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AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Melli
deine Seite für deine Mama ist wunderschön das ist wahnsinn sehr schön, war auch eine tolle Mama sieht man schön liebe Grüße an Euch!!!!!!! Andrea |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Zitat:
Liebe Stef, auch ich habe versucht, nach dem Tod meiner Mutter einiges über ihre Vergangenheit zu erfahren und habe auch Freunde und Familie, zum Teil auch in anderen Ländern lebend, aufgesucht. Doch dieses Aufspüren und Zusammentragen von Informationen gestaltet sich als sehr schwierig und nur bedingt fruchtbar. Da ich die Unterhaltungen nur teilweise auf deutsch führen kann, allerdings einsprachig (deutsch) aufgewachsen bin und erst als Erwachsener aus Eigeninitiative meine „eigentliche Muttersprache“ gelernt habe, kann ich nicht so nuancen- und facettenreich sprechen und meine Fragen stellen, wie ich es mir wünschen würde und wie es vorallem notwendig wäre. Sprache ist also in meinem Fall eine weitere Barriere. Ich weiß nicht, wie fließend dein Englisch ist, aber vielleicht wirst du ähnliches feststellen, wenn du in die USA reist. Und dann gibt es noch das Problem der Nähe und Distanz. Zwar wurde ich bisher immer sehr freundlich empfangen und wie jemand, den man lange erwartet und auf den man sich seit langem gefreut hat behandelt – und doch waren die Personen, die ich aufsuchte mehr oder minder Fremde für mich. Es waren die Freunde meiner Mutter, die ich wenige Male gesehen hatte, nicht meine(!) alten Freunde (zumindest habe ich es so gesehen). Das Bindeglied zwischen uns war und ist meine Mutter. Doch ich konnte spüren, wie ich als „Miniausgabe“, als „Ersatz“, als „Nachfolger“ meiner Mutter gesehen wurde. Dieser Wunsch wurde ganz massiv an mich herangetragen. Aber obwohl ich sicherlich optisch einige ihrer Züge trage, Stimmlage und auch einige Charaktereigenschaften sich ähneln, gibt es doch viele Dinge, in denen ich mich merkbar von ihr unterscheide. Und diese Unterschiede wurden mit Trauer erkannt und mir – wahrscheinlich eher unbewußt, obwohl laut ausgesprochen – zum „Vorwurf“ gemacht. Ich lachte nicht über alte Witze, hatte nicht den gewohnten Humor meiner Mutter (aber auch ich lache ausgesprochen gern). - Ich habe dieses Bild, diesen Anspruch, zurückgewiesen. Ein weiterer Punkt nämlich, der das Gespräch und die Suche nach Informationen erschwert, ist, dass man durch Begegnung und Gespräch ganz konkret mit der Trauer und dem Verlust konfrontiert wird – und zwar nicht nur mit seiner eigenen! Ich selbst hatte und habe das Bedürfnis nach Information, muss mich aber nicht nur überwinden, Fragen zu stellen, sondern muss auch den jeweiligen psychischen und gesundheitlichen Zustand meines Gesprächspartners berücksichtigen, auch mit seiner Trauer umgehen können, nicht nur mit meiner eigenen! Allein meine Anwesenheit hat diese Trauer schon bewusst gemacht und konkretisiert und nicht jeder ist in seiner Trauerarbeit dann schon bereit zu dem offenen Gespräch, das ich mir wünsche und suche. Die Suche nach Informationen ist also durchaus kompliziert und kann auch viel Wut, Enttäuschung und Tränen bedeuten! Ich hoffe, für dich und deine Suche, dass du auf offene und reife Menschen triffst, die deine Fragen zulassen und fördern und sie dir bereitwillig und geduldig beantworten! Es ist ein schmerzvoller Aspekt, dass die Beziehung durch den Tod ein jähes Ende erfährt. Aber abgeschlossen ist sie dadurch dennoch nicht. Das Gegenüber lebt nicht mehr und dennoch bleibt die Beziehung lebendig, dennoch wandelt sie sich. Genau in dem Grad und genau in dem Maße, in dem wir uns selbst wandeln und weiterentwickeln. Jedesmal, wenn sich unsere Sicht der Welt und unsere Sicht auf uns selbst verändert, dann verändert sich auch die Sicht auf unsere Eltern. Daran ändert ihr Tod kein bisschen. Was er allerdings ändert, ist die Möglichkeit aktiv mit ihnen zu kommunizieren und zu interagieren. Es erfolgt keine direkte Antwort, keine Reaktion. Weder ist es möglich, sich für etwas zu entschuldigen und in den Augen seines Gegenübers die Annahme dieser Entschuldigung zu sehen, noch ist es möglich seine Wut und seine Freude zum Ausdruck zu bringen und dadurch etwas im Anderen zu berühren. Das ist das, was ich persönlich als sehr schmerzhaft empfinde, genau das immer wieder aufs neue feststellen zu müssen und vorallem es zu akzeptieren. Denn anders ist wohl kaum ein gesundes und vitales Leben möglich. |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo ihr lieben....sternchen, Majaberlin AndreaB(drück dich) und Tonks....
ich war nun ein paar Tage nicht hier, weil ich jedes mal nur noch trauriger war wenn ich neue berichte gelesen habe, aber ich muss euch echt sagen...ich hab euch vermisst...ich komm hier draussen in der Welt nicht so recht klar, habe versucht "normal" zu leben....es gelingt mir nicht, denn es gibt keinen menschen der mich versteht oder so fühlt wie ich. Die einzigen die mich wirklich verstehen das seit ihr hier alle, denn ihr wisst wie es ist zu leiden...wieder mal ein tief zu haben und nur zu weinen....sich alleine zu fühlen und und und.... Ich war am Samstag in der Klinik in der meine Mutter verstorben war. Wir haben eine Einladung bekommen für eine Messe die dort gehalten wurde. Diese war für alle in diesem Jahr verstorbenen Menschen, die in der Klinik verstorben waren. Die Messe war an sich sehr schön gestaltet, aber war zugleich für mich noch mal sehr traurig und es ist alles wiederhoch gekommen...habe mama wieder auf dem Sterbebett liegen sehen:cry: Es wurde jeder Name aufgerufen, von jedem der verstorben war und gleichzeitig für ihn eine kerze angezündet....in dem Moment als der Pastor den Namen meiner Mutter sagte, dachte ich das mein kreislauf zusammen bricht...ich musste sehr weinen, aber ich war ja nicht allein, viele Menschen dort haben um ihre verstorbenen geweint....ich glaube das ich immer noch nicht so weit bin und ernsthaft begriffen habe das meine Mama nicht mehr da ist....wenn ich ihren Namen auf der Grabplatte lese ist es genauso komisch.... Ich glaube ich muss erst mal wieder etwas mit gleichgesinnten wie euch reden und schreiben damit ich mich nicht so allein und unverstanden fühle....sorry AndreaB das ich länger nichts von mir hab hören lassen....ich dachte wenn ich Abstand von allen traurigen dingen nehme gehts etwas besser, aber da hab ich mich getäuscht... ich drück euch alle hier ganz lieb.....und freue mich auf Antwort |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo LilaNelke!
