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  #226  
Alt 01.05.2003, 22:29
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Standard Gebärmutterhalskrebs

hallo marina,

wie lange man nach der wertheim-meigs-OP und den anschließenden behandlungen samt AHB noch arbeitsunfähig ist, das dürfte individuell verschieden sein - ich denke aber, dass sich deine schwester von niemanden drängen lassen sollte. sie muss gegenüber ihrem arzt/ärzten ganz deutlich artikulieren, dass sie sich noch nicht in der lage sieht zu arbeiten. dann dürfte eine fortsetzung der krankschreibung eigentlich kein problem sein.
wird deine schwester von einem onkologen betreut?
wenn nicht, dann wäre es vermutlich hilfreich, sich in sachen nachsorge-koordinierung an einen onkologen zu wenden und beim gynäkologen dann nur den gyn. teil der nachuntersuchungen machen zu lassen.

warum war die AHB ein horror?
ich selbst habe bisher nur gute erfahrungen gemacht und mitte nächster woche geht's zur reha für 3 wochen an die nordsee. :-)

alles gute für deine schwester und dich!
herzlichst, lika
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  #227  
Alt 02.05.2003, 08:02
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Marina,

ich selber hatte eine Wertheim, aber schon 2 Jahre her,brauchte aber keine Chemo, habe aber trotzdem fast ein Jahr lang eine Wiedereingliederung in meinem Beruf gemacht, mein Doc begründete das mit sitzender Tätigkeit bei der grossen Bauchnarbe. Ich habe mit 3 Stunden täglich angefangen gesteigert bis auf 4.5 Stunden, hat mir gut getan, es war ja auch ein wunderbarer Sommer in dem Jahr und ich hatte mich sehr gut erholt.
Ich selber habe keine Kur direkt nach der OP gemacht, weil ich mich in meiner direkten Umgebung viel besser erholen konnte, die erste Kur habe ich dann erst 1/2 Jahr später gemacht, ich glaube das war besser, es ist nicht für jeden zu ertragen, so direkt nach der OP nach der Mitteilung Krebs, jeden Tag nur mit Krebspatienten zu sein...mir selber hätte das nicht gutgetan.

Ich wünsche deiner Schwester alles Gute aber bei einer so lieben Schwester, wird das schon.*smile*

Isa
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  #228  
Alt 04.05.2003, 15:41
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Ihr Lieben,

seid Januar verfolge ich hier im Forum Eure Anliegen. Ich selbst bin im letzten Jahr an Gebärmutterhalskrebs erkrant u. wurde mitte Januar operiert. Habe auch hier schon öfters meine Anliegen dargestellt... einfach mal nachschauen.
Was ich bis jetzt hier echt vermisst habe, dass keiner von Euch nach den operativen Eingriffen über Sexprobleme schreibt. Schade eigentlich, denn ich denke mal, dass dies immer noch ein Tabu Thema ist.
Ich habe grosse Probleme mit meinen Mann zu schlafen; kann es bis Dato immer noch nicht. Ich muss dazu sagen, das ich auch noch meinen Blasenkatheter habe. Das gegenseitige Streicheln meines Mannes kann ich auch noch nicht richtig geniessen. Ich selbst habe grosse Angst vor Blutungen, weil meine Scheide von innen noch ein bissl mitentfernt wurde. Ich kann meine Angst gar nicht in Worte fassen.....denke immer, dass der Krebs, wenn ich mit meinen Mann schlafe ...von neuen an zu wachsen beginnt......völliger Blödsinn... ich weiss !!!!!
Übernächste Woche muss ich wieder zu meinen Frauenarzt und dann werde ich mit ihm nochmal ausführlich über mein grosses Problem sprechen. Bitte teilt mir auch mal mit, wie es Euch damit ergangen ist. Man sollte doch mit diesen Thema offen umgehen können.
Einen angenehmen Sonntag wünsche ich Euch allen. Tschüssi und vielen Dank ! Eure Birgit
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  #229  
Alt 04.05.2003, 17:23
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Standard Gebärmutterhalskrebs

