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#76
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Hallo zusammen
ich möchte nun doch etwas schreiben: Potentielle Organspender (hirntote Patienten) erhalten bevor die Hirntotdiagmnostik offizell beginnt, ein EEG, welches deutlich länger ist, als ein Standdart EEG, erst dann werden die Angehörigen mit einbezogen. Ein speziell geschultes Team führt die offizielle Hirntot Diagnostik dann durch und betreut auch psychologisch die Angehörigen (immerhin ist der Patient ja (hirn)tot... Auch wenn die Hirntot Diagnostik "grausig" ist, muss diese so sein (als ich noch als Krankenschwester gearbeitet habe (bis 2005) empfand ich die Diagnostik grausig) Gibt es die Entscheidung gegen eine Organspende, wird nicht mit allen Mitteln versucht das Leben des Patienten am Leben zu erhalten, diese Patienten sterben dann schließlich am Herzkreislaufversagen. Ich selbst war gegen eine totale Organspende (man hätte nur eine Auswahl von Organen haben können) und ich hätte mir meine Wunschnarkose als bedingung gesetzt... jetzt möchte man meine Organe nicht mehr haben. Es gibt so finde ich ein ziemlich gutes Buch "herzloser Tod" ISBN 3608919589 Zwar ist das Buch veraltet und es hat sich einiges geändert, aber es zeigt das für und wider der Spender und auch der Emmpfänger auf. Jeder sollte für sich selbst zu Lebzeiten entscheiden, ob er Spender sein mmöchte oder nicht und beides aauch schriftlich festlegen, so haben es die Angehörigen leichter |
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#77
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Hallo Dirk,
schön, dass Du Dich so ausführlich zu dem Thema äußerst. Nur her mit den Argumenten, denn genau das möchte ich ja. Leider habe ich nicht mehr viel Zeit jetzt, aber ich melde mich dazu noch zurück, sobald ich kann. Nur soviel vorab: Mit dem Absetzen der Intensivversorgung meine ich den Umstand, dass es für die Hirntoddiagnostik eideutige Vorgaben gibt. Dazu gehört eben, dass der Patient zum Zeitpunkt des Durchführens dieser Diagnostik (ich nenne es mal) unbeeinflusst von Apparatur und Medikation sein muss, damit die Beurteilung überhaupt unverfälscht erfolgen kann. Wenn also ein Patient bereits einer Intensivbehandlung unterzogen wurde, weil man eben versucht hat alles zu tun, um ihn zu retten... So muss, falls dies scheinbar nichts bringt, eine Hirndiagnostik durchgeführt werden und damit die Versorgung zwangsläufig eingestellt werden. Außer, man verlässt sich allein aufs EEG. Diejenigen Fälle, die Du von vornherein als aussichtlos einstufst, erhalten somit erst gar keine Intensivbehandlung. Und die Frage darf man sich dann doch wohl stellen, ob dies auch dann so wäre, wenn die Frage einer Organentnahme gar nicht in der Luft läge. Die von Dir angeführte Nervenreaktionserklärung überzeugt mich nicht wirklich. Und zu meiner Frage bezüglich des Blutdrucks hast Du zwar einiges dazu geschrieben, wie man da steuernd entgegenwirkt (wie auch gegen die besagten Bewegungen). Allerdings beantwortet das nicht meine Frage nach dem warum. Zum Hirntod an sich schreibst ja Du selbst "...Es scheint mangels glaubhaft belegbarer Fakten bewiesen, dass das Erlöschen der elektrischen Hirntätigkeit über einen längeren Zeitraum als irreversibles Ende des Lebens darstellt." Tja, eben - "es scheint!"... Auch meine gaaaaanz private Meinung .Verunsichern will ich hier mit Sicherheit niemanden, sondern diskutieren und zum nachdenken anregen. Bis bald wieder, eos |
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#78
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Für mich persönlich ist der Gedanke unmöglich akzeptabel, dass einem anstatt Personen zur Sterbebegleitung zur Seite stehen,deren Platz ein Transplantationsteam eingenommen hat.
