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  #1  
Alt 01.12.2011, 10:29
roemer67 roemer67 ist offline
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Standard Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo. Erst einmal allen, die diese Form von Krebs haben, gute Besserung! Soweit das möglich ist....

Also ich habe gesehen, dass es viele schon in meinem Alter erwischt hat und ich wollte fragen, ob diejeningen 1. Krebs gehäuft in der Familie hatten 2. Regelmässig geraucht haben 3. Übermässig Alkohol getrunken haben.

Ich interessiere mich dafür, da man sich selbst immer Gedanken über diese Krankheit macht und sein Risiko einschätzen will. Vielleicht äussert sich jemand mal darüber, um anderen unter Umständen diesen Krebs ersparen zu können.

Es wird immer wieder über Risikofaktoren geschrieben, aber ob es jetzt wirklich enge Zusammenhänge gibt, wissen nur die, die es erwischt hat.

Danke für eure Hilfe!
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  #2  
Alt 01.12.2011, 10:39
Serafin Serafin ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo
ich bin die Tochter eines Betroffenen....
Ja die Menschen die ich bis jetzt kennengelernt habe die diesen Krebs (Speiseröhrenkrebs)inkl. meines Vaters haben,haben im Leben zu viel geraucht,zu viel harten Alkohol in Jungen Jahren getrunken und sich über ihre Gesundheit zu wenig Gedanken gemacht .
Auch zu wenig Vorsorge Untersuchungen waren der Grund .
Regelmäßig zum Arzt zu gehen wenn man weiß das z.b . Krebs in der Familie liegt ist in meinen Augen Lebenswichtig!!!!!!!!!!!!!
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  #3  
Alt 01.12.2011, 10:58
Jessica2511 Jessica2511 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo
auch ich bin eine Tochter eines betroffenen.
Mein Papa hatte leider auch eine Zeit ich weiß gar nicht mehr wie lang diese Zeit früher war in der Kümmerling sein guter Freund war. Und starke Zigarretten ohne Filter. Auch ihm sagten sie das es daher kommen kann. Tja ich kann mir schon vorstellen das die Kombi starker Alkohol und Nikotin schlecht sind.
Gruß Jessica
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  #4  
Alt 01.12.2011, 12:13
Benutzerbild von peter3
peter3 peter3 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo
Zu diesem thema möchte ich mich mal als Betroffener melden.
Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand weiss daß Alkohol (besonders harter) und Nikotin den Krebs fördert und die wahrscheinlichkeit und das Risiko daran zu Erkranken wesentlich höher ist als bei Menschen die nicht Geraucht und getrunken haben. aber selbst in meinem Bekanntenkreis wird getrunken und geraucht obwohl man an mir sieht was passieren kann. Der Mensch wird meistens erst schlau wenn es ihn selber erwischt.
Krebserkrankungen in der Familie sind immer Risikofaktoren. Bei Magenkrebs ist erwiesen das er Erblich ist.
Aber im grossen und ganzen kennt keiner genau den Grund warum er an Krebs erkrankt ist ,darüber sollte man sich auch nicht soviele Gedanken machen sondern alle seine Kraft in die Genesung stecken und nie Aufgeben auch wenn es schwer fällt,ich spreche aus eigener Erfahrung
Liebe Grüsse Peter
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  #5  
Alt 01.12.2011, 12:23
jensg jensg ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo ihr Lieben,

bei Krebserkrankungen gibt es keine einfache und eindeutige Kausalkette. Ich habe die Diagnose SPK im Januar diesen Jahres bekommen. Ich habe nie geraucht, harten Alkohol habe ich sehr selten getrunken, ev. mal einen Grappa oder einen Himbeergeist nach einem guten Essen, aber einmal im Monat ist schon viel, ich bin auch kein klassischer Sodbrennen-Fall gewesen.
Meine Mutter ist vor 12 Jahren an Lungenkrebs gestorben. (Sie hat auch nie geraucht!)
Ich glaube, dass viele Faktoren zusammenspielen, die am Ende ein persönliches Risiko ausmachen. Was dann kommt, ist mit heutigem medizinischem Wissen nur als Lotterie zu beschreiben. Zu den Faktoren gehören sicher die genetischen Vorbedingungen, sprich Krebserkrankungen bei Eltern/Großeltern/Geschwistern, die Lebensumstände - Stress ist sicher auch ein Faktor, Warnhinweise bis SPK sind sicher Sodbrennen. Bei mir war das erste Anzeichen ein Schluckauf, aber da war es schon relativ spät, der Tumor also schon so groß, dass er die Speiseröhre eingeengt hat.
Ich schreibe das auch, weil ich es nicht hilfreich finde, wenn Betroffene nach der Diagnose Schuldgefühle entwickeln. Nach dem Motto: Ich habe geraucht und Schnaps getrunken, der Krebs ist die Strafe.