hallo birgit,

meine total-OP war mitte 2002, danach chemo-und strahlentherapie. ich habe auch große sexuelle probleme:
zunächst mal vermisse ich die gewohnte lust und wenn wir wirklich mal ganz vorsichtig versucht haben, miteinander zu schlafen, dann mussten wir sehr schnell abbrechen, weil ich so starke schmerzen hatte. meine scheide ist extrem trocken und eng, auch reichlich gleitgel hilft nicht wirklich.
meine ärzte nehmen diese probleme meinem empfinden nach nicht wirklich ernst, es heißt einfach "nur geduld, das gibt sich".......
bin gespannt, ob du von deinem gyn konstruktivere infos bekommst als ich!

herzlichst, lika
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  #230  
Alt 06.05.2003, 08:06
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo,
ich kann euch alle so gut verstehen.ich allerdings habe mir im januar die Gebärmutter entfernen lassen..Warum??? Ich habe seit 1999 rezidivierende Vulvakarzinome und immer Pap 3d oder 4a, trotz Vulvektomie und mehreren Konisationen. Ich bin nun 33 Jahre alt und überglücklich eine Tochter zu haben.Sie ist 8jahre. ich kenne diese ängste der Ungewissheit, der ständigen Angst.
Aber ich bin wirklich immer wieder stolz auf mich---ICH LEBE.
Die Krankheit hat mich sehr verändert, hat meine Ehe zerstört, mich Arbeitsunfähig gemacht...aber ich bin noch da mit allem was ich in mir habe. AN ALLE:GLAUBT AN EUCH!!!!!! Wir schaffen das, irgendwie geht es immer weiter, gebt nicht auf.Emi
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  #231  
Alt 06.05.2003, 09:24
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Emi,

ich finde deinen Beitrag wunderbar, genauso sehe ich es auch. Ich habe nach meiner OP vor 2 Jahren mich sogar noch einmal frisch verliebt und das in meinem hohen Alter von damals 49 Jahren und trotz Totaloperation fühle ich mich ganz als Frau. Liebe Emi, ich hoffe dir geht es auch so, obwohl du ja noch viel jünger bist, aber wie du schon schreibst, hast du eine Tochter und das ist doch toll, ich selber habe keine Kinder.
Auch möchte ich Birgit und Lika noch etwas sagen,
wie ihr lesen könnt, habe ich sogar nach der OP einen neuen Partner gefunden, aber auch wir hatten Probleme mit unserem Sex, aber wir haben sehr sehr viel miteinander gesprochen, das halte ich für sehr wichtig!
Sobald Schmerzen aufkamen, haben wir sofort unterbrochen, einfach nur ein wenig kuscheln, hilft einem ja auch schon..*smile*....und einem Mann kann man als Frau ja auch anders helfen. ich konnte am Anfang leider meine Blase nicht kontrollieren, normal schon, aber beim Sex halt nicht, was mich sehr irritierte, da ich nicht wusste, was das war. Mit meinem Doc konnte ich, wie so oft nicht reden, im Internet fand ich auch keinerlei Hinweis, was da passiert, aber auch dabei hat mir mein Partner sehr geholfen, obwohl es anfing und mir langsam peinlich wurde, meinte er damals nur....so viel geschwommen bin ich aber schon lang nicht mehr und dabei hat er mich ganz lieb angeläschelt und einfach in den Arm genommen.Nun habe ich das aber auch in den Griff bekommen, wichtig ist es die Blase ganz zu entleeren, dann kann man den Sex auch wieder geniessen.
Ich hoffe Euch Beiden wird es auch irgendeinmal wieder so gehen....Aber...lasst Euch einfach die Zeit die Ihr benötigt....nur Ihr solltet Euch wichtig sein...niemand anderes!

