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Hilfe, Arzt sagt, dass Mama stirbt
Liebe Forum-Nutzer,
bei meiner Recherche bin ich auf diese Seite gestossen und hoffe, dass mir hier jemand mit seinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Meine Mutter (53 J.)hatte vor 2 Wochen eine OP. Eingeliefert wurde sie mit Verdacht auf eine große Zyste. Sie hatte ca. 4 Wochen vorher immer mal wieder Schmerzen im Bauchraum. Wie kleine Darmkrämpfe und konnte schlechter auf die Toilette. Da sie gerade umgezogen ist und viel Streß hat, dachten wir an Darmprobleme. Schmerzen kamen an einem Freitag vor dem 03.10., so dass sie noch zu Hause lag und gewartet hat, bis sie zum Arzt am 04.10. kann. In dieser Zeit wurde plötzlich auch der Bauch dick. Leider kam jetzt bei der OP raus, dass es sich um ein Liposarkom handelt im Stadium III (Tb2). Er war 20cm groß und mit Teilen des Darms und dem Eierstock verwachsen, so dass sie einen Großteil des Darms und einen Eierstock entfernt haben. Lt. Arzt hat sich bei der Untersuchung des Tumors ergeben, dass wahrscheinlich alle Zellen erwischt wurden. Allerdings kann dies wohl bei einem solch großen Tumor nicht sicher gesagt werden, da aufgrund der Größe auch andere Zellen betroffen sein können. Daher schlägt der Arzt als Nachbehandlung eine Chemotherapie von 1/2 Jahr vor mit mehreren kleineren Zyklen. Sie bekommt einen Port gesetzt. Ich versuche noch eine Meinung eines 2. Arztes einzuholen, da es sich bei dieser Erkrankung wohl eher um eine seltene Erscheinungsform handelt, so dass sich niemand so richtig auskennt. Wer kennt sich mit einem Sarkom im Bauchraum aus? Wurde auch eine chemo durchgeführt? Über jede Antwort freue ich mich, da ich total verzweifelt bin. Vielen Dank für Eure Unterstützung. Sonja |
AW: Dringend Hilfe gesucht!Liposarkom im Bauchraum
Liebe Sonja
Ich lese gerade Deinen verzweifelten Hilferuf und kann mich gut in Dich hineindenken. Als mein Bruder vor 16 Jahren erstmals am Liposarkom erkrankte waren wir genauso verzweifelt wie Du, da es sich um eine sehr seltene Krebsart handelt und damals noch weniger Erkenntnisse vorlagen als heute. Nach seiner Ersterkrankung im Jahre 1989 hatte er noch zwei Rückfälle in Abständen von jeweils 2 Jahren gehabt und war jetzt 12 Jahre tumorfrei gewesen. Umso größer war seine/unsere Verzweiflung, als vor 3 Monaten plötzlich Tumore im Bauchraum und einer am Herzen festgestellt wurden. Wie wir weiter vorgegangen sind dazu gibt es viel zu sagen. Ruf mich doch bitte mal unter 0172/5611605 ab 20.00 Uhr an. Anna Maria |
Liposarkom, die ständige Angst
Liebe Forumteilnehmer,
ich habe ja diese Woche schon einen Bericht über das Liposarkom meiner Mutter berichtet. Es war im Bauchraum und hat sich um große Teile (knapp 1/2 Dick- und 1/2 Dünndarm) des Darms gelegt hat, so dass insg. 3 Teile entfernt werden mussten (jedoch kein Ausgang), obwohl der Darm keinen Tumor enthielt. Die OP ist 2 1/2 Wochen her und sie darf heute eigentlich nach Hause. Gestern Abend war sie jedoch auf der Toilette und hatte 3 x hintereinander frisches Blut dabei und zwar ziemlich viel. Heute morgen war nichts mehr dabei. Der Arzt meinte, dass nach einer solchen OP Nachblutungen durchaus auftreten könnten. Es soll bis heute Mittag überwacht werden, ob erneut Blut dabei ist, falls nicht, darf sie nach Hause. Hat jemand Erfahrungen mit Darmoperationen und kann mir sagen, ob er auch Nachblutungen nach einer OP die schon über 2 Wochen her ist kennt. Ich bin jetzt ziemlich aufgeregt, da ich Angst habe, ob was mit einer Naht nicht ok ist. Ich bin für jede Antwort dankbar. Viele Grüße Sonja |
AW: Dringend Hilfe gesucht!Liposarkom im Bauchraum
Hallo,
ich habe deinen Hilferuf gerade gelesen. Bin leider kein Arzt, aber meine Mutter (67 Jahre) hatte ebenfalls ein Weichgewebssarkom. 8x5 cm unter der Achsel. Konnte nicht alles wegoperiert werden. Wir haben sehr gute Hilfe in der Onkologischen Klinik Bad Trissl erhalten. Meine Mutter hat Chemo mit Hyperthermie bekommen und es wurde alles vernichtet. Vielleicht hilft ja ein Telefonat mit Herrn Dr. Weber. Die Klinik hat auch eine Homepage. Viel viel Glück für Euch! Gruß Volker |
Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo,
meine Mutter (53 Jahre) hat große Teile des Dick- sowie Dünndarms entfernt. Die OP war 4 Wochen. Lt. den Ärzten ist der Darm selbst gesund, musste allerdings entfernt werden, weil ein Liposarkom daran festgewachsen ist. Sie rennt jetzt dauernd auf die Toilette. Kaum etwas gegessen, 1/2 Std. später schon wieder mehrmals aufs Klo. Dies ist natürlich kein Dauerzustand. Vor allem hat sie jetzt tierische Schmerzen beim Stuhlgang, da alles schon entzündet ist. Sie sagt, dass es am Poausgang nur noch pulsiert, auch wenn sie nicht auf dem Klo ist. Habe bereits Zinksalbe und Immodium gekauft, da der Arzt gemeint hat, dass es darauf besser wird. Scheint aber nicht zu wirken.Wer kann sagen, was da hilft? Leider war jetzt auch 2 Tage hintereinander jeweils 1x helles Blut wieder dabei. Ist dies normal auch nach 4 Wochen normal? Bin für jeden Tip dankbar. Viele Grüße Sonja |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
