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AW: Therapie-Ideen bei fortgeschrittenem Darmkrebs
Hallo Tato,
kann man die Lebermetastasen vielleicht auch operieren? Gruß und alles Liebe für deine Mutter Relisabeth |
AW: Therapie-Ideen bei fortgeschrittenem Darmkrebs
Hallo Taho,
sehr taurig, dass es deiner Mutter so schlecht geht. Ziel sollte idealerweise eine Operation der Leber ( Resektion der Metastsasen und der Lymphknoten ) sein. Die Meta scheint aber ziemlich groß, so dass versucht wird diese zu verkleinern. Offensichtlich hat derArzt zunächst das FOLFOX Schema versucht (Oxaliplatin, 5FU,Folsäure), wobei das Oxaliplation das Hand-Fuß-Syndrom verursacht. Ihr derzeitiges Schema lautet, wie du dem Beitrag von Chaosbarthi entnehmen konntest, FOLFIRI . Nun bleiben nur noch wenige schulmedizinische Alternativen: eine davon ist Cetuximab/ Erbitux, einem Antikörper, der - vereinfacht gesagt - das Wachstum eines Tumors unterdrückt. Die andere Avastin / Bevacizumab, welches die Bildung von Blutgefäßen und somit die Versorgung eines Tumors unterdrückt. Beide haben - wie alle diese Medis - so ihre Nebenwirkungen. Eine "verbesserte" Form von Erbitux ist Panitumumab, welches hierzulande aber noch nicht erhältlich sein sollte. Da wirst du jetzt vermutlich genauso ratlos sein wie vorher. Ziel, dies noch einmal, sollte die Resektion der Metas sein. Holt an dieser Stelle auch eine 2. Meinung ein! Die Leber ist ziemlich regenerationsfähig. Mir wurde dereinst der linke Leberlappen entfernt (liegt aber wohl auch günstiger). Liebe Grüße, Ralph |
Doppelbelastung organisieren
Hallo,
meine Mutter hat Darmkrebs im 4. Stadium (Metastasen in der Leber, inoperabel). Die Psychologin (Spezialgebiet Onkologie) gibt ihr noch ein Jahr. Meine Mutter selbst weiß natürlich nichts von dieser Schätzung und ich hoffe, dass die Psychologin kein Recht behält. Ich befürchte aber, dass die Schätzung realistisch ist. Noch geht es meiner Mutter recht gut, aber das kann sich ja leider sehr schnell ändern. Natürlich wird das eine harte Zeit werden. Ich bin eine sehr ehrgeizige Studentin und stehe 'kurz' vor dem Diplom (geplanter Abschluss im Frühjahr 2008). Egal, ob die Psychologin Recht hat oder nicht, der Zustand meiner Mutter wird sich irgendwann verschlechtern. Natürlich habe ich Angst vor der Doppelbelastung (Diplom und meine Mutter), aber ich möchte mich stellen. Nur wenn es nicht mehr geht, möchte ich mein Diplom verschieben und ein Urlaubssemester einlegen. Wer hat Erfahrung mit solcher Doppelbelastung und kann Tipps geben? Ich möchte keine Buchtipps zum Thema Sterben, sondern praktische Tipps, wie ihr euren Alltag gemeistert habt. Viele Grüße Tato |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hi,
hatte auch eine gewisse Doppelbelastung weil ich meinen Bachelor fertig gemacht hab als meine Mum gerade ihre Chemo machte und (danach) operiert wurde. Habe neben der ganzen Lernerei noch den kompletten Haushalt zuhause gemacht (4-Personen), war natürlich für meine Mutter da und kämpfte mit meiner eigenen Angst um sie. Wie Du siehst hab auch ich mich während einer belastenden Zeit für mein Studium entschieden und find´s im Nachhinein auch gut so. Aber nur, weil ich mir im Nachhinein Zeit gegönnt hab: viel Ruhe für mich und keinen Stress mehr. Während der Zeit hab ich auch gemerkt wie belastend die Wochen der Doppelbelastung waren. Ich kann Dir nur raten (ohne unsere beiden Fälle vergleichen zu wollen) Dir im Falle einer Doppelbelastung danach eine "Ruhephase" zu gönnen um Dich selbst zu erholen. Aber nach der Prognose Deiner Mutter und dem baldigem Abschluß scheint es ja gar nicht so als würde es zu einer Doppelbelastung kommen ;) ! Wenn Deine Mutter noch fit ist, kannst Du Dich doch auf Dein Diplom konzentrieren oder nicht? Wünsch Dir viel Kraft! Lg Gabi:) |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
ups, ich hatte mich oben verschrieben. Diplom mache ich im Frühling 2008. Also die Prüfungen im Herbst 2007 und die Diplomarbeit dann bis zum Frühling 2008. Das wäre genau in der kritische Phase meiner Mutter - sofern die Psychologin Recht behält. Das mit der Ruhe ist auf jeden Fall ein guter Tipp - sofern er bei mir umsetzbar ist. Ich hatte in den letzten 3 Jahren viel zu leiden, so dass ich mich nie erholen konnte. Darunter leidet auch meine Beziehung, da er mich fast nur als "problemgeplagtes" Ding kennt... Tante verstorben (Krebs), Eltern getrennt, Mobbing auf der Arbeit, Erkrankung meiner Mutter, Autounfall, Opa erkrankt und verstorben (Krebs)... nebenbei selbst ausgezogen, berufliche Neuorientierung, Klausuren, Prüfungen... das alles in den letzten 3-4 Jahren. Ich brauche dringend eine Pause, aber erst nach dem Studium. Um das durchziehen zu können, brauche ich Dinge, dir mir wieder Kraft geben, Zeit für meine Mutter, Zeit für mich und Dinge, die den Alltag trotz Chaos und Trauer ordnen. Wenn es dann doch nicht geht, dann lege ich halt eine Pause ein, aber ich möchte es versuchen. Vielleicht / Hoffentlich hat die Psychologin sich geirrt und es wird dann noch nicht kritisch. Dann war ich aber vorbereitet - sofern man sich überhaupt vorbereiten kann. Ich werde wahrscheinlich viel von Daheim aus lernen können, also ich muss nicht immer zur Uni fahren. Allerdings fehlt mir - trotz ausreichend Zeit - die nötige Konzentration und Überwindung. Mir schwirren so viele Dinge im Kopf herum. Diese will ich nicht verdrängen, sondern ich möchte diese Gedanken auf eine bestimmte Zeit verschieben. Die Gedanken zulassen, aber sich nicht 24 Stunden am Tag von ihnen beherrschen lassen. Das fällt mir sehr schwer.... Hat da jemand Tipps? Viele Grüße Tato |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo Tato,
grundsätzlich bin auch ein so ein "Planer-Typ", und würde am liebsten alles bis ins Detail planen, dann kann ich mich danach richten war passiert. Das geht aber in diesen Fällen nicht . Es ist zwar gut sich Gedanken zu machen, die dann im "Notfall" greifen, aber mehr geht nicht. Meiner Mutter wurde 1/2 Jahr vorhergesagt, das war vor 2 Jahren und 4 Monaten , sie lebt heute noch- gottseidank- manchmal gut, und manchmal nicht so gut, aber sie kann fast alles noch alleine machen , Also, versuche so normal zu leben wies geht, und mach dein Studium weiter, Deine Mutter wollte bestimmt auch nciht, dass du das wegen ihr verschiebst. ! Grüße von dolores |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
