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Tato 03.09.2005 12:43

Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo,

wie meistert ihr euren Alltag trotz der Sorge um eure unheilbar erkrankten Angehörigen?

Meine Mutter hat Darmkrebs mit Metastasen in der Leber und betroffenen Lymphknoten. Der Arzt meint, der Krebs ist nicht mehr heilbar, da die Lymphknoten nicht entfernt werden können. Nach der letzen stärkeren Chemo war eine Pause. Jetzt gibt es nur noch eine schwache Chemo, weil er sie nicht so belasten will, auch wenn dadurch die Größe der Metastasen sich nur leicht verringern. Ihr geht es im Moment recht gut, macht Ausflüge, fährt Rad, ist oft unterwegs. Aber wer weiß wie lange noch. Sie hat nur mich als Bezugsperson. Meine Eltern sind getrennt. Ich hingegen habe ich in letzter Zeit etwas zurückgezogen, weil mir das alles zu viel geworden ist. Nun bin ich aber wieder voller Sorge...

Nun ja, ich bin Anfang zwanzig, studiere, leb in einer festen Partnerschaft, hab noch ein paar eigene Probleme und werde irgendwann umziehen.
Doch irgendwie habe ich Angst, dass ich das alles nicht auf die Reihe bekomme. Meine Partnerschaft hat schon damals bei der Diagnose sehr gelitten. Ich war logischerweise zu nichts zu gebrauchen. Diese Phase stellt sich jetzt wieder ein. Auch auf der Arbeit war ich damals unfähig etwas zu tun, was ich mir jetzt im Studium nicht leisten kann/will. Ich kann sie nicht pflegen, aber ins Krankenhaus möchte ich sie später auch nicht geben.
Ich habe Angst vor dem Tag X. Ich darf nicht zusammenbrechen, denn das "normale" Leben ist schon anstrengend genug.

Gruß
Tato

Kerstin63 03.09.2005 18:16

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato,

wenn Du das Gefühl hast es allein nicht zu schaffen, könntest Du es mit professioneller Hilfe versuchen, z.B. einem/einer Psychotherapeuten. Ich hatte aus anderen Gründen schon eine Psychotherapie als es mit meinem Vater immer schlimmer wurde. Er hatte auch Darnkrebs. Letztes Jahr im Juni ist er gestorben.

Ich bin sehr froh und dankbar dass ich meinen Thera zur Unterstützung zur Seite hatte. Ausserdem habe ich mich im Internet phasenweise sehr intensiv mit der Erkrankung meines Vaters auseinander gesetzt (ich musste immer ganz in den Schrecken hinein gehen und wollte immer den "worst case" wissen, das hat mich komischerweise etwas ruhiger gemacht).

Sich hier im KK mit anderen Angehörigen bzw. Hinterbliebenden auszutauschen hat mir auch ganz oft geholfen, weil im "normalen" Umfeld viele garnichts darüber hören wollten. Allerdings erst nach dem Tod meines Vaters habe ich auch einige Bücher über Tod und Sterben + Verlust eines Elternteils gelesen, von denen ich wünschte ich hätte sie früher schon gelesen. Die Bücher + vor allem hier der KK haben mir das Gefühl gegeben nicht so allein mit diesem Schicksal (dass der Vater so krank ist und vielleicht bald sterben wird) da zu stehen. Und das hilft auch schon, finde ich.

Im Alltag macht das manchmal ganz schön einsam, so habe ich es jedenfalls empfunden. Wer will schon immer und immer wieder DAVON hören... die wenigsten, anscheinend, ist nun mal so.... Krebs und Tod und Trauer sind keine gern gesehenen Gesprächsthemen.

Ich finde es wichtig sich Hilfe zu holen + zu akzeptieren wo man sie bekommen kann. Im Familienkreis war das bei uns z.B. garnicht der Fall (alles kompliziert, meine Eltern auch geschieden, mein Vater neu verheiratet), dafür haben sich in der schwersten Zeit plötzlich langjährige Kolleginnen meines Vaters als sehr hilfreich gezeigt - also ist es bestimmt gut wenn man auch offen ist für Hilfe aus Richtungen wo man sie vielleicht garnicht erwarten würde oder früher nicht gesucht hätte.

Kannst Du mit Deiner Mutter über die Krankheit und den Tod reden? Bei uns wurde garnicht darüber gesprochen. Natürlich machst Du Dir Gedanken darüber wie es weiter geht. Dass Du Krankenhaus vermeiden möchtest, kann ich verstehen. Besonders wichtig wäre jedoch (wenn möglich...) heraus zu finden was deiner Mutter sich wünscht, falls sie sich damit auseinander setzt.

Eine Tante von mir starb 1/2 Jahr vor meinem Vater und sie hatte sich schon jahre vorher (da sie schon länger wusste dass sie Lungenkrebs hatte) ein Hospiz selbst ausgesucht. Das fand ich ungeheuer imponierend. Aber sowas können oder wollen nicht alle Menschen. Mein Vater ist nach OP-Komplikationen noch über 9 Wochen auf der Intensivstation gewesen bevor er starb. Da hatte er gar keine Wahl mehr, aber er hat auch vorher nie über das Thema gesprochen. Mal abgesehen davon dass cih auch zu feide war es anzusprechen, denke ich muss der Betroffene bereit dazu sein, man kann es nicht erzwingen. Naja ich hab es nicht mal versucht...

