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elpida 29.11.2005 19:26

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo Anna,

Du irrst Dich, es gibt doch noch ein paar Leutchen mehr,die sich Gedanken um Deine Gesundheit machen (nämlich wir hier).
Auf jeden Fall ist es gut, daß Du Deine Reise nach Kopenhagen antrittst.
Ging es Dir nach Deinen Ausflügen und Reisen nicht immer eine Zeitlang wieder besser?

Ich wünsche Dir viele schöne neue Eindrücke und eine möglichst schmerzfreie Zeit dort.

Liebe Grüße Bärbel

Natchen 29.11.2005 20:43

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo zusammen,

Anna, da kann ich Bärbel nur beipflichten. Gerade wir machen uns grosse Gedanken um deine Gesundheit. Sonst würden wir auch nicht soviel fragen. Sorry wenn ich dich mit meinem Geschreibe schon wieder genervt habe. Ich glaube ich bin ganz gut im Fettnäpfchen treten!!! Bitte nicht böse sein.

Manni cremt sich seinen Hals immer mit Bepanthol Lotion ein, doch jetzt kommen die letzten 5 Bestrahlungen! Seine Blutwerte (ich schreibe das jetzt mal auf) Leuko´s = 3,0 und die Thrombo´s = 89. Finde ich nicht gerade berauschend. Aber es gibt nur ein´s "Er schafft das schon" Ganz viel Glaube, Kraft und Hoffnung.

Bärbel, das mit Chantal kann ich nur zu gut verstehen. Ich bin schliesslich auch mit Senta mal zur Hundeschule gegangen und dann war da noch Manni, der (fast) nichts von Hundeerziehung hält! Es sollen ja schliesslich glückliche Hunde sein. So wie unsere Kinder, Enkelkinder und natürlich Hühner, die kriegen auch jeden Tag was Besonderes.

So, ich mag nicht mehr. Im Moment habe ich ganz viel ???? Ich weiss nicht was. Entschuldigt wenn ich das so aufschreibe.
Renate

Siko9 29.11.2005 23:49

AW: Cup-Syndrom
 
liebe renate,

du nervst mich nicht!!!!!!! muss ich dir noch ganz schnell vor dem ins bett gehen schreiben. danke dass du an mich denkst und dich um mich sogst :remybussi

liebe bärbel,

auch dir sage ich danke fürs an mich denken und sorgen :remybussi , ich weiss ich bin nicht immer leicht zu "handhaben", aber ich meine es nicht böse.

wünsche allen eine ruhige und schmerzfreie nacht

anna

Natchen 01.12.2005 11:20

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo zusammen,

wollte mich mal kurz melden. Anna, vielen Dank für die schönen Bilder. Mache mir jetzt doch ein wenig Sorgen mehr um Manni, sprich Essen oder wohl eher nicht. Hat den ganzen Vormittag Zeit und kriegt nichts runter. Fresubin nur nach der Waage!!! Hals feuerrot und auch sonst fühlt er sich ziemlich ko. Liegt tagsüber viel auf dem Sofa vor dem Kaminofen und abends fängt er dann ein wenig an zu buddeln. Hauptsächlich in der Stube.

Jeder hat seine Art und Weise mit dem Krebs umzugehen. Der Betroffenene selbst, Angehörige und Freunde. Von vielen Freunden werde ich nur direkt angesprochen und nicht in Manni´s Gegenwart.

So, jetzt muss ich noch ein wenig Hausarbeit machen und dann wartet schon der 2. Job auf mich.

Viele liebe Grüsse
Renate

Siko9 01.12.2005 12:29

AW: Cup-Syndrom
 
liebe renate,

es tut mir sehr leid, dass es deinem mann so schlecht geht
und ich drücke euch ganz doll die daumen, dass bessere tage
kommen.
ich denke auch, dass dein mann nicht nur körperlich leidet,
sondern auch die seele tut weh. es ist nur ganz langsam zu
begreifen, dass man nicht mehr so kann wie früher.

ich habe morgens auch so meine probleme in schwung zu
kommen. habe heute allerdings schon ein paar kleinigkeiten
gebügelt und fange gleich erst mal an zu frühstücken !!!

liebe grüsse euch allen

anna

PS: das mit den bildern habe ich lange geübt und dann hats gefunkt, bin eben nicht mehr so schnell im denken.

elpida 01.12.2005 20:07

AW: Cup-Syndrom
 
Liebe Anna,

schimpf, schimpf: Frühstück um 13.29 Uhr!!!!!.
Aber ich verstehe natürlich, daß es oft schwierig für Dich ist erstmal in die Pötte zu kommen (ich habe das Bügeln schon vor 30 Jahren fast völlig
dran gegeben, bei mir wird alles glatt zusammengelegt :D )
Ist der Koffer für die Reise schon gepackt?

@liebe Renate,

es tut mir sehr leid für Euch, daß Manni im Moment nicht gut dran ist, es
ist aber bestimmt "normal" bzw. war zu erwarten bei der Kombi von
Bestrahlungen und Chemo, das schlaucht schon gewaltig. Und wie Anna
auch schreibt - vielleicht ist er derzeit auch in einem seelischen Tief.
Ist sein Hals innerlich oder äußerlich gerötet?. So wie Du sagst darf er ja
mit Lotion einreiben. Ich bin der Meinung in dem Fall ist es so: viel hilft auch viel.
Mit dem Essen und Fresubin mußt Du wirklich am Ball bleiben, auch wenns schwer fällt.
Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts.

Liebe Grüße Euch allen
Bärbel :winke:

Siko9 01.12.2005 23:05

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben,

ja bärbel der koffer ist schon gepackt und
morgen gehe ich früh zum doc spritze abholen
und nachmittags zum friseur. frau muss ja
gut ausshen :D . so "präpariert" müsste ich
die reise schaffen :)

was ich euch schon immer mal fragen wollte,
weiss jemand was mit barbar los ist, bzw.
ihrem mann. ich habe schon sooo lange nichts
von ihr gelesen. hoffentlich nichts ernstes?

nun wünsche ich allen eine gute nacht und
schlaft gut

anna

Natchen 02.12.2005 10:32

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an alle zusammen,

ich bedanke mich bei euch allen für die liebe Anteilnahme. Wir zählen schon die Bestrahlungen, jetzt sind es noch 3 Tage und dann kann er sich erholen. Sie sind wirklich sch..... Er hat 2 Tage nur gelegen, Stimme ist weg, Hals von aussen stark gerötet und die Haut löst sich ab. Von innen sind endlich wieder die Blasen da!!!! Da war einfach nichts zu machen mit Essen, aber er hat ein wenig Fresubin getrunken. Das mit dem viel eincremen macht er auch schon. Er schläft seit 2 Tagen in der Stube, da sein Hals besser die Wärme ab kann, sonst reisst sie noch mehr ein und spannt wie hollee. Kann kaum noch irgendetwas an Bekleidung in der Umgebung Hals haben alles tut ihm weh. Heute spricht er schon wieder, die anderen Tage waren einfach schlimm. Aber jetzt kann es nur besser werden. Heute noch, dann zwei Tage Pause ist auch nicht schlecht. Hat meine Mama auch (Dialyse).

Ich hoffe, das es dann besser wird. Kopfschmerzen hatten sich gestern auch breit gemacht. Ich weiss, ich kann ihm nichts abnehmen. Letzt habe ich stattdessen Trübsal geblasen. Inzwischen weiss ich, dass uns das nicht weiterbringt, weil ich dann nicht so normal mit ihm reden kann.

Ihm ist schon wieder kalt und er hat sich auf´s Sofa vor dem Ofen gelegt. Klar, er hat ja auch nichts mehr zum verbrennen nach der Gewichtsabnahme in dieser Woche!!!

Anna, es freut mich, dass du schon wieder gefrühstückt hast. Denk an mich beim nächsten Frühstück. Kannst für mich ja ein schönes Nutella-Brötchen (WERBUNG) mitessen. Mmmhhh lecker. Jeder hat so seine Zeit!!! Bügeln mache ich auch nicht, nur im Sommer die T-Shirt. Ansonsten bequem bequemer am bquemsten!!!! Ich wünsche dir ein paar schöne Tage in Kopenhagen und bring was Schönes mit. Braucht auch nicht so teuer sein!!! :lach:

Liebe Grüsse und ein schönes Urlaubswochenende
Renate

elk 04.12.2005 14:51

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben

wie ich geslesen habe geht es euch allen soweit gut (wenn man das so sagen kann),

liebe renate,

das mit dem geschmack hatte mein papa auch ,der hatte sich angewöhnt immer griesbrei zu essen,das ging eigentlich ganz gut ,der war ja auch nahrhaft,und den konnte er ganz gut essen,und ich der hat ihm auch einigermaßen geschmeckt,


wünsche euch allen einen schönen 2.Advent


gruß elke

Siko9 04.12.2005 22:58

AW: Cup-Syndrom
 
hall ihr lieben,

ich bin zurück und leider haben mich auf der anreise
die schmerzen eingeholt und der erste tag war gegen
ende nur noch eine quahl und ich lag um 17.30h im
bett. der heuteige tag war leidlich und so konnte ich
ich doch ein wenig die stadtrundfahrt geniessen.

ich hoffe euch ging es besser und auch ich wünsche noch
einen schönen zweiten advent gehabt zu haben.

gute nacht

anna

Geli-Emilie 06.12.2005 21:54

AW: Cup-Syndrom
 
Liebe Renate,

ich denke, ich habe eine riesige Portion Humor in die Wiege gelegt bekommen, aber, ob Du es glaubst oder nicht: ich sitze grade hier, habe Gänsehaut und heule. All Deine Schilderungen von Mannis Befinden kommen wieder hoch, wenn ich das alles hier lese. Ich weiß ganz genau, wie es Deinem Manni gerade geht. Und das will ich nie, nie wieder nochmals durchmachen. Bevor ich mich ans Antworten begeben habe, bin ich erst mal an die frische Luft gegangen und einmal um den Block und tief durchgeatmet. Ich bin richtig aufgewühlt. Nun habe ich mir ein Alt-Bier geholt und erzähle Dir mal, wie es mir in der letzten Bestrahlungsphase ging. Wie gesagt, die ersten 30 Bestrahlungen von den 72 Gy gingen noch ganz gut. Dann wurde wirklich nur das rohe Fleisch bestrahlt. Draußen war es kalt, und wenn ich zum Auto musste und der Wind hat mir das Seidentuch gegen den Hals geblasen, klebte es fest, beim Lösen blieb die Haut hängen und das Blut floss in Rinnsalen den Hals runter. Nach der 39. Bestrahlung traf ich mit zusammengebissenen Kiefern im Edeka-Markt zwei meiner Turnschwestern, die mich fragten: "Na Geli - wie lang musst Du denn noch bestrahlt werden?" - Und plötzlich, als ich daran dachte, dass mir nur noch eine letzte bevorstand, brach alles aus mir raus. Ich konnte nur noch schluchzen: "Es ist vorbei, ich bin so gut wie fertig." - Mit der mühsamen Selbstbeherrschung war es endgültig vorbei, ich stand dort und heulte wie ein Schlosshund. Und die beiden Freundinnen haben mitgeheult. Muss schon ein merkwürdiger Anblick gewesen sein, wie wir drei Frauen im Geschäft standen und Rotz und Wasser heulten. Vorher habe ich ja nichts und niemanden an mich rangelassen und immer nur bei jedem Tröstungsversuch gedacht: "Ach, schwätzt ihr nur, ihr habt eh' keine Ahnung und versteht garnichts." Da hilft auch nichts. Ich ziehe mich zurück wie eine verletzte Katze. Die will auch nicht gestreichelt werden, wenn es ihr schlecht geht. Vor allem kann man sich in dieser Situation überhaupt nicht vorstellen, dass sich dieser Zustand jemals wieder bessert. Das konnte mir auch keiner einreden. Es heißt nur: Augen zu und durch.

