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  #1141  
Alt 29.05.2010, 00:18
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struwwelpeter struwwelpeter ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Liebe Kerstin

Es ist normal dass man selbst eine Situation, in der man sich selbst befindet/befand, nur subjektiv beurteilen kann. Auch jetzt möchte ich Dich bitten es mir nicht übel zu nehmen: aber die emotionale Abhängigkeit ist hier bei Dir schon sehr groß. Man liest es deutlich aus Deinen Zeilen immer wieder heraus. Es ist schon richtig, besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Nein, warum zum Teufel hast Du ein schlechtes Gewissen? Schuldest Du ihr irgendetwas, bist Du ihr zu Nahe getreten oder hast Du Deine Position (als Patient) missbraucht? Dem ist nicht so, Dein schlechtes Gewissen ist nicht begründet, aber es ist da, eben weil es doch ein riesiges Abhängigkeitsverhältnis war. Mit einem Arbeitsverhältnis hat das nun rein gar nichts mehr zu tun.

Ich wünsche Dir das Beste, die Trennung wird Dir dauerhaft gut tun (hoffe ich für Dich)
LG Ina
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  #1142  
Alt 30.05.2010, 00:32
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

@lonelein: Ich habe nicht den Eindruck, dass ich total in meinen Körper hineinhorche. Meine Nebenwirkungen begegnen mir auch so. Nur bei Schmerzen im Brustkorb bin ich sicher überempfindlich. Ansonsten versuch ich manchmal sogar meine Nebenwirkungen zu ignorieren in der Hoffnung, dass sie von alleine weg gehen. Klappt meistens nicht.
Mir mangelt es absolut nicht an Zielen. Vieles was ich gerne umsetzen möchte, bekomme ich gerade nicht hin wegen meiner eingeschränkten Leistungsfähigkeit.
Sicher kann mein psychischer Umgang mit meinen Einschränkungen noch verbessert werden. Ich bin eigentlich gar nicht so gestrickt, dass ich nicht zur Uni gehe, wenn es mir schlecht geht. Das gestehe ich mir nach der Erfahrung von 6 Fachsemestern zwischen Studium und Beschwerden aber zu. Im ersten Semester bin ich noch ein Tag von 8 bis 20 Uhr in die Uni gegangen und danach zur Bestrahlung. Ich setze mich selbst schon genug unter Druck. Ich muss wohl noch lernen meine Leistungsanforderungen an mich zu verringern. Ich bin mir auch bewusst, dass ich für mein Leben selbst verantwortlich bin.
Ich habe auch ein festes Netz an Freunden und während meiner Krankheit habe ich niemanden von meinen Freunden verloren. Ich habe nur neue dazu gewonnen.

@Ina: Ich glaube, dass geht mir gerade so nahe, weil es nun einmal schmerzhaft ist, auf diese Weise sich von jemanden zu trennen. Bei Verlusten merkt man doch immer, was man vorher hatte. Vor diesem Konflikt hatte ich in letzter Zeit aber fast gar nichts mit ihr zu tun und habe auch nicht an sie gedacht. Ich merke, dass ich gestern angefangen habe loszulassen und sehe wie notwendig ein Ende ist. Eine Psychologin, die mich so behandelt, kann ich wirklich nicht gebrauchen. Durch Therapeuten sollten sich ja nicht die Probleme vermehren. Sicher frag ich mich auch, ob ich Fehler gemacht habe, aber ich weiß von mindestens vier Menschen mit denen sie sich in der Zeit während meiner Therapie verkracht hat. Dieses Wissen hilft mit etwas den Schuh mir nicht anzuziehen. Falls ich noch mal eine Psychologin habe sollte, werde ich auf die notwendigen Grenzen bestehen. Hinterher ist man immer schlauer.


