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AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Liebe Miriam,
nun lese ich schon eine Weile bei Dir und mächte Dir ein paar Zeilen dalassen. Dein Bild mit der Kerze gefällt mir sehr gut. Du hast absolut recht, genauso ist es. Vielleicht brennt man deshalb auch immer Kerzen an auch auf den Trauerfeiern... Die Befürchtungen wegen des Gutachtens hatte ich damals auch. Sie waren bei uns aber unbegründet. Sowohl die Pflegestufen als auch alle Hilfsmittel wurden immer anstandslos bewilligt. Und anfangs konnte mein Papa ja sogar noch alleine essen, sich waschen und ein paar Schritte gehen. Ich dachte auch, dass das vielleicht "nicht reichen" würde, um die Sachen zu bekommen. Aber wie gesagt, es war kein Problem, unser Gutachterkonnte schon an Hand der Krankenunterlagen erkennen, wie es wirklich um Papa stand. Und zu der Transportfrage: ja es gibt Transporte im Liegen, die werden z.B. vom DRK gemacht. Das sind dann richtige Krankentransporte. Soweit ich weiß, muss man die nur anmelden. Das können die Mitarbeiter auf Eurer Station aber auch genauer sagen. Bitte frag die mal danach. Ich wünsche Dir viel viel Kraft und vor allem, dass Dein Papa einen schmerzfreien Weg gehen kann. Liebe Grüße Carla |
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Liebe Laura und liebe Carla,
vielen Dank für eure Nachricht. Ja, der Heimtransport wird über das Krankenhaus geregelt. Mein Vater wirkte heute fast ein wenig erstaunt, als der Arzt ihm mitteilte, dass er am Mittwoch nach Hause kommt. Nun freut er sich aber! Das Bett habe ich heute morgen bestellt und es wird morgen vormittag bei meinen Eltern angeliefert. Wir haben einen schönen Platz im Wohnzimmer ausgesucht, wo Papa dann liegen wird. Direkt am großen Fenster, dort hat er den schönsten Ausblick und schaut direkt in den Garten. Da kann er die Vögel beobachten und er liebt seinen Garten. Die SAPV Verordnung wird heute fertig erstellt und dann werden sich die Leute bestimmt bei meiner Ma melden. Ich faxe morgen in der Firma den restlichen Formularkram an die Krankenkasse und dann sollte alles glatt gehen. Liebe Laura, mein Vater ist sehr, sehr schwach, aber sein Arzt traut ihm zu, dass er nach Haus geht und bei uns hat er sich versichert, dass auch wir das wollen und es uns zutrauen. Da es Papas größter Wunsch war, nach Haus zu kommen, wird er wahrscheinlich die letzten Kraftreserven aufbringen, um das zu überstehen. Ich hoffe natürlich sehr, dass ihm noch eine schöne Zeit daheim bleibt und ich bin sehr, sehr dankbar, dass es so wunderbare Menschen gibt (Ärzte und auch Pflegepersonal), die auf der Palliativstation arbeiten und sich so liebevoll kümmern. Nun bin ich gespannt und ich freue mich natürlich auf meinen Paps, denn wenn er daheim ist, dann kann ich mehr Zeit mit ihm verbringen. Ich merke schon, dass es Kraft kostet, denn ich bin oft nach den Besuchen im KH psychisch erschöpft und ganz müde. Aber ich denke auch wir werden alle Kräfte mobilisieren, um jede Minute bewusst zu genießen und wahrzunehmen. Danke euch für's Lesen, für alle lieben und aufmunternden Worte und eure oft sehr, sehr brauchbaren Tipps!!! Liebe Grüße Miriam |
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Juhu! Heute ist es so weit! Um 10 Uhr verlässt Paps das Krankenhaus und fährt heim. Meine Mama warte schon ganz gespannt, hat mehrere Körnerkissen ins Bett gelegt, damit die Matratze warm und weich ist und freut sich wie ein kleines Kind auf ihren Mann!
Gestern haben wir uns von allen auf der Palliativstation verabschiedet und uns von Herzen bedankt für die wunderbare Betreuung. Fast werden mir die Schwestern, der Pfleger und der Arzt ein wenig fehlen... Es war so ein Familiengefühl auf díeser Station;-) Ich kann es gar nicht erwarten, dass ich meinen Arbeitsplatz verlassen und zu meinen Eltern brausen kann! Liebe Grüße Miriam |
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Geschafft! Nun ist mein Vater endlich wieder zu Haus, aber er ist so erschöpft. Der Heimtransport steckt ihm wohl in den Knochen und die ganze Aufregung. So gut ihm die Bluttransfusion am Dienstag getan hat, gestern war von der positiven Wirkung gar nichts mehr zu merken. Im SAPV Bericht habe ich gelesen, dass er nun auch zusätzlich unter Anämie leidet. Weiß irgendjemand hier, was man da tun kann? Gibt es irgendein (möglichst homöopathisches) Mittel, das man ihm geben könnte. Da auf seinem Tisch bereits eine ganze Armee von Medikamenten thront, würde ich ihm ungern noch mehr Zeugs zumuten... Oder kann man nur hoffen und gelegentlich um eine Transfusion bitten?
Erschreckend, dass da so gar keine Kraft mehr ist! Wenn er seinen Toilettengang hinter sich hat, ist ihm immer anschließend ganz übel. Ich denke, das kommt von der Anstrengung. Immerhin kann er noch Scherze machen, aber das auch nur flüsternd... Es tut mir in der Seele weh. Meine Mutter neigt jetzt dazu, ihn allzu sehr zu bemuttern und das gefällt ihm gar nicht. Sein Bewusstseinszustand ist ja hellwach und ich glaube, er möchte nicht, dass wir ihn als gar zu hilfsbedürftig ansehen. Heute werde ich wieder früher aus der Firma abhauen, der Hausarzt hat darum gebeten, dass ich beim Gespräch dabei bin und es kommen noch der Palliativarzt und das Pflegeteam. Das wird wieder extrem anstrengend für meinen Vater, wenn die alle um sein Bett herumstehen. Na, gemeinsam werden wir das überstehen! Liebe Grüße und beste Wünsche miriam |
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Liebe Mirilena,
das ist so schön zu lesen, wie liebevoll Du Dich um Deinen Vater kümmerst, wie toll Du das alles organisierst! (Von diesem Organisationstalent hätte ich mir auch etwas mehr gewünscht...) Und so traurig, wie schwach er ist... Ich wünsche Euch von Herzen noch viele schöne Momente mit Deinem Vater, dass er sich nochmal ein bißchen aufrappelt, wenn jetzt wieder Ruhe einkehrt und vor allem nicht leiden muss. Alles Liebe,:pftroest: Anja |
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Liebste Anja,
