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AW: Wenn die Psyche nicht mehr mitspielt....
Hallo Susanne,
das hört sich doch schon mal sehr gut an. Ich denke, es ist auf jeden Fall eine Chance - und zu verlieren habt Ihr mit diesem Versuch ja nichts. Ich drücke Euch die Daumen, dass der Neurologe Deinem Vater - und somit auch Euch - helfen kann. Viel Glück! destiny68 |
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hallo susanne,
ich hoffe das der neurologe deinen vater richtig einstellen kann mit medi, u. für die pflege zuhause hast du schon mal daran gedacht euch hilfe von einer sozialstation zuholen dann wirst du entlasstet u. meiner erfahrung nach verhalten sich die zu pflegenden gegen über fremde pflegekräften anders als zu familien angehörige. ich wünsche euch viel kraft liebe grüße linde:winke: |
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Liebe Susanne,
ich habe deinen Thread fast zufällig entdeckt und bin dann dabei hängen geblieben. Ich kann dir keinen "alleinseligmachenden" Rat geben, aber ich kann dir eine Frage stellen: Warum sollte dein Vater sein Verhalten ändern? Es hat doch bisher immer alles nach seinen Wünschen funktioniert. Wo sollte seine Motivation für eine Änderung herkommen? Dadurch, dass ihr ihm immer alle Launen, Wünsche, Bitten und Befehle erfüllt, bestärkt ihr ihn permanent in seinem Verhalten. Erst wenn ihr euch ändert, wird er sich ändern (müssen). Nicht er braucht eine Therapie, sondern ihr. Professionelle Hilfe, um euer Verhalten dauerhaft und konsequent zu ändern. Bis dahin werdet ihr alle in einem immer enger werdenden Kreis laufen... bis... Ich wünsche euch Mut, viel Mut! lima-mali v:winke: |
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Ich danke euch für eure Antworten, ihr Lieben, vielleicht sollten wir uns tatsächlich Hilfe holen, mal sehen was wird, noch hoffe ich auf morgen...
Liebe Lima-mali, ich weiß dass du recht hast, wir müssten auch unser Verhalten ändern, wie oft haben wir das nicht schon versucht... mein Vater hat irgendwie immer die "stärkeren Argumente"... Kümmern wir uns nicht ums Essen, nimmt er schnell ab, kümmern wir uns nicht um seine Hautpflege, kriegt er arge Hautprobleme wegen des Tarcevas, kümmern wir uns nicht um die Einnahme seines Movicols können wir ihn gleich wieder mit Verdacht auf Darmverschluss ins Krankenhaus einliefern lassen, sorgen wir nicht für Bewegung besteht Thromboserisiko, sorgen wir nicht dafür dass er sich was überzieht, ist das Risiko für eine Lungenentzündung groß.... die Reihe lässt sich fast beliebig fortsetzen, irgendwie ist das Kümmern immer das kleinere Übel zu dem was das Nicht- Kümmern vermutlich bringen wird. Ist er nachlässig müssen das auch wieder wir tragen... Wir kennen das ja leider schon, haben quasi auch aus "Fehlern" gelernt (er leider nicht)...Und es ist noch anstrengender als die Grundsituation. Wir hatten sogar schon versucht uns helfen zu lassen, aber man kann sich selbst einfach verdammt schlecht sagen, man ist nicht verantwortlich, wenn man das Gefühl hat man beschwört damit neue Katastrophen herauf. Und immer wenn wir uns vornehmen jetzt soll er dieses oder jenes selber machen kommt was neues, erst ging es nicht wegen der Schmerzen, jetzt sind die weg und er kann nicht mehr Laufen... zuvor wars eben die Chemo, Übelkeit, Atemnot, Aufregung, Schwäche,... irgendwas gibts eben immer, da muss man doch helfen...und immer diese Zweifel: mutet man ihm vielleicht zu viel zu...?! Ein Teufelskreis, ich weiß, ich hoffe einfach dass wir es doch noch irgendwie schaffen auszubrechen... Liebe Grüße Susanne |
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Es tut mir schrecklich das so sagen zu müssen, aber ihr alleine kommt da so nicht raus.
Ihr werdet alle daran kaputt gehen, wenn ihr nicht bald die notbremse zieht. Und damit ist keinem geholfen, weder euch noch deinem Vater. Ich habe mir jetzt nicht den gesamten Threat durchgelesen, aber wie steht es denn mit einer Form der Kurzzeitpflege? Die Symptome die du beschreibst müssen doch mindestens für eine Pflegestufe 2 ausreichen.... Ihr sollt deinen Vater um Gottes Willen nicht abschieben, aber dieser gewisse Abstand, einfach die Möglichkeit denjenigen auch mal ein paar Stunden nicht zu sehen und ihn trotzdem in guten Händen zu wissen ist unglaublich wichtig! Eine Begutachtung von einem Psychologen/Psychater würde ich auch anraten, er kann die Medikamente richtig einstellen und auch weiteren Rat geben! Auch ich wünsche euch viel Kraft und Mut, das durchzustehen. Aber nochmal, Alleine wird das sehr sehr sehr schwer!!!! glg :winke: |
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Liebe Susanne,
nein! Ganz entschieden: NEIN! Nicht 'irgendwie' und 'irgendwann' und 'es wird schon werden' und 'wir hoffen auf morgen'! Bis du sicher, dass du eine Veränderung wirklich willst oder hast du dich mit der Lage bereits arrangiert? Wenn du wirklich willst, dass eure Lage sich ändert, dann musst du dich heute ändern. HEUTE! Ihr werdet erpresst - und immer, wenn man einer Erpressung nachgibt, erkauft man sich damit keine Ruhe, sondern die nächste Erpressung. Ihr erlebt es doch seit Monaten täglich. Spürst du nicht, dass du bereits eine Gefangene deiner eigenen Argumente bist? 1.) Schaltet unverzüglich einen guten Pflegedienst ein, der täglich z.B. Wundversorgung und Medikation erledigt. 2.) Kümmert euch um einen guten Therapeuten, der Hausbesuche macht und beim Patienten die Mobilität fördert. 3.) Erklärt eurem Vater in Ruhe, aber konsequent und mit Nachdruck, dass er in ein Pflegeheim muss, wenn die Pflege zuhause nicht sichergestellt werden kann. 4.) Holt euch sofort psychotherapeutische Hilfe - für euch, nicht für den Vater. Ihr habt ein massives Problem. Heute! Jammere nicht, klage nicht darüber, wie schlimm alles ist. Das hilft ab und zu, die Seele zu befreien, löst aber dauerhaft kein Problem. Nutze die Zeit, die du bisher für das Klagen verwandt hast, um sofort erste Schritte zur Lösung einzuleiten. Heute! |
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Hallo ihr Lieben,
