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  #76  
Alt 04.07.2012, 17:19
Benutzerbild von Barbara_vP
Barbara_vP Barbara_vP ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Hallo zusammen

ich möchte nun doch etwas schreiben:

Potentielle Organspender (hirntote Patienten) erhalten bevor die Hirntotdiagmnostik offizell beginnt, ein EEG, welches deutlich länger ist, als ein Standdart EEG, erst dann werden die Angehörigen mit einbezogen. Ein speziell geschultes Team führt die offizielle Hirntot Diagnostik dann durch und betreut auch psychologisch die Angehörigen (immerhin ist der Patient ja (hirn)tot...
Auch wenn die Hirntot Diagnostik "grausig" ist, muss diese so sein (als ich noch als Krankenschwester gearbeitet habe (bis 2005) empfand ich die Diagnostik grausig)

Gibt es die Entscheidung gegen eine Organspende, wird nicht mit allen Mitteln versucht das Leben des Patienten am Leben zu erhalten, diese Patienten sterben dann schließlich am Herzkreislaufversagen.

Ich selbst war gegen eine totale Organspende (man hätte nur eine Auswahl von Organen haben können) und ich hätte mir meine Wunschnarkose als bedingung gesetzt... jetzt möchte man meine Organe nicht mehr haben.


Es gibt so finde ich ein ziemlich gutes Buch "herzloser Tod" ISBN 3608919589 Zwar ist das Buch veraltet und es hat sich einiges geändert, aber es zeigt das für und wider der Spender und auch der Emmpfänger auf.

Jeder sollte für sich selbst zu Lebzeiten entscheiden, ob er Spender sein mmöchte oder nicht und beides aauch schriftlich festlegen, so haben es die Angehörigen leichter
__________________
Liebe Grüße Barbara
www.einfachdreiw.de
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  #77  
Alt 04.07.2012, 17:43
Benutzerbild von eos
eos eos ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Hallo Dirk,

schön, dass Du Dich so ausführlich zu dem Thema äußerst. Nur her mit den Argumenten, denn genau das möchte ich ja. Leider habe ich nicht mehr viel Zeit jetzt, aber ich melde mich dazu noch zurück, sobald ich kann.

Nur soviel vorab:

Mit dem Absetzen der Intensivversorgung meine ich den Umstand, dass es für die Hirntoddiagnostik eideutige Vorgaben gibt. Dazu gehört eben, dass der Patient zum Zeitpunkt des Durchführens dieser Diagnostik (ich nenne es mal) unbeeinflusst von Apparatur und Medikation sein muss, damit die Beurteilung überhaupt unverfälscht erfolgen kann. Wenn also ein Patient bereits einer Intensivbehandlung unterzogen wurde, weil man eben versucht hat alles zu tun, um ihn zu retten... So muss, falls dies scheinbar nichts bringt, eine Hirndiagnostik durchgeführt werden und damit die Versorgung zwangsläufig eingestellt werden. Außer, man verlässt sich allein aufs EEG.

Diejenigen Fälle, die Du von vornherein als aussichtlos einstufst, erhalten somit erst gar keine Intensivbehandlung. Und die Frage darf man sich dann doch wohl stellen, ob dies auch dann so wäre, wenn die Frage einer Organentnahme gar nicht in der Luft läge.

Die von Dir angeführte Nervenreaktionserklärung überzeugt mich nicht wirklich. Und zu meiner Frage bezüglich des Blutdrucks hast Du zwar einiges dazu geschrieben, wie man da steuernd entgegenwirkt (wie auch gegen die besagten Bewegungen). Allerdings beantwortet das nicht meine Frage nach dem warum. Zum Hirntod an sich schreibst ja Du selbst "...Es scheint mangels glaubhaft belegbarer Fakten bewiesen, dass das Erlöschen der elektrischen Hirntätigkeit über einen längeren Zeitraum als irreversibles Ende des Lebens darstellt." Tja, eben - "es scheint!"... Auch meine gaaaaanz private Meinung .

Verunsichern will ich hier mit Sicherheit niemanden, sondern diskutieren und zum nachdenken anregen.