:winke: Hallo Sonja,
bei mir wurde im April nach Dickdarm-CA 3/4 des Dickdarms entfernt. Hatte nach der Op auch immense Schwierigkeiten mit bis zu 20 Mal am Tag Duchfall. Die Ärzte im Krankenhaus, wo ich dann 25 Tage nach der OP lag, meinten, das gibt sich von allein. Als ich dann aber bei fast 8 Kilo Gewichtsverslust stand, gaben sie mir Immodium und es besserte sich von Tag zu Tag. Jetzt komme ich ganz gut mit 2-3 Tabletten am Tag zurecht. Dass der Darm nicht mehr wie früher funktioniert, damit kann und mus ich leben. Ich habe am Tag auch bis zu 3 Mal Stuhlgang, 1/2 bis 1 Stunde nach dem Essen, er wird nie mehr fest werden wie früher, sondern breiig, aber kein Durchfall mehr. Vielleicht wird es ja bei deiner Mutter auch zu einer Besserung durch Immodium kommen, ich wünsche es ihr, denn ich weiß, wie das ist, wenn man im Po den Puls spürt und die Schmerzen kenne ich auch. Alles Gute Rosalinde :winke: :winke: :winke: |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Sonja,
Es gibt verschiedene Optionen, falls das Immodium zu schwach ist. Mucofalk oder Psyllium Pulver, Flohsamen, wirkt bei Durchfall – dem Arzt/Apotheker mitteilen, da es auch Mischungen gegen Verstopfung gibt. Opium-Tinctura, wenn alle stopfenden Mittel keine Wirkung zeigen. Dazu sollte Deine Mutter auch darauf achten, auf welche Nahrungsmittel sie stärker mit Durchfall reagiert. Nach Darm-OP`s sind oftmals fett- und milchhaltige Lebensmittel zu Beginn ein großer Auslöser. Sowie alle Kohlsorten, Zwiebeln, Knoblauch, Eier, rohes Obst und Gemüse usw. Ich hoffe, daß sie das Problem bald in den Griff bekommt. Alles Gute. |
Liposarkom entfernt. Welche Chemo danach?
Hallo,
ich hoffe, es können mir ein paar Betroffene oder Angehörige weiterhelfen. Welche Art von Chemo habt Ihr bzw. Euer Angehöriger nach einer Liposarkom OP erhalten? Wie waren die Nebenwirkungen und vor allem wie lange ist es schon her? Gut wäre es, wenn sich das Liposarkom auch im Bauchraum befunden hätte. Ich habe schon von mehreren Verfahren gelesen. Wer kann mir dazu was sagen? Bestrahlung ist ja leider nicht möglich, da nicht der komplette Bauchraum bestrahlt werden kann. Vielen Dank für Eure Hilfe. Sonja |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Jutta,
was kann man denn überhaupt essen? Ich habe das Gefühl, egal was sie ist, es läuft einfach nur noch durch. Ist es besser etwas mit gemahlenen Vollkörnern zu Essen als Weißbrot? Selbst Schokolade und Bananen laufen durch. Sie hat jetzt Beutel "Quellmittel" zum Wasserbinden erhalten. Davon muss sie morgens und abends einen 1/2 Beutel nehmen. Wäre über gut verträgliche Nahrungmittel dankbar. Viele Grüße Sonja |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo!
Mir selbst ist im Mai 2004 der komplette Dickdarm entfernt worden.Anfangs bin ich auch bis zu 20x zur Toilette gerannt.Mir hat es geholfen erst einmal alle Milchprodukte,Obst und Gemüse weg zu lassen. Ebenso alles was zu fettig oder scharf ist. Ein Tipp meiner Professorin war, mit Baby-Nahrung für Kinder ab dem 4. Monat zu beginnen.Nach und nach habe ich dann einzelne Nahrungsmittel ausprobiert.Natürlich habe ich auf Imudium und Saab Simplex nicht verzichten können.Mittlerweile hat sich aber alles so gut eingependelt, das ich ohne Medikamente auskomme, solange ich keine Suppen oder nicht zuviel Obst esse.Natürlich liegt es auch ein wenig an meiner Tagesverfassung. Habe ich viel Streß oder mache mir zuviel Sorgen über etwas, flitze ich öfter zum Wc.Ansonsten geht es mir aber schon wieder so gut, das ich seit März 05 wieder ganztags arbeiten gehen kann.Normal sind bei mir jetzt 8 Stuhlgänge. Vielleicht ist es ein kleiner Trost für euch,wenn ich schreiben kann, daß es meinem Bruder (OP 1998) und meiner Mutter (OP 2005) auch wieder gut geht. Kopf hoch. Sisi PS: Meine Mutter hat gute Erfahrungen mit Mucofalk gemacht. |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Sonja,
Am Anfang ist es besser auf zu viele faserreiche Kost, wie auch ganze Körner usw. zu verzichten. Was leicht stopfend wirkt, ist getoastetes Brot (Weiß- oder auch Graubrot). Auch Soßen wirken zu Beginn abführend, also wenn Deine Mutter es kann, sollte sie z.B. Salzkartoffeln ohne Soße mit einem Stück gedünstetem Fisch oder gekochtem Fleisch essen. Leichte Nahrung mit der Zeit um das eine oder andere Lebensmittel aufbauen wirkt nicht so belastend für den Darm. Milchschokolade ist abführend, wobei Halbbitter- oder Zartbitterschokolade es nur ganz gering sind, da der Kakaoanteil höher ist. Versucht mal eine Banane zu zerdrücken und zerlassene Halbbitterschokolade darüber gießen. |
Wie habt Ihr entschieden? Chemo oder warten?