ich danke euch für eure netten Antworten-sie spiegeln genau das wieder was mir sowie so bewusst ist... es ist nur eben sehr schwer umzusetzen und das fängt eben leider schon damit an die richtige Hilfe zu finden- sei es für uns oder eben für meinen Vater. Unterstützung bei der häuslichen Pflege brauchen wir eigentlich nicht, das nimmt quasi den geringsten Teil der Zeit in Anspruch und bis zum Rollstuhl mussten wir ja auch nur unterstützen. Es sind einfach die Millionen Kleinigkeiten im Alltag und dafür gibt es einfach niemand zum Helfen.. wie sollte sowas auch bezahlt werden. Die einzige Chance hierbei wird einfach sein einige Annehmlichkeiten zu streichen, ihn in die Selbstständigkeit zu führen. Tja und der alleraufwendigste Punkt sind die stundenlangen Gespräche über die Krankheit, Symptome,.... auch hierfür wird sich niemand finden, nicht in dem nötigen Ausmaß. Wir müssen wohl lernen NEIN zu sagen , spätestens wenn wir uns zum dritten Mal im Kreis drehen... Meine Mutter hat heute mit dem Pychotherapeuten meines Vaters telefoniert, er kommt notfalls auch zum Hausbesuch, vielleicht kriegt er meinen Vater auch mehr als einmal pro Woche unter... Das wäre ein Anfang. Zudem versucht die Oberärztin meinen Vater in einer guten Rehaklinik unter zu bringen, vielleicht haben wir ja dabei Glück. Der Besuch beim Neurologen gerade hat sich als totaler Fehlschlag entpuppt, ich bin stinksauer... Der hat zwar seine Tests durchgeführt und festgestellt dass mein Vater eine Polyneuropathie hat aber dass das nicht allein die Ursache sein... Das wussten wir auch schon! Woher die Schwäche nun kommt wusste er nicht- angeblich aber keinesfalls vom Nichtbewegen, was mir nicht so richtig einleuchtet,- naheliegend ist aber, dass es vom Tumor kommt. Klar, beim Tumorpatienten. Entweder würde der Tumor eine Krankheit verursachen (welche hat er nicht gesagt, ich tippe mal auf LEMS, allerdings gibt es das eigentlich mehr beim Kleinzeller) oder eben Tumor/Meta in der Wirbelsäule. Jetzt soll er zum MRT. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen, da mein Vater alle 4 Wochen in Frankfurt von einem sehr guten Radiologen CT und MRT mäßig gut durchgecheckt wird, der Tumor wächst ja wenn sowieso in Richtung Wirbelkörper, das wissen wir ja. Und die letzten Untersuchungen sind ja erst eine Woche her und der Radiologe wusste von den Problemen meines Vaters... Naja, egal, was mich so richtig geärgert hat, war dass ich ihn dreimal auf auf die pychischen Probleme meines Vaters ansprechen musste bis er außer der Antwort " ach, er ist ja so schwer krank, da macht es dann nichts wieviel Tarvor er nimmt" die Möglichkeit in Betracht gezogen hat, dass vielleicht was Stimmungsaufhellendes besser ist, als etwas dass ihn schachmatt setzt...aber ist ja auch egal wie er seinen Tag bewältigt. Krönung des Gesprächs war dann noch die Aussage, dass es ja alles insgesamt nicht gut für meinen Vater aussähe wie er das hier so vor sich hätte, auch wenn das natürlich nicht seine Baustelle sei.... GENAU DAS HABEN WIR GEBRAUCHT!! Also, wir sind ja schließlich nicht blöd, wir wissen durchaus dass Lungekrebs eine sehr bedrohliche Krankheit ist und mein Vater im Stadium4 ist, aber die behandelnden Profs finden den Krankheitsverlauf meines Vaters bislang recht erfreulich. Sie machen ihm keine falschen Hoffnungen aber sie würdigen auch gute Ergebnisse. Alles ist eben relativ.... Jetzt hoffe ich, dass mein Vater wirklich keinen neuen Untermieter bekommen hat... bitte Daumendrücken. Liebe Grüße Susanne |
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Liebe Susanne,
seit ein paar Tagen geht mir Euer Problem einfach nicht aus dem Kopf, ich weiß nur nicht, wie ich es formulieren soll. Dein Vater hat bis jetzt schon viele Therapien mitgemacht, Chemos, Tarceva etc. Für einen Nichtbetroffenen ist es nicht ganz nachvollziehbar, was genau er da alles erlebt hat, klar, man steckt ja nicht in seiner Haut. Dein Vater hat Angst, Angst um sein Leben und das ganze ja zurecht. Er hat Angst vor Schmerzen. Meiner Meinung nach ist sein Verhalten einfach den Weg, den er für sich wählt, um mit der Krankheit fertig zu werden. Ich stelle mich da bewußt gegen alle anderen vorläufigen Meinungen, weil ich einfach denke, dass jeder damit anders umgeht. Ich fände hier etwas mehr Akzeptanz für seinen Weg gut, aber das heißt nicht, dass Ihr Euch endlos tyrannisieren lassen dürft. Ich würde ihn den von ihm gewählten Weg der Verarbeitung gehen lassen, Du wirst ihn nicht ändern können. Dieses "Ich will ihn ändern" funktioniert nicht bei gesunden Menschen, bei einem Menschen in dieser Lebenssituation erst recht nicht. Ich glaube, Ihr tätet Euch leichter, wenn Ihr das einfach anerkennen würdet. Natürlich nicht immer gleich hüpfen, weil Ihr Euch sonst aufarbeitet - aber ihn einfach gewähren lassen. Das ist auch eine Art von Beschäftigung für ihn. Mal eine gegensätzliche Meinung, aber wenn ich mir einfach nur vorstelle, ich wäre in der Situation, wären für mich Angehörige, die mit Gewalt versuchen, meinen Weg, meine Akzeptanz zu hintergehen, einfach nicht akzeptabel. Bei meiner Mum hab ich es auch versucht und schnell gemerkt, dass ich akzeptieren muß, wie sie damit umgeht. Dann konnte sie auch damit umgehen. LG Astrid |
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Liebe Astrid,
