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aquila 27.03.2013 16:55

AW: Immunhistologischer Befund - Bedeutung
 
Ja, alle Seiten, die ich mir dazu angeschaut habe, die sich mit den Suchbegriffen befassten, waren entweder sehr allgemein gehalten, dass man halt nur allgmein erklärt bekommt, was es ist (also im Grunde dann das, was Du hier für mich gemacht hast, nur dass ich vorher den Begriff Zytokeratine halt nicht kannte und daher nicht gezielt suchen konnte)
Oder aber es ist wirklich so geschrieben, dass halt mediz. Kenntnisse vorausgesetzt sind :(

Eine Art "Auflistung" habe ich nur in so fern gefunden, dass eine gewisse Zuordnung nachlesbar ist, welche der CK's für welchen Ca-Typ häufig typisch ist... So in der Art.

Aber da es ja eh nicht das bedeutet, was ich dachte (nämlich nicht das Ansprechen auf die Zytostatika), ist es im Grunde auch nur wenig von Belang, denke ich :( bzw. bringt nicht den kleinen Hoffnungsfunken, den ich erhofft hatte.
Ob das Ergebnis in irgendeiner Weise auf ein Ansprechen auf die Chemo hoffen lässt, kann uns somit eh dann nur der Onkologe sagen...
Da hat mein Lebensgefährte ja in Kürze dann Termin wegen Chemo.

Trotzdem recht herzlichen Dank für Deine Erklärung und die Bemühungen.

LG

The Witch 27.03.2013 17:36

AW: Immunhistologischer Befund - Bedeutung
 
Zitat:

Zitat von aquila (Beitrag 1181772)
Ob das Ergebnis in irgendeiner Weise auf ein Ansprechen auf die Chemo hoffen lässt, kann uns somit eh dann nur der Onkologe sagen...

Exakt.

Zitat:

Zitat von aquila (Beitrag 1181772)
Trotzdem recht herzlichen Dank für Deine Erklärung und die Bemühungen.

Da nich für - tut mir leid, dass ich dir nicht sonderlich viel helfen konnte. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen.

aquila 31.03.2013 23:04

Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Nun muss ich nochmal eine Frage in den Raum stellen und Meinungen dazu erfragen.

Es geht im Grunde um die Entscheidung Chemo ja/nein.

Auf den Fall möchte ich nicht näher eingehen, das würde zuviel zu lesen bedeuten. Nur soviel: weit fortgeschritten, diffuse Skelettmetastasierung (keine Organe betroffen bisher), schon starker Gewichtsverlust, geschwächter Allgemeinzustand mit Tumorkachexie und Anämie, wobei der Gesamtzustand aber inzw. seit ein paar Wochen in sich relativ stabil ist / bleibt.
Bereits relativ hohe orale Morphin-Dosis.

Die Meinung der Ärzte zu der Chemo ist scheinbar zwiespältig. Ist einerseits die einzige verbleibende Möglichkeit, wenn natürlich auch nur palliativ, andererseits ist ein Ansprechen nicht vorherzusehen, zumal noch gar keine Chemo gemacht wurde (abgesehen von Radio-Chemotherapie vor der OP, also ende letzten Jahres, die den Primärtumor auf voll resizierbare Größe eingeschrumpft hat).

Nun steht die Frage von "Aufwand-Nutzen" im Raum, wie es bei palliativer Chemo ja vermutlich häufig der Fall ist...

Nun bin ich hin- und hergerissen zw. "Hoffnung und Kämpfen bis zum Schluss" und "ihn nicht aus womöglich egoistischen Gründen zu der - möglicherweise unnützen - Quälerei raten".
Oder andersherum: Würde ich ihm von der Chemo abraten, hat das so den ungewollten Unterton von "gib mal besser auf, hat keinen Sinn mehr, dann ists wenigstens schneller vorbei und nicht mehr die Unannehmlichkeiten der Chemo (für uns beide)", also entspricht dem einfach "sterben lassen", dem Aufgeben, alle Hoffnung nehmen...
Rate ich ihm hingegen zu der Chemo, hats den ebenfalls nicht gewollten Unterton von "gib nicht auf (meinetwegen), erspare mir und Deiner Familie Deinen Verlust und den damit einhergehenden Schmerz und Kummer noch möglichst lange, zu welchem Preis auch immer"

Wie kann man da völlig objektiv einen Rat geben...?? Ohne das es die falsche Botschaft vermittelt...?
Mir würde es tatsächlich schwer fallen, zu akzeptieren, wenn er Chemo nicht versuchen würde... Mein Standpunkt dazu ist: Versuchen kann mans, ists zu schlimm, kann man ja jederzeit abbrechen. Wären hingegen schon eine oder gar mehrere "harte" Chemos gelaufen, die nicht viel gebracht haben, bzw. wirklich schlimmste Nebenwirkungen hervorgerufen haben, dann wäre es vielleicht auch was anderes. Aber es nicht machen, ohne es überhaupt versucht zu haben...?
Aber wie kann man akzeptieren, wenn der Mensch, den man liebt, dann das aufgeben wählt...?
tut man demjenigen wirklich einen "Gefallen", wenn man zu der Chemo rät???
Man liest soviel von Leuten, die bei keiner kurativen Aussicht prinzipiell von Chemo abraten... Aber das finde ich falsch!
Ist das egoistisch??

Mich würde interessieren, wie ihr dazu steht, bzw. welche Erfahrungen ihr mit der einen oder anderen Entscheidung gemacht habt und ob ihr es wieder so entscheiden würdet, oder nicht.

