Krebs-Kompass-Forum seit 1997

Krebs-Kompass-Forum seit 1997 (https://www.krebs-kompass.de/index.php)
-   Forum für Angehörige (https://www.krebs-kompass.de/forumdisplay.php?f=49)
-   -   Viiiiiiiele Fragen! (https://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=15812)

Fussel 03.12.2005 15:03

Blase mit Flüssigkeit im Bauchraum???
 
Hallo ... bei meiner Mutter (60) wurde im linken unteren Bauchraum ein mit Flüssigkeit gefülltes "teher viereckiges Gebilde" entdeckt. Sie ist wegen einem dumpfen Schmerz in der Hüfte/Unterleib zum Gyn gegangen. Der Arzt "kann sich keinen REim" darauf machen und schickt sie nun zum Kernspint (Termin erst in 7 Tagen!!!!). Eine Gebärmutter hat sie nicht mehr.

Auf ihre Frage hin meinte der Doc, dass es im allerschlimmsten Fall Eierstock-Krebs sein könnte. Man wisse aber erst genaueres, wenn man das Ergebnis habe .... die Blutwerte sind (Senkung) ok. Nach Tumormarkern wurde aber nicht geschaut.

MEine Mami ist nur noch am Heulen und weiss nicht, wie sie diese Woche durchstehen soll .... ist ein Eierstock-Tumor nicht eher rund/kugelig? Was könnte es sonst :confused: sein? Man sieht in dem Gebilde Flüssigkeit hin und her schwappen.

Schöne Grüße

Fussel

myrte 03.12.2005 15:39

AW: Blase mit Flüssigkeit im Bauchraum???
 
Hallo Fussel,

Ich kann eure Sorge sehr gut verstehen. Leider kann ich dir keine wirkliche Antwort geben. Ich weiss nicht ob der Tumor eher rund geformt ist oder nicht. Sie können sehr flach sein, dass ist das einzige was ich weiss.
Flüssigkeit im Bauch könnte Eierstockkrebs sein. Ich glaube bei Lebererkrankungen gibt es auch Flüssigkeit im Bauchraum . Leider könnt ihr nicht mehr tun als abwarten, weil eine genaue Diagnose kann niemand dir geben ausser der Arzt. Wir das Blut denn jetzt auf dem Tumormarker für Eierstockkrebs untersucht?
Ich weiss allzu gut wie ihr euch fühlt. Schau auch mal beim Krebsforum für Angehörige nach, dort kannst du Hilfe für dich finden. Und vielleicht kann jemand hier dir etwas mehr sagen zu deinen Fragen wie du deine Mutter am besten helfen kannst.
ich drücke euch die Daumen dass alles gut wird,

liebe gr.
myrte

Fussel 05.12.2005 11:59

AW: Blase mit Flüssigkeit im Bauchraum???
 
Hallo!

Meine Mutter ist jetzt im Moment im Kernspint ....der Arzt hat es nun doch dringlicher gemacht ... und wir Kinder sitzen jetzt auf Kohlen und warten auf das Ergebnis! Natürlich habt ihr recht, dass man erst einmal abwarten muss ... aber man macht sich natürlich Sorgen. Zumal bei der Internet-REcherche bei "Wasser im Bauchraum" fast nur Infos zum Thema Krebs auftauchen. Blut wurde auf Tumormarker noch nicht untersucht ... man will erst den nächsten Befund abwarten!

Ich melde mich, wenn ich näheres weiss noch einmal!

Schöne Grüsse

Fussel 05.12.2005 12:46

Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Hallo ... ich bin ganz fertig!

Meine Eltern habe gerade angerufen! Der Kernspint hat folgenden Befund ergeben:

mehrere Wucherungen an der Bauchdecke/Bauchfell (meine Mutter sagt, man sieht einige kleine weisse Flecken auf dem Bild)

ca. ein Bierglas voll Wasser im Bauchraum

an der Blase sieht man auch "was"


Fazit: "Dem Arzt "gefällt" das nicht ! Vermutung: Es kommt von den Eierstöcken.

Mein Vater meint, dass vielleicht eine Zyste geplatzt ist ... aber "verteilt" sich die dann im Bauchraum??!

Nächster Schritt: Bauchspiegelung

Bin sehr deprimiert!

Schöne Grüsse

Fussel

Tina37 05.12.2005 14:35

AW: Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Hallo Fussel,

nun wartet mal erst die Bauchspiegelung ab. Daß eine Zyste geplatzt ist glaube ich nicht. Ich drücke deiner Mam die Daumen. Eine Bauchspiegelung ist nichts schlimmes, da ist sie gleich wieder fit. Aber die Spiegelung gibt sehr guten Aufschluß drüber, was los ist.
Du hättest im übrigen dein Posting hier unter dein vorheriges setzen können, so wird der Zusammenhang eher klar.

Alles Gute
Martina

Fussel 07.12.2005 16:29

AW: Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Hallo!

Mama wird morgen operiert! Heute mittag wird noch eine Darmspiegelung und ein CT gemacht - der Tumurmarker für Eierstockkrebs ist erhöht.

Die OP umfasst:

Entfernung der Eierstöcke
Entfernung des Bauchnetzes
Entfernung der oberen und unteren Lymphknoten
Evtl. wenn nötig Entferung von Teilen der Blase/des Darms

Eine Gutartigkeit ist zu 99% ausgeschlossen!

Wenn sich der Befund bestätigt wird sich in jedem Fall eine aggressive Chemo anschließen ... wir sind total verzweifelt!

Fussel

margit b. 08.12.2005 08:11

AW: Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Hallo Fussel,

ich kann eure Angst und Verzweiflung gut verstehen, ich bekam meine Diagnose im April 2003. Anfangs hatte ich nur den Wunsch, noch einmal zu meinem Mann und meinen Kindern nach Hause zu kommen, ich konnte mir nicht vorstellen, jemals noch ein normales Leben zu führen. Bis jetzt bin ich von einem Rezidiv verschont geblieben und ich hofffe, dass es noch lange so beibt.

Wie Christine schon geschrieben hat, ist ein Operateur mit viel Erfahrung ganz wichtig. Ich hatte das Glück, dass ich trotz fortgeschrittenem Stadium tumorfrei operiert werden konnte. Natürlich war die erste Woche nach der OP nicht so gut, aber nach ca. einer Woche bekam ich wieder feste Nahrung und ab diesem Zeitpunkt machte meine Genesung riesen Schritte!

Die anschließende Chemo war sicher nicht einfach, aber schon bald hat sich eine gewisse Routine im 3-Wochen-Takt eingependelt. Wie deine Mutter die Chemo vertragen wird, kann euch keiner sagen. Ich hatte sehr große Angst vor der ersten Chemo, zum Glück hab ich diese Zeit aber ziemlich gut überstanden. Ich musste mich in der ganzen Zeit nie übergeben, davor hatte ich große Angst. Es gibt schon sehr gute Medikamente, um die Nebenwirkungen der Chemo zu minimieren.