wow, Du hast ja n Haufen Sch.... durchgemacht, ganz frei gesagt. Scheint als bräuchtest Du dringend mal Ruhe für Dich. Bei der Krankheit kann man sich, wie dolores schon geschrieben hat, leider auf nichts vorbereiten. Aber man kann Gott sei Dank auch nicht mit 100% Sicherheit sagen, das alle Prognosen der Ärzte stimmen :rolleyes: Einen wichtige Sache möcht ich Dir aber noch sagen: Überleg Dir ob es wirklich nötig ist, viel von der Uni daheim zu bleiben. Ich hab dass auch so gemacht und ich muss sagen, auf Dauer find ich das nicht sinnvoll. Je mehr Du zuhause bist auf Dauer, desto weniger kannst Du abschalten. Daheim bist Du ja IMMER mit der Krankheit konfrontiert. Kann nur raten, soviel wie möglich noch von Deinem eigenen Leben zu leben. Du schreibst die Gedanken beherrschen Dich oft...als Tipp fällt mir nur ein: ablenken, mehr mit Leuten machen und halte Dir vor Augen: HEUTE ist NICHT die Zukunft!!! Wird schon alles werden! :) Gabi |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
Danke für eure Antworten. Ich fahre aus anderen Gründen nicht so oft zur Uni. Auch jetzt schon nicht. Der Fahrtweg ist recht weit, die Dozenten sind unmotiviert und tragen nur das vor, was schon in den Büchern steht. Dann lerne ich lieber von Daheim. Mit vorbereiten meinte ich nicht unbedingt planen - das kann ich eh nicht. Ich würde gerne eine Entspannungsmethode o.ä. erlernen. Das kann nie schaden und wäre bestimmt förderlich. Wenn ich jetzt eine Routine entwickle, so dass ich auch Zeiten für mich und meine Gedanken einplane, dann ist diese Routine später schon gut eingespielt... So ist zumindest mein Plan... Viele Grüße Tato |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo Tato,
du schreibst, du bist eigentlich schon jetzt am Ende deiner Kräfte. Die schwerste Zeit steht dir aber noch bevor. Unterschätze bitte nicht die Zeit der Trauer nach dem Tod deiner Mutter. Es ist dann nicht vorbei, der Schmerz fängt dann gerade erst an. Für mich und meine Familie kam das Sterben meiner Mutter sehr plötzlich. Die Chemo wurde abgebrochen und sie wurde heim geschickt, fünf Wochen später ist sie verstorben. Das war eine wahnsinnig kurze Zeit um alles zu organisieren und zu realisieren. Mir hat damals am meisten Zeit gefehlt, Zeit die ich mit meiner Mutter noch verbringen wollte, die ich nur bei ihr sein wollte. Ich hätte alles getan, um sie nur einen Tag mehr halten zu können. Du hast diese Zeit. Verschwende sie nicht. Sie kommt nie wieder. Du bist wichtig, deine Mutter ist wichtig. Ob du dein Studium ein Jahr früher oder später abschliesst ist nicht wichtig. Solange es ihr gut geht, solltest du alles so weiter laufen lassen, vielleicht schafst du dein Diplom bevor es zum schlimmsten kommt. Aber warum willst du dich im Falle einer Verschlechterung selbst so unter Druck setzen, wenn es auch anders geht. Du kannst bestimmt kein gutes Diplom schreiben und gleichzeitig für deine Mutter da sein, wenn es dir jetzt schon an Kraft fehlt. Und selbst wenn du es schaffen solltest, zahlst du einen hohen Preis dafür. Ich wünsche dir viel Kraft. Lieben Gruß FridaB |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
zunächst mal finde ich, dass Du schon ganz schön viel auf den Schultern hattest und eigentlich jetzt Pause angesagt wäre. Aber was nicht ist... Ok, Du willst weiter schultern. Dann also: Zunächst würde ich nie einer "Zeitansage" trauen. Wieso ist die überhaupt von einer Psychologin und nicht von einer Onkologin oder einem Onkologen? Dummguck. Mein Mann wäre nach der ersten "Zeitansage" über ein Jahr früher gestorben. Einen großen Teil der Zeit hat er mir Arbeit abgenommen und nicht ich ihm. Du schreibst, es ist ein 4-Personen-Haushalt. Wieso mußt Du dann den Haushalt führen? Wieso nicht Ihr? Da sind noch zwei Schultern, die tragen können und deine Mutter kann sicher noch ne ganze Weile auch was tun. Würde ihr sicher auch gut tun, selbst wenn es nur noch Kleinigkeiten sind weiter in ihrem Haushalt zu werkeln. Also überlegt gemeinsam, wie es weitergehen soll, wenn Deine Mutter schrittweise nicht mehr kann. Wenn jeder Aufgaben übernimmt, dann wirds eher leistbar. Klare Absprachen und Zuständigkeiten vermeiden Reibereien. Plane außerdem Freunde und Bekannte bei den Aufgaben mit ein. Dafür sind die da. Mal was kochen, Rasen mähen, putzen, Besorgungen machen, bei der Mutter bleiben etc.... Kennst Du jemand, der sich gut mit Ämtern etc. auskennt? Der/die soll sich schlau machen, damit er Dir dann helfen kann, wenn Du eine Pflegestufe beantragen willst. Falls Du einen ambulanten Pflegedienst mit einbeziehst, entlastet Dich das und die helfen Dir bei der Beantragung. Die kennen auch die ganzen Hilfsmittel (Toilettenstuhl, Gelkissen etc.), die Pflege deutlich erleichtern. Sobald Deine Mutter Hilfe braucht, und ihren Haushalt nicht mehr ganz alleine schafft, kannst Du Pflegestufe bei der Pflegeversicherung beantragen. Das Datum der Antragsstellung ist der früheste Beginn der Zahlung. Also nicht verschleppen. Dein Freund kennt Dich nur mit Problemen? Schön, dann habt Ihr die Feuertaufe zu Beginn der Beziehung und nicht nach zehn Ehejahren. Immerhin bekommt er ne Frau, die was aushält. Kriegt nicht jeder! :1luvu: Aus aktueller eigener Erfahrung: Trauer konmt oft erst nach dem Tod so richtig heftig und braucht ihre Zeit. Nimm Dir lieber rechtzeitig die Pause, als dass Du ein schlechtes Examen machst. Kannst Du jederzeit ohne Probleme abbrechen? Entspannungszeiten und Rituale sind eine sehr gute Idee. Mach das. Du wirst es brauchen und es wird Euch allen helfen. Versuche, auch Zeiten "draußen" zu planen. Ob Du zur Uni fährst, Einkaufen gehst, bei deinem Freund bist oder mit dem Hund Gassi gehst, es tut dann gut, wenn Du es als Erholung auch nutzen kannst und für den Moment die Krankheit/Pflege hinter Dir läßt. Wir lesen noch von Dir, dann ist bei aktuellen Fragen auch gut zu helfen. Wichtig: Sprich mit Deiner Mutter. Sie ist nicht nur Objekt deiner Sorge sondern Subjekt bei einem gemeinsamen Problem, nämlich wie Ihr zusammen ihre nächsten, evtl. letzten, Wochen und Monate gestaltet. Drück dich martina |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo martinaIna,
bei deiner Antwort hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen....nicht tato, sondern ich war das mit dem 4-Personen-Haushalt. ;) Hab v.a. während der OP-Zeit und auch Chemo-Zeit den Haushalt gemacht, da meine Mum ja nicht konnte. Ist ja selbstverständlich in der Situation. :) Liebe Grüsse, Gabi |
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Hallo zusammen,
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Viele Grüße Tato |