Wünsche noch einen schönen Tag
Isa
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  #232  
Alt 06.05.2003, 10:04
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Isa,
freue mich für dich mit der Liebe...ehrlich..schön das du so einen lieben Partner gefunden hast.Ich habe seit der 1. Vulvektomie eine Stuhlinkontinenz, die aber nicht zurück geht. Leider...Aber habe auch damit gelernt zu leben und mein Leben danach einzurichten. Nach der Hysterektomie hatte ich auch Probleme mit der Blase, aber das ist schon besser geworden.
An Birgit und Lika
Schmerzen beim Sex kenne ich auch, da bei der Vulvektomie Teile der Scheide entfernt worden sind. Obwohl sich auch anatomisch eineiges verändert hat, bin ich aber der Meinung, dass es eher ein psychisches Problem ist.wenn ich Sex hatte , bei dem ich mich richtig fallen lassen konnte waren die Schmerzen so gut wie weg.wenn ich mich auf meine Scheide konzentriert habe, war es mir nicht möglich sex zu haben, trotz Gleitcreme..aber glaubt mir..mit der Zeit arrangiert man sich mit allem und es wird besser...Ganz liebe grüße und nicht aufgeben
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  #233  
Alt 06.05.2003, 12:03
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Ein nettes HALLO an LIKA, ISA und EMI !!

Herzlichen Dank für Eure muntermachenden Zeilen an mich. Ich denke auch, dass das eines Tages mit dem Sex wieder klappen wird. Mein Mann ist sehr verständnisvoll und wir beide werden es ganz sicher meistern. Wir haben bis jetzt diesen langen Weg gut überstanden und warum sollten wir nicht den allerschönsten Weg uns nicht schenken ? Also nochmal Danke an Euch und bleibt gesund !

Herzlichst Eure Birgit
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  #234  
Alt 08.05.2003, 22:59
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo,grüß euch
auch ich muß mich seit einiger Zeit mit diesem Tehma beschäftigen.Und das was die Ärzte so sagen..... na Schwamm drüber.
Vieleicht habt ihr ein paar Tips.
Hatte 9/02 meine erste Koni+Ausschabung(mehr auf verdacht)mein Doc,wollte nur die Ausschabung.
Aber als ich dem op-Doc alles so geschildert hab, seit Jahren ständige Entzündungen,Kontaktbluten und Schmerzen meinte sie machen wir ne koni.
Die Befunde - alles OK.
Hatte auch keine Probleme mehr.
Dann im März der Anruf von meiner Doc.
Im pap die veränderten Zellen die sich durch die Entzündungen schon seit Jahren bei mir wohl fühlen+"andere" veränderte Zellen Stufe 3.
Also:Ab zu nächsten Koni.Ergebniss: Vorstufe zum Gebärmutterhalzkrebs!Und noch eine koni ist nicht mehr möglich.
Vor der 2.Koni fragte ich alle Doc´s ob es bei meiner Krankengeschichte nicht besser währe die Gebärmutter gleich rauszunehmen? NEIN!war die Antwort.Sollte vieleicht noch erwähnen,hab dieverse Gün op hinter mir und nur noch einen Eierstock.
Als ich meiner Doc.den KHbericht vorlegte meinte sie:na ja, jetzt haben wir doch die medizienische Indikation um die Gebärmutter zu Entfernen.
Und somit wuste ich garnichts mehr.
Soll ich das Schiksal herrausvordern und abwarten?
Aber jetzt lebe ich zu gerne.Bin verliebt und auch wenn es blöd klingt,ich will nicht mehr krank sein sein und hab echt keine Lust auf den Krebs zu warten.
Sorry ganz schön viel geworden.Hab aber echt niemenden zum reden bei dem Thema.
Danke für´s zuhören(lesen)
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  #235  
Alt 08.05.2003, 23:48
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Standard Gebärmutterhalskrebs