Ein Problem mit meiner Haut habe ich wohl auch zu sehr vernachlässigt. Schon vor Ostern war meine Haut im Schritt total entzündet. Weil ich dann in den Urlaub gefahren bin, habe ich es erstmal mit einer Creme gegen Pilze versucht. Im Urlaub war es mit zu unangenehm meiner Familie zu sagen, dass ich wohl mal zum Frauenarzt muss. Stattdessen hatte ich mal mehr mal weniger Schmerzen. Nach dem Urlaub war ich beim Frauenarzt, der meinte, dass es kein gynäkologisches Problem ist, sondern ein Hautekzem. Mit einer Creme sollte es in einer Woche weg sein. Jetzt ist die Haut abwechseln verkrustet oder nässend. Ich muss mich wohl doch aufraffen und noch mal zum Frauenarzt gehen. Nächste Woche habe ich schon vier Arzttermine. Da hat irgendwie mein Zeitmanagement versagt. Die vier Termine sind mir bei meiner aktuellen Verfassung eigentlich zu viel. Einer davon ist die Darmspiegelung. Dann habe ich das hoffentlich mal erledigt. Ich weiß zwar nicht, was sie dann machen, wenn es z.B. Hämorhiden sind. Werde ich ja dann sehen.

Gute Nacht ihr Lieben!
Ich wünsche euch einen guten Sonntag!
Eure Kerstin
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Morbus Hodgkin, II B mit Riskofaktor, ED 4/06, 8x BEACOPP eskaliert,Bestrahlung, 1. Rezidiv 03/07, 2x Chemo mit DHAP, 20.06.07 SZT; Bestrahlung;Reha, 2. Rezidiv, 18.04.08 allogene SZT, 03.06.08 komplette Remission
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  #1143  
Alt 30.05.2010, 10:41
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lonelein lonelein ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

okey, war halt nur mein eindruck.wenn´s nicht so ist, ist es ja gut.
wünsche dir alles gute und dass du bald alles im griff hast.
lone
__________________
Du weißt nicht mehr wie Blumen duften,
kennst nur die Arbeit und das Schuften-
...so geh´n sie hin die schönsten Jahre,
am Ende liegst Du auf der Bahre
und hinter Dir da grinst der Tod:
Kaputtgerackert - Vollidiot!
Ringelnatz
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  #1144  
Alt 30.05.2010, 12:47
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Liebe lone,
ich wünsche dir auch alles Gute und natürlich viel Erfolg bei deiner Abschlussarbeit!
Alles Liebe
Kerstin
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  #1145  
Alt 30.05.2010, 20:36
der_weg der_weg ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo Kerstin,

ich find das Verhalten Deiner Therapeutin echt erschreckend.
Glücklicherweise scheinst Du stark und reflektiert genug zu sein, um mit dem Verlust umgehen zu können.
Ich wünsche weiterhin viel Kraft !

Ihr kann man nur wünschen, dass die aus der Sache auch gelernt hat, und sich bei den nächsten Patienten dann etwas mehr zurück nimmt.

LG, Sophie
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  #1146  
Alt 31.05.2010, 21:05
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo ihr!

@Sophie: Bisher habe ich mich ja in der Angelegenheit noch nicht stark gezeigt. Langsam gewinne ich aber etwas Distanz. Tut mir gerade nicht mehr weh.

Ich habe gerade mal Ekzem-Googlen gemacht. Vielleicht ist mein Anal-Problem auch ein Ekzem. Das kann da nämlich auch bluten. Wenn mein Anal-Problem und mein Ekzem im Schritt eigentlich ein Problem ist, wäre es ja praktisch, dann könnte ich das vielleicht mit einem Arztbesuch abhandeln. Ich weiß auch gar nicht mehr welches Problem als erstes auftrat. Vor zwei Monaten hatte ich jedenfalls beide Probleme schon.

Langsam geht es mir insgesamt wieder etwas besser. Die Uni bekomme ich langsam wieder in den Griff (jedenfalls meine Hoffnung). Bin müde, aber schlafe nachmittags nicht. Keine Ahnung warum. Mein bevorstehender Mathevortrag hat mich in letzter Zeit etwas erdrückt. Ein Mathe-Dozent, der in meiner Sportgruppe ist, hat sich letzte Woche vier Stunden mit mir hingesetzt und mir geholfen. Für den zweiten Teil wollen wir uns noch mal treffen. Super nett von ihm. Ich bin froh, dass ich mal mein Einzelkämpfer-Dasein aufgegeben habe und ihn um Hilfe gebeten habe. Ich muss mir noch überlegen wie ich mich angemessen bedanken kann.