Es ist eine sehr schwere Zeit, ich weiss das. Wünsche Dir ganz viel Kraft.

Kerstin

Tato 03.09.2005 19:05

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Kerstin,

nein, meine Mutter redet nicht darüber, außer ich spreche sie darauf an. Ich weiß nicht genau, was sie will. Meine Tante ist damals im Krankenhaus an Krebs gestorben. Meine Oma durfte nach Hause.

Welche Bücher hast du gelesen / kannst du empfehlen?

Trotz alledem, ich habe Angst, dass wenn es ihr schlechter geht mein Leben aus den Fugen läuft und ich nur noch schwer wieder aufrappeln kann. Nach der Diagnose (und der damit verbundenen OP, Intensiv, Kur, Wesensveränderungen) und der Trennung meiner Eltern habe ich etwa 1 / 1,5 Jahre gebraucht um damit halbwegs umzugehen. Aber ich kann keine ein bis zwei Jahre das Studium unterbrechen. Irgendwann muss der Alltag einkehren und die Beziehung soll auch nicht leiden. Tja, Perfektionisten halt...

Tato

Kerstin63 03.09.2005 19:21

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato,

also ich habe gern und mit Gewinn gelesen


Die Seele des Ganzen" von Anna Quindlen

"Mein Leben als Sohn" von Philip Roth

"Mut und Gnade" von Ken Wilber

"Dienstags bei Morrie" von Mitch Albom

"Weisheit des Lebens" von Morrie Schwartz

"Es wird mir fehlen, das Leben" von Ruth Picardie

"Abschied von meinem Vater" von Bärbel Schröder

"Ich spür noch immer ihre Hand" von Ruth Eder

"Ein sanfter Tod" von Simone der Beauvoir

Hier im KK gibt es ausserdem ganz viele Buchtipps zu verschiedenen Themen z.B. im Forum für Angehörige auf Seite 7 glaube ich, oder über diesen Link http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.html?t=4120

Ausserdem habe ich noch gelesen "Leben nach dem Tod" von Raymond A. Moody und "Trost aus dem Jenseits" ( das war so lala würde ich persönlich aber nicht sooo weiterempfehlen) und von Bill + Judy Guggenheim, das hat mir nicht so zugesagt.

Was denkst Du denn, was dir irgendwie helfen könnte, damit eben nicht alles aus dem Ruder läuft? Welche Art der Unterstützung würdest Du Dir (von wem?) am meisten wünschen, und was ist realistisch?

Kerstin

Tato 03.09.2005 20:43

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo,

bei der Bücherauswahl weiß ich ja gar nicht, welches ich nehmen soll...

Zitat:

Was denkst Du denn, was dir irgendwie helfen könnte, damit eben nicht alles aus dem Ruder läuft? Welche Art der Unterstützung würdest Du Dir (von wem?) am meisten wünschen, und was ist realistisch?
Ich weiß es nicht. Mein Freund unterstützt mich, das ist mir wichtig. Ich brauche meinen organisierten Tagesablauf - wehe, da schmeißt jemand die Termine durcheinander. Ich kann wunderbar organisieren, aber darum geht es ja nicht. Ich kann es mir nicht leisten ein Jahr in die Vorlesungen zu gehen und der Stoff rauscht an mir vorbei. So viel Glück wie ich hab, wird alles auf einmal kommen... ich bin in der Prüfungsphase, ziehe nebenbei um und meiner Mutter geht es schlechter und braucht Hilfe. Das hört sich wenig emotional an, aber ich will mich irgendwie davor beschützen. Ich geh sonst ein, wenn ich die nächsten Monate / Jahre jeden Tag einmal einen Zusammenbruch erleide und mich weinend zurückkriechen würde. Ich will nicht weinen, wenn ich traurige Musik höre. Ich will nicht verstehen, dass es unheilbar ist - nicht in dem jungen Alter. Ich will nicht, dass sie so früh geht.

Tato

Benita 04.09.2005 11:23

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato,

habe gerade, auch auf der Suche nach Informationen, von deinen Sorgen gelesen. Ich kann deine Ängste so gut nachvollziehen, was du geschrieben hast, könnte original von mir sein. Als Angehörige bin ich mehrfach betroffen, meine Mutter und Schwester haben Krebs, Ihnen geht es im Moment relativ gut. Aber auch mein Mann leidet an einem Hirntumor mit schlechter Prognose.
An manchen Tagen übersteigt das alles meine Kräfte und ich denke, ich kann nicht mehr. Auch ich möchte gerne nach meinen Plänen leben, doch das geht schon seit Jahren nicht mehr. Ich habe zwei Söhne, die mich unbedingt brauchen und so nutzt es gar nichts, den Kopf unter die Dekce zu stecken.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir nur den einen Rat geben: kämpfe nicht gegen die Situation an, das kostet zuviel Kraft und hilft dir gar nicht. Ich habe es ebenso gemacht, in der Hoffnung irgendwas zu erreichen. Inzwischen habe ich erkannt, dass man mit dieser Sch...Krankheit leben muss, wie es kommt. Ich plane nur noch, was unbedingt zu planen ist. Ansonsten nehme ich jeden Tag wie er kommt. Wenn der Tag gut war, freue ich mich am Abend und hoffe, dass der neue Tag genauso wird. Ich denke und lebe nur noch im hier und jetzt und versuche in Kleinigkeiten Freude zu empfinden (was mir auch nicht immer gelingt).

