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ClaudiaF 29.01.2010 21:22

AW: Immer wieder neue Rückschläge - ich kann bald nicht mehr!!!
 
Hallo Michaela,

als erstes möchte ich Dich um etwas bitten: Kannst Du es vielleicht unterlassen, jedes Mal ein neues Thema aufzumachen? Das ganze ist doch sehr verwirrend. Schreib doch einfach neues von Deinem Dad immer in das gleiche Thema rein. So hast Du Deinen eigenen persönlichen Thread, wo EURE Geschichte drin steht ;-) Und man kann alles von A bis Z von Euch nachlesen. Sobald ein neuer Beitrag drin steht, rutscht er wieder hoch an erster Stelle. (Keine Kritik, nur Vorschlag)

Das mit dem Wundwasser ist echt nicht schlimm. Lese mal in meinen Thread: Heute in der Uniklinik Heidelberg. Da siehst Du, das meine Mama auch über Wochen hinweg Wasser im Bauch hatte. Das was Du meinst kommt von Metastasen, das was wir meinen, kommt von der OP. Also ruhig Blut, nix schlimmes und keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.

Liebe Grüße
Claudia

Michaela1984 30.01.2010 09:42

AW: Immer wieder neue Rückschläge - ich kann bald nicht mehr!!!
 
Hallo Claudia,

vielen Dank für deine Antwort!!!
Das mit den neuen Threads werde ich unterlassen!!! Wusste nicht dass das so verwirrend ist!!!

Woher weiß man denn ob Wasser von Metastasen oder von der Wunde kommt??? Kann man das so unterscheiden?? Ich bin total verwirrt!!!

Und dieser doofe Krankenhauskeim den mein Papa hat. Er ist völlig isoliert!!! Da denkt er zuviel nach. So hat er auf dem Gang oder im Aufenthaltsraum Leute getroffen mit denen er reden konnte, das hat ihm gut getan und ihn abgelenkt! Ich hoffe das dauert nicht so lange!!!! Die Schwester meinte gestern wenn er pech hat kann das bis Ende des KH Aufenthalt gehen!!!

Michaela1984 31.01.2010 22:20

AW: Immer wieder neue Rückschläge - ich kann bald nicht mehr!!!
 
Komme grade wieder vom Krankenhaus, war fast den ganzen nachmittag dort, zusammen mit meiner Mom!!
Meinem Papa gehts nicht sehr gut! Psychisch gehts ihm seit er diesen Keim hat und das Zimmer nicht mehr verlassen kann ganz schlecht! Ich hoffe so sehr dass das bald wieder vorbei ist....
So sind wir immer runter in die Cafeteria haben was getrunken und gegessen, uns nett unterhalten und so. Und er hat auch oft jemand getroffen.....
Aber jetzt sitzt er den ganzen Tag in seinem Zimmer und wird total trübsinnig!!! Er denkt zuviel nach.... Den ganzen Tag alleine sein das ist doch auch nichts.... Gut gestern und heute gings, da konnte ich bei ihm sein, aber ab morgen müssen wir auch wieder arbeiten und dann kann ich erst abends zu ihm....

Michaela1984 18.02.2010 22:21

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Hallo an Alle!!!

Nachdem mein Papa jetzt seit 10 Tagen aus dem Krankenhaus raus ist und wieder hier bei uns zuhause ist, will ich mal kurz berichten was in der Zeit so war und wie es ihm geht!!!

Also Montag letzte Woche hab ich ihn nach Hause geholt!!!
Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er hat keine Schmerzen, ab und an mal ein bißchen Bauchdrücken aber nicht schlimm!!! Er kann gut und viel essen..... Das Problem ist nur dass er immer mehr abnimmt! Als er aus dem Krankenhaus kam hatte er 66 Kilo, gestern hab ich ihn gewogen da waren es noch 64!!! Gut, er hatte ziemlich Wasser in den Beinen, was jetzt mit den Torasemid Tabletten die er vom Arzt bekkommen hat, gut weggeht!!! Kann sein dass der Gewichtsverlust auch daher kommt!!!

Jedoch waren wir etwas verunsichert weil er jedes Mal nachdem er gegessen hat sofort auf die Toilette rennt, er hat keine Durchfall, normalen Stuhl, ziemlich hell, aber er sagt es kommt alles nur halb verdaut raus!!!

Da ich hier ja immer wieder gelesen habe dass Patienten die solch eine OP hinter sich hatten Enzyme zu sich nehmen und er sowas nie bekommen hat, hat er heute selbst beim Chefarzt der ihn auch operiert hat angerufen und danach gefragt!!!

Der Arzt meinte dass er das nicht gewusst hätte dass mein Papa diese Verdauungsschwierigkeiten hat. Papa gab zu dem Arzt das im KH nicht gesagt zu haben weil er dachte sonst muss er noch länger bleiben!! Nun hat er ihm Pankreatin Mikro 20.000 verordnet und davon muss er zu jeder Mahlzeit eine Kapsel nehmen!!!