Habe leider nur ganz kurz Zeit, wollte dich aber ganz lieb grüßen! Das mit dem Abstand und der Traurigkeit, wenn man Texte, die ahnliche Erfahrungen schildern liest, ist ein ziemlich kompliziertes Ding... Versuch auf dich selbst zu hören und in dich selbst hineinzuhören! Wenn du merkst, dass dir das Lesen und Schreiben hier gut tut, dann schreibe. Wenn du Abstand brauchst dann ist es ganz wichtig, ihn dir auch zu nehmen. Das Lesen und Schreiben wird viele deiner Gefühle erstmal aufwühlen. Es kann genauso befreien. Beides gleichzeitig und parallel. Vergiss aber die Ruhepausen nicht!!! Ganz wichtig!!! Das alles kostet sehr viel Kraft!!! Und Zeit!!! nochmal liebe Grüße! |
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Hallo ihr lieben.
ich bin 21 und meine mama ist am 18.10.2006 mit 44 Jahren verstorben. Auch ich habe ganz anders raegiert als ich dachte.Ich dachte ich würde ohnmächtig werden,würde sterben,schreien,weinen.Aber ich wurde sofort durch meinen Mann aufgefangen,als die Beine wegsackten und ich denke dadurch war schon die erste Hilfe geleistet.Mir war unglaublich übel,worauf wir uns erstmal einen Schnaps tranken.Und irgendwie war ich auch erleichtert.Die Zeit der Angst war für mich noch schlimmer als die jetztige Zeit der trauer.Ich hatte richtige Panikattacken,somit war ich froh,dass es endlich vorbei war und meine geliebte Mami nicht mehr leiden musste. Am nächsten Tag,ich hatte ein paar Tage frei bekommen,bin ich auf meinen Roller gestiegen und mit meinem Mann einkaufen gefahren.Es ging ganz gut und ich war froh,nicht zu Hause zu sein,sodass mir nicht die Decke auf den Kopf fallen konnte. Aber ich muss sagen,meine Mami hat mir auch nach dem Tot geholfen,dass alles durchzustehen. Zum Beispiel hat sie immer gesagt,wenn sie dann im Friedwald unter ihrem Baum liegt,will sie hören,wie ihr die Nüsse auf den Kopf plumpsen.Und als wir die Urne beigesetzt haben,fiel mir mit voller Wucht eine Nuss auf den Kopf.Das tat richtig weh und da hab ich gewusst,dass es meine Mama war,das kleine Biest!;) ich bion ein Mensch,der daran glaubt,dass es auch unerklärliche Sachen gibt.Und ein Leben nach dem Tod. es gab soviele Sachen,wo ich mir 1000000% sicher bin,dass es meine kleine Mami war,die mich da umsorgt und auf mich aufpasst. Aber auch ich habe schreckliche Schuldgefühle,weil die Bilder ihrer letzten Tage immer wieder hoch kommen und ich nur hilflos zusehen konnte. In so schweren Momenten,wenn mich wieder mal ein Weinkrampf schüttelt,dann kommt mein Mann ganz schnell angeflitzt und nimmt mich liebevoll in seine starken Arme.Und dann geht es auch ganz schnell wieder besser.:smiley1: Das wichtigste ist also,die Tränen ruhig laufen zu lassen und Menschen zu haben,die eienen auffangen. ich frage mich nur ständig wie ich meinem Kind später mal erklären soll,dass es keine Oma und keinen Opa hat.Nur mama und Papa,denen es hoffendlich nie so ergehen wird... |
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Hallo Lilanelke
ich dachte schon du bist verschüttet ich drück dich mal ganz arg, ja mir geht es genauso ich vermisse Mama sooooooooooooooooooooooooooooooo arg aber keiner versteht das so gut wie du ihr .............sie sagen alle es war besser so und so doofe Sprüche aber sie fehlt fehlt fehlt ich gehe jetzt dann ans Grab und gieße das macht mich auch immer so sehr traurig ich vermisse ihre Stimme ihr lachen ach einfach alles :weinen: :weinen: liebe Lilanelke ich bin immer im Gedanken bei dir denn mir geht es auch so besch.......... Hallo Angel ja du bist nicht alleine hier uns geht es allen so wir verstehen uns weil wir die selben Schiksale teilen, andere können eigentlich nicht mitreden nicht so wirklich!!!!!!!!!!!! Liebe Grüße AndreaB |
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Hallo Ihr lieben...
Hallo AndreaB, drücke dich gaaaaaaaaanz lieb zurück:pftroest: Ja ans Grab gehen macht mich auch immer sehr traurig...wie gesagt wenn ich den Namen lese ist es immer ganz komisch:( Schön das du noch da bist das hat mich gerade richtig doll gefreut:1luvu: wollt dir später mal nen mail schreiben... Hallo Angel... Du bist nicht alleine hier.... wir alle sind für dich da und verstehen dich bestens....auch ich glaube an unerklärliche dinge und an ein Leben nach dem Tod:) Hallo Tonks...danke für deine lieben und aufbauenden Worte, du hast recht ich sollte auf mein inneres hören und das machen wo mir grad nach ist. Es stimmt es kostet viel Kraft, aber für unsere Mamas müssen wir versuchen stark zu bleiben... Ich wünsche euch allen einen schönen Dienstag mit viel Sonne... Eure Lilanelke |
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Zitat:
auch an Tonks =) |
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Hallo LilaNelke, Tonks und ihr anderen Lieben,
ich habe mit meinem Vater ein schönes Wochenende verbracht und viel über meine Mutter geredet. Er sagte, es ist viel von ihr in mir und mein Lachen und manche Gesten erinnern ihn oft an sie. Es ist schön, dass zu hören. Es hat mich ganz stolz gemacht, dass doch einiges von meiner Mutter in mir weiterlebt. Selber kann ich es nicht so sehen. Ich finde es sehr mutig LilaNelke, dass Du auf die Gedenkveranstaltung gegangen bist. Ich fühle so mit Dir!!! :pftroest: Es ist mir auch sehr oft unbegreiflich wie ich das überhaupt überstehen soll, den Schmerz, die Trauer... Und dann direkt damit konfrontiert zu werden ist sicherlich am schwersten. Meine Mutter hatte eine Seebestattung, ich habe also kein Grab, dafür aber einen kleinen Teil der Asche bei mir zuhause neben meinem Bett. Diese kann ich mir aber auch nicht immer ansehen, da ich mir oftmals nicht vorstellen kann was das alles wirklich bedeutet. Ich weiß sehr genau was Ihr meint wenn Ihr schreibt, dass andere diesen Schmerz nicht nachvollziehen können. Das Gefühl habe ich auch oft, wenn ich mal darüber mit Freunden rede. Ich fühle mich hier bei Euch auch sehr gut verstanden und aufgehoben und es hat mir schon viel geholfen, Eure Beiträge zu lesen. Mellis Seite habe ich vorhin angesehen und ich bin sehr betroffen und muss auch sagen, wie schön die Homepage für Ihre Mama geworden ist. Wow! Ich war schwer beeindruckt - auch, dass Du so schöne Worte finden kannst. Ich habe sie oft im Kopf, kann sie aber nicht zu Papier bringen. Ich bewundere das und sende Dir ganz liebe Grüße. Auch an Euch alle liebste Grüße. Maja |
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Hallo Lilanelke