nichts für ungut
Jens
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  #6  
Alt 26.12.2011, 10:34
astrid69 astrid69 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo,

ich bin die Frau eines Betroffenen. Mein Mann hat seit Oktober 2004 Speiseröhrenkrebs und ich schreibe nur noch selten hier.

Zu dieser Frage hier, möchte ich aber doch mal wieder etwas schreiben.

Ein ganz wichtiger Punkt ist nämlich bisher außer Acht gelassen worden:

Man muss differenzieren, um welche Karzinom-Art es sich handelt:

Adenokarzinome entwickeln sich oft im unteren Teil des Ösophagus und auf Grund von Sodbrennen auf der Basis einer Barret-Mukosa.

Die Plattenepithelkarzinome sind eher im oberen Teil des Ösophagus zu verzeichnen und entstehen vermehrt wegen zu hohen Nikotin- und Alkoholkonsums.

Gruß
Astrid
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  #7  
Alt 26.12.2011, 11:40
monika100 monika100 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo zusammen,

ich kann Astrid nur Recht geben.

Mein Mann hatte seit vielen Jahren mit Reflux zu tun. Die Magensäure stieg ihm immer wieder bis in den Hals. Deswegen nahm er jahrelang Säurehemmer, die ja eigentlich dieses "Ätzende" aus der Säure rausnehmen sollen.
Trotzdem ist er an Speiseröhrenkrebs erkrankt.

LG Monika
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  #8  
Alt 26.12.2011, 12:30
Chris.b Chris.b ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Ich denke, es gibt je nach Krebsart viele Gründe.Ich (41J.) habe einen neuroendokrinen Tumor - zwei Lungenlappen wurden entfernt.Ärzte sagen Ursache unbekannt(schließen sogar das Rauchen aus).Im Verlauf meiner Erkrankung bin ich aber auch auf das enge Zusammenspiel von Vitamin D3 (Sonnenhormon) und Krebs gestoßen.Es gibt Studien dazu (USA und Heidelberg) die das belegen.Tatsächlich war ich früher sehr aktiv und täglich an der frischen Luft (da Reiterin)und die 2 Jahre vor dem Krebs gabs nichts mehr außer Arbeit, Kinder und Haushalt, einfach auch viel Streß.Letzte Woche habe ich dann eine Vitaminbestimmung machen lassen und mein Vitamin D-Wert lag sage und schreibe bei 18ng/ml der normale Wert sollte bei 60ng/ml liegen, bei Krebstherapien sollte er sogar bis zu 90ng/ml betragen.Man sollte nicht einfach alles auf Rauchen und Alkohol reduzieren.Liebe Grüße
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  #9  
Alt 10.01.2012, 12:56
roemer67 roemer67 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Ich danke euch für die Antworten. Habe auch oft Sodbrennen und nehme diese Omeprazol-Tabletten(20mg). Naja...ich weiss, dass es bestimmt auch vom Alkohol kommt. Vor 6 Jahren war ich zur Gastroskopie und mir wurde eine kleine Undichtigkeit am Mageneingang attestiert. Also Reflux-Krankheit. Am 3. Mai habe ich wieder eine Untersuchung zur Vorsorge. Ich hoffe, das in den 6 Jahren nichts gewachsen ist...weiss übrigens jemand, wie schnell so ein Tumor im Durchschnitt wächst?
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  #10  
Alt 10.01.2012, 14:13
teufelchen1966 teufelchen1966 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

wissen tu ich das nich ich kann die nur sagen das meinem mann im november gesagt wurde das er einen tumor hat der 5X4cm groß ist nach 4 wochen obwohl dazwischen eine chemo lag ist er doppelt so groß gewesen.