Du solltest versuchen, nicht so pessimistisch in die Zukunft zu sehen. Vielleicht kommt es doch anders und du hast dir die ganze Zeit umsonst Sorgen gemacht. Sorgen können einen auffressen. Genieße die gute Zeit und wenn es schlechter wird suchst du nach einem Ausweg, den wirst du sicher auch finden.

Ich wünsche dir und deiner Mutter eine gute Zeit.

Gaby44 04.09.2005 17:46

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato
Sicherlich möchtest du in deinen jungen Jahren ein ganz "normales" Leben haben und du verschreist die ganze Sch... Krankheit.Leider läuft dein Leben zur Zeit durcheinander, du mußt auch diese Strecke deines Lebens meistern so gut du kannst.Gib bitte denen Kraft die es brauchen und verschwende sie nicht.Ich drücke dich ganz lieb.
Gruß Gaby44

sanne2 04.09.2005 19:04

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato,
gerade jetzt ist die Zeit, mal "nicht" an Dich zu denken. Das hört sich sehr hart an, aber jetzt musst Du Dich um Deine Mutter kümmern!
Irgendwann ist sie nicht mehr da und dann macht man sich immer, häufig zu Unrecht, Vorwürfe.
Dein altes Leben wird erst einmal nicht zurückkehren, nicht nach dieser Diagnose, das muss Dir bewußt sein!
Meine Mutter und mein Mann erkrankten vorletztes Jahr beide zur selben Zeit an Krebs.
Deswegen weiß ich, was in Dir vorgeht!
Ich habe zwei Kinder, um die ich mich damals leider kaum kümmern konnte, weil ich dazu physisch und psychisch überhaupt nicht mehr in der Lage war.
Meiner Arbeit musste ich auch weiterhin nachgehen und zwar voll konzentriert.
Bis heute hängt diese Zeit mir nach. Meine Mutter ist leider gestorben, mein Mann hat bisher alles gut überstanden. Mein schlechtes Gewissen bleibt mir weiterhin! Diese Gedanken, ich hätte mehr Zeit mit meiner Mutter verbringen müssen, für meinen Mann mehr Verständnis haben, meinen Kindern eine bessere Mutter sein müssen, bleiben!
Dein Studium und Dein Freund sind wichtig, dieses bleibt Dir wohl auch auf lange Sicht. Deine Mutter wahrscheinlich nicht!
Gruß!
Sanne

Tato 04.09.2005 20:58

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Danke für eure Antworten.
Das Leben muss weitergehen. Doch ich möchte für die anstrengende Phase gewappnet sein. Was hat euch geholfen? Es geht mir hier um rein praktische Tipps. Psychisch verarbeitet es jeder anders, das ist mir bewusst. Aber was habt ihr noch gemacht?
Selbsthilfegruppe?
Sport?
Autogenes Training zur Enstpannung?
Gedanken aufschreiben?
...?

Wie kann man sich trotz der Probleme auf der Arbeit / in der Uni konzentrieren?

Gibt es Homöopathische Tropfen o.ä. (ohne Arztbesuch), die einen seelisch unterstützen oder ist das alles Quatsch?

Tato

Gaby44 07.09.2005 20:44

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Hallo Tato,
ich habe mir manches aufgeschrieben und vor allen Dingen viel geweint. Die Menschen die es nicht betrifft, die denken Krebs sei eine leichte Krankheit und wie du weist ist das nicht so.Ich habe auch mit anderen darüber gesprochen aber mit der Zeit hast du gemerkt das ich ihnen damit auf den Geist gehe.Deshalb bin ich sehr froh den Krebs Kompass gefunden zu haben.
Sehe dich hier überall mal um, du wirst sehen du findest das richtige für dich, das dir gut tut.
Ich drücke dich
Gaby44

Tato 08.09.2005 18:26

AW: Alltag trotz der Sorgen
 
Zitat:

Ich habe auch mit anderen darüber gesprochen aber mit der Zeit hast du gemerkt das ich ihnen damit auf den Geist gehe.
Zur Zeit der Diagnose hab ich gearbeitet. Leider hatten meine Kollegen kein Verständnis und haben mich als zusätzliche Belastung noch gemobbt. Das hat dazu geführt, dass ich mich erst recht niemanden anvertraue.

Zitat:

Sehe dich hier überall mal um, du wirst sehen du findest das richtige für dich, das dir gut tut.
Gibt es einen Beitrag, in dem Verarbeitungsmethoden diskutiert wurden? Wenn ich die Beiträge lese, bin ich nachdem total niedergeschlagen, traurig und hab ne Packung Taschentücher verbraucht... es ist sehr interessant die Beiträge zu lesen, aber auch sehr belastend...