Habt ihr Erfahrung damit wie schnell die wirken und ob diese Kapsel die Verdauung wirklich verbessern?? Ich hoffe doch sehr, denn ich denke wenn mein Papa immer mehr und immer weiter abnimmt dann wird er die Chemo gar nicht überstehen!!!
Am Montag hat er nen Termiin beim Onkologen!!!!

Michaela1984 18.02.2010 22:29

Was bedeutet diese Bezeichnung??
 
Habe soeben im Nachsorge Kalender meines Papas den er am Montag dem Onkologen vorlegen muss folgende Bezeichnung gefunden:

pT3, G2, PN1 (1/5), C1,V1, Pn1, khal N1

ClaudiaF 18.02.2010 22:49

AW: Was bedeutet diese Bezeichnung??
 
Hallo Michaela,

hier habe ich Dir einen Link, wo es Dir grob erklärt wird:

http://pathologie.uniklinikum-leipzi...pathologie.pdf

erschrick nicht, musst nicht alles lesen ;-) Schau mal ab Seite 57, vielleicht hilft es Dir weiter.

Grüße
Claudia

ronin1970 19.02.2010 13:35

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Hallo,

die richtige Dosierung zu finden ist oft schwierig!

Lieber etwas mehr Enzyme zu jeden Mahlzeiten nehmen, als zu wenig! Eine Überdosierung ist soweit ich weiß nicht möglich.
Einfach Ausprobieren: solange Durchfall , Fettstuhl besteht/ unverdaute Nahrung ausgeschieden wird...sollte man höher dosieren!
Anscheinend ist auch der Zeitpunkt der Einnahme sehr wichtig: also wirklich während man die Mahlzeit zu sich nimmt die Enzyme einnehmen
!
Morgens sollte noch zusätzlich ein Magensäurehemmer (wie z.B. Pantozol oder Omeprazol) eingenommen werden; dieser läßt u. a. die Enzyme besser wirken (Verhältnis Säuren / Basen).

Evtl. noch zuätzlich Mineralstoffe - / Vitamine (auf planzlicher Basis) einnehmen!

Gruß
DIRK

Michaela1984 20.02.2010 09:28

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Omeprazol bekommt er morgens!!!!
Durchfall ist es keiner, aber eben alles ziemlich unverdaut!!
Mein Papa kann mehr essen als je zuvor. Er hat absolut viel Apetitt und Hunger, was ja schon mal kein schlechtes Zeichen ist. Aber dennoch nimmt er kein GRamm zu.....
er nimmt jetzt eine Kapsel zu jedem essen!!! Vielleicht sollte er es mal auf 2 erhöhen?

Swanny 20.02.2010 11:09

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Hallo Michaela,

nimmt er die Kapseln auch richtig ein? Man sollte zwei oder drei Bissen zu sich nehmen, dann die Kapsel mit Flüssigkeit einnehmen und dann weiter essen. Beim Essen selber wenig oder gar nichts trinken.

Evtl. auch höhere Dosierung, kann sein. Es gibt diese Tabletten ja in verschiedenen Dosierungen und ggf. wenn er sehr fettreich ißt...!?

Meine Mutter hatte knapp 80 kg (im April 2009). Jetzt nur noch gut die Hälfte...

Viel Glück!

Swanny

ronin1970 20.02.2010 14:33

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Hallo,

wie schon einmal erwähnt: die Dosis der Enzyme steigern (z.B. 2-3 Kapseln pro Mahlzeit)! Ansonsten auf hochkalorienhafte Kost achten ; evtl. noch Nahrungsergänzungsmittel (Elemental 028); sollte Dein Vater auch vom Arzt verschrieben bekommen !

Viele Grüße

Michaela1984 21.02.2010 12:20

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Jetzt sind 5 Wochen seit der OP vergangen und mein Papa ist immer noch ziemlich schlapp. Ihm fällt jeder Schritt schwer. Gut ich denke nach so einem krassen Gewichtsverlust von fast 30 Kilo auch kein Wunder oder??
Ich hab einfach Angst dass er langsam aber sicher den Mut verliert. Ich meine es ist auch frustrierend wenn man gar keine Besserung bemerkt!!!!
Er isst so viel. Wir geben ihm auch hoch kalorienhaltige Kost, aber jede Woche wenn er sich wiegt ist es wieder ein Kilo weniger!!!! Trotz den Enzymen!!!! Ich versteh das nicht!!!
Morgen hat er termin beim Onkologen, mal sehen was er spricht!!!

ronin1970 22.02.2010 21:28

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Hallo,

ich möchte Dir ein wenig Mut machen:
Es sieht vielleicht im Großen und Ganzen nicht besonders positiv aus; aber mit Sicherheit besteht die Chance, daß Dein Vater sich wieder gut erholt bzw. er noch eine lange Zeit bei euch sein kann.
Zu Überlegen wäre, ob eine Chemotherapie / Strahlentherapie im Falle deines Vaters angebracht ist ?! Ich bin kein Arzt und will/kann hier auch niemand die Entscheidung abnehmen! Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung sprechen: Nach den Chemotherapien bzw. kombinierten Strahlentherapien ging es mit meiner Mutter sehr schnell "bergab" ! Im Nachhinein hatten wir uns überlegt, ob diese Therapien überhaupt etwas genutzt hatten; außer das meine Mutter dadurch immer schwächer wurde ! Aber ob dieses "nur" durch die Chemo-/Strahlentherapien gekommen ist, weiß man nicht ! Andererseits können diese Therapien Tumore bzw. Methastasen zum schrumpfen bringen! Ein gutes Gespräch mit einem Onkologen ist mit Sicherheit das Beste, um dann gemeinsam das weitere Vorgehen zu planen!
Viele Grüße

