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Kaschu 19.10.2006 10:38

Disease Management Programm
 
Hallo Ihr Lieben.

Meine Krankenkasse (TK) hat mir mitgeteilt, dass ich mich für ein Disease Management Programm einschreiben lassen kann (heisst dann TK plus). Mein Gyn ist auch dafür zugelassen, hat mir aber nichts davon gesagt, was ich komisch finde. Ich werde ich das nächste mal darauf ansprechen.
Vorteile des Programms wären unter anderem, dass die Zuzahlungen pro Jahr auf 60 Euro begrenzt sind und die KK bei der Beantragung von AHBs u.ä. hilft. Vorteil für die Krankenkasse soll sein, dass z.B. Mehrfachuntersuchungen vermieden werden. Soweit der Brief von meiner KK.
Meine Frage an Euch ist: Habt Ihr Erfahrungen mit so einem Programm? Hat es auch Nachteile, da eingeschrieben zu sein, also weil die KK zum Beispiel irgendwie Einfluss auf die Tharapie nimmt (also teure Untersuchungen vermeidet oder so)?

Vielen Dank für Tipps
Katja

Lara 57 19.10.2006 13:40

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

ich nehme seit diesem Jahr auch an dem Programm teil und hatte die gleichen Bedenken. Aber meine Gyn hat mir versichert, dass das nicht so ist, und das sie weiterhin alles machen wird was nötig ist.

Liebe Grüße

Lara

Heike 1963 19.10.2006 13:44

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

vom DMP profititieren die Krankenkassen. Für jeden Versicherten, der sich dem DMP anschließt, erhält die Kasse 2000 €.

Die Gynäkologen in unserem Kreis machen bei dieser Sache nicht mit. Für sie ist der enorme Verwaltungsaufwand ohne Nutzen.

Auch wenn Du Dich nicht dem DMP anschließt, bist Du nachversorgt. Da Knochenzinti und Lungenröntgen nur noch bei auftretenden Beschwerden veranlasst werden, hat es für Dich auch keinen Vorteil. Die regelmässige Nachsorge beinhaltet eigentlich nur noch die Sonografie und Mammografie.

So ist mein Informationsstand und ich beteilige mich nicht am DMP.


Viele Grüße
Heike

Libella 19.10.2006 13:59

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

ich weiß zwar nicht in welchen Stadium der Krankheit Du Dich befindest, aber ich habe auch nur durch Hörensagen von DMP erfahren.
Mein Frauenarzt war von der Einschreibung nicht begeistert, da wohl auch ein erheblicher Papierkram damit verbunden ist, deshalb nicht abwimmeln lassen.
Ich habe nun Chemo und OP hinter mir und letzte Woche hat man mir in KH das DMP angeboten. 11 Monate nach Diagnosestellung..............
Ich verstehe nicht, dass es hier immer noch keinen Standard gibt sowohl generell für die Einschreibung als auch bei den Krankenkassen, denn hier wird der Umgang mit DMP sehr unterschiedlich gehandhabt.
Bei den meisten KK bekommst Du nur die Praxisgebühr erstattet, obwohl die KK selbst an diesem Programm selbst sehr gut verdienen.
Hintergrund des DMP soll wohl eine bessere Abstimmung der verschiedenen Ärzte, festgelegte Kontrolluntersuchungen in den nächsten 5 Jahren, ect. sein.
Für mich stand allerdings, da diese Krankheit auch so schon genug Geld kostet, der finanzielle Aspekt im Vordergrund.
Ich bin auch bei der TK.
Dort hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du kannst Dir 100 Euro/Jahr auszahlen lassen und trägst dann alle Kosten selbst oder Du zahlst selbst 60 Euro an die TK und bist von allen Zuzahlungen befreit.
Bei mir rechnet sich das auf jeden Fall.
Rechne mal zusammen: Praxisgebühr, Rezeptzuzahlungen, Hilfsmittel für BH, Zuzahlung für Krankengym., Zuzahlung für Krankenhaus und, und, und........
Also ich kann Dir nur dazu raten es in Anspruch zu nehmen.

Liebe Grüße

Sylvia

Eva2 19.10.2006 14:35

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

ich bin seit 2 Jahren in dem Programm eingeschrieben und habe noch nicht ein einziges Mal etwas diesbezgl. gehört... Mein Gyn macht auch nicht mit, weil ihm der Aufwand zu hoch ist. Also lies ich mich über das Krankenhaus einschreiben und habe nie etwas von dort bekommen.