liebe andrea...
tja.gute frage die du da stellst..ich hatte auch das problem und habe mich entschieden die gebärmutter entfernen zu lassen..
ich habe eine tochter..ich weiß nicht ,ob du kinder hast..das hat mich bei meiner ntscheidung beeinflußt..
außerdem konnte ich diese ständige angst nicht mehr aushalten..zu warten, was passiert,
ich muss dazu sagen, dass ich noch vuvaca hatte und dort auch immer wieder rezidive habe.aber weisst du , an der Vulva, dass kann ich sehen wenn sich etwas verändert, aber an der Gebärmutter nicht. ich habe sie im Januar entfernenlasse und ich bereue es keinen tag..ein stück angst ist weg.
Aber jeder muss das für sich selbst entscheiden, dass hat mein arzt auch gesagt..und er hat recht..es ist alleine die eigene entscheidung.Ich selbst fühle mich jetzt sicherer, wenigsten was das angeht, alles andere bleibt natürlich..aber auch damit lebe ich..und das nicht schlecht..
ich wünsche dir alles liebe und gute egal wie du dich entscheiden wirst, denn andrea..es ist alleine dein leben und du musst es aushalten und leben.und das so gut und wunderbar wie möglich..
liebe grüße emi
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  #236  
Alt 09.05.2003, 22:38
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Emi
danke füe deine Andwort.Ja es ist mein Leben und mein Körper und zu einen großen teil habe ich mich auch schon Entschieden.Ich habe eine Tochter und will auch keine kinder mehr,von da her also keine Probleme.
Das was mich schwanken lässt, ist so irrsinnig das auch klingt die Angst!
Angst vor der OP, hab körperlich keine guten Voraussetzungen,sehr viele Verwachsungen und der Darm ist an der Bauchdecke vestgewachsen.
Und die Angst vor dem was danach kommt.
Die Probleme von denen die Frauen schreiben.
Weiste meine Familie+Freunde sagen schon immer
- hast wieder als erste hier geschrieen?-
Aber jetzt hilft mir unser "schwarzer Humor" auch nicht weiter.
Du siehst also ziemlich viel Angst im Moment.Werde mich aber nicht unterkriegen lassen,hab ich nie,bin ein Sehauffrauchen hatt mal ein sehr lieber freund gesagt und das werde ich wieder tun!
Wenn mir mein Abstrich die Zeit lässt,werde ich sie mir nehmen bis zum Herbst. Vieleicht noch den HPV - Test und viele Fragen an meinen Doc + eine 2. Meinung.Und wenn meine Entscheidung dann noch so fest steht wie jetzt, werde ich mich meiner Angst stellen.
Das schreiben tut mir gut, Danke und ein schönes WE.
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  #237  
Alt 13.05.2003, 16:52
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo!

Heute vor genau einem Jahr bekamen wir im Krankenhaus die Diagnose Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium (siehe Seite 5 vom 13.05.02 und folgende). Die Gebärmutter wurde 1 Woche später entfernt.
Ich möchte mich heute bei allen melden, die mir damals liebe Ratschläge gegeben und Mut zugesprochen haben. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen.
Meine Frau hat die Krankheit bestens gemeistert und alles überstanden. Es gab und gibt kaum Probleme. Ich hoffe natürlich, dass es auch so bleibt. Unser Leben hat sich seit einiger Zeit wieder normalisiert.
Nun möchte ich allen Mut machen, die jetzt den Weg noch vor sich haben, den meine Frau und ich bereits gegangen sind.
Es gibt immer Hoffnung und man darf nie aufgeben.
Alles Liebe.

Gruß Andreas
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  #238  
Alt 13.05.2003, 20:42
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo!