Michaela1984 27.02.2010 21:26

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Nun sind es fast 3 Wochen dass Papa zuhause ist und es geht ihm von Tag zu Tag eigentlich besser. Zwar gibt es zwischendurch wieder Tage an denen er sehr in sich gekehrt ist, viel nachdenkt, und recht schwach wirkt aber der apetitt wird immer mehr und die körperliche Verfassung auch.

Mir hingegen gehts momentan mal wieder gar nicht so gut!! Ich weiß nicht wieso, denn eigentlich sollte die Besserung des Allgemeinzustands meines Papas meine Stimmung ja heben, tut es aber nicht! Im Gegenteil. GRade jetzt denke ich oft drüber nach wie schnell es dennoch vorbei sein kann.....
Ich war heute am Friedhof am Grab meines Opas, der im Alter von 92 Jahren verstarb und ein Leben lang kerngesund war.... ICh hing sehr an ihm und sein Tod vor zwei Jahren hat mich sehr mitgenommen, ich denke fast täglich an ihn. Da stand ich am Grab und mir Schossen die Gedanken in den Kopf dass ich wohl in ein paar Monaten genau an dieser Stelle stehen werde, und dort am GRabstein nicht nur den Name meines Opas lesen werde sondern auch den meines Papas!! Seitdem bin ich total am Ende!!! Wenn ich alleine bin weine ich viel und hoffe immer und immer wieder dass vielleicht doch irgendwann ein Wunder geschieht und wir Papa doch noch ein paar schöne Jahre bei uns haben können. Ohne Schmerzen und ohne ständige Gedanken an diese Scheiß-Krankheit!!!

***WUNDER GIBT ES IMMER WIEDER***

ClaudiaF 28.02.2010 03:56

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Liebe Michaela,

wie gut kann ich und bestimmt auch viele andere hier Dich verstehen.

Bei Euch ist die WHipple "erst" ca. 3-4 Wochen her und Dich plagen Gedanken, was die Zukunft bringt.....
Bei uns war die Whipple bei meiner Mama bereits im November 08, leider mit einem R1 (Resttumorzellen in den Schnitträndern) HEUTE NOCH kämpfe ich mit mir und meinen Gedanken. Ich habe Angst, was die Zukunft bringt. Ich lese hier von anderen Betroffenen, die in 2009 Ihre Whipple hatten und es nicht schafften. In meinem Kopf dreht sich so eine Art Massband ab, bereits 15 Monate mit der Krankheit, wann geht es mit den Metastasen los.... Wird meine Mama am Ende des Jahres noch leben, etc.

Es ist blöd, wie ich denke, was ich tue, etc. Wir haben derzeit KEINE Metas und eigentlich sollte man sich freuen, doch ich kann es nicht. Ich töne immer laut, ich gebe nichts auf Statistiken, doch irgendwie wollen die nicht aus meinem Kopf. Weisst Du was ich meine?

Ich bin 35 Jahre alt und tue immer und überall so stark. Ich diskutiere mit den Ärzten, lege mich mit Orthopäden an, ich bin die, die vor Kraft nur so strotzt.......... ich bin für jeden immer und überall da. Spende anderen Mut und Hoffnung, helfe zudem meiner Freundin mit der Diagnose ihrer Mutter Darmkrebs, etc. Aber das stimmt nicht. Das bin nicht wirklich ich. Mein "ICH" gibt es nicht mehr ganz und nicht mehr halb.

Hier ist ein Spruch, der viel sagt, meiner Meinung nach:

Man kommt lächelnd nach Hause
geht ins Zimmer
und nimmt die Maske ab...
stellt sich vor den Spiegel...
spürt die warmen Tränen...
man weint leise
damit es keiner hört...
setzt die Maske wieder auf
und geht fröhlich in die Welt
und jeder denkt man ist glücklich...


Irgendwie kann man nicht abschalten. Die Krankheit hat man zwar nicht selber, aber sie beherrscht das Leben des Angehörigen

Wenn ich mal ganz down bin, dann lese ich mir folgenden Spruch immer und immer wieder durch und versuche michdaran hoch zu ziehen:

Es gibt Situationen in unserem Leben,
in denen wir uns verletzt oder einsam
fühlen...
Aber ich glaube, dass diese Zeiten,
in denen wir ziellos umherirren
und alles um uns herum
zu zerbrechen scheint,
eigentlich eine Herausforderung
für uns ist .
Wir versuchen verzweifelt
an der Sicherheit der
Vergangenheit festzuhalten,
aber ganz unwillkürlich ...
überwinden wir alle Probleme
und erlangen ein neues "
Verständnis",
ein neues "Bewusstsein"
und neue "Kräfte".
Es ist fast so, als müssten
wir diesen "Schmerz"
und diesen " Kampf " durchmachen,
um zu wachsen und
neue Höhen zu erreichen !!!