Viel Luft um nichts??? Auf der anderen Seite hat man sicherlich auch keine Nachteile dadurch...

Liebe Grüße,

Eva

Dori 19.10.2006 15:10

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,
ich bin bei der Barmer, die hat mir das am Anfang meiner Krankheit angeboten. Die BEK machts wieder etwas anders, sie zahlt bei Teilnahme 40€ aus und das wars dann. So jedenfalls mein Gefühl und Erleben. Das Schärfste war, dass "meine" Sachbearbeiterin mich eines Tages fragte, ob ich schon mal was von diesem Programm gehabt oder weiteres gehört hätte?!?
Sie setzt sich ein und ist super nett, aber nur, weil ihre Freundin in diesem Jahr an Krebs verstorben ist und sie sich gut hineinversetzen kann. Aber besser als nichts! (Leider etwas sarkastisch)
Meine Gyn hat sich noch nicht beschwert aber es ist wohl zusätzlicher Verwaltungsaufwand.
Hallo Heike,
du bist ja immer super informiert, ich versuche zwar auch vieles im Internet zu finden, aber du bist einfach klasse! Das die Krankenkassen etwas dafür bekommen wusste ich noch nicht.
Ausserdem würde es mich interessieren, woher die Richtung kommt mit dem Knochenzinti und dem Lungenröntgen. Das erklärt, warum meine Gyn so zurückhaltend ist, das aber noch bei einer Bekannten, deren Erkrankung jetzt 5 Jahre her ist, nicht war. Sie bekam jedes Jahr diese Untersuchungen. Ich habe am 6.11. den nächsten Termin und wollte danach fragen. Kannst du mir noch Tipps geben, denn sie wird wohl sagen das sei nicht nötig etc.:twak: Ich bekomme AHT und habe auch schon knochenmäßig Beschwerden. Aber so wie ich die Gyn kenne , wird sie sagen, das sei dann normal.
Also brauche ich einen Argumentationsstrang, der das berücksichtigt.
Wäre lieb,
Gruß Dori :winke:

Vanilla 19.10.2006 16:11

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

für mich rentiert sich die Teilnahme am DMP auf jeden Fall (bin auch Mitglied der TKK).
Im Januar habe ich 60,-€ überwiesen und bin für den Rest des Jahres von jeglichen Zuzahlungen befreit. Also nicht nur von den Zuzahlungen, die den BK betreffen. Und da kommt im Laufe eines Jahres doch so einiges zusammen. Meine Beweggründe zur Teilnahme waren also hauptsächlich der schnöde Mammon!;)

Auch ich kann dir nur dazu raten.

Liebe Grüße

Vanilla

Peg 19.10.2006 16:33

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Katja,

zur Erhellung der Angelegenheit, anbei ein Link:

http://www.das-glossar-zur-gesundhei...programme.html

Aus dem geht genau hervor, was die sich dabei gedacht haben.

Die meisten Ärzte spielen nicht mit, weil es I.E. eine prima Geldvernichtungsmaschine ist, kann mich nur anschließen.

Andererseits ist es für uns Patienten, die wir nun mitspielen, das Krankengeld überschaubar ist, schon ein Lockmittel mit 60 Euro im Jahr alle Zuzahlungen abgefrühstückt zu haben.

Meine KK hat mir erklärt, dass der Beitritt zum BMP für 5 Jahre befristet ist.

Nachteile für mich persönlich sehe ich keine, da ich weder meine Gyn wechseln muss - sie ist mit eingetragen und wie gesagt das Lockmittel der 60 Euro.

Ob es allerdings Vorteile birgt, kann ich dir leider auch nicht beantworten.

Gruß Peg

Kaschu 20.10.2006 07:52

AW: Disease Management Programm
 
Hallo.

Vielen Dank für die vielen Antworten. Das wird ja hier durchaus kontrovers gesehen. Ich denke, wenn mein Gyn bereit ist, den zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu schultern, dann werde ich das Programm mitmachen, schon wegen der 60 Euro.
Ich stehe noch am Beginn der Krankheit (gerade im ersten Chemo-Zyklus, Bestrahlung folgt) und da ich kein Krankengeld bekomme, ist der finanzielle Anreiz schon gross. Schon allein die Praxisgebühr für ein Jahr sind ja 40 Euro, da kommt man ja schnell an die Zuzahlungsgrenze heran.
Dass die Krankenkasse da Geld für bekommt, ist mir eigentlich egal, solange ich davon auch etwas habe. Aber ist ja klar, dass die das mal wieder nicht aus reiner Herzensgüte anbieten!
Mal sehen, was mein Gyn nächste Woche dazu sagt....

