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  #46  
Alt 12.03.2014, 19:59
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Wir hatten einen schönen Tag.
Zugfahren ist anstrengend und dabei mußten wir ja noch nicht mal umsteigen.
Fast wären wir auch im WDR Fernsehen gelandet, aber leider wir kommen nicht aus Aachen, irgendwas war mit einer Gasleitung, es war auf einmal viel Feuerwehr und Polizei vor Ort und eine Straße wurde abgesperrt.
Wir waren in einer Buchhandlung, ging über 5 Etagen. Ich liebe Bücher.
Es ist ja wie verhext, die Ecke Bücher über Trauer, fand ich kurz bevor ich fragen wollte.
Bei uns hier in der hiesigen Buchhaltung sind die Trauerbücher fast in Augenhöhe mit Kamasutra. Soll man/frau lachen oder weinen.
Irgendwann war ich froh endlich zuhause, ich hatte wieder Taschentuchalarm.
Was soll ich sagen, ich muß pausenlos an ihn denken und versuche mich immer irgendwie abzulenken. So was hatte ich, als wir frisch verliebt waren, aber das hier tut richtig weh. Hin zu kommt jetzt auch noch meine Wut, auf alles, die Krankheit, die Ärzte, seinen Dickkopf nicht mal auf meinen rat zu hören.
Dann kam auch noch die Gasrechnung, ich habe beim Ablesen mich vertan, Mist. Nun haben wir den Zähler abfotografiert, drückt mir die Daumen.
Überhaupt ich hasse diese Post. So ziemlich jeden Tag ist ein Brief dabei, den ich echt nicht haben muß. Zum Glück brauche ich bzw. Klaus nichts nachzahlen wegen seiner rückwirkenden Berentung.
Einfach nur traurig.
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John Lennon
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  #47  
Alt 13.03.2014, 07:33
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Schlecht geschlafen, dieses Mal wegen meinem Gasrechnungproblem.
Gestern lange mit meiner Schwägerin telefoniert.
Sie war ja bis zum letztem Atemzug dabei. Und sie hat recht, Klaus hat sich ganz schön schnell davon gemacht. Ich kenne das Gefühl auch (habe schon durch meine Arbeit einige Menschen sterben sehen), daß die Seele des Menschen noch im Raum ist. Bei Klaus war das Gefühl nicht da. Was gab es zu Verweilen. Wochenlang dieses hin und her. Sterben, nein doch nicht, es ist doch ein Pilz, nein doch wieder sterben. Vielleicht sollte ich mal mutig einen "unseren" Spazierwege abgehen. Wenn mich die Traurigkeit zu sehr übermannt, drehe ich um.
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  #48  
Alt 13.03.2014, 19:01
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe


Was haltet ihr davon, Und täglich grüßt das Murmeltier.
So komme ich mir vor, in einer Zeitschleife gefangen.
Donnerstag vor 6 Wochen oder 5 , ach es ist immer das Selbe, immer der gleiche Schmerz. Heute bin ich einen Weg gegangen, den sind wir sehr oft gegangen. Wenn viele Menschen um mich sin, habe ich keine Heulattacken, ist das bei euch auch so gewesen? Wie auch immer Klaus war nicht da.
Heute ist der Geburtstag meines Kater Gizmo. Der beste Kater der Welt, mein Kumpel, mit ihm konnte sogar spazieren gehen. Wir alle sehr traurig und ich habe 6 Wochen getrauert und dann mich von ihm verabschiedet. Sein Grab ist in unserem Garten. Jetzt im Winter habe immer regelmäßig ein Grablicht brennen lassen, in meiner Rauhnacht Runde. Es hatte was Schönes.
Nein Klaus, du fehlst, mit wem kann ich mich über Politik unterhalten ohne mißverstanden zu werden. Dafür, daß wir solange zusammen waren, haben wir viel miteinander geredet.
Meine morgige Tagesaufgabe ist meinen Sommerurlaub zu planen.
Toskana und vielleicht an der Amalfie Küste, für Irland ist es noch zu früh.
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  #49  
Alt 14.03.2014, 15:11
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Nun habe ich unglaublich viele Bücher über Trauer gelesen, man glaubt ja gar nicht wie viele Trauerphasen es so gibt.