Die letzte Bestrahlung war in der ersten Februarwoche in diesem Jahr. Bei raipa z. B. haben sich die Beschwerden wohl viel schneller gebessert als bei mir. Überhaupt habe ich festgestellt, dass männliche Haut wesentlich widerstandsfähiger ist als unsere zarte Schicht. Erst vor kurzem habe ich angefangen, wieder Speisen als solche identifizieren zu können. Euer Weihnachten/Silvester wird auch mit Salbei gefeiert werden, nehme ich an. Aber ehrlich: Weihnachten 2006 ist auch bei Euch wieder Sekt angesagt. Raipas humorvolle Ausführungen kommen auch aus der bösen Erfahrung der Therapie. Der mag das auch nicht wiederholen. Da bin ich mir ganz sicher. Wir wissen, was auf Manni noch zukommt mit Mundtrockenheit, Geschmacksverlust, Kälteempfindlichkeit usw., aber wir können Euch nur sagen: wir haben's überstanden, und Manni wird das auch tun.

Och Gottche, was sind da schon die paar Barthaare, die mal 'ne Weile fehlen? Ich habe als Belohnung meine Halsfalten weitgehend verloren. Dank Radio/Chemolifting. Andere geben ein Heidengeld für so eine Schönheitschirurgieaus, ich bekam es anstandslos von der Krankenkasse bezahlt. In den letzten zwei Wochen hatten es meine letzte Zimmernachbarin und ich geschafft, zusammengelegt zu werden (harter Kampf mit der Station), und sie (Edith) hat zur gleichen Zeit mit der Halsbestrahlung angefangen wie ich und hatte auch 40 Termine. Ihre Hinterkopfhaare gingen zuerst aus. Als ich ihr sagte, wie Scheiße sie aussieht, wenn sie die Haare von hinten fönt (sie hatte langes Haupthaar, da fiel der untere Haarausfall gar nicht auf), meinte sie, da sollte ich mich erst mal mit meinem Kurzhaarschnitt von hinten im Spiegel angucken, ich sähe ja aus wie Karl Napp. Oh, wie Recht sie hatte! Ich hatte nur noch ein Käppi auf. Morgens hat sie mich immer begrüßt mit "Gudde Morsche Kall". Dass wir zusammen waren, hat uns beiden sehr geholfen. Ihr Mann hat ja so sehr mit uns gelitten. Er fing immer gleich an zu heulen, wenn er zu Besuch kam: "Ach Gottachgottachgott, ihr armen Mädchen - was müsst Ihr alles durchmachen". Das Elend konnte er kaum ertragen. Wir haben ihn dann immer versucht, ihn aufzuheitern ("Ooooch, du aaarmer, aaarmer Matthias - muddu doch net heule...!") und Edith war richtig froh, dass sie sich zum Schluss doch noch dazu aufraffen konnte, stationär zu bleiben, weil sie es einfach zu Hause nicht mehr ausgehalten hat mit dem Mitleid. Im Doppelpack waren wir auch für die Ärzte richtig gut zu ertragen. Bei der Visite waren wir immer zuletzt dran, obwohl unser Zimmer mitten in der Flurreihe lag "Damit ich einen positiven Feierabend haben und mich zum Schluss nochmal bei Euch über die andern Patienten ausheulen kann" meinte unser Stationsarzt.

Glaub' mir, Renate, alles wird besser! Gelle, raipa??? Die Tipps von ihm sind richtig: Zitronen und Fruchtsäfte, Alkohol etc. meiden. Aber das hat er schon selbst gemerkt. Schließlich bleibt eigentlich nur das Fresubin. Das muss halt runter. Sonst geht Manni runter (mit dem Gewicht). Jetzt noch die PEG-Sonde einzusetzen ist natürlich Quatsch. Der Eingriff wäre im jetzigen Zustand nur eine Zusatzquälerei. Ich wünsche Manni jedenfalls, dass er sich ähnlich schnell wie raipa erholt. Und immer dran denken: die Zeit geht rum, und dann immer aufwärts. Ich versprech's ihm!

Üüüübrigens:
@Bärbel: danke nochmals für Deinen Tipp mit der Lactulose. Regelmäßig eingenommen hilft es endlich wirklich. Zusätzlich bekomme ich noch MCP-Tropfen. Siehste: SO muss 'n Darm aussehn, dann klappt's auch mt dem ... (äh) Stuhlgang!

@ Anna: ich hatte eine spannende Schilderung vom Kopenhagenaufenthalt erwartet. Mensch! Das nächste Mal machste das besser, gell? Ich wünsche Dir herzlich, dass endlich eine Besserung eintritt! Mach' mal hinne!

Und was ich heute

Übrigens

Geli-Emilie 06.12.2005 22:15

AW: Cup-Syndrom
 
Huuups, ich wollte doch nur auf "Vorschau" klicken, und dann ging die Post ab. Ich war doch noch gar nicht fertig mit meinem Kurzbericht. Nun wollte ich mich doch noch ein bisschen über meinen jetzigen Zustand ausheulen!!! :weinen: :weinen: :weinen:

Heut' hab' ich schon die reinste Odyssee hinter mir. Ab 8.15 Uhr beim Orthopäden. Mittlerweile kann ich ja sagen: sorry, Leute, ich kann leider nicht zu den Andern ins Wartezimmer. Viel zu gefährlich die Ansteckungsgefahr nach der Chemo - sonst warte ich ja gerne :engel: - aber bitte, bitte lassen Sie mich heute gleich vor. Ei ja klar! Na bitte, geht doch! Angefangen mit Schulter röntgen. Arthrose isses net. Sondern Subacromiales Impingementsyndrom der Schulter. Aha. Mit andern Worten: der Spalt des Schultergelenks ist durch die lange Zeit von Muskelstilllegung nach der OP viel zu eng geworden und zwängt die Schultersehne ein. Fühlt sich an, als hätte man mir ein Nadelkissen im Gelenk implantiert. Eigentlich sollte man nicht gegen den Schmerz arbeiten, aber jetzt muss die Sehne wieder frei werden. Ist mir schon angekündigt worden, dass das sehr weh tun und noch eine ganze Weile dauern wird. Jetzt müssen die Schultermuskeln gekräftigt werden. Und jeden Tag Hanteltraining/Theraband. Eigentlich wollte ich ja heute anfangen, aber das war mir dann doch zu viel für heute.

Ganz nebenbei habe ich dann noch erfahren, dass ich mein rechtes Handgelenk gar nicht verstaucht, sondern gemäß Röntgenbild eine initiale Radiocarpalgelenksarthrose habe, die ggfls. operiert werden muss. Kann ja nicht mal eine Kanne Kaffee mit rechts transportieren oder einschenken. Aber schon wieder OP-Raum von innen angucken? Oh nein, so schnell nicht wieder. Dann lieber Handgelenksbandagen so lange wie möglich tragen und auf Kaffee verzichten. Aber wer hilft mir beim An- und Ausziehn? Brauche ewig und 1000 Flüche!

Die Schleimbeutelentzündung am rechten Hüftgelenk ist ebenfalls im Ultraschall schön zu sehn. Als ich später bei meinem Therapeuten war, um mir neue Termine zu holen, meinte er nur, ich könne von Glück reden, dass ich kein Schäferhund bin.

Wo ich schon mal dabei war, mir Diagnosen einzusammeln, dachte ich mir, ich könnte endlich mal in der Unfallklinik vorbeifahren, weil noch ein Gutachten vom linken Knie gemacht werden musste (wegen meines Fahrradunfalls im letzten Jahr), um festzustellen, ob mir dafür Zusatzrente von der Unfallkasse Hessen zusteht, habe ich mich dort vorgestellt. Stimmt ja auch, dass die ganze Sache nicht 100-%-ig in Ordnung ist. Kann nicht in die Hocke gehn, wenn ich morgens wach werde, blockiert erst mal das Knie, kann nicht lange laufen, nicht schwimmen... und trotzdem meinte der Arzt, das sähe doch alles ganz gut aus. Als ob gutes Aussehen alles wäre. Ich hatte schon immer schöne Knie! Nachdem ich ihm vorgejammert habe, wie es bei mir finanziell aussieht, nachdem ich nun leider nur noch Vollerwerbsunfähigkeitsrente bekomme, hat er bedenklich sein Haupt gewiegt und gemeint: "Tja, also, wenn man genauer hinschaut... stimmt, sooo gut sieht das gar nicht aus. Da muss ich wohl noch etwas umformulieren."

Wenn ich dafür Rente bekomme, wird das eh' nicht so viel sein, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Mal sehn, was dabei rauskommt.