Viele Grüße und vielen Dank nochmal.
Katja

Amylie 20.10.2006 23:49

AW: Disease Management Programm
 
Hallo ihr Lieben,
bin auch bei der TKK, und wurde von ihnen angeschrieben.
Meine Gynokologin sprach sogar von 5000 € pro eingeschriebenen Patienten,
meinte aber das dies ja auch ok. sei da meine Behandlung auch sehr kostspielig ist. Habe mich also einschreiben lasssen.
Gruß Amylie

Bettysue 21.10.2006 10:13

AW: Disease Management Programm
 
hallo :)

ich bekam im brustzentrum gleichzeitig zur diagnose mehrere zettel die ich unterschreiben sollte, unter anderem auch das mit dem DMP. habs unterschrieben ohne nachzufragen...hab auch seitdem nie wieder etwas davon gehört, weder vom arzt noch von meiner krankenkasse (AOK) :( . das gibt mir jetzt schon zu denken und ich werd da mal nachhaken.

schönes wochenende

bettina

deena3 21.10.2006 22:12

AW: Disease Management Programm
 
Zitat:

Zitat von Heike 1963
Hallo Katja,

vom DMP profititieren die Krankenkassen. Für jeden Versicherten, der sich dem DMP anschließt, erhält die Kasse 2000 €.

Die Gynäkologen in unserem Kreis machen bei dieser Sache nicht mit. Für sie ist der enorme Verwaltungsaufwand ohne Nutzen.

Auch wenn Du Dich nicht dem DMP anschließt, bist Du nachversorgt. Da Knochenzinti und Lungenröntgen nur noch bei auftretenden Beschwerden veranlasst werden, hat es für Dich auch keinen Vorteil. Die regelmässige Nachsorge beinhaltet eigentlich nur noch die Sonografie und Mammografie.

So ist mein Informationsstand und ich beteilige mich nicht am DMP.


Viele Grüße
Heike

Liebe Heike, ich bin voll und ganz deiner Meinung. Eine befreundete Ärztin sagte mir, dass nur die Krankenkassen daran verdienen, die Ärzte bekommen wohl nur 15 Euro pro Patient. Meine TKK rief schon 3 x bei mir an, ob ich mich nicht am DMP-Programm beteiligen wolle, das geschieht doch nicht aus "Nächstenliebe" zu mir!?? Ich hoffe, dass ich auch ohne Teilnahme eine ordentliche Behandlung für meine "unordentliche" Krankheit erhalte. Denke doch, dass man nach 45 Arbeitsjahren einen Anspruch darauf hat, oder ????
Herzliche Grüße von deena3 :winke:

olicat 21.10.2006 22:44

AW: Disease Management Programm
 
Hallo,
ich bin selber (Barmer versichert) im DMP, aber das mit 60 EUR im Jahr an Zuzahlungen habe ich nicht. Ist es nur bei TKK??? Andererseits habe ich das gute Gefühl, dass bis jetzt (seit 2004) ohne Murren alles bezahlt wird (auch MRT, und anderes) und ich problemlos meine Rezepte für Lymphdrainage bekomme, auch mal 2x pro Woche. Ob es daran liegt, weiß ich nicht. Ich frage mich auch immer wieder, was der Vorteil für mich sein soll, abgesehen von einer Bonusprämir (40 EUR), die nicht so vom Belang ist:)

deena3 22.10.2006 11:22

AW: Disease Management Programm
 
Ja, soviel ich weiß, gelten die 60 Euro Freibetrag nur bei der TK, jede Kasse handhabt das anders. Lymphdrainage bekomme ich auch ohne DMP und wie es mal bei einem MRT sein würde, bleibt abzuwarten...
deena3

Daniela64 22.10.2006 13:35

AW: Disease Management Programm
 
Hallo,
auch bei mir hat die TKK angerufen, um mir vorzuschlagen, mich ins DMP aufzunehmen. Ich hatte da bereits 8 Chemo- Zyklen und die OP hinter mir ... Ich habe gleich gefragt, ob das jetzt erst nach der OP als Krankheit anerkannt wird. Und für was ich denn jetzt noch hohe Zuzahlungen (Chemo war ja vorbei) leisten solle - ob es denn auch rückwirkend gelte. Dann kam noch hinzu, dass weder die Ärztin noch die Klinik meiner Wahl auf dieser Liste standen, ich hätte also auch noch beide wechseln müssen. Es hat mich geärgert, dass sie sich erst über ein Jahr nach Diagnosestellung gemeldet haben und das habe ich der Sachbearbeiterin auch gesagt. Sie hat mir alles Gute gewünscht ... Und die TKK zahlt weiterhin ohne zu murren alles - vom MRT ange- fangen über den Rest. Ich werd weiterhin ohne DMP leben.
Schönen Sonntag noch an alle :winke: ,
Daniela