Hallo Ihr Lieben,
meine Mutter hatte, wie bereits vor ein paar Wochen berichtet, eine große OP mit Entfernung eines großen Liposarkoms. Der Darm muss zu großen Teilen aufgrund der Verwachsungen raus. Langsam spielt sich jetzt ein und sie muss nicht mehr so viel aufs Klo. Ist doch auch schon positiv. Letzte Woche hat man das erste CT ca. 9 Wochen nach der OP gemacht. Lt. einem Liposarkomspezialist ist zur Zeit nichts mehr zu sehen. Allerdings aufgrund der Größe, denkt er schon, dass sich noch "böse Zellen" im Körper befinden. Es gab 2 Alternativen: entweder eine allg. Chemo, die aber nicht gezielt auf eine Region gegeben werden kann, da das Liposarkom so groß war, dass man nicht weiß, wo genau angesetzt werden soll. Die andere Alternative, warten bis zur nächsten Untersuchung Ende Januar. Falls was zu sehen wäre, was ich nicht hoffe, so kann dann gezielter eine Therapie erfolgen. Zur zweiten Alternative tendiert der Arzt, um den noch etwas geschwächten Zustand meiner Mutter weiter zu stabilisieren. Wir haben jetzt auf diesen Rat gehört, da sie jetzt erst mal in die Kur kommen soll, um den Darm weiter zu stabilisieren und das Allgemeinbefinden zu verbessern. Was habt ihr nach einer Liposarkom-OP, bei dem das CT danach auch gut aussah gemacht? Einfach trotzdem Chemo oder abwarten? Bin für jede Hilfe dankbar, da ich nicht weiß, ob wir das Richtige machen. Vielen Dank und liebe Grüße Sonja |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Sonja,
mir ist vor drei Jahren die Hälfte meines Dickdarms entfernt worden, ausserdem auch noch meine Gallenblase. Mein Hausarzt schwor auf zerriebene(!) Äpfel mit Bananen. Meine Erfahrung: ---> es geht von ganz alleine besser, wenn man einfach das isst, was einem schmeckt Der Auslöser für diese Erkenntnis war mein 30.Geburtstag - kurz nach der letzen Chemo: alte Freunde aus meiner fast 600 km entfernten Heimatstadt waren zu Besuch und ich habe mir unentwegt Gedanken über die Nutzung meines einzigen Badezimmers gemacht. Nachdem meine Vermieter mir den Schlüssel für das WC neben der Waschküche überlassen haben, war dieses Problem gelöst und ich habe -zur Feier des Tages- Frikadellen, Chips und Kartoffelsalat gegessen ( und auch Rotwein und Sekt getrunken). Dies war eine der ersten Nächte, die ich acht Stunden lang durchgeschlafen habe!!!! Auch wenn ich heute noch manchmal kurz nach einer Mahlzeit förmlich aufspringen muss, so finde ich als Auslöser keine bestimmten Lebensmittel und zucke einfach lächelnd mit den Schultern. Allein die Freiheit, nicht über jeden Bissen Rechenschaft abzulegen, hat mein Leben weitestgehend wieder unabhängig von Bad und WC gemacht ;-) Ich ernähre mich seitdem wieder wie jeder andere Mensch auch: mal achte ich mehr auf gesunde Nahrungmittel, mal weniger (man kann ja nicht jede Schwarzwälderkirschtorte einfach so ablehnen). Ich hoffe, mein Beitrag klingt nicht zynisch in Deinen Augen, aber ich glaube, DIE perfekte Ernährung gibt es einfach nicht und wenn, dann wahrscheinlich nur für jeden individuell. Im übrigen bereitet es mir immer wieder grosse Freude, neue Rezepte auszuprobieren und einfach darauf acht zu geben, wie mein Körper reagiert. Alles Liebe Andrea |
Hilfe, Arzt sagt, dass Mama stirbt
ich muss mir mein Leid von der Seele schreiben. Meine Mutter wurde erst Anfang Oktober an eine Liposarkom operiert. Seit 1 Woche hat sie Bauchschmerzen wurde untersucht und festgestellt, dass der Darm an manchen Stellen dick ist und Wasser im Bauch. Da die Schmerzen besser wurden, wurde im Tumorzentrum keine Aktivität veranlasst, da nach einer solchen großen Operation durchaus auch mal Schmerzen auftreten können. Sie war bereits 2 x zum CT seit der Operation und jedesmal ohne Befund. Gestern kam sie ins Krankenhaus und wurde heute operiert mit Verdacht auf Darmverschluss. Der Arzt hat mir gesagt, dass sie nichts mehr machen können. Darm ist zu stark verwachsen. Ich habe jetzt in Mannheim angerufen, sie kann wohl morgen dorthin verlegt werden. Wobei der Arzt in Worms keine Hoffnung hat. Meine Mutter weiß es noch nicht. Sie soll heute erstmal die OP gut verkraften. Morgen früh werden wir mit ihr reden und fragen, ob sie nach Mannheim will. Man sollte doch jede Chance nutzen. Ich bin verzweifelt und würde am liebsten bei mir einen Knopf umlegen, um den Schmerz aus mir rauszubekommen. Wie soll ich mit dem ganzen fertig werden? Was kann man in einer solchen kritischen Situation tun?
