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Blauerschmetterling 26.06.2007 22:42

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
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Lieber Norbert,

nun darfst Du den Sonnenaufgang aus einer anderen Perspektive erleben. Ich wünsche Dir Wärme und Licht auf Deinem Weg.

Ein stiller Gruß
Anneli

Beene 27.06.2007 01:47

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo meine Lieben,

ich sitze hier und weine dicke Tränen :weinen: Es ist unfassbar....

Ich kann es nicht glauben, dass unser Norbert wirklich nicht mehr da ist. Ich wüßte so gerne was passiert ist, denn dass er so einfach aufgibt und geht war so plötzlich doch gar nicht zu erwarten... Er wollte noch so viele Dinge tun und hatte noch so viele Pläne....
Er hatte mit Elvis an einem Tag Geburtstag, das hat er mir irgendwann einmal ganz stolz erzählt.... Das Geburtsdatum der Todesanzeige stimmt....

Ich bin unendlich traurig und hoffe, er wird jetzt wissen, wovon wir immer sprachen, wie es ist bei unserem Gott zu sein...

Von guten Mächten wunderbar geborgen... das hoffe ich für ihn...

Beene

PS: Hier die Adresse der Homepage von unserem Norbert, ich denke, er wird einverstanden sein, dass ich sie hier weitergebe, damit ihr alle schauen könnt, wie begabt unser Nobbidobbi war.... http://www.art-attack-online.com

Christian S. 27.06.2007 02:38

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Anneli, liebe Beene,

ist es tatsächlich wahr das unser Norbert nach Hause kehren durfte in die Liebe unseres himmlischen Vaters? Mein aufrichtiges Beileid dazu.

Christian S.

Blauerschmetterling 27.06.2007 10:12

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
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Hallo Christian,

ja, leider. Wir müssen davon ausgehen, dass Norbert über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Birgit hat in Norbert`s Thread: Don`t give up die Todesanzeige eingestellt, die sie bei Nachforschungen entdeckt hat. Schade, dass man sich nicht mit der Familie in Verbindung setzen kann.

Ich finde keine Worte dafür, dass Norbert uns so plötzlich verlassen hat. Der einzige Trost ist, in Gottes Schoß hat Norbert`s Leiden ein Ende und im Lichte wird er seinen Frieden finden.

Traurige Grüße
Anneli

hope38 27.06.2007 10:29

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Anneli und lieber Christian!
Es ist unser Norbert:(!
Unsere Moderatorin Jutta hat mit seinem Bruder telefoniert...

Traurige Grüße,

hope

Blauerschmetterling 27.06.2007 15:26

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
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Für Norbert


Tut mir auf die große Pforte
Führt in Gottes Haus mich ein
Ach wie wird an diesem Orte
Meine Seele fröhlich sein
Hier ist Gottes Angesicht
Hier ist lauter Trost und Licht

Keiner wird gefragt, wann es ihm Recht ist Abschied zu nehmen von Menschen, Gewohnheiten, sich selbst. Irgendwann heißt es plötzlich damit umzugehen, ihn aushalten, anzunehmen diesen Abschied, diesen Schmerz des Sterbens, dieses Zusammenbrechen, um neu aufzubrechen.

HelmutL 28.06.2007 01:44

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Norbert,

du warst ein lieber, feinfühliger Mensch.

"Don't give up" sollte uns ein Vermächtniss sein!

Ich fühle mich so klein und hilflos. Ich bin traurig.


Helmut

Christian S. 28.06.2007 11:28

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Meine lieben Freunde.

es ist sehr schlimm das Norbert nun nicht mehr unter uns weilt. Aber wir dürfen nicht vergessen das es gar keinen Grund für uns gibt traurig zu sein. Würdet ihr denn traurig sein wenn man euch ins Paradies einladen würde oder einer eurer Angehörigen?
Unser lieber Norbert hat sein Ziel erreicht und darf nach Hause kehren in die Arme unseres geliebten Schöpfers. Freuen wir uns über sein Glück welches uns allen auch mal zuteil werden wird. Der Tod ist etwas gutes und er zeigt uns die wahrlich große Liebe unseres Gottes.
Kein Leid, kein Schmerz und keine Angst existieren in der Gegenwart unseres Herrn. Ein unvorstellbares Gefühl.

Wer schon einmal dem Tode nahe war wird auf jeden Fall nachvollziehen was ich meine. Es ist schade das er uns nicht mehr hier begleitet mit seinen schönen Gedanken, aber er ist ja nicht weg. Er ist halt auf einer Frequenz die für uns nicht wahrnehmbar ist, außer für Menschen die diese Fähigkeit besitzen mit Verstorbenen kommunizieren zu können, dabei rede ich von Menschen die es ehrlich meinen und nicht diese ganzen Scharlatane die den Hinterbliebenen nur das Geld aus der Tasche ziehen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch alles Liebe und Gute.

Christian S.

Beene 30.06.2007 02:57

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo meine Lieben,

noch immer bin ich wie erstarrt durch den plötzlichen Tod von Norbert....

Gestern Abend, als ich betete und so verzweifelt und hoffnungslos war, spürte/sah ich ein ganz helles, warmes Licht, das mich nach und nach einhüllte (nein, ich bin nicht eingeschlafen!). Überall da, wo ich es fühlen konnte, wurde mir ganz warm und wohl, ich lächelte und habe mich in die Helligkeit gekuschelt. Eine Weile blieb das so, dann zog sie sich wieder zurück.....

Ich weiß nicht, was es war (will ich auch nicht wissen), ich weiß nur, dass es mir seitdem besser geht, ich wieder Mut und Kraft habe und nach vorne schauen kann....

Wie wunderbar wir doch aufgefangen werden, wenn wir es nur zulassen, nicht wahr ?

Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende
Beene

PS: Am Sonntag um 21 Uhr ??????

Christian S. 30.06.2007 09:25

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Beene,

das ist ein guter Gedanke, beten wir für uns alle auf das wir noch gesund bleiben und andere bei denen die Aussichten nicht so toll sind, das sie nicht leiden müssen. Ich bin am Sonntag dabei. Muss mich wieder mehr dem Schöpfer zuwenden.

Vielen lieben Dank an euch alle.

Christian

ulla46 30.06.2007 13:30

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Beene,
ich bin Sonntag (und auch an allen weiteren Sonntagen) dabei und würde mich freuen, wenn das langfristig eine Gemeinschaftaktion von allen hier für alle wird.
Der unerwartete Tod von Norbert ist uns wohl allen sehr nahe gegangen. Ich hatte so Horrovorstellungen, dass er möglicherweise stundenlang hilflos in seiner Wohnung lag und hoffe, dass das nicht der Fall war.
Ulla

Beene 02.07.2007 01:46

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ihr Lieben,

Sonntag um 21 Uhr ist schon ein Ritual geworden, ich denke dann an Euch alle, ich wünsche mir Gottes Liebe und Kraft für jeden von Euch !!!

Viele liebe Grüße in die Runde und eine schöne neue Woche !

Beene

PS: Über den Wolken scheint immer die Sonne.........

Beene 04.07.2007 01:15

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo Ihr Lieben,

heute habe ich durch Zufall (den es ja nicht wirklich gibt) den folgenden Satz gelesen und war sehr angetan:

Gott ruft manche Menschen schreiend, manche mit einem Lied und manche flüsternd.....

Schön, oder ??? Bei Norbert hat er sicher geflüstert......

Beene

Beene 08.07.2007 18:02

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo meine Lieben,

heute ist mal wieder Sonntag und ich werde natürlich um 21 Uhr heute Abend an Euch alle denken und Euch in meine Gebete einschließen....