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles alles Liebe

Claudia

Michaela1984 01.03.2010 17:17

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Ja Claudia, genau so geht es mir momentan auch!!!
Natürlich soll man immer nach vorne sehen und alles nicht so verdammt pessimistisch sehen aber genau das fällt mir unendlich schwer!!!

Allein schon die ständigen Fragen von den anderen "Wie gehts denn deinem Papa?" Ich sag "gut" nur dass ich gleich ein anderes Thema anfangen kann sonst steh ich da und kann nicht mehr aufhören zu heulen....

Heute hab ich bei uns an Terasse und Balkon die Weihnachtsbeleuchtung weggemacht (irgendwie total vergessen bis jetzt), und da schoss es mir auch wieder durch den Kopf: "Im November letzten Jahres hat sie mein Papa hingemacht da war alles noch in Ordnung und keiner hat mit sowas gerechnet, und jetzt??" oder "Was wird bis nächstes Weihnachten sein?? Ist er überhaupt noch bei uns?" Lauter so Sachen die mich total fertig machen!

Meine Mama ist mit den Nerven ebenso am Ende. Heute morgen hab ich gesehen wie sie im Bad an der Badewanne saß und einfach nur geweint hat. Klar, sie ist einerseits einfach erschöpft weil nun alles an ihr hängt, die Pflege meiner pflegebedürftigen Oma, bei der ihr Papa immer geholfen hat. Aber er ist momentan einfach zu schwach dazu, der ganze Haushalt, der große Garten.... Klar helfe ich so gut es geht aber ich bin 12 std am Tag im Büro da ist es nicht immer einfach!!!! Nach außenhin macht sie immer einen auf stark und wahnsinnig belastbar, aber in ihr drin siehts ganz anders aus.

Heute war der erste Tag der Chemo, sie wird voraussichtlich bis in den Herbst hinein dauern meinte der Onkologe!!! Papa gehts aber (noch) gut, keine Übelkeit und so....

paulchen 64 02.03.2010 01:51

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Liebe Michaela,

ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft und drücke dich unbekannterweise ganz fest.

Ich kenne auch diese Gedanken. Als meine Mama im Krankenhaus lag und ihre OP eigentlich gut verlaufen ist und wir glücklich sein konnten, kamen mir so irre Gedanken wie Beerdigung und ich sah mich oft an einem Grab stehen...

Aber ich glaube, das ist die ganze Angespannheit und die enorme Belastung.

Heute denke ich, die wichtigste Zeit ist das HIER, HEUTE und JETZT!!!

Liebe Grüße
paulchen64

Rüdi58 03.03.2010 00:41

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
Liebe Claudia

Es ist eine schreckliche Krankheit, die Stärke, die Du dir selbst und auch mir gegenüber bewiesen hast, die finde ich bewundernswert.
Du bist eine sehr herzliche, liebe Frau, Du kümmerst Dich nicht nur um das Schicksal Deiner eigenen Probleme , wegen der Krebskrankheit Deiner Mutter.
Sondern Du hast auch immer ein offenes Ohr für andere Angehörige, die das selbe Schicksal ertragen müssen.
Ich möchte Dir sehr herzlich danken, das Du auch immer für mich da warst.
Deiner Mama und Dir wünsche ich alles erdenklich Gutes.
Ich wünsche, das diese Krankheit bei Deiner Mutter letztendlich verschwindet und Ihr alle wieder aufatmen könnt.
Ich glaube eigentlich, das die Pharmaindustrie Millionen ausgibt, um Krebs zu erhalten, sonst würden sie Milliarden verlieren.

Liebe Michaela

Als ich am 12. Februar (3 Tage vor dem Tod meiner Frau)die ganzen Schneemänner(kleine Figuren, die meine Frau immer jeden Winter überall hinstellte) wegräumte, kamen mir die Tränen in die Augen.
Sie sah es und sagte, nächstes Jahr kannst du sie wieder hinstellen und dann machst Du es alleine.
Ich habe so geweint, ich konnte es ihr nicht zeigen.
Wir haben es alle gewußt, das meine geliebte Frau und Mutti sterben wird, wahrhaben wollten wir es alle nicht.
Lebe jede Stunde mit Deinem Vater, gebe ihm die Kraft die Du ihm geben kannst.
Denke daran, Du bist ein Teil von ihm, erfülle jeden seiner Wünsche.
Ich denke an Dich, ich bin so traurig das ich immer weine wenn ich hier lese oder schreibe.
Freitag 15.00 ist die Beerdigung meiner Frau, ich weiß nicht was es schlimmeres gibt. Ich habe ihr die Hand gehalten bis zum Tod oder die Beerdigung selbst.
Ich kann einfach nicht mehr.
Ich wünsche Dir und Deinem Vater noch viele glückliche Momente, ich hoffe für Euch und wünsche Euch viel Kraft.

