ein sorgenfreies Leben!
Liebe Grüße
Sanne
__________________




Der Krebs kam leider ungefragt einfach so in mein Leben, nun kann er gefälligst ebenso wieder verschwinden und zwar auf NIMMERWIEDERSEHEN !!!
  #79  
Alt 19.05.2008, 20:23
Benutzerbild von suze2
suze2 suze2 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

liebe schnuppe,

nein, dauernd kann man nicht positiv denken. ich gkaube auch nicht, dass es leute nicht schaffen, WEIL sie seelisch abgebaut haben.
es gehört eben eine portion glück dazu -
die statistik hilft dir auch nichts, wenn du 95 prozent hast und du gehörst zu den anderen 5 prozent.

meine prognose: 80 % der frauen leben nach 10 jahren
18 sind an krebs gestorben
2 sind aus anderern gründen gestorben

und ich - bei meinen achterbahnen - dachte zb. NIE an diese 2% die an was ganz anderem gestorben sind. die sind mir am axxx vorbei gegangen.

zeigte mir, wie mein denken funktioniert.

aber nochmals: zum gesundbleiben gehört auch eine portion glück!

das wünsche ich dir
und mir
und allen hier
von ganzem herzen
  #80  
Alt 26.01.2009, 23:13
DerPapavomNils DerPapavomNils ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Sich mit Prognosen auseinander zu setzten ist sehr Schwierig. Da denke ich muss jeder mit sich kämpfen und postiven Lebensmut bekommen. Ein Bekannter hat vor 10 Jahren eine Lebenserwartung von einem halben Jahr bekommen. Er lebt heute noch mit mehrfachem Krebs. Soviel dazu.
Da ich selber betroffen bin, ist es an der Zeit mal über sich und sein hektisches Leben nachzudenken. Bitte nicht falsch verstehen, aber genieße jeden Tag an dem Du früh aufstehen darfst und Lebe!
  #81  
Alt 27.01.2009, 14:42
Benutzerbild von Gaby103
Gaby103 Gaby103 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo Ihr alle,

ich komme aus dem BK-Forum. Meine Therapie ist fast abgeschlossen und ich habe folgende Prognose:
80% Überlebenschance für die nächsten 5 Jahren.

Da ich mich beruflich schon immer mit Zahlen befasst habe und Mathe immer mein Lieblingsfach war, wollte ich von meinem Chirurgen schon eine Aussage über meine Prognose hören. Er tat sich etwas schwer damit, weil seiner Meinung nach für mich die Prognose doch egal wäre, wenn der Krebs wiederkommt oder metastasiert ist dies nicht von der Prognose abhängig.

Ich habe dies definitiv anders gesehen, bei relativ guten Prognosen fällt es einfacher positiv zu denken, nicht den ganzen Tag den Krebs präsent haben.
Es ist einfacher zu hoffen.
__________________
Viele Grüße
Gaby


das Bild: Scheidegg Blick aus meinem Zimmer
  #82  
Alt 27.01.2009, 18:40
Birgit64 Birgit64 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Zitat:
Zitat von Gaby103 Beitrag anzeigen
Ich habe dies definitiv anders gesehen, bei relativ guten Prognosen fällt es einfacher positiv zu denken, nicht den ganzen Tag den Krebs präsent haben.
Es ist einfacher zu hoffen.
Hallo Gaby,
ich denke, damit hast du sehr recht. Ich glaube, dass gerade Neu-Erkrankte diese Prognosen auch brauchen, um ihr eigene Situtation und ihre Chancen irgendwie bewerten zu können und eben, bei guter Prognose, ein Stück Hoffnung und Sicherheit gewinnen zu können. Um irgendetwas zu haben, an dem sie sich festhalten können.
Ich persönlich zweifle allerdings schon lange an diesen Prognosen. Bei denkbar schlechter Prognose geht's mir nach 6 Jahren immer noch gut, während Mitpatientinnen von mir (auch aus dem KH) mit deutlich besseren Prognosen zwischenzeitlich verstorben sind.
Ich glaube, dass letztendlich jeder Krebs so individuell ist, wie die Person, die ihn hat, dass Prognosen individuelle Lebenssituationen nicht berücksichtigen (können) und deshalb nur eine Orientierungshilfe sein können, die man aber nicht überbewerten sollte (weder die positiven noch die negativen).