Genau Andreas hat Recht unsere Hoffnung dürfen wir niemals aufgeben. Es gibt immer etwas wofür man kämpfen sollte. Allerdings habe ich heute das erste Mal gemerkt, wie gut es tut, zu lesen wie offen ihr mit allem umgeht. Ich glaube ich kann viel von euch lernen. Ich habe beim ersten Mal vor 2 Jahren nur der Familie etwas gesagt, ich glaube das muß ich ändern.
Auch bei mir wurde eine Tumor festgestellt. Jedoch nur durch Zufall! Aber nun von Anfang an. Vor fast 2 Jahren stellte mein Arzt eine Wucherung am Gebährmutterhals fest, die Wucherung war sichtbar. Ich sollte mir aber keine Sorgen machen, erweiterte Krebsvorsorge u. die Form, gaben keinen Grund zur Besorgnis. Also wurde eine Ausschabung vorgenommen. Dann die niederschmetternde Mitteilung es war ein Adeno-Karzinom. Somit kurzfristige OP nach Wertheim (entf. d.h.Gebärmutter, Beckenbindegewebe und Lymphknoten des Bauchraumes wurden entfernt) ,Reha, keine Folgebehandlungen. Nach inges. 3 Monaten habe ich wieder angefangen zu arbeiten, was mir sehr gut bekommen ist.Allerdings, kein Gefühl in der Blase. Gut die Angst vor den Nachsorgen blieb, aber ich ging immer hin, obwohl ich mir von dem Abstrich nicht viel versprach .Der nächste Nachsorge Termin kam u. eigentlich wollte ich gar nicht hin, aber ich fühlte, dass in meinem Körper irgend etwas nicht stimmig war und die Träume waren auch wieder da. Also ging ich doch hin. Aufgrund meiner Schilderung untersuchte mein Arzt noch gründlicher wie normal und er fand im kleinen Becken (per US )Tumor der hintersten Ecke am Eierstock wieder eine Wucherung (6 cm). Bestürzung auf beiden Seiten. Es kann aber nichts sein glatte Oberfläche. Ich will es kurz machen: Abstrich neg., Tumormaker neg., CT Tumor unauffällig. Vorsorgl. Vorstellung Klinik OP - Tumor sollte entfernt werden. Ergebnis: Tumor jetzt 10 cm u. es mußten beide Eierstöcke entfernt werden. Der histologische Befund: Borderlinetumor. Heute erhielt ich die Mitteilung Weiterbehandlung nicht notwendig, obwohl es sich um die Ursprungsform des 1. Karzinoms handelt. Mir gehen tausend Fragen durch den Kopf.Aber, da habe ich das 2. Mal viel Glück gehabt. Also an alle Betroffenen seid stark und nehmt euch Zeit für euch (ich tue es auch, trotz Arbeit u. 3 Kinder). Es wäre schön von euch zu hören.

Matina

N.S.: Es war für mich Schwerstarbeit, daß von mir Preis zugeben, aber es hat mich enorm erleichter, wenn es vielleicht auch ein wenig lang geworden ist.
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  #239  
Alt 14.05.2003, 07:56
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Standard Gebärmutterhalskrebs

Hallo Matina,

Ich wünsche Dir alle Kraft die du benötigst, du schreibst du arbeitest noch, vielleicht solltest du dich einmal erkundigen, was mit Rente ist, bei einer Folgeerkrankung hast du sehr gut Chancen, vielleicht fragst du einmal im Krankenhaus oder bei der Kur nach einem Sozialarbeiter, die können dir raten und auch alle Formulare mit dir besprechen.

Du brauchst die Kraft für dich und deine Kinder.

Einen lieben Gruss Isa
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  #240  
Alt 14.05.2003, 21:33
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Standard Gebärmutterhalskrebs / Sex nach Therapie/OP