du bist ja auch noch hier:pftroest: Wie geht es euch??? Ist bei euch alles soweit okay oder hat sich etwas verändert? Ich komme gerade von zu Haus (=Elternhaus). Das war sogar für mich anstrengend. Zwei Palliativschwestern und der Arzt haben sich heute vorgestellt, haben sehr viel erzählt, erklärt und Papa sehr viel gefragt. Die sind alle drei sympathisch und das macht das Ganze angenehmer. Anschließend kam noch unser Hausarzt. Dem geht es so wie uns, er hat seine Mama zu sich geholt, da auch sie sich in diesem letzten Stadium befindet. Er hatte heute selbst den Palliativdienst bei sich... Dann rief anschließend noch der Gutachter von MedicProof an. Der war mir so unsympathisch, aber dank unserer tollen Beraterin bin ich gewappnet;-) Ich organisiere so viel, weil es mir hilft, wenn ich helfen kann. Hä? Klingt blöde, ist aber so! Ansonsten kann ich ja nicht viel für meinen Papa tun. Am 19. Februar hat er Geburtstag. Ich habe heute eine Baumpatenschaft für ihn besorgt. Er soll der Pate eines Boskop-Apfelbaumes auf einer Obststreuwiese bei Lübeck sein. Meine Eltern haben auch einen Boskop-Apfelbaum mitten im Garten und den lieben wir alle, besonders mein gärtnernder Papa:-) Ich hoffe, er freut sich über seinen Apfelbaum auf der Streuobstwiese... So, ich bin erschöpft und müde. Erst mal einen Kaffee trinken und Beine hoch. Danke für deine lieben Zeilen! Und ich schau mal, was bei dir so ist, ja? Liebe Grüße Miriam |
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Liebe Miriam,
oh wie schön, dass dein Papa nun zu Hause ist. Sicher wird auch das jetzt nicht einfach, aber nicht ins Krankenhaus fahren zu müssen ist auch schon mal schön. Und ihr scheint ja wirklich mit den Ärzten und Palliativschwestern gut aufgehoben zu sein, das ist sehr schön und macht sicher ganz viel aus. Dein Papa kann sehr glücklich sein, dass er eine so tolle Familie hat. Du kümmerst dich großartig und das hilft ihm ganz viel. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft, nimm dir immer auch deine Auszeiten, damit du immer wieder auftanken kannst! Liebe Grüße Nadine |
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Liebe Mirilena,
ich habe zwar unzählige Mittelchen an Kügelchen und Schüssler Salzen zu Hause. Aber ich weiß leider nicht was bei einer Anämie richtig hilft. Mein Papa hat das gleiche Problem. Aber erst bei einem Hb von 9 bekommt er eine Transfusion. Sagte jedenfalls heute die Ärztin. Meine Chefin (ich arbeite bei einem Lungenarzt und ich habe eine richtig coole Chefin) war auch der Meinung, das bei einem Hb von 9,7 bereits Handlungsbedarf besteht, aber im Krankenhaus sehen sie es anders. Es gibt ja das sogenannte "Kräuterblut" aus dem Reformhaus. Von dem hab ich schon viel gehört, aber ich kenne nur den Namen. Ob das eine Option für deinen Papa wäre? Ist ein Saft oder Sirup. Ich habe keine Ahnung wie verträglich es ist. Du müsstest dich einfach erkundigen. Eine zweite Möglichkeit wäre, aus den Hipp-Baby-Brei-Fleisch-Gläsern was mir ins Essen zu mischen. Das ist gut verträglich und man schmeckt die Babynahrung untergerührt in normale Speisen ja nicht raus. Diese Brei-Gläschchen hat meine Tante immer bekommen, als sie große Verdauungsschwierigkeiten bei ihrem Darmkrebs hatte. Die vertrug sie und Eisen ist auch noch drin. Ich hoffe , ich konnte dir ein bisschen helfen. Jedenfalls ist es schön, dass dein Papa jetzt zu Hause ist. Ich wünsche euch noch ganz viel schöne Zeit. |
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Liebe Jasofe,
ganz lieben Dank! Ich hatte gestern auch die Palliativschwester gefragt. Sie empfahl mir auch "Kräuterblut". ansonsten könne man nicht viel machen und um eine Transfusion zu erhalten müsste mein Vater wiederum ins KH. Das wäre viel zu anstrengend für ihn. Ich versuche es einfach mal mit dem Kräuterblut. Vielleicht hilft es wenigsten ein bißchen!!! Für dich und deinen Vater auch alles, alles Liebe! Miriam |
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Fiel mir eben gerade noch ein: Muli-Sanostol mit Eisen
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;) Klar, gute Idee! Morgen ab ins Reformhaus!!!
Schönes Wochenende! |
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Liebe Miriam,
schön, dass Dein Papa nun zu Hause ist und Ihr gute Betreuer an Eurer Seite habt. Soweit ich weiß, gibt es "Floradix Kräuterblut" nur in der Apotheke und nicht im Reformhaus. Das ist ein Saft mit Eisen, habe ich selber mal eine zeitlang genommen, weil der besser verträglich ist, als diese Eisenkapseln. Du kannst Deinem Papa ja auch diese Trinknahrung in der Apotheke besorgen. Das sind so kleine Flaschen, die viele Kalorien enthalten. Da gibt es mittlerweile schon viele verschiedene Geschmacksrichtungen. Und es ist nicht so anstrengend, 200 ml zu trinken. In der Zeit, als ich meinen Papa begleitet habe, hatte ich immer so ein kleines Heft einstecken, damit ich mir schnell aufschreiben konnte, was ich noch erledigen oder besorgen muss. Bloß nichts vergessen. Dieses Organisieren, Besorgen usw. war für mich damals ganz wichtig, weil ich etwas tun konnte und nicht nur hilflos oder abwartend daneben saß. Und jede Kleinigkeit war so wichtig. Egal, ob es eine Creme war oder eine besondere Schokolade oder so. Miriam, Du machst das toll und Deine Eltern können stolz auf Dich sein. Alles Liebe für Dich und natürlich der Wunsch, dass Dein Papa sich zu Hause ein bißchen erholt. Liebe Grüße Carla |
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Liebe Carla,
DANKE!!! Ich war heute in der Apotheke. Unser Apotheker meinte, ich solle erst einnmal Rücksprache mit dem Hausarzt halten. Diese Erschöpfung käme vor allem davon, dass Tumor und Metastasen so sehr zehren und er innerhalb so kurzer Zeit so stark abgenommen habe. Okay, dann spreche ich am Montag mit dem Arzt. Heute war der Gutachter da und entgegen meines telefonischen EIndrucks, war es ein freundlicher und verständnisvoller Arzt. Er hat auch Rücksicht darauf genommen, dass Papa das Sprechen schwer fällt. Ich hatte eine Liste vorbereitet, wo ich alle Pflegtätigkeiten mit zeitlicher Dauer notiert hatte... Die Liste hat er auch mitgenommen. Eigentlich lief alles ganz angenehm ab und am Montag erhält die Krankenkasse das Gutachten. Nun hat Papa das alles zum Glück hinter sich und wir können uns auf ihn konzentrieren. Die Idee mit der Liste, auf der du alles notiert hast, finde ich sehr gut! Das mache ich auch bereits, weil ich schon teilweise NAmen und Telefonnummern nicht mehr erinnere... Ich werde es meiner Mutter auch empfehlen. So, jetzt ruhe ich mich ein bißchen aus und dann basteln Helli und ich den Apfelbaum aus Tonpapier für unser Geburtstagsplakat. Er hat übrigens am 15. Februar Geburtstag und ich am 19.;-) MAnchmal bin ich echt wirr im Kopf;-))) Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!!! Liebe Grüße Miriam |