nady 22.10.2006 15:28

AW: Disease Management Programm
 
Hallo
bin auch bei DMP eingeschrieben. Denke, es kann nicht zu unserem Nachteil sein.
Die Ärzte, Krankenhaus, und Krankenkasse arbeiten dadurch besser zusammen.
bin bei der BKK Osthessen.
Bekomme die 10 Euro Arztgebühren wieder erstattet (muß sie aber erst bezahlen und dann schicke ich die Quittung meiner Krankenkasse) und bekomme statt 2% - 1 % vom Jahreseinkommen (alles was drüber ist) die Zuzahlungen erstattet. Krankenhausgeld, Kurzuzahlung, die Zuzahlung der Protesen. Da zählt aber wiederrum mein Mann sein Gehalt mit dazu. Habe jetzt den Betrag gehabt (Bin selbst zur Bestrahlung gefahren und konnte die Zuzahlung als Betrag nutzen. Und habe jetzt einen Befreiungsausweis bekommen. Brauche dadurch auch keine Überweisung mehr. Kann überall so hingehen (Hausarzt-Frauenazt-.....)
Auszug von meiner Krankenkasse

Die Zumutbarkeit beträgt 2 Prozent der Brutto-Einnahmen und halbiert sich für chronisch Kranke in Dauerbehandlung auf 1 Prozent der jährlichen Bruttoeinkünfte. Ab Überschreitung dieser Grenzwerte wird der Befreiungsausweis ausgestellt. Er kann beim Arzt, in der Apotheke oder bei weiteren Leistungserbringern vorgelegt werden. Dann entfallen ansonsten übliche persönliche Zuzahlungen bis zum Jahresende.
Die Zumutbarkeit beträgt 2 Prozent der Brutto-Einnahmen und halbiert sich für chronisch Kranke in Dauerbehandlung auf 1 Prozent der jährlichen Bruttoeinkünfte. Ab Überschreitung dieser Grenzwerte wird der Befreiungsausweis ausgestellt. Er kann beim Arzt, in der Apotheke oder bei weiteren Leistungserbringern vorgelegt werden. Dann entfallen ansonsten übliche persönliche Zuzahlungen bis zum Jahresende.




Viele Grüße
Renate (Nady)

Tamina 22.10.2006 16:09

AW: Disease Management Programm
 
Hallo,

ich habe an dem Programm nicht teilgenommen.

Die 1% Regelung betrifft alle chronisch Erkrankten und wird bei der Krankenkasse beantragt, dafür braucht man nicht in dieses Programm.

Lymphdrainage bekomme ich auch so.

Trotz 1% Rgelung mußte ich bei der letzten Kur die 10.- Euro pro Tag bei der Arge zahlen, weil das damit nicht zu tun hätte.

Das war mir auch neu. Bei der Arge Krebs muß jeder zahlen, wenn er nicht unter dem sozialhilfesatz Einkommen bezieht.

Diese 2. Kur habe ich auch nur durch einen Widerspruch bekommen.

LG Tamina

PetraK 23.10.2006 11:04

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Tamina,

ich komme trotz BK nicht in die Chroniker-Regelung, unter anderem weil ich verheiratet bin und mein Mann ganz gut verdient (dass wir jeden Monat durchs eigene Haus riesige Ausgaben haben, interessiert da nicht). Ich war nach der Diagnose (2001) noch inder BARMER, da hatte das DMP wirklich keine Vorteile, aber seit einem Jahr bin ich bei der TK und da braucht man tatsächlich nur 60 Euro pro Jahr selber zahlen. Obwohl ich keine Medikamente nehme, habe ich dieses Jahr schon ca. 500 Euro gespart (Praxisgebühr Arzt und Zahnarzt, Eigenanteile bei Hilfsmitteln und Massagen, ich brauche mir keine Überweisungen mehr zu holen, außerdem hab ich im Sommer eine Mutter-Kind-Kur gemacht, da wären auch 220 Euro fällig gewesen.......), das lohnt sich also schon. Mein Gyn ist zwar etwas genervt von der Schreibarbeit, aber er bekam 50 Euro für den Erstantrag und 25 Euro für jede weitere Dokumentation. Außerdem sehe ich ihn nach den DMP-Richtlinien öfter als ohne Programm.......
Nachteil ist natürlich, dass meine Daten sicherlich an diversen Stellen rumschwirren, seit ich im Programm bin, kommen ständi Mails und Werbung von irgendwelchen seltsamen Heilmitteln.....
"Leider" sind bei mir jetzt über 5 Jahre vergangen, deshalb muss ich das Programm beenden, schon schade.....