Aaach, was geht die Zeit so schnell rum. Diese Woche ist auch schon so gut wie vorbei. Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag je eine Weihnachtsfeier. Freitag die von meiner Arbeitsstelle, da soll ich auch noch offiziell verabschiedet werden mit ein paar warmen Worten vom Chef. Davor graut es mir jetzt schon. Als ob das Drumrum nicht schon schlimm genug wäre. Habe ihn aber gebeten, es kurz und eher humorvoll zu machen. Ich hoffe, er hält sich dran. Am Samstagmorgen geht's dann ab nach Dänemark. Und wenn ich dann zurückkomme aus der richtigen Kälte, wird mir das mittelhessische Klima wieder viel einfacher vorkommen. Wenn man nämlich in wärmere Gefilde fährt, kommt einem das Heimkommen noch schlimmer vor, finde ich. Ach, ich freu' mich einfach drauf. Das hilft, die heutigen Zusatzdiagnosen leichter zu ertragen. Eigentlich hätte es mir gereicht, was ich sowieso schon habe. Aber ich bin zum Glück kein Schäferhund.

Nach Dänemark habe ich hoffentlich Erfreuliches zu berichten. Und dann lese ich hier vielleicht, dass es Euch allen wieder viel, viel besser geht. Das wünsche ich Euch allen herzlich!

Bis dahin ganz, ganz liebe Grüße von Geli

:1luvu: :1luvu: :1luvu:

Geli-Emilie 06.12.2005 22:40

AW: Cup-Syndrom
 
Kleiner Tipp noch für Manni: ich hatte bei meinen äußeren Verbrennungen eine Tinktur aus Weidenrinde (oder war's Birke?? Glaube eher, Weidenrinde. Aber das wissen die im Krankenhaus). Gibts auch in der Apotheke, wird wie Tee in Wasser aufgeweicht. Anschließend die Tücher in die ausgesiebte Flüssigkeit eintauchen und 20 Minuten auf den entzündeten Hals legen. Kühlt angenehm. Dazu muss aber das Zimmer sehr warm sein, sonst friert man sich dumm und dusselig und wird nicht mehr warm. Anschließend habe ich Silber-Violett (ich glaube, so hieß die blau-silbrig-schwarze Flüssigkeit, die nicht mehr aus den Klamotten geht, wenn's daneben tröpfelt - und bitte nicht wie ich es getan habe, in den Kiefer schütten, kriegt kein Zahnarzt mehr richtig weg) aufgetragen. Sieht kriminell aus, lindert aber den Schmerz. Baby-Öl kann helfen und natürlich Bepanthen-Salbe. Wenn möglich sollte der Schurf aber trocknen. Daher das Silber-Violett. Das war's, was ich noch sagen wollte.

Und jetzt: guats Nächterli!!! Kann mich nicht mehr gut konzentrieren, mir fallen keine Behandlungsbezeichnungen mehr ein, auch Folge von Chemo/Radio: Konzentrationsschwierigkeiten
:schlaf: :schlaf: :schlaf:

Siko9 06.12.2005 23:30

AW: Cup-Syndrom
 
hallo @lle miteinander,

seht mal wer da noch vorbeigekommen ist...

und für euch ganz viel kraft mitgebracht hat

eine angenehme nachtruhe ohne schmerzen und leid

wünscht euch

anna

Natchen 10.12.2005 11:32

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an alle zusammen,

habe eine recht arbeitsreiche Woche hinter mir. Darum habe ich mich auch nicht gemeldet.

Geli, vielen Dank für deinen Worte. Vieles habe ich hier im Forum gar nicht schreiben mögen. War einfach zu hart. :weinen: Es hat sich so vieles in der letzten Zeit geändert. Es gibt einiges vorüber ich gar nicht schreiben mag. Aber mit den Beschwerden hast du vollkommen recht. Zum Glück hat mich die Arbeit von zu Hause raus geschmissen. Den Hals zu sehen, wie erledigt er immer war nach der Bestrahlung vor allen Dingen die letzte Woche. Vom Essen wollen wir gar nicht erst reden. Am Anfang hielt sich sein Gewichtsverlust noch in Grenzen, aber jetzt geht es rapide abwärts. Das Essen ist für ihn eine richtige Qual geworden. Vieles geht ja gar nicht mehr. Dann kommt immer noch hinzu, dass er sich mal etwas wünscht und anschliessend landend es dann bei den Hühnern oder Hunden.

Nichts bei denken, aber ich schreibe jetzt ziemlich durcheinander. Es wühlt mich auch sehr stark auf, wenn ich an die letzten Bestrahlungen denke. Seine Stimme blieb weg. Von Erkältung oder Bestrahlung keine Ahnung. Die Leutchen, die ihn immer aufgemuntert haben, sprich Enkelkinder konnten wegen Erkältung nicht kommen. Es gibt Tage, da kann er was essen und am nächsten Tag ist wieder genau das Gegenteil. Dann geht nicht mal das Fresubin und leider helfen auch alle guten Ratschläge und was weiss ich nichts. Ist Luft!!! Gut, dass wir unseren Gewichtsverlust nicht zusammen rechnen müssen!!! Eine Situation werde ich nicht vergessen. Wir waren abends noch los um was leckeres zu holen. Und dann sassen wir beide vor unseren Tellern und nichts ging. Aber wir haben geredet und geredet und dann wurde der Teller doch leer!!!

Mit der Wärme hast du vollkommen recht. Die war in letzter Zeit schon enorm. Zum Glück haben wir Holz und können damit heizen. Das waren Temperaturen!!! Du glaubst es nicht. Er friert schon seit einiger Zeit unheimlich schnell. Was mich jedoch beunruhigt, sind seine (wenn´s ihm schlecht geht) weissen Hände und dann auch noch eiskalten Hände. Die kalten Hände hat er zwar jetzt auch noch immer. Die Blutwerte haben sich auch noch nicht normalisiert.

Am Hals kann er immer noch nichts dran haben. Er musste dann gezwungenermassen von mir ein T-Shirt anziehen, weil es schön weit ausgeschnitten war. Nicht mal einen Kuss geben war drin!!! Aber das Heilen geht wirklich schneller beim Mann!!!

Wie gesagt auch sein Rhythmus hat sich gewaltig verändert. Ich gehe ins Bett und er fängt an so kleine Dinge zu machen. Doch bei vielen Dingen merkt er die Überanstrengung. Zittern, schlapp auf den Beinen und was weiss ich noch alles.

Aber da fällt mir gerade mal was ein. Hast du auch Schweissausbrüche beim Essen? Die hat er nämlich. Darum fällt es ihm auch so schwer. Tee kann er schon gar nicht mehr sehen, egal welcher alles schmeckt gleich. Ich frage mich bloss, wie mache ich demnächst Frikadellen? Ich kann die nicht abschmecken, brrrrrr, und Manni hat keinen Geschmack mehr. Na denn Prost Mahlzeit.

In der heissen Phase (kannste wörtlich nehmen) habe ich versucht mit ihm über die positiven Dinge zu reden, ging aber nur bedingt. Der Tagesablauf hatte sich dann wieder verändert. Schläft bis in die Puppen, isst nicht, fährt zur Bestrahlung, kommt wieder, schläft und wird dann irgendwann wach. Isst ein wenig. Fresubin will er nicht trinken wegen der Verstopfung!!! Schmerzmittel helfen nicht mehr. Dann bekam er was Opiatähnliches. Keine Wirkung ausser den Nebenwirkungen. War schon ganz schön besch..... die Zeit.

So, jetzt habe ich aber genug gejammert. Es gibt noch so viele Dinge, aber ich mag jetzt einfach nicht mehr darüber schreiben und nachdenken. Vieles was ich geschrieben habe, darfst du nicht so ernst nehmen. Das ist mein Schutz!!! Es ist schön zu wissen, das es auch Leute gibt, mit denen man über alles reden kann. Tobias war und ist auch ein Kandidat, aber leider mag ich ihn auch nicht so damit belasten. Hat ja schliesslich noch sein Studium vor Augen. Von ihm habe ich es am wenigsten erwartet, aber er ist der Hartnäckigste von unseren Söhnen. Hat aber auch immer einen Trost auf Lager. :kuess:

Dann kann ich dir in Bezug auf deine Untersuchungen und Ergebnisse nur ach lassen wir das lieber. Die Gedanken die ich gerade dazu hatte waren leider nicht ganz astrein. Ich dachte an einen schönen gepflegten Rollstuhl!!! :zunge: Vielleicht kannste ja was austauschen? Es gib doch auch bei Reifen "runderneuerte" oder wie auch immer das heisst. Ich hoffe nur du verstehst diesen Spass, denn das Leben ist ehh schon hart genug. Ich fühle mit dir, aber ich mag und kann das wohl alles gar nicht in Worte fassen. Alles Liebe für Dich. :kuess:

So, Anna, wie war dein Ausflug? Ausser der erste Tag und die schönen Bilder??? Leider hast du nicht viel von deiner Reise geschrieben. Wie war das Wetter? Ich stelle es mir nur kalt vor und dann würde ich schon zu Hause bleiben. Hast du ein paar schöne Einkäufe tätigen können? Stadtrundfahrt hört sich gut an. Schildere doch mal ein paar von deinen Erlebnissen und Eindrücken. Wie sieht es bei dir aus? Was macht das Essen und die Schmerzen, liebe Anna? Ich freue mich wieder von dir zu lesen.

So, jetzt ist erstmal Schluss für heute. Muss gleich noch an die Arbeit und wieder Ideen für unsere Stube mit nach Hause bringen!!! Dann hat der ALTE was zu tun.