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Hallo Annett,
ich antworte jetzt ganz normal auf deinen Beitrag, wie auch bei dem letzten. Ich denke nicht, dass ich mich dabei großartig verteidige... Zitat:
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Ich werde mir Zeit für meine Mutter nehmen. Wenn sie mich braucht, dann bin ich für sie da und verschiebe auch Verpflichtungen in der Uni. Solange ich aber beides miteinander verbinden kann, will ich es versuchen - für mich. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist gut, aber auch etwas distanziert. Meine Mutter hat eine andere Technik mit ihrer Situation umzugehen. Damit komme ich nicht klar, muss ich aber akzeptieren. Laut Psychologin muss ihre Technik über meiner stehen. Das stimmt, ist aber schwer. Ich hatte vor etwa einem Jahr eine Phase, in der es gekriselt hat. Ich fühlte mich unverstanden. Zuvor habe ich mich intensiv gekümmert und sie hat sich nicht wirklich für meine Bemühungen interessiert. Der Psychologin gegenüber hat sie erzählt - so habe ich jetzt erfahren - dass ich mich nicht kümmern würde und sie niemanden hat. Von meinen zahlreichen Bemühungen hat sie nicht berichtet. Ich merkte, dass sie meine Bemühungen nicht erkennt und das dazu geführt, dass ich mich zurückgezogen habe. Mittlerweile ist es wieder deutlich besser. Viele Grüße Tato |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo Tato,
Annett hat das sehr sehr schön ausgedrückt. Ich denke da ähnlich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen. Die letzten Wochen mit meiner Mutter waren die schrecklichsten und gleichzeitig intensivsten meines Lebens. Die Zeit hat mich verändert. Meine Mutter in ihrem Sterben zu begleiten und sie gehen zu lassen war das größte, was ich in meinem Leben bisher geleistet habe. Ich war 26 Jahre alt und gerade in meinem zweiten Jahr im Beruf. Ich hatte die Doppelbelastung durch einen sehr stressigen Job, dem ich trotzdem gerecht werden wollte. Stichwort Leistungsgesellschaft. Es funktionierte nicht. Nach langem hin und her habe ich zwei Wochen unbezahlten Urlaub genommen. Aber da war es schon zu spät, in der ersten Woche ist meine Mutter gestorben und in der zweiten war die Beerdigung. Ich habe die letzte kostbare und unwiederbringliche Zeit einem Job geopfert, der es absolut nicht wert war. Ich hatte große Schuldgefühle deswegen und habe gute zwei Jahre gebraucht um mein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Heute arbeite ich längst in einer anderen Firma, dem Job von damals weine ich keine Träne nach aber es vergeht kein Tag an dem ich nicht an meine Mutter denke. Wäre ich wieder in dieser Situation, würde ich mich sofort vom Hausarzt krank schreiben lassen und mich voll auf meine Familie konzentrieren. Das Sterben eines Menschen kann man nicht planen, aber man kann dankbar sein, wenn man dabei sein und es begleiten darf. Wie Annett schon sagt, hör lieber auf dein Herz und weniger auf dein Organisationstalent. ;-) Lieben Gruß FridaB |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
also in den letzten Wochen meiner Mutter werde ich sicherlich nicht lernen, oder nur sehr reduziert. Das lässt sich auch mit meinem Uni-Zeitplan verbinden, sofern es halt nicht in die akute Prüfungsphase fällt. Sollte dies doch eintreffen, dann kann ich die Prüfungen um mehrere Wochen verschieben. Das sollte machbar sein, werde ich aber abklären. Das gute an der Uni ist, dass ich mir nicht frei nehmen muss, sondern einfach fern bleibe. Das geht sehr spontan. Solange es meiner Mutter noch gut geht, werde ich beides kombinieren - Zeit für sie und lernen. Viele Grüße Tato |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hi,
hm, hab jetzt die Einträge gelesen und nochmal drüber nachgedacht. Bin echt ins Grübeln gekommen, von wegen mehr Zeit mit meiner Mutter verbringen und so. Ich glaub man kann sich nicht, wenn die Mutter noch lebt, so verhalten wie man es sich wünscht wenn sie dann gestorben ist. Man kann sich ja nicht vorstellen wie es ohne sie ist, wie sollte man dann (vor dem Ableben) wissen worauf man die Prioritäten setzen soll? Versteht ihr meinen Gedanken hier? Lieg ich da falsch? Viel Zeit verbringen hört sich gut an, aber dieses extra mehr Zeit verbringen lässt doch die Normalität nicht mehr einkehren. Damit hält man sich und der Mutter doch ständig die Krankheit vor Augen. Ich denk es ist irgendwo besser, durch die Krankheit zu verstehen wie kostbar die Zeit ist die man miteinander hat und die gemeinsame Zeit intensiver zu erleben. Einfach alles nicht mehr so selbstverständlich betrachten. So werd ich das jetzt halten. Tato, ich kann dich wg. der Uni gut verstehen. Aber zum Glück is man da ja eh flexibel :D und Profs sind, wenn sie von den Umständen wissen, glaub ich auch offen für Extra-Prüfungstermine und so. Sind ja auch nur Menschen. ;) Die kommen einem sicher entgegen. Zudem dürftest Du später, wegen der erschwerten Umstände, sicherlich keinen Nachteil haben beim Job-finden wg. der eventuellen Verzögerung des Abschlusses. Wie alt bist Du eigentlich? Lg Gabi |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo,
ich habe grade einige Beiträge hier überflogen, aber nicht ganz gelesen. Ich kann dir nur von meiner Doppelbelastung, eher gesagt Dreifachbelastung schreiben. Vor 5 Jahren habe ich angefangen zu studieren. Kurz zuvor wurde die Diagnose bei meinem Vater gestellt, worauf hin ich auf mein AuPair Jahr verzichtet habe, um für meine Familie da zu sein. Nachdem ich ein Jahr im Studium war gab es zusätzlich noch Probleme in unserem Geschäft, das meine Eltern zusammenaufgebaut haben, so dass uns neben der Belastung durch die Krankheit auch noch unternehmerische Sorgen plagten. Obwohl ich trotz der Krankheit meines Vaters zu Hause ausgezogen bin (grade mal 25km weiter entfernt zu meinem Freund) war ich recht häufig zu Hause. Zwei Semester bin ich nicht in die Vorlesungen gegangen und habe mich um meinen Vater und um das Geschäft mitgekümmert. Trotzdem: ich habe mir immer die Vorlesungsunterlagen von Kommilitonen ausgeliehen, Nächte durchgemacht, die Klausuren mitgeschrieben und sogar immer direkt mit guten Noten bestanden. Und mein Vater war ja sooo stolz auf mich :) Er hat sich so gefreut, dass ich mit meinem Studium erfolgreich weitergemacht habe und mich auch dazu ermutigt. Er sagte zu mir: "Das Leben geht weiter. Deine Zukunft ist mir wichtiger als alles andere." Man schafft es die Beastung zu organisieren. Klar: Leider hatte ich nicht viel Freizeit, bin nicht weggegangen und viele