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  #1  
Alt 27.09.2015, 19:35
TheTruth TheTruth ist offline
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Beiträge: 3
Standard Opa-Tumor an der Niere

Hallo liebe Community.
Ich bin nur eine Angehörige, die sich Sorgen macht und hoffe, dass Ihr mir hier etwas helfen könnt.
Also: Mein Großvater (69) kam am Freitag ins Krankenhaus. Er hatte wohl seit längerem 'Rückenschmerzen' (was er aber als unwichtig abstempelte) und in der letzten Woche, SEHR OFT Harndrang. Ihm ging es generell nicht so gut, aber am Freitag kam dann noch Fieber dazu und laut meiner Oma, war er nicht mehr derselbe Mensch. Also fuhren sie ins Krankenhaus und es stellte sich heraus, dass er wohl einen relativ großen Tumor an der Niere hat.
Er wurde direkt in eine Urologische Klinik überwiesen, und nach Medikamenten Einnahme geht es ihm heute wohl wieder besser. Morgen werden alle möglichen Tests gemacht, um weitere Informationen zu kriegen.

Natürlich hab ich mich schon etwas im Internet informiert, allerdings finde ich die Informationen echt schwammig...deswegen nochmal ein paar Fragen:

1. Wie groß ist die Chance, dass dieser Tumor gutartig ist?(Ich hab gelesen nicht sehr groß...vor allem bei großen Tumoren nicht...)
2. Wenn bösartig-ohne Metastasen- reicht eine Entfernung der Niere?
3. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein großer Tumor noch nicht gestreut hat?
4. Wie sehe denn die Therapie bei möglichem Krebs aus? Ist sie erträglich?(Ist ja anscheinend nicht nur Chemo, oder?

Danke...wäre froh, wenn mir jemand die Fragen beantworten könnte, und mir vielleicht etwas die Angst nehmen könnte...

Eine besorgte Enkelin....
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  #2  
Alt 27.09.2015, 21:23
Jan64 Jan64 ist offline
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Registriert seit: 07.01.2011
Ort: Odenwald
Beiträge: 857
Standard AW: Opa-Tumor an der Niere

Hallo Enkelin der Wahrheit,

alles noch sehr frisch viel Panik und durcheinander. Sehr verständlich.
Als erstes möchte ich dich hier bei uns begrüßen.

Sehr gute Informationen gibt es bei der Organisation, die am Anfang dieses Themas genannt ist http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=42651 , dort kann man auch anrufen (bitte nicht vor 10:00 Uhr).

Die Wischi-Waschi Informationen rühren hauptsächlich aus 2 Gründen her: Nierenkrebs ist ein seltener Tumor, die gibt es nicht viel Informationen und es gibt nicht so richtig viel Leute die sich damit auskennen und die nötige Erfahrung haben.
Aber viel wichtiger ist, dass ihr, wir und die Mediziner die Situation deines Großvaters noch nicht richtig einschätzen können. Dazu sind noch einige Untersuchungen nötig (CT/MRT Oberbauch, CT Lunge). Dies wird wohl morgen erfolgen. Danach weiß man mehr, im Moment ist alles Spekulation. Deshalb trifft vieles was du jetzt so liest evtl. auf deinen Großvater gar nicht zu und verwirrt dich nur und bringt Panik.

Man muss jetzt Schritt für Schritt vorgehen, überstürzte Aktionen bringen nichts. Es werden morgen die Untersuchungen zur Diagnostik gemacht, dann wird man über eine Operation diskutieren müssen. Ist diese Erfolgt und der Pathologe hat das herausoperierte Tumorgewebe untersucht, kann man den Tumor genau benennen und über die weitere Vorgehensweise beraten. Das alles braucht seine Zeit. Der Nierenkrebs gehört eher zu der langsamen Sorte, was das Wachstum angeht.
Zu deinen Fragen:
1. Ca. 15% das er gutartig ist ( gutartig = kann keine Fernabsiedelungen bilden, bösartig = kann das)
2. Ja, wenn möglich auch nur ein Teil der Niere. Dies ist momentan so der Standard
3. Was ist „ groß“? Die Bildgebung gibt darüber Auskunft. Kann man so nicht vorhersagen.
4. Wenn nicht metastiert, dann nur OP (Tumor entfernen), wenn Metastasen da sind, erst abklären ob man sie per OP entfernen kann ( nur sinnvoll, wenn man alles weg bringt), falls nicht , erfolgt eine Medikamentöse Therapie. Wie die genau aussieht kann man erst am Schluss aller Untersuchungen nach der OP beurteilen. Ist es ein Nierenzellkarzinom, sind Chemotherapien fast wirkungslos, da gibt es andere Dinge.
Also erst mal abwarten was die Untersuchungen ergeben und dann weitersehen.

Wie sagt man in euren Alter : Erstmal ruhig durch die Hose atmen.

Gruß Jan

Geändert von Jan64 (27.09.2015 um 21:30 Uhr)
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  #3  
Alt 28.09.2015, 21:59
TheTruth TheTruth ist offline
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Beiträge: 3
Standard AW: Opa-Tumor an der Niere

Heute waren dann besagte Tests. Logischerweise gibt es hinsichtlich dieser Test noch keine genauigkeiten...die Tests wurden in mehreren Krankenhäusern gemacht und morgen gibt es weitere Tests.
Ihm geht es nicht gut. Fieber hat er immer noch und er ist wohl auch nicht so wie er nunmal sonst so ist(was natürlich auch von diverser Medikation kommen kann...).
Würde mich weiterhin über Unterstützung oder ähnliches freuen.
Danke an Jan64!

Liebe Grüße
(Ai ich war noch nie wie die Leute meines Alters )

Kann es eigentlich sein dass der Tumor in der Niere 'nur' ein Streutumor ist?
Die Ärzte meinten wohl zu meiner Oma: 'ihr Mann gibt uns Rätsel auf'...

Geändert von TheTruth (28.09.2015 um 22:20 Uhr)
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  #4  
Alt 28.09.2015, 22:47
Jan64 Jan64 ist offline
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Registriert seit: 07.01.2011
Ort: Odenwald
Beiträge: 857
Standard AW: Opa-Tumor an der Niere

Das mit dem Alter war auch nur eine Vermutung meinerseits.

Da man noch nichts genaues nachgewiesen hat, ist vieles möglich. Abwarten was da raus kommt.

Dein Großvater muss auch erst mal sich vom Fieber und so erholen, vorher wird eh nichts gemacht.

Gruß Jan
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  #5  
Alt 23.10.2015, 23:44
TheTruth TheTruth ist offline
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Beiträge: 3
Standard AW: Opa-Tumor an der Niere

Nochmal ich
Falls es jemanden noch interessiert.
Mein Opa hat nun die ganze Linke Niere entfernt bekommen. Der Tumor hat tatsächlich 1 kg gewogen...naja aber das wichtigste ist: er hat nicht gestreut und mein Opa muss keine weiteren Therapien bekommen.
Die Zeit des ungewissen ist jetzt immerhin um!
Klar wir die 30cm lange Narbe noch etwas brauchen...aber er bleibt erstmal gesund! Das ist das wichtigste!

Danke nochmal für die infos und Unterstützung!
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Stichworte
krebs, nierenkarzinom, nierentumor


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