Mirilena 31.03.2013 23:55

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Liebe Aquila,

das ist eine sehr schwierige Entscheidung, vor der dein Mann steht. Wäre ich an deiner Stelle, dann würde ich ihm gegenüber nur deine Meinung äußern, wenn er dich fragt. Es ist seine Krankheit, sein Körper und somit muss er selbst entscheiden, ob und welche Therapie er bereit ist anzutreten. Natürlich willst du, dass er kämpft und Zeit gewinnt. Und verständlicherweise möchtest du nur sein Bestes. Doch niemand weiß, was das sein mag...

Ich persönlich habe meinen Vater begleitet, der Lungenkrebs hatte sowie Knochenmetastasen. Er hatte bereits zwei Chemos hinter sich gebracht, die leider keinen Erfolg hatten... In einem sehr schlechten körperlichen Zustand (nach einem Oberschenkelhalsbruch aufgrund einer Knochenmeta, akuter Anämie etc.) rieten die Onkologen ihm zu einer dritten palliativen Chemo. Da war meiner Mutter und mir bewusst, dass er das nicht mehr verkraften würde. Meine Ma hat ihrem Mann damals gesagt, dass er ihretwegen diese Chemo nicht machen solle. Und sie würde es an seiner Stelle nicht tun. Er habe so sehr gekämpft und wenn keine Kraft mehr da sei, dann solle man das akzeptieren. Mein Vater wirkte erleichtert und sagte diese dritte Chemotherapie tags darauf ab.

Aber das kann und will ich nicht auf deinen Mann übertragen. Ich denke, du solltest dich auf deine innere Stimme verlassen. Je mehr unterschiedliche Meinungen und Erfahrungsberichte hier bei dir eintrudeln, desto verunsicherter könntest du sein... Bitte nicht falsch verstehen, aber ich befürchte, es würde dir nicht wirklich helfen. Egal, welche Entscheidung dein Mann auch treffen mag, es wird ihm auf jeden Fall helfen, wenn du diese Entscheidung gemeinsam mit ihm trägst.

Ich wünsche euch von Herzen alles, alles Gute
Miriam

gilda2007 01.04.2013 00:30

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Warum sagst du es deinem Mann nicht genau so, wie du es hier geschrieben hast? Du musst ihm doch keine fertigen Antworten präsentieren und schon gar keinen Rat. Für den Rat sind die Ärzte zuständig. Als Paar findet man im optimalen Fall einen gemeinsamen Weg. Dazu gehört auch, dass man sich die Unsicherheiten mitteilen kann, die Ratlosigkeit (!), und das Suchen nach dem Richtigen. Und am Ende muss der Patient hinter der Therapie stehen. So schwer es ist, manche Entscheidungen muss man dann auch alleine treffen, als Patient, weil man nur selbst das Gefühl haben kann, was richtig ist.

aquila 01.04.2013 13:22

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
@Mirilena
Danke für Deinen Beitrag.
Wenn ich es richtig verstehe, hat Dein Vater also erst NACH der Aussage Deiner Mutter die Entscheidung gegen die Chemo getroffen...?
Also quasi erst nachdem sie ihm klargemacht hat, dass es für sie sozusagen "ok" ist, wenn er es so macht...?
Ok, das bestätigt mich in so fern, dass es wirklich wichtig ist, dass man ihm unmissverständlich klarmacht, dass er es nicht für mich / seine Familie machen "muss"....
Auf der anderen Seite hatte Dein Pa ja schon 2 (erfolglose) Chemos, was - denke ich - die Entscheidung vielleicht auch ein bißchen einfacher machen würde, in unserem Fall. Also leichter für ihn, denke ich.
Aber ich danke Dir für Deinen Erfahrungsbericht.

Dass ich hier keine "Antwort" auf die Frage finde, ist mir klar.
Daher habe ich es ja auch nicht so formuliert, dass man mir sagen möge, was ich tun soll ;)
Ich frage halt nur nach Erfahrungsberichten, um zu schauen, wie es bei anderen war und wie sie diese verzwickte Situation für sich gelöst haben und ob es sich als richtig oder falsch rausgestellt hat (so fern man von richtig oder falsch überhaupt sprechen kann).

Im Grunde sind es genau solche Berichte wie Deiner, die mich interessieren.

@gilda2007
Zitat:

Warum sagst du es deinem Mann nicht genau so, wie du es hier geschrieben hast?
Das HABE ich bereits. Schon vor einigen Tagen. Wir haben da immer mal kurz drüber gesprochen, weil die Entscheidung bald ansteht.
Habe es ihm nicht ganz so drastisch, aber inhaltlich genau so gesagt.
Dass das eine Entscheidung ist, die er für sich treffen muss, dass ich ihn dabei nicht wirklich gut beraten kann und auch nicht beeinflussen möchte, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Und dass ich vor allem auch nicht möchte, dass er die Chemo allein für mich / uns macht.
So in der Art habe ich es ihm gesagt. (etwas ausführlicher, aber sinngemäß so)
Und ich habe ihm auch mitgeteilt, wie ich es - vermutlich - wohl machen würde, wenn ich in seiner Situation wäre. (meine Haltung dazu habe ich ja im Eingangspost dargelegt und so habe ich es ihm auch gesagt).