Für die heutige OP wünsche ich deiner Mutter alles Gute! Dir wünsche ich für die kommende Zeit viel Stärke, deine Mutter wird die Unterstützung ihrer Familie brauchen.

Liebe Grüße und alles Gute
Margit

Fussel 08.12.2005 18:40

AW: Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Mamas OP ist sehr gut verlaufen ...kaum Blutverlust, stabile Werte ... sie ist auf der Intensiv, hat Papa und mich aber erkannt und als wir gegangen sind, hat sie kurz die Hand zu, Gruß angehoben.

Leider hat sich der Verdacht bestätigt:

Der bösartige Tumor saß am Eierstock und ist etwas größer als ein Stecknadelkopf.

Gutes Zeichen:
Blase und Leber sind absolut unauffällig

Schlechtes Zeichen:
Das Bauchnetz sei sehr von Krebszellhäufchen (Stippchen) betroffen gewesen (wurde ja entfernt.)

Auf dem Darm sitzen noch solche kleinsten Stippchen, die man aber nicht entfernen kann.

Weitere Vorgehensweise:
Man muss jetzt auf den Pathologie-Bericht warten (ca. 6-10Tage). Diese Zeit wird für Mama (und auch für uns) sehr hart, denn von diesem Befund hängt eigentlich alles ab!

Wir möchten unsere Mama noch viele, viele Jahre bei uns haben. Die Diagnose ist einfach furchtbar ....!

Gruss

Fussel

Fussel 09.12.2005 08:51

AW: Doch Krebs? Ergebnis Kernspint!
 
Hallo ... ich verabschiede mich jetzt vorerst einmal aus diesem Forum ...sollten Fragen bzgl. der weiteren Behandlung auftreten, darf ich mich ja sicherlich wieder melden.

Vielen Dank an alle

Fussel

Fussel 02.01.2006 15:53

Viiiiiiiele Fragen!
 
:winke: Hallo!

Anfang Dezember habe ich mich hier im Forum gemeldet mit noch unklarem Verdacht auf Eierstockkrebs bei meiner Mutter.

Noch einmal kurz eine Vorstellung:

Bei meiner Mutter wurde Eierstockkrebs Stadium III festgestellt. Die Tumore in beiden Eierstöcken waren winzig (etwas grösser als ein Stecknadelkopf - ist das nicht sehr ungewöhnlich???). Trotz der geringen Tumorgröße waren bereits das komplette Bauchfell, der Darm etc. befallen- die Lymphknoten sind FREI! Die große OP hat sie hinter sich gebracht und morgen startet nun die Chemo mit Cisplation und Pari...nochirgendwiewas (6 x). Die Ärztin meinte im Gespräch, dass Mama wohl während der Chemo den Haushalt etc. ALLEINE bewältigen kann und dass es sogar Menschen gibt, die während der CHemo arbeiten gehen. Irgendwie hat sie das so fast als "Spaziergang" dargestellt. Ich hoffe für meine Mutter, dass es so ist ... aber so richtig vorstellen kann ich mir das nicht! Wie habt ihr die Chemo erlebt? Könnt ihr mir Tipps geben, wie wir als "Aussenstehende" ihr helfen können? Darf Sie auch während der Chemo "unter die Leute"? Sie ist begeisterte Theater-BEsucherin und ich denke, für ihre Psyche wäre das sicherlich wichtig ... meine Schwester hat aber gelesen, dass Chemo-Patienten während der Therapie Menschenansammlungen meiden MÜSSEN.

Sie ist im Moment wieder sehr deprimiert. Zun Einen hat sie zu ALLEM nun noch einen sehr schmerzhaften Darmriss und ist wegen der Schmerzen schon zu Beginn der Chemo "körperlich und seelisch" am Nullpunkt. Zum Anderen hat Sie im Internet recherchiert und die gängigen "Prognosen" zum Thema Eierstockhrebs Stadium III gelesen ... seit gestern hat sie auch wieder das "komische Druckgefühl" im Bauch, wegen dem sie überhaupt zum Arzt gegangen ist (schon wieder Wasser???). Es ist schwer, an sie heranzukommen ... ich halte von diesen "Statistiken NULL UND GAR NIX - jeder Patient ist anders. Wie kann ich Mami aus diesem "Loch" wieder heraushelfen? Was gibt es noch für Alternativ-Therapien, die man zusätzlich UNTERSTÜTZEND machen kann?

Fragen über Fragen ... vielleicht habt ihr ein paar Antworten?!

Schöne Grüsse

FUssel

margit b. 02.01.2006 21:00

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Liebe Fussel,

dass deine Mutter deprimiert ist, ist vollkommen normal. Bei Diagnosestellung hatte sie sicher keine Zeit, sich wirklich darüber klar zu werden, was diese Diagnose bedeutet. Ihr ganzes Leben hat sich mit einem Schlag verändert und es geht wirklich ums Überleben. Diese Phase macht wohl jede Betroffene durch.

Anfangs haben mir auch die Statistiken schreckliche Angst gemacht. Aber irgendwann hab ich für mich beschlossen, dass ich auf der guten Seite der Statistik bin. Schließlich muss ja da auch jemand sein! So wie du schon selber geschrieben hast, sagt eine Statistik nichts über den Einzelfall aus. Schließlich bekommen wir ja auch nicht wirklich 1,4 Kinder!

Ich will dich ja jetzt einen Tag vor der Chemo nicht verunsichern, aber die Standard-Therapie für Eierstockkrebs ist Carboplatin/Taxol. Warum bekommt deine Mutter nicht diese Chemotherapie? Hat sie irgendwelche Vorerkrankungen die dagegensprechen? Wie alt ist deine Mutter?

Wie sie die Chemo wirklich vertragen wird, das kann euch im Vorfeld auch niemand sagen. Ich bekam 6x Carboplatin/Taxol und hab die Chemo eigentlich recht gut vertragen. Natürlich war ich oft ziemlich müde, aber ich hab meinen Haushalt und meine Familie versorgt. Sicher waren Tage dabei, wo nicht alles perfekt war und wo auch mal der Pizzaservice zum Einsatz kam, aber ich hab selber die Wäsche gemacht und das Haus geputzt.

Ganz wichtig für mich war, dass ich nicht ans Haus gebunden war, sondern auch mal unter Leute gekommen bin. Ihr werdent recht bald erkennen, dass während der Chemo verschiedene Abschnitte sind. In den Tagen nach der Chemo war ich sehr müde und schlapp, aber mir war nie übel. In der zweiten Woche waren dann meist die Blutwerte nicht so gut, da ist es dann schon mal vorgekommen, dass ich nicht unter die Leute gegangen bin. In der dritten Woche ist es mir dann meist wieder gut gegangen. Zweimal haben wir diese Woche für einen Kurzurlaub genützt. Natürlich sind die Nebenwirkungen jeder Chemo verschieden, es kommt jetzt darauf an, welche Chemo deine Mutter bekommt. Und auch dann ist noch lange nicht gesagt, dass sie alle möglichen Nebenwirkungen auch haben muss. Wie gesagt, "Jeder Mensch ist einzigartig".