ich freue mich auch soooooooooooooooooooooooo sehr das du da bist :1luvu: :1luvu: :1luvu: Naja heut war ich wieder am Friedhof muß ja oft gießen bei der Trockenheit !!!!!!!!!!!!!!!! bis bald demnächst 1000000000000000 knuddels an die Mama s Andrea B |
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Hallo all ihr lieben,:)
ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche, mit viel Sonnenschein im Herzen und möglichst wenig Traurigkeit....Liebe Grüße:winke: |
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Hallo zusammen,
leider gehöre auch ich nun zum Kreis Hinterbliebenen. Vielleicht kennen ein paar wenig von euch meine Geschichte... Ich versuche sie noch einmal kurz zusammenzufassen - sofern es überhaupt möglich ist, die letzten 4 Jahr in Worte zu fassen. Ich bin inzwischen 24 Jahre alt. Im Herbst 2003 haben sich meine Eltern getrennt. Kurz darauf bekam meine Mutter die Diagnose Krebs. Darmkrebs im weit fortgeschrittenen Stadium. Über die Lebenserwartung wurde nie geredet. Meine Mutter verschwieg und verdrängte vieles. Die Ärzte redeten nicht. Ich recherchierte - die 5-Jahres-Überlebensrate lag bei etwa 5%. Ihr ging es überraschend gut. Zog aus dem gemeinsamen Haus aus und suchte sich eine Wohnung. Ich stand ihr zur Seite. Sie hatte keine Freunde und keine Verwandte mehr. Ich war also ihr Ersatz für die gesamten menschlichen Kontakte. Sie litt sehr unter der Trennung. Ich stand ab jetzt zwischen den Stühlen: eine schwerkranke, unter der Trennung leidende Mutter und einen glücklich neu liierten Vater. Das Verhalten meines Vaters veränderte sich - zumindest empfand ich es so. Sein Vater - mein geliebter Opa - starb innerhalb ein paar Monaten an Krebs. Das sonst so gute Verhältnis zu meinem Vater verschlechterte sich zunehmend. Meine Mutter lies mehrere Chemos über sich ergehen. Manche Dinge erfuhr ich viel zu spät. Einmal hatte sie fast lebensgefährliche Nebenwirkungen der Chemo - ich habe es nur aus den Arztberichten erfahren... Ihr Zustand verschlechterte sich langsam mit den Monaten. Zum Glück hatten wir noch die Gelegenheit zu gemeinsamen Ausflügen - im nachhinein waren es viel zu wenige. Da sie es so wünschte und es platzmäßig nicht anders ging, organisierte ich ihr einen Platz in einem Heim. Im Mai 07 brach sie in ihrer Wohnung zusammen. Zum Glück war ich gerade bei ihr und fing sie auf... 112... ins Krankenhaus... Der Heimplatz war ja schon beschlossene Sache, daher konnte sie direkt vom Krankenhaus ins Heim. Dort verstarb sie im Alter von 53 Jahren am 14. Juni 2007. Ich habe alles alleine gemacht und organsiert. Mein Freund stand mir immer zur Seite in der ganzen harten Zeit. Es war ein Abschied auf Zeit - jeden Tag ein Stückchen. Ich habe es wohl bis heute noch nicht so wirklich realisiert. Ich dachte, ich würde dann zusammenbrechen, aber ich tat es nicht. An dem Tag als sie verstarb war ich gefasst. Ich hatte meine Liste, die ich abzuarbeiten hatte. Mein Freund begleitete mich. Ich funktionierte. Niemanden den ich traf hatte eine solch gute Organisation gesehen. Ich hatte sogar noch Kraft, um Wünsche durchzusetzen und mich mit meinem Vater auseinanderzusetzen. Mein Vater war/ist keine Unterstützung und macht mir das Leben nur noch schwerer. Meine wenigen vorhandenen Verwandten haben sich meinem Vater zu- und sich von mir abgewand. Zum Glück hat sich das Verhältnis zu der Familie meines Freundes intensiviert. Ich organisiere auch heute noch alles alleine. Wir sind gerade dabei einen Grabstein zu beantragen - nein, nichts herkömmliches. Nichts ist bei uns "normal". Auf den Stein kommt die Unterschrift meiner Mutter und eine Rose. Selbst aufgenommen. Sie hat Blumen und den Garten geliebt - der Garten wurde ihr ja genommen... LG Tanja |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo Tanja...
Erst einmal mein herzliches Beileid.... Das ist eine traurige Geschichte... ich finde es aber total toll wie du alles organisierst, deine Mama ist bestimmt ganz stolz auf dich. Ähnlich war es bei mir ja auch, ich habe auch alles alleine gemacht und organisiert, habe zu meinem Vater gar keinen Kontakt, bin ja mit meinem jüngeren Bruder allein. Klar habe ich einen Freund und einen kleinen Sohn, aber als große Schwester und Tochter macht man da doch schon vieles. Du hast recht, zum Zeitpunkt als meine Mama gestorben ist dachte ich das ich zusammen breche, doch ich war sehr gefasst, zwar sind viele Tränen geflossen, doch ich konnte stehen. Nur heute, so nach und nach wo sie mir immer mehr fehlt, denke ich manchmal es geht nicht mehr, man sagt ja die Zeit heilt alle Wunden, doch ich finde umso länger sie nun weg ist, das sind nun 8 Monate umso schlimmer wird es irgendwie für mich . Ich vermisse sie ganz arg. Ich hoffe du hast viel Kraft um das Mit dem Grabstein zu organisieren. Ich fande es sehr schlimm für meine eigene Mutter eine Grabplatte auszusuchen, welche Schriftart, welche Farbe und und und. Und dann auch noch auf dem Friedhof aussuchen zu müssen wo sie liegen soll...Das hat mich viel Kraft gekostet. Ich stehe oft vor ihrem Grab , lese ihren Namen und kann es trotzdem nicht richtig war haben das hier nun meine Mami liegen soll. Ich wünsche dir vom ganzen Herzen das du dann viel Kraft hast. Einen ganz lieben Gruß an dich.... |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo Lilanelke,
danke für die lieben Worte. Das Grab habe ich auch selbst ausgesucht. Bei mir in der Familie war das nicht üblich. Ich wollte es aber so... Ihr war es egal wo sie liegen wird - wie ihr so vieles egal war. Zu vielem hatte sie auch nach längerer Überlegung keine Meinung. Ich habe mich dann für einen Waldfriedhof in der Nähe der Familie meines Freundes entschlossen. Wir werden an unserem jetzigen Ort nicht mehr lange wohnen bleiben und da kommen wir öfters dran vorbei. Ich war froh, als der Hügel abgetragen wurde und ich das Grab bepflanzen konnte. Das war wieder ein "Meilenstein". Das mit dem Stein ist unsere eigene Kreation. Sie hat gerne gebastelt und findet es sicher toll, dass ich keinen 0815-Stein genommen habe. Genauso wie die Trauerkarte. Es hört sich sicher merkwürdig an, aber ich habe die Karte selbst gestaltet und gedruckt. Sie sieht schön - traurig - aus. Der Grabredner fand sie auch sehr schön. All das gehörte mit zu meiner Planung. Sicher, ich hätte mehr Arbeit abgeben können, aber das wollte ich nicht. Es half mir, mit der Situation umzugehen. Im Moment leide ich sehr darunter, dass ich keine Familie mehr habe. Nicht nur der Verlust meiner Mutter, sondern auch der Verlust der kompletten Familie geht mir nah. Ich fühle mich irgendwie einsam. Die einzigen Verwandten, die noch leben, sind mein Vater und mein Onkel. Mein Onkel läuft meinem Vater hinterher und beide haben sich abgewand bzw. ich habe mich distanziert, weil ich deren Verhalten z.T. unmöglich bis unmenschlich finde. Meine Tante, meine Oma, meine andere Tante, mein Opa und nun auch meine Mutter... alle sind inzwischen an Krebs verstorben - unsere Familie war schon damals klein. Weiter oben steht, dass manche nun die Vergangenheit erforschen. Das habe ich auch getan und stehe nun vor weiteren Fragen, die mir nun niemand mehr beantworten kann... LG Tanja |