Auch wenn hier im Moment kein reger Austausch stattfindet, denke ich jeden Tag an Euch alle und schicke viele sonnige Grüße in die Runde.

Hoffentlich geht es Euch allen gut ??!!

Beene

sonnenfrosch 14.07.2007 22:33

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ich hoffe Ihr habt nichts dagegen das ich mich hier einfach einklinke - ich habe diesen Thread nicht ganz gelesen nur etwas überflogen und habe festgestellt das die meisten die hier schreiben schon sehr gläubig sind.

Ich erlaube mir hier zu schreiben - obwohl ich gar nicht mehr weiß was ich glauben soll - vielleicht war ich nie wirklich gläubig - wenn mich meine erlebte Geschichte so aus dem Anker wirft. Ich weiß nur noch das ich gar nichts mehr weiß!

Und das ich gerne glauben würde an einen Gott oder sonstiges höheres Wesen und an ein Leben nach dem Tod...

Aber mir ist es unklar das das Leben so ungerecht ist - warum reißt der Tod die Menschen oft auch auf so brutale Weise aus dem Leben (vor allen auch Kinder - das verstehe ich nicht) ich weiß nicht vielleicht klingt es blöd aber das läßt sich für mich so schlecht mit Gott vereinbaren. Ich weiß mit dieser Frage dreht man sich wahrscheinlich immer im Kreis - und die kann keiner beantworten. Aber Gott kann doch dieses Leid nicht wollen und zulassen - es liegt in unserer Hand - also läßt Gott uns alleine.

Ich habe durchaus auch den Link von Birgit Spuren im Sand angeschaut und ich finde ihn wunder wunderschön - trotzdem kann ich nicht glauben das es wirklich so ist - obwohl ich das gerne würde! Ich würde gerne glauben!

Ich hoffe ich bin hier richtig...

Liebe Grüße

Sonnenfrosch

Blauerschmetterling 14.07.2007 23:26

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe/r ? Sonnenfrosch,

man hat vielleicht manchmal das Gefühl, in extremen Situationen, aber es ist nicht so. Gott lässt uns nicht allein. Er begleitet uns auf unserem Weg, den wir vorbestimmt haben. Bevor wir zur Welt kommen, haben wir eine feste Lebensplanung mit allen Höhen und Tiefen, Zeitpunkt der Geburt, des Todes und der Todesart, ob durch Krankheit oder Unfall. Wir haben uns unser Leben zurechtgelegt vom Anfang bis zum Ende.( Nachzulesen in Büchern über Nachtodkontakte) Auf diesem Weg werden wir von Gott begleitet und in schwierigen und traurigen Situationen auch getragen. Wie anders könnten wir sonst mit schweren Schicksalsschlägen umgehen, sie verarbeiten. Gott nimmt uns nichts, Gott gibt und hilft. Er erlöst schwerstkranke von ihrem Leiden und holt sie zu sich, was für die Hinterbliebenen immer mit großer Trauer und Schmerz verbunden ist.
Gott ist die Liebe, wir müssen sie nur erkennen und annehmen.

Liebe Grüße
Anneli

sonnenfrosch 15.07.2007 12:24

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Danke für Eure Antworten Anneli und Ulla!

Aber angenommen es ist alles vorherbestimmt - warum (ich weiß schon wieder warum *g) ist es dann so das einer 80 Jahre alt werden darf und der andere schon als Kind stirbt. Das eine Familie nur so von Schicksalschlägen verfolgt werden zu scheint - die andere Familie geht relativ "unbescholten" durchs Leben.

Und das Unvorstellbarste das Verbrecher teilweise sehr alt werden? Was ist das für eine Logik?

Ja vielleicht ist es gut das ich hier gelandet bin - ich suche wirklich nach Antworten! Aber die kann mir wahrscheinlich keiner geben!

Ne Menschen habe ich einige tolle kennenlernen dürfen in meiner Krankengeschichte. Die bezeichne ich auch als "Engel" und es ist wundervoll das es sie gibt.

Annelli Du schreibst das Gott Kranke von Ihren Schmerzen erlöst - ja aber warum (ich weiß...) läßt er es überhaupt zu das sie Schmerrzen erleiden müssen... Wenn alles vorherbestimmt ist...

Während meiner Zeit im Krankenhaus habe ich mir von allen möglichen Seiten versucht Hilfe zu holen - eine Seite war die theologische - gut der Typ hat sich mit mir nett unterhalten aber als ich mit meinen Fragen kam - ist der immer ausgewichen - sehr komisch oder.

Und das egal ob kath. oder ev...

Nur einer ist mir mal begegnet der mir nicht ausgewichen ist und versucht hat nach seinen Gewissen mir zu antworten - das war auch ein "Engel" für mich...

Wie meinst Du das Ulla ich solle mich auf die Suche begeben und öffnen?

Ernste Frage: Wie macht man das?

Durch Bibellesen?...

Liebe Grüße

Christine

sonnenfrosch 15.07.2007 21:39

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Ulla, Christian... danke das ihr mich nicht übergeht *lächel* und auf meine Fragen eingeht!

Allerdings mit dem Karma was habe ich dann für eine "Schuld" auf mich geladen - oder was müssen noch jüngere Menschen für eine "Schuld" in ihren früheren Leben auf sich geladen haben.

Und wie stellt Ihr Euch das vor das alles aus freien Willen geschieht - ich habe mir bevor ich auf die Welt kam aussgesucht das ich mit 26 Jahren Krebs bekomme und der mich jetzt bald 2 Jahre begleitet - war ich damals verrückt oder was!!! Oder meint Ihr ich hatte keine Alternative und habe gesagt ja eh klar mach ich - hätt ja schlimmer kommen können und dafür werde ich dann im nächsten Leben zwar ein Mörder sein - aber dafür 90 Jahre alt.

Bitte versteht mich nicht falsch - ich überspitze das Ganze absichtlich etwas - ich hoffe Ihr Lieben versteht wie ich das meine - diese Diskussion ist mir wirklich sehr wichtig!

Und was meinst Du Christian mit dem Ziel Du meinst also z.B. T. sollte am 01.10.05 jemanden vorm Überfahren retten oder 10 Menschen finden die er glücklich gemacht hat und danach am 02.10.05 oder kurz darauf stirbt er...???

Eigentlich eine schöne Vorstellung die Du da sagst Christian Urlaub machen beim Schöpfer - aber ich habe Angst ich habe Angst vor diesen Urlaub - ehrlich gesagt könnte ich auf diese Art von Urlaub verzichten oder meinen Körper mitnehmen und in nicht in einer Erdgrube zurücklassen müssen, wo er von hungrigen Würmern zerfressen wird.

Ich hoffe mein Fall ist Euch nicht zu schwierig!

*blinzel

Da das Leben für jeden so unterschiedlich ist frage ich mich manchmal ob es nicht auch der Tod ist - vielleicht gibt es ja wirklich einen Himmel oder eine Wiedergeburt - aber was wenn das auch nicht für jeden gilt! Das wäre doch unfair oder aber im Leben gilt auch nicht für jeden das gleiche warum sollte es im Tod so sein?

Liebe Ulla ich weiß nicht wie ich Gottes Wirken immer und überall spüren kann - als ich damals meine Diagnose erfuhr oder noch schlimmer der Progreß bekannt wurde - da habe ich ehrlicherweise nichts von Gott spüren oder sehen können. Gut ich könnte jetzt sagen das mir die erste Diagnose mein Lieblingsdoc beigebracht hat und bei der zweiten auch ein paar verständige Personen da waren (wenn auch unverständige...) aber dann könnte ich genauso behaupten das Gott mir die Krankheit geschickt hat mit bösen Absichten...