Ein Spaziergang ist eine Chemo sicher nicht, aber man kann trotzdem gut damit leben. Aber ich war sehr stolz auf mich, dass ich auch während meiner Chemo so gut zurechtgekommen bin und für meinen Mann und meine beiden Kinder da sein konnte und keine Hilfe gebraucht habe. Natürlich hab ich mich wegen der OP auch noch geschont und Arbeiten wie z.B. schwere Wäschekörbe schleppen hab ich meinen Kindern überlassen. Wichtig ist, dass ihr eurer Mutter zeigt, dass ihr für sie da seid, wenn sie euch braucht. Nehmt ihr nicht alle Entscheidungen ab und behandelt sie nicht wie ein rohes Ei!

Meine Diagnose war im April 2003 (pT3c) und ich bin bis jetzt von einem Rezidiv verschont geblieben. Vielleicht macht das eurer Mutter ein wenig Mut.

Wenn du weitere Fragen hast, dann stell sie einfach. Aber bitte mach nicht jedesmal ein neues Theam auf, es ist dann einfach übersichtlichter und man kann auch etwas nachlesen.

Alles Gute für deine Mutter und dich!

Recht liebe Grüße
Margit

Fussel 03.01.2006 09:18

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Margit!

Danke für Deine Antwort.

Uns wurde gesagt, dass die Behandlung mit Carboplatin und Para... "Gold-Standard" sei. Über das Onkologische BEratungsteam der Klinik Heidelberg hat die Klinik auf unseren Wunsch mit Mama´s Unterlagen eine Zweitmeinung angefordert ... leider bisher ohne Resonanz. Dabei war fest zugesagt, dass man uns bis zum 3.1.06 in jedem Fall schriftlich etwas zukommen lassen wird. Leider ist da seit der Woche nach Weihnachten keiner mehr erreichbar. In der Zentrale teilte man mir mit, dass vor dem 09.01.06 keiner da sein wird. Gestern habe ich mit einem Arzt von Heidelberg telefoniert. Er meinte, wir machen jetzt erst einmal nichts falsch - sie soll sich aber am besten persönlich in Heidelberg vorstellen. Mir persönlich wäre einfach wohler, sie in einem großen, erfahrenen Krebszentrum zu wissen. Die Klinik hier (eine regionale Stadtklinik) hat zwar auch einen sehr guten Ruf - ich kann mir aber nicht vorstellen, dass dort sooooooooooo häufig Eierstockkrebs behandelt wird. Meine Mutter ist seelisch/körperlich im Moment nicht bereit, z.B. auch einmal persönlich nach Heidelberg zu fahren. Ihr ist alles zu viel ... diese Analfissur, die sie nun leider auch noch hat, bereitet ihr heftigste Schmerzen und diese zermürben sie wohl ziemlich ... und jetzt dann heute noch die Chemo.

Die Tumurgröße bei ihr kann ich nicht einordnen ... so winzigklein ... mein Vater verlangt heute die die medizinischen Unterlagen in Kopie. Vielleicht lese ich ja etwas aus dem Pathologiebefund.

Was heißen eigentlich diese Kürzel, die ich immer wieder lese (pT3c) genau?

So eine Kurzbezeichnung haben wir nicht bekommen. Es wurde nur gesagt: Krebs beidseitig mit Befall des Bauchfells und des Darmes, Lymphknoten, Leber und Blase sind frei von Metastasen. Die "Stippchen" auf dem Darm (wie ich dieses Wort hasse!!!! Was sind das? WIe groß sind die????Warum konnte man die nicht wegoperieren??? Alles Fragen, die wir vergessen haben, zu stellen! Mein Vater will das heute nachholen). seien Lt. Ärztin kein Problem - die würde die Chemo erledigen. (Hoffen wir´s).

Schöne Grüsse

Fussel

margit b. 03.01.2006 10:52

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Liebe Fussel,

anscheinend bekommt deine Mutter ja doch die Standard-Chemo mit Carboplatin und Taxol (Paclitaxel). Ich war durch Cisplatin etwas verunsichert.

Während der Chemo ist eine sehr genaue Mundhygiene oberstes Gebot! Ich bin wirklich jedesmal, wenn ich was gegessen habe oder auch wenn ich was anderes als Wasser getrunken habe, gelaufen, um mir die Zähne zu putzen. Vielleicht hatte ich deshalb keine Probleme mit der Mundschleimhaut. Mag aber auch sein, dass ich einfach nur Glück hatte.

Ich hab dir die Seite mit den links bei Eierstockkrebs hervorgeholt, da findest du viele nützliche Informationen und Adressen.

Für eine Zweitmeinung gibt es auch die Möglichkeit bei www.ago-ovar.de
Da bekommt man wohl in der Regel innerhalb von 1-2 Tagen Antwort. Ansonsten genügt für eine Zweitmeinung meist eine Kopie des Befundes.

Wegen der Schmerzen bezüblich der Analfissur solltet ihr unbedingt mit ihren Ärzten reden, für diesen Fall gibt es sicher Schmerzmittel. In der Zeit der Chemo hab ich mir über zusätzliche Schmerzmittel keine Gedanken gemacht.

Alles Gute für Euch und liebe Grüße
Margit

Fussel 04.01.2006 13:35

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo - meine Mutter hatte heute nochmals ein Gespräch mit den Ärzten.

Es sieht also so aus:

Ihr Krebs ging nicht von den Eierstöcken aus - die Tumorhauptmasse war auf dem großen Netz (Tumorgröße 5,5 cm). Es sei medizinisch unmöglich, dass stecknadelkopfgroße Tumore im Eierstock bereits SOLCHE Metastasen gebildet haben = Ursprung des Krebes ist in keinem Fall der Eierstock sondern das große Netz oder das Bauchfell????! Dies sei sehr selten und wird aber auch unter Eierstockkrebs "abgelegt". Hat hier im Forum jemand das Gleiche oder schon einmal davon gehört?

Gruss

Claudia

Fussel 04.01.2006 20:01

Ist das Bauchfellkrebs?
 
Hallo!

Bei meiner Mutter wurde Eierstockkrebs Stadium III festgestellt - dachten wir bisher. Die Tumore auf beiden Eierstöcken waren winzig (etwas grösser als ein Stecknadelkopf.) Trotz der geringen Tumorgröße waren bereits das komplette Bauchfell/Netz, der Darm etc. befallen- die Lymphknoten sind FREI! Die große OP hat sie hinter sich gebracht und gestern startetete nun die Chemo mit Carboplatin und Taxol.