Rüdi

P.S. Zu ihrer Trauerfeier hat meine Frau sich den Titel von Udo Lindenberg "Stark wie zwei" gewünscht, wird alles so gemacht.

Michaela1984 03.03.2010 21:46

AW: Whipple OP gut überstanden - und dennoch keine Chance???
 
hallo rüdi,

ich habe immer in deinen Beiträgen gelesen!! Oft hatte ich Tränen in den Augen aber mehr habe ich dich für deine wahnsinnige Stärke wie du das alles so bewältigst bewundert!!!!
Wie lange genau war deine Frau krank??

Heute gehts Papa richtig mies, er kann kein Essen in sich behalten. Kommt alles gleich nach dem essen wieder raus. Wird wohl die Chemo sein, die ihn so schlaucht denn bis Montag gings ihm richtig gut!!!! Ich hoffe nicht dass das jetzt der Dauerzustand sein wird. heute hat er schon gesagt wenn das jetzt ewig so weitergeht, dann bricht er die Chemo ab. Find ich natürlich nicht gut, aber ich glaub wenn es wirklich sein Wille wäre würde ich zustimmen!!!

Michaela1984 04.03.2010 16:29

Befinden während der Chemotherapie???
 
Wie schon in nem anderen Beitrag geschrieben hatte mein Papa am 11.1. die Whipple OP! Nach 4 Wochen KH kam er dann vor 3 Wochen nach Hause. Es ging von Tag zu Tag bergauf, Zuletzt konnte er sogar kürzere Spaziergänge machen, Apetitt hatte er ohne Ende und ihm gings richtig gut!!!
Montag hatte er dann dei erste Chemo. Ihm gehts seither dermaßen mies, dass er das Bett kaum mehr verlässt!! Hunger hat er keinen, was bei seinem momentanen Gewicht von nicht mal mehr 60 Kilo schon bedenklich ist, ihm ist trotz Zofran und Vomex dauerhaft übel und er fühlt sich absolut krank und matt.
Er ist fest entschlossen die Chemo abzubrechen!! Zumindest so lange bis er wieder "mehr Speck auf den Knochen hat" weil er der Meinung ist er ist einfach zu schwach dafür.....
ICh kanns verstehen dass er so nicht weitermachen will zumal es ihm ja vorher bzw. nach der OP eben schon wieder relativ gut ging.

Wie war euer Befinden während der Chemo??? Sind das evtl nur die ersten Tage???

kirie 04.03.2010 18:41

AW: Befinden während der Chemotherapie???
 
Hallo Michaela,

bei der ersten Chemo mit Gemza hat meine Schwiegermama auch erstmal ziemlich viel Gewicht verloren und mit Übelkeit und Erbrechen gekämpft, ich hatte dann aber das Gefühl, dass es von mal zu mal besser wurde und dann hat sie auch wieder zugenommen.
Wir hatten anfänglich auch große Sorge, besonders nachdem sie nach der OP wirklich nur noch Haut und Knochen war, die Ärzte haben aber immer wieder mit Tropfen aller Art versucht ihr zu helfen und letzendlich wurde es auch besser.

Vielleicht kann dein Papa sich ja doch durch den ersten Zyklus durchbeissen, denn ich hatte schon das Gefühl, dass die darauffolgenden Pausen gut waren, um Kraft zu tanken und ein wenig an Gewicht zuzulegen.

Auch euch viel Kraft

Liebe Grüße

Kirie

Michaela1984 05.03.2010 22:41

AW: Befinden während der Chemotherapie???
 
Heute ist der 5. Tag nach der ersten Chemo am Montag und meinem Papa geht es richtig schlecht!!! Er bricht zwar nicht mehr, hat auch Apetitt aber der Allgemeinzustand ist richtig meis. Er fühlt sich schlapp, müde, schläft fast immer, total antriebslos und auch sehr depressiv.....
Er hat heute beim Onkologen angerufen und die Chemo am Montag abgesagt!! Er sagt er würde es nicht aushalten.
ICh finds nicht gut, aber in Anbetracht dessen wie er beinander ist würde ihn die nbächste Chemo wohl total lahm legen.

Was sagt ihr dazu???

Ihm gings nach der OP auch nicht gut, der Zustand hat sich in den letzten 3 Wochen aber enorm verbessert. Zuletzt gings ihm schon richtig gut!!

ClaudiaF 06.03.2010 01:55

AW: Befinden während der Chemotherapie???
 
Hallo Michaela,

meine Mama hätte an einer Studie in Heidelberg mit Bestrahlung, 5 FU Chemo und Interferon teilnehmen sollen.

Bei der ersten "Probespritze" Interferon hatte sie bereits enorme Nebenwirkungen wie Schüttelfrost, keinen Hunger, müde, deppressiv.

Sie hat dann noch insgesamt 2x diese Spritze bekommen, dann aber auf eigenen Wunsch, das Interferon abgebrochen. Es war meine große Hoffnung, da ma sich sehr viel von dieser Therapie versprach. Für mich war es ein großer Schock und ein Hoffnungsschimmer zerplatzte....