Ich wünsche euch eine schöne Woche! (Ohne Regen!!!!!!!!!!!)
Kerstin
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  #1147  
Alt 01.06.2010, 02:40
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Ich bin irgendwie schlaflos (zur Abwechslung )
Seit ein paar Tagen habe ich schon nicht mehr nachmittags geschlafen, was ja die richtige Tendenz ist und für mich ungewohnt.
Komischerweise fällt es mir auch nachts schwer einzuschlafen. Ich würde ja denken, dass ich nachts voll schlafe, wenn ich schon tagsüber nicht schlafe. Kapier ich nicht!
Als ich das letzte Mal so schlaflos war, war ich hormonell in den Wechseljahren. Seitdem nehme ich durchgehend ein Östrogen. Daran liegt es also wahrscheinlich nicht.
Ich nehme ja gerade an einer Studie zur Müdigkeit teil. Die letzte Woche war irgendwie nicht repräsentativ für mein Schlafverhalten und meine Müdigkeit.
Ich bin mal gespannt wo das gerade hin läuft.
Ich hoffe ich schlaft gerade tief und fest.
Alles Liebe
Kerstin
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  #1148  
Alt 01.06.2010, 09:47
Reinhard Reinhard ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo Kerstin,

es sind, glaube ich, die Gedanken, die einen vom Schlaf abhalten.

Irgendwas beschäftigt Dich wohl zur Zeit etwas außergewöhnlich.
Vielleicht die "Mathenachhilfe"?

LG Reinhard
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  #1149  
Alt 01.06.2010, 21:33
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo ihr Lieben!

@Reinhard: Wahrscheinlich eher noch meine Psychologin.

Ich hatte heute einen Termin bei der Sportmedizin. Der Sportmediziner hat mich gefragt, warum ich so wütend bin. Da fing ich an zu heulen. Ich habe ihm die Geschichte mit der Psychologin erzählt. Er meinte ich soll meine Trauer und Wut ruhig zu lassen und nicht unterdrücken. Dann hat er so was wie eine Therapiesitzung mit mir gemacht. Das hatte ich nicht erwartet, wollte er doch mit mir über Müdigkeit sprechen. Er meinte, dass ich erstmal an meine aktuellen psychischen Probleme muss, bevor man an der Müdigkeit drehen kann. Ich soll auch mal die Trauer und Wut über meine Krankheit und die harte Zeit an mich heranlassen und nicht immer unterdrücken. An meinen Tätigkeitsaufzeichnungen sieht er aber bisher kein Veränderungspotential, um meine Müdigkeit zu verändern. Ich habe ihm auch gesagt, dass die Woche nicht repräsentativ war.
Weil ich so lange beim Sportmediziner war, konnte ich nicht mehr wie geplant aufs Laufband. Dann war ich in der Uni und bin danach wieder ins Krankenhaus gefahren zur Darmspiegelungsvorbesprechung. Weil ich zwischendurch noch eine Stunde Zeit hatte, habe ich die für mich zuständige Psychoonkologin aufgesucht, die ich die Sache mit dem Therapieabbruch erzählt habe. Sie meinte, dass es ganz eindeutig massive Grenzüberschreitungen waren und es gut ist, dass ich meine Grenzen markiert habe trotz des engen Verhätlnisses zur Psychologin. Sie meinte, es ist gut, dass ich Grenzen setzen lerne und natürlich blöd, dass es gleich zu einem Therapieabbruch geführt hat.

Inzwischen fang ich sogar an, stolz darüber zu sein, mal nein gesagt zu haben. Ich muss es wohl erstmal mit der Krankenkasse klären, wie es mit einer weiteren Therapie aussieht. Die Psychoonkologin meinte, ich solle mir einen richtigen Psychologen nehmen und nicht den Sportmediziner an mir herumexperimentieren lassen. Nach Experimente ist mir auch gerade nicht.