Sonja |
AW: Hilfe, Arzt sagt, dass Mama stirbt
hallo sonja
du fragst was man tun kann ,vieles ,du machst es richtig ich würde an eurer stelle auch eine verlegung in ein anderes krankenhaus veranlassen.leider gibts in so einer situation kein rezebt um die sorgen und ängste zunehmen ,ich hoffe und wünsche dir ,daß es deine ma doch noch schaffen tut ,gebe niemals die hoffnung auf ,ich wünsche dir ganz viel kraft um alles durchzustehen ,ich selber habe krebs und eine tolle tochter die mir beisteht ,es gibt einem unheimlich kraft als mutter wenn die kinder ihr zur seite stehen,ich habs geschaft erstmal ohne rezidiv zusein ,aber die liebe meiner tochter gab mir auch die kraft um zukämpfen, ich wünsche dir ganz viel kraft um weiterzukämpfen ,alles gute für euch margot |
AW: Hilfe, Arzt sagt, dass Mama stirbt
hallo liebe sonja, ersteinmal darft du deine mutti nicht aufgeben. ich habe auch mit meiner mutti so ein problem. am 12.12.05. hatte sie eine ausscharbung bei der sich rausgestellt hat das sie ein malignen müllerschen tumor hat.das ist ein gäbermutterkrebs einer den man nicht mehr behandeln kann die ärztin sagte es gibt keine schanse. Danach hatte sie eine tottal op und es stellte sich herraus das es ein seröses adenokarzinom mit sarkomoider komponente ist also ebenfallssehr bösartig und schnell wachsend. dabei wurden ihr noch 3 bösartige lymphknoten rausoperiert. ich war am ende. meine mam ist also auch sehr krank die ärzte hoffen so wie wir alle das die bestrahlung und die leichte chemo etwas bringt. meine mutti ist 66. jahre alt und ich bete und hoffe das sie noch viele schöne jahre mit uns verbringen kann. morgen fahre ich mit ihr zur ersten bestrahlung. sie mus 56 mal hin und 1 mal pro woche chemo. liebe sonja wir müssen das durchstehen und für unsere muttis stark sein und mit ihnen hoffen und betten das sie wieder gesund werden. alles liebe für dich das wünsche ich euch von ganzem herzen ich denke an dich, denn mir geht es genauso. grus teresa
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Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo,
ich muss mir einfach mein ganzes Leid von der Seele schreiben. Seit der Diagnose im Oktober bin ich nicht mehr ich selbst. Meine Mutter (53J) ist an einer sehr aggressiven Tumorart erkrankt. Obwohl die OP relativ erfolgreich verlief (relativ daher, da dabei die Hälfte des Darms entfernt werden musste), hat sich der Tumor bereits Ende Dezember erneut ausgebreitet. Jetzt bekommt sie Chemo und das, obwohl Anfang Januar, die Ärzte in der Klinik lediglich Bauch auf und Bauch zu machtnen. In Heidelberg probiert man jetzt doch eine Chemo. ich denke, einfach zu warten, ist noch schlimmer. Sicherlich macht man sich dann irgendwann Vorwürfte, warum man die Chance, auch wenn sie nur gering ist. Da meine Mutter früher mal selbständig war, kommen nun auch noch finanzielle Probleme dazu. Kredit fürs Haus kann nicht mehr gezahlt werden, Strom- Wasser und sonstige Rechnungen türmen sich. ich weiß nicht mehr aus noch ein. habe seit Oktober schon versucht zu helfen, aber es wird ja alles noch schlimmer, da meine Mutter, selbst bei positivem Verlauf aufgrund des großen Darmverlust und der daraus resultierenden ständigen Toilettengänge nicht mehr arbeiten kann.Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, liegt mein Opa seit fast 4 Wochen mit Hirnhaut- und Lungenentzündigung im Krankenhaus. Gestern teilte ein Arzt mit, dass der Verdacht auf ein Lungentumor besteht. ich bin auch bei meinen Großeltern aufgewachsen, wir leben alle auf einem Grundstück. sie sind für mich wie meine 2. Eltern. Ich bin einfach nur noch müde. Fahre nach einem harten Tag Arbeit immer zwischen zwei Kliniken (Entfernung ca 45 km einfach), hin und her. Komme gegen 21.00 Uhr nach Hause und bin einfach nur noch fertig. Keine Zeit für mich selbst. ich weiß, dass dies auch wichtig ist, aber ich kann nicht ein Tag zu Hause bleiben, weil ich mir sonst Vorwürfe mache. ich will doch untersützen und gebe mich dafür selbst auf. ich fühle mich einfach nur noch hilflos und alleine, auch wenn viele Freunde und meine Familie mir beistehen. Trotzdem steht man mit seiner Angst und seiner Verzweiflung vor dem Morgen immer wieder alleine da. Das Jahr 2006 ist nicht mein Jahr. Manchmal würde ich selbst einfach gerne in einen tiefen Schlaf fallen, um nicht mehr dauernd über die schlimme Situation nachzudenken. wie man sieht befinde ich mich wohl gerade in einer ziemlichen Depressionsphase. Liebe Grüße sonja :sad: |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo SonjaM,
ich frage mich auch staendig warum immer alles aufeinmal kommen muss,warum es wenn es einmal angefangen hat, scheinbar nicht mehr aufhoeren will. Aber dagegen sind wir machtlos. Wir muessen versuchen so gut es geht damit zu leben und fuer einen selber den richtigen weg finden. es gibt dafuer kein patentrezept wer,wie womit umgehen soll. wir kuemmern uns alle auf unsere art und weise. aber was ich in der letzten zeit auch gelernt habe - wir duerfen uns dabei nicht ganz vergessen. du musst nicht immer nur stark sein und fuer alle da sein, du darfst auch mal schwach sein. das ist nichts schlimmes. schwaeche zu zeigen heisst stark sein. Vielleicht wuerde es dir ja auch in der gegebenen Situation helfen mal zu einem Therapeuten zu gehen? Gespraeche zu fuehren und evtl. auch ein Antidepressiva. Vielleicht hilft es dir ja auch schon ein bisschen hier zu schreiben (so ist es bei mir) Icxh wuensche deiner Mutter und dir alles,alles Gute und auch ganz viel kraft! Ylva |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Ylva,