LG Brigitta
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  #11  
Alt 10.01.2012, 16:44
beowulf beowulf ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo roemer67,
Wenn du wirklich schon solange Sodbrennen hast obwohl du Omeprazol nimmst würde ich nicht bis zum 3. Mai mit der nächsten Gastroskopie warten. In der Zeit kann sich aufgrund einer Ösophagitis schon ein Barrett gebildet haben was das Risiko an SRK zu erkranken erhöht. Auf jeden Fall würde ich die Tabletten sofort sohoch dosieren das du beschwerdefrei bist. Du solltest sofort zum Arzt der dir bei deinen Beschwerden auch gleich eine Überweisung für eine Gastroskopie ausschreibt und auf Alkohol solltest du sofort verzichten, denn der macht es nur noch schlimmer.
Gruß Jens
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  #12  
Alt 10.01.2012, 21:04
Benutzerbild von sunny47
sunny47 sunny47 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo, ich möchte mich auch mal zu diesem Thema melden.
Lange habe auch mich damit beschäftigt, was war vor der Diagnose?
Es gibt Menschen, die ihr Leben in vollen Zügen genießen...Rauchen, Alkohol,Drogen...und werden sehr alt. Diese können sagen:
Toll ich hatte Glück!
Dann gibts andere Menschen, die bewußt nur Bioprodukte kaufen, nie geraucht haben, wenig oder gar keinen Alkohol konsumiert haben und auch die werden sehr alt.
Was will ich damit sagen?
Schaut nicht zurück egal wie ihr euer Leben gestaltet habt, es bringt nix.
Das Jetzt und Heute zählt!
Die Forschung und die Medizin ist heute schon sehr weit, leider für einige ( viele)
ist es leider zu spät!
Ich wünsche allen, die hier sind, ob Betroffene oder Angehörige viel Kraft und Hoffnung!
Mein Spruch war immer:
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Leider ist meine Hoffnung gestorben vor 5 Wochen! Trotzallem bin ich der Meinung, wer hofft und kämpft, lebt länger!
lg sunny
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  #13  
Alt 16.05.2012, 15:42
roemer67 roemer67 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

So, vor 2 Wochen war ich vorsorglich nochmal zur Magenspiegelung. Da war erst mal nix. Habe wohl einen Zwerchfellbruch, wie viele, die mit Aufstossen zu tun haben. Er hat zwei Biopsien vorgenommen, und mir empfohlen, alle 2 Tage Omeprazol 20mg weiter zu nehmen. Ich werde meinen Hausarzt mal kontaktieren, um zu erfahren was im Bericht stand...
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  #14  
Alt 22.05.2012, 16:09
roemer67 roemer67 ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

So. Bericht liegt nun vor. Etwas Barettschleimhaut wurde gefunden und 3 Schleimhautzysten. Kein Grund zur Sorge lt. Internist, aber in 3 Jahren nochmal vorsorglich Spiegelung von Magen UND Dickdarm.
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  #15  
Alt 25.05.2012, 00:10
beowulf beowulf ist offline
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Standard AW: Was war bevor die Diagnose kam?

Hallo Roemer,
du schreibst, daß du in 3 Jahren nochmal vorsorglich eine Spiegelung von Magen und Dickdarm bekommen sollst. Würde mich mal interessieren ob du die Koloskopie auch wegen des Barrett-Syndroms machst, denn im Barrett-Forum hat kirill vor kurzen erst geschrieben, Menschen mit Barrett-Syndrom haben ein größeres Risiko für Polypen im Darm und sollten darum unbedingt eine Spiegelung machen. Ich selbst habe letztes Jahr auch eine Darmspiegelung bekommen, allerdings wegen einer anderen Geschichte und ich höre jetzt das erste mal von diesem erhöhten Risiko. Zum Glück fand man bei mir aber keine Polypen.
Auf jeden Fall würde ich mir von den Arztberichten und dem Histologischen Befund eine Kopie geben lassen.
Gruß,Jens
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