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beirut 09.06.2009 23:07

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Hallo,
bei meinem Vater habens sie wieder etwas endteckt (Nieren und Lungenbereich) er hat vor 6 jahren Darmkrebs gehabt und zwar im dritten Stadium und sozusagen dem Tod grad nochmal davon gekommen.
Ich würde jetzt gerne wissen ob das schon jemand überlebt hat, weil er ist schon 58 Jahre jung.
Und ich würde gerne wissen, wie eine Chemo ist. ich habs zwar mitbekommen aber doch damals zu jung es zu verstehen.
Und ob es andere Möglichkeiten gibt, Krebs zu "heilen" außer Chemo?



Ich bedanke mich im Voraus!

Jutta 10.06.2009 06:58

AW: Vorsorge für Angehörige
 
hallo beirut,

es wäre besser, würdest du einen eigenen Thread eröffnen.
Hier in dieser Rubrik geht es um die "Vorsorge für Angehörige" und dein Beitrag kann somit ohne Antworten untergehen.

Jutta 24.06.2009 07:57

Wieder mehr Rektum-Ca
 
Ärzte Zeitung, 22.06.2009

Wieder mehr Rektum-Ca

Fast-Food-Verzehr hat um Faktor fünf zugenommen

LUDWIGSHAFEN (eb). Die Sterberate an Darmkrebs ist dank vieler Maßnahmen nahezu überall rückläufig. Demgegenüber berichten US-Epidemiologen jetzt bei Erwachsenen unter 50 Jahren eine deutliche Zunahme vor allem von Rektum-Ca (3,5 Prozent pro Jahr für Männer, 2,9 Prozent pro Jahr für Frauen) und linksseitig lokalisierten Karzinomen (Beobachtungszeitraum: 1991 bis 2005).
Die Wissenschaftler führen das auf eine massive Gewichtszunahme junger Menschen in den letzten Jahren zurück, die mit einem um den Faktor fünf gestiegenen Verzehr von Fast-Food und Soft-Drinks einhergeht (CEBP 18 (6), 2009 1695).

Die Studie macht überdeutlich, dass massives Übergewicht ein weiterer wichtiger Risikofaktor für die Entstehung des Darmkrebses ist. Auch hierzulande ist eine zunehmende Übergewichtigkeit Jugendlicher zu beobachten. Die Stiftung LebensBlicke warnt: Um zu verhindern, dass auch bei uns in den nächsten Jahren dieser Trend auftritt, müssen wir jetzt und nachhaltig handeln.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=554242

Wasserdrachin 21.07.2009 14:53

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Hi,

meine Mam hat ja auch das Cowden-Syndrom. Ich hab es geerbt (daher mein Brustkrebs). Meine Schwester hat es nich, sie hat im Gegensatz zu mir auch Kinder.

Was ich allen Angehörigen von Darmkrebsfällen sagen möchte, ist:

GEHT ZUR VORSORGE!

Eine Darmspiegelung lässt sich verschlafen, mit der richtigen Portion Dormicum. Das tut nicht weh, ist wichtig und nicht zu vernachlässigen.

Ich muss es jedes Jahr machen lassen (Mein Darm ist schon voller "Hausfreunde") und ich muss sie unter Kontrolle halten.

Meine Mutter hatte Darmkrebs dadurch...das Ding war so groß wie eine Männerfaust und der halbe Dickdarm ist seitdem weg.

Also:
Wehret den Anfängen und schaut auf Euch!

Eure
Wasserdrachin

Jutta 23.09.2009 08:36

Mehr Vorsorge
 
Ärzte Zeitung, 22.09.2009

Rückgang von Darmkrebs in Deutschland erwartet

HAMBURG (dpa). Darmkrebs könnte wegen verbesserter Vorsorge in den kommenden Jahren in Deutschland deutlich zurückgehen. Voraussetzung sei, dass möglichst viele Menschen ab dem 55. Lebensjahr die Darmspiegelung nutzen, sagte Professor Herbert Koop aus Hamburg dort im Vorfeld der Jahrestagung der Gastroenterologen und Viszeralchirurgen.

Bei Männern wird ein Darmkrebs-Rückgang um 13 Prozent erwartet, bei Frauen um 16 Prozent.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=567202

Jutta 01.10.2009 16:41

Erster Bluttest für Darmkrebs
 
25.09.2009

Erster Bluttest für Darmkrebs in Deutschland erhältlich


Mehrere deutsche Labore werden am 1. Oktober 2009 einen Darmkrebs-Bluttest basierend auf Epigenomics‘ patentgeschütztem Biomarker mSEPT9 einführen. Unter den ersten Laboren, die den mSEPT9-Test für Darmkrebs Gastroenterologen, Allgemeinmedizinern und Patienten in Deutschland anbieten werden, sind die Labore Krone (Bad Salzuflen) und Limbach (Heidelberg), sowie die Medizinischen Versorgungszentren Dr. Stein (Mönchengladbach) und Dr. Eberhard & Partner (Dortmund).