Heute waren nochmals Gespräche mit den Ärzten... das Ergebnis hat uns sehr verunsichert. Es sei zwar selten, hieß es, aber bei Mama sei der Eierstockkrebs ursächlich vom Bauchfell/Netz ausgegangen ... im Bericht des Pahtologen steht wörtlich: "In Übereinstimmung mit dem durch Frau. Dr. .... mitgeteilten interoperativen Situs mit Manifestation der Tumorhauptmasse im BEreich des Omentum majus findet sich auch histologisch die Tumorhauptmasse im Bereich des großen Netzes, die im BEreich der Ovarien lokalisierten Karzinomformationen sind 1. oberflächlich lokalisiert, 2. zeigen sie keine Invasion und 3. weisen sie ein Ausmaß von unter 0,5x0,5 cm auf.

In der Zusammenschau liegt somit ein gering differenziertes peritoneales Karzinom mit sekundärer Beteiligung des inneren Genitale vor.

Meine Fragen:

1. Hat meine Mutter nun BAUCHFELLKREBS oder wie ist der Begriff peritoneale Karzinom mit sekundärer Beteiligung ...einzuordnen?

2. Können die Karzinome auf dem großen Netz evt. auch Metastasen von einem anderen Tumor sein? Der Bauch ist ja eigentlich "ausgeräumt" = Leber, Magen Milz etc. o.B. - nur der Darm ist mit bösartigen Zellen <1cm überzogen?

Schöne Grüsse

Claudia

myrte 06.01.2006 16:34

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
hallo fussel,

ich werde nachher nochmal in ruhe alles lesen, was du geschrieben hast (und die antworten), wollte aber schon mal kurz reagieren.
bei meiner mutter war es auch so, dass nichts (oder nur ein fleckchen, wobei nicht geklärt ist, ob das überhaupt was war) an den eierstöcken zu finden war. bei ihr hat sich der eierstockkrebs auf dem darm ausgebreitet.
auch wir verstehen nicht wie das sein kann. ich habe schon mal gelesen, dass es von bauchfell ausgehen kann, aber das soll sehr selten sein. bei ihr wurde alles entfernt und auch 6 x taxol/carbo gegeben. sie hat diese chemo sehr gut vertragen. die ersten tage war ihr ein wenig schlecht, trockener mund, etwas schmerzen, aber nach einer woche hat sie schon wieder tennis gespielt!! ehrlich!
sie hat nie in bett gelegen oder so, war schön essen, hat vieles unternommen; also vielleicht wird es bei deiner mutter auch gut gehen.
leider steigen die blutwerte jetzt schon wieder an und der kampf geht von vorne los. ich habe auch schon mal dran gedacht wenn es vom bauchfell ausgeht (wie findet man das heraus??), sollte man das dann entfernen lassen ???(ist wohl nicht so einfach).
wir müssen jetzt erstmal abwarten wo es wieder zurückgekommen ist.

ich drücke euch die daumen,

liebe grüße,
myrte

Fussel 07.01.2006 09:06

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Myrte,

viele Dank für Deine Antwort ... wie lange ist die 1. Chemo bei Deiner Mutter denn her? Waren die Tumorherde Deiner Mutter auch gering differenziert? Bei meiner Mutter hat der komplette Darm eigentlich auch mehr Befall als die Eierstöcke. Die Tumorhauptmasse lag aber im Peritoneum.

Mamas genaue Diagnose im Klinikbrief heißt:

geringdifferenziertes, EXTRAOVARIELLES Ovarialcarcinom, klinisch FIGO III
Peritonealcarcinose
Aszites

Der Pathologe schreibt ja wie bereits erwähnt von einem Peritoneal Carcinom.

Ich frage mich eben, wenn die Tumorhauptmasse im "großen Netz" war und die Eierstöcke nur sekundär befallen wurden, warum es dann trotzdem Eierstockkrebs ist??? Im Internet habe ich auf einer österreichischen Seite erstmalig überhaupt davon gelesen ... da steht, dies würde klinisch keinen Unterschied machen?

Gruss

CLaudia

myrte 08.01.2006 13:35

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Claudia,

die Chemo war mitte Mai 2005 zu Ende und in Oktober 2005 fing der CA Wert wieder an zu steigen. Sie hatte immer 7 nach der Therapie. Dann 44, 58 und im moment wissen wir es nicht. Sie wird in diesem Monat wahrschlich einen PET Scan machen lassen.

Sie hatte 5 kleine Tumore auf dem Darm verteilt. Einer war schwierig zu operieren, also haben sie erst 3 x chemo empfohlen. anonsten war alles "sauber". Sie hatte auch etwas Flüssigkeit im Bauch.
Sie wurde erfolgreich operiert und nach der Therapie war alles weg (dachten wir).

Die Onkologin meinte, es könnte auch aus Eierstockzellen im Bauchraum entstehen. Die hat wohl jeder (oder fast jeder).

stimmt. ich habe auch gelesen von einer Frau die keine Eierstöcke mehr hatte und trotzdem Eierstockkrebs bekommen hat. Dann geht es tatsächlich wohl vom Bauchfell aus und (wie man das umschreibt weiss ich nicht) das ist klinisch das gleiche. wie das sein kann weiss ich auch nicht, aber es ist wohl so. Das wird auch gleich behandelt.

Man kann das Bauchfell auch wohl entfernen lassen. Es gibt nur wenige die das können. Adressen habe ich auf der Homepage von Tina Nrw (wie schon erwähnt wurde von maja-s04).

Ob das bei meiner Mutter der Fall ist, weiss ich nicht. Das Bauchfell war auch komplett sauber gewesen.

liebe grüße,
myrte

Fussel 10.01.2006 17:16

Zweite Meinung
 
Hallo Myrte,

ohjee .... ich drücke Deiner Mutter die Daumen, dass der leichte Anstieg der Werte nichts Schlimmes zu bedeuten hat. Oder ist das immer ein sicheres Zeichen für einen erneuten Ausbruch der Krankheit? Kann der Anstieg auch durch etwas anderes ausgelöst werden?

Bei uns hat sich jetzt noch folgendes ergeben!