meiner Freunde haben es auch nicht wirklich verstanden, was ich da eigentlich mache. Nach diesem einen Jahr, in dem ich zu keinen Vorlesungen gegangen bin, habe ich mich in die Fachschaft unseren Fachbereichs getraut und so wenigstens etwas von dem Studentenleben mitbekommen. Dort konnte ich mir einbringen, habe Veranstaltungen mitorganisiert. Und es hat wirklich alles geklappt. Firma, Familie, Studium. Meine Noten wurden trotz allem immer besser. Ich habe es auch für meinen Vater getan und er war immer sehr stolz, wenn ich ihm wieder von einer bestandenen Klausur berichten konnte. Ich denke, es ist sehr wichtig, sein eigenes Leben nicht ganz aufzugeben und ein bissl Normalität zu leben. Klar, die Krankheit ist immer im Hinterkopf. In meinem Fall auch immer die Angst der Insolvenz und der damit verbundene Schuldenberg. Trotzdem habe ich auch auf einiges verzichten müssen: AuPair Jahr, Auslandsstudium, (abgebrochenes) Praktikum.... aber ich weiß ja auch, wofür ich es getan habe. Mein Vater ist mittlerweile leider verstorben. Aber ich weiß, das er stolz auf mich war, besonders weil ich in der schweren Situation Zeit für ihn hatte, aber auch für mein eigenes Leben. Ich wäre froh gewesen, er hätte den Abschluss meines Studiums noch miterlebt. Aber leider war die Krankheit stärker. In 6 Monaten habe ich meinen Abschluss und bin nun grade an meine DA dran. Mein Vater war von dem Thema wirklich total begeistert. Wie gerne würde ich ihm die Arbeit zeigen.... Es tut immer so weh, wenn ich dran denke, dass ich ihn nie mehr wieder sehen werde. Das er nicht mehr da ist, wenn ich zu Hause meine bestandene Klausur präsentiere und mit ihm über fachliche Dinge spreche, die ich grade in der neusten Vorlesung durchgenommen hab.... Ich vermisse ihn sehr. Insgesamt würde ich aber sagen, das meine Entscheidungen die richtigen waren. Ich war immer in seiner Nähe, ohne ihm auch zu sehr das Gefühl zu geben, dass er schwer krank ist. Ärgern tut mich im Moment eher der Vorwurf mancher "Freunde", die mir vorwerfen, ich würde nicht richtig trauern und sich fragen, wie ich einfach so mit meinem Studium weiter machen kann und wieder tagtäglich an der Uni rumrenne, shoppen war, Bewerbungsfotos gemacht habe und und und. Und das kommt genau von den Leuten, die mir vorher immer an den Kopf geworfen haben, dass ich mein Leben nur mit meinem Studium leben würde. Klar, ich habe nunmal nicht jedem meine Probleme auf die Nase gebunden... Also: Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!! Es ist nicht leicht.... Aber es ist zu schaffen. Auch ich bin Einzelkind und wir bekamen keine Unterstützung von Verwandten. Mit der richtigen Zeitplanung, eisernen Willen (im Bezug aufs Studium) und der Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet, kann man die Zeit intensiver nutzen. Auch wenn man nicht das Leben wie manch andere in unserem Alter lebt.... Versuche eine für dich akzeptable Lösung zu finden. Aber mach dich nicht damit kaputt. Das ist auch noch so eine Sache. Wenn ich nun mein Studium beendet habe werde ich erst einmal 3 Monate Pause einlegen. Ich brauche diese Pause, um das alles zu verarbeiten und mit ihrem Gleichgewicht ins Berufsleben einsteigen zu können.... Naja, das war dann mal meine Geschichte ;) |
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Hallo Gabi,
da liegst du nicht falsch, das ist richtig so. Wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass die Zeit etwas besonderes ist und man versäumtes nie wieder nachholen kann. Es geht nicht darum an 24 Stunden am Tag an einer Person zu kleben, sondern sich Zeit und Ruhe zu nehmen um etwas intensiver zu leben. Augenblicke geniessen, Gespräche führen, die einem wichtig sind. Und zwar gerade, solange es euren Angehörigen noch gut geht! Später ist dafür nicht mehr die richtige Zeit und man weiß nie, ob es ein später überhaupt geben wird. Hört auf euer Herz und tut nur Dinge, die ihr wirklich tuen wollt und die euch wichtig sind. Ihr habt ja schon mehr Zeit zur freien Einteilung, weil ihr noch studiert. Das ist schon ein großer Vorteil. Lieben Gruß FridaB |
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Hallo zusammen,
leider verdrängt meine Mutter ihre Krankheit und erschwert mir somit die Sache. Sie hat abgenommen, fühlt sich schlapp, isst kaum noch etwas (morgens 1/2 Brötchen) und nimmt ihre Chemo-Tabletten unregelmäßig (der Arzt weiß das). Letztens hatte sie starken Durchfall und an einem anderen Tag hat sie ihr Essen erbrochen. Sie sagt, dass es selten vorkommt und ein Infekt die Ursache war, aber so ganz kann ich das nicht glauben. Ich kenne ihren wahren Gesundheitszustand nicht, da sie sich selbst keine Befunde geben lässt, nicht nachfragt und es auch nicht so genau wissen will. Sie weiß nicht, was man bei der wöchentlichen Blutentnahme bei ihr testet, wo in etwa ihre Tumormarker oder andere Blutwerte liegen - sie sind grenzwertig, aber gerade noch ok. Das reicht ihr. Zudem schiebt sie die Sache mit der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht lange hinaus. Sie wechselt ohnehin jeden Tag ihre Meinung, was sie zukünftig will... Wir reden offen darüber, aber sie denkt anscheinend, das ist noch Jahrzehnte hin... Ich werde bald 24 Jahre alt... Ja, dank Uni kann ich mein Leben flexibel gestalten. Ich kann problemlos 3 Wochen hintereinander von Daheim aus lernen oder ich könnte bei meiner Mutter lernen. Alles wäre möglich. Das ist Luxus, denn zum Zeitpunkt der Diagnose und der OP habe ich gearbeitet. Ausnahmsweise durfte ich mein Handy anlassen... Ich war kurz vor dem Zusammenbruch, zumal ich dort gemobbt wurde. Urlaub nehmen ging nicht, ich ließ mich krankschreiben um wenigstens mal 3 Tage abschalten zu können. Morgen bin ich auch kurz bei ihr. Ich versuche öfters zu ihr zu fahren und einfach mal vorbeizuschauen... Viele Grüße Tato |
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Hallo Jule_Sonne,
es macht mich betroffen, was Du über deine sog. Freunde schriebst. Leider gibt es immer noch Menschen, die meinen anderen erzählen zu müssen, wie diese zu leben und auch zu trauern haben. :augendreh: Fragt sich, ob sie Dir auch eines Tages vorschreiben wollen, wie Du zu sterben hast. :lach: Du weißt selbst, was Du davon zu halten hast. :rolleyes: Trauere, wie Du es für richtig hältst und lebe, wie Du willst. Es gibt nur einen Fehler, den Du machen könntest: Verdrängung. Aber schon, dass Du in diesem Forum bist, zeigt ja: Du bleibst dran. Grüße martina |
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Hallo!