Na super Quirin - klar wissen wir nicht welches Schicksal er gehabt hatte - aber ich weiß ja nicht ob das Schicksal so schlimm sein kann das er so jung überfahren wird - und warum wird dann er überfahren und ein anderer muß sein "späteres Schicksal" erleben?

Ich weiß ich bin schwierig. Sorry wenn ich mir das jetzt alles mal von der Seele schreibe. Ich hoffe Ihr antwortet mir noch...

Liebe Grüße

Christine

Christian S. 15.07.2007 22:50

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Christine,

warum sollten wir dich übergehen, das ist ein Thread wo ein jeder sich einbringen kann der was zu dem Thema beisteuern will.

Bei unserer Geburt werden wir mit dem Schleier des Vergessens belegt und gehen quasi vollkommen neutral in das neue Leben, die Seele weiß davon aber sie ist versteckt hinter dem Schleier. Würden wir das nicht bekommen würden wir durchdrehen wenn wir Seelen begegnen die uns in vorangegangenen Leben schon sehr viel Leid angetan haben oder wir denen.

Es ist für den "normalen" Menschen nicht verständlich dieses System zu verstehen, erst im Gebet auf der Suche nach der Wahrheit wird man erfahren wie es sein wird und welche Wahrheit existiert. Es gibt viele Bücher die zum Beispiel das Thema Tod und Nahtod für sich beanspruchen und abarbeiten. Wenn man sie unvoreingenommen liest wird man spüren das diese Bücher einen sehr tiefen Wahrheitsgehalt in sich bergen. Hat man sich ausgiebig damit befasst wird man spüren das der Bedarf an dieser Art Wissen ausreicht. So auch mit dem Glauben, wer den Glauben gefunden hat braucht nicht mehr zu missionieren denn er hat ihn gefunden. Ich habe selbst oft festgestellt das Menschen die mit übertrieben missionarischen Eifer durchs Leben gehen und versuchen etwas zu predigen, von der Sache wenig überzeugt sind, die Überzeugungsarbeit dient nur der eigenen Unsicherheit weil man irgendwie spürt das es nicht so ist wie man es gerne erzählt.

Das Ziel kann kein Mensch wissen, die Seele weiß es, der Mensch nicht, so kann es passieren wie du beschrieben hast mit der Lebensrettung. Es ist schwierig es genau zu definieren den es hat eher was mit einem Erfahrungsstand zu tun als eher von Taten abhängig zu sein. Wir sind hier im Leben um zu lernen und uns als Mensch zu entwickeln. Es geht bis zu einem gewissen Punkt und wenn der erreicht ist dann ist eben das Leben zu Ende. Es gibt auch, bedingt durch die Entscheidungsfreiheit des Menschen, das Menschen getötet werden, diese greifen dann in den Plan ein den wir uns zu Beginn zurecht gelegt haben. Es gibt im Grunde auch nur zwei wirkliche Sünden, du darfst nicht töten und du darfst dich selbst nicht töten. Alles andere ist wohl dazu genommen worden.
Du kannst alles durch Gebet und das Bedürfnis die Wahrheit zu erfahren, herausfinden. Mach den Versuch, du wirst erstaunt sein.

Christian S.

Blauerschmetterling 16.07.2007 12:30

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Silleke,

auch ich glaube an ein Leben nach dem Tod und der Gedanke an eine Wiedergeburt ist mir sogar ein Greuel. Das Leben hat nicht nur seine heiteren Seiten. Den ganzen Kummer, das Leid und die Trauer noch einmal erleben könnte fast eine Strafe sein. Obwohl es in einigen Büchern über Nahtod- und Nachtodkontakte anders heißt. Die Seele bereite sich im Jenseits auf eine Wiedergeburt fort unde wenn sie meine, sie hätte genug gelernt, bestimme sie den Zeitpunkt der Geburt. Doch alle gute Vorsätze, nicht die Fehler aus dem vorangegangenen Leben zu wiederholen, werden vergessen. Ich habe sogar gelesen, die Seele teile sich, indem ein Teil im Jenseits bliebe und der andere Teil wiedergeboren würde. Die Autoren sind über die Dauer des Aufenthaltes im Jenseits unterschiedlicher Meinung. Die einen sprechen von 600 -8oo Jahren, die anderen von 2000 - 3000 Jahren und nur in Zeiten der großen Verluste, z.B. durch Krieg, wäre es denkbar und möglich, dass die Seele auf schnellstem Wege wiedergeboren würde.
Das Alles verwirrt mich. Ebenso die Tatsache, das Menschen in Hypnose versetzt werden und sich an frühere Leben erinnern können.

Ich glaube, genauso wie Du, dass unsere Seele, die ins Jenseits zurückkehrt, dort für ewige Zeiten bleiben wird. Wir kommen aus dem Licht, von Gott gesandt und haben mit der Geburt die Erinnerung verloren und kehren nach unserem Tod dorthin zurück. Wir gehen nach hause zurück. Vielleicht erklärt das die unstillbare Sehnsucht, die wir manchmal verspüren, die Sehnsucht nach Frieden und Liebe. Neugeborene haben noch die Erinnerung, deshalb lächeln sie im Schlaf, in ihren Träumen vom Jenseits.

Alles Liebe
Anneli

Thomas 16.07.2007 13:16

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo Ulla,

da die Diskussion doch ganz viele unterschiedliche Stränge hat ist sie auch sehr schwer zu führen. Ich denke Silleke hat ganz gut darauf hingewiesen dass da manches schwer zu vereinbaren ist. Mir denke, dass ich von Gott komme und auch dort wieder hingehen werde, dabei habe davor keine Angst, sondern freue mich darauf. Mit Wiedergeburt, Seelenwanderung usw. tue ich mich schwer, letztendlich werde ich bzw. wir alle wohl erfahren wie es ist...

Mir geht es so, dass ich "den Glauben" nicht irgendwo her plötzlich bekommen habe, sondern dass ich mir ihn erarbeiten und auch erhalten muß, für mich heißt dies eine tägliche Gedankenarbeit und meine Diagnose war der Anlaß dazu dies zu tun. Vorher hab ich das eher auf spätere Jahrzehnte verschoben...Das intensive arbeiten auch mit der Bibel führte dann natürlich zu intensiven Fragen, z.B. zur Feststellung dass es sehr vieles in der Bibel gibt die sich mit Jesu Anliegen widersprechen zu scheinen(so z.B. sein "Opfertod")

Die Angst vor dem Tod selbst ist durch diese Beschäftigung mit Glaubensfragen sehr klein geworden, hin- und wieder gelingt es mir bewußter und vor allem auch dankbarer zu leben. In lebensgefährlichen Situationen (durch meine Krankheit) habe ich aber auch schon eine grausame innere Leere erlebt, wo ich nur noch "Herr erbarme Dich" stammeln konnte....(Im Nachhinein weiß ich dass auch meine Krebsmedikamente in solchen Zeiten heftige psychische Auswirkungen haben)

Die Situation, dass trotz täglicher jahrelanger Fürbittgebete für mich nahe stehende Menschen zumindest scheinbar antwortlos sind, kennst Du vielleicht auch. Nun ja, wir Christen sagen da, dass Gott auf jeden Fall hört und auf seine Weise reagiert, wenn ich dabei erlebe dass das Elend kontinuierlich zunimmt, leide ich trotzdenm darunter...Oder die Tsunamierlebnisse vor einigen Jahren, eigentlich sollte lt. Bibel es keine Sintflut mehr geben, oder der Holocaust.....ich kann nicht verhindern, dass ich darüber nachdenken muß. Gut, trotzdem gelingt es mir immer wieder Gott zu danken und zu loben und vor allem auf der Suche zu bleiben....Erst diese Woche haben sich recht rasch meine Blutwerte aus lebensgefährlichen Werten (6.000 Thrombos) erholt, da hab ich Grund zu danken.