Ich habe mich sehr um eine zweite Meinung in einem großen Krebszentrum bemüht und nach Absprache mit den dortigen Ärzten die kompletten Unterlagen eingereicht. Man wollte in jedem Fall VOR Beginn der Chemo eine Therapieempfehlung abgeben! Auf mehrmaliges Nachhaken in unserer behandelnden Klinik bekam meine MUtter die Auskunft: "Im Brief steht, dass die Klinik ... KEINE Therapieempfehlung abgeben kann!" Natürlich große Enttäuschung auf meiner Seite, da man mir in jedem Fall zugesagt hat, zu Mamas Krankengeschichte Stellung zu nehmen. Ich habe nun in diesem grossen Zentrum angerufen und meinem Unmut "Luft" gemacht ... und jetzt kommt der Hammer (!!!!) denn dort hat man mir gesagt: "Es stimmt, dass wir keine Empfehlung abgegeben haben, weil wir der Meinung sind, dass ZUVOR immunhistochemisch weitere Untersuchungen gemacht werden müssten! WIr haben sogar unsere pathologische Abteilung angeboten!" Das Schreiben an unsere Klinik liegt mir inzwischen vor und es steht tatsächlich genauso drin. LEider hat man es "versäumt", uns dies so weiterzugeben. Uns hat man nur gesagt, dass von der angefragten Klinik "Keine Therapie-Empfehlung" abgegeben wurde.

Ist das nicht eine bodenlose UNVERSCHÄMTHEIT???!!!! Dabei wußte die behandelnde Ärztin genau, wie wichtig uns diese zweite MEinung ist.

Die Ärztin (Zweitmeinung) hat sich umgehend mit dem hiesigen Pathologen in Verbindung gesetzt und die weiteren Untersuchungen veranlasst. Sie hat es mir so erklärt, dass man anhand dieser Untersuchung recht genau feststellen kann, WO die KRebszellen herkommen, ob es wirklich Eierstockkrebszellen sind oder nicht doch noch ein unbekannter Primärtumor im Körper meiner Mutter ist. Sie meinte zwar, dass es wahrscheinlich Eierstockkrebs sein wird, aber das Restrisiko, dass vielleicht doch nicht, sollte man in jedem Fall ausschliessen - zumal die path. Befundung bei meiner Mutter nicht eindeutig ist und es medizinisch gesehen die Möglichkeit dazu gibt! Für uns alle wäre es auch wirklich eine Beruhigung zu wissen, dass es Eierstockkrebszellen sind ... meine Mutter hat immer noch Angst, dass es evtl. doch Bauchfellkrebs sein könnte!

Ihr habe ich von dieser Geschichte noch gar nichts erzählt. In drei Tagen liegt das Ergebnis vor .... ich möchte ihr diesen "Nervenkrieg" (Warterei auf den Befund) einfach ersparen. Wenn der Befund da ist, kann ich sie ja immer noch informieren. Ausserdem weiss ich nicht, wie sie diese "Lüge" ihrer Ärztin aufnehmen wird? Für mich persönlich würde dies in dieser Klinik die ganze BEhandlung in Frage stellen - aber das muss meine Mutter dann für sich entscheiden. Was haben die eigentlich davon, eine solche Information zu unterschlagen? Ist es aus Kostengründen (meine Mutter ist Kassenpatientin) oder sind die halt so überheblich?

Ich hoffe und bete, dass es nun auch wirklich Eierstockkrebs ist. Es wäre furchtbar, wenn man nun erst noch nach einem Primärtumor suchen müsste bzw. evtl. erneut operieren ... von der bereits verabreichten dann evtl. falschen Chemo will ich mal gar nicht anfagen.

Die Chemo an sich ist jetzt eine Woche her und es geht meiner Mutter leidlich gut. Sie fühlt sich sehr schlapp und hat leichte Kreislaufprobleme. Sie legt sich oft hin ... aber alles in allem hat sie es sich schlimmer vorgestellt.


Schöne Grüsse

Claudia

Fussel 10.01.2006 17:24

AW: Ist das Bauchfellkrebs?
 
Hallo,

bei uns hat sich jetzt noch folgendes ergeben!

Es sei zwar selten, aber die Ärztin bleibt dabei, dass es sich bei Mamas "gering differenzierten peritonealen Karzinom mit sekundärer Beteiligung des inneren Genitale" um einen extraovarialen Eierstockkrebs handelt. Sie habe es operiert und gesehen!

Ich habe mich bereits im Vorfeld sehr um eine zweite Meinung in einem großen Krebszentrum bemüht und nach Absprache mit den dortigen Ärzten die kompletten Unterlagen eingereicht. Man wollte in jedem Fall VOR Beginn der Chemo eine Therapieempfehlung abgeben! Auf mehrmaliges Nachhaken in unserer behandelnden Klinik bekam meine MUtter die Auskunft: "Im Brief steht, dass die Klinik ... KEINE Therapieempfehlung abgeben kann!" Natürlich große Enttäuschung auf meiner Seite, da man mir in jedem Fall zugesagt hat, zu Mamas Krankengeschichte Stellung zu nehmen. Ich habe nun in diesem grossen Zentrum angerufen und meinem Unmut "Luft" gemacht ... und jetzt kommt der Hammer (!!!!) denn dort hat man mir gesagt: "Es stimmt, dass wir keine Empfehlung abgegeben haben, weil wir der Meinung sind, dass ZUVOR immunhistochemisch weitere Untersuchungen gemacht werden müssten! WIr haben sogar unsere pathologische Abteilung angeboten!" Das Schreiben an unsere Klinik liegt mir inzwischen vor und es steht tatsächlich genauso drin. LEider hat man es "versäumt", uns dies so weiterzugeben. Uns hat man nur gesagt, dass von der angefragten Klinik "Keine Therapie-Empfehlung" abgegeben wurde.

Ist das nicht eine bodenlose UNVERSCHÄMTHEIT???!!!! Dabei wußte die behandelnde Ärztin genau, wie wichtig uns diese zweite MEinung ist.

Die Ärztin (Zweitmeinung) hat sich umgehend mit dem hiesigen Pathologen in Verbindung gesetzt und die weiteren Untersuchungen veranlasst. Sie hat es mir so erklärt, dass man anhand dieser Untersuchung recht genau feststellen kann, WO die KRebszellen herkommen, ob es wirklich Eierstockkrebszellen sind oder nicht doch noch ein unbekannter Primärtumor im Körper meiner Mutter ist. Sie meinte zwar, dass es wahrscheinlich Eierstockkrebs sein wird, aber das Restrisiko, dass vielleicht doch nicht, sollte man in jedem Fall ausschliessen - zumal die path. Befundung bei meiner Mutter nicht eindeutig ist und es medizinisch gesehen die Möglichkeit dazu gibt! Für uns alle wäre es auch wirklich eine Beruhigung zu wissen, dass es Eierstockkrebszellen sind ... meine Mutter hat immer noch Angst, dass es evtl. doch Bauchfellkrebs sein könnte!

Ihr habe ich von dieser Geschichte noch gar nichts erzählt. In drei Tagen liegt das Ergebnis vor .... ich möchte ihr diesen "Nervenkrieg" (Warterei auf den Befund) einfach ersparen. Wenn der Befund da ist, kann ich sie ja immer noch informieren. Ausserdem weiss ich nicht, wie sie diese "Lüge" ihrer Ärztin aufnehmen wird? Für mich persönlich würde dies in dieser Klinik die ganze BEhandlung in Frage stellen - aber das muss meine Mutter dann für sich entscheiden. Was haben die eigentlich davon, eine solche Information zu unterschlagen? Ist es aus Kostengründen (meine Mutter ist Kassenpatientin) oder sind die halt so überheblich?