Tagsüber geht es mir am Besten. Saß eben vor unserem Haus in der Sonne. Es war fast wie früher, Klaus ist noch auf der Arbeit, so wie es vor der Krankheit war. Es ist doch unglaublich, kommt mir vor wie gestern.
Ironischerweise steht auch noch sein Auto vor der Tür. Meiner ist noch in der Werkstatt, solange behalte ich seinen. Dann werde ich ihn verkaufen.
Also ich habe keinen Plan in welcher Trauerphase ich mich befinde, denke mal es wird noch ein langer Weg sein.
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  #50  
Alt 15.03.2014, 15:49
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Es ist Samstag und es regnet.
Nun verteile ich über den Tag meine Mini Niragarafälle.
Ich bekomme ja irgendwie alles hin. So habe ich eben mal ein Fernsehschränkchen (ist noch aus dem Fundus meiner Mutti) ausgetauscht. Da stand ich mit Mengen von Kabeln, zum Glück haben wir auf an Hieb alles richtig wieder zusammen gesteckt. Meine netten Nachbarn sind stark erkältet. Also nur kurz drüben gewesen. Nächste Woche sehe ich mir ein Citroen C3 Automatik an. Eine meiner Töchter kann nur mit Automatik fahren. Ich gebe dann Klaus Wagen in Zahlung. Geld ist ja auch zu ausgeben da, nicht wahr und es ist ja auch sinnvoll angelegt.
Meine Nachbarn sind echt toll, eigentlich einer der Wenige, die fragen nicht wie geht es dir, die sagen komm mal rüber zu einer Tasse Kaffee. Mein Papa war auch so ein Mensch. Und das Schöne ist, wenn mir andere erzählen, daß Klaus irgendwie immer nach außer guten Mutes war, trotz aller Rückschläge.
Lag es aber auch daran, daß ich, weil ich im Krankenhaus arbeitete von manchen mehr Ahnung hatte und dadurch mehr Angst.
Aber er fehlt mir.
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  #51  
Alt 16.03.2014, 11:53
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Sonntag, etwas länger geschlafen.
Ich habe dieses Mal ausgiebig die Sonntagsanzeiger gelesen. Wir haben hier Papiertonnen und mit Hilfe dieser Anzeiger und der unglaublich vielen Werbung sind die auch ruckzuck voll. Ich habe mir eine Notiz für einen Büchervortrag für Freitag rausgeschnitten. Notiert wo dieses TrauerKaffee heute stattfindet. Leider war nichts vom Raiffeisenmarkt dabei, muß mir langsam Gedanken wegen Kaminholz machen. Eine Antrag für die Übernahme von Klaus Prozenten von der Kfz Versicherung ausfüllen. Ein wenig im Weichteilforum gelesen, aber ich merke dort gehöre ich nicht hin. Es kommt dann der Gedanke, hätte, wäre, wenn auf und der bringt mich nie weiter.
So schnell Kartoffel schälen, hat Klaus immer gemacht . Wir waren eben ein eingespieltes Team, manchmal zu eingespielt. Aber auch dieser Gedankengang führt zu nichts.
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  #52  
Alt 16.03.2014, 14:13
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Zurück von der Trauergruppe.
Abwarten was hat es mir gebracht, immerhin der Nachmittag war schnell rum.
Neben mir saß ein Mann, so in meinem Alter. Seine Frau ist im Oktober letzten Jahres gestorben. Die anderen war nur Frauen und älter wie ich.
Also irgendwie werde ich es schaffen. Und wenn die Sonne draußen scheint werde ich mich mit einem Buch in den Garten setzen.
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Geändert von carlchen (16.03.2014 um 18:16 Uhr)
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  #53  
Alt 17.03.2014, 10:45
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Verzweifelt gesucht.
Klaus hat ja unheimlich, bevor ins Krankenhaus ,aufgeräumt.
Eben hat mir meine Tochter geholfen, was zu finden. Ich werde gleich sein Auto auf mich ummelden und damit war ein kleine Suchaktion verbunden.
Aber in seinem Zimmer was zu suchen, ist sinnlos, denn wie gesagt aufgeräumt. Viel Sachen zum Anziehen hatte Mann auch nicht. So kommt es mir vor. Sein blaues Sweatshirt mit Kapuze, daß behalte ich. Klaus liebte blau.