habe bereits von meinem Arzt ein Medikament erhalten. Es soll Angstzustände nehmen und hilft beim Schlafen. Tagsüber nur 1/4 Tablette und nachts 1/2 Tab. Nehme die Tablette nur nachts, da ich damit gut schlafen kann. Tagsüber bin ich zu müde, wenn ich sie nehme und da ich ja arbeiten muss, lass ich es lieber bleiben. Habe mir auch überlegt, ob mir ein Therapeut helfen kann, aber dann habe ich nochmals einen weiteren Termindruck. Renne ja jetzt schon nur noch hin und her. Schwach sein ist nicht so einfach. Wenn ich alleine bin oder mit meinem Partner oder meinen Freunden rede, dann bin ich auch mal schwach. In der Familie, war ich aber schon immer der starke Teil. Habe mich schon immer um die Krankheiten innerhalb meiner Familie gekümmert, mit Ärzten geredet. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, da fühl ich mich einfach nur leer und hilflos. ich weiß, dass es viel Leid auf der Welt gibt, gerade das Forum hilft mir ungemein. ich bin oft nur stiller Leser und viele schreiben mir aus dem Herzen. Manchmal muss ich aber auch meinem Herzen Luft schaffen. Liebe Grüße und Danke :winke: sonja |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
das hast du schoen geschrieben,finde ich,dass jeder seinem herzen mal Luft machen muss. Du hast Recht und deshalb solltest du das auch weiterhin tun. Ich weiß das es nicht einfach ist und das man trotz guter Ratschlaege,lieben Worten und guten Vorsaetzen es nie durchfuehren kann zumindest nicht so gut. Geht mir aehnlich. Ich habe mir einfach gesagt,dass ich mir am Tag ein paar Minuten,Stuendchen fuer mich goenne. Ich bin dann mit meinem Pfer doder meinem Hund unterwegs oder liege einfach mal 15 Minuten in der Badewanne oder lese ein gutes Buch. Dann muss eben ein Termin mal zurueckstecken. Ich weiss das es schwer ist und ich kriegs auch nicht immer hin aber ein paar Mal schon. Kann dein Partner dich nicht ein wenig unterstuetzen? Oder hat er einfach nicht so den Bezug zur Familie das er dir da ein wenig unter die Arme greifen koennte? Liebe Sonja,ganz viel Kraft fuer dich und einen schoenen Restsamstag, Ylva |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Liebe Sonja,
ich habe gerade Deine Geschichte gelesen und kann Dein Leid nur zu gut verstehen. Aber vergesse Dich bei dieser ganzen Geschichte nicht. Es bringt Deiner Mum überhaupt nichts, wenn Du irgendwann kraftlos und "ausgebrannt" zusammenbrichst. Sie braucht Dich so sehr und "hoffentlich" auch noch sehr lange. Deswegen power Dich nicht total aus - spanne Leute aus der Familie mit ein. Keiner und am wenigsten Deine Mum wird von Dir verlangen das Du täglich hin und her hetzt. Ich weiß, in einer solchen Situation will man nicht an sich denken - aber es ist wirklich wichtig. Vor allem mußt Du Dir auch Hilfe bzgl. der Finanzen Deiner Mum holen. Wenn die Raten für´s Haus nicht mehr bezahlt werden können, das ist schon heftig und Banker sind meistens nicht so verständnisvoll. Und das sind Dinge die Deine Mutter zusätzlich belasten. Ich drücke Dir und Deiner Mum ganz fest die Daumen. LG Lisa :winke: |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
hallo sonja,
ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. meine ma ist im gleichen alter und auch schwer an krebs erkrankt. da ich keine geschwister oder andere familienangehörige habe, stehe ich ziemlich alleine vor der ganzen sache. meine ma hat einen lieben freund, der aber selber riesige probleme hat, damit umzugehen. ich bin auch diejenige, die immer stark sein muss und möchte und bisher klappte es auch soweit ganz gut. wenn ich für mich alleine bin, im auto von meiner ma wegfahre oder abends im bett liege, dann weine ich und alles fällt von mir ab... das muss dann auch sein, aber ich fühle mich verpflichtet stark für meine ma zu sein und sie nicht auch noch voll zujammern... sie hat ja schließlich mit ihrer eigenen angst genug zu tun. ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. man fragt sich so oft, wie man das alles schafft aber irgendwie steht man jeden tag auf, geht arbeiten und ist rund um die uhr für seine ma da. irgendwie geht das. ich bin aber natürlich auch der meinung, dass man sich mal ein paar minuten zeit für sich selber nehmen sollte. ich versuche es meist am wochenende, wo ich dann auch mal einen tag nicht zu ihr fahre und mein leben lebe... (so hart es klingt und so egoistisch es auch sein mag) ich bin auch noch recht neu hier im forum, habe zuerst viel mitgelesen und war tief berührt, wievielen menschen das gleiche schicksal "blüht" wie meiner ma... es tut gut hier zu sein und sich hin und wieder auch mal mit jemandem auszutauschen oder einfach nur den frust, die angst, die verzweiflung von der seele zu schreiben. fühl dich gedrückt, ich wünsche euch alles gute und viel viel kraft... würde mich freuen, von dir zuhören... liebe grüße katharina |
Unfassbar
Ich kann es nicht glauben. Mein Opa ist gestorben. Heute Mittag erhielt ich von meiner Tante einen Anruf, dass sie gerade bei Opa ist und er keine Luft mehr bekam. Die Ärzte waren noch bei ihm im Zimmer. Ich bin sofort von der Arbeit losgerannt, leider zu spät. Bereits am Auto angekommen, erhielt ich den Anruf, dass Opa verstorben. ich kann es nicht glauben. Meine Großeltern sind für mich wie meine 2. Eltern. sie haben mich aufgezogen. ich lebe schon immer bei ihnen und sehe sie täglich (außer wenn ich in Urlaub bin). Ich sass noch lange am Bett bei meinem Opa und habe ihm gesagt, wie sehr ich in liebe und wie dankbar ich dafür bin, dass er mich wie ein 3. Kind großgezogen hat. Ich bin einfach nur noch traurig. habe angst, was die Zukunft noch bringt. Wie schnell geht ein Mensch von einem und man kann nichts dagegen tun. Die Ärzte selbst waren überrascht über das schnelle Ableben. Meine Mama ist ja auch schwer krank und ich muss daher weiterhin stark sein und darf mich nicht hängen lassen. Wie soll ein Mensch das alles nur durchstehen. Ich sehe einfach nur noch Leid, Trauer und Hilflosigkeit auf meinem Weg.