Das ist mein erster Beitrag hier, ich habe aber auch etwas unter neuroendokrines karzinom geschrieben. Ich bin 34 Jahre alt und bin in einer ähnlichen Situation wie Tato. Ich habe seit 16 Jahren einen festen Job, habe einen 9 jährigen Sohn und war 7 Jahre alleinerziehend. Letztes Jahr hab ich im Mai eine Mutter-Kind kur gemacht, weil ich so mit den Nerven am Ende war. erst war ich eine woche im Krankenhaus, da ich sehr erschöpft war danach die Kur. Ich hab auch immer gedacht, ich würde alles alleine schaffen. Ich wollte den Job perfekt machen, war für meinen Chef immer da, andererseits das schlechte Gewissen gegenüber meinem Sohn. Ich bin nie vor halb fünf zuhause gewesen. Den Abend hab ich mit Hausaufgaben oder Freizeitgestaltung meines Sohnes verbracht, immer in Action gewesen, kam nie zu Ruhe... Im Dezember der Schock, mein ex-Mann hat Leberkrebs.. Da ich mich immer mit ihm gut verstanden habe, haben wir beschlossen nochmal zusammen zu kommen, damit wir und unser Sohn voneinander noch was haben. Operieren konnte man meinen Mann nicht mehr, wäre er 70ig würde man auch keine Chemo mehr durchführen, die Ärzte geben ihm nicht mehr viel Zeit.. Am 16.01 haben wir geheiratet. Seit gestern läuft der zweite Zyklus seiner chemo /alle 3 Wochen 3 Tage lan, wir glauben und hoffen!!) Ich bin jetzt auch hin und her gerissen, will mit meinem Mann auch sehr viel zeit verbringen und Abends noch genug Energie für meinen sohn haben.. ich hab jeden tag Rückenschmerzen, weiss nicht mehr weiter! Seit paar Monaten läuft es in unserer Brache auch nicht mehr so gut. Von 14 Leuten sind wir nur noch 4 übrig geblieben. Ich will zuhause bleiben, für meine Familie da zu sein, andererseits haben wir eine Wohnung abzubezahlen. Wenn es so weiter geht, werde ich es nicht aushalten. Ich weiss dass es meinem Mann nicht gut geht, wenn er von 8 Uhr bis 17 Uhr alleine im Bett liegt und keinen um sich hat. Muss bald eine Entscheidung treffen, entweder es irgendwie schaffen, oder den Job kündigen... LG an Alle! |
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Hallo Martina,
man kann nicht nur schlechte, sondern auch gar keine Freunde haben. Außer ein paar Verwandte (die sich aber kaum weiter kümmern) und ein paar Verwandte (die sich zumindest etwas sorgen), habe ich keine Freunde, die von meinen Problemen wissen. Mein Freund steht mir bei. Mein Vater ist auch für mich da, aber er kann sich da nicht reinfühlen und kennt sich auch nicht aus. Meine Mutter konnte vor ein paar Tagen noch nicht einmal 5 Minuten zum Arzt gehen und er fragt mich, ob sie arbeitet *kopfschüttel* Das war es auch schon. Lockere Bekannte wissen nichts davon, weil ich es nicht jedem auf die Nase binden möchte. Somit bleibe ich mit meinen Sorgen weitgehend alleine. Hallo Kaima, ich möchte dir den Rat weitergeben, den ich von meiner Psychologin bekommen habe: Es gibt die Möglichkeit, sich ausländische Pflegekräfte zur eine Rund-Um-die-Uhr-Betreuung nach Hause zu holen. Vielleicht ist es auch sinnvoll, zusätzlich ein "Kindermädchen" oder ein "Mädchen für alles" zu engagieren. Dann kannst du deinen Pflichten nachgehen und in deiner Freizeit voll und ganz für deine Familie da sein. Sonst ist die Freizeit nur mit Pflichten verplant und du hast keine Zeit mehr für das, was jetzt so wichtig ist - Zusammensein mit deiner Familie. Ich weiß nicht, ob es für euch in Frage kommt... Auch ich werde irgendwann eine solche Entscheidung treffen müssen... Viele Grüße Tato |
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Zitat:
Daher finde ich es eigentlich doch nicht so gut, es anderen Leuten nicht wirklich zu erzählen. Klar, helfen können sie eh nicht viel und erst wenn man sich in solch einer Situation befindet kann man auch wirklich mitfühlen. Trotzdem sollte man -- denke ich -- nicht allen verschweigen. Denn sonst können einem die Freunde nicht wirklich verstehen, warum man so handelt wie man handelt. Ich habe immer mein Studium vorgeschoben und erst in den vergangenen Tagen einiger meiner Bekannten von den schweren letzten Jahren erzählt. Und meine wirklich guten Freunde waren erschrocken, weil ich ihnen von der ganze Belastung nicht schon vorher erzählt hab.... Naja.... Tato, ich rate dir zumindest deinen guten Freunden anzudeuten, was du im Moment durchmachst!!! Denn auch der Partner kann in weiten Teilen davon überfordert sein, was ich bei meinem Freund auch bemerkt habe und somit teilweise auch nicht mehr alles ihm gegenüber sagen wollte, um ihn nicht noch unnötig neben seinen eigenen Problemen zu belasten. Drück dich und viel viel Kraft!! |
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Zitat:
ich habe leider keine guten Freunde mehr... Im letzten Jahr waren wir eine lockere 4erGruppe in der Uni, haben uns gut verstanden und sie wissen ansatzweise von meiner Situation. Doch der Kontakt ist größtenteils abgebrochen. Eine ist erneut schwanger und hat viel mit sich selbst zu tun. Die anderen beiden habe ich seit dem Sommer nicht mehr gesehen. Sie haben meine Hilfsbereitschaft oft ausgenutzt, was ich jetzt nicht gerade gebrauchen kann. Die Uni besuchen sie anscheinend auch nicht mehr regelmäßig. Kurz gesagt, es gibt ein paar lockere Bekannte (die nichts davon wissen) und ein paar Verwandte (die damit nicht so gut umgehen können)... Das war's. Viele Grüße Tanja |
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Hallo Tanja,