Zitat:

Dazu gehört auch, dass man sich die Unsicherheiten mitteilen kann, die Ratlosigkeit (!)
Das geht bei uns aus mehreren Gründen halt nur "bedingt", was ja mein Problem ist, bzw. woraus ja meine Unsicherheit auch resultiert.
Wir sind noch nicht so sehr lange zusammen (also nicht schon etliche Jahre oder so, wo ja schon sehr viel mehr Vertrautheit wäre und man den anderen ja - idealerweise jedenfalls - sehr gut kennt). Und außerdem ist es sehr schwierig mit ihm über die Erkrankung zu reden, zumindest wenn es um solche Entscheidungen geht.
Ich bin diesen Weg von Anfang an mit ihm gegangen und anfangs habe ich viel organisiert und quasi ihm immer sagen können, was er als nächstes tun muss, bzw. sollte. Und das hat ihm immer sehr geholfen, wie er oft sagte. Und mir scheint, er hat sich somit in den letzten Monaten auch in dieser Hinsicht gewissermaßen ein bißchen daran gewöhnt, dass ich mich in Bezug auf seine Krankheit (und inzwischen ja auch mit den etlichen indirekten Folgen) um "alles kümmere" sozusagen und ihm sage, was als nächstes anliegt.
An dem Punkt wo er jetzt ist geht das aber nicht (mehr), da sind Entscheidungen zu fällen, die nicht mehr dem kurativen Ansatz dienen, sondern zu der eingangs erwähnten "Aufwand(Leiden) / Nutzen (Lebensverlängerung)" - Erwägung gehören...
Und das fordert ihn sehr, wie mir scheint...
Und zudem verdrängt er auch immer noch sehr, wie es wirklich um ihn steht... Er thematisiert das in keiner Weise, also keine Äußerungen was er sich z.B. für seine Beerdigung wünscht, oder irgendwas in der Art, oder was er sich für seinen Nachlass überlegt hat usw. usf.
Das wird mit keiner Silbe erwähnt.
Daher bin ich unsicher, ob er sich wirklich ganz klarmacht, wie es aussieht...
Und ihm das "um die Ohren hauen" werde ich nicht.
Das übersteigt meine Fähigkeiten und da ihm ja alle Fakten bekannt sind, ihm nichts vorenthalten wurde, und er auch nichts fragt, denke ich, er braucht halt noch Zeit.
DAS widerum ist aber halt schwierig für die Chemo-Entscheidung.

Das war jetzt viel Geschreibe, aber ist halt auch noch etwas kompliziert.

Mich interessieren wie gesagt Erfahrungsberichte, wie z.B. der von Mirilena.

In der Hoffnung, dass es mich ein bißchen beruhigen wird und nicht wie Mirilena befürchtet noch zusätzlich verwirrt.

Mirilena 02.04.2013 00:39

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Liebe Aquila,

ja, du hast meinen Bericht richtig verstanden. Der Onkologe hatte meinen Vater überredet, eine dritte (unseres Erachtens völlig sinnlose) Chemo anzutreten. Nachdem meine Ma ihm klar gemacht hatte, dass er ihretwegen nicht mehr kämpfen muss, hat er sich dann dagegen entschieden. Stattdessen haben wir alles getan, damit er sich auf die Palliativstation verlegen ließ, um endlich eine vernünftige Schmerztherapie zu erhalten... (Kannst du bei Interesse in meinem alten Thread "Mein Vater hat Lungenkrebs im fortgeschrittenem Stadium" nachlesen). Ich denke, mein Papa wollte kämpfen, er wollte leben, überleben, zumindest mehr Zeit haben, für seine Frau. Genau das wird deinem Mann sicherlich auch beschäftigen... Als hinterbliebene Tochter kann ich nur sagen, dass ich heute nicht mehr auf Biegen und Brechen eine Befürworterin der palliativen Chemo bin. Ich weiß, dass ich da nur theoretisch spreche, denn ich bin nicht selbst krank... Aber wenn ich an den Leidensweg meines Papas denke, dann frage ich mich, ob ihm die beiden Chemos überhaupt irgendetwas gebracht haben. Ob sie seinen Körper womöglich nicht noch mehr ausgezehrt und belastet haben. Ob seine Lebensqualität eine bessere gewesen wäre, wenn er darauf verzichtet hätte und stattdessen viel früher einen Schmerztherapeuten hinzugezogen hätte. Ich weiß es nicht und werde es auch nie erfahren. Mein Vater hat zehn Monate lang schlimme Schmerzen gehabt und sie (halbwegs) stoisch ertragen. Wie furchtbar! Wir mussten dabei zuschauen, wie der Krebs seinen Körper zerstört hat und er immer weniger wurde.

Es ist toll, wie du deinen Mann unterstützt und begleitest und ich kann mir vorstellen, wie schrecklich die Situation für dich sein muss, wie hilflos und verzweifelt du dich damit fühlst. Ich wünschte wirklich, deinem Mann könne geholfen werden.

Nochmals liebe Grüße
Miriam

aquila 03.04.2013 17:58

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
@Mirilena
Danke für die anteilnehmenden Worte...

Alles was Du schreibst geht mir halt auch im Kopf herum...
Macht er das womöglich nur für mich, bzw. evtl. auch wegen seiner Eltern, speziell seiner Mutter (die er stets wärend der ganzen Geschichte zu schonen versucht hat und ihr auch lange die Wahrheit nicht erzählt hat und sich ständig Gedanken machte, was sage ich ihr nur, damit sie sich nicht so sorgt...).
Und seine Mutter setzt offenbar große Hoffnung in die Chemo... Ich habe irgendwie das Gefühl, sie scheint sogar zu glauben, die Chemo könne ihn noch "retten"...