Kennst Du / Ihr diese Fragen/Situationen auch ?

Gruß
Thomas

Beene 17.07.2007 19:30

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo meine Lieben,

nun mal völlig "losgelöst" vom jetzigen heiss diskutierten Thema:
Ich wollte nur mal kurz "Tschüss" sagen und mich in einen hoffentlich sonnigen und erholsamen Nordseeurlaub abmelden !

Ihr Lieben, lasst es Euch gutgehen, wir werden versuchen die Zeit zu geniessen auch wenn es meinem Paps derzeit eher schlecht geht... Wir nehmen ihn mit an die Nordsee und sehen was passiert.

Ich werde beim Anblick von Meer und Weite immer sehr sentimental und werde deshalb sicher viele "Gespräche" mit meinem Gott haben, in denen es nicht darum geht, ob irgendwer irgendwann mal etwas aus der Bibel gestrichen hat, ob ich jung oder alt sterbe, ob ich wiedergeboren werde oder vielleicht auch nicht.... Ich lebe meinen Glauben einfach in dieser "naiven" Form, bin aber überzeugt, dass Gott weiß, wie sehr ich ihn liebe und ihm vertraue !!

Alles Gute und bis August
Beene

sonnenfrosch 18.07.2007 11:34

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Oh je ich hoffe ich bin hier nicht schuld an diesem "Eklat" ...

Hm. Momentan packt sie mich wieder die Angst - die Angst das der Alptraum noch nicht zu Ende ist.

Aber ich bekomme keine Antwort - Gott antwortet mir nicht - dieses ewige Auf und Ab (speziell jetzt in meinem Fall - ich verstehe das nicht) ich verstehe überhaupt nichts mehr!

Stimmt am Anfang des Threads schreibt Ihr über praktische Erfahrungen - hm ich könnte auch so eine "komische" Begegnung schreiben. Aber sie ist leider
nicht positiv...

Ich ging vor meiner Erkrankung (bevor ich wußte das ich krank bin) am Friedhof spazieren und da konnte ich es spüren - was für ein Glück ich doch hatte - das ich noch kein "junger Mensch" den ich kannte gestorben ist!

Über dieses Glück konnte ich mich genau 1 Woche freuen als ich erfuhr das eine Schulfreundin von mir gestorben ist - schwanger...

Kurz darauf kam meine Krankheit und noch der Tod eines sehr jungen Menschen...

War das jetzt auch eine göttliche Begegnung oder ist die immer positiv - .?

Meine Fragen und Gedanken sind wirklich ernst gemeint und vielleicht könnt Ihr mir ja etwas "helfen" den Weg zu Gott zu finden. Denn so sehr ich mich bemühe - wenn ich es versuche dann kommt immer noch ein Schlag drauf...

Christine

Blauerschmetterling 18.07.2007 19:49

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo ihr Lieben,

der Seelenfrieden und das Vertrauen auf Gott, so wie es jeder für sich empfindet, kommt nun leider auf dieser Seite etwas zu kurz und ich schließe mich der Meinung der Anderen an.

Liebe Grüße
Anneli

ulla46 21.07.2007 00:25

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ich möchte gerne eine Begebenheit aus meiner Therapiezeit erzählen. Mein Krebs (Speiseröhre, T4, inoperabel) wurde mit 12x Chemo und anschließend 6 Wo Bestrahlung inkl. 1 Woche stationärer Chemo behandelt. Nach dieser letzten Chemo brahc mein Körper völlig zusammen. Nichts ging mehr, weder Essen noch Trinken und ich dachte, jetzt sterbe ich. Ich kam als Notfall ins Krankenhaus und wurde eine Woche aufgepäppelt mit Infusionen, Blutkonserven usw. An eine Weiterführung der Bestrahlung war nicht zu denken (sie fand in einer Uniklinik in einer anderen Stadt statt). Die Ärzte versuchten, mit allen Mittel, mich davon zu überzeuge, die Bestrahlung fortzuführen, weil ansonsten der bis dahin so gute Erfolg (Totalremission) gefährdet wäre. Ich habe mich zunächst geweigert, bis es mir nach 6 Tagen auf einmal besser ging und ich einverstanden war, dass eine neuer Bestrahlungstermin festgelegt wurde. Ich wurde also nach Hause entlassen und fuhr 2 Tage später mit dem Taxis zur Bestrahlung. Man musste dort nie lange warten und kannte mit der Zeit die Patieten, die etwa zur gleichen Zeit bestrahlt wurden. ZU diesen gehörte auch ein etwa 8 Jahre alter Junge, der im Rollstuhl saß und von seiner Mutter begleitet wurde. An diesem Tag war er alleine (!) da und wartete neben mir. Irgendwie kamen wir ins Gespräch und ich fragte ihm, warum er bestrahlt würde. Er hatte einen Knochenkrebs, der schon seit Monaten behandelt wurde und zur Lähmung geführt hatte. Er erzählte mir seine Krankengeschichte so, wie es ein Prof. nicht besser hätte machen können inkl. aller med. Fachbegriffe. Und zum Schluss sagte er mir strahlend: So, jetzt noch 4 Monate Behandlung, dann ist der Krebs weg. Das weiß ich. Mein Schutzengel sorgt dafür.
Ich habe den Jungen die ganze Zeit nur mit großen Augen anschauen können und war sprachlos. Und dann habe ich mich geschämt, dass ich drauf und dran gewesen war, aufzugeben während so ein kleines Kind in einer vielleicht schlimmeren Lage so viel Mut und Zuversicht zeigte. Für mich war das ein Wink des Himmels und ich habe den Rest der Therapie ohne Probleme hinter mich gebracht.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ulla

PS: Meine Signatur steht für diese Begebenheit

sonnenfrosch 22.07.2007 14:59

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hm. Ich muß mich jetzt auch noch mal zu Euren momentanen Thema äußern.

Ich verstehe das nicht - wie kann alles was gut ist von Gott sein und das was uns "nicht in den Kram passt" ist nicht von Gott.

Ich verstehe das nicht!

Hm. Um jetzt auf meinen Fall zu kommen - ich meine gut das der Doc das damals erkannt hat und welche Mühe er sich mit mir gemacht hat - ja irgendwie denke ich das das von oben so gewollt wurde...

Aber das dann das PET nicht angeschlagen hat - maschinelles Versagen - klar
aber nicht Gott gelenkt?

Mein Rezidiv nicht Gott gelenkt?

Meine Ängste das ich jetzt schon wieder eins haben könnte?

Wo ist da Gott?

Um es noch einmal ausdrücklich zu sagen - nicht das ich mißverstanden werde - ich will hier wirklich Erfahrungen austauschen! Wenngleich meine leider wohl nicht so gut zu sein scheinen...

Liebe Grüße

Christine

PS.: Ich werde heute abend an Birgit denken...

sonnenfrosch 22.07.2007 23:19

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ihr Lieben!

Was ich damit meine eben dieses das alles was gut ist von Gott kommt - wie ich wurde gewarnt - die Person x trat in mein Leben und das war meine Rettung (das heißt jetzt nicht das ich nicht an sowas glaube ich hatte in diesem Sinne schon mehrmals das Gefühl...) und das was nicht gut ist kommt von uns selbst oder ist schon in uns drin (Krieg, Krebs...)

Dann hätte er ja auch Zeichen senden können um das zu verhindern oder?

Also ich meine wenn ich etwas erschaffen hätte dann würde ich auch viel Freiheit lassen und sehen wie sich das entwickelt aber ich würde einschreiten wenn ich seh das das Erschaffene in sein Unglück rennt. Da ist es das Bild vom liebenden Vater... aber das ist doch wär doch schön.