ABER: Wenn die Nebenwirkungen zu stark sind, dann ist es wichtiger, dass Dein Dad wieder Lebensfreude spürt. Das heisst dann nicht,dass er gar keine Chemo mehr bekommt, sondern das die Chemo umgestellt wird auf ein anderes Produkt.

Redet einfach mit dem Onkologen.

Liebe Grüße
Claudia

mina19 07.03.2010 23:33

AW: Befinden während der Chemotherapie???
 
hallo michaela
also mein vater geht schon seit acht monaten zur chemo nur gemcitabin.am anfang ging es ihm richtig schlecht als wir mit der chemo begonnen haben,genau die gleichen sympthome.übelkeiten,schüttelfrost,nur am schlafen,kein appetitt.hatte 18 kilo abgenommen(muss dazu sagen er wog bei der diagnose 118klio,deshalb war es nicht so schlimm das er abgenommen hat,er fühlt sich jetzt mit weniger sogar besser).aber für deinen vater wäre das natürlich nicht so gut wenn er jetzt stark abnimmt.die depressionen sind verständlich bei so einer schweren erkrankung wo man nie weiss wie lange man es durchhält.müdigkeit und die übelkeiten,kein appetitt kommen bestimmt von der chemo.kann er sich denn nicht irgendwie durchkämpfen durch den ersten zyklus?wäre halt besser wenn er den so bald wie möglich durchzieht,sonst wird er immer am anfang bleiben.also die ersten drei monate sind schwierig,aber es kann wieder bergauf gehen.meinem vater macht es heute gar nichts mehr aus.natürlich ist jeder mensch und körper anders.ihm haben sehr viel MCP tropfen geholfen,bei bedarf hat er immer 30 tropfen benommen,und das mehrmals am tag.
wünsch euch viel glück :)

Michaela1984 15.05.2010 15:53

....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Mein Papa ist heute Nacht nach 5-monatigem Kampf friedlich eingeschlafen....
Ich konnte mich nicht mal mehr von ihm verabschieden.
Er fuhr mit Freunden nach Österreich um dort sein jährliches "Männerwochenende" zu verbringen und kam nicht wieder.....
Heute morgen bekamen wir den anruf dass er nicht mehr aufgewacht ist. Gestern gings ihm blendend, hatte keine Schmerzen, hat total viel gegessen, und war richtig glücklich seine Berge sehn zu können....

Und jetzt kommt er nie wieder - und ich kann mich nicht mal mehr von ihm verabschieden....

ES TUT SO WEH!

Wasser13 15.05.2010 16:41

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Liebe Michaela,

mein tiefes Mitgefühl für Dich ...

Es ist ganz sicher furchtbar und schmerzt, dass Du Deinen Vater so plötzlich und unerwartet verloren hast, Dich nicht von ihm verabschieden konntest. Einzig die Tatsache, dass er in seinen geliebten Bergen glücklich war, sie nochmal sehen konnte, sein "Männerwochenende" mitgenießen wollte, soweit konnte (Du schreibst, ohne Schmerzen, guter Dinge, gut gegessen ...) wird Dir vielleicht ein bisschen Trost geben ... - das jedenfalls wünsche ich Dir.

Mit stillem Gruß ... Andrea

Elisabethh.1900 15.05.2010 17:56

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Liebe Michaela!

Zum Heimgang Deines Vatis möchte ich Dir mein tiefempfundenes Beileid aussprechen!

In stiller Trauer!

Elisabethh.

Michaela1984 15.05.2010 19:05

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Kommen gerae vom Bestatter. Das aufsetzen der Todesanzeige, das aussuchen des Sarges. KOmmt mir alles vor wie ein böser TRaum. Gestern morgen habe ich ihm noch viel Spaß gewunschen und habe mit ihm rumgeblödelt....
Dass ich mich nicht mehr verabschieden konnte, das tut mir so unendlich weh. Was dachte er in der Minute als er starb? Ganz alleine......

meral72 17.05.2010 00:15

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Liebe Miechaela,

mein Beileid.... wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit...

Meine Mutter ist auch plötzlich unerwartet und allein im Krankenhaus eingeschlafen..
Es tat mir auch sehr weh dass sie alleine war. Aber im nachhinein, diese Erkrankung.......was noch hätte alles auf uns zukommen können....denke ich ist es der schönste Tod... ohne eine große Kampf ohne dass er schmerzen hatte, und ihr hättet mitgelitten.... und er war glücklich er war da wo er sich wohl gefühlt hat.....nämlich in seinen Bergen......

Liebe Grüße

Meral

ClaudiaF 17.05.2010 07:20

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Liebe Michaela,

auch von mir ein Mega Drücker und ein großes Kraftpaket!

Traurige Grüße
Claudia

Katharina 17.05.2010 10:19

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Auch von mir stille Grüße.
Bei all der Trauer: was für ein Tod! So würde ich es mir und auch meinem lieben Papi wünschen. Ohne Schmerzen, Männderrunde. Auch wenn es schmerzlich ist, es gibt hier so viele schlimme Geschichten inkl. meiner Ma.
Vielleicht kannst DU irgendwnn einmal dankbar dafür sein, wenn die erste schlimme Trauer vorbei ist.
ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!