Ich wünsche allen einen wunderschönen und schmerzfreien Tag
Renate

elk 11.12.2005 00:09

AW: Cup-Syndrom
 
liebe renate

es macht einen traurig wenn man liest was du schreibst,deine gefühle und deine sorgen und gedanken kommen mir sehr bekannt vor,ich denke das du versuchst stark zu sein und es auch bist ,das sollst du ja auch sein denn du brauchst deine kraft für euch beide,bei euch ist es im moment so wie es bei meinem papa auch war,mama mußte im hochsommer die heizung auf volle kanne stellen damit papa nicht fror,obwohl er 2 pullis und eine thermounterhose untre seiner normalen hose trug,dazu ein paar normale socken und noch wollsocken dazu,ich kann dich gut verstehen du hast im moment eine schwere zeit,ich hoffe du kannst wenigsten nachts etwas schlafen,was ein sehr naher angehöriger eines an krebs erkrankten menschen leistet kann sich nur derjenige vorstellen der das schon mal durchlebt hat,und ich merke an mir selber das man auch nach dem sterben des geliebten menschen den man umsorgt hat,eine sehr lange zeit braucht um das alles tu verarbeiten,ich habe zwar nicht mehr den schlimmem herzschmerz wenn ich meinen papa vermisse,aber gerade in letzter zeit habe ich sehr oft tage wo ich weinen muß und ihn so sehr vermisse,für mich hat sich das thema krebs mit dem tod von meinen vater nicht erledigt,es wird mich mein leben lang begleiten,

in einem buch habe ich gelesen, das die harte trauer ein jahr dauert,und wenn man danach immer noch probleme hat sollte man sich helfen lassen,aus meiner familie weiß auch keiner das ich im grunde doch noch sehr oft weine, mache ich aber nur wenn ich für mich ganz alleine bin ,denn ich möchte keinen belasten,die haben auch alle genug letztes jahr mitgemacht,aber trauer kann man nicht abstellen wenn ein jahr vorbei ist oder?aber hier kann man ja sein herz ausschütten und hier wird man getröstet und es wird mut gemacht,

und den mut liebe renate möchte ich jetzt dir machen,du durchlebst jetzt im moment auch eine sehr schlimme zeit,aber du hast ja noch die hoffnung das es bei deinem mann ja auch bald wieder viel besser gehen kann ,und das wünsche ich euch von ganzem herzen (den vielen anderen hier natürlich
auch )

liebe leute ich wünschen euch einen schönen schmerzfreien 3.advent

liebe grüße elki

Natchen 11.12.2005 00:57

AW: Cup-Syndrom
 
Liebe Elki,

vielen Dank für die wirklich trostspendenden Worte. Aber ich kann dir nur das Gleiche zurückgeben. Auch du wirst es schaffen. Eine Bekannte von uns hat eine schwere Zeit hinter sich. Erst die Scheidung, dann den Tod ihres Sohnes durch einen Verkehrunfall, dann abermals den Verlust eines Ehemannes nach einem Herzinfarkt. Sie hat sich nie wieder davon erholt. Man sieht es ihr äusserlich nicht an, doch das Innere macht ihr da einen Strich durch die Rechnung. Wenn sie uns sieht, fängt sie an zu weinen. Ihr Sohn hiess wie unser Sohn und war auch in dem gleichen Alter und sie waren auch noch befreundet! Welch Ironie des Schicksals!

Ich weiss wirklich nicht, ob ich die Stärkere bin. Es gibt viele Dinge, die lassen mich zweifeln. Wir haben die Tage der Bestrahlung gezählt und jetzt????? Manchmal hoffe ich, dass Manni zu einem Seelenklempner geht. Er sondert sich teilweise beim Essen ab. Isst nicht mit uns sondern lieber alleine. Dann spricht er nicht so viel über seine Gefühle. Ich stehe da im Regen. Aber er bzw wir schaffen das. Es hilft nur der Glaube, Kraft und Hoffnung. Auch dir wünsche ich von ganzem Herzen, dass du lernst mit dem Tod deines Vaters ins Reine zu kommen. Jeder muss seinen Weg gehen. Das hört sich vielleicht alles sehr abgedroschen an, aber so sehe ich es. Auch mir graut vor den Dingen die noch auf uns zu kommen werden, doch wenn wir alle zusammen halten, dann schaffen wir es. Wir müssen nur daran glauben.

Tja das SCHLAFEN, es ist jetzt schon besser geworden. Nur in den wirklich besch..... Tagen haut es nicht so richtig hin. Aber dann stelle ich mir was schönes vor und dann klappt das!!!

Ich war noch nicht selber betroffen, so dass ich wohl nicht mitreden kann. Angst habe ich auch davor. Meine Mutter ist Dialyse-Patientin. Jetzt Manni. Die Söhne, die Auto bzw. Motorrad fahren und dann die Enkelkinder.

Wenn du das Gefühl hast, deine Trauer ist noch zu schwer, dann solltest du dir vielleicht helfen lassen. Ist leichter gesagt als getan. Ich habe auch viele Ausreden gebraucht oder andere dafür verantwortlich gemacht, bis ich wusste, das ich an mir selber arbeiten muss. Erst dann fing die eigentliche Therapie an.

Auch ich wünsche einen schönen dritten Advent
Renate

raipa 11.12.2005 22:04

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo Renate,

muss Dir und Deinem Männi natürlich doch mal kurz schreiben.
Die Zeit gerade jetzt ( die ersten wochen nach der Bestrahlung) sind besch...
echt. ...und keiner kann nachfühlen was man/frau da durchmacht.
Meine Liebste sagte mir später einmal - ich hätte ausgesehen wie ein sehr alter gebrechlichen Mann. Ich selbst habe das gar nicht bemerkt. Na ja - ich hatte auch ca. 15 kg abgenommen und meine Blutwerte waren ( scheintot )
A B E R - ich kann dir versprechen - auch wen es jetzt gerade gar nicht so aussieht - >>>>> von nun an gehts bergauf. Du wirst sehen bis Weihnachten - und das habe ich selbst so erlebt- sind die Blutwerte wieder besser, geht es Deinem Mann wieder besser, wird er auch wieder anfangen zu essen.
Versuche es doch mal mit Suppe - das kriegt er doch am einfachsten runter.
Wenn er ( wie ich ) keinen Tee mehr riechen und sehen kann - auf jeden Fall mehrmals täglich > spülen < ausprobieren was geht. Ich nehme z.B. eine ganz billige Mundspülung aus der (DM) Drogerie. (Die blaue die ist mild). Zum trinken geht Milch oder Kakao ganz gut - wenn mans mag- oder ne Saft Mischung - ich nehme Mango / Wasser halb und halb - hat ganz wenig Säure.
Auch Malzbier ist gut.

OK - soviel in Kürze.

Wir sehen/lesen uns wieder - Ihr werdet sehen - noch 2 Wochen - dann ist das gröbste überstanden.
Das schafft Ihr doch locker - oder :D

Liebe Grüße natürlich auch an alle Mitleser

:) raipa :)

puschka 13.12.2005 15:16

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an Alle,

mein lieber Cousin ist heute morgen um 5:00 Uhr an Krebs gestorben. ICH bin so WÜTEND!!! Auch bei ihm hat man bis zum Schluss nicht herausgefunden, wo der "Herd" sitzt. Überalle Metastasen, wöchentlich neue. Viele in der Wirbelsäule, in der Leber, später dann im Gehirn.

Vor 1 Jahr haben sie bei ihm Krebs bei einem "Abstrich" oder so festgestellt. Sofort in eine Spezialklinik. Dort haben sie dann wieder nichts festgestellt. So ging es die ganze Zeit. Bis vor ca 3 Monaten. Da stellte man diverse Metastasen fest. Er war in der Klinik in Bayer (welche auch immer) und zuletzt in Potsdam. Plötzlich hat er gespürt, dass er es nicht mehr schafft, daher wollte er wieder zurück nach Bayern, da hat es ihm so gut gefallen. Aber er war nicht mehr transportfähig. Er ist auf 43 Kilo abgemagert (Größe 184), konnte nicht mal mehr gewaschen werden, da ihm jede Berührung starke Schmerz bereitete. Die Ärzte haben ihm vor 2 Tagen Morphium gegeben....um es zu erleichtern. Es ging alles so verdammt schnell!!! Ich bin es noch gar nicht richtig fassen...

Warum ich wütend bin? Weil wir wissen, woher er diese Sch...-Krankheit hat! Er war 1999 im Kosovo stationiert. 6 Monate war er da. Keine Frage, es gab viel Geld dafür. Sowas logt junge Menschen durchaus an. Vor 3 Wochen haben die Ärzte in seinem Urin Uran gestgestellt. Einen besseren Beweis gibt es nicht. Aber die Regierung erkennt es nicht an. Bezeichnet es als "Zufall."

Ich musste es mir gerade mal von der Seele schreiben... Es ist wirklich so grausam. Er hinterlässt eine wunderschöne Frau und einen 4-jährigen Sohn...


Puschka

Siko9 13.12.2005 17:15

AW: Cup-Syndrom
 
liebe puschka,

ich möchte dir mein tiefes mitgefühl ausdrücken.
auch mein mitgefühl der jungen frau und dem kleinen sohn. ich frage mich immer, warum ist das schicksal so hart mit manchen menschen?

es berührt mich sehr, wenn ich so etwas lese, denn auch bei mir hat man keinen primärtumor gefunden. ich lebe so vor mich hin, mal gut mal schlechter, in der hoffnung, dass das ende noch lange auf sich warten lässt und dann aber nicht so brutal mit mir umgeht.

bei mir haben sich einige LK`s neu gebildet und ganz spannend wir das CT im januar, mal sehen ob sich etwas getan hat oder stillstand ist? ich hoffe auf stillstand.

um nicht vollens durchzudrehen habe ich wieder eine reise gebucht und zwar eine auf der sicheren seite, nämlich mit der hurtigrute norwegens küste bereisen. ursprünglich wollte ich per transib und flugzeut an den baikalsee, das verschiebe ich auf ein andermal.

ich habe im bekanntenkreis einen jungen mann der war auch, wegen des schönen geldes was es gab, in kosovo, glaube 2 mal für 1/4 jahr oder so.
vielleicht sollte er sich auch mal durchschecken lassen?

liebe puschka melde dich hier wann immer du möchtest, wir sind eine gemeinschaft die für den anderen da sein will.

liebe grüsse auch allen anderen

anna

Siko9 15.12.2005 22:48

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben,

wie muss ich euer schweigen werten? hoffentlich nur
gut und ihr bereitet euch auf die festtage vor.

...und bärbel die kekse reichen nun wirklich, die ihr
da am laufenden band backt. :D

ich wünsche allen eine gute und schmerzfreie nacht

anna

Natchen 17.12.2005 10:54

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo alle zusammen,

liebe Anna, tut mir leid, wenn dir keiner antwortet. Ich habe zur Zeit einiges um die Ohren und dann habe ich mir auch noch in den Finger geschnitten! AUA AUA. Jetzt geht nur noch zwei-finger-system. Zeige jetzt mit dem linken Zeigefinger den Stinkefinger. :o

Manni geht es bis auf ein paar Ausnahmen immer etwas besser. Er sagt aber auch öfters, dass er gerne mal wieder was schmecken möchte. Viele Dinge schmecken ihm einfach nicht!!!! Darum isst er auch so wenig. Nur von Suppen kann er ja nicht zunehmen!!!

Heute abend habe ich etwas mehr Zeit, dann schreibe ich nochmal. Dauert jetzt zwar ewig, doch was soll´s. Viel schlimmer sind die vielen Fehler beim vertippen. Ich komme dann immer aus dem Konzept.