danke für deine ehrliche Meinung! Ich bin mir nur nicht so sicher ob das was mein Vater da geht wirklich ein Weg oder einfach eine Sackgasse mit tiefem Loch am Ende ist... Es erschöpft ihn völlig, was er da macht... Seine Angst hat ihn völlig im Griff, diese Angst verstehe ich völlig, auch wir haben Angst. Aber er ist eben der krank ist, Schmerzen hat, durch das alles wirklich durch muss. Das tut mir in der Seele weh. Er will auch nicht wirklich so sein, ärgert sich selbst, dass sein Puls bei 150 ist nur weil er aufstehen will, weil das Telefon klingelt,... Merkt dass ihm die Aufregung die Kraft raubt. Aber er kann nichts dagegen tun. Er sagt selber, er fühlt sich wie in einer tiefen Grube und da sind Hände die nach ihm greifen, die ihn nach unten ziehen wollen.... Er will da raus und er/wir schaffen es einfach nicht. Im Moment will er nichts lieber als wieder laufen zu können, aber vor lauter Aufregung über das Nicht-Laufen-Können bringt er kaum Kraft fürs Üben auf. Sooft ich auch insgeheim wütend bin, dass er nichts macht, so genau weiß ich auch bei vielen Sachen, dass er es einfach nicht kann. Ich will ihn nicht ändern, ich will dass ihm jemand irgendwie hilft die Krankheit zumindest ein bisschen zu bewältigen. Wir können das nicht obwohl wir uns soviel Zeit zum Reden nehmen wann immer ihm danach ist, Unterstützung anbieten, Alternativen aufzeigen, Krankengymn., Psychotherapie, med. Therapien, Hilfsmittel... organisieren. Trotzdem ist es eigentlich unglaublich wieviel einfacher es scheinbar ist gute Onkologen/Radiologen/ Komplementärmediziner zu finden, als jemanden der Zeit für psychische Probleme hat und sie nicht mit "naja, kein Wunder, so krank wie sie sind.." abtut. Mal gehts einen Schritt nach vorne, dann wieder 5 zurück. Die Krankheit hat aus meinem mitten in Leben stehenden Vater einfach einen völlig hilflosen Menschen gemacht, der sich nicht mehr zu helfen weiß.... Liebe Grüße Susanne |
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Der vierte Brustwirbel ist zusammengebrochen wg der Infiltration des Tumors... das ist schon seit 1,5 Jahren infiltriert, warum achtet da keiner drauf...
Ich könnt schreien... fahre jetzt zur Neurochirurgie, vielleicht kanns operiert werden.... |
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es kann nicht mehr operiert werden, weil nichts mehr da ist was repariert werden kann.. der Tumor ist ins Rückenmark gewachsen, die Stelle dürfte auch nicht nochmal bestrahlt werden.... Mit etwas Glück kann er den jetzigen Stand eine Weile halten, noch ist er ja nicht völlig gelähmt, nur etwas taub und geschwächt.. fraglich ist zudem wie aktiv der Tumor zur Zeit vielleicht doch ist... vermutlich wird er morgen in die Onko verlegt....
das kann doch alles gar nicht sein........:weinen: :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: :weinen: |
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Das tut mir leid Susanne, aber es zeigt ja doch, dass Dein Vater doch irgendwo das richtige Gefühl hatte ......
Ich drück Euch die Daumen, dass der Stillstand lange anhält. LG Astrid |
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Liebe Susanne,
ich bin ganz erschrocken und traurig, weiß gar nicht, was ich sagen soll! Wenn Dir nach reden ist, du kennst ja die Nummer. Ganz liebe Grüße und eine feste Umarmung:knuddel: :remybussi :knuddel: Michaela |
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Liebe Susanne,
ich möchte dir ganz viel Kraft schicken ... auch ich war, wie Michaela grad sehr erschrocken, als ich hier gelesen habe. Nehme dich ganz lieb in meine Arme und wünsche dir und deiner Familie alles erdenklich Gute. Weiter helfen kann ich ja leider nicht ... nimm doch Michaelas Angebot an und telefonier mal mit ihr. Kann schon nachvollziehen, wie dir zumute ist, was die Stimmungen deines Vaters betrifft. Mir ging es ja im Herbst mit meiner Mutter ähnlich, obwohl es "nur" eine Depression war und keine zusätzliche schwere Erkrankung. Auch sie war im Krankenhaus und die pychischen Probleme wurden trotz Hinweise von uns abgetan ... mit den Worten "Das hat doch jeder mal" Monatelang haben wir nach einem Arzt gesucht, der uns hilft und ich hatte das Gefühl mich aufzureiben und mein eigenes grad "wiedergewonnenes" Leben zu verlieren. Wir haben dann wohl großes Glück gehabt, endlich wurde nach einer Klinikeinweisung (auf mein Drängen und mein suchen nach dieser Spezialklinik) ein Medikament verordnet, das meiner Ma geholfen hat und unserer ganzen Familie wieder zur Normalität hat finden lassen. Es ist schrecklich keine Hilfe zu finden, machtlos zu sein und selbst das Gefühl zu haben dadran kaputt zu gehen. Bitte liebe Susanne, pass gut auf dich auf und versuch dich selbst nicht zu vergessen. Ach, es tut mir so schrecklich leid für euch und ich würde dir so gern Hilfe sein können. ... in Gedanken bei dir und nochmals eine ganz dicke Umarmung, Heidi |
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Hallo Susanne, ich kann Dich so gut verstehen. Ich kämpfe mit den gleichen Problemen mit meinen Eltern. Oft kann ich gut damit umgehen und denke sie sind halt alt in Deinem Fall halt krank, aber wenn mein Vater lacht, wenn ich von meiner Krankheit rede, da bin ich auch manchmal an der Grenze. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft. Liebe Grüsse Gloria:1luvu: :1luvu: |
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Liebe Susanne,
Deine schlechten Nachrichten schneiden mir ins Herz. Ich umarme Dich und wünsche Dir ganz viel Kraft. Liebe Grüße Heike |
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Liebe Susanne,
das tut mir wirklich unendlich leid das es Deinem Vater wieder so schlecht geht. Ich hoffe, dass Ihr das ganze nochmal in den Griff bekommt. Ich kann Dich gut verstehen dieses ständige bergauf und bergab macht einen total fertig. Schicke Euch ein dickes Kraftpaket, lass Dich umarmen :pftroest: Liebe Grüße Martina |
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Noch wissen wir nichts neues, der Prof der Onkologie konnte noch nicht erreicht werden, daher liegt er immer noch in dem schönen Krankenhaus. Zudem hab ich vom Radiologen die Bilder auf CD angefordert und werde sie auf jeden Fall zu unserem Radiologen nach Frankfurt schicken, ich hab immer noch die Hoffnung dass einfach die dauerhafte Infiltration den Wirbel zerstört hat... es ist doch erst 10 Tage her, dass laut CT der Tumor unverändert war... Dann könnte meinem Vater der Aufenthalt in der Onko vielleicht zunächst erspart bleiben und er könnte zur Reha. Die nette Sozialarbeiterin im aktuellen Krankenhaus hat versucht alle Wege zu ebnen, in eine Rehaklinik (sogar mit Onkologie) könnte er direkt per Krankenwagen ohne Antrag verlegt werden, für die andere, natürlich die mit der besseren psychologischen Betreuung, will niemand zahlen. Aber weil uns das das Wichtigste ist, sind wir ernsthaft am Überlegen es selbst zu tragen. Seinen Psychotherapeut haben wir auch schon eingeschaltet, der wird am einen Krankenhausbesuch machen, leider ist er morgen nicht da... aber immerhin.