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Ich komme gerade von der "NAchtschicht" bei Papa, damit Mama mal durchschlafen kann. Schlafen konnte ich kaum, da Papa so unruhig atmet und wenn ich sein Atmen mal nicht hörte, schrillten umgehend meine inneren Alarmglocken. Dreimal habe ich ihn heute Nacht zur Toilette begleitet. Es tut mir so weh, ihn in seinem ausgemergelten Körper zu sehen. Jeder Schritt ist eine Qual, aber er will unbedingt aufstehen und zur Toilette... Wenn er aufwacht, dann geht sein Blick irgendwie ins Leere. Seine Augen sehen mich gar nicht an sondern schauen in die Ferne. Und sie sind so trüb und glasig. Als ich ihn wieder ins Bett legte und zudeckte und seine Stirn streichelte, fühlte er sich so kalt an. Aber es sei ihm nicht kalt, meinte er. Dann liegt er immer noch ein Weilchen wach und starrt in die Dunkelheit. Aber er ist total klar! Das wundert mich nahezu, denn seinem Blick nach zu urteilen, hätte ich etwas anderes vermutet. Leider mag er ja nicht sprechen, weil auch das ihm so schwer fällt. Nur das stimmlose Flüstern geht ganz gut. Mama sagte, sie habe so gehofft, dass sie nochganz viel mit ihm reden könne, wenn er erst wieder daheim sei, aber da sei nichts mehr mit Unterhaltung. Aber immerhin können wir bei ihm sein, seine Hand halten und ihm etwas erzählen. Als ich heute Nacht im Sessel saß und nicht schlafen konnte, ging mir so vieles durch den Kopf. So viele Bilder und Erinnerungsfetzen aus meiner Kindheit. Schöne Momente mit Mama und Papa. Und eine Erinnerung lief wie ein Film ab: ich fuhr mit meinem Papa in den Schwarzwald, um meine Mama von der Kur abzuholen. Ich lag hinten auf der Rückbank im Auto, Papa fuhr und war ganz vergnügt, je näher wir dem Ziel kamen. Mama hatte uns für eine Nacht in einer Pension untergebracht und ich schlief mit Papa in einem Doppelbett mit riesigen Federkissen und Decken. Wir beide mussten richtig lachen, als wir darin lagen und versanken geradezu unter den enormen Daunenmassen. Und ich erinnere mich an den unglaublich leckeren Apfelsaft und dass wir Spaghetti Bolognese aßen, mein VAter und ich und ich war sehr stolz im Restaurant und kam mir sehr erwachsen vor. Ich ganz allein mit Papa im Restaurant. Das war ein Erlebnis! Damals war ich acht Jahre alt. Ob mein Vater sich wohl auch daran erinnern kann? Und wie sieht seine Erinnerung aus? Er hat sich natürlich riesig auf meine Mutter gefreut nach vier Wochen. Ich werde ihm das heute erzählen. Und wie Mama sich über uns beide gefreut hat, als wir sie im Müttergenesungsheim abholten. GAnz stolz stellte sie uns ihren neuen Freundinnen vor und zeigte uns alles. Und ich bekam einen selbst gestrickten Ringelpullover mit einer Holzbrosche. Das war eine Eule;-) Komisch, an was für Dinge man sich erinnert, oder? Und natürlich machten wir einen langen und ausgiebigen Waldspaziergang und ich weiß noch, dass dort eine umglaublich alte und dicke Tanne stand und ich versuchte, sie zu umarmen. Das ist Jahrzehnte her und kommt mir vor, als sei es gestern gewesen.
So, nun muss ich Frühstück machen für meine Maus und dann gehe ich mal eine Stunde bequem im Bett schlafen. Liebe Grüße Miriam |
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oh liebe miriam,
das ist alles so schön was du schreibst aber auch sehr traurig!! für mich noch mehr traurig, weil ich denke du hast so gut , weil du bei dein vater sein kannst. ich nicht. zwischen uns liegen 2000 km. und ich habe hier auch eine kleine tochter . oh mensch!!! viele kraft wünsche ich euch!! :cry::cry: daniela |
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Hallo Mirilena!
Frisch aus dem Heimaturlaub von meiner Ma zurückgekehrt habe ich deine "geschriebene" Woche verfolgt. Es ist schön und traurig zugleich in solchen Kindheitserinnerungen zu schwelgen. Mir ging es "zuhause" ebenso, wenn ich meine Eltern sehe. Auch wenn meine Ma einen guten KO Befund hatte, sieht man ihr die Erkrankung wirklich an. Ihre Augen sehen so kraftlos aus und sind permanent gerötet, die Augenränder rot. Naja nicht so schön, aber zumindest gibt es sonst keinen Grund übermäßig besorgt zu sein. Bezüglich des Floradix Kräuterblutes kann ich dir sagen, daß es das als Saft sowie Dragees zu kaufen gibt. Der Saft schmeckt äußerst gewöhnungsbedürftig, die Dragees sind einfacher und nicht so geschmacksintensiv. Man sollte nach der Gabe ca. 20-30 min. später etwas vitamin C haltiges zu sich nehmen, damit der Körper das Eisen besser verwerten kann. Z.b. ein Schnapsglas O-Saft, Wasser mit Zitrone. Rote und Grüne Gemüse, sowie Obst helfen auch gegen Eisenmangel, gibts ja auch als Säfte. Ich wünsch deinem Pa alles Gute und dir viel Kraft! Lieben Gruß Nicerl |
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Liebe Daniela,
ja, es ist mein großer Vorteil, dass wir so dicht beieinander leben und ich meine Eltern jetzt unterstützen kann und meinen Papa jeden Tag besuche. Ich glaueb dir gern, wie schwer es wiederum für dich ist, wenn dein Vater in einem anderen Land lebt und du nur über Telefon Kontakt halten kannst. Da machst du dir gleich doppelt Sorgen und Gedanken. Ich finde es aber sehr schön, dass du alles Menschenmögliche unternimmst, um deinen Papa zu unterstützen und einen Onkologen vor Ort in Rumänien ausfindig gemacht hast. Ich drücke euch ganz feste die Daumen, dass alle Untersuchungen stattfinden und dass die Ergebnisse gut ausfallen. Alles Liebe für dich und deinen Papa!!! Liebe Nicerl, das ist ja schön, dass du deine Mutter besuchen konntest! Sie hat sich bestimmt riesig gefreut! UNd die rot geränderten Augen kommen mir sehr bekannt vor. Ich glaube, das hat alles mit der Behandlung zu tun. Ich hatte immer gedacht. Toll, mein Vater verträgt die Chemo super und ohne Nebenwirkungen!!! Okay, er nimmt die Magentropfen gegen Übelkeit, aber ansonsten alles prima... Damit lag ich wohl völlig daneben, denn meist achtet man nur auf die äußeren Symptome, die man auch sehen kann, oder? Wir haben ihm die Haare abrasiert, als sie anfingen büschelweise auszufallen. Aber was alles in ihm und in seinem Körper passierte, kann ich mir erst jetzt vorstellen... Ich hoffe ganz ganz fest, dass deine Mama es schafft!!! Alles Liebe und eine feste Umarmung, Miriam |
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hallo Mirilena,
danke dir! ich frage mich ob das gut ist, weil ich ihm der onkologe gesucht habe. Ok der soll ein der beste onkologe sein in rumänien, aber der ist ca. 250 km entfernt von der stadt wo mein papa lebt. in der stadt wo mein papa lebt gibt es auch eine onkologische abteilung in der krankenhaus aber es ist wirklich alles so primitiv dort. Lg Daniela |
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Diese Problematik kenne ich! Ich wollte auch, dass mein Vater in eine Spezialklinik geht, aber er wollte es nicht. Vielleicht hast du ja Glück und dein Vater nimmt es an und ist auch in der Lage dorthin zu reisen. Ich hatte bereits ein wenig in deinem Thread gelesen. Ich hoffe, dass es nicht noch finanzielle Probleme gibt, wenn dein Papa sich in >Behandlung begibt. ES ist ja schon alles schlimm genug! Wie gesagt, ich drücke euch ganz fest die Daumen!!!!