Auf der anderen Seite glaube ich schon auch, dass er selbst kämpfen will.
Und da er ja - im Gegensatz zu Deinem Pa - noch gar keine Chemo hatte (von der im Okt. letzten Jahres abgesehen, die aber ja nur eine begleitende Therapie zur Bestrahlung war mit dem vergleichsweise eher harmlosen "Xeloda"). Und außerdem waren zu dem Zeitpunkt die Knochenmetas ja noch gar nicht bekannt, d.h. man hat da keine "Verlaufskontrolle", bzw. weiß nicht, ob die Zellen auf das Xeloda auch reagiert haben, oder nicht....
D.h. er hatte defakto noch keine Chemo, die speziell auf die Metas abzielt und wissen daher nicht, ob überhaupt darauf angesprochen wird...
Die Chancen sind wohl eher nicht sooo gut, bei Knochenmetas und wenn man das in letzter Zeit rasante Wachstum betrachtet...
Und das ist ehrlich gesagt für mich persönlich das Hauptargument, es zumindest zu versuchen. Wären wie bei Deinem Pa schon Chemos gelaufen, die keine - oder keine in einem halbwegs akzeptablen Verhältnis stehenden - Wirkungen hatten, würde ich es vielleicht anders sehen und er vermutlich auch...

ICh weiß ja nicht mal, ob er überhaupt in der Verfassung für eine Chemo ist :( Das werden wir erst nächste Woche dann wohl erfahren...
Auch macht ihm die Aussicht auf die "logistischen" Strapazen Sorge...
Ich habe keine Ahnung, wie der Transport laufen wird... Im Rollstuhl mit entspr. Taxis, die es ja gibt? Oder Krankenwagen?? Problem ist auch, dass er ja gar nicht mal allein vom Bett in den Rollstuhl kommt, wegen der QS-Symptomatik...

Ich hoffe wie gesagt nur, dass er die Entscheidung auch bewusst getroffen hat. Zumal die inzw. relativ hohe Schmerzmitteldosis (zum Glück ist diesbezügl. alles geregelt, da ist auch u.a. seitens seines Hausarztes Unterstützung, was ja auch nicht immer so ist, wie man so hört :undecided und wie es bei Deinem armen Pa ja auch offenbar gelaufen ist... ) ganz offenbar nicht eben zuträglich für seinen Geisteszustand ist :eek: Es ist erschreckend, wie teilweise fast schon verwirrt er zeitweise wirkt...
Aber ich bin ja froh, dass das mit den Schmerzmitteln gut läuft, da müssen wir also nicht hinterherbetteln, oder so.

Ich glaube, er hofft auch sehr auf die Chemo und ich bitte das Universum oder wer auch immer unsere Geschicke lenken mag, wenn es soetwas gibt, dass es doch bitte bitte bitte wenigstens ein bißchen was bringen mag und möglichst nicht zu schlimm in den Nebenwirkungen :(

Und ich hoffe, er hat die Entscheidung wirklich für sich und nicht aus irgendeinem Pflichts- oder Verantwortungsgefühl wem auch immer gegenüber heraus getroffen.

Danach fragen will ich nicht (mehr), weil er schon klar sagte, ich müsse mir nciht mehr den Kopf zerbrechen, wie ich ihn dazu überreden könne, er wolle das auf jeden Fall.
Ich habe den Eindruck, dass ihm meine kleinen "Bedenken" schon etwas unheimlich waren...
Er meinte, als ich fragte, ob er das denn nun wolle: "Naja, muss ja, nützt ja nix." Worauf ich sagte: "Du MUSST überhaupt nix, ist allein Deine Entscheidung und es gibt halt auch viele Ärzte, die in Deiner Situation zu Chemo kritisch stehen..."
Aber er meinte dann gleich, nein, er wolle das auf jeden Fall und das sei "geklärt" (will sagen: Diskussion beendet :rolleyes: )
Ich glaube, wenn ich jetzt nach der klaren Ansage noch wieder davon anfangen würde, dann hätte es WIRKLICH allmählich so einen Unterton, als würde ich ihm davon abraten wollen (und es sähe dann so aus (was nicht so ist!!!), dass ich - als Einzige :rolleyes: - dann dafür bin, dass er den Kampf aufgibt, auch aus Sicht seiner Familie und speziell der Eltern, denke ich).
Und das will ich weiß Gott nicht! Ich finde gut, dass er es versuchen möchte und noch weiterkämpfen will! Denn manchmal ist ja auch der Weg das Ziel und wenn Lebensqualität für ihn dann ja möglicherweise unabdingbar auch Hoffnung enthält, bzw. er vielleicht zu denen gehört, die lieber leiden mit Hoffnung, als sich aufgeben und nur noch Morphin-Rausch auf den Tod warten, dann ist das die richtige Entscheidung, denke ich...
Ich weiß wie gesagt nicht, ob ich es genauso machen würde, oder lieber ohne weitere Quälerei gehen wollen würde... Keine Ahnung! :shy: Daher ja auch meine Unsicherheit, was ich ihm "raten" soll....)

Arsinoe 03.04.2013 20:20

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Hallo Aqulia
Ich will nicht ausführlich auf deinen Post eingehen, ist ja auch das Angehörigen-Forum. ;) Drücke aber dir und deinem Mann ganz fest die Daumen!

Und will dir kurz ein Feedback dazu geben:

Zitat:

Zitat von aquila (Beitrag 1183001)
Ich habe keine Ahnung, wie der Transport laufen wird... Im Rollstuhl mit entspr. Taxis, die es ja gibt? Oder Krankenwagen?? Problem ist auch, dass er ja gar nicht mal allein vom Bett in den Rollstuhl kommt, wegen der QS-Symptomatik...