die Familie ist meist etwas überfordert. Und das ist auch normal... Aber es ist gut, dass du hier eine Anlaufstelle gefunden hast! :) Mir hat es auch viel geholfen hier einfach immer mitzulesen, wirklich selbst was geschrieben hab ich erst vor einem Monat. Ich wünsche Euch auf jeden Fall die Kraft, das alles durchzustehen. Drück dich, Julchen |
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Hallo Tanja,
keine guten Freunde zu haben ist schlimm - besonders in so einer Situation. :knuddel: Du mußt aber nicht alleine alles durchstehen. Wo lebst Du denn (geographisch)? (Ich lebe in Nordhessen.) :winke: Gibt es bei Euch eine Selbsthilfegruppe von Krebskranken und evtl. ihrer Angehörigen? Gibt es einen Hospizverein oder ein (ambulantes) Hospiz? Guck mal unter der Seite "Hospiz" bei wikipedia, da sind alle nötigen Links. Hospize sind nicht nur für die letzten Tage von Schwerkranken da, sondern begleiten die Kranken und ihre Angehörige auch schon früher und zuhause. Nicht nur pflegerisch sondern umfassend. Definitiv: Alleine ist die Pflege und das emotionale Chaos und all das nicht zu schaffen. Such Dir JETZT Hilfe! Normalerweise sollte die Psychologin auch wissen, ob bei Euch in der Region entsprechende Angebote bestehen. Frag sie. Schieb es nicht auf die lange Bank. Grüße martina |
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Hallo Martina,
ich wohne in der Nähe von Bremen und hier gibt es auch Anlaufstellen und Selbsthilfegruppen, aber das kostet Überwindung... Über Hospize habe ich mich schon erkundigt. Vor etwa 4 Monaten ist mein Opa an einem Hirntumor verstorben. In dieser Zeit habe ich mich über die möglichen Betreuungseinrichtungen informiert (nur leider hat mir niemand zugehört... ein anderes Thema). Jetzt darf ich die Entscheidungen alleine treffen - natürlich in Absprache mit meiner Mutter. Meine Mutter weiß leider gar nicht, was sie will, auch wenn sie sich schon informiert hat. Ich würde lieber eine Selbsthilfegruppe besuchen, als mich in einem Hospiz beraten zu lassen. Zudem würde meine Mutter da nicht mitspielen. Sie erkennt die Brisanz noch nicht... Allerdings wollte ich schon nach Einrichtungen in meiner Nähe schauen. Wer also eine Idee hat... Auch, wenn ich jetzt noch keine direkte Hilfe von außen annehme, mache ich mir einige Gedanken (mehr als andere, die so lange warten, bis es soweit ist... wieder ein anderes Thema...) Vielleicht sollte ich aber wirklich mal etwas rumtelefonieren und mich mehr informieren, damit ich dann nicht ganz auf dem Schlauch stehe... Alleine schon wegen Pflegediensten, der Vorsorgevollmacht und anderen Möglichkeiten... Im Februar habe ich wieder etwas mehr Zeit, dann werde ich mich kümmern. Viele Grüße Tanja |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo Tanja,
wie gesag, ein Hospiz ist meist mehr als nur eine Pflegeeinrichung. Ruf doch einfach mal dort an und frag dort, ob sie ne Selbsthilfegruppe o.ä. kennen. Ich hab auch Vieles zu lange vor mir her geschoben. War ein Fehler. Aber ich hatte dafür Freundinnen und Freunde und wir hatten auch viel Glück. Die juristischen Dinge würde ich JETZT klären. Jetzt ist sie nämlich fit genug. Ich werde es für mich auch jetzt alles neu regeln, denn mein potentieller "Betreuer", mein Mann, ist ja gestorben. Du kannst Dir das Formular für die Vorsorgevollmacht beim Bundesministerium der Justiz runterladen. www.bmj.bund.de Sonst könnte es passieren, dass ein Vormund bestellt wird, wenn Deine Mutter plötzlich nicht mehr geschäftsfähig wäre. (Und den muß man dann auch noch bezahlen.Grr) :twak: Hast Du Kontovollmacht? Wenns geht, laß sie Dir geben incl. "auch über den Tod hinaus". Ich habe gerade das Problem, dass ich , trotz Vollmacht, nicht an das Geschäftskonto komme bis ich einen Erbschein habe. Und das dauert und dauert... All den anderen Krempel, da können Dir auch die Leute vom Hospiz oder von einer Sozialstation helfen. Was studierst Du denn? Geht das in die Richtung Sozialwesen oder Jura? Dann wäre dir wenigstens diese juristische Sprache nicht so fremd. Sonst lass dich beraten. Es ist wirklich nicht nur easy. Fühl dich gaaanz liebevoll in den Hintern getreten. Mach was, dann vergräbst Du dich nicht in deinen Sorgen und Ängsten. :winke: martina |
AW: Doppelbelastung organisieren
Hallo Martina,
mir brauchst du nicht in den Hintern treten, das tue ich schon ganz alleine. Ich bin weiß Gott kein Mensch, der sich scheut, Informationen zu erfragen, zu erarbeiten und diese in die Tat umzusetzen. Ich bin mit den Informationen meist schneller als alle anderen und überfordere die anderen schnell. Eigentlich hatte sich meine Mutter bezüglich Vorsorgevollmacht etc. erkundigt und kennt sich auch etwas aus, nur schreibt sie keine... Ich werde das in den Semesterferien selbst in Angriff nehmen. Ich studiere Erziehungswissenschaften und komme mit den juristischen Texten so halbwegs klar. Ich muss ja auch nicht alles wissen, ich muss nur wissen, wo es steht... Ich würde mich auch von einem Anwalt beraten lassen, aber meine Mutter sieht kein Bedarf... da muss ich wohl ggf. etwas Überzeugungsarbeit leisten... Eine Kontovollmacht habe ich schon, allerdings weiß ich nicht, ob die auch über den Tod hinaus geht. Eine größere Hürde ist die Selbsthilfegruppe... da muss ich aus mir herauskommen, was mir gar nicht so leicht fällt. In den nächsten 1 1/2 Wochen muss ich mich erstmal um meine Klausuren kümmern, dann nehme ich die anderen Sachen in Angriff. Vielleicht sogar schon etwas früher, da meine Mutter eine Kur beantragen möchte und ich die formalen Dinge bis dahin gern geklärt hätte. Viele Grüße Tanja |
Darmkrebs und ständige "Infekte", die angeblich keine sind...