Auch der Keller herrscht Ordnung. Klaus liebte wie fast alle Männer es zu bohren, zu schrauben. Aller was Krach macht. Ich besitze jetzt alles mögliche doppelt. Zwei Schlagbohrmaschinen, 2 Motorsägen, 2 Schweißmaschinen, eine Werkband, 2 Kreissägen usw.. Was mich traurig macht ist seine Haubergausrüstung.
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  #54  
Alt 18.03.2014, 16:32
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Heute war ich im Friedwald, was soll ich sagen, es herrscht da ein reger Betrieb. Es waren wieder zwei Trauerfeier nacheinander.
Ich wollte nach der Arbeit kurz vorbei, habe es war mir zu unruhig.
Besser ist es immer abends. Ich kann den Weg erstaunlich gut gehen.
Tränen fließen jetzt nur noch, wenn ich heim komme.
In einem Geschäft den traurigen Witwer von Sonntag getroffen. Ihm geht es wohl so wie mir, draußen merkt man uns nichts an.
Nächste Woche Termin bei der Bank, mit etwas Glück kann ich einen Kredit für das Haus tilgen. Geld anzulegen hat zu Zeit bei den Zinsen wenig Sinn.
Heute Abend buche ich meine Toskanareise. Ist zwar etwas teurer, aber egal.
Unser letzter richtiger Urlaub ist im Juni 3 Jahre her. Ich habe jetzt mir, daß Poster, welches ich mir dort gekauft habe, in der Küche aufgehangen.
Wir waren in Lemvig, Dänemark.
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  #55  
Alt 18.03.2014, 21:01
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Mangels Gesprächspartner, schreibe heute noch Mal, wenn es hilft ?
Versuche mich immer erfolgreich am Dienstagabend Ablenkung zu finden.
Meine Nachbarn mußten herhalten. Mir ist es nicht so aufgefallen, erst zum im Nachhinein, wie Klaus die Zeit nach seinem Tod geplant hat.
Wie ich schon geschrieben habe, er hat aufgeräumt. Stellt euch vor, ich habe nur noch ein Paar Straßenschuhe und 2 Paar Jeans. 4 Sweatshirts, das Blaue sein Lieblingssweatshirt behalte ich sowie den Strickpulli ( den hat meine Mutti gemacht). Er hat ums Haus alles mögliche noch repariert. Ich kann ihm gar nicht mehr sagen, wie toll er das gemacht hat. Jetzt kullern wieder die Tränen.
So ist das, wenn man etwas nicht mehr hat, vermisst man es am meisten. Vieles ist einfach so Selbstverständlich.
Nächste Wochen, dann gehen wir abends, wenn möglich in die Kirche, einfach eine Kerze anzünden.
Dann sind 6 Wochen rum, Trauerphase 1 beenden. Ich bin nicht katholisch, aber ich finde es in Kirchen manchmal sehr schön. Es ist so schön still dort.
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  #56  
Alt 19.03.2014, 16:34
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carlchen carlchen ist offline
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Heute ist ein rabenschwarzer Tag.
Ich war heute zur Strahlenschutzkundeauffrischungskurs. Der Arzt der vor 2 Jahren meinen Mann einfach wieder nach Hause geschickt hat, stand neben mir. Mein Anstand zu verdanken ist, daß ich tief durchatmet habe, innerlich habe ich ihn verprügelt, so ein Wut habe ich auf dieses Menschen.
Vorher, die ganze Zeit einen Vortrag zuhören müssen, über Strahlen (Röntgen) und Krebs.
Aber endlich zu Hause, es kam noch schlimmer.
Der Arztbericht aus Essen vom 6.02.! mein Mann ist für die Studie geeignet.
Was soll das? Gerichtet war er an den Onkologen, gelandet ist er bei uns.
Ich habe ihn durchgelesen und bin am Weinen. Es tut weh , verdammt weh. Laut Bericht war es ein undifferenziertes Sakrom, sprich es gab mind 2 Zellarten.