Zu Deiner Frage, Katharina, ich habe einen Partner, der unheimlich lieb ist. Allerdings ist er aus beruflichen Gründen oft mehrere Tage unterwegs und ich bin in dieser Zeit alleine. Gott sei Dank ist er gerade heute zurückgekommen, so dass ich jetzt wenigstens nicht alleine bin. Ich werde das Bild von meinem Opa im Krankenhaus heute nicht vergessen. Wie gerne hätte ich ihm noch mal gesagt wie lieb ich ihn habe und wieviel er mir in meinem Leben gegeben hat. Mir hat es wieder gezeigt, dass man seine Gefühle immer zeigen und auch sagen muss, damit es nicht eines Tages zu spät ist. Danke allen, die mir hier auch Mut machen. Ich hoffe nur, dass meine Mama noch eine Chance auf Heilung hat, auch wenn die Ärzte hierzu keine großen postiven Aussichten geben. Die Hoffnung stirbt wohl doch irgendwie zu letzt. Liebe Grüße Sonja |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
es tut mir wahnsinnig leid für Dich, dass Dein Opa gestorben ist. Mein aufrichtiges Beileid. Ich hoffe Deiner Mum geht es wenigstens einigermaßen gut. LG Lisa |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Lisa,
vielen Dank. Mir geht es heute sehr schlecht. Morgen ist die Beerdingung, da ist es dann so endgültig. Ich vermisse meinen Opa so sehr, ich habe ihn ja jeden Tag gesehen, da wir bei meinen Großeltern im Garten wohnen. Meine Mama darf eigentlich morgen nach Hause. Habe heute ABend mit ihr telefoniert. Leider hat sie wieder leicht Fieber und deshalb ist sie sich nicht sicher, ob sie nach Hause darf. Ich hoffe sehr, dass sie trotzdem heim kann, da sie ja schon bald wieder ins KH zur nächsten Chemo muss. Sie hatte heute einen schlechten Tag, sehr viel geweint und Angst vor der nächsten Chemo, da danach dann eine PET-Untersuchung erfolgt und nur dann weitergemachtg wird, wenn der Tumor sich verkleinert hat. Ich hoffe so sehr. Ich will sie jetzt nicht auch noch verlieren. Liebe Grüße Sonja :cry: |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
ich hoffe Dir geht es etwas besser und Du hast den gestrigen Tag einigermaßen gut überstanden. Es tut mir sooooo leid für Dich. :pftroest: Aber Du mußt jetzt weiter stark sein - für Deine Mum. Sie braucht Dich so sehr. Ich wünsche Dir weiterhin die Kraft - das alles durchzustehen. Du wirst sie nicht verlieren - ihr zwei, seid so stark, und diesen Kampf werdet ihr gewinnen. Es ist ganz klar, dass einen zwischendurch jegliche Kraft fehlt, man nur noch Angst hat und die Tränen fliessen. Aber ihr schafft das. Ich drücke Euch ganz fest die Daumen. Ich hoffe Deine Mum konnte nach Hause. Im Kreise ihrer Lieben wird sie auch wieder neuen Mut und Kraft schöpfen. LG Lisa |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Lisa,
danke, dass Du an mich gedacht hast. Die Beerdigung war sehr schlimm. Es fehlt jetzt einfach ein wichtiger Teil meines Lebens. Meine Großeltern haben mich eben aufgezogen, da meine Eltern beide immer berufstätig waren. Meine Mama durfte am Donnerstag nach Hause. Ihr geht es seit Samstag relativ gut (toi,toi, toi). Sie muss aber am Donnerstag schon wieder in die Klinik. Der nächste Chemo-Zyklus beginnt. Ich bin einfach nur fertig. Am Wochenende hat es mich nun völlig hingeworfen. Konnte mich nur noch übergeben und hatte Fieber. Weiß nicht, ob mich der Magen-Darm-Virus erwischt hat, oder ob der Streß einfach zu viel wurde. Leider geht es mir auch heute noch nicht so gut. Konnte deshalb die Tage auch nur mit Mama telefonieren, da ja jede Ansteckungsgefahr von ihr fern gehalten werden muss. ich bin einfach nur traurig. habe am Samstag nochmals mit dem Hausarzt gesprochen und er hat gemeint, dass die Therapie hoffentlich in soweit anschlägt, dass sie wenigstens eine Verkleinerung des Tumors herbeiführt und sie dadurch noch etwas an Lebensqualität und -verlängerung erhält. Ich wünsche mir so, dass der Tumor kleiner wird und sie eine Chance auf eine OP und hinterher die Bestrahlung hat, egal wie die Prognosen dazu stehen. Habe heute meinen moralischen Tag, wohl auch deshalb, weil ich selbst gesundheitlich angeschlagen bin. Aber wenn man hier im Forum ist, weiß man, dass meine "Krankheit" nur eine Kleinigkeit ist und in ein paar Tagen wieder alles ok sein wird. Ich werde für meine Mama weiter hoffen und vielleicht geschehen ja doch noch Wunder. Liebe Grüße sonja |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
es tut mir leid für Dich, dass Du selbst auch noch krank geworden bist. Aber vielleicht ist das auch einfach nur ein Zeichen Deines Körpers, das Du ihm in letzter Zeit zu viel zugemutet hast. Genieße ein wenig die Ruhe - so kannst auch Du wieder etwas neue Kraft tanken. Deinen Schmerz über den Verlust Deines Großvaters kann ich sehr gut verstehen. Er wird Dir immer fehlen. Da können Jahre vergehen - aber glaub mir, es wird besser. Für Deine Ma freue ich mich sehr - ich hoffe das die relativ positive Prognose nicht getrübt wird. Genießt die Zeit die Euch bleibt. Ich weiß nur zu gut - es ist schwer das alles zu akzeptieren. Ich muß mich momentan damit abfinden, dass mein Papa täglich gehen könnte - mit ihm geht "meine Familie". Aber ich möchte Dich mit meiner Geschichte nicht noch trauriger machen. Werde schnell wieder gesund (teil Dir dann Deine Kräfte vernünftig ein!) und sei dann für Deine Mama da. Ich wünsche Euch noch eine lange, lange Zeit (ohne Qual für Deine Ma) und ganz viele schöne Momente. Denn später leben wir von diesen schönen Erinnerungen. LG Sabine :winke: |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass Ihr in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren (!!!) nur positive Diagnosen bekommt. Du hast gesagt, dass Du bei Deiner Mutter stark sein musst. Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor - sie ist fast so wie meine. Daher will ich Dir auch ein Erlebnis mit meiner Mutter schildern. Irgendwann im laufe der Krankheit - was mal wieder überall langgehetzt, wir hatten eine schlechte Diagnose bekommen und im Büro hatte ich auch Ärger, habe ich bei meiner Mutter einfach angefangen loszuweinen als sie mich gefragt hat, wie es mir geht. Und meine Mutter war total erleichtert, mich weinen zu sehen. Ich habe nie gefragt warum, aber seit dem konnten wir viel besser mit unseren Ängsten umgehen. Ich glaube, dass meine Mutter einfach froh war mal selbst trösten zu können und nicht immer getröstet zu werden, mal was für mich zu tun und nicht immer andersrum. Ich stelle es mir sehr schwer vor, wenn selbstständige Menschen auf einmal von ihren Kindern abhängig werden. deshalb musst Du Deiner Mutter gegenüber auch nicht immer stark sein. Ich habe bei mir auch bemerkt, dass ich im Laufe der Zeit durch das Ganze stakt sein und mich "zusammennehmen" meiner Mutter distanziert gegenüber geworden bin, denn wenn ich sie näher rangelassen hätte, hätte sie hinter die starke Fassade schauen können. Zusammen weinen und Angst haben und Hoffnungsschimmer finden hat uns einander dann wieder näher gebracht .. Ich wünsche Euch viel Glück, und hab auch manchmal für Dich Zeit, auch wenn Du die dann nicht so genißen kannst. Deine Mutter wird ein weniger schlechtes Gewissen haben und Du kannst ihr gestärkt einfach eine bessere Begleitung sein. Liebe Grüße, Tanja |
AW: Wie kann man die Hilflosigkeit bewältigen?
