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Alt 26.10.2001, 23:53
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Tumorkachexie

Meine Mutter (79) leidet seit Juli d.J. an einem Plattenepithel-Ca (T3,N1,M0,G2); behandelt mit Strahlentherapie. Sie hat seit Ausbruch der Krankheit ca.15 kg an Gewicht verloren (jetzt noch 41 kg!!) und ist sehr schwach. Sie ist bettlägerig und schafft es gerade mal unter enormer Luftnot, zur Toilette zu gehen. Außerdem ist sie sehr appetitlos und trinkt kaum. Astronautenkost verträgt sie nicht, davon bekommt sie Durchfall. Schmerzen hat sie keine unter Durogesic, Novalgin, Cortison u.a. Mein 83-jähriger pflegt sie so gut er kann und ich unterstütze ihn nach Leibeskräften, was allerdings schwierig ist, da ich nicht in der gleichen Stadt wohne, berufstätig bin und selber 3 Kinder habe. Eine Pflegestufe ist abgelehnt worden, da sie sich sitzend (wenn jemand hinter ihr steht und aufpasst, dass sie nicht umfällt)noch allein das Gesicht waschen kann. Beide Eltern ignorieren die Schwere der Erkrankung und die schlechte Prognose. Sie meinen "mit der Bestrahlung müsse der Krebs doch weg sein". Nach anfänglichem Bemühen, meinen Eltern die Endgültigkeit zu erklären, bin ich nun zu "barmherzigen Lügen" übergegangen und versuche sie mit Munterkeit und vielen Gesprächen über ihre Lieblingsthemen aufzuheitern. Es ist für mich sehr schwer, einerseits zu wissen, dass meine Mutter bald sterben wird, andererseits zu tun, als habe sie nur eine Bronchitis.
Kann mir jemand raten:
1. wie kann ich die Schwäche meiner Mutter bekämpfen?
2. verhalte ich mich richtig?
3. Sind es noch Tage, Wochen oder Monate, in denen sich meine Mutter so quälen muss?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Danke!
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  #2  
Alt 07.11.2001, 21:47
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Tumorkachexie

Liebe Barbara,
bitte schicke ganz schnell ein Schreiben an die Kasse, dass sich der Gesundheitszustand deiner Mutter sehr verschlechtert hat und beantrage eindringlich nochmal die Pflegestufe, drohe notfalls mit Überprüfung durch das Bundesaufsichtsamt.
Mein Mann hatte dasselbe und ich habe beim ersten Antrag gleich Stufe 2 bekommen. Es gibt auch die Kombi pflege, dann könnt ihr einen Pflegedienst beauftragen, denn dein Vater kann das alles nicht allein bewältigen!!!!
Es gibt die Möglichkeit der Künstlichen Ernährung , fragt den behandelnden Arzt und lasst euch eine Verordnung für Pflegebett, Sauerstoffgerät für zu Hause, evtl. Fahrbaren Toilettenstuhl, Anti-Dekubitusfell für ins Bett gegen Wundliegen geben.
Die Kosten dafür werden von der Kasse übernommen, bzw. genehmigt und können dann über ein Sanitätshaus bestellt werden.
Nehmt diese Hilfen bitte in Anspruch, denn sie stehen euch zu.
Es wird damit bestimmt für deine Mutter etwas leichter, denke evtl über eine vernünftigere Schmerztherapie mit Morphinspritzen nach und sprecht den Arzt an( Ich habe es meinem Mann selbst spritzen können), denn es verstetzt die Mutter in einen Zustand, in dem sie ihr Leiden nicht mehr so bewusst wahrnimmt und das ist gut so , denn irgendwann kommt eine mehr oder weniger starke Schleimbildung von der Lunge her und es gibt Atemnotängste, bei meinem Mann mussten wir 2 Std. bevor er einschlafen konnte noch die Lunge absaugen, das war sehr schlimm für mich.
Ich denke, das deine liebe Mutti nach deinen Erzählungen maximal noch 2-3 Monate zu leben hat.
Ich erlaube mir dies zu sagen, weil wir 4 Jahre damit gelebt haben und ich viel Erfahrung sammeln konnte, mein Mann ist erst vor 5 Wochen gestorben und ich vermisse ihn so sehr.
Ich wünsche euch alles gute und hoffe dass deine Mutti, wenn es soweit ist, ruhig einschlafen kann.
Liebe Grüße Loni
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