Und für meine Mutter und mich werden wir jetzt auch Hilfe suchen, eine Freundin hat mir ihre Therapeutin empfohlen, mal sehen ... Aber so langsam weiß ich wirklich nicht mehr was ich machen soll und in gut einer Woche muss ich auch wieder arbeiten... Der Psychotherapeut meines Vaters hat meiner Mutter gesagt, wir müssten nicht immer stark sein, wir dürften auch ruhig mal bei meinem Vater weinen, auch wenn der uns das verboten hat.... vielleicht würde mein Vater wieder mehr eigene Kräfte aktivieren, wenn wir unsere Schwäche mal zeigen. Wenn ich da so drüber nachdenke, steigt schon fast wieder Panik in mir auf, denn eigentlich ging es mit meinem Vater so ab März psychisch und letztlich auch körperlich bergab und das war genau der Zeitpunkt wo wir ärztemäßig quasi ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt hatten, mit Onkologe, Radiologe für Chemoembolisation, Psychonkologe/Komplementärmediziner, Psychotherapeut, Physiotherapeut.. zum erstenmal hatten wir das Gefühl wir haben alles relativ im Griff und für alles gesorgt... tja, so kann man sich irren, vielleicht war das alles falsch und hat meinen Vater daran gehindert sich um sich selbst kümmern zu müssen, vielleicht hätte er müssen müssen... für den Rest hatte er ja dann noch uns... Aber ich bin jetzt sowieso völlig durch den Wind, kann keinen richtig klaren Gedanken fassen, fühl mich wieder so verdammt hilflos.... Ich danke euch allen für eure lieben Worte, auch wenn ich gleich wieder weinen musste als ich sie las... Liebe Grüße Susanne |
AW: Wenn die Psyche nicht mehr mitspielt....
Liebe Susanne,
ihr habt wirklich alles, aber auch alles, getan, was für deinen Vater getan werden konnte. Ihr habt euer Bestes gegeben - mehr ist uns Menschen nicht möglich. Wenn wir immer wüssten, was absolut richtig ist, wären wir keine Menschen, sondern Gott. Ihr habt euch immer um deinen Vater gekümmert und gesorgt, daher: Du bist für seinen jetzigen Zustand nicht verantwortlich! Du musst nicht alles können, du musst nicht alles in den Griff kriegen, du musst nicht für alles die Verantwortung tragen, du musst nicht immer stark sein, du musst nicht... Manchmal bleibt uns nicht mehr zu tun, als eine Situation ertragen, aushalten, durchhalten, die Hilflosigkeit ertragen. Und manchmal muss man die Dinge einfach geschehen lassen. Ich wünsche dir viel Kraft und einen Hauch Gelassenheit, von Herzen! Liebe Grüße, lima-mali |
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liebe susanne,
es tut mir leid das es deinen vater so schlecht geht u. schike euch ein großes kraftpaket, aber bitte vergeß nicht das du auch noch ein leben hast ich rate euch holt euch hilfe über eine sozialstation wenn dein vater wieder zuhause ist denn bitte glaube mir es hilft den angehörigen schon wenn sie die pflege nicht allein machen zb wie die körperpflege denn in der zeit wo die pflegekraft sich um deinen vater kümmert könnt ihr für euch nutzen, ich weiß es aus meine berufsleben denn wie ich schon gesagt habe arbeite ich in der ambulanten pflege u. meißtens werden wir leider erst gerufen wenn die angehörigen völlig überfordert sind, ausserdem wie du vielleicht aus meinen thread weißt gehöre ich seid mai dieses jahres auch zu den angehörigen u. ertappe mich dabei wenn mein mann nicht im Krhs liegt sondern zuhause ist u. ich arbeiten bin das ich ein schlechtes gewissen bekomme auch wenn es ihn im moment etwas besser geht also nimm jede hilfe an ihr kriegen könnt. libe grüße linde:winke: |
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Hallo ihr Lieben,
linde und lima-mali, danke für eure lieben Beiträge, trotz allem hab ich schon wieder das Gefühl etwas versäumt zu haben... warum hat mein Vater nie Zometa oder ein anderes Bisphosphonat bekommen, warum hab ich den Wirbel nicht mehr beachtet, mehr als nur einmal nachgehakt... vielleicht hätte durch nachfragen etwas verhindert werden können. Ich weiß es ist müßig darüber zu grübeln, aber es macht mich so wütend, dass mein Vater bald querschnittsgelähmt sein wird, nur weil vermutlich etwas versäumt wurde... und wir wussten doch dass die Ärzte dauernd etwas versäumen... Naja, ich werd nach der Verlegung am Montag auf die Onko gleich mal nachhaken, es sind ja noch zwei Wirbel betroffen..... Wir sind grad wirklich etwas hilflos, denn wenn mein Vater wieder nach Hause kommt, ist ja