Liebe Grüße aus HH
PetraK

deena3 23.10.2006 12:50

AW: Disease Management Programm
 
Zitat:

Zitat von PetraK
Hallo Tamina,

ich komme trotz BK nicht in die Chroniker-Regelung, unter anderem weil ich verheiratet bin und mein Mann ganz gut verdient (dass wir jeden Monat durchs eigene Haus riesige Ausgaben haben, interessiert da nicht). Ich war nach der Diagnose (2001) noch inder BARMER, da hatte das DMP wirklich keine Vorteile, aber seit einem Jahr bin ich bei der TK und da braucht man tatsächlich nur 60 Euro pro Jahr selber zahlen. Obwohl ich keine Medikamente nehme, habe ich dieses Jahr schon ca. 500 Euro gespart (Praxisgebühr Arzt und Zahnarzt, Eigenanteile bei Hilfsmitteln und Massagen, ich brauche mir keine Überweisungen mehr zu holen, außerdem hab ich im Sommer eine Mutter-Kind-Kur gemacht, da wären auch 220 Euro fällig gewesen.......), das lohnt sich also schon. Mein Gyn ist zwar etwas genervt von der Schreibarbeit, aber er bekam 50 Euro für den Erstantrag und 25 Euro für jede weitere Dokumentation. Außerdem sehe ich ihn nach den DMP-Richtlinien öfter als ohne Programm.......
Nachteil ist natürlich, dass meine Daten sicherlich an diversen Stellen rumschwirren, seit ich im Programm bin, kommen ständi Mails und Werbung von irgendwelchen seltsamen Heilmitteln.....
"Leider" sind bei mir jetzt über 5 Jahre vergangen, deshalb muss ich das Programm beenden, schon schade.....

Liebe Grüße aus HH
PetraK

Hallo Petra, ich lese zum ersten Mal, dass man die Selbstbeteiligung von 10 Euro pro Tag für die Kur auch erstattet bekommt. Ich bezweifle das! Wenn dem so wäre, würde ich mich auch anmelden.
Grüße von deena3

PetraK 23.10.2006 16:18

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Deena,

bei mir war es jetzt so: Ich musste bei der Kur im Juli nur nichts bezahlen, weil ich die Befreiung vorgelegt habe, die ich nur wegen der Teilnahme am DMP erhielt. Es war allerdings eine von der TK übernommene Mutter-Kind-Kur. Bei einer Reha über die Rentenversicherung hätte ich wohl auch zahlen müssen......(obwohl, bei meiner AHB 2001 und der Reha 2002 (beides Rentenversicherung) musste ich auch nichts zahlen, weil nur mein eigenes, geringes Einkommen gerechnet wurde (nicht das meines Mannes) und ich ein minderjähriges Kind habe.......
ich hoffe, das hilft dir...

Liebe Grüße aus HH
PetraK

Heidi O. 23.10.2006 20:04

AW: Disease Management Programm
 
Hallo,
stimme Heike 100% zu ... nach meinem Wissen bekommt die KK noch weit mehr als 2000€ für jeden der mitmacht.
Wurde auch angerufen und habe mich dann ausführlich mit meiner Gyn darüber unterhalten.
Sie nimmt nicht dran teil und sagte, sie nimmt sich lieber die Zeit, die sie nicht mit der vielen Schreiberei verbringt, für ihre Patientinnen.
Der Kontakt zu den anderen Ärzten wird oft von ihr gleich telefonisch gemacht und schon ist alles ohne großen Verwaltungskram erledigt.
Ich wurde dann noch einmal angerufen und gefragt, warum ich denn immer noch nicht teilnehme ....habe nur geantwortet, dass ich sicher nicht meine tolle Frauenärztin wecheln würde für 40€ Praxisgebührersparnis im Jahr.
Ich werde super gut betreut, bekomme alles verschrieben um was ich bitte, auch sofort ein CT oder ähnliches sobald sich meine Kehle vor Angst zuschnürt, weil Schmerzen da sind.
Nun bekam ich schon wieder eine Broschüre mit dem Schreiben, dass wieder ein Anruf ansteht - die sollen sich nur melden, meine Einstellung hat sich nicht geändert.


