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Mariesol 29.09.2009 11:39

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Ja Christel...das stimmt:D!
Und wenn man sich auf ne anspruchsvolle Stelle bewirbt, sollte man tunlichst darauf achten,dass die linke Hand die gleiche Farbe hat wie die rechte:augen:
Hab einen schönes Tag
Mariesol

MichaelaBs 29.09.2009 13:25

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,

ich glaube auch nicht, dass im Mittelalter das Wort Frust schon bekannt war. Da kannte man schwere Not und Pein, Pestilenz und Elend, selbstverständlich das Fegefeuer und noch so allerlei. Ich möchte da nicht gelebt haben. Da sind mir doch die jetztigen Zeiten, wenn auch manchmal mit Frust verbunden, lieber. Lust und Frust, jetzt im Herbst muss wahrscheinlich jeder besonders zusehen, dass er damit zurecht kommt. Gerade heute frustet mich das Wetter außerordentlich, aber nachher gehe ich zum Sport und turne die Wolken und den Regen weg. Meine Krankengymnastin fand heute, dass sie schon eine Veränderung meiner Rückenmuskulatur sehen/spüren könne. Das freut mich, so sind die Bemühungen nicht ohne Erfolg.
Wenn ich mir dann noch Krabbens Ideen für das Projekt 2010 anschaue, sieht es draussen gleich viel heller aus!

Liebe Grüße an alle Nestler und Randgucks
Michaela

annika33 29.09.2009 13:45

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Hallo Ihr Lieben Nestler, hallo liebe Christel,

Zitat:

es wird schon wieder. Das Annikas Mama gestorben ist, ist natürlich ein Schlag. Da kaut man darauf rum. Das muss man erstmal verkraften. Sie hätte mit Sicherheit noch wahnsinnig gerne gelebt. Wie wir alle noch so sehr gerne leben wollen.
Dem ist gewiss zweifelsohne so. Meine Mutter hätte gerne gelebt - aber mit Lebensqualität. Das - und so sehen das ja alle Betroffenen und auch die Angehörigen, hat Priorität. Meine Mutter hätte leben wollen, aber das Leben machen ja nunmal viele Dinge aus, die meine Mama nie mehr hätte bewerkstelligen können.

Meine Mutter hatte eine sehr gute Zeit - die letzten 4 Wochen waren nicht gut. Und die hat sie, Gott sei Dank, nicht wirklich realisiert.

Meine Mama hätte mich geschimpft, wenn ich jetzt dem "wenn und hätte" verfallen würde. Genau darum geht es schlussendlich, und das habe ich auch lernen müssen, wenn auch aus der anderen Position heraus. Das Leben ist lebenswert und wir alle sind eigenverantwortlich und tragen dazu bei, dass es eben Qualität erhält.

Trauer und Kummer sind ebenso Bestandteil des Lebens, wie Freude und Lust. Und wenn man lustig ist, dann denkt man nicht groß darüber nach, ob man lachen darf, oder ob es jemandem unangebracht/-gemessen erscheint. Wenn man traurig ist, dann kehrt man das oft unter den Teppich und das ist falsch.

Zu Eurer Erkrankung gehören viele Facetten. Und eine davon ist die, dass man die Dinge anders wertschätzen lernt. Das gilt für alle, auch für mich, obwohl ich nun eine Hinterbliebene bin.

Ein Arbeitskollege von Mama, der hat ihr mal was Tolles gesagt:"Ulla, die Zeit läuft für Dich!" Das war gar nicht mal "nur" im Hinblick auf den Fortschritt der Medizin so gemeint. Das zu begreifen hat aber bei mir lange gedauert.

Ich gönne jedem Gesundheit und ein Wunder und ...ach was red ich da..Wunder?! - vielleicht ist es ja in absehbarer Zeit so, dass einfach "der Durchbruch" gelingt. Aber bis dahin, hofft, genießt, weint und LEBT! Denn all das gehört dazu.

Hier im KK ist doch eigentlich eine tolle Gemeinschaft entstanden. Und ich finde gut, wenn Gemeinschaft eben auch bedeutet nicht immer nur froh und gut gelaunt miteinander zu sein. Gemeinschaft und Freundschaft bedeutet auch, einfach mal nur zuhören, mitleiden, mitfühlen usw.