:winke: Miriam |
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liebe miriam,
aha , leider ist immer so, dass mann in rumänien besser behandelt wird wenn man dem arzt ein umschlag mit geld gibt. obwohl mein vater auch sein ganzes leben in die krankenversicherung bezahlt hat. na ja zum glück ich kann mein vater Finanziell helfen. wie gehts dein vater. hat er schmerzen? und hatt er husten und luftnot? lg daniela |
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Liebe Daniela,
ich komme gerade wieder von der "Nachtschicht" und bin ziemlich aufgewühlt. Meine Mutter rief gestern Abend gegen 22 Uhr an und war so aufgelöst, dass ich schnell hingefahren bin (im Pyjama und Winterjacke drüber, Decke unter den Arm geklemmt). Mein Papa hat heute Nacht so gar keine Ruhe gefunden. Er bewegte sich ständig, fand keine entspannende Position und ich habe immer seine Hände und später seine Beine gestreichelt in der Hoffnung, dass ihm Berührung angenehm ist und ihn ein wenig ablenkt von seinen Schmerzen. Seltsamerweise hatte er heute NAcht wieder Schmerzen. Ich habe ihm seine Tropfen gegeben und meine Mutter hatte ihm bereits eine zusätzliche Morphiumtablette verabreicht. Alle 30 Minuten musste er zur Toilette und ich habe ihn immer überredet die Flasche zu benutzen. Irgendwann gegen kurz vor zwei war ich dann auf dem Sofa eingeschlafen und wachte auf einmal auf, weil meine Mutter auf Papa einredete. Er war tatsächlich mit dem Rollator aus dem Wohnzimmer "geflüchtet" zu ihr ins Schlafzimmer und wollte sich dort ins Doppelbett legen. Und er wollte ein Bier (!!!) trinken. Meine Mama meinte dann ganz besänftigend, er könne kein Bier trinken, weil er doch so viele Medikamente bekomme. Letztlich ist sie aufgestanden und kam mit einem Glas bier zurück. Er hat daran genippt und fing zu würgen an. Bäääh, eklig! "Ja, siehst du, nun weißt du wieder, wie Bier schmeckt und dass du es besser nicht trinkst..." Und dann sind Papa und ich endlich eingeschlafen... Aber ich hatte heute NAcht blöde Gefühle, als er so leise vor sich hinstöhnte und ins Leere sah. Die Augen fielen ihm immer wieder zu und mit Gewalt riss er sie wieder auf. Er war so erschöpft aber eine innere Unruhe trieb ihn an. Ich hatte bereits befürchtet, dass er den heutigen Tag, seinen Geburtstag, nicht erleben würde. Ich fühlte mich auch so machtlos und hilflos. Was kann ich bloß tun, um ihm Erleichterung zu verschaffen?! Ich bin zwar gut im Reden, aber ich denke, er will gar nicht reden. Außerdem sollte er ja auch schlafen und ausruhen. Also habe ich ihn immer und immer wieder gestreichelt und ein wenig die Beine massiert. Heute wird er bestimmt den ganzen Tag schlafen. Der Schlafrhythmus scheint sich jetzt umzustellen... Dann werde ich heute Nacht wieder dort sitzen und versuchen, einfach nur da zu sein und ein wenig auf ihn aufzupassen. Ich rede immer in Gedanken mit ihm und erzähle ihm, was für ein wunderbarer Papa er mir war und auch noch ist und dass ich dankbar bin, dass ich seine Tochter sein kann. Und ich erzähle ihm von all den Kleinigkeiten, über die wir uns freuen konnten. Frische Brötchen zum Frühstück, wenn er aus der NAchtschicht kam, ein blühender Garten im Frühjahr und Sommer und seine Wut darüber, dass Mama und ich ständig neue Stauden anschleppten und er immer etwas herausriss;-), Abende auf der Terrasse bei einem Glas Wein, unsere laaaaaange ZUgfahrt in die Toskana und die Suche nach unserem Feriendomizil, das völlig versteckt in den Hügeln lag. Seine kurzen Besuche bei mir zuhaus auf einen Kaffee, unsere Tapezieraktion und die Renovierung von Helenas Zimmer (seine letzte handwerkliche Leistng im April vergangenen Jahres nach der Diagnose), unsere vielen gemeinsamen Ausflüge als Familie, unser Abend beim Italiener in Bordesholm, Spaziergänge am Strand, Unterhaltungen über Gott und die Welt. Selten, viel zu selten, hat mein Papa jemanden wirklich dicht an sich herangelassen und über seine Gefühle gesprochen. Aber es gibt solche Momente und die sind mir unglaublich wichtig! Was ich niemals vergessen werde, ist unser letztes OStern. Wir saßen beide auf der Terrasse bei herrlichem Wetter und uns saß der Schock der Diagnose im Nacken. Ich wollte so stark sein und weinte doch. Und dann fing auch Papa zu weinen an und das war gut so. Unter Tränen sagten wir uns, dass wir uns sehr lieb haben und ich musste ihm versprechen, dass ich mich um Mama kümmere und all die administrativen Dinge übernehme, dass ich ihren Umzug organisiere, wenn es so weit ist und ich musste mit ihm über seine Beerdigung sprechen. Das hat mir wirklich das Herz gebrochen, aber ich habe es dennoch getan, weil es wichtig für ihn war. Alles ist geklärt und ich weiß, was er sich wünscht, wenn er jetzt gehen muss. Und ich bin sehr froh, dass wir das bereits alles besprochen haben, denn jetzt mag er nicht mehr sprechen. Ich habe gelesen, dass Sterbende oft nicht mehr sprechen mögen. Da ist nur Stille und sie sind nach innen gewandt. Sie haben noch vieles für sich und mit sich selbst zu klären und es ist gut, wenn man diese Stille akzeptieren kann. Aber das fällt mir so schwer! Ich würde gern noch so vieles erfahren, mit ihm teilen. Heute ist sein 71. Geburtstag. Ich lege mich jetzt mal für eine oder zwei Stunden hin... ZU deiner Frage, Daniela: Papa ist derart mit Medikamenten "zugedröhnt", dass sich sein Husten in Grenzen hält. Er nimmt ACC Brausetabletten (600 mg) gegen den zähen Schleim, der in den Bronchien sitzt. Das hilft ihm, denn dann kann er besser abhusten. Luftnot hat er eigentlich nicht. Er hat immer gesagt, mit dem Lungenkrebs können er leben. An die Einschränkungen habe er sich gewöhnt. Wer ihm so gar keine Chance gelassen hat, das sind die widerlichen Knochenmetastasen, die sich überall in seinem Körper ausgebreitet haben und ihm solche Schmerzen verursachen. Ich hatte anfangs auch schreckliche Angst, er könne womöglich ersticken wegen des Lungentumors, doch das ist Gott sei Dank bei ihm nicht der Fall. Er hustet auch kein Blut. Alles Liebe und Gute Nacht vorerst Miriam |
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Liebe Miriam,
Dein Bericht hat mich sehr berührt. Ich finde es wirklich toll, wie Du das schaffst, Dich auf die Bedürfnisse Deines Papas einzustellen und ihm das zu geben, was ihm am meisten hilft. Das ist das kostbarste Geschenk, was Du Deinem Papa geben kannst. Für heute wünsche ich Euch möglichst positive Momente. Und viel Kraft für diese schweren Tage - ich erinnere die letzten Tage meiner lieben Mami noch sehr genau... Alles Liebe und Gute :pftroest: Anja |
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ach Miriam, ich wünsche dein papa zum geburtstag, gott wie soll ich es sagen, das er noch viel zeit bei euch ist, aber das er nicht leidet und keine schmerzen hat!!! Du machst alles so gut!!!
