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  #16  
Alt 12.08.2019, 08:23
Beccamaus Beccamaus ist gerade online
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Beiträge: 112
Standard AW: Erste Vorsorge mit Volltreffer

Hi Omno,

ich weiß wie sehr man sich über Zuspruch von "fremden" fühlt. Nur kann man leider nicht jeden in diesen Forum antworten. Aber wie du das machst, Hut ab! Das ist genau der richtige Weg den du mit deiner Familie einschlägst. Ich hoffe noch ganz viel positives von dir zu lesen und das diese positiven Zeilen auch anderen betroffenen helfen.
GLG
__________________
Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


-------- Somewhere over the Rainbow---------
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  #17  
Alt 13.08.2019, 23:54
Mr.Smith Mr.Smith ist offline
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Registriert seit: 15.05.2019
Beiträge: 2
Standard AW: Erste Vorsorge mit Volltreffer

Lieber Onno,
Haha...na geh....Sissi Filme sind toll, diese Nostalgie...so viel Romy Schneider,Weihnachten,Berge,Wien... unzählige
Sissi!,Franz!... ..ok...ich oute mich,bin Österreicher Egal...
Wieder schön Worte von dir.
Wie gut ist das nacheuvollziehen.....
Man ertappt dich beim "Zu gut fühlen"....denn, es wäre ja der Situation nicht gemäß. 'ich bin ja krank und wir reden hier auch nicht von Schnupfen...nicht vergessen! Sich gut fühlen? Ich? Darf nicht sein...da belüge ich mich ja selbst".
Diese Gedanken,oder?
Aber wie du so richtig schreibst....zu gut fühlen? Blödsinn! Genau das ist es,das so wichtig ist. Dankbarkeit,Hingabe, auch im Schmerz ein Glück zu erleben,und damit den Schmerz nicht zu Leid werden lassen.....
Dankbarkeit leben,dankbar sein für dies und das,für vieles Kleinere, für Dinge, die durch die Erkenntnis, die diese Krankheit unter anderem mit sich bringt,plötzlich noch klarer werden. (Und bitte nicht falsch verstehen....ich möchte hier nicht bagatellisieren....diese Krankheit ist schlimm,das wissen wir, soll hier aber jetzt nicht das Thema sein...ich möchte an deinen Worten einfach anknüpfen)
Man fokussiert was wichtig ist,man erkennt wie viel völlig unwichtig ,banal ist....man erkennt durch welche Lächerlich keiten sich der Mensch unglücklich macht, und sich durch Sorgen über dieses und jenes selbst "vergiftet" (kling bissl hart,ist aber leider oft so)

Die Getriebenheit nach mehr und immer mehr,nach Dingen zu streben von denen man glaubt dadurch erst glücklich zu werden.....dieser Drang wird einem plötzlich bewusst und man kommt zur Einsicht....Marc Aurel glaub ich war das,,der diese Einsicht so schön beschrieben hat:
„Denke lieber an das, was Du hast, als an das, was Dir fehlt. Suche von den Dingen, die Du hast, die besten aus und bedenke dann, wie eifrig Du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn Du sie nicht hättest.“
(Ja...habs von Google kopiert...den Satz muss man sich mal merken....und ich merk ihn mir einfach nicht,aber wie bei vielen....es ist schon Mal sehr gut zu wissen wo man nachschauen muss.

Wieder, wie es scheint, einfach Geschriebenes,leicht Dahergesagtes eines nicht Betroffenen. Aber,ich spring auf deinen Zug auf,und finde das so bewundernswert,deine Sichtweise....denn du fokussiert das Positive, und kommst voller Dankbarkeit zu dieser wunderbaren Erkenntnis,das dein Leben eigentlich wunderbar ist,so wie es war und ist.
Das sagen denke ich echt nicht viele.....oder erkennen es nicht.

Ich hoffe, und wünsche dir, dass deine Hormontherapie gut voran geht und die Nebenwirkungen sich in Grenzen halten.
Alles liebe weiterhin....wir freuen uns von dir zu hören,
Mr Smith
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  #18  
Alt 15.08.2019, 20:38
Onno Onno ist offline
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Registriert seit: 14.07.2019
Beiträge: 9
Standard AW: Erste Vorsorge mit Volltreffer

Hallo an Beccamaus, Mr. Smith und alle Interessierten,

vielen Dank für die tollen Zeilen. Das tut richtig gut.

Ich habe seit Dienstag die nächste Raketenstufe gezündet und eine Hormonspritze erhalten. Die wirkt wohl 3 Monate. Die Tabletten nehme ich auch noch. Bisher ohne Nebenwirkungen. Sissy muss noch warten.... Tatsächlich geht es mir nach wie vor körperlich gut. Ich sorge mit Hilfe von Sport dafür daß es möglichst noch so bleibt bis zur OP.

Gestern habe ich mit einer Kollegin darüber gesprochen. Ihre erste Reaktion war die Frage, was ich dann bei der Arbeit mache? Ähnliche Frage kam aus dem Bekanntenkreis. Ein anderer Kollege fragte wie es weitergeht und wann die Chemo dann anfängt. Es ist interessant zu sehen, wie wenig wir Menschen uns mit einer der häufigsten Erkrankugsart die wir erleiden, auskennen. Mich eingeschlossen. Wir verbinden Krebs mit Tod, Chemotherapie, Siechtum ab Tag 1 nach der Diagnose.

Ich treffe aus beinahe ungläubiges Erstaunen, wenn ich davon spreche und auch noch gute Laune habe. Dazu muss Mann wissen, dass ich in der ersten Zeit mit brüchiger Stimme und Tränen in den Augen von meiner Erkrankung berichtet habe. Aber jetzt habe ich die Krankheit angenommen und kann damit umgehen und versuche das Beste aus dieser Lage zu machen. Und da hilft mir eine positive Einstellung und das ich meinen Humor zum Glück nicht verloren habe. Kann sein, dass das noch kommt. Aber wenn man mich über einen längeren Zeitraum nicht scherzen oder lachen hört, muss man sich glaube ich um mich Sorgen machen. Gestern sprach ich mit einem Kollegen und am Ende des Gespräches sagte ich, es geht mir gut! Ich habe nur Krebs. Er hat lachend geantwortet: "Du hast Deinen Humor noch. Das ist gut! Und schön." Finde ich auch.

Lesen über die Krankheit mache ich jetzt gar nicht mehr. Ausser ein Buch welches meine Frau mir geschenkt hat. Titel: Krebs ist, wenn man trotzdem lacht. Sehr zu empfehlen. Eine Erkrankte hat einen Ratgeber der anderen Art geschrieben. Mit Aha-Effekten und Zeilen die mich zum Lachen bringen. Das brauche ist jetzt.

Ich freue mich wieder von euch zu hören.
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