Und die Relation stimmt. Schlechte Nachrichten ziehen immer runter. Das liegt in der Natur der Sache. Seht es mal anders. Ich bin das Kind und meine Mama ist gestorben. Ich könnte nur weinen (tu ich auch oft), aber in der Hauptsache hat mir meine Mama 35 Jahre lang den Rücken gestärkt und ist mir ein fester Bestandteil geworden. Diese Bindung ist und bleibt. Dafür bin ich dankbar.

So....und nun *zack zack* nach Vorne schauen!

Euch allen einen guten Tag!

die Annika

P.S.: Was ich mal unbedingt loswerden möchte. Zu Beginn der Diagnose war der Begriff "Palliativmedizin" in meiner Denke ein "dunkler Begriff" (dunkel = Angst/unsymphatisch/kalt). Dem ist heute in keinster Weise mehr so!

jutta50 29.09.2009 20:38

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Zitat:

Zitat von Geister (Beitrag 791686)
Dazu gehören auch deine Golfversuche.

Hallo Reiter,

das finde angesichts Christels Handicap eine etwas unglückliche Äußerung.

Auch haben wir den anderen Weg beschritten. Alle im Ort wissen um die Erkrankung meiner Mama. Und manchmal frage ich mich, ob das der richtige Weg war. Natürlich wird sie mit ihrer Krankheit angenommen. Aber es gibt auch niemanden der sie von ihrer Krnakheit getrennt sieht. Und das wäre manchmal auch schön.

MfG
Jutta

Gitta aus Nürnberg 29.09.2009 22:35

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Nestler,
ein Wort zum Abend. :DIn meinem Kopf drückt nicht die Intelligenz so sehr, die kann ich gerade noch ertragen.

Bin Jungfrau (Sternzeichen) vernünftig und ein realistischer Mensch, hier liegt mein Problem.

Zu gern würde ich einmal träumen, eine rosarote Brille aufsetzen, so etwas vermisse ich bei mir.

Bis bald
Gitta

mouse 29.09.2009 23:11

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Guten Abend ihr Lieben,

das Wetter ist ja nun nicht so wahnsinnig prickelnd. Aber immerhin habe ich heute Nachmittag auf die Schnelle noch 9 Löcher gespielt und danach noch Walnüsse gesammelt. Ist ja nicht so, dass ich nicht mal Walnüsse kaufen könnte, aber selbstgesammelt bringt einfach mehr Spaß.

Liebe Krabben,
ja planen ist gut und es hilft. Selbst wenn die schlauen Monster sich ab und an ranschleichen und ins Ohr flüstern: Weißt Du überhaupt, ob das noch lohnt? Doch es lohnt! Alleine das Planen. Ich meine, ich hätte ob der Planerei keinen Unterschied gemacht zwischen Betroffenen und Angehörigen. Missverständnis?

Liebe Michaela,
Deine Meinung das Mittelalter betreffend teile ich zu 100%. Ich glaube, wir wären da längst tot. Das der Sport Dir so gut hilft, ist ja Klasse! Was macht denn Dein Husten? Besser geworden? Ich huste immer noch. Aber ansonsten geht es mir gut. Muss ja auch so sein in der Pause.
Jau, auf 2010 arbeiten wir hin.

Ja, liebe Annika,
hast recht. Zack, zack nach vorne schauen. Wie Du siehst, arbeiten wir an 2010. Das ich trotzdem wegen Deiner Mama und der vielen anderen, die wir schon verloren haben, weine, ist wohl normal.

Liebe Jutta,
exakt das ist meine Befürchtung, man sieht mich nicht mehr von der Krankheit getrennt. Ich will nicht diese mitleidigen Fragen: Geht es Dir gut? Oder womöglich,wenn ich schlecht spiele, nicht den Spruch hören: So Golf eben, sondern, kein Wunder, bekommst ja Chemo,da wäre ich froh, wenn ich überhaupt spielen könnte. Nee, das will ich nicht. Ich will eine krebsfreie Zone!

Lieber Reiter,
schon zu Beginn ist es mir aufgefallen Dein, in meinen Augen sehr negatives, Handle. Geisterreiter. Gibt es eine Grund, warum Du das gewählt hast?
Mein "der Kampf geht weiter" hast Du mißinterpretiert. Der Kampf heißt nichts weiter, als sich aufzuraffen und weiter zu machen. Sich nicht gehen zu lassen. Auf den Platz zu gehen, auch wenn man keine Lust hat. Bewegung ist gut. Sich nicht im Bett verkriechen, wenn es einem mal nicht gut geht, sondern sich nur mal kurz hinzulegen. Das alles gehört dazu. Planen gehört dazu. Den Monstern zu trotzen, das alles ist der Kampf.