wirklich nichts mehr so wie es vorher war. Und wir sind ja gar nicht behindertengerecht ausgestattet. Wenigstens haben wir den Rollstuhl meines Opas, aber Bad und Schlafzimmer liegen im ersten Stock... zudem brauchen wir bestimmt ein Krankenbett, in das normale kommt mein Vater ja gar nicht mehr rein oder raus... da steht großes Umräumen an, wir müssen uns dringend beraten lassen was alles möglich ist, aber vorher muss die große Unbekannte geklärt werden, nämlich was macht der Krebs und was wird als nächstes gemacht. Und vielleicht klappt es ja dass mein Vater direkt nach dem Krankenhausaufenthalt direkt in die private Reha kann... Zu allem Überfluss ist scheinbar im Bad auch noch die Heizung undicht, irgendwie wird darunter im Flur die Wand täglich nasser... so einen Umbruch können wir jetzt natürlich auch noch wunderbar gebrauchen... Naja, der Pflegedienst ist informiert, wir müssen nur noch schaffen einen Termin auszumachen- Anfang der Woche hängen wir erstmal in der Warteschleife vom Prof, das Gespräch mit ihm ist zunächst das Allerwichtigste. Mir kommt das alles so unwirklich vor, mein Vater sieht relativ fit aus wenn man ihn sieht, seine Schmerzen sind nur mit dem 75er Fentanyl super im Griff, er hat gesunden Appetit, hat sogar ein kleines Bäuchlein und sein normales Gewicht... Vor 2 Tagen hat er zu meiner Mutter gesagt, dass er sich alle Mühe geben wird noch lange bei uns zu bleiben.. Ich hoffe so sehr, dass ihm das gelingt... Ich weigere mich aber auch daran zu glauben, dass der Krebs sich riesig ausgebreitet hat, das hätte man doch auch auf dem CT von vor 2 Wochen sehen müssen... naja morgen oder übermorgen erfahren wir wohl endlich näheres... Liebe Grüße Susanne |
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Liebe Susanne,
ich habe in den letzten Tagen oft an dich/euch gedacht. Hey, nicht alle Probleme auf einmal lösen wollen... Immer Schritt für Schritt. (Einen Elefanten muss man in Scheiben schneiden, wenn er durch die Tür soll. :rolleyes: ) Mit "wenn" und "hätte" und "würde" ist nichts gewonnen. Du hast dir nichts vorzuwerfen! Lass das Vergangene los und kümmere dich um das Heute - damit hast du - weiß Gott - genug um die Ohren. Und wie das Morgen wird, das wirst du dann noch sehen. Erst mal das Heute in den Griff kriegen! Du hast schon so viel geschafft, du schaffst das auch weiter - aber bitte alles nacheinander! :pftroest: Dass dein Vater offensichtlich trotz der gesundheitlich verschlechterten Lage etwas mehr Lebenswillen und Lebensmut zeigt, freut mich sehr! Das hätte er gewiss nicht, wenn er nicht wüsste, dass er bei euch in den besten Händen ist. Liebe Grüße und ein großes Paket Mut und Kraft, :winke: lima-mali |
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liebe susanne,
wenn dein vater schon eine pflegestufe hat könnt ihr über die pflegekasse ein pflegebett beantragen dafür braucht ihr vom arzt eine verordnung die ihr dann einreichen könnt ausserdem beteilligt sich die pflk an notwendige umbau maßnahmen ( wohnraumanpassung ) denn für die treppe gibt es treppenlifter, erkundige dich mal ob es bei euch eine koordinierungsstelle ( kostenlose beratung rund ums alter ) in berlin gibt sie in jeden bezirk, und falls er noch keine pflegestufe hat dann beantragt so schnell wie möglich eine dazu braucht ihr nur bei der krankenkasse anrufen u. euch einen antrag zuschicken lassen wichtig ist dann noch das ihr ein pflegetagebuch anlegt woraus er sichtlich ist das er bei der körperpf-toilettgänge-nahrungszubereitung-an u. ausziehen-zum ins bett u. wieder aufstehen hilfe braucht, aber da kann euch dann auch eure sozialstation bestimmt noch helfen, das war jetzt recht viel aber ich hoffe ich hab dir damit etwas geholfen. bis bald liebe grüße linde:winke: |
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Liebe Linde, vielen Dank für die Infos und Tipps, mein Vater hat tatsächlich schon Pflegestufe 1, gerade ist wieder ein halbes Jahr um und jemand vom Pflegedienst müsste kommen um das zu bestätigen, nur ist mein Vater ja jetzt in der Klinik. Verordnet so ein Bett denn auch der Hausarzt oder muss das vom Krankenhaus angeordnet werden? Wir wollten sowieso den sozialen Dienst dort (er wird ja morgen in ein anderes KH verlegt) einschalten... Ansonsten werden wir morgen mit dem Organisieren anfangen, sofern wir dazu kommen...