Bei mir wurde das Transportproblem immer problemlos von der behandelnden Praxis (Onkologie, Strahlenklinik, etc.) gelöst. Die haben mir einen Brief gegeben, den ich nur noch unterschreiben und an die Krankenkasse senden musste. Dann hat die Krankenkasse zurückgeschrieben, dass sie die Kosten übernimmt (in meinem Fall für ein Taxi) und bei der Praxis bekam ich dann ein Papier, das ich dem Taxiunternehmen geben konnte. Klingt komplizierter, als es ist.
Mein Tipp: Frag bei der Praxis, die die Chemo machen wird, nach. Die sollten da Bescheid wissen. Die können dann bei dem Antrag an die Krankenkasse auch gleich angeben, was für ein Transportmittel von Nöten ist. Da, wo ich die ambulante Chemo machte, wurden z.B. Leute, die nicht laufen konnten vom Deutschen Roten Kreuz gebracht und abgeholt (im Rollstuhl). Die halfen auch beim Reinsetzen. Lief alles prima.

Wie gesagt, drück dir die Daumen! Und lass dich von all den organisatorischen Dingen nicht wahnsinnig machen! Ich weiss, es ist oft ziemlich mühsam ...

Arsinoe

Mirilena 04.04.2013 12:31

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Liebe Aquila,

ich finde, du begleitest deinen Mann ganz toll! Du machst dir ja wirklich sehr viele Gedanken, wie du ihn bestmöglich unterstützen kannst ohne ihn bevormunden zu wollen. Nun hat er seine Entscheidung für die Chemo getroffen und das ist auch gut so! Genau wie du es schreibst, der Weg ist das Ziel!

Manchmal neigt man oder vielmehr ich wohl dazu, die eigenen Erfahrungen auf andere zu übertragen, was jedoch nicht gut ist. Jeder Krankheitsverlauf ist anders wie auch jeder Mensch ganz unterschiedlich ist und reagiert. Hinzu kommen noch so viele weitere Faktoren. Mein Vater ist sicherlich auch wesentlich älter gewesen als dein Mann und das ist bestimmt nicht unerheblich.

Ich drücke euch zumindest ganz fest die Daumen, dass die Chemo gut anschlägt!!! Sie kann deinen Mann zwar nicht gesund machen, doch immerhin besteht die Möglichkeit, dass sie Tumor- und Metastasenwachstum einschränkt! Und damit wäre schon viel gewonnen. Alles, alles Gute für euch
Miriam

aquila 04.04.2013 16:12

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Liebe Miriam,

natürlich überträgt man das auf die eigene Situation, bzw. die eigenen Erfahrungen. Das ist logisch, denke ich. Und letztlich WILL ich ja auch ganz genau diese eigenen Erfahrungen von euch hören, bzw. lesen!
Dass man die Fälle eh fast nie 1:1 aufeinander übertragen kann, ist klar.

Ich wollte also in gewisser Weise durchaus die "übertragene auf eure eigene erlebte Situation" - Einschätzung hören/lesen.

In der Hoffnung dass ich ein bißchen Klarheit in meine Empfindungen bringen kann, bzw. einfach mal erfahre, wie ist/war es bei anderen und wie haben die entschieden und war die Entscheidung im jew. Fall als eher gut oder eher schlecht einzuschätzen, im Nachhinein...

Und ja, ich bin ehrlich gesagt auch sehr froh, dass er sich für die Chemo entschieden hat und hoffe jetzt im Grunde nur noch, dass die Ärzte sie auch machen (können), bzw. seine Butwerte und Allgemeinzustand es zulassen. Und dass sie wenigstens auch was bewirkt, auch wenn an eine Heilung natürlich nicht zu denken ist und auch die Gehfähigkeit wird er aufgrund der Dauer der Schädigung der Nerven wohl nicht mehr wiedererlangen... Aber ein bißchen mehr Zeit, etwas weniger Schmerzen, das wäre doch schon was...

Nochmals danke auch für Deine lieben Worte! Ich habe einfach immer das Gefühl, nicht "genug" zu tun, bzw. es ist halt frustrierend, wie eingeschränkt die Möglichkeiten etwas zu tun halt durch die Krankheit an sich in einem Stadium wie seinem nunmal sind...
Ein bißchen aktiv sein, organisieren, helfen usw. das hilft einem selbst auch irgendwie gegen das Gefühl der OHnmacht und Hilflosigkeit, wie ich schon von Anfang an an mir selbst festgestellt habe...
Man fühlt sich manchmal auf absurde Weise "verantwortlich"... :augen:
Vielleicht weil ich ihn von anfang an begleitet und vor allem immer "beraten" habe usw. Und anfangs schien es ja noch heilbar zu sein und man hat so positiv gedacht und ihn beruhigt und aufgemuntert und nun hat man auf absurde Weise das Gefühl, ein "Versprechen" nicht "einhalten" zu können!
Verstehst Du, was ich meine?? Man bekommt so nach und Nach richtig eine dicke "Macke", fürchte ich :eek:

@Arsinoe
Danke für den Hinweis mit dem Roten Kreuz! An sowas in der Art dachte ich ja auch schon, ich werde das bei dem Termin in der Onkologie ansprechen, da bin ich dabei.
Das Problem mit Taxi ist nämlich, dass es zwar ja durchaus Taxen gibt, die auch Rollis transportieren (ich fahre nebenberuflich auch Taxi, daher weiß ich das ;) weil ich eine Weile auch behinderte Schul-Kids gefahren habe, die z.T. auch im Rolli saßen), aber ich weiß auch, dass die Taxifahrer NICHT den Patienten vom Bett in den Rolli setzen (dürfen). Das ist wohl auch versicherungstechnisch eine heikle Sache und der Taxifahrer darf im Grunde den Patienten erst ab Haustür in Empfang nehmen, sozusagen...
Also kein Taxifahrer wird ihn aus dem Bett in den Rolli heben :undecided
Darf er halt auch gar nicht.