Hallo Sonja,
ich drücke Dich mal ganz vorsichtig, ich kann sehr gut nachempfinden wie es Dir geht. Ich stecke in einer ähnlichen Situation wie Du. Und eigentlich möchte ich Dir nur schreiben, daß Du auf Dich achten sollst, auf Deine Gesundheit! Bei all dem Stress ist man sehr schnell selbst sehr ausgelaugt. So war es auch bei mir. Ich habe seit ca. 4 Jahren Dauerstress und wurde selber schwer krank. Erst als ich zu einer Heilpraktikerin ging, schöpfte ich neue Kraft und die brauche ich jetzt noch, da ich die Diagnose meiner Mutter (Hirnmetastasen) letzte Woche bekam. Wenn es Dir möglich ist (finanziell und zeitlich) begib Dich in die Hände einer/s Heilpraktikerin. Möglichst eine, die klassische Homöopathie betreibt. Glaub mir, die haben so gute Mittel (alles natürlich), die geben Kraft und es kommt nicht zu körperlichen Symptomen bei Dir. Was meine Heilpraktikerin bei mir geschafft hat, ist ein Wunder für mich, aber kein Schulmediziner hat die Ursachen für meine körperlichen Beschwerden finden können. Alles wurde nur unterdrückt mit Medis und die Nebenwirkungen machten alles schlimmer. Jetzt bin ich schmerzfrei ohne Medikamente, ich habe Kraft und die braucht jeder Angehörige eines krebskranken Patienten. Alles Gute für Dich und viel Kraft. Liebe Grüße Kathrin |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Sonja M,
irgendwo in einem Forum habe ich mal folgenden Tip herausgezogen: Das Medikament heißt Cholestabyl und wird scheinbar von einigen Ärzten bei Beschwerden wie sie Deine Mutter hat empfohlen. Ich habe es selbst nicht ausprobiert, ich weiß nur daß es Verstopfung als Nebenwirkung hat. Besser wäre allerdings glaube ich auch das Medikament Immodium ( die flüssige Variante hat keine Zusatzstoffe und kann vom Arzt verschrieben werden ), falls es bei Deiner Mutter mittlerweile hilft. Ich nehme es immer ca. eine halbe Stunde vor dem Essen drei mal täglich. Zusätzlich nehme ich selbst noch morgens und abends eine Tablette Metifex. Vielleicht probiert ihr das mal aus. Zerquetschte Banane mit Dinkelkleie ( 2 EL ) vor dem essen ist auch einVersuch wert. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß gedünstete Speisen besser verträglich sind. Rohkost mag mein Darm z.B. gar nicht gern. Bleibt geduldig, mit der Zeit kann sich einiges bessern. Alles Gute für Euch und liebe Grüße |
AW: Entfernung 1/2 des Dick- und Dünndarm, ständiger Durchfall. Was kann man tun?
Hallo Sonja, auch mein Mann hat, bedingt durch die Chemo, sehr hartnäckigen Durchfall. Leider hat Immodium garnicht geholfen. Nun bekommt er Opiitropfen, die super helfen.
LG Charlie |
Wie gehts weiter?
Hallo,
ich war längere Zeit nicht hier. Musste erstmal den Tod von Opa und die Sorgen um Mama verkraften. War ein paar Tage weg, damit ich wieder voll Kraft zurückkomme. Es hat gut getan mal einige Tage Abstand zu haben. Ich sehe wieder besser aus und das beruhigt auch meine Mama. Sie hat gerade die 3. Chemo erhalten und kam gestern heim. Bisher hat sie die Chemo noch relativ gut vertragen, toi, toi, toi. Außer Übelkeit und Kreislauf ist alles ok. Natürlich hat sie abgenommen, wir bringen sie aber in der krankenhausfreien Zeit wieder ganz gut hin. Jetzt seht in 2 Wochen der 4. und damit letzte Zyklus an. Leider hat sich Liposarkom nicht verkleinert, aber wenigstens Stillstand, sagt der Arzt und dies wäre bei einem solch aggressiven Tumor auch ein Erfolg. Sie soll nach dem 4. Zyklus operiert und dann bestrahlt werden, wenn der Zyklus wieder gut verläuft und keine gravierenden Befundveränderungen eintreten. Ich hoffe so, dass sie auch noch die Operation gut verkraftet und durch die Bestrahlung noch einige Monate, noch schöner wären natürlich Jahre, gut verbringen kann. Bisher kann ich mir unter der OP noch nichts vorstellen, da sich ja an der Situation im Bauch seit Januar nichts verändert hat. Es ist ein auf und ab der Gefühle, wenn ich sie sehe und es geht ihr gut und sie kann lachen, bin ich einfach nur froh. Aber ich weiß, wie sehr sie auch unter der Situation leidet, auch wenn sie dies gut überdecken kann, manchmal rollen eben auch bei ihr die Tränen und ich bin dann einfach nur hilflos. Was soll ich ihr sagen, sie weiß ja selbst, wie schwer krank sie ist und wie die Chancen stehen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und bete weiter, dass alles einen Sinn hat. Im August steht meine Hochzeit an und ich hoffe, dass sie diese auch erleben wird. Vielleicht gibt es ihr auch Auftrieb, dass sie alles gut übersteht. Liebe Grüße Sonja |
Liposarkom, die ständige Angst
Hallo,