Liebe lima-mali, wenn es nur nicht so schwierig wäre mit dem Grübeln aufzuhören, aber du hast natürlich Recht, wir müssen Schritt für Schritt diese neue Herausforderung anpacken, irgendwie wird das wohl auch gelingen.... Ich hoffe nur dass mein Vater seine neugewonnen Energien nicht zu schnell wieder verliert... Liebe Grüße Susanne |
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Heute war jemand vom Pflegedienst da mit dem wir grob alles besprechen konnten und der uns gleich einen Kontakt zu einem Sanitätshaus vermittelt hat, das nun alles weitere in die Hand nimmt, inklusive Verordnungen vom Arzt holen. Morgen kommt jemand um alles mit uns zu besprechen. Wollte sogar ins Krankenhaus kommen, aber mein Vater ist ganz froh wenn wir das organisieren und alles fertig ist wenn er heim kommt.;)
Zudem waren meine Mutter und ich heute beim Onko-Prof, war gar nicht mal so unerfreulich.. einige Optionen hat mein Vater eben doch noch und er will noch Unfallchirurgen und Orthopäden hinzuziehen, damit das weitere Vorgehen in Sachen Wirbel noch geklärt wird. Operation scheidet zwar aus aber vielleicht kann man doch noch irgendwas tun damit die Lähmungen nicht noch schlimmer werden, bzw nicht durch eine blöde Bewegung oder ähnliches noch mehr kaputt geht... Mein Papa ist jetzt quasi ein rohes Ei... Morgen oder übermorgen wird mit einer neuen Chemo begonnen: Gemzar, da das bei der Chemoembolisation bislang gut angeschlagen hat wird es jetzt als Ganzkörperchemo gemacht.... falls nicht gibt es noch ein paar andere Chemos sowie noch nicht zugelassene Medikamente mit ähnlicher Wirkweise wie Tarceva, wobei er auch das nach der (hoffentlich erfolgreichen) Chemo ruhig weiternehmen soll.... Naja, das macht zumindest wieder alles etwas Mut, auch das der Prof den guten Allgemeinzustand meines Vaters gelobt hat. Ein bisschen geschockt war ich nur, als ich fragte ob jetzt vielleicht doch Avastin in Kombination mit Chemo gegeben werden sollte, das hatte ich nämlich für meinen Vater im Januar abgelehnt, da es bei Plattenepithelkarzinomen zu Lungenblutungen kommen kann. Der Prof hatte mich damals versucht zu beruhigen, dass dies nur bei zentral gelegenen Tumoren so wäre. Heute teilte er uns mit dass die Entscheidung von damals richtig gewesen ist, da eine neue Studie mit nur nicht-zentral gelegenen Plattenepithelkarzinomen frühzeitig abgebrochen werden musste wegen der großen Anzahl von Blutungen.... :eek: puuh!! Bin ich froh, dass ich das durch Zufall gelesen hatte, -das Avastin schein sonst ein so tolles Mittel zu sein... Es steht jetzt jedenfalls auch vom Prof aus nicht mehr zur Diskussion. Irgendwie schade, aber andererseits natürlich auch nicht.... Jetzt heißt es wieder abwarten, aber wenigstens kann mein Vater so lang in der Klinik bleiben bis das mit der anderen Klinik organisiert ist. Vermutlich Anfang nächster Woche. Der zweite Teil des Zyklus kann dann dort in der onkologischen Praxis verabreicht werden. So langsam klärt sich alles ein wenig, selbst die Chemoembolisation in Frankfurt wäre weiterhin möglich- irgendwie sogar direkt in diesen kaputten Wirbelkörper wo der Tumor wächst, mit dem Prof hab ich auch schon telefoniert... aber das wichtigste ist erstmal, dass mein Vater wieder zur Ruhe kommt, ich hoffe dass die Ganzkörperchemo nicht schon zu anstrengend für ihn wird, dann nicht auch noch reisen.... Bin was meinen Paps angeht jetzt wieder recht optimistisch und so ist zur Zeit meine größte Sorge (naja...) dass wir einen ordentlichen Treppenlift genehmigt kriegen und nicht nur so ne Treppenraupe, die schon auf Bildern etwas merkwürdig anmutet, das holpert doch bestimmt total... das kann nicht gut für seinen Rücken sein..... Liebe Grüße Susanne :raucht: |
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hallo susanne,
da bin ich aber froh das ihr es jetzt alles über den pflegedienst organiesiren könnt es kann aber sein das ihr bei den treppenlift was zuzahlen müßt aber vielleicht könnt ihr ja auch einen gebrauchten nehmen wenn er zu teuer wird erkundige dich doch einfach mal bei der pflegekasse u. im internet bei uns hatte letzten einer ein angeboten. ich wünsch euch jedenfalls weiterhin viel glück linde:knuddel: |
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Liebe Namens-Schwester,
ich habe den ganzen thread gelesen und bin fassungslos! Das Schicksal deines Vaters liegt irgendwie ganz und gar auf den Schulter deiner Mutter und dir. Doch wie stark sind eure Schultern? Ich kann mich nur all denen anschliessen, die dir raten, auch mal an dich selbst zu denken, denn du kannst nur soviel an Kraft und Unterstützung weitergeben, wie du selbst (oder eher als Überschuß) zur Verfügung hast. Schaff dir deinen Freiraum um wieder aufatmen zu können, tank deine Batterie auf! Gönn dir dringend eine Auszeit, gerade wenn du nur noch eine Woche hast, bis die Schule wieder anfängt!! Egal was in dieser kurzen Auszeit geschieht, es wird geschehen! Ob mit oder ohne deine Anwesenheit. Das ist kein Egoismus sondern ein lebensnotwendiger Schritt für dich!! Ich wünsche dir von Herzen, dass du diesen Schritt gehst und sei es nur für ein verlängertes Wochenende! Ich denk an dich! Susanne |
AW: Wenn die Psyche nicht mehr mitspielt....
Mein Vater hat jetzt einen Zyklus Gemzar (1. und 8. Tag) hinter sich und recht gut verkraftet und ist seit Donnerstag endlich in der neuen Klinik, die auch tatsächlich ihr Geld wert zu sein scheint, da sich sehr nett gekümmert wird. Er hat ein schönes Einzelzimmer, Massage und Krankengymnastik wurde auch schon gemacht und nächste Woche startet dann hoffentlich auch die psychologische Betreuung. Leider sieht er zur Zeit nicht wirklich gut aus- der "richtige" Krankenhausaufenthalt ist nicht so wirklich gut gelaufen: Mein Vater hat in Armen und Beinen recht viel Wasser eingelagert und so richtig geht es trotz Wassertabletten nicht vorwärts. Er hatte die letzten Tage ein blutdrucksenkendes Mittel bekommen und seitdem wurde es jeden Tag schlimmer. Das Mittel wurde jetzt aber abgesetzt und auch sonst einiges an seinen Medikamenten geändert, was auch dringend nötig war! Schon im vorletzten Krankenhaus wurden ihm statt der Tarvor 1.0 plötzlich 2.5 gereicht und das zweimal am Tag, so dass er teilweise tagsüber total sediert war, nachts aber trotzdem wach und Panikattacken hatte. In der Onkologie wollten sie es dann wieder runtersetzen, das ging dann aber nicht mehr, mein Vater ist jetzt süchtig nach dem Zeug. Ständig hatten wir genau das versucht zu verhindern, jetzt ist es soweit. Er hat nachts die halbe Station aufgemischt, einen Krankenwagen verlangt etc, so dass die Schwestern a) froh waren, dass er nicht laufen konnte und ihm b) einen Pfarrer zum Reden gerufen haben, da sie sich nicht mehr zu helfen wussten und ihm kein Arzt mehr Beruhigungsmittel mehr geben wollte, bei 5.0 war Schluss. Außerdem nimmt er ja noch 30mg Amineurin und Zoloft ein.... Er selbst erinnert sich auch gar nicht mehr richtig... oder will nicht... Sie haben dann mit diesem blutdrucksenkenden Mittel begonnen, da es als Nebenwirkung hat dass Beruhigungs- und Schmerzmittel besser wirken und haben ihm zudem die Tavor regelmäßig statt bei Bedarf gegeben, morgens, mittags und abends.... Mein Vater war dann den ganzen Tag wie im Tran, hat dauernd die Augen verdreht und ist im Satz eingeschlafen, hat nichts mehr richtig mitgekriegt aber das Personal hatte etwas ruhigere Nächte.... Meine Mutter und ich hingegen haben jedesmal beim Besuch einen Schock bekommen- vor allen Dingen wenn uns mal wieder keiner gesagt hat was sie mit meinem Vater gemacht haben und er konnte uns ja kaum was berichten, war gar nicht bei sich....