Tato 09.09.2005 14:49

IV Stadium
 
Hallo,

meine Mutter lebt jetzt schon seit eineinhalb Jahren mit der Diagnose Darmkrebs im UICC-Stadium IV, d.h. T3 pN2 G3 M1 (Leber).
Im Moment bekommt sie eine leichte Chemo mit Irinotecan mono.
Ihr geht es soweit gut und hat keine Beschwerden.

Chancen auf Heilung gibt es wohl nicht.
Was kann man noch tun, damit es ihr weiterhin so gut geht?
Mistel? Vitamine? ...?
Macht es Sinn, sich nach Studien umzusehen, wenn der Arzt von sich aus nichts vorschlägt?

Gruß
Tato

lolle 09.09.2005 15:51

AW: IV Stadium
 
hallo tato
warum hat man deine mutter nicht an der leber operiert?
bzw. metastasen raus!!!!! mein mann hatte im april diagnose IV,pT3N1(2/13)M1(HEP)G2 . nach großflächiger darm op. und seitenausgang der zurückverlegt wird, folgt jetzt bald die leber op.
chemo und bestrahlung hatte er auch.

liebe grüße und alles gute für deine mutter !
LOLLE

Tato 09.09.2005 18:56

AW: IV Stadium
 
Hallo Lolle,

die Metastasen sind teilweise aufgrund der Lage inoperabel, da sie - soweit ich das mitbekommen habe - im Bauchraum direkt an der Hauptaterie bei der Wirbelsäule liegen.
Allerdings hab ich erfahren, dass die Leber überlebensentscheident ist. Diese wird nun versucht mit einer ganz leichten Chemo im Zaun zu halten - ein Mittelweg, um das Wohlbefinden beizubehalten.

Viele Grüße
Tato

lolle 09.09.2005 19:58

AW: IV Stadium
 
hallo tato
das ist ja nicht so schön. ich hoffe das bei meinem mann alles klappt.
es sollen bei ihm 2 metastasen im rechten leberlappen sein, so ca 1 cm groß.
hoffentlich ist da nicht noch mehr, aber ich glaube die untersuchungen waren schon sehr genau. sind denn die metastasen deiner mutter im bauchraum und an der leber? mein mann macht zur zeit auch eine mistelkur, aber ob das jetzt gegen metas hilft? ich denke eher für das allgemeine wohlbefinden. wie alt ist deine mutter? mein mann ist 53.
LOLLE

Tato 09.09.2005 23:08

AW: IV Stadium
 
Hallo Lolle,

meine Mutter ist ähnlich alt wie dein Vater. Sie hat zwei Metas in der Leber (1 cm und 6,4 cm) sowie mehrere befallene Lymphknoten (davon mind. eine inoperabel).
Wirkt die Mistelkur?

Hallo Anke,

bekommt man das orthomol immun pro auch auf Rezept? Meine Mutter wäre wohl zu geizig, dafür so viel Geld auszugeben... ohne Kommentar.

LG
Tato

AnkeH 09.09.2005 23:42

AW: IV Stadium
 
hallo tato,

das weiß ich nicht, ob der hausarzt das evtl. verschreibt. meine eltern sind ja auch sehr sparsam, mein vater meinte aber, daß wenn es helfen würde und auch der radio-/onkologe das empfehlen wird, er drauf schi.... würde.

die ärztin meinte aber auch noch zu mir, daß viele leute, die darmkrebs hätten und ihn besiegt hätten, wohl orthomol genommen hätten. ob es letztendlich daran gelegen hätte, daß sie überlebt hätten, wüßte sie nicht. wörtlich: die hatten wohl einfach die besseren karten!

jeder soll sich ausgewogen und gesund ernähren, dann bräuchte man eigentlich keine zusätzlichen vitamine.

ich denke aber, daß eine chemo und der schlag ins gesicht: s i e
h a b e n k r e b s ! eine zusätzliche vitaminkur rechtfertigt!

versuche es doch mal, es wäre schön, wenn du mich informieren könntest!

Anke

hoppit 10.09.2005 16:49

AW: IV Stadium
 
Hallo Lolle,

wir haben uns schon mal geschrieben. Was wolltest du denn wegen der Leber-OP wissen.

Hier einwenig ,wie es bei meinem Mann war. Wichtig waren wohl die Voruntersuchungen. Das wurde ja wohl schon gemacht.
OP hat ca. 5 Stunden gedauert, dann war er 3 Tage auf Intensiv.
Danach war er ca. 1 Woche auf normal Station.

Zur Vollnarkose wurde im eine Art PTA gelegt. Das war wie bei den Frauen während der Geburt, nur lag das winzige Schläuchchen dauernd im Rücken.
Er hatte dadurch viel,viel weniger Schmerzen und konnte schon bald aufstehen und etwas gehen. Diese Schmerzpumpe wurde dann immer weniger dosiert. Nach ca. 1 Woche wurde sie entfernt, und dann ging es auch mit den Schmerzen.

Falls du noch was wissen möchtest, melde dich doch wieder.

Alles Liebe und drücke euch die Daumen

Andrea ( hoppit)

AnkeH 10.09.2005 22:14

AW: IV Stadium
 
hallo tato,

eine bekannte von "nebenan" (wohnt ein paar häuser weiter) hat mir noch ein anderes mittel empfohlen. sie ist arzthelferin und betreut auch manchmal menschen im hospiz. es fängt mit a an, ich habe es aber vergessen. werde sie morgen oder montag nochmal danach fragen, und dann die inhaltsstoffe (vitaminchen) vergleichen. sobald ich etwas in erfahrung gebracht habe, melde ich mich wieder!