Hallo,
ich wurde im Oktober 1998 (40-jährig, zwei Kinder) nach einem pap 5 und Konisation ziemlich schnell operiert, nach Wertheim Radikal OP, also alles incl. Lymphknoten, Mutterbänder ect. )Anschließend hatte ich 28 Bestrahlungen, drei davon "von innen". Es war ein fürchterliche Zeit. Aber gut, darüber wollte ich jetzt nicht schreiben, ich habs zum Glück auch ohne Kuren geschafft, war sogar auch während der Strahlentherapie ab Mittag im Büro - ich bin selbständig, hatte Angestellte und da gings nicht anders, wenn man neben dem gesundheitlichen nicht auch noch den wirtschaftlichen Bankrott erleben möchte. Außerdem habe ich in einer kleinen Stadt gelebt, war bekannt wie ein bunter Hund und es durfte niemand merken, sonst wäre es für mein Büro gleich vorbei gewesen. Außerdem war ich gut abgelenkt und hab nicht ständig in meinen Körper gelauscht. Natürlich hab ich auch viel geweint, hatte Angst und war manchmal kurz vorm Resignieren.
Eigentlich möchte ich mich jetzt nur kurz zum Thema Sex äußern. Die Bestrahlungen haben den Schleimhäuten natürlich fürchterlich zu schaffen gemacht, insbesondere die "inneren". Hinzu kamen die OP-Folgen am Scheidenstumpf, denn es wurden auch 1,5 cm Scheidenende "wegoperiert".
Mein behandelnder Arzt hat mir damals unmittelbar nach der OP geraten, auch nach der Strahlentherapie in Sachen Sex unbedingt "dran" zu bleiben, so schlimm es am Anfang auch sein möge. Durch die strahlungsbedingten Zellveränderungen in der Schleimhaut kann es bei zu langen "Sexpausen" zu Verklebungen der Scheide kommen, die nur operativ und sehr kompliziert wieder normalisiert werden können. Er sagte mir damals, dass er eine Patientin hätte, die in den 4 Jahren seit ihrer Operation und Strahlentherapie keinen Partner gehabt hätte und jetzt noch über ganze 3 cm Scheidenlänge verfügen würde. Einen ähnlichen Hinweis gab mir die Oberärztin während der Strahlentherapie.
Ich hab mir damals Zäpfchen verschreiben lassen. Entzündungshemmende und Östrogenzäpfchen und sie im Wechsel genommen. Außerdem Östrogensalbe. Und ich habe mir - was ich bisher noch nirgends erzählt habe, einen Dildo angeschafft - nur um ihn ein- oder zweimal nach dem Duschen einzuführen. Nach Sex war mir damals wirklich nicht zumute aber ich hatte immer diese "3 cm Scheidenlänge" in meinen Gedanken und das hat mich die Quälerei aushalten lassen (mit Östrogensalbe oder Gleitcreme). Es ging mir wirklich nur darum, die Elastizät der Scheide zu erhalten und keine Verklebungen zu bekommen, damit es nicht zu schlimm wird, wenn ich wieder bereit und in der Lage war, mit meinem Mann zu schlafen. Es war dann am Anfang zwar trotzdem schwierig, aber auszuhalten und allein der Gedanke, dass nichts "verwachsen" sein kann, hat mich beruhigt. Es hat ca. 3 Monate gedauert und seit dem ist eigentlich alles wie vorher.
Noch ein Tip an alle, die vor oder in einer Strahlentherapie sind: Unbedingt dem Hinweis folgen, dass vor der Bestrahlung die Blase vollständig zu entleeren ist. Und ansonsten immer solange wie irgendmöglich dem Harndrang widerstehen, damit die Blase erst garnicht auf die Idee kommt, zu schrumpfen ! Ich hab mich an alles gehalten und jetzt keine Probleme. Das kann nämlich auch eine Nebenwirkung der Bestrahlung sein: Schrumpfblase. Es gibt Fälle, da kann die Blase nur noch 30 ml fassen !
Alles Gute an Alle ! Wenn nichts dazwischen kommt, hab ich im Oktober meine "5-Jahres-Grenze" überschritten. Ich bin zwar immernoch vorsichtig in meinem Optimismus, aber froh und glücklich, dass ich es bis jetzt geschafft habe.
Liebe Grüße an alle. Kopf hoch, es gibt immer Hoffnung!
Petra
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