Jetzt ist er endlich in der Reha Klinik, Tarvor gibts wieder bei Bedarf, Amineurin und Blutdruckmittel wurden abgesetzt , zur Nacht gibt es eine Schlaftablette, nette Menschen die sich kümmern und mein Vater guckt wieder fernsehen, will seinen Laptop mitgebracht und einen Internetanschluss haben. Gut sind seine Nächte zwar immer noch nicht, wir hoffen alle auf die langersehnte psychoonkologische Therapie in Kombi mit ordentlichen Medikamenten. Zusätzliches Problem ist im Moment noch die Atmung, er bekommt schlechter Luft, hat einen ganz aufgeblähten Bauch. Durch das viele Sitzen und Fentanyl ist seine Verdauung sehr schlecht, er bekommt viel Movicol was bei ihm sehr bläht. Mit so einem Bauch kann man nicht tief einatmen... Es wird jedoch alles unternommen um ihm Erleichterung zu verschaffen, leider wächst der Bauch trotzdem schnell wieder. Trotzdem sind wir froh, dass kein Wasser im Bauch oder in der Lunge sind. Der Tumor hat ihn nie am Atmen gehindert, hoffentlich ist er es auch jetzt nicht..:eek: Heute haben meine Mutter und ich uns einen Tag "frei" genommen"- seine Schwester besucht ihn. Wir versuchen stark zu sein und ihm nichts übel zu nehmen, aber er ist in den letzten Tagen/Wochen recht fies zu uns, scheucht uns nur umher, besonders meine Mutter, die natürlich auch ganz besonders darunter leidet. So wirklich einfach ist das alles für uns ja auch nicht und neben allen Sorgen haben wir ja noch den ganzen organisatorischen Krams am Hals. Seine Krankheit können wir ihm nunmal nicht abnehmen... aber alles andere versuchen wir doch. Zu allem Überfluss hat sich die kaputte Heizung im Bad (die im Erdgeschoss die Flurwand wässert) als komplett marodes Rohrsystem entpuppt (bei dessen Diagnose auch noch eine Wasserleitung angebohrt wurde), es muss alles raus- fürs Wochenende wurde uns wenigstens die Badewanne gelassen. Danach heißt es vermutlich 14 Tage nur mit Gäste WC leben. Jetzt heißt es mit der nächsten Versicherung diskutieren, gestern haben wir die Baumärkte der Region (nach Krankenbesuch) abgeklappert auf der Suche nach einer neuen Wanne, gerade war ich im Baustoffmarkt in der Hoffnung von unseren Fliesen Nachschub zu ergattern.. klärt sich Montag. Sowas braucht jetzt echt kein Mensch, aber wenigstens ist mein Vater gut versorgt. Und wie verschwindend gering ist das Problem eines kaputten Bads gegen den Rest... Ach wär doch nur das Bad kaputt.... Liebe Grüße Susanne |
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Liebe Susanne,
wie sehr würde ich dir wünschen, dass nur das Bad kaputt wäre. :knuddel: Nehme dich mal in meine Arme. Denke oft an dich und deine Familie. Was macht ihr alle für eine schlimme Zeit durch. Etwas erleichtert war ich eben schon, als ich gelesen habe, dass der Rehaaufenthalt wenigstens einen ganz kleinen Erfolg vermeldet. Sicher seit ihr ständig mit großer Angst und der Ungewissheit ins Krankenhaus gefahren, was denn schon wieder bei deinem Vater alles schlecht gelaufen ist. Wenn er nun aber seinen Laptop haben möchte und auch mal in die Fernsehröhre schaut, hoffe ich sehr, dass es ihm psychisch etwas besser geht und das würde eine kleine Erleichterung für dich und deine Ma sein. Es tut mir sehr leid. Würde dir so gern helfen können. Nun aber zu meinem Standardsatz an dich: Vergiss dich bitte nicht und nimm dir wenigstens ab und an ein wenig Zeit für dein Leben! Herzliche Grüße Heidi |
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Liebe Heidi,
ich danke dir für deine lieben Worte und doch ist nach einem kurzen Telefonat schon wieder alles anders und ich könnte wahnsinnig werden... Nach Gespräch mit meinem Vater, meiner Tante und einem Pfleger frage ich mich ob ich einfach zu verbohrt bin um zu akzeptieren dass es zu Ende geht oder ob man wenn wenn man meinen Vater nicht kennt bzw ihn schon die ganze Zeit behandelt einfach anders einordnet?! Vor 4 Wochen war der Tumor in der Lunge stabil und die Metas geschrumpft, vor drei Wochen war der Wirbel kaputt aber Gespräch mit OnkoProf zeigte durchaus noch Therapieoptionen auf und keinen akut lebensbedrohlichen Zustand. Zudem hat er ja keinen ausgesprochen schnell wachsenden Tumor- soweit jedenfalls mein Laienwissen und Äußerung des OnkoProfs. Bis vor ca einer Woche war die Welt im Rahmen ihrer Möglichkeiten noch in Ordnung, gesunder Appetit, Chemo, Option auf Reha... Dann kam die stärkere Panik, das komische blutdrucksenkende Mittel, das Wasser, der dickere Bauch, die schlechtere Atmung.... Jetzt in der neuen Klinik auf der unsere Hoffnung für seine Psyche ruhen ist auf einmal nur noch die Sprache von seiner weit fortgeschrittenen Krankheit- okay das kannten wir ja schon, so reagierte ja fast jeder neue Arzt in der letzten Zeit... aber plötzlich (nach einer recht wachen Nacht) kommt alles vom Tumor, die schlechtere Atmung, gestern gaben sie ihm noch Morphinspritzen wg der Panik, heute hat er plötzlich sooft danach gefragt, dass sie aufgrund der erhöhten Schmerzen sein Pflaster erhöhen (mehr Schmerzen?!) und wg der Angst 6 mal pro Tag Tavor 1.0 geben wollen. Ich versteh das alles nicht, fühl mich schon wieder völlig überrannt und hilflos, mein Vater ist schon wieder nicht mehr bei sich.... Wird er jetzt schon auf sein Ende vorbereitet? Gestern war er relativ fit- da hatte er aber auch relativ wenig Tavor und Morphin intus... Ich erlebe meinen Vater seit 18 Monaten täglich, ich sehe täglich welchen Einfluss all diese Medikamente auf ihn haben, seinen Hang soviel zu nehmen wie er nur kriegen kann, die positive Wirkung die eine halbe ASS 100 Tablette haben kann, wenn sie ihm als Tavor untergeschoben wird (in Absprache mit dem Hausarzt in unserer Verzweiflung als er immer mehr wollte)... Vermutlich sollte endlich aufhören zu grübeln und zu kämpfen und akzeptieren dass es zu Ende geht.... Traurige Grüße Susanne :weinen: |