ich muss mir meine Angst wieder mal von der Seele schreiben. Meine Mutter hat heute ihren 4 Chemozyklus hinter sich gebracht. Ihr denkt sicher, dass ist doch ein Fortschritt, im Januar hieß es in der einen Klinik, dass es nur noch ein paar Tage dauert und jetzt liegt sie immer mal wieder in Heidelberg und hat 4 Chemos überstanden. Zwischendurch geht es ihr sogar relativ gut. Gemäß der PET Untersuchung nach dem 2. Zyklus hat sich der Tumor minimal verkleinert. Dies ist ja schon ein kleiner Erfolg. Vielleicht ist er ja nach dem 4. noch kleiner geworden. Ich mache mir jetzt aber schon Vorwürfe, dass vielleicht eine Chemo im November erst gar nicht zu einem erneuten so großen Tumor, der jetzt auch noch den restlichen Darm umfasst, geführt hätte. Ich war mit ihr in der Uni-Mannheim bei einem Liposarkom-Spezialist, der damals die Empfehlung gab, erst mal abzuwarten. Leider kam dadurch ja der neue große Tumor. wir haben geschwankt zwischen Mannheim und Heidelberg, ich riet dann zu Mannheim, da dort der Spezialist, der gerade vor 1/2 Jahr aus Berlin (Charite) kam und auch Studien zum Liposarkom durchgeführt hat. Ich könnte mich schlagen, dass ich nicht noch mal mit Mama nach Heidelberg gefahren bin. Jetzt hat sie in 2 Wochen ein Gespräch zur OP, keine Ahnung, wie das funktionieren soll, da sie ja im Januar in einer anderen Klinik aufgemacht und wieder zugemacht wurde. Wie wollen die Ärzte den Tumor entfernen, ohne den restlichen Darm zu schädigen? Ohne diesen kann sie nicht mehr leben, dass wurde uns Anfang des Jahres schon gesagt. Ich habe immer noch Hoffnung, dass ein Wunder geschieht und die OP durchgeführt wird und meine Mama noch eine Chance hat. Sie würde dann noch bestrahlt werden. Sie ist so unheimlich tapfer und läßt sich nichts anmerken. Wenn sie wenigsten noch ein oder zwei Jahre am Leben sein könnte. 53J. ist doch kein Alter. Ich habe heute einen Tag, an dem ich einfach nur weinen könnte :cry: . Wer hat von Euch schon ein Liposarkom zuerst mit Chemo, dann OP und hinterher Bestrahlung bekommen? Liebe Grüße Sonja |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
Hallo Sonja,
Es tut mir so leid, dass Du so verzweifelt bist und Dir noch dazu nun Vorwürfe machst. Ich kann Dich gut verstehen, mein Freund war wegen Rezidiv-Verdacht Liposarkom kürzlich in zwei verschiedenen Kliniken – eine davon war Tumorzentrum Mannheim - und hat zwei völlig entgegengesetzte Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise bekommen. Man ist damit völlig überfordert…………. Leider kann ich Dir mit Deinen Fragen nicht wirklich weiterhelfen. Ich weiß jedoch, dass die Kombination Chemo – OP – Bestrahlung, (ggf. auch in anderer Reihenfolge) nicht unüblich ist. Schneller wachsende Liposarkome sprechen durchaus auf Chemo an. Ich lese auch in US-Foren – natürlich alles auf Englisch und nerven möchte ich Dich nun wirklich nicht……..aber es gibt dort halt mehr Betroffene und mehr Erfahrungen mit Chemo. Wenn Du Interesse hast, schau unter US-Links. Halte durch und schau auf das, was Du bisher geleistet hast, Du hast die Dinge selber in die Hand genommen und eine gute Klinik für Deine Ma gesucht! Was Deine Sorgen wegen der geplanten OP angeht, glaube ich, nur ein Gespräch mit den Ärzten kann Dir weiterhelfen, Alles Gute - Zoe |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
Hallo Sonja,
mein Vater hatte letztes Jahr eine Chemopause einlegen müssen. Er hat Darmkrebs, der in die Knochen gestreut hat. Anfang des Jahres hat er wieder mit der Chemo begonnen und nun stellte sich heraus, dass der Krebs in die Blase gestreut hat und vielleicht auch ins Gehirn. Trotz Chemo. Der Arzt meinte, mit der Chemopause hätte dies nichts zu tun. Mach dir bitte keine Vorwürfe, es kommt wie es kommt und so muß man es annehmen, auch wenn es schwerfällt. Mein Vater wird heuer 66 und das ist auch kein Alter. Er hat sein 10 Jahren mit Krebs zu tun. Ich drücke deiner Ma auf jeden Fall die Daumen und wünsche ihr viel Glück. lg Martina |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
Danke für Eure tröstenden Worte :remybussi . Ich glaube, man hat einfach Phasen, in denen man verzweifeln könnte. Nicht zu wissen, wie sich etwas entwickelt, keiner der Aussagen machen kann und will. Es ist einfach schwierig. Ich denke nur, wie es gefühlsmäßig meiner Mutter gehen muss. Sie ist nach außen hin stark, weint selten, zumindest wenn ich bei ihr bin. Ich versuche mich in ihre Situation zu versetzen und ich denke, ich würde mich nicht so beherrschen können. Danke für den Tip mit der USA, werde am Wochenende mal surfen. Vielleicht gibt es da ja noch neue Erkenntnisse, wobei ich denke, dass dann auch Heidelberg als Uniklinik, alle neuen Methoden kennen würde.
Liebe Grüße und schönes Wochenende. Sonja |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
Hallo Sonja,
damit Du mich nicht missverstehst: Ich meine überhaupt nicht, in USA gibt es Neueres oder Besseres. Ich habe nur zur Chemo mehr Diskussion und Infos im US-Forum gefunden als im KrebsKompass hier. Und wie schon gesagt, das hat auch damit zu tun, dass es insgesamt wenig Betroffene gibt. Nach meinem Wissensstand gibt es keine große Auswahl an Chemos die in Frage kommen. Siehe unter "US-Links" bzw. z.B. http://sarcomaalliance.org/master.ht...=bulletinboard Alles Gute, verlier nicht den Mut - Zoe |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
Liebe sonjaM,
wenn ich dir für deine medizin-internet-recherche empfehlen darf, vergiss nicht auf den tumorgrad des liposarkoms zu achten. Weiters gibt es unterschiedliche liposarkome, von hoch-differenziert bis rundzellig. Die studien bzw. studienergebnisse beziehen sich fast immer auf jeweilige untergruppen und tumorgrade, die unterschiedlich behandelt werden (sollten). Darum ist es auch gut möglich, dass der spezialist in mannheim nicht so unrecht hatte. Alles liebe und gute sywal |
AW: Liposarkom, die ständige Angst
hallo sywal,
deine infos sind immer sehr gut. ein dickes dankeschön an dich. liebe grüße und ein schönes wochenende chrisat CK |
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