Liebe Grüsse an alle für den lieben Zuspruch
Renate

Siko9 17.12.2005 13:34

AW: Cup-Syndrom
 
hallo renate,

freut mich etwas von dir zu hören. sag mal hattet ihr nicht genug fleisch, dass du den finger auch mit reinschnibbeln musstes? spass :D .

wenn du abends etwas zeit und ruhe hast könnte auch mal das telefon klingeln ;) . dann vertippselst dich nicht so viel. :cool2:

allen liebe grüsse

anna

Siko9 18.12.2005 11:59

AW: Cup-Syndrom
 
...ich wünsche allen einen geruhsamen 4. advent

Geli-Emilie 21.12.2005 20:10

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo zusammen!

Meine Urlaubswoche ist leider, leider viel zu schnell vorbei gegangen!

@ liebe Renate: :knuddel: ich weiß, wie sich Manni fühlt (ich muss ja so oft an ihn denken!!!) Beschissen! Ich kann nur immer wiederholen: im nächsten Jahr gibts zu Silvester KEINEN Salbei-Tee! Es wird KEINE Suppe geben... Nein, nein, nein! FEIERN werdet Ihr dann - aber richtig :prost: :prost: ! Mit allem, war schmeckt und daran denken, wie es ein Jahr vorher war und alles doppelt und dreifach geeee-niiiie-ßen. Aber was nützt das Manni jetzt zu wissen? Er leidet, es schmerzt überall, er friert, bekommt Schweißausbrüche beim Essen, allein schon deshalb, weil das so fürchterlich anstrengend ist, Bissen für Bissen runter zu kriegen. Raipa und ich kennen das zur Genüge. All das ist leider allzu normal in seinem Zustand. Aber: normal ist auch, dass alles, alles besser wird! Unvorstellbar im Augenblick, aber wahr. Du brauchst Dich gar nicht zusammenzureißen, Renate, Du kannst Dich bei uns ausweinen und Dir alles von der Seele schreiben. Das tut gut und hilft Dir auch, Stärke zu gewinnen im Umgang mit Manni. Es ist halt eine ganz, ganz beschissene Zeit für Euch. Ich weiß ja gar nicht, wie ich es noch schaffen soll, Euch optimistischer zu machen.
Ich selbst wollte ja gar nichts mehr hören von Trost. Ich habe wirklich nur gedacht: "Ach, lasst mir doch alle meine Ruhe...". Das ist auch mit Sicherheit ein Grund, dass Manni nicht selbst hier schreiben will.

@ Anna, Raipa, Bärbel: vor meinem Dänemarkurlaub bin ich hier im Forum nachts einmal regelrecht "versackt" und habe in alten Beiträgen gelesen. Ich war schon einigermaßen überrascht, dass Ihr im April schon viel Kontakt mit meiner Schwester (Sabine aus dem Schwarzwald - Schilddrüsenkrebs/Fibromyalgie) hattet (z. B. auf den Seiten 36, 37 und 45 hier im Forum). Sie hat mir zwar damals gesagt, dass sie ein Forum gefunden habe, wo mir geholfen werden könnte, aber das stieß bei mir nur auf taube Ohren. Ich wollte einfach nichts Zusätzliches hören außer dem, was ich von meinen Vertrauensärzten erfahren konnte und wollte. Den Nerv, selbst hier aufzutauchen, hatte ich erst viel später, wusste aber nicht, dass ich zufällig das gleiche Forum gefunden hatte wie Sabine. Manni wird es genauso gehen - er will nicht überhäuft werden mit Ratschlägen. Wäre aber trotzdem schön, später von ihm selbst etwas zu hören. Ich habe es jedenfalls genossen, dass eine Woche lang, als ich in DK war, niemand angerufen hat und gefragt, wie es mir geht. Ich mag einfach keine Auskünfte mehr geben. Hier im Forum ist es natürlich etwas Anderes: hierher begebe ich mich, wann immer ich dazu Lust habe. Und interessiere mich auch intensiv dafür, wie es Euch geht. Aber im Alltag nervt es mich, Fragen beantworten zu sollen. Da bin ich abgelenkt, lese ein spannendes Buch, denke überhaupt nicht an Krankheit, und plötzlich macht mir ein einziger Anruf meine Stimmung kaputt. Nach und nach gelingt es mir jedoch, meiner Familie und Freunden dies klar zu machen, möglichst, ohne ihnen vor den Kopf zu stoßen. Ich sage das hier auch deswegen, damit Ihr Angehörigen versteht, was in uns vorgeht, wenn Ihr Euch von Eurem Partner manchmal "verstoßen" vorkommen solltet. Andererseits: ich selbst würde ja auch keinen Deut anders handeln, wenn ein Anderer krank ist. Ich würde genauso besorgt anrufen und Anteil nehmen wollen. Das sind halt die zwei Seiten im Zusammenleben. Die Besorgnis ist ja auch allzu verständlich. Und wenn niemand anrufen würde? Da wäre ich mir ganz schön einsam vorgekommen, so völlig ohne Interesse meiner Freunde und Familie. Seufz, scheinbar wird man mir nie etwas Recht machen können - ich arbeite an mir.

Kürzlich war ich als Zuschauerin bei einer großen Sportveranstaltung und hatte meine Platzreservierung mitten in der Runde meiner Turnvereinsschwestern. Die viele Aufmerksamkeit war mir derart peinlich - das kann sich überhaupt niemand vorstellen. Obwohl es lieb gemeint war "ach Mensch, guck' mal, da kommt die Geli..." und jeder auch noch auf Tuchfühlung ging, wäre ich am liebsten rückwärts wieder raus gegangen aus der Halle. Und wenn ich irgendwo eingeladen bin mit dem Hinweis: "Die würden sich wahnsinnig freuen, Dich wiederzusehn..." würde ich das Wiedersehen am liebsten ausfallen lassen, weil ich mich so unwohl fühle, "gefeiert" zu werden. Nein, nein, da habe ich mich in Dänemark viel wohler gefühlt. Für meinen Mann und mich ist im Alltag das Thema "Krankheit" überhaupt nicht im Raum. Und das ist auch gut so.

Übrigens: Dänemark war suuuuper! Viel, viel weniger Stress als im Sommer, wenn man bis 22.30 Uhr warten muss, bis die Sonne untergeht. Danach dauerts immer noch über 2 Std bis man vom Untergangsschauspiel heimkommt, zum Schlafen bleibt da wenig Zeit. Im Winter geht um halb vier nachmittags die Sonne unter, dann glüht der Himmel noch 2 Std, anschließend kann unsereins zum gemütlichen Teil des Tages übergehen. Sprich: 45 min im warmen Whirlpool und anschließend an den knisternden Kamin (guuut, dass wir alles gratis hatten, den Normalpreis von 904 EUR in der Woche hätten wir gar nicht bezahlen können). Da Vollmond war und der Himmel durch Meeresreflektion ziemlich hell, waren sogar Nachtwanderungen möglich. Schon irre! Um kurz nach 9 ging die Sonne auf und hielt sich bis zum Untergang am wolkenlosen Himmel. Wegen starkem Wind lagen die Temperaturen um die null Grad, dank richtiger Kleidung optimal. Habe mich prima erholt in der Woche. Nach bereits 1 Tag war die Mundtrockenheit fast weggeblasen durch die hohe Luftfeuchtigkeit. Kaum daheim, war das Problem wieder da.

Dabei hat alles doch ziemlich düster angefangen. Düster allein schon draußen, weil die Abfahrt für 6.00 h morgens geplant war und sogar wahr gemacht wurde. ICH war ja dagegen und wäre erst ausgeschlafen um 10.00 gestartet. Außerdem wollte ich auch nicht mit meinem Auto fahren, weil Bernd seins sowieso verkaufen will, da wäre es nicht so schlimm gewesen, wenn's gekracht hätte. Zudem: wenn man schon die Autobahn direkt am Dorf hat - wer kommt dann auf die Idee, die B3 über Marburg zu fahren, 150 km Landstraße bei Dunkelheit, Nebel, Glätte? Nur weil mein Gatte in den Nachrichten gehört hat, dass im Münsterland Nebel ist (Anm.: der war überall). Also, um des lieben Friedens willen habe ich nicht weiter protestiert und beschlossen, im Auto zu schlafen. Das kann ich allerdings nur, wenn ich mich als Beifahrer nicht so aufregen muss. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Fahrer nicht mit 80 Sachen in die glatten Kurven geht, wenn die Sicht nur unter 50 m liegt.

Übrigens heißt ein Kreisel Kreisel, weil man im Kreis drumrum fährt. Geradeaus fährt man nur, wenn es "Kreuzung" heißt. Irgend etwas scheint Bernd da in der Fahrschule falsch verstanden zu haben. Zusätzlich standen dort noch zwei Warnschilder mit rot-weißen Pfeilern, die bedeuten, dass man vor ihnen rechts rum fährt und nicht beim Hochfahren über die Verkehrsinsel das erste und beim Runterfahren das zweite Schild umfährt. Und was das für schreckliche Geräusche waren!!!! Mein wunderschöner A3! Das war jetzt wirklich das letzte Mal, dass er ihn fahren durfte. Und wie das arme Auto dann so auf der Straße stand mit kaputten Füßen, vorne total hin, unten drunter kaputt, verbogenen Felgen... ich konnte das Elend gar nicht sehn. Tja, das hat die Urlaubsstimmung erst mal sehr getrübt. Und ich hatte es genau kommen sehn... habe ihn noch gewarnt! Antwort: "ooooch, no risk, no fun!" PENG! Bin erstmal raus aus dem Auto, habe mir alle Kommentare mühsam verkniffen, tief durchgeatmet und war trotz allem noch sehr, sehr freundlich und tröstend (hat mich aber viel, viel Selbstbeherrschung gekostet).

Nun, die Polizei kam erst nach 1 Std, der ADAC auch, wir sind heim mit dem Audilein im Huckepack, Auto gewechselt. Um viertel nach 10 sind wir erneut gestartet, natürlich über die A45 wir normalerweise. Im Münsterland schönster Sonnenschein... klar! Warum nicht gleich so? Kommt davon, wenn man(n) nicht auf frau hört. Kostet ihn meine 300 EUR Selbstbeteiligung und die zukünftige Differenz in der Versicherung. Aber sooo diszipliniert wie beim 2. Start habe ich ihn noch nie fahren erlebt. Fast schon schüchtern zu nennen. Für den Rest der Woche hat er kleine Brötchen gebacken und war furchtbar nett, das Crash-Kid.