Hallo,
meine Mutter hat Darmkrebs mit Lebermetastasen und betr. Lymphknoten. In letzter Zeit bekommt sie immer öfters "Infekte". Symptome: Fieber, leichte Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schüttelfrost, manchmal Durchfall, enormer Abbau des Allgemeinzustandes. Manche Ärzte sagen, dass es ein Infekt ist. Manche suchen nach der Ursache, aber ohne Ergebnis. Meine onkologisch ausgerichtete Psychotherapeutin erzählte, dass es "eine Entzündung der Härchen der Gallenblase" oder so sein könnte. Weiß jemand, was sie damit gemeint haben könnte und wie der med. Begriff dafür ist? Gruß Tanja |
AW: Darmkrebs und ständige "Infekte", die angeblich keine sind...
Hallo Tanja,
bekommt sie noch Chemo zur Zeit? |
AW: Darmkrebs und ständige "Infekte", die angeblich keine sind...
Hallo,
Nein, sie bekommt keine Chemo mehr. Sie hatte diese "Infekte" zuerst alle 3 Monate, jetzt folgen sie im Abstand von 2 bis 3 Wochen. Da diese Infekte immer gleich verlaufen, glaube ich nicht an einen Infekt, sondern eher an etwas anderes... Schmerzen im Bauchraum / Schmerzen bei Druck hat sie jedoch nicht. Gruß Tanja |
AW: Darmkrebs und ständige "Infekte", die angeblich keine sind...
Was sagt denn die Schulmedizin bisher zu diesen Symptomen, sprich Tumormarker, CT-/MRT-Aufnahmen, Röntgen, Ultraschall?
Die Symptome passen ja zu fast jeder ernsteren Krankheit, wenn auch nicht in der Häufung. Wie lange ist Deine Mutter denn schon bekanntermassen (seit Erstdiagnose) erkrankt? |
AW: Darmkrebs und ständige "Infekte", die angeblich keine sind...
Ich weiß leider nicht viel...
Zitat:
Tumormarker ist wohl eher schlecht - ich habe keine Zahlen CT wurde abgesagt, da es sie zu sehr belasten würde Ultraschall ergibt nichts Zitat:
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Umzug im Endstadium?
Hallo,
meine Frage passt nicht direkt hierhin, aber indirekt geht es doch um Darmkrebs... kurz zur Vorgeschichte: Meine Mutter (54) bekam vor etwa 3 Jahren die Diagnose Darmkrebs. Der Tumor im Darm wurde entfernt. Allerdings gibt es inoperable Lebermetastasen und betroffene Lymphknoten. Die Lebermetastasen haben sich inzwischen stark vergrößert. Ein CT wird von den Ärzten nicht mehr gemacht, weil dies den Körper zusehr belasten würde. Der Arzt schrieb schon vor mehreren Wochen von einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Sie hat stark abgenommen. Sie hat regelmäßig „Infekte“, die vielleicht doch keine Infekte sind. Jedenfalls bekommt sie dann hohes Fieber (um die 39), Schüttelfrost, teilweise Durchfall und Übelkeit. (hierzu gibt es separaten Beitrag: http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=24927) Momentaner Stand: Während der Kur vor ein paar Tagen bekam sie wieder einen Infekt. Die Kur hat ihr leider rein gar nichts gebracht. Sie wurde termingerecht entlassen, weil die Ärzte dort keine Fortschritte sahen. Sie hat leider auch dort nicht weiter zugenommen – auf der Wage vielleicht schon, was aber an den geschwollenen Beinen liegt. Sie bekommt deswegen 2x/Woche Lymphdrainage. Ihr Oberarm hat einen Durchmesser wie mein Handgelenk und ich bin schon sehr schlank. Sie besteht nur noch aus Haut und Knochen. Sie kann auch kaum noch etwas essen. Ein halbes Brötchen zum Frühstück, eine viertel Pizza zum Mittag… Nun langsam zu meiner eigentlichen Frage… Sie lebt alleine in einer Wohnung im 1. OG. Die Treppen hinauf schafft sie noch knapp. Eigentlich fühlt sich in ihrer Wohnung wohl, befürchtet aber auch, dass sie nicht „bis zum Schluss“ dort bleiben kann. Ich bin die einzige, die sich um sie kümmert, aber ich wohne 50km entfernt. Im Grunde habe ich die Zeit mich um sie zu kümmern, aber ich erkenne, dass sie bald einer täglichen Pflege bedarf. Nun habe ich eine kleine Wohnung in meinem Wohnort gefunden. Ebenerdig und Rollstuhlgeeignet. Ich habe sie damit eigentlich etwas überrumpelt und war zunächst sehr überzeugt von meiner Idee. Nun allerdings bekomme ich Zweifel, ob es so alles richtig ist. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung, ob es sinnvoll ist, sie jetzt umzuquartieren? Für sie und auch mich ist das Stress. Sie macht es mir noch unnötig schwer, in dem sie Sonderwünsche äußert. Sie denkt ja auch, dass sie noch 2-3 Jahre leben wird. Das sehe ich nicht so. Leider verraten mir die Ärzte nichts und ich stehe mit der Entscheidung alleine da. Meine Psychologin (von der ich mittlerweile etwas Abstand nehme) hat im März von 2 Monaten geredet. Daran glaube ich zwar auch nicht, aber ihre Schätzung halte ich für realistischer… Bei einem Umzug müsste ich ihr all ihre Sonderwünsche erfüllen… Sie will noch Möbel anschaffen und diese selbst aussuchen. Kann ich ja verstehen, aber ein Shoppingtag in einem Möbelhaus ist Stress für alle. Ich habe auch Angst, dass sich ihr Zustand während des Umzugs verschlechtert. Was würdet ihr machen? Gruß Tanja |
AW: Umzug im Endstadium?
LIebe Tanja,
mann, das ist echt keine leichte Situation, in der Du da steckst... Was die Prognosen angeht, ist es wahrscheinlich wirklich unsicher, oder? Wie oft gab es das schon, dass Patienten sämtliche Vorhersagen von wegen noch ein paar Monate o.ä. locker übertroffen und noch Jahre gelebt haben? Aber klar, umgekehrt kanns auch gehen, dass plötzlich alles ganz schnell geht... Ich denke, zwei Fragen sind zu bedenken. 1. Was kannst und willst du leisten? 2. Was tut deiner Mutter gut? Und ich habe bewusst diese Reihenfolge gewählt. Wenn Du wirklich ohne Einschränkung sagen kannst: ok, ich bin jetzt für meine Mutter da, ich gestalte ihr das Leben so angenehm wie möglich - dann würde ich sagen: Umzug ja, und wenn es Deiner Mutter wichtig und eine Freude ist, dann auch mit neuen Möbeln etc - und wenn sie vielleicht auch nur kurze Zeit Freude daran haben sollte. Wenn Dir aber unabsehbar erscheint, was das bedeuten wird, wenn Deine Mutter in Deiner Nachbarschaft lebt, wenn sie dadurch vielleicht noch ganz andere Wünsche hat und äußert, wenn diese Situation deutlich Gefahr laufen kann, schnell an Deine und/oder auch ihre Grenzen zu gehen, dann eher Umzug nein. Ist es wirklich so, dass sich außer Dir niemand um sie kümmern kann?!? Vielleicht könnte man auch dort mal ansetzen? Ich hoffe, dass ich Dir mit meinen Überlegungen nicht zu nahe getreten bin! Meliur |
AW: Umzug im Endstadium?