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Liebe Tanja,
ich drücke um umarme Dich :pftroest: Es ist schön, dass du den Weg ins Forum genommen hast, glaub mir hier ist immer jemand für dich da. Meine Mama ist am 12.06.2007 eingeschlafen, im Feb. erhielten wir die Diagnose Lungenkrebs-Endstadium. Man konnte nichts mehr für sie tun. Ich habe fünf Geschwister und doch stand ich mit meinen Vati allein da, alles zu organisieren. Bis zum heutigen Tag kann ich mit keinen meiner Geschwister reden. Im Jahr 2006 haben wir von der Seite meines Mannes Oma und Tante verloren, beide an Krebs. Jetzt 2007 Feb. mein Schwager im Alter von 38 Jahren und meine Mama. Gestern abend rief mich meine Schwiegermutter an und sagte das Schwiegervater wieder im Krankenhaus liegt und wieder eine OP hat, eine Stunde später meldet sie sich wieder und sagte das von Tante Giesela also Onkel Rainer, an einen Sekundentod die Nacht verstorben ist. Unsere Fam. wird immer Kleiner. Ja, und ich kann meine Trauer nie bis zum Schluß beenden, abschließen , denn ich falle gleich in die Nächste. Ich finde es wunderbar von Dir, dass du bei deiner Mama geblieben bist und sie begleitet hast. Das hat mein Vater bis zum letzten Tag gemacht in ihrem Haus.Es ist schön das Sie ein Grab hat, meine Mama liegt auf der Wiese, sie wollte es so und mein Vati will es auch so. Also muste ich es akzeptieren. Aber die Wiese dort ist sehr schön angelegt aber es fehlt irgendwie das persönliche, das innige.Man steht vor der Wiese, faltet die Hände und spricht ein Gebet zu ihr und man hat immer das Gefühl, dass viele Menschen zuhören, als ob man auf einer Bühne steht. Man lernt damit umzugehen. Ich gebe dir Kraft für die kommende Zeit und Stück für Stück wirst auch du wieder ins Leben zurück finden. Es ist ein schwerer Weg und es wird auch sehr langsam gehn aber du kommst an. Im Gedanken bei dir Antje |
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Hallo Antje,
ich war richtig alleine. Du hattest einen Vater - ihr konntet euch gegenseitig Halt geben. Das stelle ich mir auch unter einer Familie vor: sich Halt geben. Normalerweise sind die "älteren" Leute immer reicher an Erfahrungen, können Tipps geben und vor allem der eigene Vater sollte einen in schlimmen Zeiten (wenn die Mutter im Sterben liegt) zur Seite stehen. Mein Vater stand mir nicht zur Seite. Ich habe alles "alleine" durchgestanden. Wir waren mal eine Familie... "Alleine" war ich nicht wirklich. Ich habe meinen Freund, der mir Halt gibt und mich bei allen Schritten begleitet hat. Trotzdem waren wir alleine. Ich habe deine Geschichte gelesen. Noch mal mein Beileid zum Verlust deines Schwiegervaters. Auch du durchlebst im Moment keine einfache Zeit. Ich möchte hier schreiben, aber wenn ich hier bin, dann sitze ich wie in Trance auf meinem Stuhl. In dem Moment denke ich, dass ich vom Forum Abstand nehmen sollte und komme dann doch wieder her... LG Tanja |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hey Tanja,
mein Schwiedervater ist nicht gestorben er liegt im Krankenhaus und ist zum zweiten mal opiert wurden. Mein Onkel ist jetzt verstorben. Du hast recht ich war nicht allein, mein Vati war immer bei mir und wir haben sehr viel zusammen geweint. Manchen Tag kann ich auch nicht ins Forum gehen, da geht einfach garnichts. Dann wenn ich drin bin und wieder an meine Mutti geschrieben habe, fühle ich mich wenigstens ihr ein bischen nah. Ja, dass tut richtig gut, mit Freunden könnte ich nie so mich unterhalten. LG Antje |
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Hallo Antje,
oh, die Verwechslung tut mir leid. Ich hab's mehrmals gelesen, aber trotzdem durcheinandergebracht... LG Tanja |
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Hallo Tanja,
is schon o.k.. Bei dem was wir alle durchmachen ist das auch kein Wunder. Bin dir nicht sauer. War gestern bei Schwiegervater im Krankenhaus, es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Am Montag darf er das erstmal aufstehen und ein paar Schritte gehen. Ich war aber froh wo ich aus dem Krankenhaus wieder raus war. War wirklich nicht einfach dieses zu betreten. LG Antje |
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Hallo ihr Lieben...
Wollt mich mal melden....im Moment geht es mir mal nicht ganz so gut , muss oft an Mama denken und vermisse sie total....ist nun schon 8 Monate her, wie schnell die Zeit doch vergeht, aber es kommt mir vor wie vor 2 Wochen als ich bei ihr am Sterbebett saß. Der Schmerz ist auch nicht weniger geworden, im Gegenteil. Ich glaube mir wird nun erst richtig bewusst das ich sie nicht mehr wieder sehe, zumindest nicht in diesem Leben. Tut ganz arg weh:sad: Bald is schon wieder Weihnachten und es grault mir sehr davor, grad auch weil meine Mami am 25.12 ihren 50. Geburtstag gehabt hätte, den sie so gerne noch erlebt hätte. Weiß noch gar nicht wie ich das schaffen soll dieses Jahr.... Wünsch euch allen eine angenehme Woche mit wenig Tränen und Kummer... Eure Nici |
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Liebe Nici,
auch ich habe meine Mutti vor 3 Monaten verloren und mein Schmerz ist unendlich. Du hast recht die Geburtstage sind furchtbar. Ich habe am 14. Oktober , meine Tante gestorben am 18.9.2006 hatte immer am 15.10. und meine geliebte Mutti am 16.10. . Diese Tage werden für mich sehr schlimm sein, feiern werde ich auch nicht und an Weihnachten darf ich garnicht erst denken. Es tut einfach nur grenzenlos weh. Die richtigen Worte kann man garnicht finden um unser Leid auszudrücken. Ich schicke dir viel Kraft um alles irgendwie zu verstehen und zu überstehen. LG Antje |
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Hallöchen ihr beiden,
meine Mama hat am 4 Oktober Geburtstag mich graut es schon am Friedhof muß ich sie besuchen ich kann mich noch genau an letztes Jahr Erinnern da war sie noch hier:weinen: Ach das Leben ist soooooooooooooooooo schwer ohne Mamas lasst Euch drücken AndreaB |
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Hallo ihr lieben...