Gut für alle Menschen ,die glauben das wir seelenlose Wesen sind, denn nur sie können sich dafür entscheiden, die eigenen Organe zu spenden. Als Angehöriger, der die Freigabe zur Organentnahme zu verantworten hat, möchte ich nie solch`eine Situation erleben müssen.! |
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#79
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Liebe Serpentine, ich bin überzeugt, dass meine Seele nicht in den Organen sitzt
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Zitat:
Ich würde gerne noch mehr schreiben, nur meine gute Kinderstube verbietet mir das!
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So ist es und zu dem Zeitpunkt der Organentnahme bzw. der Feststellung des Hirntodes ist die "Seele", ich nenne es lieber mein ICH, gar nicht mehr in dem Körper.
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#82
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Zitat:
Dieser Thread dreht sich leider inzwischen im Kreis und ist unerträglich polemisch geworden. Was auffällt: Die Argumente sind auf Seite der Befürworter, die Gegner scheinen sich hauptsächlich von diffusen Ängsten leiten zu lassen, die immer verworrender werden. Ich gehe jetzt mal meine Niere fragen, was sie mit meiner Seele gemacht hat. Die scheint ja dafür zuständig zu sein
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#83
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Zitat:
Grüße von Katharina
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Guten Morgen Foristen,
als Urlaubsvertretung von Dirk1973 möchte ich höflichst darauf hinweisen, daß wir uns hier im Unterforum Rechtliches & Finanzielles befinden. Da das Procedere von Organspenden rechtlich erläutert wurde, wäre eigentlich dazu alles gesagt. Darüber hinausgehende Aussagen zu Begrifflichkeiten wie Hirntod oder der organisatorische Ablauf von Organspende, -entnahme ist sicherlich interessant und auch von der Thematik neu für den einen oder anderen User. Allerdings möchte ich darum bitten, daß weitergehende "Diskussionen", die z.B. Glaubensfragen betreffen, hier nicht mehr getätigt werden. Jeder Mensch hat eine Glaubensrichtung - was z.B. das "danach" betrifft, ob es eine Seele gibt, wenn ja, wohin geht sie - und die sollte respektiert werden, was aber im Umkehrschluß nicht bedeutet, daß anderen ein Glaubensbekenntnis "aufgezwängt" werden sollte. Die Entscheidung für/gegen Organspende muß - nach ausreichendem Informationsstand - jeder für sich selbst treffen und sollte nicht von Außenstehenden bewertet werden. Um Angehörige nicht in einen Konflikt zu bringen wäre es meines Erachtens hilfreich, entweder zu Lebzeiten einen entsprechenden Ausweis mitzuführen oder seine Absichten klar zu artikulieren. Ich würde mich freuen, wenn das Ursprungsthema wieder sachlich aufgegriffen würde, da ich ansonsten diesen Thread entweder schließe oder komplett lösche - eine Maßnahme, die ich persönlich bedauern würde. Vielen Dank und freundliche Grüße Anhe
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Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer. ©Detlev Fleischhammel |
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#86
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Zitat:
Ebenfalls kann er durchaus Infusionen und Medikamente bekommen, nur eben keine Schlaf- und Schmerzmittel. Hier nochmal mein Link dazu: http://www.dso.de/organspende-und-tr...iagnostik.html Auch wenn keine Organentnahme erfolgt, wird nach der Feststellung des Hirntodes die Therapie beendet, also Medikamente abgesetzt und das Beatmungsgerät abgestellt. Als Todeszeitpunkt gilt der Moment der Feststellung und nicht der, an dem das Herz aufhört, zu schlagen. Organspender bekommen auch eine neue Patientennummer und werden anders "abgerechnet", weil ja unter Umständen einige Zeit bis zur Explantation vergeht und für einen toten Patienten zum Beispiel keine Beatmungsstunden mehr abgerechnet werden können. Herzliche Grüße von Birgit |
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