mein vater ist am 12 Januar, 71 geworden. morgen hat er endlich den termin bei der onkologe. zum glück das er hin will. mal schauen. mein bruder ist bei ihm zum glück. und fährt mit ihm und kümmert sich ganz gut um ihm! Wir haben für den 26 april für mich, mein mann und unsere tocher flüge gebucht für 9 tage nach rumänien. Ich freue mich. wenn aber was ist muss ich schnell rüber fligen. In moment gibt mir mein mann und unsere tochter viel kraft. Wenn ich unsere tochter sehe dann vergesse ich alles ein bisschen. Wir haben unsere tochter vor zwei jahre aus haiti , adoptiert. Als sie zu uns kam war sie auch mehr tod als lebendig. War sehr stark abgemagert und ausgetrocknet. Aber jetzt blüht sie und geht ihr soooo gut, und das gibt mir viel kraft in moment!! lg und bis später daniela |
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@Daniela: Das ist schön, dass ihr die Möglichkeit habt, deinen Papa zu besuchen! Das wird dir auch ein wenig helfen, wenn du ihn in die Arme schließen kannst und in seiner Nähe bist.
Ich komme gerade von meinen Eltern. Heute vormittag war es so schlimm, dass Papa mehrmals erbrechen musste. Wir hatten die Ärztin vom Palliativdienst gerufen und ihr alles geschildert. Die wahnsinnig unruhige Nacht, Schmerzen trotz der Medikation, Übelkeit und dann das Erbrechen. Nicht einmal die Medikamente hat er bei sich behalten. Nun haben wir umgestellt und müssen mal schauen, wie Papa damit zurecht kommt. Auch tagsüber kam er nicht zur Ruhe. Er sagte, er sei so müde und wolle schlafen, aber daran war nicht zu denken. Ich habe meine Mutter ins Bett geschickt und bin an Papas Seite geblieben. Ständig wälzte er sich im Bett und dann wollte auch auch andauernd aufstehen, doch es fehlt die Kraft. Immer meinte er, etwas tun zu wollen, was er dann aber sogleich wieder vergessen hatte. Dann sagte er zu mir: Komm, lass uns endlich nach Haus gehen." Nach Haus, wir sind doch zu Haus. Ich habe ihm erklärt, dass wir daheim sind, dass Mama im Schlafzimmer schläft und ich bei ihm sitzen bleibe. Es war schon seltsam. Später hat er dann Gestalten gesehen. Ein dicker fetter Kerl auf einem Baumstamm, der ihm aber nichts Böses wollte. Das kommt wohl von den Medikamenten bzw. von den Opioiden. Am späten NAchmittag war er aber wieder klar und wir haben geredet und gemeinsam geweint. Einige Freunde und Verwandte haben angerufen, mit einigen hat er am Telefon gesprochen. Ich gehe mal davon aus, dass ich heute Abend wieder zu meinen Eltern fahren werde. Jetzt muss ich erst einmal duschen und dann mal weiter schauen. Zum Glück trinkt Papa wenigstens noch etwas, essen mag er natürlich nicht aber ihm ist zumindest auch nicht mehr übel seit heute Mittag. DAs ist ja schon mal gut. Allen einen schönen Abend und eine geruhsame Nacht, Miriam |
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@Anja: Danke!!! Ich hoffe immer, dass ich etwas tue, das ihm ein wenig hilft oder Erleichterung bringt oder einfach angenehm ist. Heute nachmittag haben wir zusammen geweint. Meine Tochter Helena hat für ihren Opa ein Bild gemalt. Es zeigt ihn und mich am Strand, wie wir einen Lenkdrachen steigen lassen. Das war einer meiner obersten Wünsche auf der Wunschliste an meinen Papa. DAs werden wir nicht mehr schaffen, aber nun hat Helena es uns gemalt. Ich war so gerührt, dass ich weinen musste und weil ich geweint habe, kullerten auch meinem Papa die Tränen und dann sagte er mit seiner leisen Stimme: "Aber du weißt doch, dass ich dich liebe." "Ja Papa, das weiß ich und ich liebe dich auch und deshalb tut das alles ja so weh."
Umarmung, Miriam |
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Ich wünsche euch, das die Medi-Umstellung gut klappt und deinem Papa ein paar Symptome, wie dieses Erbrechen und die Schmerzen genommen werden können.
Deine letzten Zeilen haben mich zutiefst berührt. Ich denke an dich! |
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Liebe Miriam,
seit einiger Zeit lese ich regelmäßig in Deinem Faden. Meine Mama ist im Januar diesen Jahres an einem Adenokarzinom der Lunge verstorben. Ich wollte Dir sagen, dass ich finde, dass Du mit dieser schwierigen Situation sehr gut umgehst. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft und noch viele schmerzfreie Momente mit Deinem Papa. Ich weiß, Abschied nehmen tut so weh. Alles Liebe :1luvu: Carlotta |
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Liebe Miriam,
jeden Tag lese ich bei Dir und bewundere Dich, wie Du Dich um Deinen Papa kümmerst. Es gehört sehr viel dazu, das alles durchzustehen und so für ihn da zu sein. Ich hoffe sehr, dass die neuen Medikamente ein wenig Linderung bringen und Dein Papa nicht so leiden muss. Dir wünsche ich weiterhin viel Kraft. Liebe Grüße und ich denke an Dich. Carla |
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Liebe Mirilena!
Es ist so schwer einen geliebten Menschen mit diesem Leidensweg zu begleiten! Aber ich finde du leistest Großartiges! Du holst deine ganze Kraft aus dieser liebevollen Beziehung die ihr wohl alle schon immer untereinander gepflegt habt. All dies kann dir keiner mehr nehmen; Die Liebe ist das größte Gut, das wir miteienander teilen können. Und wie du schon richtig geschrieben hast, tut es deshalb auch so weh wenn man in Raten Abschied nehmen muss. Fühl dich gedrückt:knuddel: Nicerl |
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hallo liebe mirilena,
habe heute als ich nach hause kam nachgeschaut ob du was geschrieben hast, wie es dein papa geht. leider noch nicht von dir gelesen. hoffe ist alles in ordnung. lg daniela |
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Ach, das ist lieb, dass ihr alle hier eine Nachricht gelassen habt! Darüber freue ich mich sehr und manchmal denke ich, dass all das Schlimme doch auch etwas Schönes mit sich bringt... Klingt vielleicht blöd, ist aber letztendlich doch so. Da haben wir uns alle in diesem Forum getroffen und haben alle ähnliche Ängste, Geschichten, Verzweiflung und ganz viel Liebe. Und obwohl wir uns alle nicht kennen, erfahre ich hier doch mehr Trost (abgesehen von meiner Mama und Helena, meiner Tochter) und Verständnis als in der "realen Welt". Und das ist doch auch etwas Schönes, gerade in dieser schweren Zeit. Manchmal wünschte ich tatsächlich, wir könnten uns alle mal treffen. Wir wären sicherlich ein bunter Haufen, was?