Vielen Dank für eure lieben und mitfühlenden Worte. Ja da müssen wir wohl alle irgendwie durch.....ich wünsch uns allen viel Kraft... ich drücke euch und wünsch noch eine schöne Restwoche:remybussi |
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Hallo zusammen,
Weihnachten? Daran mag ich auch noch nicht denken. Zu meinen Schwiegereltern fahre ich gern, aber meine restliche Familie möchte ich nicht sehen. Sie wollen ein schönes und fröhliches Weihnachtsfest feiern und bedenken nicht, wie es mir dabei geht, wenn ich mit Papas neuen Tussi (entschuldigt) neben dem Tannenbaum sitze. Nee... nicht mit mir. Ich habe mich auch geweigert, zu seinem Geburtstag eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Die Vergangenheit wird von ihm mit allen Mitteln verdrängt - dazu gehört auch seine Frau, mit der er über 30 Jahre zusammen war - meine Mutter. Jetzt ist es genau 3 Monate her. Wie ich mich fühle? Inneres Chaos. Es scheint schon ewig her zu sein und trotzdem irgendwie wie gestern. LG Tanja |
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Liebe Tanja
ich glaube das könnte ich auch nicht haben wenn mein Papa eine neue hätte nein da wäre ich auch ganz eigen ich kann dich verstehen!!!!!!!!!!!!!!!!!! Gruß AndreaB |
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Hallo Andrea,
einerseits habe ich Verständnis dafür, dass er diesen Weg gegangen ist - es ist sein Leben und seine Entscheidung. Die Trennung meiner Eltern kam kurz vor der Diagnose. Womit ich aber nicht leben kann, ist sein verändertes Verhalten. Er hat sich von seiner dann kranken Frau distanziert und sich auch von mir distanziert. Sein Verhalten war nicht akzeptabel. Die Vergangenheit hat er verdrängt. Da spielen so viele kleine Ereignisse mit rein... Das ich diese Feiern (genau wie Weihnachten) nicht möchte hängt damit zusammen, dass ich keine Lust auf diese "tolle Familie"-Treffen habe. Ich werde nicht verstanden. Dinge, die für mich gerade aktuell sind oder die die Vergangenheit betreffen, werden nicht angesprochen oder abgeblockt. Es gibt nur die Gesprächsthemen, die meinen Vater und seine Tusse interessieren. Kommt mein Onkel noch dazu, wird versucht, heikle Themen bloß nicht anzusprechen. Es brodelt unterschwellig ein Konflikt, der aber nicht ausgetragen wird, weil mein Vater keine Konflikte lösen kann. Berufsbedingt weiß ich auch, was falsch läuft und was man tun könnte, aber dafür müssen beide Parteien in der Lage sein. Im Moment kann ich nichts tun, außer das Elend zu analysieren... LG Tanja |
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hallo ihr alle,
ich war nun schon ziemlich lange nicht hier, aber ab und zu habe ich einfach das bedürfnis, mich mit menschen mit einem ähnlichen schicksal zu "unterhalten" oder einfach zu lesen, wie es euch ergeht, mit welchen problemen ihr konfrontiert werdet. es ist jetzt schon über ein jahr her, dass meine mom gestorben ist, genauer gesagt 13 monate und 20 tage. manchmal denke ich, ich habe mich damit abgefunden, habe es akzeptiert. manchmal denke ich aber auch hey, du bist 19 und deine mutter ist tot! als wenn ich mir etwas neues erzählen würde und in dem moment trifft es mich wie der schlag und ich kann es immer noch nicht glauben. ich fange an, dinge zu vergessen. ich kann mich jetzt schon kaum noch an ihre stimmer erinnern oder an ihren geruch. es ist, als würde es mir auf der zunge liegen, aber ich komme einfach nichtmehr drauf. geht es euch auch so? mein vater hatte auch 3 monate nach ihrem tod eine neue. am anfang bin ich nicht damit klar gekommen, aber auf der anderen seite ist es sein leben und ich habe darüber nicht zu bestimmen. er hat es mir erklärt - er hätte in den 9 monaten zwischen diagnose und tod mehr kraft ausgegben, als er zur verfügung hatte, und könne nun einfach nicht alleine sein. das habe ich irgendwie zu akzeptieren, auch wenn es einfach sehr früh war. jeder verarbeitet den tod eines geliebten menschen anders, und bei manchen hat es den anschein, als würden sie nicht trauern, das stimmt aber nicht. mein vater hat sofort den ehering abgenommen und nach und nach alle fotos von ihr, die in der wohnung standen, in eine ecke auf dem schreibtisch "verbannt", das hat mich sehr verletzt doch nun weiß ich, dass es nur seine art der verarbeitung war. seid nicht sauer auf eure väter, es ist ihre art, mit dem schmerz umzugehen. hätte mein vater so reagiert wie ich es erwartet hätte, wäre er vielleicht unter der last zusammen gebrochen. ich vermisse meine mom unglaublich und es gibt so viele situationen, in denen ich sie brauche, in denen ich sie gerne um rat fragen würde. immer noch sehe ich dieses schreckliche bild vor mir, wie sie tot im hospiz lag, nicht friedlich, wie es manche beschreiben, es sah fast bedrohlich und angsteinflößend aus. einerseits schäme ich mich davor, das empfunden zu haben, andererseits war es einfach eine reaktion, für die ich nichts konnte. ich wünsche euch alles gute bei der verarbeitung, vielleicht schaue ich ja jetzt häufiger wieder vorbei. alles gute, anni |
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Liebe Anni....
Auch ich war nun länger nicht mehr hier...manchmal bin ich gerne hier und manchmal brauche ich auch wieder etwas Abstand....ich kann dich sehr gut verstehen.....ich weiß auch manchmal nicht mehr genau wie ihr geruch ist oder wie sie sich anfühlt usw....das finde ich sehr schlimm. Meine Mama ist nun 10 Monate nicht mehr bei mir, ich vermisse sie so doll. Und wieder grault es mir vor Weihnachten, aber ich kann mich ja nicht verkriechen habe einen kleinen Sohn der 14 Monate alt ist und für ihn möchte ich ja ein schönes Weihnachten machen...muss es wenigstens versuchen. Wie schon mal erwähnt hat meine mama am 25. Dezember ihren 50. Geburtstag, den sie so gerne noch erleben wollte:weinen: Ich kann immer noch nicht loslassen....doch genau das ist es was man ja machen soll, damit unsere lieben dort oben weiter kommen....ich drücke dich und grüße euch alle mal ganz lieb ..... |
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liebe nici,
es ist schwer, damit umzugehen. einerseits muss man den verlust selber verkraften, andererseits (so ist es zumindest bei mir) fühlt man sich schuldig, weil man sie "vergisst". natürlich weiß man, dass es sich nicht ändern lässt, dass es einfach der lauf der dinge ist. aber man fühlt sich treulos und das ist ein schreckliches gefühl. weihnachten war immer das fest meiner mutter. sie hat sich tierisch drauf gefreut, hätte am liebsten schon im november mit dem dekorieren angefangen. doch mein vater und ich haben unbewusst vor 3 jahren die tradition gebrochen und meiner mutter die arbeit abgenommen, indem wir das weihnachtsessen zu zweit zubereitet haben und ihr die zeit gaben, in die kirche zu gehen, das grab ihres bruders zu besuchen. somit haben wir weihnachten ohne es zu wissen den schrecken genommen, indem wir einige traditionen bestehen lassen konnten. natürlich ist es hart, keine frage. aber es ist auch ein tag, voller freude an geliebte menschen zu denken und ihnen zu danken, dass sie da waren. für dich muss es doppelt hart sein, das fest der liebe, der familie und ihr geburtstag. mach ihr ein riesen großes geschenk und sei für deinen kleinen eine so gute mutter wie sie es für dich war, und lass die liebe deines kindes für seine oma nicht erblassen. meine mutter hat sich einen spruch für ihre traueranzeige ausgesucht, so wie sie ihre gesamte beerdigung selber geplant hat: "trotzdem, es war schön und ich bin dankbar" ... und das sollten wir auch sein |
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Liebe Anni....