Dies war jetzt das Neueste aus dem mittelhessischen Hochgebirgsraum - ich habe Hunger. Auf Pizza. Hmmmm! Leider auch trotz intensiver Kuchenesserei kein Gramm zugenommen. Ich arbeite aber weiter an meinem Gewicht.

Liebe Grüße an Euch Alle - lasst Euch nicht unterkriegen!

Herzlichst - Geli


Natchen 21.12.2005 21:28

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an alle zusammen,

Anna, wie immer einen lieben Dank für die schönen Bilder zu Weihnachten. Zum Glück sind die Tagen jetzt nicht so stressig. Bis auf ein paar Ausnahmen. Freue mich schon auf den zweiten Weihnachtstag, dann kann ich endlich mal ausschlafen und keine Verpflichtungen mehr. Sondern nur noch Ruhe Ruhe Ruhe und nichts sehen und hören. Der 1. Weihnachtstag rückt immer näher und näher. Einen Kuchen habe ich noch an Madlen weitergegeben, dann brauch ich nicht einmal in der Küche stehen. Ich koche nicht und mache auch sonst nichts, ausser vielleicht mal schön in die Badewanne gehen und vor dem Ofen auf dem Sofa liegen.

Tja, und dann hoffe ich noch, dass ich meinen dämlichen Verband vom Zeigefinger abkriege. Manchmal bringt er mich noch zur Weissglut. Das pocht da drin. Dann rutscht mir beim waschen grundsätzlich die Seife aus der Hand und dann ab in die Wallachhei!!!

Dank euch habe ich gelernt einigermassen mit Manni´s Krebs umzugehen. Für mich war es nur so schlimm, weil es ihm so schlecht ging und ich konnte nichts machen. Er musste da alleine durch. Wir reden auch nur dann darüber, wenn von ihm etwas kommt. Das habe ich nach langer Erfahrung gelernt!!!! Leider habe ich auch früher viele Fehler gemacht. Doch jetzt warte ich bis er anfängt.

Geli, du kannst mich nicht optimischer stimmen, denn das hast du schon durch die vielen Worte (auch die nicht ausgesprochenen) getan. Ich wollte einfach nur mal alles aufschreiben. Schon das hat mir geholfen. Wenn ich auch noch nach unten gegangen wäre (was auch mal ab und an geschah), dann habe ich halt mit meiner Schwester gesprochen. Die ist sehr sehr nüchtern, dafür aber sehr ehrlich. Dann ging es wieder besser. Nur gelegentlich sprechen wir das was war, was kommt, jedenfalls hat uns der Alltag mit all den kleinen Dingen wieder.

Wie gesagt ihr beide ähnelt euch verdammt stark. Auch er geht vielen Dingen aus dem Wege, obwohl er am Telefon ganz offen darüber mit einigen Leuten spricht. Manni fäng hier eine Sache an und halb zu Ende und schon kommt der nächste Stress. Jetzt zieht Madlen um und wir mussten eine Küche holen. Dann muss ich schon sagen er hilft mir unheimlich viel, bereitet mir für morgens einen Cappu vor, doch von Hausarbeit hält er nicht sehr viel, die fällt jetzt ein wenig unter den Tisch.

Zu seiner Firma ist er allerdings bis jezt noch nicht gefahren, weil der Chef nicht gerade einfach war und sehr hohe Ansprüche stellt. Ich verstehe es, aber jetzt hat ihm sein HA gesagt, dass er wohl auch noch nicht im Januar arbeiten würde. Ich glaube, dass ist seine grösste Sorge. Sein Chef stellt wie gesagt hohe Ansprüche und Manni weiss, die kann er nicht erfüllen und darum fährt er da auch nicht hin. Diese Angst kann ihm aber leider keiner nehmen. Apropo Januar, da kommt wieder eine Untersuchung beim Onkologen (dem ich eine in den Aller..... treten könnte). Als Manni die letzten Bestrahlungen hatte, hat er sich Manni nur aus der Ferne angeguckt und mit den Schwestern von der Bestrahlung (was er gehört hat) gesprochen, aber nie mit ihm direkt!!! Was für ein A..... Sorry, wenn ich das so schreibe, aber ist halt meine Meinung über diesen (mir fällt kein Ausdruck ein) ........!!!!!!

Wir haben zwar keinen Urlaub gemacht, brauchen wir auch nicht, denn wir haben alles in unsere Stromrechnung investiert. :D Unser Haus erstrahlt in einem wunderschönen Licht mit ganz vielen kleinen Lichtern. Ein altes rostiges Fahrrad zählt auch dazu. Manni sagt immer, nur wir haben so eine Beleuchtung und wir würden noch in die Zeitung kommen!!! :cool: Ich finde es einfach genial!!!

Männer und Autofahren, sie wissen alles besser und wenn frau was sagt, dann wird das ignoriert und als Bevormundung angesehen. Ich sage schon nichts mehr und halte meinen Mund. Doch wenn er mal wieder vorbeifahren will, dann sage ich doch schon mal was. Tut mir leid wegen deinem schönen A3, kannst ja meinen Punto haben!!! :laber: Da geht ordentlich was rein. Nur Sommerreifen im Winter sind nicht so gut.

Schön das auch die Mundtrockenheit im Urlaub nachgelassen hat. Dann musst du wohl noch umziehen!!! Manni arbeitet auch daran, doch leider kommen die Gramm´s da auch nicht so drauf. Trotz Brötchen, Weihnachtsstollen mit SAHNE, heute sogar Gemüsereis!!! Spitze nech.

So, ich wünsch allen einen schönen Tag und bis demnächst
Renate

elk 23.12.2005 17:43

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben

wie man lesen kann geht es euch im moment ganz passabel,das ist schön

anna macht auf unserem forum so richtige weihnachtstimmung,nicht schlecht
das hab ich noch nicht drauf,aber schön da du weiter für uns da bist anna,ich denke das du im moment am längsten hier aktiv bist,das ist auch für andere wichtig ,zu sehen man kann mit krebs leben kann

und renate,du hast vollkommen recht das es schlimm ist hilflos seinen lieben gegenüber zu stehen die schmerzen nicht lindern zu können ,aber es ist auch eine erfahrung für die an krebs leidenden zu wissen ,das sie geliebt werden und man sich um sie kümmert,auch wenn es ihnen manchmal unangenehm ist,

so ihr lieben muß jetzt an den herd

bis morgen

elke

Siko9 23.12.2005 21:22

AW: Cup-Syndrom
 
ihr lieben alle,

ich wünsche euch ein schönes und friedvolles weihnachtsfest
und ein gesundes und hoffnungsvolles jahr 2006

liebe grüsse

anna

elpida 23.12.2005 21:38

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo Ihr Lieben,

mein PC war putt, und tut es immer noch nicht so richtig (vielleicht sollte
Anna mal bei mir vorbeischauen :D ).

Die Nachuntersuchung bei meinem Mann war okay (keine Progredienz), das
war unser schönstes Weihnachtsgeschenk.

Ende Januar gehts in die neue Wohnung und wir sind schon kräftig am Ausmisten, nichts mehr mit Plätzchenbacken.
Heilig Abend und am 1. Weihnachtstag muß ich arbeiten, hat aber den Vorteil, daß ich nicht kochen muß, sondern wir eingeladen sind.

Euch allen schöne, geruhsame, schmerzfreie Weihnachtstage

Bis bald
Bärbel

elk 25.12.2005 09:26

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch allen und besonders die an Krebs erkrankt sind eine frohe Weihnachten und eine schöne und besonders schmerzfreie Zeit.
Mögen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Frohe Weihnachten

ELke

Natchen 25.12.2005 22:21

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo alle zusammen,

ich wünsche allen frohe Weihnachten und ein paar wirklich erholsame Tage mit wenig Schmerzen und einfach einem schönen Beisammensein mit den Angehörigen.

Ich werde mir den nächsten Tag nur für mich nehmen und nicht kochen, putzen, arbeiten oder sonst was verbringen sondern nur gammeln und nochmals gammeln.

Bärbel, arbeite nicht soviel!!! Schöne Grüsse auch an deinen Göttergatten. Natürlich auch an jeden anderen hier im Forum und die mir so toll beigestanden haben.

Elke, es ist wirklich schwer einfach nur dabei zustehen und nichts tun zu können. Aber jetzt wird es besser.

Schöne Feiertage an alle
Renate

Siko9 26.12.2005 11:57

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben,

ich hoffe ihr konntet bis jetzt die feiertage geniessen.

mich hat es seit gestern wieder erwischt, sehr starke
schmerzen. es war wohl in den letzen tagen alles zuviel.
immer wieder der hinterkopf, was mir lagsam suspekt
erscheint.

mein koffer ist halb gepackt, kann mich nicht so recht
entschiessen was ich alles mitnehmen möchte, sicher-
lich für 11 tage viel zu viel.

die schmerzen ziehen mich wieder total runter und
ich denke mir, wäre besser ich wäre zu hause geblieben :sad: .

ich wünsche euch allen weiterhin geruhsame tage, ohne
schmerzen und nur freude.

liebe grüsse

anna

Siko9 27.12.2005 20:00

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben,

ich möchte mich für die nächsten 11 tage verabschieden.
meine reise startet morgen. der koffer ist hoffentlich
richtig gepackt? die schmerzen sind immer noch da und
kommen trotz der schmerzmedis durch.

ich bin so ratlos, was soll ich machen, reisen oder
nicht? es geht mir nicht gut. hals, kiefer ,hinter-
kopf und unter dem rechten arm tuts weh. habe das
gefühl ich bekomme fieber.

mal schauen wie es mir morgenfrüh geht? dann entscheide
ich reise oder arzt.

liebe grüsse und hoffentlich geht es euch besser?

anna

elpida 29.12.2005 21:21

AW: Cup-Syndrom
 
Liebe Anna,

ich hoffe sehr, daß es Dir trotz Deiner Schmerzen möglich war zu reisen und
Du derzeit gar keine Möglichkeit hast zu lesen, was die "Zurückgebliebenen"
schreiben.

Allen Anderen geht es hoffentlich zu Hause gut und Gänsebraten und fette Torten sind inzwischen verdaut :D

Mein Mann hat leider seit etlichen Tagen wieder vermehrt Schmerzen, das bedeutet: er hat wenig Appetit, also geht es mit dem Gewicht wieder nach unten. Die Stimmung ist aber trotzdem gut und wir sind in Aufbruchstimmung
wegen des bevorstehenden Umzugs in eine neue Wohnung.