Aber das mit dem DRK wie gesagt, das werde ich ansprechen!

Danke für den Hinweis und auch Dir Danke für die guten Wünsche!

Arsinoe 04.04.2013 21:33

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Hallo Aquila
Gern geschehen! Die Patienten, die vom DRK gebracht wurden, sassen übrigens nicht in gewöhnlichen Rollstühlen, sondern in speziellen, die wohl besonders für den Transport geeignet sind. Es waren immer zwei Mitarbeiter da, die beim Hineinsetzen, etc. geholfen haben.
Ja, frag einfach in der Praxis. Dein Mann wird sicher nicht der einzige Patient sein, der auf so eine Art Transport angewiesen ist. Die müssen Bescheid wissen, sonst würde ich mich schon sehr wundern. :rolleyes:
Good luck!
Arsinoe

cawo 04.04.2013 22:08

AW: Chemo - Entscheidung. Schmaler Grat...?
 
Hallo aquila,

kleiner Tipp.
Ruf euren Hausarzt an, der muss die Krankenfahrt verordnen.
Er kreuzt dann an, wie der Patient zu transportieren ist. Liegend / sitzend... ob Sauerstoff gebraucht wird...
Dann (so war das bei uns), rufst du die 112 an (nicht erschrecken, das ist die Notfall Nr. aber über die muss der Transport bestellt werden)

In der Onkologie das gleiche Spiel nochmal... der Onko Dok stellt den Schein aus und dein Mann wird dann wieder abgeholt (gleich beim ankommen in der Praxis Bescheid sagen, damit alles rechtzeitig organisiert wird)

Ich hatte ebenfalls das Problem, dass ich meinen Mann nicht alleine aus dem Rolli ins Auto heben konnte...

Hoffe das ist ne hilfreiche Info...

LG

Carmen

Kimiii 14.04.2013 04:44

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Seit ihr denn mittlerweile mit der Chemo Therapie angefangen?
Und wie geht es so damit?
Hoffe sehr das diese den gewünschten Erfolg hat!

Stuggi 14.04.2013 14:10

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Hallo

Korrigiert mich, aber die Chemo ist hauptsächlich dazu da, die ausstreuenden Zellen zu killen. Und die sind immer gut durchblutet.
Ob der Primärtumor drauf anspricht kann ein Hinweis sein, wie gut die gestreuten Zellen und (Kleinst-)Metastasen abgetötet werden.
Der Primärtumor wird durch die OP beseitigt.

Bei mir wars so, dass der Tumor nach den ersten 12 Chemo´s kaum kleiner geworden ist ... so richtig angesprochen hatte er augenscheinlich nicht. Nach der Resektion hat man dann aber festgestellt, das er über 2/3 totes Gewebe war.
Ob der von der Chemo oder schon von selber abgstorben ist, kann man natürlich kaum sagen ... Tumoren klauen sich ja schonmal selber die Blutversorgung.

Gute Durchblutung fördert also schon Wirkung der Chemo - aber auch das Wachstum des Tumors. Da hängt im Endeffekt sowohl Positives als auch Negatives dran. Da würd ich keine Heilungschance hineininterpretieren.

Aber quetsch ruhig nochmal die Ärzte richtig aus. Zu wissen empfand ich als beste Stütze ;)

LG

DareDevil1982 14.04.2013 14:43

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Hi
Zitat:

Zitat von Stuggi (Beitrag 1185257)
...aber die Chemo ist hauptsächlich dazu da, die ausstreuenden Zellen zu killen. Und die sind immer gut durchblutet.

ne hat nur indirekt mit streuen oder nicht streuen zu tun ... eher auf zellteilung und nicht zellteilung ...

wenn der Tumor wächst..teilen sich zellen..und die Chemo unterbindet das Zellwachstum ... und greift die Zellen an und zerstört ben diese..jedoch eben nur nicht nur Tumorzellen ...

Jedoch wie hier schon beschrieben wirken die Chemos bei sich schnell teilenden ( wachsenden ) Zellen schneller... aber das heisst nicht unebdingt das die Wirkzeit da besser ist als wenn die chemo nur langsam die Zellen tötet ... die Wirkung bzw das verkleinern kann auch erst später erfolgen ...

Manche Chemo Medis wirken halt besser auf manche Zellen als auf andere ... das es alles Gift ist das wissen wir ja ... aber Die Menge macht ja das Gift ;-)

Und Chemos wirken auf jeden Fall bei Knochentumoren... denn auch hier werden Zellen geteilt ...

Beste Grüße André

aquila 15.04.2013 15:01

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
@Kimiii
Leider musste die Chemo immer wieder aufgeschoben werden, wegen immer wieder neuer Infekte durch die unddichte Darmnaht (von der OP des R0 - resizierten Primärtumors :undecided) Obwohl die OP schon Anfang Januar war, gab es da immer wieder Probleme... Ist dann auch nachträglich doch noch Stoma gelegt worden usw. usf.
Und solange Infektion da ist und Fieber usw. wird natürlich keine Chemo gemacht. Und solange die Drainage lag ja auch nicht.
Nun war er letzte Woche endlich zur Vorbesprechung und der Doc hat ihm - vor allem aufgrund seines schlechten und stark geschwächten Allgemeinzustands - schon mehr oder weniger von der Chemo abgeraten :(
Aber erstmal müssen die Laborwerte abgewartet werden und wir haben diesen Donnerstag erneut Termin, wo dann wohl besprochen wird, ob Chemo möglich und / oder sinnvoll ist, oder nicht...