Bei der Darmspiegelungsvorbesprechung konnte mir etwas die Angst davor genommen werden. Der Einlauf ist wohl nicht so schlimm und die untersuchung erfolgt unter Narkose. Die Ärzte wollen ein neues Gerät an mir ausprobieren mit dem sie gleich sehen, ob es in meinem Darm Abstoßungsreaktionen durch die neuen (so neu sind sie ja eigentlich nicht mehr ) Stammzellen gibt.

Eigentlich wollte ich jetzt bei einer Literaturgruppe sein, aber ich habe verschlafen. Der Schlaf eben war wohl notwendig und jetzt bin ich auch wieder wacher.

Gute Nacht!
Eure Kerstin
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  #1150  
Alt 04.06.2010, 10:43
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Tag der Darmspiegelung.
Ich muss mir gleich einen Einlauf machen und bin etwas unsicher, wann ich den genau machen soll, damit es weder zu früh noch zu spät ist. Leider habe ich diese komischen Flaschen auch ohne Beipackzettel bekommen.
Ich glaub, das wird gleich ein Kampf, aber man wächst ja mit seinen Herausforderungen.

Ansonsten geht es mir richtig gut. Ich bin mit meinen Gedanken wieder in der Uni angekommen und die Müdigkeit ist erträglich.

Schönen Freitag!
Eure Kerstin
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  #1151  
Alt 04.06.2010, 22:02
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Hallo ihr Lieben,
die Enddarmspiegelung ist überstanden. Viel schlauer bin ich nicht. Meine Schmerzen und Blutungen beim Stuhlgang deuten wohl auf eine Analfissur hin, aber um das herauszufinden, muss ich eine Untersuchung beim Proktologen machen lassen.
Also kann ich diesen Punkt wohl noch nicht abhaken.
Liebe Grüße
Kerstin
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  #1152  
Alt 14.06.2010, 21:45
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo ihr Lieben!
Sorry, dass ich mich lange nicht gemeldet habe. Ich versuche mein Leben auf die Reihe zu bekommen, bin aber sehr müde. Heute war mein Mathevortrag, der wohl gut gelaufen ist. Danach bin ich natürlich sofort ins Bett und habe geschlafen. Irgendwie muss ich jetzt für das restliche Semester noch Energien freisetzen. Ich versuche jetzt immer abends nach meinem Nachmittagsschlaf noch etwas zu arbeiten. und ich konzentriere mich aufs wesentlichste. Psychisch geht es mir wieder besser.
Meine blöden Blutungen habe ich bei jedem Stuhlgang und so starke Schmerzen, dass ich kurz vorher richtig Angst bekomme. Ich werde morgen mal den Oberarzt fragen, ob wir auch ohne abgesicherte Diagnose, das wie eine Analfissur behandeln können. Ich habe jetzt nicht die Energie für eine zweite Darmuntersuchung.
Gute Nacht!
Kerstin
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  #1153  
Alt 19.06.2010, 13:20
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oft-weiß-ich-nich-weiter oft-weiß-ich-nich-weiter ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo Kerstin,

habe mich soo lange nich mehr bei Dir gemeldet...
Bin aber auch nich so gut drauf, bei E. ist irgendwas seit ein paar Wochen überhaupt nicht mehr in Ordnung- Kreislauf "spinnt", kann oft nachts überhaupt nich mehr schlafen, starke Unruhe...
Bei seinen ganzen Problemen sind wir jetzt verzweifelt bei der Ursachen-Forschung...
Dann Schuljahres-Ende bei unseren 3 "Monstern":
"Großer" wohl nich so gute Noten mit Hinblick auf Abi nächses Jahr,
"Mittlerer" hat es wohl wirklich geschafft, seine 5-en los zu werden, aber bei mir bleibt die Angst vor der Zukunft...,
die "Kleine" kein Problem (immerhin).

Und bei Dir ist wohl auch nach wie vor keine Ruhe in Sicht. Hast Du inzwischen einen Termin für die 2.Darmuntersuchung?
Wenn Du mitten im Semester-Schluss-Stress steckst: Halte durch!
Wann sind Semesterferien? Bei uns gehen nächste Woche schon die Ferien los.