übrigens war ich heute mit meiner familie (mann und 3 kinder) bei meiner ma im krhs. es hat mich gefreut zu sehen, daß es ihr schon besser geht.

nach rücksprache mit der krankenschwester konnte ich in erfahrung bringen, daß bis jetzt noch keine metas vorhanden sind. wenn lympfknoten (einer wars bei meiner ma) befallen sind, sind es noch keine metas. es kann aber schon was unterwegs sein, deshalb die chemo. hoffentlich hat sie glück!

liebe grüße

AnkeH

AnkeH 11.09.2005 13:12

AW: IV Stadium
 
hallo ihr lieben,

habe heute morgen mit meiner ma telefoniert und siehe da - man muß manchmal auch seinen eltern den kopf waschen!!!! :D

ich habe ihr nämlich gestern gesagt, daß sie sich bitte eine kopie von jedem arztbericht geben lassen soll, es s t e h t ihr zu, auch etwas in den händen zu haben! sie hat es gestern direkt der krankenschwester gesagt (nachdem ich weg war) und die wird es weiterleiten und in die wege leiten!

ich habe ihr heute auch nochmal angeboten, sie zum radio/onkologen zu begleiten, wir müssen nur versuchen, einen termin unter einen hut zu bekommen. sie meinte, daß sie keine fragen hätte!!!! ist doch wohl unfassbar! dafür habe ich umso einige mehr! ich sagte auch meinem pa, daß ich ihn nicht "wegdrücken" möchte, aber ich hätte wohl einen klareren kopf, um mit dem arzt und meinen eltern zu sprechen! ach anke, sagte sie, warum wohnst du nur so weit weg? ich sagte ihr, daß wir das schon schaffen und sie jawohl erst recht! so, nun weine mal ne runde, dann geht es dir gleich wieder besser! hat sie dann auch getan!

bis zum nächsten mal

AnkeH :winke:

lolle 11.09.2005 13:39

AW: IV Stadium
 
hallo hoppit
ja was wollte ich von der leber op wissen.
bin für jede information dankbar. am liebsten möchte ich immer lesen ( ALLES NICHT SCHLIMM. ) geht es deinem mann denn wieder gut? wie groß waren die
metastasen? ist auch nichts wieder nach gekommen? nächsten montag geht mein mann ins krankenhaus, dann nochmal kernspin usw. mal sehen was da auf uns zu kommt. werde mich danach mal melden. werde wohl die meißte zeit im krankenhaus sein. mein mann hat sich nach chemo und bestr. recht gut erholt. hat dein mann nach der op viel abgenommen? ich möchte das es bei meinem mann nur noch aufwärts geht. die op wird ihn zurückschmeißen, aber sie muß sein. gut das man operieren kann. wir werden sehen.
gruß
LOLLE

hoppit 11.09.2005 17:30

AW: IV Stadium
 
Hallo lolle,

soviel vorweg, bei meinem Darm-OP 10/03; Leber 2/04.

Wie groß die eine Metastas war, kann ich dir nicht sagen. Mein Mann hatte ja die beiden OP`s recht kurz hintereinander. Sie haben ihn ganz schön geschlaucht. Aber er läuft jetzt als "krebsfrei". Wir sitzen in der WARTESCHLAUFE. Er hat ziemliche Verwachsungen und Probleme mit den Narben, aber sonst geht es ihm gut. Sicherlich könnte es ihm noch etwas besser gehen, aber Hauptsache er lebt. :remybussi .

Er hat auch einen Bärenwillen ( manche nennen es auch Dickschädel), wenn er etwas will, dann läuft er zu Hochform auf. Gott seih Dank !!

Wir ( ich und unser jetzt 4-jährige Sohn) waren auch so viel wie möglich bei ihm. Nach zwei Tagen wollte mein Mann schon von der Intensivstation, nur damit er den Kleinen sehen konnte. Am dritten Tag war´s dann soweit, das war die allerbeste Medizin den Junior wieder zusehen.

Ich wollte euch nur viiiiiiieeel Mut machen. Die OP ist die beste Möglichkeit wirklich gesund zu werden. Wer im Stadium IV die Chance kriegt, hat einen 6er im LOTTO.

Ich hoffe ganz fest mit euch, daß ALLES gut wird.