Liebe Grüße, Heidi

deena3 23.10.2006 20:32

AW: Disease Management Programm
 
Ja, liebe Petra, ich glaube, das ist der Knackpunkt. Bei mir zahlt ja die Rentenversicherung die Reha und da werde ich auf jeden Fall "löhnen" müssen...
Grüße von deena3

Birgit64 23.10.2006 21:01

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Deena3,

auch wenn du die Reha von der Rentenversicherung bekommst, mußt du nicht unbedingt das Tagegeld zuzahlen. Nämlich dann nicht, wenn du Krankengeld bekommst. Du bekommst dann nämlich für die Zeit der Reha Übergangsgeld vom Rentenversicherer (berechnet auf das Krankengeld) und bei Zahlung von Übergangsgeld muss meines Wissens keine Zuzahlung geleistet werden. War zumindest bei mir so.

Liebe Grüße

deena3 23.10.2006 22:52

AW: Disease Management Programm
 
Zitat:

Zitat von Birgit64
Hallo Deena3,

auch wenn du die Reha von der Rentenversicherung bekommst, mußt du nicht unbedingt das Tagegeld zuzahlen. Nämlich dann nicht, wenn du Krankengeld bekommst. Du bekommst dann nämlich für die Zeit der Reha Übergangsgeld vom Rentenversicherer (berechnet auf das Krankengeld) und bei Zahlung von Übergangsgeld muss meines Wissens keine Zuzahlung geleistet werden. War zumindest bei mir so.

Liebe Grüße

Nein, die Zeit der Krankengeldzahlung ist längst vorbei, da ich schon 66 bin....
Liebe Grüße deena3

Kaschu 24.10.2006 12:03

AW: Disease Management Programm
 
Hallo.

Ich wollte hier nur mal als Update erzählen, was mein Gyn jetzt zu der ganzen Sache gesagt hat. Wie Amylie schon angedeutet hat, bekommt die TK sogar 5000 Euro pro Patient und das sogar pro Jahr, das heisst 25000 Euro für die gesamten 5 Jahre. Der Arzt bekommt 50 Euro pro Jahr und muss jedesmal, wenn man zur Nachsorge kommt, einen Bogen ausfüllen, der dann in irgendeiner Stelle in Leipzig abgeheftet wird. Diese Daten werden nicht dazu genutzt, eine Statistik über Erfolg oder Misserfolg der Behandlungen zu erstellen (was ja sinnvoll wäre), sondern nur gesammelt. Alles eine Riesen-Geldvernichtungsmaschine.
Ich habe mich aber jetzt trotzdem einschreiben lassen, da ich die Befreiung von den Zuzahlungen möchte. Die 1%-Grenze ist ja finanziell viel ungünstiger. Wir haben nur ein Gehalt und da muss man schon die Einsparmöglichkeiten nutzen, die möglich sind. Wäre ich in einer Krankenkasse, die diese Möglichkeit nicht bietet, würde ich nicht am DMP teilnehmen.
Ich habe vorher übrigens nicht gewusst, dass die Praxisgebühr auch zu den Zuzahlungen zählt, vielen Dank an die anderen für die Info.
Insgesamt zeigt diese Geschichte aber doch, wie verquer unser Gesundheitssystem ist.

Liebe Grüße
Katja

Megan1971 24.10.2006 12:19

AW: Disease Management Programm
 
Hallo !

Ich habe mal dazu eine andere Frage, bitte verzeiht wenn die nicht so ganz reinpasst: meine KK, ich bin bei der BKK für Heilberufe, erkennt den BK erst nach einem Jahr als chronisch an, soll heissen ich zahle jetzt 2% meines Bruttoeinkommens zu. Erst ab nächsten Juni wäre ich dann bei 1%. Ist das bei Euren KK auch so?

Danke für die Info.

LG
Megan

Maarlen 24.10.2006 13:24

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Megan,

das ist bei meiner KK genauso, ich bin bei der Barmer Ersatzkasse versichert. Allerdings ist das anders, wenn man sich ins DMP-Programm einträgt, dann gilt man gleich als chronisch krank und kann die 1 %-Regelung in Anspruch nehmen. Ich konnte davon allerdings nicht profitieren, da das Familieneinkommen zählt und wir über der maßgebenden Einkommensgrenze lagen. Da haben die Versicherten bei der TKK einen ganz gewaltigen Vorteil mit der 60 €-Regelung.