Bis bald wieder, eos
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  #78  
Alt 04.07.2012, 19:16
Serpentine Serpentine ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Für mich persönlich ist der Gedanke unmöglich akzeptabel, dass einem anstatt Personen zur Sterbebegleitung zur Seite stehen,deren Platz ein Transplantationsteam eingenommen hat.
Gut für alle Menschen ,die glauben das wir seelenlose Wesen sind, denn nur sie können sich dafür entscheiden, die eigenen Organe zu spenden.
Als Angehöriger, der die Freigabe zur Organentnahme zu verantworten hat, möchte ich nie solch`eine Situation erleben müssen.!
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  #79  
Alt 04.07.2012, 19:31
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Liebe Serpentine, ich bin überzeugt, dass meine Seele nicht in den Organen sitzt
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  #80  
Alt 05.07.2012, 00:23
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von Serpentine Beitrag anzeigen
Für mich persönlich ist der Gedanke unmöglich akzeptabel, dass einem anstatt Personen zur Sterbebegleitung zur Seite stehen,deren Platz ein Transplantationsteam eingenommen hat.
Gut für alle Menschen ,die glauben das wir seelenlose Wesen sind, denn nur sie können sich dafür entscheiden, die eigenen Organe zu spenden.
Als Angehöriger, der die Freigabe zur Organentnahme zu verantworten hat, möchte ich nie solch`eine Situation erleben müssen.!
So etwas zu sagen/schreiben finde ich absolut schlimm! Ich hoffe du oder einer deiner Angehörigen steht nie vor der Entscheidung Organe von solchen seelenlosen Wesen annehmen zu müssen!
Ich würde gerne noch mehr schreiben, nur meine gute Kinderstube verbietet mir das!
__________________
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  #81  
Alt 05.07.2012, 00:24
Wangi Wangi ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von gilda2007 Beitrag anzeigen
Liebe Serpentine, ich bin überzeugt, dass meine Seele nicht in den Organen sitzt
So ist es und zu dem Zeitpunkt der Organentnahme bzw. der Feststellung des Hirntodes ist die "Seele", ich nenne es lieber mein ICH, gar nicht mehr in dem Körper.
__________________
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  #82  
Alt 05.07.2012, 00:28
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von Serpentine Beitrag anzeigen
Als Angehöriger, der die Freigabe zur Organentnahme zu verantworten hat, möchte ich nie solch`eine Situation erleben müssen.!
Wenn Deine Angehörigen einen Organspendeausweis haben, hast Du gar nichts zu verantworten.

Dieser Thread dreht sich leider inzwischen im Kreis und ist unerträglich polemisch geworden. Was auffällt: Die Argumente sind auf Seite der Befürworter, die Gegner scheinen sich hauptsächlich von diffusen Ängsten leiten zu lassen, die immer verworrender werden.

Ich gehe jetzt mal meine Niere fragen, was sie mit meiner Seele gemacht hat. Die scheint ja dafür zuständig zu sein
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  #83  
Alt 05.07.2012, 00:48
Benutzerbild von karatina
karatina karatina ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von gilda2007 Beitrag anzeigen
Ich gehe jetzt mal meine Niere fragen, was sie mit meiner Seele gemacht hat. Die scheint ja dafür zuständig zu sein
Es ist sehr schade, dass diese bisher sehr informative Diskussion, die lange Zeit ohne persönliche Anfeindungen, Unterstellungen und ins "Lächerliche ziehen" ausgetragen wurde, mittlerweile von sachlichen Beiträgen in leider absolut unsachliche, ja sogar sarkastische Beiträge abgedrifftet ist.