Liebe Grüße, Deine A.
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  #1154  
Alt 29.06.2010, 22:40
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Hallo ihr Lieben,
Hallo liebe A. ,
war in letzter Zeit zu faul hier zu lesen. War mit studieren und rumhängen beschäftigt. Ich habe mich neben dem Rumhängen auf das Nötigste konzentriert und bisher sind alle meine Leistungen gut bewertet worden. Das gibt mir Hoffnung, dass ich es trotz ständigem Rumhängen schaffe. Ich frage mich selbst wie ich das geschafft habe. Jetzt kommt noch der Endspurt vor den Klausuren (am 14.07. und 15.07.). Am 20.07 fahre ich zur Reha.
Ich habe ja an einer Studie in der Sportmedizin teilgenommen, wovon ich mir Tipps gegen die Müdigkeit versprochen habe. Pustekuchen! Sie meinten, nachdem ich vier Wochen meinen Tagesablauf aufgeschrieben hatte und einmal in der Woche in der Sportmedizin war, dass ich ja durch meinen Nachmittagsschlaf meine Grenzen akzeptiere und sie keinen Verbesserungsvorschlag haben. Außerdem hilft natürlich Ausdauersport. Ich bin also nicht schlauer als vorher. ich werde aber in der vorlesungsfreien zeit das Aufbautraining, jetzt mit neuem Fitnessraum, in Anpruch nehmen.

Wegen meiner Analfissur wollte ich erst nichts mehr vor den Klausuren unternehmen, weil ich das Gefühl hatte, das es sowieso nichts bringt. War jetzt aber letzten Dienstag vor der Uni bei einer Proktologin. Die hat mich auch gleich untersucht. Die hatte das gleiche Problem mit meiner Beckenbodenmuskulatur wie meine Frauenärztin. war total verkrampft, was durch die Analfissur wohl noch verschlimmert wird, weil ich Angst vor dem Schmerz habe.

Sie hat mit jetzt Zäpfchen (Doloproct)verschrieben, die ich immer abends nehmen soll. Kann man wohl aber nur zwei Wochen lang nehmen. Außerdem hat sie mir ein Hömeopathisches Mittel verschrieben, was die Muskelverkrampfung lösen soll. (Spascuheel) Außerdem habe ich einen Liste mit Tipps zum Verhalten bei Analerkrankungen. Seitdem esse ich abends Jogurt (neue Rechtschreibung: schrecklich ) mit Früchten und geschrotete Leinsamen. Ein bisschen ist es schon besser geworden. Ich habe vor jedem Stuhlgang noch große Angst, aber meine Angst ist wohl nur noch teilweise berechtigt. Ich muss aufpassen, dass ich mit der behandlung jetzt nicht nachlässig werde.

So geht es mir relativ gut. Psychisch bin ich wieder im Lot. will mir bei der reha in Ruhe überlegen, ob ich mir überhaupt noch eine Psychologin zulegen sollte.

Vielleicht lasse ich mir in der vorlesungsfreien Zeit meinen Port ausbauen. Jetzt bei den Temperaturen stört er, weil er einfach extram hervorsteht. bei mir sieht man sogar eine Hautwölbung durch den Schlauch.

Alles Liebe und Gesundheit!!!!!!!!!!
Kerstin
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  #1155  
Alt 14.07.2010, 14:58
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Kerstin22 Kerstin22 ist offline
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Standard AW: Krebs und Studium

Ich habe gerade die erste anonyme Nachricht von meiner Stammzellspenderin bekommen. Sie will auch Kontakt. Da sie in Österreich lebt, müssen wir mit dem persönlichen Kontakt noch drei Jahren warten, aber wir können uns anonym Briefe schreiben. Ich hatte heute meine erste, morgen meine zweite und letzte Klausur und Dienstag geht es ab zur Reha.
Liebe Grüße (muss heute noch ein bisschen auswendig lernen)
Eure Kerstin
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