Klar Angst ist nicht gut aber bin ich schuld an meinen Krankheitsverlauf - nein ich empfinde mich nicht als schuldig ich habe alles versucht war wirklich überzeugt - hm...

Es ist schön Quirin wenn man so glauben kann - so bedingungslos - ...

Lieber Werner irgendwie finde ich immer sehr "passend" was Du schreibst. Danke für Deine Beiträge...

Christine

sonjaM 23.07.2007 11:13

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Guten Morgen,
ich bin "stille" Leserin. Es hilft mir, Eure Erfahrungen, Geschichten des Lebens und Hoffnungen zu lesen. Es gab und gibt in meinem Leben Situationen, bei denen ich dachte, dass der liebe Gott, mich verlassen hat. Ich war früher sehr aktiv in der Kirche. Gruppenleiterin einer Jugendgruppe. Mir hat die Zeit gut getan und ich wollte sie nicht missen. Ein paar Bsp., wo Gott mir half: Mein Vater hatte früher psychische Probleme und getrunken. Die Ehe meiner Eltern scheiterte. Ich habe viel zu Gott gebetet und gehofft. Meine Gebete wurden erhört, mein Papa hat es geschafft gesund zu werden. Dafür bin ich heute noch dankbar. Dafür lernte meine Mama später einen neuen Mann kennen, der allerdings auch Alkoholprobleme hat. Als meine Uroma krank wurde und bei uns zu Hause ein Pflegefall wurde, habe ich zu Gott gebetet, dass er meine Uroma nicht leiden lassen soll. Er hat sie nach "nur" 4 Wo erlöst. Sie ist sanft eingeschlafen und ich war die letzte bei ihr. Es war, als hätte sie gewartet bis ich, nach dem ich sie für die Nacht fertig gemacht habe, aus dem Zimmer ging. Ich war keine 15 Min. weg, um noch mal nach ihr zu schauen, da war sie schon friedlich eingeschlafen. Ein Tod, wie man ihn nur wünschen kann. Mein Opa starb Anfang letzten Jahres, nach 4 Wochen KH. Zur gleichen Zeit lag meine Mama im KH, mit Diagnose "noch ca. 1 Wo.". Ich war verzweifelt. Betete zum lieben Gott, warum er dies zulässt. Die liebsten Menschen werden krank und er lässt sie leiden. Mein Opa (sehr gläubig) starb, musste aber noch einiges im KH durchleiden. Darüber bin ihc heute noch sehr traurig. Meine Mama schaffte es, trotz dieser Diagnose raus zu kommen und wurde letzten Sommer operiert. Leider hat sie schon wieder seit Frühjahr ein Rezidiv. Gerade als es ihr schlecht ging, erfuhr ich, dass ich schwanger bin. Kurz vor ihrer OP, hatte ich eine Fehlgeburt. Dennoch glaube ich weiter an Gott. Ich bete jeden Tag, dass er ihr nochmals hiflt und der Tumor zurück geht. Sie soll noch ein paar schöne Jahre haben (ist gerade 54 J.). Andererseits kann ich seine Wege nicht verstehen. Die Schwester meiner Mutter starb Ende 05 an Pankreaskrebs. Jetzt muss ihre andere Schwester ein CT machen, da an der Niere ein Knoten entdeckt wurde. Ihr Bruder hatte vor 4 Wo. einen Schlaganfall. Hört es nie auf?
Noch eine Geschichte, bei der ich mich Frage "Wo ist Gott?":
Eine entfernte Verwandte, ein herzensguter Mensch, hatte 3 Töchter. Sie verlor ihre Eltern sehr früh. Älteste Tochter erkrankte mit 16 an Krebs und starb. Die zweite Tochter brachte sich mit 32 um (Kindsbettdepressionen). Der Ehemann ertrug dies alles nicht und began Selbstmord. Ihre Schwester starb Anfang 50 an Hirnschlag. Wäre ich an ihrer Stelle, ich wäre verzweifelt. Sie schafft es, weiter zu leben. Doch, welcher Mensch verdient diese Strafe? Wieso muss eine Person soviel durchleiden? Hier frage ich mich, wo war Gott?
Dennoch glaube ich an ihn und denke, es hat alles seinen Sinn, auch wenn ich diesen nicht immer erkennen kann.

Hier eine kleine Geschicht:

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause
einer wohlhabenden Familie zu verbringen.
Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln,
im Gästezimmer des Haupthauses zu ruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.

Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten,
sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.
Der jüngere Engel fragte: "Warum tust Du das?"
Darauf antwortete der ältere Engel:
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines
sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau.
Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten,
ihren Gästen dargereicht hatten, ließen sie die Engel
in ihrem Bett ruhen, wo diese wunderbar schliefen.

Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm,
fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen.
Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen
gewesen war, lag tot auf dem Feld.

Als sie weiterzogen, wurde der jüngere Engel wütend
und fragte den älteren vorwurfsvoll: "Wie hast Du das
geschehen lassen können? Der erste Mann hatte alles,
trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. "Die zweite Familie
hatte so wenig, und du ließest ihre Kuh sterben."

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen",
sagte der ältere Engel ruhig und bestimmt.
"Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten,
bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand versteckt war.
Weil der Eigentümer so von Gier besessen ist
und sein glückliches Schicksal nicht teilen will,
versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden kann.

Als wir in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen,
kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen.
Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. ...
Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen." ...


Vielleicht fehlt uns manchmal die Begründung. Dennoch werde weiter beten, denn mir geht es dadurch besser. Wenn ich richtig verzweifelt bin, spüre ich, dass es mir nach dem Beten besser geht.

Jetzt ist es doch sehr lang geworden.

Allen weiterhin alles Gute.
Sonja

maus 26.07.2007 15:03

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ich möchte unsere Erfahrungen mit dem Glauben wärend der Krankheit meines Mannes mitteilen.
Wir waren keine sehr gläubigen Menschen,aber in der Kirche.
Meine Mutter ist sehr gläubig mein Vater war es weniger.

Am Anfang der Krebserkrankung gab es nur die Ärzte und Ihre Therapie.
Als man dann meinem Mann sagte er hätte nicht mehr lange zu leben,suchte er sich einnen anderen Weg.
Es war der Weg mit Gott und Glauben. Nicht der Weg der weltlichen Kirche.

Wir hatte ein wunderbares Jahr zusammen.trotz höhen und tiefen,aber durch den Glauben und die Gebete ginges meinem Mann immer gut.

Er fing auch an sein Essen zu segnen und sich zu bedanken.

Dies tat er auch noch als es Ihm schon sehr schlecht ging.

Unser Pfarrer besuchte Ihn auf der Palliativstation und war überrascht Ihn noch in einem guten Zustand vorzufinden bei dieser Krebserkrankung.
Mein Mann erzählte Ihm wie sein Glaube ihn führt und Ihm in diesem Jahr geholfen hat nicht zu verzweifeln und immer an eine Genesung noch zu glauben(Wunder).
Er lernte auch viele Leute kennen die Ihn auf diesem Weg halfen.
dies erzählte er auch dem Pfarrer.

Er sagte zu uns er könne vieles nicht nachempfinden oder Glauben da er in seiner Theologischen-Ausbildung eine ander Lehre lernte,war aber so fasziniert von meinem Mann das er Ihn noch öffters besuchte.
Dies tat uns beiden sehr gut.

Als mein Mann im sterben lag /ich betreute Ihn 8Wochen Tag und Nach)t und es ging dem Ende zu ,machte ich es Ihm leiter zu gehen,in dem ich Ihm sagte
wenn er gehen will so soll er gehen und keine Rücksicht auf mich nehmen.
In diesem moment schloss er die Augen und schlief ganz ruhig ein.