Ja du hast recht mit dem was du sagst....ich erzähle meinem kleinen ganz viel von seiner Oma, ich habe einige bilder von Ihr hier hängen unter anderem auch ein selbstgemaltes Portrait. Sie hat sich einmal von einem Bildmaler malen lassen, dieses Bild sieht sehr echt aus, als wenn sie mich anschaut. Ich stelle mich oft mit dem kleinen davor und fange an zu erzählen :-) In der letzten Zeit träume ich oft von meiner mama, doch ich sehe sie nur und sie sagt nie etwas...ich habe auch oft das Gefühl das ich durch den Verlust meiner Mutter irgendwie reifer geworden bin. Ich sehe das leben mit anderen Augen. Wenn mir jemand sagt er sei so stark erkältet dann halte ich sowas für ne kleinigkeit und denke, sei froh das es nur ne Erkältung ist. Kleinigkeiten oder so interessieren mich nicht mehr ich achte mehr auf die wesentlichen dinge des lebens, weißt du was ich meine. Ich fühle mich auch oft unverstanden, ich habe das Gefühl das meine Familie (mein Freund) evtl denken das ich nicht mehr trauer nur weil ich in ihrer Gegenwart nicht oder selten weine. Ich habe das Gefühl das alles ganz normal weiter läuft für all die anderen aber in mir drin hat sich so viel verändert. Ich hoffe du kannst nachvollziehen was ich sage, es ist schwer dieses Gefühl zu beschreiben. Ich wünsche dir einen schönen Mittwoch .:pftroest: Und danke für deine lieben Worte :-) |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
liebe nici,
ich kann total nachvollziehen, was du meinst. da ich es auch nicht offen zeige, war es für meinen freund sehr schockierend, wie sehr ich noch drunter leide. es ist bei mir ja nun schon über ein jahr her, am anfang habe ich noch oft drüber gesprochen und nun mache ich das eher mit mir alleine aus. als ich ihm letztens sagte, dass ich manchmal immer noch zeit für mich brauche, um abzuschalten, um meinen kopf klar zu kriegen, meinte er nur: wie soll ich denn helfen, wenn du nicht mal den mund aufmachst? das klingt zuerst natürlich hart, aber andererseits fühle ich mich auch schuldig deswegen. die anderen mussten mit meiner trauer umgehen und sind nun erleichtert, weil sie denken, ich hätte es schon verarbeitet. wenn sie dann erfahren, dass es nicht so ist, sind sie wieder hilflos. mein freund kannte meine mutter leider kaum, war nur einmal zum essen bei uns. sie wollte ihn gerne kennen lernen und kam für den abend aus dem krankenhaus nach hause. sie hat sich total gefreut, ihn kennen zu lernen. als mein freund und ich sie dann abends zurück ins krankenhaus brachten, nahm sie mich zur seite und sagte: der sieht ja echt gut aus! und ich meinte: mutti, das kann doch nicht das erste sein, was du machst, meinem freund auf den hintern starren! und sie sagte: es war nicht der hintern, eher die gesamte rückansicht! an dieses gespräch denke ich immer gerne, sie hat ihren humor nie verloren. nur kann mein freund damit nicht viel anfangen, da er einfach nie mitbekommen hat, was für eine großartige frau sie war. auch meine kinder werden sie nie kennen lernen, sie wird nur ein körperloser name für sie sein, so wie meine oma es für mich ist. sie ist 2 jahre vor meiner geburt an lungenkrebs gestorben und jeder erzählt mir, was für eine tolle frau sie war, nur kann ich leider wenig damit anfangen, und das ist schade. ich träume wenig von meiner mutter. einmal ist sie mir im traum begegnet, es war, als wäre sie wirklich da. im traum wusste ich, dass sie tot ist und habe sie gefragt, warum sie da wäre. sie antwortete mir, dass sie die "große henne" (was auch immer das bedeuten sollte) ordentlich bearbeiten musste, damit sie mich noch ein letztes mal besuchen konnte. ich umarmte sie und wachte kurz danach mit tränennassem gesicht auf und hatte ihren geruch in der nase. danach ist sie mir nie wieder begegnet. ich wünsche dir noch einen schönen tag! alles liebe |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Liebe Anni und allle anderen,
ich habe lange mit mir gehadert, ob ich nun ins Forum schreiben soll oder nicht...ich bin meist einfach stille Mitleserin, aber du erinnerst mich irgendwie doch sehr an mich selbst. Ich hatte gerade wieder einen schmerzenden Heulkrampf hinter mir, aber diesmal habe ich ihn intensiv erlebt... meine Mama ist vor knapp 4 Monaten gestorben... mein Papa vor 16 Jahren. Ich selbst bin 20 Jahre alt - und schon alleine... ALLEINE... ich weiss was du meinst mit: das liegt auf der Zunge.... ist das normal? Mit 20 Jahren sein eigenes Leben meistern? Wie schafft man das? Ich bin mit meinem Freund seit etwas mehr als 5 Jahren zusammen - er versucht mich so gut es geht zu unterstützen, aber ich glaube auch er atmet oft auf und denkt sich "jetzt gehts bergauf - ihr gehts wieder besser". und dann sind solche Tage wie heute - an denen mir einfach alles zuviel ist - meine Abschlussprüfung, die Arbeit von Montag bis Freitag von morgens bis abends, mein Führerschein, die Rente, das Sozialamt blablabla.... es hängt mir alles im Nacken und es wird mir einfach alles zuviel. Mein Freund kann es vielleicht nicht wirklich verstehen, weil er nicht in der Situation ist, aber er versucht mir zu helfen. Wenn ich lese, dass du seit 1 Jahr ohne deine Mama bist, dann frage ich dich ehrlich, wie du das aushältst... wie oft denke ich mir irgendwann schmeiss ich einfach alles hin...mein Leben... ich will einfach nicht mehr. Dann wäre ich dort wo meine Mama ist - egal wo sie ist, aber ich wäre da! Und dann denke ich wieder an die Worte von meiner Mama: ich will dass du lebst und glücklich bist! Ich will dass du selbständig und unabhängig durchs Leben gehst und richtig glücklich sein kannst. ich wünsche mir, dass du das Leben auch eines Tages ohne mich meisterst... und dann fange ich wieder an zu kämpfen.... entschuldigt wenn ich so wirres zeug schreibe was nicht zusammenhängt. Aber ich habe gerade sonen riesen Kloß im Hals, der da hängt und sagt: WAS IST wenn es das gewesen ist und du sie nie wieder auf irgendeine art erleben wirst...was ist wenn es das alles war?!?! bah ich hasse dieses Gefühl! Entschuldigt, ich musste mir das alles einfach einmal von der Seele schreiben :-( |
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Hallo,
auch ich 26 Jahre habe vor 6 Wochen meine geliebte Mutter verloren. Letztes Jahr im Juni wurde ein Tumor an der Gebärmutter bei Ihr festgestellt. Sie hat die OP und auch die erste Welle Chemotherapie erstaunlich gut überstanden. An ihrem 60 Geburtstag im März diesen Jahres war sie total fit und alle (sogar die Ärzte) dachten Sie hat es geschafft. Sie hat so viel Lebensfreude ausgestrahlt,war voller Mut und hat immer gesagt das Sie Ihre Enkelkinder noch kennenlernen möchte bzw. bei der Hochzeit Ihrer drei Kinder dabei sein möchte. Ich war so stolz auf Sie. Im Mai kam dann der Rückschlag Sie muss eine zweite Welle Chemo bekommen, aber laut Ärzten hatte Sie die besten Chancen. Nach drei Chemos von sechs ging es Ihr immer schlechter. Laut Ärzten ist das normal bei der Chemo. Vor acht Wochen hatte Sie dann eine Thrombose und dann ein paar Tage später eine Lungenembolie. Als ich Abends von meinem Bruder angerufen wurde, dass wir ins Krankenhaus müssen da Mama die Nacht eher nicht übersteht, dachte ich mir bleibt der Atem stehen und ich bekomme keine Luft mehr. Ich wollte es nicht warhabe und es ist auch jetzt noch unfassbar. Meine Mama hat es dann noch eine Woche geschafft, obwohl die Ärzte damit nicht gerechnet haben. Sie konnte nicht mehr viel reden, aber hat alles mitbekommen und ich durfte ihr alles sagen, was mir noch auf dem Herzen gelegen hat. Trotz der schrecklichen Zeit in dieser Woche durften wir auch noch bewegende Momente mit Ihr erleben. Wir haben Sie keinen Moment mehr alleine gelassen und immer waren zwei Personen der Familie bei Ihr. Sie ist dann im beisein von meimen Bruder und mir gestorben. Ich kann es nicht fassen, dass Sie einfach weg ist und ihr Lebensmut und ihre Fröhlichkeit fehlt einfach nur. Meine Familie hält fest zusammen und wir versuchen uns zu unterstützen wo wir nur können, aber ich habe das Gefühl es geht mir jeden Tag schlechter anstatt besser. Ich bin froh hier dieses Forum gefunden zu haben. Ich habe das Gefühl diese Situation kann man nur verstehen, wenn man seine geliebte Mutter verloren hat. Ich träume sehr viel von meiner Mutter. Sie sieht dann immer gesund aus und lacht. Die Nächte sind dann leider sehr kurz, weil mich diese Traum immer so aufwühlt, dass ich nicht mehr einschlafen kann bzw. ewige Zeit wach liege. Ich werde Sie nie vergessen und kann es kaum fassen an Ihrem Grab zu stehen. Alles liebe |