Bis bald und immer Kopf hoch.
Andrea ( hoppit)

lolle 12.09.2005 11:22

AW: IV Stadium
 
hallo hoppit
hallo birgit

ihr seid lieb, habe heite ein wenig stress.
hund zum tierarzt( IMPFE) kochen waschen putzen.
gann arbeiten gehen. melde mich aber wieder. DANKE
LOLLE

Jelly 12.09.2005 15:30

AW: IV Stadium
 
Hallo Lolle,
möchte Euch auch nochmal Mut machen, meine Darm-OP war in 8/04 und die Leber-OP 9/04, garade mal 7 Wochen später. Ich war noch etwas geschwächt von der ersten OP. Dabei hab ich auch ca. 7 kg abgenommen, habe aber trotzdem so schnell wie möglich die Leber-OP hinterher geschoben. Die war dann zwar nicht so ganz leicht, zwei Tage Intensiv dann auf Normalstation. Montags bin ich operiert worden und am Samstag bin ich wieder gegangen, der Arzt meinte, das sei neuer Rekord, nach 5 Tagen entlassen. Die Schmerzen waren zwar noch da, aber ich wollte einfach nur nach Hause. Mein Mann hat mir dann geholfen, mich zu setzen zu drehen zu legen und aufzustehen, Montags drauf mußte mein Mann wieder arbeiten und ich hab mich dann allein versorgt. Dank einer super genialen Hühnersuppe, bin ich wieder gut auf die Beine gekommen. Nur die Narben erinnern an die OP. Ich habe durch die OP nicht abgenommen, dank meiner Hühnersuppe !!!! Eine Diät hab ich auch nicht gemacht, bin 45 Jahre alt und hab die OP ( rechter Leberlappen wurde entfernt, Sektion 5 bis 8) super gut überstanden. Im Dezember drauf wurde ich dann an der Lunge operiert, auch eine Metastase, diese OP merke ich noch heute, hab teilweise immernoch Schmerzen an der OP-Stelle. Also Lungen-OPs sind nicht so unkritisch, aber Leber-OP bei generell guter Konstitution würde ich wieder machen. Wichtig ist, wie andere Forumsteilnehmer schon geschrieben haben, das richtige Krankenhaus zu wählen, ich war in der Uniklinik Frankfurt, die haben einen tollen Job gemacht .

Alles Gute für Euch - viel Kraft !!!
Es grüßt Euch herzlich

Tato 12.09.2005 20:39

AW: IV Stadium
 
Es ist schön und andererseits hart zu lesen, dass ihr alle noch eine Chance habt.
Meine Mutter wird nicht mehr operiert und es besteht keine Chance auf Heilung :cry:

lolle 13.09.2005 10:49

AW: IV Stadium
 
hallo jelly
ich bin froh das ich einigermaßen mit dem compüter umgehen kann und in diesem forum gelandet bin. mit keinem meiner bekannten oder auch freunde könnte ich so gut reden bzw schreiben. wie gesagt die gesunden stehen auf ner anderen seite. DANKE AN ALLE

liebe tato
warte doch erst mal ab, man weiß nie wie alles kommt. ich bin froh das man meinen mann operieren kann ,aber was wäre WENN NICHT!!!!
ich weiß es nicht. ich glaube ich würde auf ein wunder hoffen. ist ja auch schon passiert. auf jeden fall nicht nur weinen, das würde ich meinem mann nie antun. sei ganz lieb zu deiner mama solange es geht.

LOLLE

Jelly 13.09.2005 12:46

AW: IV Stadium
 
Hallo Tato,
ja, die OPs konnten durchgeführt werden. Aber mit der OP ist es ja auch oft nicht getan. Ich gehöre auch zu den Betroffenen im Stadium IV. Drei Monate nach der Lungen-OP wurden neue 5 Lungenmetastasen festgestellt.... es ging also weiter... heute sind es 8 Metas in der Lunge und ich mache gerade eine Chemo..... Mein Ziel: im Januar tauchen gehen ... darauf arbeite ich nun hin .. wie Birgit auch geschrieben hat, der Augenblick ist wichtig und der zählt. Mein Mann und ich gehen oft abends aus... vorletztes Wochenende haben wir daheim ein superschönes Familientreffen gefeiert und ich gehe davon aus, daß ich den einen oder anderen nicht mehr wiedersehe .. aber das bringt mich heute nicht mehr so runter, klar traurige und schwere Momente gibt es immernoch ... aber ich genieße die Zeit und sauge diese Bilder auf, anstatt an das Ende zu denken und trübsinnig auch schöne Momente vorbeigehen zu lassen ..... ja, das Leben genießen solange es dauert !!!! Für andere da sein, sie abholen, wenn sie mit meiner Situation nicht klar kommen, das ist mir heute wichtig, langfristige Ziele sind mir zu anstrengend.
Also genieß die Momente, die Dir geschenkt werden und sei für Deine Mutter da so gut es eben geht.
Liebe Grüße an alle !

Tato 25.09.2005 20:59

Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo,

meine Mutter ist Anfang 50 und wird immer vergesslicher. Sie weiß nicht mehr genau, was ich studiere, vergisst Namen, kennt die Farben der Autos von Bekannten nicht mehr uvm.
Hat das einen Zusammenhang mit der Krebserkrankung?

Gruß
Tato

Erika56 25.09.2005 21:22

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
liebe tato,
Vielleicht hat es eher mit der Behandlung zu tun? Hatte sie Chemo?
Ich bin seither auch vergesslicher, wenn ich auch merke, dass es besser ist als direkt nach der Chemo.
Auf alle Fälle würde ich mal mit ihrem Doc darüber reden wenn es nicht besser wird.
Liebe Grüse Erika56

Birgit64 25.09.2005 21:41

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Tato,

wenn deine Mutter eine Chemotherapie bekommt / bekommen hat, kann es gut damit zusammenhängen. Viele von uns leiden seit der Chemo unter Konzentrations- und Gedächtnistörungen, die aber normalerweise nach Ende der Therapie langsam wieder abklingen. Meine Chemo ist jetzt 2 Jahre her und mir geht's heute noch manchmal so, dass mir Namen und einfachste Wörter nicht einfallen.