Ich hoffe und bete, dass es nun auch wirklich Eierstockkrebs ist. Es wäre furchtbar, wenn man nun erst noch nach einem Primärtumor suchen müsste bzw. evtl. erneut operieren ... von der bereits verabreichten dann evtl. falschen Chemo will ich mal gar nicht anfagen.

Schöne Grüsse

Claudia

myrte 10.01.2006 21:25

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Claudia,

es kann theoretisch schon durch etwas anderes ausgelöst werden, aber sehr wahrscheinlich ist es nicht. Wir hoffen natürlich schon noch, aber machen uns auch nichts vor.

Das was du da schreibst ist echt unmöglich; wundert mich aber irgendwie nicht. Wir haben auch gelernt, dass man sehr viel mitdenken soll und immer hinterher sein muss. Bei uns ist es jetzt so, dass die Onkologin meint, es lieber zu lassen wie es ist bis sie körperliche beschwerden bekommt (weil man erst nach einem Jahr wieder die First-Line-Chemo anwenden kann). Ich finde das nicht richtig. Sie ist halt der Meinung, dass man nicht zuviele Chemo's geben soll und lieber wartet. Gut, es kann in manchen Fällen das Richtige sein, aber was ist, wenn der Tumor an einer Stelle sitzt wo es schnell lebensbedrohlich wird. Ich will auf gar kein Fall abwarten und wissen wo was sitzt. Sie hat schon ein paar Mal gesagt sie macht einen Termin wegen diesen PET Scan aber da tut sich auch nichts: also wieder hinterher!!

aha, also man kann an den Krebszellen feststellen ob es von den Eierstöcken oder vom Bauchfell ausgeht; verstehe ich das richtig?

Ich persönlich würde auch überlegen in eine andere KLinik zu gehen aber wie du schon sagst, dass muss sie entscheiden.

Manche mögen auch gute Erfahrungen haben, aber wir haben es auch oft so empfunden dass man einfach eine Nummer ist. Das es um Leben geht, um Menschen die durch eine Hölle gehen, auf Nachrichten warten, vergessen manche Ärzte.

Das freut mich, dass sie als weniger schlimm empfindet als gedacht.

ich wünsche euch das alles gut wird.

liebe grüße,
myrte

Fussel 03.02.2006 09:13

Rezidiv an der Bauchspeicheldrüse
 
Hallo ... die Zimmergenossin (51 Jahre) meiner Mutter (auch Eierstockkrebs) hat nun ein Rezidiv an der Bauchspeicheldrüse (Tumormarker 3000!) ... erst war eine grosse OP geplant, nun heisst es, "nicht operabel". Therapiert werden soll 7Wochen lang mit wöchentlicher Chemo - anschliessend Tabletten-Chemo!

Im Internet habe ich nun nachgelesen, dass ALLEINIGE Chemo bei BSDK nicht unbedingt ausreicht, dass man zusätzlich bestrahlen sollte?!

Hat jemand im Forum mit dieser Form des Rezidivs Erfahrung? Gibt es eine Klinik, die sich wie z.b. bei Befall des Bauchfells auf die Bauchspeicheldrüse spezialisiert hat?

Gruss

Claudia

Anita 03.02.2006 10:04

AW: Rezidiv an der Bauchspeicheldrüse
 
Liebe Claudia,

wenn ich dich jetzt nicht missverstanden habe, hat die Zimmerkollegin deiner Mutter auch Eierstockkrebs. Dann hat die Metastase an der Bauchspeicheldrüse rein gar nichts mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zu tun, sondern sie kommt vom Eierstockkrebs.

Evtl. sollte die Frau eine zweite Meinung einholen, denn erfahrungsgemäss kann es durchaus sein, dass sich ein anderer Arzt an eine OP wagt. Spezialist für schwierige OP's ist z.B. Dr. Müller in Hammelburg, der mich seit über drei Jahren behandelt.

Liebe Grüsse
Anita

Fussel 03.02.2006 11:29

AW: Rezidiv an der Bauchspeicheldrüse
 
Hallo Anita,

Du hast mich richtig verstanden. Es handelt sich um eine durch Eierstockkrebs hervorgerufene Metastase an der Bauchspeicheldrüse.

Meine Mutter geht sie heute mittag besuchen, sie wird sie auf die Möglichkeit einer zweiten Meinung ansprechen! Zu verlieren hat sie ja nichts, nur zu gewinnen!

SChöne Grüsse

Claudia

Fussel 13.03.2006 19:57

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo ihr Lieben!

Ich wollte nur einmal Zwischenbericht geben und von uns hören lassen!

Mama hat am Dienstag ihre 4. Chemo bekommen. Sie verträgt sie "leidlich" - am meisten machen ihr "Nervenschmerzen" zu schaffen.

Vor Beginn der 4. Chemo hat man nun den aktuellen Tumormarkerstand ermittelt! Er war bei 12!!!!!!!!!! Damit haben wir nicht gerechnet - das ist doch erst einmal ein gutes Zeichen - oder?

Mama hat das erst einmal wieder etwas Mut gemacht - bis gestern eine Freundin von ihr (Zahnärztin!!!) meinte, dass der Krebs sich nicht nur über die Lymphe verteilt sondern auch über das Blut ... das sei alles Augenwischerei der Ärzte, es sei nicht "wichtig", ob die Lymphe befallen ist oder nicht .... grrrrrrrrrrrrr .... jetzt hat Mama wieder Depressionen - gerade dieser Punkt war/ist ihr ja sehr wichtig .... ich verstehe solche Menschen nicht ... müssen die noch in der "Wunde bohren"???

Schöne Grüsse an alle!

Fussel

Fussel 30.03.2006 11:53

Nachsorge: CT oder Kernspint?
 
Hallo ihr Lieben.

Meine Mutter hat Mitte April nun die hoffentlich letzte Chemo in ihrem Leben vor sich!

Beim letzten Besuch beim Arzt stellte sie die Frage, ob man denn überhaupt regelmäßg ein "Nachsorge"-CT machen müsse, wenn der Tumormarker im grünen Bereich ist.

Es wurde ganz bestimmt gesagt, dass in jedem Fall bei jedem Check ein CT gemacht werden müsse.

Wie läuft bei Euch die Nachsorge ab? Bisher habe ich auch gedacht, dass solange eine Tumormarker niedrig ist kein AKTIVES Krebsgewebe da ist? Warum dann trotzdem CT etc.?

Mamas Gyn (nicht Klinik) ist übrigens der Meinung, dass man per Kernspint mehr sichtbar machen könnte?! Was ist denn nun richtig?