LG
Maarlen

Tamina 24.10.2006 13:52

AW: Disease Management Programm
 
Hallo,

so wie ich das sehe, ist. daß völlig unterschiedlich geregelt.

Ich habe die 1% Regelung sofort bekommen und mußte bei der Arge Krebs für die Kur 210.- Euro zahlen, trotz der 1% Retgelung, hätte damit nichts zu tun.

TKK ist das die Techniker Krankenkasse in Hamburg? Wie hoch % ist der Beitragssatz z.Zeit?

HAbe gehört, daß die großzügiger sind als andere Krankenkassen.

Bin in der Big Gesundheit IKK und werde mich da mal erkundigen nach dem DMP. Der Beitragssatz liegt bei 13 % z.Zt.


LG Tamina

sonnenkind 24.10.2006 13:56

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Megan,

diese Auskunft habe ich von meiner BKK auch bekommen.

Im Internet habe ich dazu folgendes gefunden:
Sie gelten als schwerwiegend chronisch krank, wenn Sie seit mindestens einem Jahr wegen derselben Krankheit in Dauerbehandlung sein mussten. Unter dem Begriff "derselben Krankheit" ist eine solche Krankheit zu verstehen, die ununterbrochen besteht und deren ununterbrochene Behandlung Sie durch eine entsprechende Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes nachweisen können.

Voraussetzung ist eine ärztliche Dauerbehandlung, die durch mindestens einen Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit nachgewiesen werden muss. Die Behandlung muss mindestens ein Jahr lang erfolgt sein.

Ich gehe mal davon aus, dass das so stimmt und zahle und zahle und....:weinen:

Viele Grüße
Susanne

Kaschu 24.10.2006 14:36

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Tamina.

Du hattest nach den Beitragssätzen gefragt. Ich habe mal im Netz geschaut (tk-online.de).
ab 1.7.2006 (einheitlich im gesamten Bundesgebiet)
allgemeiner Beitragssatz (mit Krankengeld frühestens ab der 7. Woche) 13,2%
ermäßigter Beitragssatz (ohne Krankengeld) 12,2%
erhöhter Beitragssatz (mit Krankengeld vor Beginn der 7. Woche) 15,1%
Zusatzbeitrag für alle Mitglieder 0,9%

Keine Ahnung, warum das so aufgeschlüsselt ist :confused:

Du möchtest wegen der besseren DMP-Regelung wechseln? Ich weiss nicht...vielleicht ist Deine KK dafür an anderer Stelle besser? Außerdem weiss man ja nie, was da mit der Gesundheitsreform noch auf einen zukommt und wie lange Regelungen so bleiben, wie sie sind. Aber ich finde es auch gemein, dass die Regelungen so unterschiedlich sind!!!!:mad:

Dass man die normale 1%-Hürde erst nach einem Jahr chronischer Krankheit bekommt, hat man mir übrigens auch gesagt. Als ob man den Brustkrebs nach 6 Monaten wieder los wäre. Was für ein Schmarrn!

Grüße an alle
Katja

Megan1971 25.10.2006 09:36

AW: Disease Management Programm
 
Hallo!

Danke für Eure Antworten. Katja, ich kann Dir nur beipflichten...es IST ein Schmarrn das man die 1% erst nach einem Jahr bekommt.

Aber es hilft ja nichts. Ich werde trotzdem mal von meiner Gyn einen Wisch einreichen lassen das ich chronisch krank bin. Mehr als ne Absage kanns ja nicht werden.

Ich wünsche Euche noch einen schönen Tag!

Lieben Gruss
Megan

Heidi O. 25.10.2006 15:18

AW: Disease Management Programm
 
Hallo ihr Lieben,
schöne Grüße an alle.

Tja, "leider" ist mein Mann gesund und hat kaum Zuzahlungen .....es werden bei der 1% Grenze ja beide Gehälter zusammengezählt.
Außerdem hatte ich schön alle Zuzahlungsbelege gesammelt ....mal wieder Pech bei der Erstattung. Bin im Juni 2005 erkrankt und so zogen sich die Zuzahlungen ca. zur Hälfte ins Jahr 2006 ....
Ich empfinde es als nicht richtig, denn unsere Kosten waren gleich hoch. Egal ob von Januar bis Dezember oder Juni bis Mai des nächsten Jahres!
Sie kommen schon an unser Geld.