Die Chemotherapien, die er hatte waren die "Richtigen" aber haben ja nur teilweise, laut Befund was gebracht. Was denken, ich gehe mal von aus, die denken üb3erhaupt nicht, solche Arztbrief an den Patienten zu schicken.
Sollte noch mal einer kommen, ich zerreiße sie.
Vorm Sterben brauche ich keine Angst haben, auch der Tod erschreckt mich nicht, aber so etwas, eine Krankheit, wo man nur verlieren kann.
Klaus war da anders, er war ein Kämpfer, ich wäre es nicht.
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Geändert von carlchen (19.03.2014 um 17:07 Uhr)
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  #57  
Alt 20.03.2014, 19:47
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Der Brief gestern aus Essen, macht mich echt vrrrückt.
Was wäre wenn. Eine Frage die ins Leere führt. Es ändert sich nicht an der Tatsache, daß ich Klaus sehr vermisse.
Heute war unser "Quotenmann" der Abteilung bei uns.
Man hat uns mal mit einem alten Ehepaar verglichen. Mit ihm kann ich mich prima über Klaus Krankheit unterhalten. Wenn es mir nicht gut, so wie heute, merkt er es. Es wird nicht viel geredet. Kein, was hat die denn schon wieder.
So ein Gefühl habe ich manchmal, wenn ich mal wieder sehr traurig bin, es sind doch erst 5 Wochen her.
Ich vermisse einfach mein Gegenstück.
Heute war ich mal einem Möbelhaus, versucht mal ein gescheites Einzelbett zu finden. Ich wünsche mir ein Bett, daß hoch ist, werde ja nicht jünger.
Und dann noch ring um mich rum, lauter jung verliebte Paare, so kommt es mir vor.
Ach ja, verrückte Idee für Sonntag, da hat das Krematorium Tag der offenen Tür. Bestimmt nicht, da fahre ich lieber mit den Mädchen irgendwo hin.
Morgen habe ich mir 1 Karte für das hiesige Kleintheater gekauft. Dort bin ich öfters allein hin, weil Klaus keine Lust hatte.
Ach Mensch Klaus, es ist unglaublich.
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  #58  
Alt 21.03.2014, 18:15
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Kennt ihr Christoph Schlingensief?
Er war ein Theaterregiesseur und ist 2010 mit knapp 5o Jahren an Lungenkrebs gestorben.
Er hat die Krankheit ziemlich krass und treffend beschrieben.
Klaus Krankheit, daß wie ein Flugzeugabsturz. Unglaublich, unfassbar, keine Überlebende.
Auch kam es mir vor, wie wenn ein Zug auf mich zu kommt. Ich sehe die Lichter noch, ich habe überlebt, aber mit Prellungen und die Schmerzen werden noch lange anhalten. Wieso, das ist alles nicht fair.
Jetzt bin wieder ganz schön philosopisch.
War eben bei meiner Tante. Ich gebe nicht auf und bin immer auf der Suche.
Das Verhältnis war etwas angespannt gewesen, vergessen.
Ihr Mann ist mit 58 Jahren gestorben, 19 Jahre ist das nun schon her.
Zeit heilt alle Wunden, nein tut sie nicht, es schmerzt nicht mehr so sehr, bis auf Tage wie Geburtstag.
Gleich gehe ich allein ins Theater. Ich war zwar schon öfters allein dort, aber das letzte Mal im November war Klaus mit.
Verdammt er fehlt mir.
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  #59  
Alt 21.03.2014, 22:45
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Ich hab es geschafft.
Ich das "1. Mal" alleine
ins Theater. Es war schön . Und ist schön das die Mädchen noch da sind.
Morgen kann ich ausschlafen, habe heute schon das Wichtigste gekauft.
Schlaft gut, wünsche euch den Segen der Nacht.
Carolin
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  #60  
Alt 22.03.2014, 04:28
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Standard AW: Nicht traurig sein, sondern dankbar, daß ich gehabt habe

Hallo
Ich habe das gelesen und freue mich sehr.
Dein gibt mir Kraft für den Tag.
Schlaf gut und ein Wunderschönes Wochenende zu dir!
__________________
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Rüdiger
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Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.

Wir werden Kämpfen!
Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
http://krebs-infozentrum.de/index.ph...sch-Nein-BSDK/
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