Mir fiel dies nicht leicht,aber ich habe mir dies vorgenommen Ihn gehen zulassen wenn er es will.

Unser Pfarrer besuchte uns zu Hause und wir sprachen alles noch mal an, er sagte auch er bewunderte meinen Mann wie er seinen Weg gegangen ist,könne aber in der Trauerrede nicht von dieses erzählen ,viele würden dies nicht verstehen.Ich wollte dies auch nicht,es war unser Glauben (der mir heute noch hilft alles besser zu verstehen ,weil ich weiss es geht meinem mann gut. Nicht der Körperlichen Hülle,sondern der Seele.).

Er hielt aber eine schöne Trauerrede und verknüfte den Glauben wie Ihn mein Mann gelebt hatte mit der Quantentheorie.

Viele die meinen Mann gekannt hatten und seinen Umbruch in diesem Jahr miterlebt hatten,verstanden die Rede und auch die Worte welche verpackt waren aber genau auf meinen Mann passten.

Mir gibt Gott und der Glaube viel Kraft alles besser zu überstehen und mit umzugehen ohne meinen Mann alles zu meistern.

Es hat nichts mit der Kirche ob ev. rk. etwas zu tuen.

Ich gehe aber doch öffters in die Kirche,wegen den Predigten unseres Pfarrers,
welche sich immer auseinandersetzen mit aktuellen Fragen aus Gesellschaft und Politik,Film usw.

M.f.G.
Maus

Beene 29.07.2007 19:27

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Meine Lieben,

wir sind schon wieder aus dem Urlaub zurück, wir mussten abbrechen, weil mein Vater ins Krankenhaus musste, wir dachten, er würde sterben und deshalb sind wir heimgefahren....

Nun, ich bin also heute voller Hoffnung, Zweifel, Ängste, Traurigkeit und mit vielen anderen Emotionen in mir wieder hier im KK gelandet, ich wollte mich in Eurer Mitte "ausweinen", Trost finden usw.
Heute ist Sonntag und ich werde um 21 Uhr unser Ritual "zelebrieren", eine Kerze anzünden und mich intensiv mit Gott "unterhalten", ihn bitten, für meinen Vater, für Euch alle, für besondere Menschen, für Frieden und Liebe, auch hier im Thread.
Ich möchte, dass dieser Thread ein Ort des Friedens und der Liebe ist !! Deshalb wollte ich ihn ursprünglich eröffnen. Ich wollte eine Zuflucht für die Menschen schaffen, die glauben können, wollen oder dies nicht können und wollen, um gemeinsam einen Weg zu finden sich zu tragen, zu unterstützen, zu halten, usw....
Ich glaube, mir ist es egal, ob mein Gegenüber dies auch tut, ich erzähle davon, wenn man mich fragt, wenn ich es für notwendig halte, aber ich missioniere nicht. Ich respektiere Meinungen und auch Menschen mit anderen Meinungen. Ich versuche mich gegen Unrecht einzusetzen, dabei muss ich mich oft zurücknehmen um nicht mit gleichen Mitteln und gleich unfair zu sein, wie der andere....
Ich bin nicht perfekt, niemand ist das, wir alle machen Fehler, sagen dumme Sachen, wir sind Menschen !!!
Bitte bleibt einfach nur fair miteinander, achtet Euer Gegenüber, redet so mit den Menschen, wie Ihr wollt, dass sie mit Euch reden und mit Euch umgehen, das ist meine Bitte an alle, gegen einen regen Austausch und auch gegen eine Diskussion hat niemand etwas einzuwenden...

Ich habe die letzten Seiten gelesen und bin traurig über diese Entwicklung, aber nicht darüber, dass hier diskutiert wird. Ich muss sagen, auch kontroverser Austausch gehört dazu (natürlich keine persönlichen Beleidigungen). Liegt es nicht komischerweise in der Natur des Menschen NICHT friedvoll miteinander umgehen zu können ? Warum ist das so ? Jeder hat doch sicherlich schon Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht. Ich frage aber bewusst nach dem WARUM ? Schaut Euch um, wo geht es noch friedlich zu, wenn mehr als ein Mensch da ist ?

Also BITTE: Nehmen wir uns heute Abend um 21 Uhr mal alle herzlich in die Arme, egal ob persönlich beleidigt oder nicht, verzeiht Euch bitte gegenseitig die Anfeindungen und Unsachlichkeiten, jeder von uns hat weiß Gott ein schlimmes Schicksal zu meistern, wir brauchen unsere Energien dafür !!!

Wäre schön, wenn wir hier Frieden halten könnten
Beene

sonjaM 06.08.2007 13:03

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo Ihr Lieben,

die Suche nach dem "Warum?" ist schwierig. Wir werden die Antwort nie schwarz auf weiß bekommen. Die Freundin meiner Mama hat vor ein paar Wochen auch eine furchtbare Diagnose erhalten. Magenkrebs mit Metastasten (3/4 der Leber befallen). Die Ärzte sehen keine Heilungsmöglichkeit. Ihr Krebs hat wohl gerade den Stillstand erreicht. Sie bekommt nun Hormonspritzen, da dies weiterhin beim Stillstand helfen kann. Sie ist sehr gläubig und meine Mama hat sich mit ihr über Gott unterhalten. Sie fragt sich auch "Warum?". Ihr Freundin meinte: "Der liebe Gott gibt all denen, die "böse" sind immer wieder eine Chance sich positiv zu verändern."
Vielleicht ist dies ja auch ein Grund.
Mona hat natürlich recht, es gibt keine Statistiken, wo man Kerbserkrankung in Verbindung mit der Lebenseinstellung, Hilfsbereichtschaft, Gutmütigkeit und vielen anderen positiven Eigenschaften führt. Ich habe allerdings auch immer den Eindruck, das Schicksal trifft die, die besonders lieb, sensibel und hilfsbereit sind. Kenne genügend andere Personen, auf die diese Beschreibung nicht passt. Wünsche niemanden, auch nicht den "schlechten", eine Krankheit. Darüber zu Urteilen, was gut oder schlecht ist, liegt eh nicht in unserem Ermessen. Dafür sind wir alle viel zu sehr durch eigene Wertevorstellung geprägt. Diese müssen nicht immer richtig sein, daher kann man Menschen die andere Werte leben, auch nicht als "schlecht" bezeichnen.
Ich hoffe weiterhin, dass Gott denen zu hört, die ihn um Hilfe bitten. Bete zu ihm und bitte, dass meine Mama am Freitag keine schlechten Nachrichten erhält (am Do ist CT und Fr wird über das weitere Verfahren gesprochen).
Liebe Grüße
Sonja

Christian S. 09.08.2007 09:54

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Leute,

ich vertrete die Auffassung das es zwar Tendenzen gibt um an Krebs zu erkranken und es auch zu vererben, tatsächlich ist ja die DNA ein Abbild der momentan körperlichen Situation, wenn man dann ein Kind zeugt wird dieses Abbild als eine Hälfte weiter gegeben.

Die genetische Belastung ist vorhanden aber es spielen andere Faktoren zur Krebsbildung eine erheblich größere Rolle.
Ernährung und Lebensweise zähle ich dazu, wie wir emotional drauf sind.Wie wir auf die Signale unseres Körpers hören, ob wir uns ordentlich durch checken lassen. Wann Krebs entdeckt wird.

Die Neigung Karzinome zu bilden ist ja im Grunde nichts anderes als Heilung, nur das die Zellen die zur Heilung benötigt werden, einfach sich nicht an die Umgebung anpassen und dann in ihrer Entwicklung stehen bleiben. Das weiß auch der Körper und achtet mit seinem Immunsystem darauf das so etwas nicht geschieht. Ansonsten macht er sie platt und scheidet sie aus.