Hallo Meliur,
danke für deine Antwort. Nein, du bist mir nicht zu Nahe getreten... Die Prognosen sind wirklich unsicher bzw. ich habe gar keine offiziellen. Ich selbst kann aber keine Prognose abgeben. In meiner Familie sind schon 4 Menschen an Krebs verstorben. Ich habe eigentlich schon eine realistische Einschätzung - trotz meiner 24 Jahre. Vom Gefühl her gehe ich von 5 Monaten aus, befürchte aber, dass es auch schneller gehen kann - ich weiß es eben nicht... Ich bin für sie da. Die neue Wohnung würde bedeuten, dass ich ihre Wäsche bei mir wasche und sie fast tägliche bekoche. Das Bekochen braucht sie mehr oder weniger. Ihre Portionen sind klein, aber wenn es ihr schlecht geht, dann kocht sie sich nichts. Essen auf Rädern haben wir schon ausprobiert, aber ihre Ansprüche sind zu hoch. Ob ich ihren Ansprüchen gerecht werde, weiß ich nicht - aber sicherlich besser, als das Essen auf Rädern. Der Psychologe auf der Kur hat ihr betreutes Wohnen empfohlen - davon hat mir aber die örtliche Krebsgesellschaft abgeraten. Genauso haben sie von einem Heim abgeraten, nur das Hospiz wäre noch was... Meine Mutter hat letztens gesagt, dass sie mit dem Mietvertrag ihr Todesurteil unterschreibt. Daraufhin hab ich ihr das Teil weggenommen - wenn sie das so sieht, dann ist der Umzug nichts für sie. Wenn ich jetzt an ihre Bemerkung zurückdenke, darf ich die Wohnung auf keinen Fall nehmen. Sie möchte eigentlich aus ihrer Umgebung nicht weg. Allerdings wird sie irgendwann nicht mehr aus dem Haus können, was mir und ihr viele Möglichkeiten nimmt. Meiner Mutter tut es aber wiederum gut, wenn ich da bin. Sie ist einsam und braucht mich. Sie möchte einfach Gesellschaft. Ich habe allerdings auch mein Leben und kann nicht den ganzen Tag bei ihr verbringen und den Anomateur spielen. Sicherlich würde ich in der letzten Phase bei ihr übernachten, damit sie nicht alleine ist... Ich habe noch meinen Freund und seine Mutter, mit denen ich reden kann. Mein Freund hilft auch praktisch mit. Meine Mutter hat ein paar lockere Freundinnen, die mal anrufen und eine Karte schreiben, aber die sind keine Unterstützung. Ansonsten gibt es niemand, der sich kümmert. Ihr Mann - der sich kurz vor der Diagnose nach über 30 Jahren von ihr getrennt hat - hat sich komplett distanziert. Das soll hier aber nicht zum Thema werden, denn diese Problematik habe ich im Angehörigen-Forum schon erläutert... Viele Grüße Tanja |
AW: Umzug im Endstadium?
Update:
Ich habe eben mit meiner Mutter telefoniert und gesagt, dass ich die Wohnung nicht nehmen würde. Sie stimmte mir zu, ohne genaue Gründe zu erfragen - anscheinend war ihr meine Ansage ganz recht... Jetzt überlege ich, ob es im Notfall nicht doch praktikabel wäre, sie bei uns aufzunehmen. Eigentlich geht das nicht, weil unsere Wohnung gnadenlos überfüllt ist, aber ich suche nach dem letzten Strohhalm. Ihre Wohnung würde sie natürlich trotzdem behalten, quasi ein Gästebett bei uns. Bei nur 2 Zimmern und dann 3 Personen ist das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit... Aber was tut man nicht alles. Wahrscheinlich wird das aber eine zu große Belastungsprobe für die Nerven aller... Viele Grüße Tanja |
AW: Umzug im Endstadium?
Hallo Peter,
natürlich will ich das Beste für sie... wer allerdings die Unterschrift des Mietvertrages als Todesurteil sieht, für den ist ein Umzug vielleicht doch nicht das Beste... Ich habe mich ja inzwischen gegen den Umzug entschieden. Ich denke, die verbleibene Zeit kann man besser "nutzen", als mit Behördengängen und Möbelkauf. Sicherlich kann man das auch mit Spaß verbinden, aber ein Umzug ist immer Stress. Ein neuer Hausarzt, eine neue Umgebung, das Ein- und Ausräumen, sich von vielen Dingen trennen müssen (von 75 auf 30qm) etc. Das ist belastend. Zumal macht sie sich selbst Druck - alles muss perfekt sein... Ein Ausflug ans Meer ist sicherlich schöner, als einen Tag im Möbelhaus... Ich lasse sie in ihrer gewohnten Umgebung und fahre so oft es geht zu ihr. Ob die Entscheidung richtig war, wird man wohl nie erfahren. Vielleicht schaffen wir ja auch via "entdecke die Möglichkeiten" ein Gästebett aufzustellen und sie in unseren 4 Wänden zu betüddeln. Gruß Tanja |
AW: Umzug im Endstadium?
Hallo liebe Tanja,
ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du. Bei meiner Mutter wurde im Januar 2007 die Diagnose Eierstockkrebs festgestellt. Sie hatte bereits zu dieser Zeit sehr viel Wasser im Bauchraum (es hatten sich schon im gesamten Bauchraum Metastasen) gebildet. Eine OP hatte sie im Februar 2007 abgelehnt, nachdem die Ärzte mich und meine Mutter darauf hingewiesen hatten, daß sie die OP wahrscheinlich nicht überlebt. Ich bin auch die einzige Angehörige (wohne ca. 30 km von meiner Mutter entfernt, sie wohnt alleine in einer 2-Zi.-Wohnung), muß mich um sie, die Wäsche, die Wohnung und ..... naja, Du kennst das ja bestimmt, kümmern, habe zwei kleine Kinder und wir bauen im Augenblick ein Haus in einem anderen Ort, d.h. Streß pur, von der Psyche mal abgesehen. Also, liebe Tanja, wenn du gerne möchtest, können wir uns gerne einmal etwas austauschen, denn ich denke, das tut uns beiden gut, denn ich habe auch leider niemanden, mit dem ich über meine Sorgen zur Zeit reden kann, vielleicht geht es Dir ähnlich. Manchmal habe ich auch das Gefühl, meine Bekannten und Freunde machen einen großen Bogen um mich, um ja nicht mit dem Thema "Sterben, Krankheit, mir geht es schlecht u.s.w. in Konflikt zu geraten. Naja, ich schreibe Dir einmal mehr von meiner Mutter, wie es ihr an manchen Tagen geht, wie die Krankheit weiter fortschreitet. Es wäre schön, von Dir zu hören. Mach's gut, liebe Tanja und "Augen zu und weitermachen". Viele liebe Grüße Dein Weisser Engel:engel: :engel: |
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