Für Alle hier die besten Wünsche für ein gutes Neues Jahr

Bärbel :winke:

Geli-Emilie 30.12.2005 21:32

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo Ihr Lieben alle zusammen,

ich hoffe, Eure Weihnachtsfeiertage habt Ihr möglichst schmerzfrei und glücklich verbracht und fühlt Euch gut. Ob Anna wohl fahren konnte? Ich hoffe es und drücke fest die Daumen! Hej, Du bist aber auch ein Energiebündel - Chapeau!

Was ich in den letzte drei Tage getrieben habe - das hätte ich selbst bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten: ICH BIN SKI GELAUFEN!!! Na gut - sagen wir mal so: ich war jeweils ca. 4 - 5 Stunden auf der Piste in Hirzenhain/Westerwald und stand auf meinen Skiern. Davon ungefähr 15x den Hang runter = 30 Minuten. Den Rest verbrachte ich in der Liftschlange. Aber immerhin an der frischen Luft. Und ein guter Anfang. Ich bin ganz hibbelich und happy. Daheim ist natürlich alles liegen geblieben, was sich an häuslicher Arbeit angehäuft hat, das will ich nachher noch einigermaßen beseitigen...

aber das tue ich nun doch nicht, denn ich erhielt gerade einen Anruf von einer Kollegin, der mich so furchtbar schockiert hat, dass ich nun eiskalte Hände habe und mir nur noch übel ist. Eine andere Kollegin (in meinem Alter) wurde gestern nach Dienstende von ihrem Mann, der mittags noch Kuchen an der Dienststelle vorbeigebracht hat, nicht abgeholt. Als sie mit ihrem Sohn später heim fuhr, fanden sie den Ehemann/Vater tot im Flur. Auf den ersten Blick Herzversagen. Er war gerade dabei, das Haus zu verlassen. Auch er in etwa meinem Alter. Ich bin ganz durcheinander. Bei der Polizeiweihnachtsfeier Anfang Dezember haben wir noch miteinander gescherzt, er hat mir zu meinem "neuen Leben" gratuliert, beide hatten so herzlich Anteil an meiner Krankheit genommen, und nun das. Dabei ist Ingrids Mutter erst vor ein paar Wochen gestorben. Bei all dem stelle ich mir nun wieder die Frage, was "besser" ist: ein plötzlicher unerwarteter Tod oder eine lange Krankheit vorher, wie es in meinem Fall gewesen wäre, wenn es anders gekommen wäre und ich keine Chance gehabt hätte? Ich weiß es nicht.

Zum Einen bleibt beim unverhofften Tod jeder langfristige körperliche Schmerz erspart, zum Andern ist jede Möglichkeit verbaut, Gedanken auszutauschen, manches zu regeln, was noch zu regeln geht... ich glaube, ich ziehe mir jetzt etwas Warmes an und gehe nochmals an die frische Luft. Hier habe ich im Moment das Gefühl, dass ich ersticke.

Euch Allen wünsche ich von ganzem Herzen einen wunderschönen Jahresanfang und alles, alles Gute im Neuen Jahr, dass es wieder (oder weiterhin) aufwärts geht, dass die Schmerzen verschwinden, dass Euch und Euren Ehepartnern das Leben wieder richtig Spaß macht und dass wir uns im nächsten Jahr wieder in vollem Optimismus hier wieder treffen.

Eure Geli

elk 31.12.2005 16:45

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an alle,

ich wünsche euch von Herzen einen guten Rutsch ins Neujahr.Mögen sich eure Wünsche für das kommende Jahr erfüllen.Mein Wunsch wäre das ein Mittel gegen alle Krebsarten gefunden würde und keine Mensch auf der Welt,diese Krankheit durchleben oder daran sterben muß.

Ich denke an euch alle

liebe grüße elke

Natchen 02.01.2006 10:04

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo an alle zusammen,

wir wünschen allen einen frohes neues Jahr und hoffen es sind alle gut hineingekommen. Mit Sekt haben wir jedenfalls noch nicht angestossen. Aber das macht auch nichts, dann eben dieses Jahr. Bei uns ist jetzt auch ein bisschen Ruhe eingekehrt. Ich brauche nicht mehr ganz so viel arbeiten im Moment. Manni geht es soweit ganz gut, bis auf die paar Kleinigkeiten, wie schlechte Blutwerte, Schmerzen im Oberbauch, fühlt sich oft noch sehr schlapp. Bekommt zur Zeit einiges an hochdosierten Vitaminen und was weiss ich noch.

Er möchte gerne wissen, wann denn endlich der Geschmack wieder kommt. Beim Essen ist es schon merkwürdig, er riecht oft am Essen, um sich vorzustellen wie das wohl schmeckt!!!

Was ihn wohl sehr bedrückt ist wohl, wann er wieder arbeiten muss. Er weiss, dass er zur Zeit noch nicht arbeiten kann. Zumal er auch einen sehr anspruchsvollen Chef hat. 100 Prozent Leistung, am besten wären noch 200 Prozent. Er hat ein grösseres Kälteempfinden, dann wie gesagt friert er schneller, wenn er draussen was macht. Als Kfz-Mechaniker muss er aber auch in der Kälte arbeiten. Bei Gewissen arbeiten kommt er halt immer noch aus der Puste.

Ich weiss nicht, ob es am trinken liegt. Jedenfalls hat er starke Konzentrationsprobleme, vergisst was er gerade wollte oder was hingelegt hat. Dann fällt ihm öfters mal was aus der Hand. Das Trinken ist ja halt so eine Sache, vieles schmeckt ihm einfach nicht mehr oder kann es nicht trinken. Vielleicht kann uns da ja einer von euch helfen.

Liebe Anna, ich hoffe, du konntest deine Reise antreten und sie wird dich ein wenig von all dem Sch.... ablenken. Ich hoffe, du hast nicht so grosse Schmerzen. Vielleicht lassen sie dich ja auch in Ruhe, weil sie wissen, du willst dich jetzt ein wenig ausruhen. Ich wünsche dir ein paar wirklich schöne Tage.

Hallo Bärbel, ich hoffe, das es deinem Mann bald wieder besser geht und ihr nicht zu viel Umzugsstress habt. Das mit der Gewichtsabnahme macht mir auch immer Sorgen bei Manni. Ich hoffe aber, dass dein Mann etwas einsichtiger ist wie meiner und er nicht soviel an Gewicht verliert. Wie gesagt auch die Stimmung bei uns ist gut, es hat sich doch so vieles verändert seit August.

Hallo Geli, du bist mir die Richtige, schreibst uns von deinem schönen Urlaub und unsereins muss zu Hause bleiben und rackern. Aber wie gesagt auch meine Hausarbeit ist liegengeblieben. Ich habe mir schon einen Zettel gemacht, von gerademal 3 Dingen habe ich zwei geschafft. Die betrafen noch nicht einmal den Haushalt!!! Ich krieg noch ´ne mittlere Krise. Manni macht zwar auch ein bisschen sauber, doch bezieht sich das immer nur auf seine neu renovierte Stube. Der Rest bleibt für mich übrig. Obwohl er mir manchmal ganz dolle hilft. Auto frei kratzen, umparken, Hühner und Hunde versorgen. Das sind so seine Lieblingsarbeiten.

Senta hatte Silvester unheimlich viel Stress. Sie ist verrückt nach Knallern und macht einen Heidenspektakel. Das Dollste, sie hat in eine Rakete gebissen. Jetzt hat Senta ein paar Barthaare weniger. Danach war sie etwas ruhiger, bis gestern, als die Nachbarn noch den Rest verknallten.

Hallo Elke auch dir ein frohes neues Jahr. Vielen lieben Dank für die Worte und Wünsche. Klang da auch ein wenig Verbitterung mit heraus???

Ein schönes neues Jahr auch an alle anderen
Renate und Manni

Geli-Emilie 02.01.2006 22:17

AW: Cup-Syndrom
 
Ein glückliches Neues Jahr Euch Allen!

Ja, Elke, das wäre schon toll - endlich ein Mittel gegen diese Scheißkrankheit. Aber leider wird es uns nicht ganz so einfach gemacht. Andererseits können wir froh sein, dass wir nicht vor ein paar Jahrzehnten erkrankt sind, denn damals hätten viele von uns überhaupt nicht erst überlebt.

@ Liebe Renate, an Euch Beide habe ich besonders oft gedacht. Hast Recht: nächstes Silvester wird wieder mit Sekt und tollem Essen gefeiert. Ich habe ein Gläschen um Mitternacht getrunken - hat zwar immer noch gebrannt auf der Zunge und den Schleimhäuten, aber da muss frau durch. Das Altbier ging schon besser runter.

Mannilein muss noch ein bisschen leiden, was den Geschmack angeht :D (sorry - das konnte ich mir gerade nicht verkneifen). Er steht ja grad mal am Anfang vom Ende der Strahlentherapie. Wann der Geschmack wieder kommt? Unterschiedlich. Bei Raipa ging es wohl relativ schnell, wie ich bisher herauslesen konnte, bei mir hat es verdammt lange gedauert, und auch bis jetzt ist noch längst nicht alles beim Alten. Ich dachte schon, bei mir wird es immer so bleiben. Anfang Februar war meine letzte Bestrahlung (ich hatte ja 5 mehr als Manni, nämlich 40), danach war der Geschmack über 9 Monate lang weg. Na gut, hier ist noch zu bedenken, dass ich die Neck-dissection NACH der Radio hatte und danach war das ganze Kinn/Unterkiefer taub sowie bis hin zu den Ohrmuscheln. Nervenirritationen sind geblieben bis jetzt. Wenn ich mich am Nacken kratze, kribbelt es im Kinn. Wenn ich an den Hals fasse, fühlt es sich an, als wäre er aus Hartplastik mit Haut drüber. Auch hier ist das Gefühl noch nicht ganz zurückgekehrt. Aber die Neck-diss. hat Manni ja schon hinter sich. Ich glaube nicht, dass er begeistert wäre von der Vorstellung, dass ihm nun, nachdem das ganze Gewebe verschmort ist, der Gedanke gefallen würde, noch die OP vor sich zu haben. Am Essen riechen hilft nix. Es schmeckt anders als es riecht. Die Geschmackserinnerung ist schließlich noch vorhanden. Und jeder Versuch, etwas zu sich zu nehmen, endet nur in Frustration, weil der Geschmackssinn ganz woanders hin zeigt. Als ob er warnen würde: iss das bloß nicht, es ist das reinste Gift. Bei mir hat alles monatelang geschmeckt, als hätte man Rostpartikel von der Eisenstange gekratzt und ins Essen gemischt, alles war metallisch. Egal, was ich probiert habe. Es war zum Kotzen.