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liebe mimmi, liebe diane,
erstmal mein beileid zu eurem verlust. mir konnten solche sätze wie "es geht ihr jetzt besser" und "sie hat es geschafft und muss nicht mehr leiden" leider nie helfen. denn, so egoistisch es auch klingt, man selber muss mit dem schmerz leben und wünscht sich eine besserung, wünscht sie die mutter zurück. in dem moment geht es nur um einen selbst und um den schmerz, der einen von innen auffrisst. wie ich es aushalte? naja, mal mehr, mal weniger. der schmerz nimmt mit der zeit ab, bis er dann nur noch gedämpft im hintergrund ist (das aber jeden tag, jede minute) und nur noch ab und zu hervorkommt. in diesen momenten ist es, als wäre keine zeit vergangen, als wäre das alles erst wenige tage her. aber man lernt, damit zu leben, nicht mehr so oft nach dem warum zu fragen. warum muss ich damit leben, warum musste es ausgerechnet sie treffen - solche fragen kennen wir alle nur zu gut. da braucht man menschen, die einen aufbauen. davon abgesehen hat mir ein songtext von den onkelz sehr geholfen: Ein leerer Bauch Ein wilder Blick Das Herz verhärtet Den Kopf im Schritt Ein Tag wie jeder andere Ohne Liebe,ohne Glück Ein Schritt nach vorne Zwei zurück Doch- Nichts hat Bestand Nicht mal das Leid Und selbst die größte Scheiße Geht mal vorbei Laß es zu - dass die Zeit sich um dich kümmert Hör mir zu - und mach es nicht noch schlimmer Denn es gibt `nen neuen Morgen `Nen neuen Tag,ein neues Jahr Der Schmerz hat dich belogen Nichts ist für immer da das ist jetzt nur ein kleiner auschnitt und es hat mich irgendwie immer aufgebaut, mich dazu gebracht, auf die zukunft zu hoffen. mimmi, ich kann mir nicht vorstellen, in was für einer situation du bist. mit 20 sollte man eigentlich noch seine familie um sich haben, mit ihnen feste feiern, reden, weinen, sich freuen, familienalltag eben. ob man noch zuhause lebt oder nicht macht da relativ wenig aus, doch diese bande, die die familie hat, sollte einen immer wieder auffangen. du bist viel zu früh alleine gelassen worden und musst nun mit allem selber klarkommen, alles selber organisieren. ich frage mich oft, wie es wäre, wenn mein vater auch noch sterben würde kann mir nicht vorstellen, wie ich klar kommen würde. dafür bewundere ich dich sehr, obwohl du wahrscheinlich einfach keine wahl hattest. ich drück euch beide ganz fest und schicke euch ein kleines kraftpaket! alles liebe |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo,
ich habe längere Zeit nichts mehr in diesem Thread geschrieben.. entschuldigt, dass mein Beitrag jetzt gar nicht zu den vorangehenden passt, aber nachdem meine Mama im März dieses Jahres an Darmkrebs gestorben ist und ich seitdem mal mehr mal weniger intensiv um sie trauern konnte, gibt es jetzt ein neues Thema, von dem ich mir nicht sicher bin, was ich davon halte. Mein Vater hat gestern erzählt, dass er sich im Internet bei einer Partnersuch-Börse angemeldet hat und dass er vorhat, nach einer neuen Partnerin zu suchen. Einerseits freue ich mich total, dass er sein Leben so aktiv in die Hand nimmt, andererseits frage ich mich, ob das jetzt schon so gut für ihn und eine potenzielle neue Partnerin sein kann.. und es hat mir erst mal auch einen Stich versetzt, dass er nach knapp acht Monaten schon nach einem "Ersatz" für Mama sucht. Ich werde mich nicht einmischen und denke, er muss wissen, was gut für ihn ist. Ich weiß, dass er einfach nicht alleine leben will und kann das auch verstehen.. Aber ich habe Mühe, mir eine neue Frau an seiner Seite vorzustellen.. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ist Eure Meinung, denkt Ihr, dass es zu früh ist? Liebe Grüße Marita |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo Marita,
ich kann deine Gefühle verstehen. Bei meinen Eltern war es anders - nicht weniger kompliziert... Mein Vater hat sich getrennt, kurz darauf wurde bei meiner Mutter Krebs diagnostiziert. Mein Vater hat sich komplett zurückgezogen - im ehemaligen Elternhaus mit einer neuen Frau plus Kind. Meine Mutter stand ganz alleine da und ich konnte auch keine Unterstützung mehr von ihm erwarten. Jedoch habe ich eines gelernt: Du wirst deinen Vater nicht beeinflussen können. Lass ihn seinen Weg gehen. Es ist für dich sicherlich schmerzhaft, aber es ist sein Weg. Ich hoffe für euch alle (euch beide oder dann mit einer neuen Frau an seiner Seite), dass ihr gut miteinander klarkommt. Die wenigen Monate sind anscheinend auch "üblich". Mein Onkel war kurz nach dem Tod seiner Frau auch auf der Suche nach einer neuen Partnerin an seiner Seite. Vielleicht können wir ja diesen Thread wieder aufleben lassen. Ich weiß nicht, ob er für mich persönlich so hilfreich ist, da er mich doch oft traurig stimmt, aber irgendwie brauche ich auch den Austausch mit anderen. Heute habe ich ein Tannengesteck für das Grab meiner Mutter besorgt... Die Weihnachtszeit rückt näher - es kommen so viele Erinnerungen an vergangene Zeiten hoch. :cry: Ein Weihnachten quasi ohne Familie... Am liebsten wäre ich in dieser Zeit woanders... Viele Grüße Tanja |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
hallo marita,
mir ging es auch nicht anders. knapp 3 monate nach dem tod meiner mutter offenbarte mir mein vater, er habe eine neue freundin. ich kenne diese frau schon mein leben lang, sie hat 23 jahre seite an seite mit meinem vater gearbeitet, da kommen schonmal fragen hoch: wie lange geht das schon? das hat mein bild von meinen eltern ziemlich zerstört, aber im endeffekt glaube ich meinem vater, dass es etwas frisches ist. ich war mir lange nicht sicher, ob ich das für gut halten soll, aber er will und kann einfach nicht alleine sein, braucht jemanden, der ihn auffängt und ihm halt gibt. wenn du dich gegen deinen vater und seinen wunsch, einen neuen partner zu finden, stellst, wird das eure beziehung nicht gerade verbessern. natürlich solltest du ihm sagen, dass du es noch für zu früh hältst und nicht damit klar kommen würdest, auf der anderen seite willst du ja nur das beste für ihn. ich freue mich für meinen vater, er hat es nicht verdient, alleine zu sein. klar, auf der einen seite möchte man den vater nicht mit einer fremden frau sehen, so, als hätte er die mutter vergessen (was er natürlich nicht hat und nie tun wird), aber auf der anderen seite wünscht man doch auch nicht, dass er sein leben lang alleine und in trauer lebt! natürlich ist jede situation anders, aber ich kann dir nur sagen wie es bei mir war. ich habe es akzeptiert und mag sie auch gerne. ich freue mich, meinen vater nach so langer zeit wieder glücklich zu sehen und möchte keinen keil zwischen die beiden treiben, das würde meine beziehung zu meinem vater nur stören. tu, was du für richtig hältst, sag deinem vater, wie du dich fühlst, aber unterstütze ihn auch soweit, wie du kannst! alles liebe, anni |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