Freundliche Gruesse
__________________
Birgit64

במאי יש לך תמיד סיבה מספיק להתלונן
  #83  
Alt 27.01.2009, 19:09
Benutzerbild von nikita1
nikita1 nikita1 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo Gaby,

für mich sind die Prognosen nur ein Grund zum Verzweifeln, was soll man auch bei ca. 10% in 5 Jahren an Hoffnung haben ?
Inzwischen sind schon Frauen mit viel günstigeren Prognosen verstorben...und ich mit meinen 10% gehe arbeiten und fühle mich super.
Ich würde mich also positiv auf die oben genannten 80% stützen und bei schlechten Prognosen, die Seite, auf der sie im Net geschrieben steht... schnell wegklicken.
Ein seriöser Arzt gibt normalerweise keine Prognosen ab, aus gutem Grund. Er kann Mut machen und sagen, dass alles o.k. ist, aber mit % um sich zu werfen.. ist nicht ratsam.
__________________
Liebe Grüße
Nikita


Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen.
George Patton

Geändert von nikita1 (27.01.2009 um 19:12 Uhr)
  #84  
Alt 28.01.2009, 14:07
Ilse Racek Ilse Racek ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo Gaby,

so denke ich auch.

Gleichwohl hatte ich vor 6 Jahren eine bunte Pallette von Äußerungen - angefangen mit den Schwestern und Ärzten im Klinikum, über den Hausarzt bis zu meinem damaligen Gynaekologen...
Der Hausarzt beispielsweise schlug schon beim Abstürzen der Leukos bald aus dem ArztSessel und ließ sich das durchaus auch anmerken.

Von "warten wir mal die nächste Zeit ab" über "naja, 5 Jahre"..... bis zu "Prognosen sind Humbug"..... kann man/frau sich's dann aussuchen

Mir ging's wie Birgit - ich hab' keine der Äußerungen überbewertet...

Nach menschlichem Ermessen bin ich derzeit OK


Liebe Grüße
__________________
Ilse
  #85  
Alt 28.01.2009, 14:35
Benutzerbild von Gaby103
Gaby103 Gaby103 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo Ilse,

den Satz: ich habe keine der Äußerungen überbewertet finde ich sehr gut.

Ich für meinen Teil werde alles tun um gesund zu bleiben. Dann ist es auch egal, wie die Prognose einmal war.
__________________
Viele Grüße
Gaby


das Bild: Scheidegg Blick aus meinem Zimmer
  #86  
Alt 16.03.2009, 15:46
Heiderose Heiderose ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo an alle,

Prognosen sind eine heikle Sache. Ich erhielt im Janaur 2008 bei Eierstockkrebs Figo IV mit erheblichen Metas eine Prognose von 2 Monaten.

Jetzt im März 2009 arbeite und lebe ich immer noch bei guter Lebensqualität, bekomme Chemo als Thirdline, Metas werden (nicht erklärlich) kleiner und ich habe für mich beschlossen sämtliche Prognosen zu ignorieren.

Heiderose
  #87  
Alt 16.03.2009, 16:32
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Renate23 Renate23 ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Hallo Heiderose,

ich finde dass Du es richtig machst. Prognosen werden wahrscheinlich irgendeiner Statistik entnommen und somit können sie auch nicht auf alle Betroffenen angewandt werden.
Ärzte sollten keine Prognosen stellen, jeder Mensch reagiert anders.

Renate
  #88  
Alt 20.03.2009, 15:29
Benutzerbild von BarbaraO
BarbaraO BarbaraO ist offline
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Standard AW: Wie geht Ihr mit Prognosen um?

Zitat:
Zitat von Renate23 Beitrag anzeigen
Ärzte sollten keine Prognosen stellen, jeder Mensch reagiert anders.
Mein Reden,
ich habe eine sehr schlechte Prognose und lebe bisher 6 Jahre metastasenfrei. Inzwischen habe ich hier aber schon recht oft den Tod von Patienten mit guter Prognose miterleben müssen.
Insofern hat sie oft nur zum Ergebnis, Menschen zu ängstigen oder sie zu erschrecken, wenn die gute dann doch nicht eintrifft.

Liebe Grüße





http://www.krebs-kompass.org/showpos...43&postcount=5

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