Die Einführung in Deutschland erfolgt am 1. Juli 2010.

Epigenomics hat gestern in einer Pressekonferenz über den medizinischen Nutzen des mSEPT9-Biomarkers beim Nachweis von Darmkrebs in Blutproben berichtet und wie dieser Test helfen könnte, bestehende Hindernisse auf dem Weg zu einer effektiven Darmkrebs-Früherkennung zu überwinden. Die Pressekonferenz fand im Rahmen des diesjährigen gemeinsamen Multidisziplinären Kongresses von ECCO (European Cancer Organisation) und ESMO (European Society for Medical Oncology) in Berlin statt.

In zahlreichen klinischen Studien mit insgesamt mehr als 3.000 Teilnehmern konnte Epigenomics zeigen, dass die methylierte DNA des Septin9-Gens (mSEPT9) in Blutplasma ein aussagekräftiger Indikator, oder Biomarker, für das Vorhandensein von Darmkrebs ist. Auf dieser Grundlage wurde es möglich, Tests für die Früherkennung von Darmkrebs zu entwickeln, die lediglich einer einfachen Blutprobe bedürfen und helfen könnten die größte Hürde in der Darmkrebs Früherkennung zu überwinden – die mangelnde Akzeptanz bei Patienten.


Quelle: http://www.journalonko.de/newsview.php?id=3604

hope38 01.10.2009 16:56

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Liebe Jutta!
Das ist sehr interessant und sicherlich ein Meilenstein in der Früherkennung. Meinst Du, auch wir könnten dadurch auf die Koloskopien irgendwann verzichten? Wenn zB die "magischen 5 Jahre" rum sind?

Liebe Grüße,
Leena:knuddel:

Jutta 02.10.2009 07:00

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Liebe Leena,

es wäre schön, würde dies gehen. Wer weiß, vielleicht schneller als wir denken. Die Forschung geht viele neue Wege, doch leider dauert es immer soooo lange bis alles getestet, ausgewertet und dann genehmigt wird.

chaosbarthi 02.10.2009 12:44

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Hallo Leena,

ich denke nicht, dass man durch diesen Test auf Koloskopien verzichten könnte. Die Koloskopie hat den Vorteil, dass dort auch die "noch" gutartigen Adenome, die Polypen, gesehen werden. Viele von ihnen können während der Untersuchung abgetragen werden, bevor sie einen Schaden angerichtet haben.

Sich auf diesen Test zu verlassen, würde bedeuten, dass den Adenomen grundsätzlich die Chance zur Entartung gegeben würde. Damit wäre meiner Meinung nach keinem von uns geholfen.

Liebe Grüße chaosbarthi

hope38 02.10.2009 13:15

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Liebe Chaosbarthi,
da hast Du natürlich Recht. Wäre zu schön, wenn man einen Test erfinden könnte, der sogar schon kleinste Polypen durchs Blut zeigt, nicht wahr:rolleyes:. Ein Wunschdenken...leider:undecided

Liebe Grüße,
Leena

Jutta 06.01.2010 07:00

AW: Vorsorge für Angehörige
 
Ärzte Zeitung, 04.01.2010

Studie belegt
Nutzen von Darmspiegelungen


HEIDELBERG (dpa). Wer sich regelmäßig einer Darmspiegelung unterzieht und dabei erkannte Krebsvorstufen entfernen lässt, erkrankt nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) seltener an Darmkrebs.

Krebsvorstufen können bei regelmäßigen Darmspiegelungen oft schon frühzeitig erkannt werden. Die Heidelberger Forscher hatten den Nutzen der Darmspiegelung nach Angaben vom Montag bei rund 3300 Saarländern erfragt. Zuvor hätten nur Daten aus klinischen Studien vorgelegen. Der Untersuchung zufolge wurden bei Menschen, die sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzogen hatten, "viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von Darmkrebs" gefunden. "Insbesondere im linken Bereich des Darms ist das Risiko für Darmkrebs und seine Vorstufen drastisch vermindert", erklärten die Wissenschaftler. Die Ergebnisse unterstrichen das große Potenzial der Darmspiegelung für die Früherkennung von Darmkrebs.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=582429

Jutta 08.02.2010 19:12

Trüber Apfelsaft und sogar Bier enthalten krebspräventive Stoffe
 
Ärzte Zeitung online, 05.02.2010


Trüber Apfelsaft und sogar Bier enthalten krebspräventive Stoffe

HEIDELBERG (bd). Regelmäßiger Konsum von Äpfeln oder Apfelsaft reduziert möglicherweise das Risiko etwa für Darmkrebs. Das geht aus den Ergebnissen epidemiologischer Studien hervor. Aber auch Bier enthält offenbar krebshemmende Substanzen.