Ansonsten geht es meiner Mama soweit gut - im Moment kämpft sie wieder gegen Depressionen an ... ich finde es bewundernswert, wie sie sich immer wieder aus ihrem "tiefen Loch" herauskämpft. Sehr hilfreich dabei sind ihr da immer - wie sie selbst sagt, ihre fünf Enkelkinder!

Bei der Durchsicht von Mamas Blutwerten ist mir aufgefallen, dass der Tumormarker von der BRust leicht erhöht ist (war?) (statt 25 bei 33,1). Deshalb haben wohl die Ärzte nach OP auch so auf eine Mammographie gedrängt. Bis auf ein paar Verkalkungen war da aber alles ok. Trotzdem komisch! Allerdings habe ich nachgelesen, dass auch Nierenfunktionsstörungen einen Anstieg verursachen können - eine Niere von Mama arbeitet nur noch zu 20%.

Man macht sich jetzt halt über alles Gedanken!

Meint ihr, Mama sollte da nochmals nachhaken? Ich habe ihr von diesem Wert noch nichts gesagt, da ich denke, dass er nicht mehr relevant ist, da die Mammographie ja in Ordnung war - aber ganz sicher bin ich mir nicht! Auch die Ärzte haben Mama nicht auf diesen "erhöhten" Wert hingewiesen!?

Liebe Grüsse

Fussel

sonne692001 30.03.2006 12:16

AW: Nachsorge: CT oder Kernspint?
 
hallo fussel,

die nachsorge sieht jeder anders - der eine arzt macht das ganze programm, der andere vertraut auf die marker.
nach meinen erfahrungen reichen die marker, denn aussagekräftig ist das mrt scheinbar auch nicht immer. ich hatte eine verhärtung nach meinem ersten rezidiv ertastet und der marker war trotzdem bei 12. als dann auch noch ein mrt den gnubbel als narbengewebe identifizierte war ich beruhigt.
kurz darauf stieg der marker stark an und das nächste mrt haben die radiologen dann auch anders identifiziert - tumorgewebe.

also - ein markeranstieg bedeutet immer: bildgebendes verfahren (ct und mrt geben sich wohl nicht viel) nachschieben.

ein normalhoher marker bedeutet nicht unbedingt keine tumoraktivität, aber ist schon mal ein gutes zeichen. da würde ich mir die belastung des mrt/ct sparen.

Anne53 30.03.2006 19:58

AW: Nachsorge: CT oder Kernspint?
 
Hallo Fussel,

ich hatte Tumormarker im "grünen" Bereich und trotzdem Gebärmutter- und auch noch Eierstockkrebs. Den allerdings erst ganz am Anfang.

Über die Notwendigkeit von CTs gibt es wohl wirklich keine einheitliche Meinung.

Gruß. Anne

margit b. 30.03.2006 20:07

AW: Nachsorge: CT oder Kernspint?
 
Hallo Fussel,

ist schon ein gutes Gefühl vor der letzten Chemo! Ich drück euch mal ganz fest die Daumen, dass damit dieses Kapitel in eurem Leben abgeschlossen ist.

Im ersten Jahr nach meiner Erkrankung wurde 1/2-jährlich ein CT gemacht. Jetzt hab ich einmal im Jahr meinen "Check" mit CT, Darmspiegelung, Mammographie und Knochendichte. TM und Gyn-Untersuchung+ Ultraschall weiterhin 1/4-jährlich, auch jetzt nach beinahe 3 Jahren noch. Allerdings wird dies wirklich von jedem Arzt anders gehandhabt. Die Vertretung meines Arztes hätte das ganze Programm auf 1/2-jährlich umgestellt und den nächsten großen "Check" erst nach 5 Jahren gemacht.

Wegen dem TM bezüglich Brustkrebs würde ich mir momentan keine Gedanken machen. Viele Ärzte bestimmen diesen TM bei bestehendem Brustkrebs nicht mehr, da er anscheinend nicht immer aussagekräftig sein soll. Ich würde mal die Blutwerte beobachten und wenn er stetig ansteigt mit den Ärzten reden. Jetzt würdest du wohl deine Mutter damit nur verunsichern.

Du hast recht, jetzt beginnt eine Zeit, wo man sich über alles Gedanken macht. Ihr müsst beide wieder lernen, ein eigenständiges Leben ohne ständige "Überwachung" zu führen. Ich wünsch euch alles Gute!

Recht liebe Grüße
Margit

Fussel 31.03.2006 08:43

AW: Nachsorge: CT oder Kernspint?
 
Hallo!

Vielen Dank für Eure Antworten!

Ich habe sie meiner Mutter ausgedruckt - sie hat immer die Sorge, dass evtl. an Untersuchungen "gespart" wird wegen der Kosten ... und ganz ehrlich teile ich diese Bedenken ... aber jetzt warten wir einfach mal ab und hoffen das Beste!

Liebe Grüsse

Fussel

Fussel 29.05.2006 18:34

Kontrolluntersuchung
 
Hallo ihr Lieben!

Mama hatte heute ihre Abschlussuntersuchung.

Beim Kernspint war alles "ohne Befund" .... wir alle sind sooooooooooo froh. Sie hat wohl nur eine "Lymphzyste", das sei aber nach Entfernung der Lymphknoten in Ordnung und wird im weiteren Verlauf beobachtet.

Das große Bibbern beginnt bestimmt wieder in drei Monaten - aber sicherlich wird es von mal zu mal besser!

Ganz liebe und frohe Grüsse

FUSSEL

Fussel 19.06.2006 21:32

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo ihr Lieben!

Mama hat Schmerzen im Unterbauch, d.h. der ganze Bereich ist sehr berührungsempfindlich (ähnlich Neuralgie).... :sad: und wir wissen nicht warum. Angefangen hat es über der Narbe und inzwischen ist der ganze Unterbauch betroffen. Außerdem hat sie ein leichtes Druckgefühl in der Nierengegend. Sie war heute beim Hausarzt und der hat nun erst einmal eine Blutsenkung gemacht und die Tumormarker genommen. Das Ergebnis kommt in den nächsten 1-2 Tagen.

Sie macht sich jetzt total verrückt, da in ihrem OP-Bericht Peritonealcarzinose steht, dass das schon wieder losgeht! Das ist doch aber eigentlich nicht möglich?! Sie hatte am 29.05.06 MRT und es war alles ohne Befund. Das sage ich ihr auch immer wieder. Trotzdem ist sie ziemlich deprimiert und ängstlich. Ich persönlich vermute ja Verwachsungen oder dass die durchtrennten Nerven sich "wieder finden" - inzwischen betrifft es aber den ganzen Unterbauch. Kann das auch eine innerliche Entzündung sein?