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Liebe Susanne,
ich glaube ihr solltet noch mal bei den Ärzten nach fragen ob sich der tumor verändert hat u. warum es deinen Vater wieder schlechter geht, aber gibt die Hoffnung nicht auf. ich wübsche euch viel Kraft u. umarme dich:knuddel: linde |
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Ach, liebe Susanne :knuddel:,
ich hatte wirklich gehofft, du (natürlich auch deine Ma) könntest ein paar Stunden/Tage mal tun was DU möchtest und was dir Freunde macht und deine Gedanken mal in eine positive Richtung schicken. Ein wenig kommt es mir ja bekannt vor (meine Ma mit ihrer Depression im letzten Herbst - hatte ich ja schon erwähnt) ... immer, wenn ich meinte etwas Luft holen zu können, war wieder was Neues und es hat mich unheimlich Kraft gekostet. Bei dir ist es ja viel schlimmer ... wünsche dir wirklich, dass deine Kraftreserven ausreichend sind ... weiß gar nicht mehr was ich schreiben soll ... ich drück dich von ganzem Herzen! Ganz liebe Grüße Heidi |
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Mein Papa darf jetzt endlich wieder glücklich sein. Ohne Schmerzen, ohne Atemnot und ohne Angst. Papa ich liebe dich!
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Liebe Susanne,
meine herzliche Anteilnahme. Ich wünsche Dir und Deiner Mutter ganz viel Kraft für die schwere Zeit, die vor Euch liegt. Stille Grüße Heike |
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Liebe Susanne,
Zitat:
Einen stillen Gruß und viel Kraft für die schwierige Zeit jetzt schickt Dir und Deiner Mutter Marianne P.S.: Wann immer Du reden möchtest - Du weißt wie und wo Du mich erreichen kannst. |
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Liebe Susanne,
es fällt schwer, die richtigen Worte zu finden. Ihr habt gehofft, gekämpft und nun verloren? Ich setze bewusst dieses Fragezeichen, denn natürlich hast Du Deinen Varer verloren, Deine Mutter ihren Mann. Doch irgendwann gelingt es, wenn etwas Zeit vergangen ist, sich an Schönes zu erinnern, denn das geht nie verloren, das bleibt und wird irgendwann wieder einen Platz in Eurem Leben haben. Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und Stärke für die vor Euch liegende Zeit. Michaela |
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Liebe Susanne,
gestern hatte ich dir noch Stunden/Tage gewünscht in denen du Kraft auftanken kannst und mal das tust, was dir gut tut. Es war doch Hoffnung da und seine seelische Verfassung doch auch besser ... über Nacht kann es oft anders werden. Ihr durftet bei ihm sein, ein schwacher Trost. Ich nehme dich in meine Arme und wünsche unendlich viel Kraft. Traurige Grüße, Heidi |
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Liebe Susanne,
es tut mir so leid. Worte können jetzt nicht trösten und nicht helfen - leider. Stiller Gruß destiny68 |
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Ich danke euch so.
Ich kann es immer noch fassen. Bei all dem was wir jetzt zu organisieren haben, kann ich nicht glauben dass wir das für meinen Papa machen. Der liegt doch nur im Krankenhaus und kommt bald wieder nach Hause oder ruft gleich an. Es tut so unglaublich weh, dabei hab ichs noch nicht mal richtig verstanden. Heute war ein Bestattungsunternehmen da, die Anzeige erscheint morgen, wir waren auf dem Friedhof und haben ein schönes Grab im Friedpark ausgesucht und einen kleinen Kirschbaum gekauft, der auf das Grab gepflanzt wird. Er mag so gerne rotes Obst, besonders die dunkelroten Kirschen eines ehemaligen Nachbarns, deshalb hatten wir ihm vor zwei Jahren auch ein Bäumchen zum Geburtstag geschenkt, dass er im Garten eingepflanzt hat. So eins bekommt er jetzt auch. Vielleicht können wir schon im nächsten Sommer mit ihm Kirschen essen... Und wir haben Musik ausgesucht. Morgen ist der Termin mit dem Pfarrer und das Sanitätshaus kommt und holt alle Sachen ab, die schon geliefert waren. Ich hab alles in die Garage verbannt, wir haben alle Medis in der Apotheke abgegeben. Die Krankheit soll endgültig aus dem Haus verschwinden, nur Papa soll bleiben und der ist einfach überall... warum ist er blos nicht mehr bei uns?! Mich überfallen dauernd Erinnerungen, schöne wie schlimme, Fragen, Zweifel. Ich wünschte ich könnte jetzt wo alles vorbei ist nochmal ganz offen mit ihm bereden... Denke immer wieder, dass jetzt der Krebs doch tot ist und mein Papa wieder fit zur Tür reinkommt. Was habe ich doch für wirre Gedanken... Meine Eltern haben heute ihren 31. Hochzeitstag, was könnten wir doch eine glückliche Familie sein....... |
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Da kann man nicht die richtigen Worte finden, aber den Schmerz den du empfindest kann ich sehr gut nachempfinden.
Ich wünsche euch so sehr, dass Ihr das alles durchsteht! Mein herzlichstes Beileid:pftroest: :pftroest: Du hast schlimmes hinter dir und leider nun auch noch vor dir und dafür wünsche ich dir und deiner Familie viel Kraft!!! Alles Liebe Tanja |
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