Leider kennen wir es aus persönlicher Erfahrung wie das ist wenn man mit Arbeit bis über beide Ohren eingedeckt ist und nicht weiß wo man anfangen soll, so ist es auch mit unserem Immunsystem. Ein Karzinom kann dann entstehen wenn das Immunsystem soviel zu tun hat das es einfach übersieht das sich bösartige Strukturen entwickelt haben.

Wenn diese Strukturen dann auch nocht sich gut verstecken können (Zellen von Prostatakrebs bilden knochenähnliche Strukturen und tarnen sich so als Knochengewebe) dann ist der Krebs vorhanden. Wird er rechtzeitig entdeckt bevor er sich aufmacht das Land untertan zu machen in dem er sich angesiedelt hat, dann kann man geheilt werden. Sobald sich Zellen abgesetzt haben ist die Aussicht schon um die Hälfte reduziert.

Ich glaube man kann dieses Strang der DNA nicht isolieren und ihn vernichten weil Krebs nicht nur alleine darauf bezogen ist sondern von sehr vielen anderen Faktoren abhängig ist. Unsere Umwelt wird nicht besser werden und die Belastungen denen wir tagtäglich durch unsere Umwelt ausgeliefert sind, steigen immer weiter.

Können wir nur hoffen das es nicht noch dramatischer wird und wir uns unserer Verantwortung bewusst werden das wir unsere Umwelt brauchen.

Christian S.

hope38 09.08.2007 13:20

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo lieber Christian!

Über Deine Worte vom 15.07. habe ich sehr viel nachgedacht.

"Warum es so unterschiedlich ausfällt warum viele so bestraft werden hat was damit zu tun das du hier auf Erden lebst um dich zu entwickeln, deine Seele zu reifen und Liebe zu lernen und zu leben. Deine Seele hat sich bei deiner Geburt entschieden dieses Leben zu führen und auch die entsprechenden Erfahrungen zu sammeln. Wenn dein Ziel erreicht ist, endet dein Leben, egal auf welche Weise. Daher ist es auch verständlich warum Menschen so unterschiedlich sterben, die einen früher die anderen später, manche scheinbar garnicht."

Wie genau meinst Du das? Ich verstehe Deine Worte so, daß wir Menschen eine Aufgabe bekommen, die wir lösen sollen, um dann eine "Stufe" weiter oder reifer wieder ein neues Leben zu beginnen.

Mal angenommen, das wäre so, dann wäre es "Gottes Plan"? Nochmal angenommen, es wäre Gottes Plan und ich bekäme von Geburt an (oder noch früher) mein "Lebensbuch" geprägt damit, daß ich im Laufe des Lebens, noch bevor ich 40 Jahre alt werde, Krebs bekomme, um, ja was? Um meine Seele reifen zu lassen an diesem Prozeß, dem ich nun ausgesetzt bin? Weil ich etwas lernen soll, was ich wohl bisher nicht gelernt habe?!
Nun gut, angenommen so ist es gedacht, dann erkranke ich also mit 38 an Krebs und erfahre einen so tiefen Fall, daß ich mich fast verliere. Ich lerne zu schwimmen, lerne, mein Lebensboot wieder zu reparieren, das Ruder wieder zu übernehmen. Ist das die Lektion für mich gewesen? Zu schauen, wen oder was ich an meiner Seite haben möchte? Weil bestimmte Dinge oder Beziehungen mir nicht gut taten?

So, ich habe also im Zuge der Erkrankung natürlich viele Dinge ändern müssen, weil sie sich zwangsläufig so ergeben haben- Beziehungen beendet, neue, wertvolle begonnen, bin abgetaucht in die Untiefen meiner Seele, habe den Schmerz so dicht gespürt, daß ich kaum atmen konnte, habe den Hauch des Todes gefühlt, der mich umwehte... Mein Blickwinkel ist anders geworden, oftmals ernster. Mußte ja auch im Zuge der "Katastrophe".
Ich hoffe, das ist nicht zu wirr, aber NUN komme ich zu dem Punkt, der mich beschäftigt;):
Wenn dem so ist, daß also ein Mensch diese Krankheit bekommt, um das Leben aus anderen Winkeln zu sehen, um an dieser Herausforderung des Wahnsinns zu reifen- was,herrje, ist aber mit all den Angehörigen? Was ist mit den Menschen, die diesen Menschen lieben, die seinem Herzen nah sind? Ist auch in deren "Lebensbuch" so etwas festgeschrieben wie "Im Alter von 1 Jahr wirst Du abrupt abgestillt werden, weil Deine Mama an Krebs erkrankt"? Oder der 16 jährige, der plötzliche arge Probleme mit sich selbst bekommt? Und der Partner, der plötzlich vor der Möglichkeit steht, seine Kinder allein groß zu ziehen? Weil, auch für die Familie verändert sich ja in der Regel das ganze Leben. Ist das ein vorgedachtes Konzept?

Ich hoffe, ich konnte das in Worte fassen, was ich mich frage. Und ich hoffe, ich habe niemanden verletzt, denn das möchte ich nicht. Aber mich würde die Sichtweise interessieren, die Ihr dazu habt.

Für mich ist der Krebs wie ein Stein, den man auf einen spiegelglatten See wirft: Da, wo der Einschlag ist, tut es irre weh, aber die Kreise, die dieser Stein verursacht, gehen ganz schön weit...

Liebe Grüße,
hope

Beene 09.08.2007 15:10

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Meine Lieben,

ich bin zur Zeit selten hier, was daran liegt, dass es meinem Papa sehr, sehr schlecht geht. Vor drei Wochen hatte er laut den Ärzten im Krankenhaus noch ca. 1 Woche zu leben, nun, er ist noch immer hier bei uns und ich nutze jede freie Zeit um mit ihm und bei ihm zu sein....

Trotzdem schaue ich hier in diesen Thread und lese Eure Beiträge und freue mich ganz besonders, dass Birgit wieder da ist !! @ Birgit: Du gibt mir soviel, liebe Birgit !!!!!!! Danke für Deine Nachricht von Norbert, ich fühle mich seitdem wirklich erleichtert, denn er hatte bis zum Ende immer Sehnsucht nach einer Hand, die seine hielt..... Nun hat er soviel Frieden, wie er ihn immer ersehnte !!

Ich habe heute etwas sehr Schönes gelesen und das wünsche ich uns allen:

Ich wünsch Dir eine Hand,
die da ist wenn Du gehst.
Ich wünsch Dir einen Menschen,
den Du magst und stumm verstehst.
Ich wünsch´ Dir, dass da jemand ist,
der sagt: Ich blieb bei Dir.
Ich stütze und begleite Dich bis an die letzte Tür.

Am Anfang Deines Lebens trats Du ein durch eine Tür
in unser aller Weltenhaus, seitdem bist Du hier.
Es führte Dich so manche Hand, half öffnen und half sehn.
Und hinter jeder Tür da war ein bisschen mehr Verstehn

Später war da immer wer, der gab´Dir seine Hand,
dass Ihr gemeinsam Neues seht, erwartungsvoll, gespannt.
Du botest Deine große Hand so manchem Kleinen an,
und zeigtest, wie viel Glück sich hinter Tür´n verbergen kann.

Hand in Hand im Weltenhaus, beim Durch-die-Türen gehn,
da lerntest Du Dich selber und die anderen verstehn.
Eines war Dir immer klar, am Ziel kommt der nur an,
der Suchender und Weiser ist und loslassen kann.

Meine Lieben, ich melde mich wieder und schicke für heute ganz viel Liebe in die Runde, möge unser lieber Vater im Himmel auf Euch alle gut aufpassen !!!!