Michaela1984 17.05.2010 11:07

AW: ....und plötzlich kommst du NIE wieder....
 
Natürlich! Das ist der einzige Trost für mich dass es für ihn schnell und ganz schmerzlos ging.
Aber alleine der Gedanke dass ich in dieser schlimmen Stunde nicht bei ihm sein konnte...........
ICh schrieb ihm am Abend zuvor noch ne SMS und fragte wies ihm geht, weil ich irgednwie ein komisches Gefühl hatte.
Bekam aber keine Antwort mehr.......

Michaela1984 19.05.2010 21:35

Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Der plötzliche Tod meines Papas.... ....ich komm nicht drüber weg!
Ich mach mir solche Vorwürfe. Am tag als er fuhr gings ihm so gut, kein Mensch hätte gedacht dass es so schnell geht.
Ein Mensch der an Krebs stirbt, der stirbt doch nicht einfach über Nacht....
Auch wenn es ein kleiner Trost ist dass ihm vielleicht viel schmerzen und Leid erspart geblieben sind, tut es einfach so weh, dass alles so plötzlich kam.
Wenn ein Mensch an Herzversagen stirbt, dann ist das halt nun mal so, da kann keiner mehr helfen.
Aber er starb weil er diesen Sch***Krebs hatte, das kann doch nicht einfach so übernacht gehen, während es ihm am Abend zuvor noch so blendend ging....
Vielleicht hätte ich einfach was merken müssen. Die tatsache dass er soviel gegessen hat aber immer nur abgenommen hat, hätte mich doch zum Nachdenken bringen müssen. Vielleicht hätte er wieder ins KH gehen sollen...
Vielleicht wäre er dann noch bei uns?

Wisst ihr was ich meine? Die meisten krebskranken Menschen sterben irgendwann doch einfach weil sie zu schwach werden, aber was passierte bei meinem Papa, dass es einfach innerhalb einer Nacht vorbei war?

Diese Frage quält mich so.

Espace 19.05.2010 21:52

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Hallo Michaela,
mach dir bitte keine Vorwürfe, es hätte auch zu Hause bei ihm passieren können, und keiner hätte was gemerkt. Er ist friedlich eingeschlafen, dafür sei Dankbar. Viele sterben, nach langem Quälen, nach langem Warten das sie von unserem vater erlöst werden.

Wenn du ihn ins Krankenhaus gebracht hättest, und er wäre nicht an einem EKG angeschlossen, hätten sie am nächsten Morgen erst den Tod bemerkt. Ich weiß wie schlimm das ist, es ist mir persönlich passiert, habe abends noch mit einem Zimmernachbar, ferngeschaut im Krankenhaus, wir haben noch gealbert, wie Männer nun mal sind, und dann kam das entsetzen morgens, er ist nachts eingeschlafen, er lag die halbe Nacht neben mir, Tod. Das war kein schönes gefühl.

Dein Vater hat abgenommen, vielleicht hat er sich nochmal aufgerappelt, weil er sein geliebtes Männerwochenende noch erleben wollte, und dann hat ihm nachts die Kraft verlassen. Bitte Michaela, mach dich nicht selber fertig, mach dir keine Vorwürfe.

Man kann bei der Krankheit nicht vorraussagen was passiert und wann man gehen muss. Denke daran, du wirst ihn später wiedersehen. Wenn du einen Regenbogen siehst, winkt er dir zu, um zu sagen, jetzt geht es mir wieder gut, mach dir keine Vorwürfe, ich habe dich lieb, meine Tochter.

Gruß Frank

Schmitti2603 19.05.2010 22:19

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Hallo Michaela,

Vorwürfe macht sich jeder, der einen Menschen verliert. Ich hab dies in den letzten 2 Jahren, 3 Mal durchgemacht.

Im Januar 08 bekam meine Mama Schmerzen und konnte nicht auf Toilette, wir haben Sie abends ins Krankenhaus und sind nach Hause gefahren. 2 Stunden später war meinen Mama gestorben mit 54 Jahren an Nierenversagen ohne Krebs.

Im Oktober 08 ist mein Papa gestorben, hatte auch Krebs wie dein Papa. Mein Dad hatte Chemo, ich hab ihm vom Krankenhaus abgeholt, ihm ging es eigentlich gut. Mein Dad klagte nur über Atmungsprobleme. Am nächsten Morgen war er noch bei mir und meinen Kindern, bin dann kurz mit meinen Sohn zu Kinderarzt, als ich nach Hause kam, lag mein Dad tod in der Wohnung....hab mir auch lange Vorwürfe gemacht.

und jetzt vor kurzem, genau am 24.04.10 ist mein Mann gestorben, das war das schlimmste und ist das schlimmste... er hatte auch Krebs, hatte nie abgenommen, alles schien gut zu sein und plötzlich kam der Krebs in den Liquor und vorbei war es. Innerhalb 3 Wochen baute mein Mann ab, aber nur durch Morphium...Am Tag zuvor haben wir noch Kaffee zusammengetrunken und am nächsten Tag totale Schwäche und vorbei war es. Ist so schlimm für mich und vor allem für unsere Kinder. Mein Mann war erst 36 und ich bin 30!
Meine Kinder 1 Jahr und 4 Jahre.....