Meinem Vater geht es insofern besser, als dass ihm heute wenigstens nicht übel ist. Aber an Schlafen war nachts nicht zu denken. Meine Mama meinte, er habe höchstens 30 Minuten schlafen können, sei dann wieder aufgewacht und musste zur Toilette. Dank Toilettenrollstuhl an seinem Bett fiel das ein wenig leichter als die Tortur zum BAdezimmer mit dem Rollator. Aber dennoch erschöpft ihn das dermaßen, dass meine Mutter heute Windeln aus der Apotheke geholt hat, damit er nicht immer aufstehen muss. Er wird das nicht gerade gut finden, aber sie wird es heute NAcht ausprobieren. Ich wollte eigentlich heute Nacht übernehmen, aber sie will nicht, weil ich morgen arbeite. Wir hatten gerade ein sehr, sehr langes Telefonat und das war auch sehr schön. Gestern hat Papa bisweilen viel geschimpft, aber wer würde das nicht, wenn er gar nichts mehr machen kann und selbst das Sprechen schwer fällt. Heute hat er tagsüber viel geschlafen hat mir Helena erzählt. Zum Glück, denn er muss ja auch etwas nachholen. Leider hatte er auch nachts wieder Schmerzen und so musste meine MA ihm die doppelte Ration Morphintabletten verabreichen. Die Beruhigungstablette hilft gar nicht mehr... Heute habe ich ihm noch einmal von Helenas Bild erzählt, das mich und ihn beim Drachensteigen am Strand zeigt. Ich habe gesagt, dass wir dies zwar nicht mehr machen könnten, aber Helena habe diesen Moment visualisiert und für uns auf Leinwand gebannt. Und sie wollte ihm noch ein zweites Bild malen, dass ihn und sie auf Hellis Abiball tanzend zeigt. Aber sie hat's nicht mehr geschafft, weil sie so viel für die Schule tun musste. Das hat er nicht verstanden und ich musste ihm das nochmal langsam erläutern, bis es angekommen war. Da sagte er ganz frustriert: "Siehst du, jetzt bin ich sogar schon blöd im Kopf!" Bist du nicht, mein liebenswerter Paps, das verursachen die Medikamente, dass du Wahrnehmungsstörungen hast und das hat er auch verstanden. Sein Bewusstsein wechselt oft von glasklar zu völlig abwesend. Und er nimmt keine NAhrung mehr zu sich, seit Tagen so gut wie gar nichts. Meine Mama hat ihm versprochen, dass sie ihn nicht damit quälen wird und daran hält sie sich, so schwer ihr das fällt, wenn sie seinen ausgemergelten Körper sieht. Er braucht das nicht mehr. Er vergisst auch ganz viel und ihre Fragen (nach Aktenordnern und so) kann er nicht mehr beantworten. Er erinnert sich nicht. Nein, das ist alles nicht mehr wichtig für ihn. Heute hat micht erst nicht erkannt, weil ich mit Brille auf der Nase von der Arbeit kam;-) Samstag kommt Frank ihn besuchen, sein Patenkind. Frank ist aber mittlerweile fast so alt wie ich und Arzt. Ein toller Arzt. Gestern zu Papas Geburtstag rief er an und ich habe ihn natürlich an Papa weitergereicht. Frank fand genau die richtigen Worte: Onkel Hans-Jürgen, du hast einen ganz großen Platz in meinem Herzen. Wir haben uns zwar nicht so oft gesehen, aber wenn ich an dich denke, dann ist da sehr viel Wärme in mir und schöne erinnerungen. Weißt du noch, als ich ein kleiner Junge war und du mich im Streifenwagen mitgenommen hast und dann das Blaulicht an stelltest? Ich war so stolz! Und heute fahre ich als Notarzt mit dem Rettungswagen mit und immer wenn die Sirene geht, denke ich an dich. Und ich danke dir dafür, dass du immer für mich da warst und auch an mich gedacht hast, als ich schon lange erwachsen war. Onkel HAns-Jürgen, ich habe dich sehr lieb." Das ist doch schön, oder? Mein Papa war sehr gerührt und meinte, er habe Frank auch sehr lieb. Und mir kullerten die Tränen und kullerten und kullerten. Samstag morgen kommt Frank aus der Nachtschicht und fährt dann von Hannover zu uns, weil es ihm wichtig ist, Papa noch einmal zu sehen. Das ist ein schöner Liebesbeweis und ich glaube, das wird Papa gut tun. Ich freue mich über all diese Menschen, die so sehr an ihn denken, ihn lieb haben und ihm Gutes wünschen. Auch ein großes Dankeschön an euch alle hier, die ihr mich lest und mir so liebe Worte schreibt. Das gibt schon Kraft! Wir hoffen alle drei (Mama, Helli und ich), dass Papa nicht mehr so lange hier verweilen muss und bald seinen Frieden findet. Mama sagt, sie würde ihn si gern noch hier behalten, aber sie hat ihn bereits losgelassen. Sie ist so stark jetzt, wo es darauf ankommt. Ich hoffe nur, dass sie nicht irgendwann umkippt. Aber wir alle drei können uns nicht vorstellen, wie es sein wird ohne ihn. Mama am wenigsten. Die beiden sind im August 50 Jahre verheiratet und zusammen seit sich ca. 16 JAhre sind. Für mich unvorstellbar und 50 Jahre würde ich nicht mal mehr schaffen, wenn ich morgen heiratete;-) Deshalb fühlt MAma sich bereits jetzt amputiert, als habe ihr jemand etwas herausgerissen. Aber sie ist stark und lässt ihn gehen. Und wenn sie das schafft, dann schaffe ich das auch. Ich hoffe, bei euch schaut es ein wenig besser aus! Heute habe ich mich noch wahnsinnig doll aufgeregt und bin nahezu explodiert. Als ehemaliger Beamter ist mein Vater privat versichert und erhält 70% Beihilfe von der Finanzverwaltung Schleswig-Holstein. Von denen kam heute ein Brief mit der Ablehnung, die Kosten für die ambulante Palliativpflege zu übernehmen. Erst habe ich den Brief nicht verstanden und als ich verstand, war ich fassungslos und dann brannten meine Sicherungen durch. Dem Sachbearbeiter habe ich eine wenig freundliche Mail geschrieben (ans Telefon gehen die überarbeiteten Herrschaften ja höchstens einmal pro Woche) und Widerspruch eingelegt. Aus dem Schreiben geht auch hervor, dass die offensichtlich keine Ahnung haben, was SAPV Verordnung überhaupt ist. Am meisten hat mich die Tonalität des Schreibens abgestoßen und mir Würgegefühle verursacht. Essenz dessen ist: sterben Sie mal lieber sofort, denn dann verursachen Sie wenigstens keine Kosten mehr. Am liebsten würde ich umgehen die Redaktion der Bildzeitung anrufen. Für die sollte das ein gefundenes Fressen sein. Aber ich schlafe mal eine Nacht drüber. Mein Papa hat ja immer meine Impulsivität kritisiert und würde es jetzt auch tun, wenn er wüsste, was los ist. Morgen frage ich erst mal bei der KK nach, ob die das medizinische Gutachten bereits bearbeitet haben und wann wir endlich den Bescheid erhalten... Wenn man sterbenskrank ist, sollte man besser nicht privat versichert sein, denn das erschwert die finanzielle Situation ungemein. Aber auch da beiße ich mich durch und die werden mich nicht los, bevor mein Papa nicht das erhalten haben wird, was ihm zusteht. Aber ich finde es ungemein abstoßend, dass wir nun auch noch dem Geld hinterherrennen müssen, da wir ja in Vorleistung gegangen sind. Und ich muss an diejenigen kranken Menschen denken, die womöglich ganz allein und ohen Familie dastehen und zusätzlich zur Last ihrer Krankheit sich mit solchen Beamten rumschlagen müssen. Eine Horrorvorstellung! Euch eine gute Nacht und liebe Grüße :remybussi Miriam |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Liebe Mirilena!