Euch allen ganz liebe Grüße

Christel

mouse 29.09.2009 23:36

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Gitta,
Du weisst doch, nichts ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder meint er hätte genug davon.
Ich bin Löwe und auch realistisch. Ich glaube so sehr unterscheiden wir beide uns gar nicht. Wir haben völlig verschiedene Lebenshintergründe und trotzdem würde ich auch gut bayrisch sagen: Das passt! wenn ich an uns denke.
Sei lieb gegrüßt

Christel

mouse 30.09.2009 22:04

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Guten Abend ihr Lieben,
heute werde ich wahrhaftig mal früh ins Bett gehen. Denn morgen fahre ich für 2 Tage nach Berlin. d.h. ich melde mich auch für kurze Zeit ab. Ich hoffe mal, dass die Monster Zugfahrten hassen und auch ein wirklich sehr umfangreiches Programm nicht mögen. Mein Hauptproblem im Moment ist, wie ich das alles ohne Mittagschlaf überstehe. Aber ich habe Cola Light in die Handtasche gepackt. Das muss es bringen.
Euch allen ganz liebe Grüße
Christel

Gitta aus Nürnberg 30.09.2009 22:08

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,
:winke::winke::winke:Red Bull hilft auch.:rotier::rotier::rotier:

Viel Spaß
Bis bald
Gitta

bettinaco 01.10.2009 00:07

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Zitat:

Zitat von mouse (Beitrag 546982)
Liebe Bettina,
Engel hat recht, Monster dürfen nicht mit der Bahn fahren.

Liebe Christel,
im Mai 2008 hast du mir das erklärt. In der Zwischenzeit bist du vermutlich immer mit dem Auto unterwegs gewesen. Jetzt wirst du auch merken, dass du recht gehabt hast. Ich wünsch dir ganz viel Spaß in der Hauptstadt!

LG
Bettina

MichaelaBs 01.10.2009 01:17

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,

da Berlin immer eine Reise wert ist, schließe ich mich Bettina gerne an und wünsche Dir schöne Tage dort. Monster dürfen leider nicht mitfahren!

Herzlichst
Michaela

mouse 03.10.2009 22:37

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Guten Abend ihr Lieben,

gestern Abend um 22:00 war ich dann wieder zu Hause. Sehr müde zwar, wir mussten immer sehr früh aufstehen, aber froh und zufrieden.
War mal wieder schön und das dicke, fette Programm sehr interessant.
Du kennst das ja Michaela. Die Reise war bildungsurlaubsfähig und da wird schon aufgepasst, dass man nicht zu viel Freizeit hat.
Aber wie gesagt, es war schön.
Die Monster fahren wirklich nicht mit im Zug, aber die haben auch Monster in Berlin. Nur die waren viel kleiner als die Hamburger.
Heute habe ich die Riesen im Fernsehen gesehen, die hätte ich auch gerne in Natur gesehen, ging ja aber nicht.
Der Tag der Einheit ist hier geprägt durch absolut mieses Wetter.

Hallo Berlin 09,
über Erika kann ich Dir leider nichts sagen. Nehme aber an, bzw. hoffe, dass es ihr gut geht.

Allen ganz liebe Grüße

Christel

MichaelaBs 04.10.2009 00:53

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,

die Riesen hätte ich auch gern live gesehen. Sie erinnerten mich an eine portugiesische Künstlergruppe auf der Expo mit einer tollen riesigen Figur, doch diese Künstler kamen aus Frankreich, wenn ich es richtig verstanden habe. Toll, selbst im Fernsehen.
Hier war das richtige Wetter um drinnen zu bleiben, am besten mit einer heißen Tasse Tee und einem Schmöker.

Liebe Grüße an alle

Michaela

Gitta aus Nürnberg 05.10.2009 23:15

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,

morgen ist wohl schon wieder Chemo. Im Moment rennt mir ein bisschen die Zeit davon. War heute auch mit dem Hund unterwegs, musste nicht umkehren habe die ganze Strecke geschafft.

Denke morgen ganz tolll an dich.

Bis bald
Gitta

MichaelaBs 06.10.2009 11:54

AW: Adenokarzinom inoperabel
 
Liebe Christel,
für heute wünsche ich Dir alles Gute und hoffe, dass Dein "Rahmenprogramm" einigermaßen ist. Sicher startest Du wieder gut ausgerüstet.
Liebe Grüße
Michaela


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