Beene

sonnenfrosch 13.08.2007 20:50

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hm. Es war im Frühling 2005 - ich war am Friedhof bei meiner Oma - und da kam mir plötzlich der Gedanke - wieviel Glück ich habe - das ich noch keinen jungen Menschen "kenne" der starb...

Ich habe mich gefreut...

Zwei Wochen später erfuhr ich von dem Tod einer Schulfreundin - mit der ich seit langer Zeit wieder in Kontakt getreten war und die dazu noch schwanger war...

Dann kam meine Krankheit - wobei damals die Ursache noch nicht gefunden war...

Und während ich im Krankenhaus wurde ein 16-jähriger beerdigt werden...

Was war das dann für eine Stimme???

:undecided

Christine

Beene 19.08.2007 18:26

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Hallo Ihr Lieben,

mein Papa bereitet sich auf seinen letzten Weg vor, ich kann es spüren, er ist zum Teil in einer völlig anderen Welt, und lächelt dabei... Ich wüßte so gerne, wo er ist und was er sieht, aber wenn ich ihn frage erinnert er sich nicht...

Das zeigt mir, dass es sehr wohl Dinge gibt, die wir mit unserem scharfsinnigen Verstand NICHT fassen und erklären können und das ist auch gut so ! Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich anmaßend von vielen Menschen sich für das Maß aller Dinge zu halten. Gerade heute hat mir eine Nachbarin wieder gesagt, wie unsinnig sie es findet an Gott zu glauben, denn gäbe es ihn, würde er uns meinen Vater nicht wegnehmen... Ich bin gegangen, hatte keine Lust auf eine solche Diskussion...
Wir sind in Anbetracht des ganzen Universums nicht einmal so groß wie ein Staubkörnchen und maßen uns an zu urteilen und zu denken, wr wären allmächtig...

Meine Lieben, wenn Ihr heute Abend betet, möchte ich Euch bitten auch für meinen Papa zu beten, ich wäre froh, wenn ich wüßte, dass Ihr an ihn denkt.

Ich denke an Euch, wünsche Euch einen schönen Sonntag und allles Liebe !!!
Beene

Blauerschmetterling 20.08.2007 10:55

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Beene,

ich finde es einfach ergreifend, was Dein Vater nun erlebt. So schlimm es auch für Euch ist, einen geliebten Menschen gehen lassen zu müssen, ist es vielleicht ein kleiner Trost, wieviel Schönes auf ihn zukommt. Gott wird Deinen Vater auf seinen Händen ins Licht tragen.

Bin in Gedanken bei Euch
Anneli

Christian S. 22.08.2007 09:38

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Liebe Christine,

danke für deine schnelle Antwort. Das tut mir leid das deine Hausärtzin so dämlich reagiert hat und ewig dein Blut nicht untersuchen ließ, ist oft Standesarroganz, das sich Allgemeinmedizinier erst ewig selbst an die Lösung wagen bis sie fachliche Hilfe hinzu ziehen durch Überweisungen zu diversen Spezialisten.

Meine Mutter wäre auch bald mal so einem Idioten auf dem Leim gegangen und hätte dafür mit ihrem Leben bezahlt wenn sie nicht gerade da an dem Tag in der Hausarztpraxis gewesen wäre und sie da kollabiert ist.

Leider sind wir bei jedem Mediziner auf seine Kompetenz angewiesen und müssen ihm vertrauen. Bis dahin geht ja alles durch göttliche Führung danach ist die Fähigkeit des Menschen wieder im Spiel.

Man kann nur hoffen im Falle das die Intuition, göttliche Führung, einen ins richtige Krankenhaus treibt und man da die beste Fürsorge erfährt. Mir ist das damals 2004 tatsächlich so passiert. Habe mir die richtige Klinik gesucht und hatte auch noch eine Eingebung gehabt, im Katholischen Krankenhaus St. Johann Nepomuk in Erfurt.

Ob Gott mit uns zockt und bewusst das steuert halte ich auch nur für einen Gedankengang der was damit zu tun hat das es schwierig ist eine Antwort auf die vielen ungelösten Probleme der Menschheit zu finden. Warum lässt er dieses und jenes zu. Es gibt viele Probleme die aber vom Menschen selbst gemacht sind. Zum Beispiel in Unwetterregionen, warum werden keine entsprechenden Anlagen gebaut um Menschen zu schützen? Warum werden Häuser aus Materialien gebaut die beim ersten Windhauch die Biege machen? Und so kann man sehr viele Fragen stellen und bekommt eigenartigerweise auch sehr plausible Antworten. Nicht Gott zockt mit uns sondern Menschen bestimmen tagtäglich über unser Schicksal und entscheiden darüber was richtig und falsch ist. Das ist genau jenes Problem. Wo es hinführt dürfen wir jeden Tag aufs neue erleben.

Alles Liebe für euch.

Christian S.

sonnenfrosch 22.08.2007 14:34

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Lieber Christian,

ich wollte mit meinen "komischen" (*g) Vergleich nicht andeuten das Gott mit uns zockt - so war das nicht gemeint der Kernpunkt war für mich -das er viel. "überfordert" ist auf uns alle aufzupassen und uns dh. nicht immer schützen kann... was ich aber nicht verstehe ist das Du alles Gute praktisch als göttliche Hilfe verkaufst - aber so bald es schief läuft waren es die Menschen?
Bitte nicht Böse sein - aber Du weißt wie es gemeint war - oder?

Liebe Sarah 222 ich habe die Erfahrung gemacht das fast alle Onkologen (besonders meine jetzigen) wirklich auf der Seite der Patienten standen und mit dem Patienten für die Gesundheit kämpfen - und ich habe sehr gesucht - ich kann bei meinen Onkologen keinen gelben Heiligenschein entdecken - vielleicht haben sie ihn abgenommen...
Klar es gibt diese arroganten - Ärzte die besser Metzger werden hätten sollen - aber es gibt auch wirklich tolle...

Christine

Dirk1973 24.08.2007 00:40

AW: Gott, Glaube und Krebs....
 
Ich verstehe diesen ganzen Gotteskram hier nicht. Da stellen sich hier User hin und schwören auf den ach so barmherzigen Gott, der ja auch so nett war uns hier Krankheiten anzudichten, deren Namen manchesmal nicht einmal ausgesprochen werden können.

Was denkt Ihr, macht Gott für Euch ? Läßt er eure Tumore schwinden, nimmt er Euch die Schmerzen ? Warum geht Gott dann auf Kinder los, die nun ganz sicher frei von jeglicher Schuld und Sühne sind. Was sollten Sie und in ihren kurzen Leben auch schon groß angetan haben ?

Ohhhh, Gott ist eine Energie, nicht fassbar und trotzdem allgegenwärtig. Wo war denn seine Herrlichkeit, als Hiroshima ausgelöscht wurde, wo als der Orkan Kyrill die Terassentür auf ein dreijähriges Mädchen beim spielen knallen ließ und damit tötete....

Kommt mal wieder auf den Teppeich. Wer mit seiner Behandlung oder seinen Ärzten nicht zufrieden ist, der muss es halt sagen und vor allem sich selber ein wenig um die gewünschten Veränderungen kümmern. Im Rumjammern sind die Menschen ja hervorragend. Nur den Hintern zu bewegen um mal etwas zu verändern, dazu sind die meisten wohl nicht in der Lage.

Wäre der liebe Herr Gott, sofern es ihn überhaupt gibt und allein das bezweifle ich stark, doch so barmherzig, dann verstehe ich nicht, was meine Mutter verbrochen hat, sich noch drei Monate auf der Intensiv zu quälen um dann doch zu sterben. Und dass er mir zeitgleich noch den Krebs schenkte, fand ich nicht nur total daneben und unpassend, nein... auch völlig überflüssig....!

Aber der liebe Gott wird´s ja richten....

*kopfschüttel


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