Wow, du bist so eine starke Frau! Ich ziehe meinen Hut vor dir. Wahnsinn, wie du alles schaffst und sehr schön, dass dein Papa so eine tolle Tochter hat! Das es ihm momentan so schlecht geht tut mir sehr leid. Aber ich denke, mit so einer tollen Familie an der Seite erträgt er das Leid "einfacher". Zu der Finanzverwaltung fällt mir wirklich nichts mehr ein :twak: .... Das ist doch wirklich unglaublich! Als hättet ihr nicht schon genug Sorgen und genug Dinge, um die ihr euch Gedanken macht ... Liebe Mirilena, ich wünsche euch einen halbwegs angenehmen Abend und deinem Papa eine erträgliche Nacht und dass ihr euch nicht mehr mit den Heinis von der Finanzverwaltunf rumärgern müsst. Ganz liebe Grüße Laura :pftroest: |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Liebe Mirilena,
zunächst möchte ich dir weiterhin viel Kraft wünschen. Meine Mama war auch 16 als sie meinen Papa kennenlernte und sie wären jetzt im März 50 Jahre zusammen. Sie konnte ihn auch gut loslassen. Eine ähnlich starke Frau wie deine Mama. Die Zeit danach (es sind jetzt 4 Wochen) ist schwer für sie. Von vielen wird nicht erkannt das man trotz stark sein trauert und es einem das Herz zerreißt. Aber unsere Mütter werden das auch schaffen. Ich hole sie immer mal für ein paar Tage zu uns, wir können reden und gemeinsam weinen. Das tut uns gut. Zu deinem Papa: Fragt doch mal die Palliativärztin nach einem Schlafmittel für die Nacht. Zum Nichttrinken: Ihr könnt ihm aber Sachen für den Mund anbieten. Oft ist der sehr trocken. Ananasstücke (auch gefrorene) sind sehr gut, oder Wassereis oder Eiswürfel aus Säften. Vielleicht hat er ja daran Lust. Alles Liebe für euch alle! |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Hallo Miriam, jetzt bin ich mal hier bei dir :)
Deine letzte ganz lange Nachricht hier, fand ich rührend, toll und bemerknswert und gleichzeitig hab ich geschmunzelt ;-) Habe mich wieder erkannt... ich bin auch so impulsiv und hasse Bürokratie und ich kann dir sagen die gesetzl. KK haben genau einen an der Scheibe, wie die Privaten. Wir müssen für Oma Pflegestufe und so beantragen usw. gestern kam die Ablehnung fürs Pflegebett und die Bestätigung der Bettunterlage für die Lagerung. Bekloppt... Ich werd dann gleich mal anrufen bei dem Verein... Miriam, ich wünsch dir weiterhin viel Kraft ... ich denk ganz oft an die Lieben Menschen in diesem Forum... das gibt mir nämlich auch wahnsinnig viel Kraft... :pftroest: |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Liebe Mirilena,
schön wieder von dir gelesen zu haben :pftroest: das was du mit dem finanzen schreibst ist wirklich nicht zu fassen!!! mein vater hat leider den termin nicht war nehmen können, weil dort sehr, sehr viel schnee liegt. die strassen waren zu es lief leider nichts mehr!!! ab montag wird sich das wetter beruhigen, so das er und mein bruder einen neuen termin für montag bekommen haben. und am 24.2 hat er einen termin für PET. ich mache mir immer noch gedanke wie es am besten ist. soll er die onkologie in anspruch nehmen was in seine nähe liegt?? aber die ist nicht so gut...oder das was ein sehr guten ruf in rumänien hat (und davon gibtes wirklich nicht viele) aber die liegt nun mal ca. 270 km entfert von der stadt wo er wohnt ??? lg und bis später daniela |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Liebe Miriam,
ich habe Deine Zeilen gelesen und fühlte mich wieder in die Zeit im letzten Sommer zurück versetzt, als mein Papa schon nichts mehr essen konnte. Es war für mich sehr sehr schwer, das zu akzeptieren, meine Mutter konnte es bis zum Schluss nicht. Ich bewundere Euch für Eure Stärke. Du hast auch eine tolle Mama an der Seite und Ihr gebt Euch gegenseitig Kraft. Meine Eltern kannten sich auch sehr lange, im Sommer waren es genau 61 Jahre, davon fast 57 verheiratet. Der Bescheid von der Versicherung ist wirklich der Hammer. Die denken bestimmt, Dein Vater kann sich ja nicht mehr wehren. Aber da kennen sie Dich nicht, oder? Lass Dir das nicht gefallen. Oftmals geben die schnell kleinbei, wenn man sich zur Wehr setzt. Kostet zwar Kraft, die ihr für andere Dinge eigentlich braucht, aber aufgeben wäre wirklich falsch. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen,d ass Ihr das hinbekommt. Liebe Grüße an Dich und Deine ganze Familie. Und für Deinen Papa hoffentlich keine Schmerzen , dass er ein bißchen zur Ruhe kommt. Carla |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Hallo ihr Lieben!!!
Ich komme gerade von Papa, bin heute um ca. 10.45 Uhr aus der Firma abgehauen, nachdem ich mit meiner Ma telefoniert hatte. Sie hat heute NAcht wieder nicht schlafen können, weil Papa so unruhig war und ständig zur Toilette musste. Außerdem wieder starke Schmerzen und 5 statt 4 Effentora (Morphin) zusätzlich gegeben. Scheiße! Also hatte ich das Gefühl, ich muss zu Mama, damit sie sich hinlegen kann und ich indessen bei Papa bin. Das war auch gut so! Sie hat geschlafen und Papa auch. Als er wach wurde, wusste er gar nicht, wo er war. Ich musste ihm erst einmal behutsam erklären, dass er bei sich zu Haus ist, wo er mit Mama wohnt. Später kam die Frau unseres Apothekers, die selbst Ärztin ist und sich gerade zur Palliativärztin weiterbildet. Sie war ganz süß und hat uns ein paar gute Tipps gegeben. Dann kam noch der Anruf von Papas Palliativärztin aus Segeberg. Ich habe ihr von der Unruhe und den Schmerzen berichtet und nun haben wir das Morphinpflaster auf 150 mg erhöht. DAs scheint zu wirken, denn jetzt hat PApa gerade bEsuch von seinem ehemaligen Kollegen und er ist ganz wach und spricht (mit Stimme!!!). Und er hat sogar gelacht, das schönste, was seit Tagen passiert ist! Ich hätte vor einiger Zeit nicht glauben können, dass mich mal das Lachen oder Lächeln meines PApas so freuen würde, als hätte ich einen 6er im Lotto oder sonstwas Großartiges wäre passiert. Leider ist er aber so schwach, dass wir ihm eine Erwachsenenwindelhose anziehen mussten. Er schafft es bei der Häufigkeit des Harndrangs einfach nicht mehr auf den Toilettenstuhl. Das Aufstehen kostet zu viel Kraft. Inzwischen stelle ich mich vor ihn ans Bett, so dass er sich an mir hochziehen kann. Das klappt ganz gut, wenn er denn die Kraft hat. Aber er so einen Löwenwillen! Ungaublich! Eben habe ich ihn im Toilettenrollstuhl zur Toilette gefahren. Dasagte ich: "Paps, wenn du Pipi musst, kannst du einfach strullern. Es passiert ja nichts und du musst nicht aufstehen." Da grinst er mich schelmisch an und meint: "Ich muss aber nicht Pipi, jetzt muss ich mal Kacki!" Und da haben wir beide gelacht. Es fällt ihm bestimmt nicht leicht, so alle