Erforscht hat diesen Zusammenhang auch die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Clarissa Gerhäuser aus Heidelberg. Die Forscherin hat unter den Apfelsaft-Polyphenolen die oligomeren Procyanidine - vor allem als Inhaltsstoff von Schokolade bekannt - als wichtigste darmkrebspräventive Substanzklasse identifiziert. Über das Potenzial dieser Substanzen hat sie bei einer Veranstaltung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg berichtet. So gelang mit trübem Apfelsaft und Apfelsaftextrakt im Tiermodell für Darmkrebs eine bis zu 50prozentige Verringerung der Krebsinzidenz.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=587548

Jutta 15.02.2010 17:08

Ehrgeiziges Programm gegen Darmkrebstod
 
Ärzte Zeitung, 15.02.2010

Ehrgeiziges Programm gegen Darmkrebstod

"1000 Leben retten" - 60 Institutionen engagieren sich im Rhein-Neckar-Kreis für Darmkrebs-Früherkennung
LUDWIGSHAFEN (mm). Mehr als 60 Unternehmen, Kliniken, Kommunen und Organisationen im Rhein-Neckar-Kreis haben sich in kurzer Zeit in das Darmkrebs-Vorsorgeprojekt "1000 Leben retten" eingeschrieben.


Ihr gemeinsames Ziel: Sie wollen Mitarbeiter und Bürger zu mehr Darmkrebsprävention anhalten. Seit Anfang Januar läuft die Initiative der "Stiftung LebensBlicke", die sich zum Ziel gesetzt hat, in den kommenden drei Jahren 1000 Menschen vor dem Darmkrebstod zu bewahren.
"Allein in der Rhein-Neckar-Region erkranken pro Jahr etwa 2000 Menschen an Darmkrebs und über 750 sterben daran", sagt Dr. Dirk Wuppermann, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Stiftung LebensBlicke.

Bei rechtzeitiger Diagnose betrage die Heilungschance fast 100 Prozent. Bislang scheuen sich viele Menschen vor einer Darmkrebsvorsorge. "Viele denken sofort an Darmspiegelung und winken ab", berichtete Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der "Stiftung LebensBlicke". Besonders Männer seien von Präventionskampagnen schwer zu erreichen. Die Erfahrung zeige, dass Präventionsangebote, die in Unternehmen starten, eher akzeptiert werden. "Wenn der Chef mit gutem Beispiel vorangeht, ziehen die männlichen Angestellten meistens mit", ist Riemann überzeugt.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=588649

Jutta 19.03.2010 16:18

Darmreinigung: freie Sicht dem Koloskopiker
 
Ärzte Zeitung, 19.03.2010
Darmreinigung: freie Sicht dem Koloskopiker

Die Koloskopie ist der Goldstandard zur Früherkennung von Darmkrebs. Moderne Trinklösungen erleichtern den Patienten die zuvor unverzichtbare Darmreinigung. Darmkrebs steht in den westlichen Ländern bei den tumorbedingten Todesursachen auf dem zweiten Platz. Dabei lässt er sich durch Screening zu über 80 Prozent verhindern. Der Goldstandard für die Früherkennung ist die Koloskopie, da sie gleichzeitig Diagnose und Behandlung (Polypektomie) von Neoplasien erlaubt.

Mittlerweile reichen zwei Liter der Lavage-Lösung
Vom Natriumphosphat nehmen Patienten in Deutschland standardmäßig je 45 Milliliter am Vorabend und am Morgen der Untersuchung, dazu weitere Flüssigkeit, um eine Dehydration zu verhindern. Vom PEG mussten die Patienten früher die große Menge von vier Liter bewältigen, doch hat sich das inzwischen mit der Markteinführung einer Kombination aus PEG plus Vitamin C geändert: Damit sind zwei Liter Spüllösung ausreichend (plus zwei Liter klare Flüssigkeit). Die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen DGVS empfiehlt sie in einem Positionspapier

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/...spx?sid=594353

mahanuala 19.03.2010 17:37

AW: Vorsorge für Angehörige
 
hallo jutta

sieht so aus, als ob du diesen thread für mich eingestellt hast ;)
ich bin angehörige und ich habe nächsten donnerstag eine koloskopie, so halb vorsorgemäßig (habe darmbeschwerden die der hausarzt seit jahren als reizdarm abtut aber eine internistin lieber abklären will).

nun meine frage:
was muß ich dem arzt im vorgespräch sagen, damit ich diese vereinfachte variante bekomme?
soll ich das positionspapier ausdrucken und mitnehmen?

da mir die internistin gesagt hat, das mit den flüssigkeiten sei das schlimmste (ich werde mich ja bei der spiegelung sel´bst *wegbeamen* lassen)...
hab ich etwas magengrummeln davor, hatte sowas noch nie :(

da ich das vorgespräch erst am mittwoch habe frage ich mich schon, was da so alles auf mich zukommt :
ich kann immer schlecht "nix essen" und wollte abends noch sport machen...

liebe grüße
mahanuala


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