Ich bin froh, dass sie beim Arzt gewesen ist und hoffe, dass die Blutwerte gut sind. Nächste Markerkontrolle wäre zwar erst am 18.07.06 - aber sicherlich ist Mama beruhigter, wenn alles im grünen Bereich liegt!

Schöne Grüsse

Fussel

Fussel 21.06.2006 15:30

Werte sind da
 
Hallo - der/die Tumormarker ist da - aber N I C H T der CA 125. Der Arzt hat den Marker für GYN oder Mama-Karzinom (???????) genommen (Wert 27). Ich glaube es einfach nicht. Mama hat ihn darauf hingewiesen, dass in der Klinik immer der CA 125 genommen wurde, den Wert will er jetzt "nachbestimmen" (?) lassen!

= weiter abwarten.

Mama meinte aber, die Unterbauchschmerzen hätten sich leicht gebessert. Wahrscheinlich ist es viel Aufregung um NIX, aber bei dieser Erkrankung ist man lieber einmal mehr zuuuu vorsichtig!

Gruss


Fussel

Fussel 22.06.2006 11:18

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo ... bin total fertig - der CA 125 ist auf 87!!!!!

Warum nur sooooooooo schnell?????

Heißt das, die Chemo hat nichts gebracht????????????????????????????

Scheisse (sorry für den Ausdruck), aber mir fällt nichts anderes ein!

Fussel

Dorle 22.06.2006 15:29

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Fussel
Deine Hilflosigkeit kann ich sehr gut verstehen.
Bevor sich deine Mutter aber für eine OP entscheidet,kann ich dir nur wie auch Christine ein PET/CT empfehlen.
Dann weiß man wenigstens genau wo ein Rezidiv sitzt und auch der Operateur kann sich dann besser auf die Situation einstellen.
Die von dir angefragten Kliniken kenne ich leider nicht da ich aus einer anderen Gegend komme.
Ich drücke euch die Daumen das es nicht so schlimm kommt wie du befürchtest.
Gruß Dorle

Fussel 26.06.2006 20:00

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo!

Wer morgen "übrige" Daumen hat, soll bitte an uns denken und dieselben drücken!

Um 17.00 uhr haben wir das Gespräch bei Herrn Dr. Meerpohl - vielleicht kann er uns ja schon näheres sagen (FRÜHREZIDIV JA ODER NEIN).

Schon jetzt DANKE!

Gruss

FUSSEL

margit b. 27.06.2006 08:50

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Fussel,

ich denk heute ganz fest an deine Mutter und dich! Ich hoffe sehr, dass sich dich Ursache ihrer Beschwerden als harmlos erweist!

Ganz liebe Grüße

Margit

Fussel 27.06.2006 21:52

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo ihr Lieben!

Tja - was soll ich sagen! Mir fehlen immer noch die Worte!

Fazit des Arztes:

Er geht zu fast 100% von einem Rezdiv aus. Er hat uns darüber aufgeklärt, dass Mama ja eigentlich kein Eierstockkrebs hat sondern eine Unterart von Bauchfellkrebs, die aber wie Eierstockkrebs behandelt wird. Bei einer Tastuntersuchung über den After (an dieser Stelle könne er am besten den Beckenboden/Bauchfell erreichen) teilte er uns mit, dass er viele kleine Knötchen ertastet hat, die da nicht hingehören und auch ein größeres Gebilde (4x6 cm), dass u.U. auf den Darm drücken könnte.

Er hat meiner Mutter ganz klar gesagt, dass sie - früher oder später - an dieser Krankheit sterben muss. Auf Nachfrage seitens meiner Mutter meinte er schlechtestenfalls in einem halben Jahr oder Jahr, bestenfalls 3-5 Jahre - aber das seí alles hypothetisch! Er sei nicht der Herrgott, der solche Prognosen abgeben könnte.

Das PET/CT können wir machen, wenn wir wollen. In Mamas Fall sieht er keinen Sinn darin, da das Rezidiv wohl im Bauchfell sitzt. Er schlägt
folgende weitere Vorgehensweise vor:

Stationäre Aufnahme, nochmalige Auswertung der MRT-Bilder vom 29.05.06 in seiner Klinik - bei Bedarf ein neues MRT, Dickdarm-Röntgung, Darmspiegelung mit Entfernung der Polypen, Bauchspiegelung mit evtl. anschließender OP zwecks Tumorentfernung - anschliessend CHEMO. Oder evtl. je nach Ergebnis erst Chemo und dann OP.

Es tut so weh, Mama so mutlos zu sehen...

Schöne Grüsse

Fussel

Lisy 27.06.2006 22:07

AW: Viiiiiiiele Fragen!
 
Hallo Fussel,
das sind ja ganz schlimme Nachrichten. Fühl dich einfach nur gedrückt.
Lisy

Fussel 27.06.2006 22:09

Rezidiv im Bauchfell?
 
Hallo!

Tja - was soll ich sagen! Mir fehlen immer noch die Worte!

Meine Mutter wurde wegen extraovariellem OVarialcarzinom operiert und mit 6 Zyklen Chemo behandelt. Wir waren alle sooooo optimistisch ... nach nicht ganz zwei Monaten nun ein Anstieg der Tumormarker (CA-125)

Fazit des Arztes:

Er geht zu fast 100% von einem Rezdiv aus. Er hat uns darüber aufgeklärt, dass Mama ja eigentlich kein Eierstockkrebs hat sondern eine Unterart von Bauchfellkrebs, die aber wie Eierstockkrebs behandelt wird.

Gibt es hier im Forum noch jemand, der diese Art von Bauchfellkrebs hat?

Bei einer Tastuntersuchung über den After (an dieser Stelle könne er am besten den Beckenboden/Bauchfell erreichen) teilte er uns mit, dass er viele kleine Knötchen ertastet hat, die da nicht hingehören und auch ein größeres Gebilde (4x6 cm), dass u.U. auf den Darm drücken könnte.

Er hat meiner Mutter ganz klar gesagt, dass sie - früher oder später - an dieser Krankheit sterben muss. Auf Nachfrage seitens meiner Mutter meinte er schlechtestenfalls in einem halben Jahr oder Jahr, bestenfalls 3-5 Jahre - aber das seí alles hypothetisch! Er sei nicht der Herrgott, der solche Prognosen abgeben könnte.

Er schlägt folgende weitere Vorgehensweise vor:

Stationäre Aufnahme, nochmalige Auswertung der MRT-Bilder vom 29.05.06 in seiner Klinik - bei Bedarf ein neues MRT, Dickdarm-Röntgung, Darmspiegelung mit Entfernung der Polypen, Bauchspiegelung mit evtl. anschließender OP zwecks Tumorentfernung - anschliessend CHEMO. Oder evtl. je nach Ergebnis erst Chemo und dann OP.

Es tut so weh, Mama so mutlos zu sehen...

Schöne Grüsse

Fussel


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:04 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.