@Stuggi
Der Primärtumor hat ja bis dato im letzten Herbst nur Xeloda bekommen. D.h. Radioichemo zur Vorbereitung auf die OP.
Da war der Tumor wohl ganz gut geschrumpft, was aber sicherlich eher durch die Radiatio, als durch die Chemo kam, denke ich... Bzw. da war die Chemo ja nur unterstützend.
D.h. ein Ansprechen des Primärtumors (was ja wirklich, wie Du offenbar auch meintest, wohl Aufschluss auf die Ansprechrate der Metastasen geben kann / müsste) ist gar nicht einzuschätzen. Da noch keine reine Chemo gemacht wurde. :undecided
Eine Tumornekrose - wie bei Dir - gibts in unserem Fall auch. Und zwar wurde eine Meta im Becken punktiert und da waren auch nur tote Zellen.
Aber: ob das durch die Bestrahlung kam, bzw. diese Meta da was mit "abgekriegt" hat, oder aber durch das Xeloda (eher unwahrscheinlich, denke ich), oder aber ob eben die von Dir angesprochene "Selbstabtötung", die aber soweit mein Kenntnisstand von unserem Onkologen, meist nur das Innere des Tumors betrifft. D.h. außen wächst er fröhlich weiter und wohl gerade bei schnell wachsenden Tumoren graben die sich wohl öfter selbst "das Wasser ab", was aber wie gesagt wohl nur im Inneren stattfindet, soweit ich weiß. Das eigentliche Wachstum wird dadurch wohl - leider - nicht beeinflusst...

Oh Mann, das ist wohl schon echt wie "Glaskugel-Kucken" :undecided

Aber wenn nun schnell - wachsend auf gute Durchblutung der Tumore schließen lässt, dann würde das - rein theoretisch - im Rückschluss doch auch eher für ein Ansprechen auf Chemo sprechen, oder ziehe ich in meinem Wunschdenken jetzt falsche Schlüsse...? :confused:

Welche Chemo hattest Du eigentlich, bzw. welches Präparat?

@Daredevil1982
Ob die Chemos auf jeden Fall bei Knochentumoren wirken, ist halt die Frage, die ich mir stelle... Weil Knochen halt generell weniger durchblutet sind, als organisches Gewebe, gelangt das über die Blutbahn verabreichte Zytostakikum wohl schlicht schlechter an die Tumorzellen ran, wie man mir halt erklärte.
Aber da spräche dann ja widerum das rasant schnelle wachstum dagegen...

Oh Mann, man kann einfach nur spekulieren :(

Vielleicht kommen hier aber ja doch noch weitere Erfahrungswerte mit Knochentumoren...

DareDevil1982 16.04.2013 16:30

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Zitat:

Zitat von aquila (Beitrag 1185474)
Ob die Chemos auf jeden Fall bei Knochentumoren wirken, ist halt die Frage, die ich mir stelle

Naja also bei mir war unetr anderen die WS befallen... und die Chemo hat hier gegriffen ... im zusammenspiel mit Bestahlung... jedoch wurden die Tumore durch die Bestrahlung am Wachstum gehindert und die Chemos haben ihn dann gar den Rest gegeben ...

Stuggi 24.04.2013 22:05

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Hi Aquila,

der André hat´s mit der Chemo ja nochmal richtiggestellt.
Ich wollt halt nur sagen, dass für den Primärtumor die OP das wichtigste Werkzeug ist (zusätzlich auch die Bestrahlung) und für den Rest die Chemo (Kleinstmetastasen und so´n Kram).
Mein Tumor war höchstwahrscheinlich innen unterversorgt und ist dort von selber abgestorben - also nicht durch die Chemo. Sah schon auf dem Röntgenbild vor der OP so aus.

Zum Schnellwachsen: ja, die Chemo sollte dann besser ansprechen, stimmt schon. Aber wenn der Tumor schneller wächst, macht der sich natürlich auch schneller breit. Würd ich daher auf keinen Fall als Vorteil sehen ... eher als ein Unentschieden.
Ob Chemos wirken oder nicht, da gibts reichlich Studien dazu und da werden dann ja auch die Chemo-Pläne drauf ausgerichtet. Da kannste deinen Arzt ja noch zu befragen. Glaskugel-Lesen ist das jedenfalls nicht ;)

Tja und meine Chemo ... is schon paar Jährchen her:
Adriblastin und Metothrexat (MTX) im Wechsel und jede 3. Woche gabs nen Hammer.
Das war dann Ifosfamid (Igitt!!!) plus carboPlatin (die letzten 2 Blöcke cisPlatin statt carboPlatin).
Teil 3 hat mich (bzw. meine Blutwerte) immer gekillt :eek:

Grüße
Sebastian

Kimiii 26.04.2013 04:45

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Hallo ihr Lieben

Mein wissen ist dieses :confused: :
Also so wie André das beschrieben hatte, ist das genau richtig, es geht darum das die Chemo eine Zellteilung unterbindet und viel wichtiger einen Zellwachtum verhindert.
Jedoch ist es auch beim Knochenkrebs so, dass eine OP das wichtigste an der ganzen Behandlung ist, da keine Bestrahlung oder Chemotherapie diesem Tumor zerstörren könnte, aufgrund der knorpeligen Struktur.
Die Chemotheeapie und Bestrahlung dient lediglich den Tumor vor der Op inaktiv zu machen und zu verkleinern und nach der Op evtl noch vorhandene Mikrozellen im Blut zu vernichten.