guten abend die damen =)
...ich lese immer still mit und ich erkenne mich immer und immer wieder in vielem von euch geschriebenen wieder... meine mama ist jetzt über 3 jahre nicht mehr bei mir, ich kann selbst nicht glauben das es schon so lang ist, mir kommt es vor als wäre es gerade erst alles passiert, auf der anderen seite versuche ich mir zwischendurch ihren geruch, ihre stimme oder einfach nur wie sie meinen namen immer gerufen hat... "aufzurufen" aus angst diese dinge zu vergessen da kann ich die frage von anni_s nur mit ja beantworten - es gibt tage da liegt es einem auf der zunge, aber man kommt nicht drauf...das alleine schon macht mir tierisch "angst" ...wie kann ich solche dinge vergessen? wie kann ich es aufhalten =( ... zu meinem dad... mein dad war für mich, vor dem tod meiner mama, immer DER fels in brandung, der große starke papa halt =) und ich war sein kleines mädchen.. er hat zb. obwohl ich schon 24 war immer noch keine "versauten" witze erzählt wenn ich dabei war, solche dinge zb ;) naja, nach dem tod von mama haben wir zwar noch immer ein großartiges verhältnis, aber komplett anders, er ist mehr ein "kumpel" jetzt, er erzählt mir dinge die ich garnicht von meinem vater wissen will...sogar über sein sexleben. ich weiss das er zutiefst trauert und mama unendlich vermisst... wir haben einen sehr sehr harten weg hinter uns und sind eigentlich noch mittendrin...wobei ich denke das dieser weg nie zuende wirklich enden wird.. mein vater ist ein 1/2 jahr nach ihrem tot meiner "patentante" in die arme geflohen und ich stehe noch heute total geschockt vor diesem wahnsinnigen scherbenhaufen der von meiner familie übergeblieben ist und kann nicht fassen was sich in den letzten 3 jahren (gefühlte 6 monate vielleicht) verändert hat ich habe an dem tag als ich erfahren habe das papa mit ingrid sozusagen zusammen ist, habe ich diesen teil von papa´s leben total von dem leben mit mama und mir "abgekapselt" und habe es erst garnicht dazu kommen lassen das ich ihn dafür verurteile, denn ich kann nur erahnen was er durchgemacht hat. ich muss dazu sagen das ich nur von dem brustkrebs wusste, das sie metastasen am rückrad hatte und im becken, habe ich erst 5 tage vor ihrem tod erfahren..da die ärzte meinten "den krebs im rücken können wir in den griff bekommen, die brust ist jetzt das wichtigste" dachte meine mama sich, mich damit nicht zu belasten und es mir nach der erfolgreichen brustop zu erzählen...da sie fest davon ausgegangen ist, das sie mit dem rücken leben kann. nun ja, es kam anders, mein papa erzählte es mir als die ärzte ihm und mama gesagt haben das sie keine chance mehr hat...danach blieben uns noch 5 tage. mein papa war die letzten 2 tage allein mit mama auf ihrem zimmer... er kann bis heute keine nacht durchschlafen, hat jede nacht albträume, schreit im schlaf.... all diese dinge lassen es einfach nicht zu jetzt den finger zu heben und ihn dann zwar ohne frau an seiner seite zu haben..aber dann zu wissen das es für ihn niemanden gibt.. es ist sehr schwer für mich als tochter die beiden zu sehen, wobei sie nichtmal händchen halten wenn ich da bin, und ich hab meine rolle gefunden.. ich lasse mama weiterleben, in all meinen gesten, erzählungen, meinem aussehen, meinen grübchen ;) erinnerungen die ich (auch wenn >sie< dabei ist) aufleben lasse zusammen mit papa, ich papa´s vollkommene aufmerksamkeit habe auch wenn sie dabei ist, ich sie manchmal auch gezielt ausgrenze in dem ich über mama rede mit papa... so vertrete ich mama und "räche" sie auf diese art.....denn man muss dazu sagen das mama und diese dame freundinnen waren... naja ich sitze hier, weine, höre dabei eva cassidy und bin total erschrocken über das ausmaß meiner gedanken schon wieder ... =) tschuldigung das es so extrem viel geworden ist..habe sogar schon nen teil gelöscht wieder...aber es hat mal verdammt gut getan sich das alles mal wieder von der seele schreiben zu können... schreibe normalerweise viel auf meiner homepage die ich für mama erstellt habe, jedoch ist die zur zeit offline... ich danke für´s "zuhören" ..auch wenn es bei der länge wahrscheinlich nur überflogen wurde =) ich drück euch !!! melli |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
Hallo Tato, hallo Anni und Melli,
vielen lieben Dank für Eure Antworten.. wie Dich, Tato, macht mich das Forum oft traurig, deshalb hab ich länger nicht gelesen bzw. geantwortet. Das klingt sehr hart, dass dein Vater sich überhaupt nicht mehr für seine Exfrau interessiert hat, als sie so krank wurde. Das hätte mich sehr wütend gemacht.. Und bei Deinem Vater war der Zeitraum bis zur nächsten Beziehung ja auch superkurz, Anni.. puh.. :eek: da muss ich wohl einfach durch. Ich kann mir schon vorstellen, dass ich lerne, damit klarzukommen, wenn es mal soweit ist. In der Zwischenzeit hat sich mein Vater mit zwei Frauen getroffen, von der einen war er erst völlig begeistert (er neigt dann immer dazu, sich total in was reinzusteigern, das kann aber dann auch genauso wieder umschlagen). Naja, und da war ich jetzt einerseits richtig erleichtert, als er gesagt hat, dass sie wahrscheinlich doch nicht so gut passen würde - ist ja auch völlig idiotisch, nach einem oder zwei Treffen sich schon irgendwas auszumalen, dass man zusammenzieht und was weiß ich. Andererseits hat es mich aber wieder traurig gemacht, ihn so enttäuscht zu sehen, dass es nicht auf Anhieb "klappt". Ich komme immer noch nicht so ganz mit, was in ihm vorgeht, aber der Antrieb ist natürlich Verzweiflung und keine Boshaftigkeit oder Undankbarkeit Mama gegenüber. Vielleicht sind viele Männer einfach so (zumindest welche aus dieser Generation)? :confused: @Melli: Das ist ja auch ein ziemlicher Hammer, dass es ausgerechnet eine Freundin Deiner Mutter sein musste.. das macht die Sache bestimmt auch nicht leichter! ... Es stimmt auch, dass man sich nicht immer an alles, z.B. die Stimme, erinnern kann. Ich schaue mir dann die paar wenigen kleinen Filme an, die ich mit meiner Digitalkamera im letzten Urlaub und an Weihnachten von Mama gemacht habe.. das tröstet mich komischerweise eher als dass es mich traurig macht. Ganz liebe Grüße Eure Marita |
AW: junge Frauen und der Tod der Mutter
hallo ihr lieben,
es ist lange her, seit ich das letzte mal hier war. damals (2002) starb meine mama mit 58 jahren an bauchspeicheldrüsenkrebs. ich war 30 jahre jung. nun sind es über 6 jahre....und ich denke, wo ist zeit nur hin. ich hätte nie gedacht, dass es nach so langer zeit noch so weh tun kann. das das erlebte noch so nah ist, dass es tief im herzen noch so schmerzt. ich bin froh, dass es den krebs-kompass, das forum immer noch gibt!!! insgeheim hoffe ich, irgend jemand liest meine zeilen und schreibt mir, auch wenn hier 2007 das letzte mal jemand geschrieben hat. wie gehts euch 'mädels'? liebe grüsse sandra(h) |
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