Liebe Grüße

Tato 27.09.2005 13:22

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Danke euch beiden.
Ja, sie bekommt Chemo. Zwischendurch war ein paar Monate Pause, aber gebessert hat sich das nicht.
Mich wundert es nur, WAS sie alles vergisst... da sind wirklich bedeutende Dinge bei... (was studiert die eigene Tochter?)
Schusseligkeit kennt ja wohl jeder.

Den behandelnden Arzt kenne ich nicht und sie hat leider wenig Interesse an der Aufklärung bezüglich der Krankheit.

Leider hat dies anscheinend auch Auswirkungen auf ihr Verhalten... sie öffnet fremden Leuten die Tür, beantwortet freiwillig irgendwelche Umfragen - das hat sie früher nie gemacht.

Gruß
Tato

Birgit64 27.09.2005 13:53

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Tato,
ich hab während der Chemo mein Fernstudium weitergemacht und hab teilweise Seiten 2 - 3 x lesen müssen um überhaupt die Wörter zu verstehen. Manchmal hatte ich nach dem Umblättern schon vergessen, was auf der vorhergehenden Seite stand. Allerdings ist es nicht so weit gegangen, dass ich Menschen nicht mehr erkannt habe, wenngleich mir manchmal die Namen nicht einfielen oder ich die Namen vertauscht habe. Auch wußte ich Berufsbezeichnungen manchmal nicht, so wußte ich zwar was und wo mein Bruder arbeitet, aber nicht wie sein Beruf heißt :augendreh . Evtl. könnte deine Mutter vesuchen ihr Gedächtnis mit Gehirnjogging zu trainieren, wir haben das viel in der Reha gemacht und neben dem positiven Effekt hat's auch noch viel Spass gebracht.
Daneben solltet ihr vielleicht versuchen zu klären, ob das nicht doch andere Ursachen hat (z. B. Demenz).
Liebe Grüße

Tato 27.09.2005 22:16

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Birgit,

Zitat:

ich hab während der Chemo mein Fernstudium weitergemacht
Respekt!

Zitat:

Evtl. könnte deine Mutter vesuchen ihr Gedächtnis mit Gehirnjogging zu trainieren, wir haben das viel in der Reha gemacht und neben dem positiven Effekt hat's auch noch viel Spass gebracht.
Hmm, ich könnte vorschlagen Kreuzworträtsel zu machen bzw. ihr eines schenken.

Zitat:

Daneben solltet ihr vielleicht versuchen zu klären, ob das nicht doch andere Ursachen hat (z. B. Demenz).
Das trau ich mich nicht. Dann müsste ich sie darauf ansprechen und das vermeide ich. Sie redet kaum über die Krankheit und ich muss alles von mir aus ansprechen. Ich bin ja schon froh, dass ich nach eineinhalb Jahren das Stadium in Erfahrung gebracht habe.
Ich werde die Sache aber weiterhin beobachten...

LG
Tato

Waltraud1 29.09.2005 00:13

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Birgit, hallo Tato
Nachdem ich das jetzt gelesen habe, wird mir so einiges klar.Ich hab auch Chemo bekommen,und bin auch sehr vergesslich geworden....manchmal vergesse ich von einer Minute auf die andere was ich tun wollte....wenn ich mir keinen Einkaufszettel schreibe, kann ich manchmal nicht 3 Artikel richtig einkaufen...kann mich auch furchtbar schlecht konzentrieren.... am meisten ärgert mich, wenn mir dann was einfällt, was ich vor 3 Tagen hätte erledigen sollen.....
aber fremde Leute lass ich nicht ins Haus, da glaub ich auch, das das mit beginnender Demenz zu tun hat, Tato das würd ich auf alle Fälle mal genau beobachten....
LG WAltraud1

Jutta 29.09.2005 18:26

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Tato,

die Vergesslichkeit kann, wie vorher schon erläutert einige Monate, sogar Jahre nach einer Chemo noch auftreten.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich Dir auch sagen, daß ich nach jeder OP (Narkose) vergesslicher wurde, was mir dann auch von einem Neurologen bestätigt wurde.

Nimmt Deine Mutter irgendwelche Medikamente?

Jelly 01.10.2005 10:28

AW: Vergesslichkeit & Krebs
 
Hallo Jutta,
tut mir gut, das zu lesen. Ich kann mich heute auch nicht mehr so konzentrieren, wie früher, als ich noch fest im Beruf stand. Hab schon gedacht, das liegt daran, daß ich nicht mehr arbeite und so langsam verkalke. Als ich im Juli wieder arbeiten gegangen bin, war auch die Teilzeitarbeit ziemlich anstrengend für mich, obwohl ich längst nicht so anspruchsvolle Arbeiten gemacht habe. Muß ich wohl akzeptieren, daß ich nicht mehr so belastbar bin, wie früher und das auch meinem Vorgesetzen erklären. Dein Posting hat mich aber trotzdem beruhigt, kann es jetzt irgendwie besser akzeptieren. Danke.
Liebe Grüße

Tato 14.04.2006 23:38

Partnersuche mit Krebs
 
Hallo,

wie gestaltet sich die Partnersuche, mit der Diagnose Krebs?