Zum Schnelleewachsen:
Spricht die Chemo an, wächst der Tumor ja nicht mehr weiter und wird dementsprechend auch nicht mehr größer. Und da er gut durchblutet ist, heißt dies, dass dort ein hoher Stoffwechsel herrscht was die Chemo gut wirken lässt.
Gut durchblutet bedeutet viel Gewebe und da kann die Chemo besser wirken, als bei Knorpelhaltigen Tumoren.
Ist leider trotzdem nie eine Garantie das die Chemo gut anspricht, liegt eben auch am Körper und wie hartnäckig die Tunorzellem sind.
Ich habe sehr viele Chemos bereits ausprobiert und die Zellen wollen einfach nicht absterben so wie es sein müsste.


@ Aquila :huh::augen::undecided

Oh man , denn habt ihr ja zur Zeit auch nur Unglück :undecided und müsst euch mit so einem Kram noch rumquälen.
Wenn denn immer alles auf mal, so das gleich alles still stehen muss.
Hoffe die Stoma Op habt ihr gut überstanden und es kann jetzt langsam mal weiter nach vorne gehen bei euch. :undecided
So lange warten mit weiteren Therapien hinterlässt ja auch kein gutes Gefühl und die Unwissenheit wie es endlich weitergeht schlaflose Nächte oder ?
Kenne diesen Therapiestillstand nur zu gut und das macht einen wirklich verrückt.
Aber am wichtigsten ist erstmal wieder auf die Beine zu kommen :undecided , hat ja kein Sinn Gift in den Körper zu Pumpen der noch sehr angeschlagen von den anderen ganzen Dingen ist.

Ich Drücke euch die Daumen, dass der weg mal wieder vorwärts geht! :winke:

Wschaefe 03.06.2013 05:42

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Guten Morgen zusammen
Ich hatte 2011 meine Blase und die Prostata wegen Krebs herausgenommen
Bekommen.
2012 wurde aus der Neoblase ein Seitenausgang gemacht ( Urstoma ).
2013 war der Urstoma gebrochen . Nach dieser OP hatte ich immer in der
Leiste Schmerzen.
Mein letztes CT wurde vor 6 Wochen gemacht, ohne Befunde.
Nun wurde vor 2 Wochen Knochenkrebs festgestellt .
Dieser hat gestreut , und die Lynpfknoten sind auch befallen.
Man kann nun den Krebs nur noch eindämmen, mit Chemo.
Die Chemo hat schon gestartet .
Die frage die ich mir nun stelle, lohnt es sich die Chemo zu machen ???
Hat jemand dies auch schon mitgemacht ?

Gruß Wolfgang

Stuggi 07.06.2013 01:14

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
Hi Wolfgang,

wahrscheinlich antwortet keiner, weil dir niemand die Entscheidung abnehmen kann.
Der andere Punkt dürfte sein, dass es bei dir schon sehr übel klingt ... ich denke es gibt nicht viele, die so eine Situation überlebt haben.
Du musst jetzt eine Entscheidung treffen länger und schlechter zu leben (mit Chemo) oder besser und kürzer (ohne Chemo).
Und sehr selten gibt es das unglaubliche Glück, dass der Körper es von alleine packt, den Krebs zu besiegen ("Spontanheilung").

Ganz ehrlich: ich trau mich kaum was zu schreiben, aber Du schienst damit recht offen umzugehen? Könnte sein, dass ich dich jetzt voll "getroffen" hab.
Meiner Meinung nach gibt es sehr unterschiedliche Typen. 2 Freunde von mir ausm Krankenhaus damals müssen jetzt mal als Beispiel herhalten:
Der eine hat sich gegen die Chemo gestellt und noch, so gut er konnte, sein Leben genutzt und war wandern auf Kreta, ist gereist und hat zu Gott gefunden.
Der andere hat jede (harte!) Chemo auf sich genommen, um den Krebs zu besiegen.
Beide haben es leider nicht geschafft, beim einen gings schneller, beim anderen länger.
Die mutigste Entscheidung, die ich in meinem Leben je einen Menschen habe treffen sehen, ist die vom ersten Freund.
Ich wüßte nicht, wie ich mich entschieden hätte ...
Ich hoffe ich war dir jetzt nicht zu hart :o

Naja, was soll ich weiter schreiben?
Rede noch mit anderen, wichtigen Leuten aus deinem Leben und entscheide(t) dann.
Du bist damit nicht allein. Auch deinen Lieben wird dein Schicksal nahe gehen.

liebe Grüße
Sebastian

lion 23.06.2013 19:54

AW: Chemo bei Knochentumoren /-metastasen
 
hallo in die runde?

ich weiss nur das die osteoplastischen metas knochenaufbau machen.
besser als die osteolysen die hab ich die werden brüchig.
gott sei dank gibt es jetzt schon einige chirurgen die verstehen wie man bei tumoren operiert bei mir 4 mal in 2 jahren und schau an die bestrahlung hat spitze bei knochenmetas geholfen und chemo hat einige metas in todes gewebe verwandelt laut check .
hab mir ausserdem sagen lassen mit knochmetas kann man sehr lange leben.
es gibt immer was positves auch mal.
ich war der schwarzseher vor krebs jetzt bin ich nur noch optimistisch:raucht:
alles liebe aus österreich:prost:


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