Also mach dir keine Vorwürfe, gegen den Krebs bzw. dem Tod kann man leider nichts machen, der Tag ist glaub ich vorgesehen und ändern können wir leider alle nichts dran.

Michaela1984 19.05.2010 22:33

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Aber schau, du schreibst dein Mann wurde total schwach... Das sind Anzeichen.... Versteh mich nicht falsch, deswegen tut es genauso weh, keine Frage, aber er geht putzmunter ins Bett und wacht nicht mehr aus. Was passierte in seinem Körper dass er so schnell starb?

Boxerhund1 20.05.2010 00:03

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
hallo Michaela,

man könnte hier nur spekulieren. Eine Obduktion wurde ja wohl nicht gemacht, sonst wüßtest, woran es gelegen hat.

Eine Möglichkeit wäre, daß der Tumor in ein großes Gefäß eingewachsen ist, und daß dieses Gefäß dann in der Nacht aufgebrochen ist. Dann verblutet man innerlich - und das kann dann sehr schnell gehen, wenn z.B. die Aorta oder die Vena Cava betroffen sind. Das wäre - falls dich das tröstet - ein ganz ruhiger und friedlicher Tod.
Aber... wie gesagt, das ist eine reine Spekulation, eine mögliche Erklärung, die nicht zutreffen muß.

Es ist allerdings völlig unsinnig und unnötig, daß du dir Vorwürfe machst. Wieso eigentlich? Was hättest du tun können, um es zu verhindern? Wo liegt hier deine "Schuld"?? Mach dich los von solchen Gedanken.

Kerstin22 20.05.2010 00:12

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Liebe Michaela,
meiner Meinung nach solltest du dir gerade, weil es keine Anzeichen gab, nicht so große Vorwürfe machen. Wie solltest du etwas merken? Und was hättest du tun sollen? Wenn es so schnell und unerwartet ging, hättest du wahrscheinlich auch mit mehr Wissen nichts ändern können. Ich glaube, es ist für Angehörige immer schwer, nichts tun zu könnnen.
Alles Gute, viel Kraft!
Kerstin

mariefleur 20.05.2010 10:23

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Hallo ,

ich glaube Dein Papa wäre so traurig, wenn er wüßte, dass Du Dir Vorwürfe machst! Er will bestimmt nur, dass es Dir gut geht!!! Du kannst nichts dafür, das weiß er und Du auch. Ich denke, dass es natürlich ist, danach zu suchen, was man hätte tun können, um dieses Schreckliche zu verhindern. Aber letztendlich wird man es irgendwann akzeptieren, dass man es nicht mehr ändern kann. Aber dafür braucht man viel Zeit. Elisabeth Kübler-Ross hat etwas zu den Phasen der Verarbeitung von Verlust geschrieben haben, habe es aber selbst nicht gelesen, und weiß nicht, ob das Dir jetzt etwas bringt oder ob Du den Nerv für so etwas jetzt hast.
Auf jeden Fall möchte ich Dir alles, alles Liebe wünschen.


Mariefleur

kerstin86m 20.05.2010 22:09

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Hi, wir beide haben das gleiche Alter, meine Mutti ist im Januar gestorben. Denke doch darüber nach ob dein Vater dies so wollte, ich habe meine Mama darum gebeten auf mich zu warten dies hat sie getan. Dein Vater hat sich dies so ausgesucht. Er war in gedanken bestimmt bei euch war. Ich kann dir nur sagen ich weiß nicht wie es besser wird manche Tage sind scheiße und manche sind mega scheiße. Am anfang war ich jeden Tag bei ihr, jetzt kann ich nicht hin, weil ich mir dies nicht vorstellen kann das dort meine Mama sein soll. Den sie ist mein absuluter Mittelpunkt gewesen. Jetzt nächsten Samstag hätte sie Geburtstag gehabt, wir feirern ein Fest für sie mit ihr.....
Der Witzt ist das ich immer hier lese und hoffe das es einer schafft, ich gebe aber die hoffnung nicht auf. Ich denke mir oft, sei froh Kerstin du hattest deine Mutter 23 Jahr lang, und sie war die beste.
Ich denke an dich

Michaela1984 21.05.2010 12:23

AW: Ich mache mir solche Vorwürfe
 
Heute ist der schlimmste Tag!
Die beerdigung! Ich sitzt seit heute nach um 3 hier, und überlege wie ich es nur hinter mich bringen soll.
Gestern stand ich im Leichenhaus vor seinem Sarg. Die vielen Blumen.... Alles für meinen Papa. Aber was hat er denn davon? Er wollte leben, seinen ruhestand genießen, reisen mit meiner Mama und mir.....
Ich durfte 25 Jahre den besten Papa der Welt haben.... Und auf einmal ist er weg und kommt nie wieder.


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