Mir wurde immer nur vom Prof. gesagt, ich solle Geduld haben. Ich konnte das Wort einfach nicht mehr hören. Wollen wir mal hoffen, dass es bei Manni eher so geht wie bei Raipa. Ich habe im Gegensatz zu Anderen auch endlos lange gebraucht, bis die Halshaut wieder verheilt war. Die letzten Bestrahlungen gingen aufs rohe Fleisch. Wenn ich Textilberührung hatte und den Seidenschal vom Hals zu lösen versuchte, klebte das Gewebe fest, und das Blut ist regelrecht in Rinnsalen den Hals runter gelaufen. Das ist ihm zum Glück auch erspart geblieben.

Normal ist auch das Frieren. In der Reha habe ich im Mai einen Schwimmversuch gemacht. Nach ein paar Bahnen bin ich frierend aus dem Schwimmbecken gestiegen. Danach konnte ich mich nicht mehr überwinden, wieder schwimmen zu gehen. Obwohl ich vorher 2x in der Woche im Freibad war (Sommer wie Winter im Außenschwimmbecken mit 25-m-Bahn) und 1000 m geschwommen bin, auch bei 10° minus. Allein der Gedanke daran überzieht mich mittlerweile mit Gänsehaut - brrrr.... und das, obwohl ich immer glaubte, meine Vorfahren seien Eisbären gewesen. Jetzt brauchen wir wesentlich mehr Heizöl als vorher. Wohl dem, der einen Kamin hat und ordentlich feuern kann. Seht mal zu, dass Ihr für den nächsten Sommer genug Holz vor der Hütte habt :lach2:

Übrigens hast Du noch ein weiteres Thema angeschnitten, worüber viele Krebskranke gar nicht aufgeklärt wurden. Die Konzentrationsprobleme liegen NICHT am Trinken. Vielmehr leidet er am sog. "Fatigue-Syndrom". Darüber habe ich auch erstmalig in der Reha (Bad Soden-Salmünster, Rehaklink "Bellevue" - würde ich Manni übrigens heiß ans Herz legen. Die Zeit sollte er noch dran hängen, weil man unheimlich viel lernt und sich prima erholt von den Therapie-Strapazen) etwas erfahren und war anschließend ziemlich beruhigt, als ich aufgeklärt war. Ich war nämlich zwischenzeitlich fest davon überzeugt, dass ich einen Hirntumor hätte. Teils stand ich besten Freunden gegenüber, und der Vorname fiel mir nicht mehr ein. Was habe ich an Sachen rumgesucht, die ich gerade noch vorher in der Hand hatte! Es war mir so furchtbar peinlich, dass ich alles meistens zu überspielen versuchte. Nachdem das Kind allerdings einen Namen hatte, konnte ich aufatmen, weil alles doch im Normalbereich lag. Dieser Zustand kann bis über ein Jahr andauern. Immer noch muss ich mir jeden Text, den ich schreibe, mehrfach durchlesen und übersehe trotzdem oft viele Fehler.

Informiert Euch bitte bei der Krebshilfe. Dort gibt es unter den "Blauen Ratgebern" auch eine Broschüre über das "Fatigue-Syndrom".

Siehe: http://www.krebshilfe.de/neu/infoang...atgeber_51.pdf

Also: aaaalles vööööllig normal. Lange Zeit habe ich überhaupt nicht mehr schreiben können und dachte schon an verspätete Legasthenie.

Noch ein Wort zu seinem Vorgesetzten. Solchen 200-%-igen wäre es zu gönnen, in den Genuss von Krebskrankheiten zu kommen. Kein verantwortungsvoller Arzt würde Manni zum jetzigen Zeitpunkt gesundschreiben. Dafür war die Therapie zu anstrengend und hat viel zu langfristige Nachwirkungen. Die höchste Priorität sollte bei Manni wie bei uns allen die Gesundwerdung haben. Typen wie sein Chef sind eiskalt dabei, auch die zuverlässigsten Mitarbeiter mit einem Tritt in den Hintern zu entlassen, wenn es zu Engpässen kommt. Manni müsste es klar sein, dass er keinen Dank dafür zu erwarten hat, wenn sein Bestreben dahin geht, möglichst schnell wieder an seinen Arbeitsplatz zu kommen und dabei riskiert, dass er zusammenklappt. Fängt er zu früh an aus falschem Pflichtbewusstsein heraus, und kommt es deswegen zu einer erneuten Krankschreibung, wird dies noch negativer angesehen, weil dies dann unter "häufiges Fehlen" fällt. Also: keine Rücksichtnahme, wo sie nicht angebracht ist. Auch dies lernt man in der Reha. Danach habe ich meine eigene Einstellung auch gehörig überdacht. Dort bekommt man auch aktive Hilfe im Umgang mit Arbeitnehmern und wertvolle Tipps im Umgang mit der BfA usw.

Hört mal, Ihr Tierquäler: wenn ich noch ein einziges Mal höre, dass Ihr Eurem Hund Raketen zum Apportieren schmeißt, lasse ich meine Beziehungen bei den Ex-Kollegen spielen, und dann braucht sich Manni demnächst keine Gedanken mehr um den Arbeitsplatz zu machen. IST DAS KLAR???!!!

Ich fass' es nicht! Da tut Ihr immer so, als wären es Eure Kindchen, und dann höre ich sowas. Und dann noch der armen Senta die Schuld geben "sie hat in eine Rakete gebissen" :eek: mit dem anschließenden Kommentar "jetzt hat Senta ein paar Barthaare weniger" hej, das findet Ihr wohl witzig, was? :twak:
"Danach war sie etwas ruhiger" Was sind das denn für Methoden, einen Hund ruhig zu stellen? Das sollte mit Euch mal einer machen!!! Einen Zahnarzt wünsch' ich Euch, der mit solchen Foltertechniken arbeitet. Dann seht Ihr mal, wie das ist... dagegen ist so 'n bisschen Geschmacksverlust ein Klacks. Jawoll!!!

Herzliche Grüße an alle Tierliebhaber!


elk 03.01.2006 14:48

AW: Cup-Syndrom
 
hallo ihr lieben

alle wünsche auch zurück

hallo renate

nein das hast du mißverstanden,
ich wünsche mir das für alle menschen auf der welt ,das es ein mittel gegen alle krebsarten gibt,verbittert bin ich wirklich nicht ,es macht nur traurig das man da doch noch nicht soweit ist ,wir hatten ein schönes weihnachtsfest und silvester ebenfalls,und die trauer wegen papa war nur ganz kurz da ,siehste obwohl ich gedacht hätte das es schlimmer würde als letztes jahr,
daran sieht mann wieder das es immer anders kommt als man denkt,
so ihr lieben muß jetzt aber auf achse

ich wünsche euch was

tschüß elke

elpida 03.01.2006 21:13

AW: Cup-Syndrom
 
Hallo Ihr Lieben,

auch von mir noch - reichlich spät - die besten Wünsche für das Neue Jahr,
für jeden das Richtige: Schmerzfreiheit, endlich wieder Appetit und "normale"
Geschmacksnerven, genügend Spucke, damit es auch rutscht, nur gute Ergebnisse bei den Nachsorge-Untersuchungen, die Kraft seinen Lieben beizustehen und Mut zu machen, das Nachlassen der Trauer um Angehörige, die leider gehen mußten und, und, und .......

@liebe Renate, da muß ich Geli natürlich zustimmen: Raketen zum apportieren,
also wirklich!!!! Hätte ich allerdings dem Vorgänger von unserer Chantal
auch zugetraut, der war wirklich absolut schmerzfrei, nur als er einmal
gegen einen Elektro-Zaun gepieselt hat war er ziemlich beeindruckt :lach2:

Über das Fatigue-Syndrom gibt es im Internet übrigens eine sehr informative
CD (kostenlos) zu bestellen, hilfreich für Erkrankte und Angehörige. Versuchs mal indem Du bei Google "Wendepunkt Krebs" eingibst. Sollte das nicht klappen, kann ich sie Dir gerne zuschicken.

Was Manni und das Arbeiten anbelangt bin ich auch der Meinung, daß er sich
Zeit geben sollte, ich kenne kaum einen Chef, der nicht sofort wieder volle
Leistung von seinem Mitarbeiter verlangt.
Vielleicht käme ja das Hamburger Modell für ihn in Frage, bei dem er erst einmal stundenweise einsteigt, der Ausgleich wird dann von der Krankenkasse übernommen. Allerdings ist dabei zu bedenken, daß das auf die einem
zustehende Zahlung von Krankengeld (ich glaube 72 Wochen innerhalb von 3 Jahren) angerechnet wird.
Mein Mann ist seinerzeit so "blöd" gewesen und während seines ersten
Bestrahlungszyklus arbeiten gegangen, obwohl er krankgeschrieben war, bis
ich ihn dann gebremst habe.
Den Dank dafür hat er dann nach seinem 3. Bestrahlungszyklus ein Jahr später bekommen, als sein Chef ihn herausgemobbt hat.
Im Nachhinein kann ich aber sagen - Gott sei Dank, daß er jetzt berentet ist und sich die Tage entsprechend seinem Befinden einteilen kann.

Daß er zu Hause ist kommt mir jetzt bei den Vorbereitungen für den Umzug besonders zugute, weil er mir viele Dinge abnimmt (im Packen ist er
Weltmeister!!!).
Heute waren wir zum Möbel aussuchen, morgen geht es um Gardinen,
Donnerstag kommt der Anstreicher: ich weiß nicht, wo das liebe Geld bleibt,
aber das kennen wir wohl alle, - Geli - war es bei Dir nicht auch neulich
wie gewonnen, so zerronnen?, ich meine mich zu erinnern.
Jedenfalls tun meinem Mann die Aktivitäten gut, sie lenken ihn von seinen
Schmerzen ab, auch wenn er hinterher immer völlig platt ist und 2-3 Stündchen Mittagsschlaf hält.

Bis bald, liebe Grüße

Bärbel


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