Hüllen vor seiner Tochter fallen zu lassen, aber wir nehmen es beide mit Humor und das hilft. Liebe CArla, ich hoffe, die Erinnerungen sind nicht allzu schmerzhaft für dich! Der Kollege meines Freunds durchleidet nämlich gerade auch noch wieder die letzten Tage seines Papas, wenn ich ihm von uns erzähle. Ich wünsche mir, dass irgendwann die Freude darüber,dass ich so einen tollen Papa habe den Schmerz überwiegt. Aber davor wird erst die Trauer kommen und das ist bestimmt sehr, sehr schwer. Dann brauche ich bestimmt noch ein paar Tipps von dir! Liebe Daniela, das ist eine ganz schwierige Entscheidung mit dem Onkologen. Wäre es möglich, dass der Arzt mit dem guten Ruf eine erste Behandlung vornimmt und alles in die Wege leitet und dein PApa dann seine Behandlung bei sich daheim fortsetzen kann? Auf Dauer wird es sehr anstrengend für ihn werden, diese lange Distanz zu überbrücken. Ich hoffe ja sehr, dass dein Papa eine gute Chance hat, aber man weiß ja leider nicht, wie sich alles entwickelt. Und manchmal geht es so schnell... Und ja, ich habe den KAmpf aufgenommen gegen die Bürokratie!!! Die werden schon sehen, was sie davon haben;-) Danke euch allen für den Zuspruch, dass ihr das alles hier lest und mir Mut macht! Das tut gut und fühlt sich an wie Seelenbalsam. Ich hoffe, ich kann mich mal revanchieren. Und Bosko, danke für den Tipp mit den Ananasstückchen, aber mein VAter nimmt gar keine feste Nahrung mehr zu sich. Er trinkt aber viel und einmal am TAg auch eine Schnabeltasse Brühe. Die ist immerhin salzig und enthält vielleicht ein wenig Energie. Selbst gekocht natürlich und ohne Glutamate:-) Also Ihr lieben, gleicht bekomme ich Besuch von meiner alten freundin Tanja (wir kennen uns seit 35 JAhren!!!Wow, was bin ich für eine alte Schabracke geworden) und sie will mich ein wenig ablenken, d.h. spazieren gehen (Sonne ist jetzt leider weg) oder Kaffee trinken gehen (wird schwierig hier bei uns auf dem Dorf). Heute Abend habe ich die NAchtschicht und die nächsten beiden Nächte auch. Aber das wird schon! Ich bin im Augenblick noch ganz euphorisch von dem Lächeln und dem Kacki-Gag! Alles Liebe euch allen und ein schönes Wochenende (und passt gut auf eure Lieben auf, aber dfas tut ihr alle ja ohnehin) Miriam |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
[QUOTE=Mirilena;1097518]
Und Bosko, danke für den Tipp mit den Ananasstückchen, aber mein VAter nimmt gar keine feste Nahrung mehr zu sich. Er trinkt aber viel und einmal am TAg auch eine Schnabeltasse Brühe. Die ist immerhin salzig und enthält vielleicht ein wenig Energie. Selbst gekocht natürlich und ohne Glutamate:-) /QUOTE] Sorry, hatte mich falsch ausgedrückt. Muß nicht gegessen werden. Wenn er den Geschmack von Ananas mag könnt ihr Stücke einfrieren und er kann es lutschen und dann wieder ausspucken. Einerseits erfrischend und durch die Faserung der Ananas auch gut für den Mundbereich. Auch so Fruchtsafteisstücke. Eben sehr erfrischend. Man kann auch Cola oder Bier einfrieren, je nach Geschmack. |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
liebe mirilena,
das ist eine, sehr sehr gute idee. wir werden so es versuchen. danke, irgendwie fehlen mir die gute Ideen in momen nicht mehr !! das mit kaki von dein papa war gut. das tut gut mal zu lachen!! druck dich!! lg daniela |
AW: Mein Papa hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium
Guten Morgen ihr Lieben,
manchmal geschehen doch noch Wunder... Auf meine Wut-E-Mail an die Finazverwaltung S.-H. habe ich tatsächlich eine Antwort erhalten. Die Sachgebietsleiterin nimmt sich nun höchstpersönlich der "Sache" an und selbstverständlich zahlen sie die SAPV für Papa... Ich solle den Beihilfeantrag direkt an die Dame richten und sie garantiere mir eine prompte Bearbeitung. Geht doch!;-))) Eine Sorge weniger! Gestern hatte Papa Besuch von Frank, seinem Patenkind. Das war ganz schön, aber auch sehr anstrengend für Paps. Frank hatte sein Notebook mitgebracht, weil er Papa die Bilder seiner Chinareisen zeigen wollte. Weihnachten haben wir Zheng, Franks chinesische Freundin, kennen gelernt. Die Idee war super, aber das war alles ein wenig zu viel für meinen Vater. Obwohl er gestern relativ gut drauf war. Die Nacht hatten wir ganz gut überstanden, wir beide. Erst hat er ca. 3 Stunden schlafen können und ist dann öfter aufgewacht, um die Toilette aufzusuchen. Tagsüber konnte er gestern wenig bis gar nicht schlafen. Aber er war ganz ruhig. Als sein Freund aus Spanien anrief, sagte er ihm, er sei nun so weit zu gehen und er habe auch langsam keine Lust mehr. Das können wir so gut verstehen... Auch wenn es weh tut, irgendwann tut es mehr weh, ihn so leiden zu sehen als sich zu verabschieden. Wir, Mama, Papa und ich, hatten gestern ein ganz schönes Gespräch. Papa hatte sogar seine Stimme wiedergefunden. Ich habe ihm erzählt, wie stolz ich auf ihn bin und ich denke, dass ihn das auch gefreut hat. Er hat das Haus damals ganz allein mit der Hilfe von Freunden und Verwandten gebaut und obwohl er ja auch kein Handwerker ist, hat er sich alles angeeignet und selbst gemacht. Ich könnte das nicht! Und wir haben über Begegnungen mit Menschen gesprochen, Erinnerungen, die wir alle drei teilen und wir haben auch gelacht und geschmunzelt. Das hat uns allen gut getan. Frank hatte Papa Bier mitgebracht in sämtlichen Variationen. Und das als Arzt;-) Er meinte, Hefeweizen Bier sei so lecker und isotonisch. Davon könne Papa ruhig mal ein Becherchen genießen. Ich habe das alkoholfreie Hefeweizen ausgewählt und Papa sagte: "Ja, das ist lecker, aber nicht mehr für mich" Aus Höflichkeit hat er dann dennoch seinen Becher geleert. Von gestern auf heute habe ich daheim geschlafen. Gestern Abend haben Helli, Thorsten und ich in meinen Geburtstag rein gefeiert. Helli hatte mir einen Kirschstreuselkuchen gebacken. Mmmmmh, lecker! Mit ganz vielen Kerzen zum Auspusten. Und ich habe mit Thorsten eine Flasche Riesling geleert und wir haben "Tintenherz" gespielt. Ich war ein bißchen betrunken, aber das war nicht schlimm. Wir haben richtig viel gelacht (nachdem ich hier anfangs wie ein Trauerkloß auf dem Sofa hing und von Papa erzählte und immer wieder die Tränen liefen). So, jetzt gibt es gleich Gebrutstagsfrühstück und dann fahre ich zu Mama und Papa, damit MAma schlafen kann und ich Papa von meiner persönlichen Feier erzähle. Ich hoffe, bei euch allen ist es halbwegs okay und euren Lieben geht es gut. Ich schicke euch ganz viele "Heilegedanken" und Sonnenstrahlen (auch wenn es so grau draußen ausschaut)! Bis bald, Miriam |
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