Meine Mutter (Anfang Fünfzig) wurde kurz vor der Diagnose von ihrem Mann verlassen und sehnt sich nun nach einem neuen Partner.
Allerdings hat sie Angst, die Suche konkret anzugehen, weil sie Angst vor Ablehnung hat. Zudem weiß sie nicht, wie / wann sie es dem anderen sagen soll. Sie hat Angst, dass sich keiner auf eine Beziehung mit einer schwerkranken (keine Heilung in Sicht) einlassen möchte, um nicht so früh verlassen zu werden.
Wie seht ihr das?
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Kennt ihr gute Foren, wo man nicht nur Männer antrifft, die eine schlanke, gutverdienende Blondine suchen, um nach dem ersten Treffen "zu mir oder zu dir" fragen?
Zudem sind Sportarten wie Segeln, Inlinerfahren und Skifahren einfach nicht mehr drin (und gehörten ohnehin noch nie zu ihren Hobbies).
Vielleicht auch Gleichgesinnte, die unter einer anderen Krankheit zu leiden haben und deshalb mehr Verständnis für "Sch***-Tage" während der Chemo aufbringen können?

Gruß
Tato

Tato 17.04.2006 00:13

Therapie-Ideen bei fortgeschrittenem Darmkrebs
 
Hallo,

meine Mutter (52) hat die Darmkrebs-Diagnose T3, pN2, G3, M1.
Also Tumor im Darm (operativ entfernt), Metastasen in der Leber (Nr. 1 im rechten Leberlappen aktuell 7,8 x 5,4 cm (IMA70) Nr. 1 aktuell 1,1 cm (lMA 89) ) und zwei betroffene Lymphknoten.

Die große Lebermetastase hat sich im Vergleich zum Dezember trotz Chemo etwas vergrößert.
Sie hatte bis vor ein paar Tagen eine Chemo mit Irinotecan (einmal wöchendlich - 6x, 1x Pause, 6x, 5x Pause, 6x, 1x Pause, 6x). Das schlaucht natürlich extrem und behindert sie im Alltag, da es ihr zwei/drei Tage pro Woche schlecht geht.

Die nächste Chemo soll vielleicht im Juli starten, doch von dieser Idee ist sie nicht begeistert. Der Arzt faselte etwas von einer Antikörper-...-Chemo. Sie hatte kurz vor dieser Chemo noch eine andere, dessen Name ich leider nicht kenne. Diese hat aber zu dem Hand-Fuß-Syndrom geführt, dessen Folgen sie noch heute spürt.

Mit welchen Therapiemöglichkeiten sollte man sich näher befassen? Was könnte hier noch helfen?
Es gibt hier im soooo viele Therapien, doch welche kommt überhaupt in Frage?
Die ganzen Therapie-Beiträge hier im Forum verwirren mich ;)
Mistel, Prana, Qi Gong, Diäten, Hyperthermie...? :confused:

Ansonsten fühlt sie sich recht gut siehe auch http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...d.html?t=17743 und ist aktiv. Daher belastet sie die Chemo doch sehr.
Vielleicht gibt es ja Alternativen.

Klar, ihr könnt hier keinen Arzt ersetzen, aber vielleicht hat jemand eine Idee, die man dem Arzt mal vorschlagen kann bzw. eigenständig ausprobieren kann.

Gruß
Tato

chaosbarthi 17.04.2006 11:02

AW: Therapie-Ideen bei fortgeschrittenem Darmkrebs
 
Hallo Tato,

Informationen zur Chemo mit Antikörpertherapie findest du u.a. hier:

http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=1218

Daneben kannst du natürlich nach "alternativen" Behandlungsmöglichkeiten googeln. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!

:) LG chaosbarthi

Jutta 17.04.2006 18:37

AW: Therapie-Ideen bei fortgeschrittenem Darmkrebs
 
Hallo Tato,

auch hier : http://www.aerzte-zeitung.de/suchen/...F6rpertherapie kannst Du sehr viel über die Antikörpertherapie nachlesen.

Da wir keine Ärzte sind, kann keiner von uns sagen, welche Therapie bei Deiner Mutter angewandt werden sollte. Jeder Mensch und Krebs ist verschieden, reagiert auf eine Therapie anders, und so wird auch die Therapie unterschiedlich angegangen. Hier sollten gezielte Fragen an die behandelnden Ärzte gestellt werden, warum, weshalb und wieso. Eine Chemo schlaucht, das ist keine Frage, aber mit der Zeit vergehen die meisten Nebenwirkungen, oder minimieren sich.

Eigenständig sollte m.E. niemals irgendeine Therapie angewandt werden.

Mistel und dergleichen sind keine Therapien, sondern nur zur Unterstützung des Immunsystems angedacht. Jegliche Unterstützung des Körpers sollte mit den Ärzten besprochen werden, damit sich die Therapie und Unterstützung nicht in die Quere kommen, und evtl. kontraproduktiv sind.


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