Grüße von
Katharina
__________________

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  #84  
Alt 05.07.2012, 01:50
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von Serpentine Beitrag anzeigen
Gut für alle Menschen ,die glauben das wir seelenlose Wesen sind, denn nur sie können sich dafür entscheiden, die eigenen Organe zu spenden.
Zitat:
Zitat von karatina Beitrag anzeigen
Es ist sehr schade, dass diese bisher sehr informative Diskussion, d
Mein Sarkasmus bezog sich hierauf und ich kann darin keinen informativen Diskussionsbeitrag erkennen. Ich erinnerte mich an den Religionsunterricht der 4. Klasse, als eine Mitschülerin, die sich nicht durch intelligente Beiträge hervorhob, in der Klassenarbeit schrieb, die Seele sitze in der Leber. Selbst dem unterrichtenden Priester fiel dazu nur die Bemerkung "dann sitzt meine im großen Zeh" ein. Manchmal kann man auf solch abwegige Bemerkungen eben nur mit Sarkasmus antworten ...
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  #85  
Alt 05.07.2012, 09:15
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Anhe Anhe ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Guten Morgen Foristen,

als Urlaubsvertretung von Dirk1973 möchte ich höflichst darauf hinweisen, daß wir uns hier im Unterforum Rechtliches & Finanzielles befinden. Da das Procedere von Organspenden rechtlich erläutert wurde, wäre eigentlich dazu alles gesagt. Darüber hinausgehende Aussagen zu Begrifflichkeiten wie Hirntod oder der organisatorische Ablauf von Organspende, -entnahme ist sicherlich interessant und auch von der Thematik neu für den einen oder anderen User. Allerdings möchte ich darum bitten, daß weitergehende "Diskussionen", die z.B. Glaubensfragen betreffen, hier nicht mehr getätigt werden. Jeder Mensch hat eine Glaubensrichtung - was z.B. das "danach" betrifft, ob es eine Seele gibt, wenn ja, wohin geht sie - und die sollte respektiert werden, was aber im Umkehrschluß nicht bedeutet, daß anderen ein Glaubensbekenntnis "aufgezwängt" werden sollte.

Die Entscheidung für/gegen Organspende muß - nach ausreichendem Informationsstand - jeder für sich selbst treffen und sollte nicht von Außenstehenden bewertet werden. Um Angehörige nicht in einen Konflikt zu bringen wäre es meines Erachtens hilfreich, entweder zu Lebzeiten einen entsprechenden Ausweis mitzuführen oder seine Absichten klar zu artikulieren.

Ich würde mich freuen, wenn das Ursprungsthema wieder sachlich aufgegriffen würde, da ich ansonsten diesen Thread entweder schließe oder komplett lösche - eine Maßnahme, die ich persönlich bedauern würde.

Vielen Dank und freundliche Grüße
Anhe
__________________
Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
©Detlev Fleischhammel
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  #86  
Alt 06.07.2012, 00:44
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bifi65 bifi65 ist offline
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Standard AW: Organspenden - Für und Wider

Zitat:
Zitat von eos Beitrag anzeigen
Mit dem Absetzen der Intensivversorgung meine ich den Umstand, dass es für die Hirntoddiagnostik eideutige Vorgaben gibt. Dazu gehört eben, dass der Patient zum Zeitpunkt des Durchführens dieser Diagnostik (ich nenne es mal) unbeeinflusst von Apparatur und Medikation sein muss, damit die Beurteilung überhaupt unverfälscht erfolgen kann.
Ich möchte dazu ergänzen, dass die Hirntoddiagnostik nicht unbeeinflust von der Apparatur erfolgen kann. Ein Hirntoter Patient hat keine Atemreflexe, nähme man ihn von der Beatmung ab (was nur für die Durchführung des Apnoetestes erfolgt), wäre er nach kurzer Zeit verstorben.
Ebenfalls kann er durchaus Infusionen und Medikamente bekommen, nur eben keine Schlaf- und Schmerzmittel.
Hier nochmal mein Link dazu:
http://www.dso.de/organspende-und-tr...iagnostik.html


Auch wenn keine Organentnahme erfolgt, wird nach der Feststellung des Hirntodes die Therapie beendet, also Medikamente abgesetzt und das Beatmungsgerät abgestellt. Als Todeszeitpunkt gilt der Moment der Feststellung und nicht der, an dem das Herz aufhört, zu schlagen. Organspender bekommen auch eine neue Patientennummer und werden anders "abgerechnet", weil ja unter Umständen einige Zeit bis zur Explantation vergeht und für einen toten Patienten zum Beispiel keine Beatmungsstunden mehr abgerechnet werden können.

Herzliche Grüße von Birgit
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