Ärgere mich immer noch "etwas" über eine andere Sache. Da ich bis Juni 2005 keinen Urlaub genommen hatte, dann bis Juni 2006 erkrankt war, wurde von meiner Firma auch der Urlaub (31 Tage) ersatzlos gestrichen. Nicht die Urlaubstage fehlen mir, sondern es ist über ein Monatsgehalt, das sich meine Firma auf Grund meiner Krankheit erspart hat.
Wusste ich, dass ich diese Schei...krankheit bekomme?
Wie sollte ich den Resturlaub denn bis Ende März nehmen?
Heute würde ich mich zwischendurch 30 Tage gesund schreiben lassen und den Urlaub nehmen ....hätte diese 30 Tage noch als Krankengeldtage zur Verfügung und hätte volles Gehalt bekommen.
Das nur so nebenbei, passt ja nicht zum Thema hier, aber irgendwie musste ich das loswerden..... denn eigentlich bin ich froh, dass es mir wieder gut geht und das ist ja das Allerwichtigste.

Schicke herzliche Grüße und hoffe es geht euch allen einigermaßen gut, Heidi

sonnenkind 25.10.2006 16:33

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Heidi,

Zitat:

Heute würde ich mich zwischendurch 30 Tage gesund schreiben lassen und den Urlaub nehmen ....hätte diese 30 Tage noch als Krankengeldtage zur Verfügung
Deine Verärgerung kann ich gut nachvollziehen. Ich habe durch das Krankengeld rund 300 Euronen weniger im Monat und bin alleinerziehend. Das tut richtig weh:aerger:

Mir wurde vom Arbeitgebers gesagt, dass es nicht möglich ist, sich gesund schreiben zu lassen, Urlaub zu nehmen und dann wieder in den Krangeldbzug zu gehen. Mir ging es nicht einmal um das Geld, ich wollte nur für eine Woche zwischen letzter Chemo und OP verreisen.

Also ärgere Dich nicht darüber, das hätte nicht funktioniert.

Alles Gute und liebe Grüße
Susanne

Brigitte A. 25.10.2006 17:02

AW: Disease Management Programm
 
Nochmal ganz kurz zum DMP bei der Techniker:
Das mit den 60€ Zuzahlung kalenderjährlich (5€ monatlich) gilt ab dem Moment, in dem der Beitritt zum DMP schriftlich erklärt wird (ausfüllen der Unterlagen beim einschreibendem Arzt). Alles, was man im gleichen Jahr vor der Teilnahme am Programm bereits zugezahlt hat, läuft weiter nach der 2% (bzw. 1%)- Regelung. Ich bin im April ins DMP gekommen, hatte aber die meisten Zuzahlungen im 1. Quartal (großteil Chemos). Das ist dann eben Pech.

Aber auch, wenn man am DMP teilnimmt, muß man die Zuzahlungsbefreiung beantragen- von alleine geht da gar nichts (und es wird einem auch erst auf Anfrage gesagt). Allerdings bekommt man dann das Geld zurück, was man bis zum Antrag evtl. zuviel gezahlt hat, sofern man die Quittungen aufgehoben hat.

LG, Annika

apel68 27.10.2006 13:07

AW: Disease Management Programm
 
Genau das frage ich mich auch.Ich bin bei der Barmer EK und habe nur die 40 Euro zurückerhalten.Ansonsten interressiert sich die Sachbearbeiterin der KK nur jedes Mal,wenn ich meine Verlängerung der Krankschreibung abgebe,ob meine Ärztin schon geäußert hat,wann ich wieder arbeiten soll.Ich werde das nächste Mal fragen,warum sie mich im DMP haben wollten,ob die 40 Euro alles sein sollen.Denn das,was für mich wichtig ist,klärt alles meine Gynäkologin ohne dieses Programm.
Ich güße Euch alle
Susanne

deena3 29.10.2006 10:16

AW: Disease Management Programm
 
Ihr Lieben, nun habe ich endlich die Seiten (124/125) in Goldmann-Poschs-Buch "Der Knoten über meinem Herzen" gefunden, die so wunderbar zu der ganzen Thematik passen und da ich dies alles nicht besser sagen kann, zitiere ich G.-P. wörtlich:

Die Lektüre des Kapitels „Nachsorge“ hat mich in Panik versetzt. Bei einer Sitzung in Berlin haben Fachleute beschlossen, dass die Art der Nachbetreuung von Frauen mit Brustkrebs künftig anders ablaufen soll: Das feste Untersuchungsprogramm in den ersten 5 Jahren nach der Operation, vor allem durch aufwändige Apparate, wurde abgeschafft. Keine regelmäßige Röntgenaufnahme der Lunge, kein Ultraschall der Leber, keine Untersuchung des Knochenskeletts, keine Bestimmung von Tumormarkern im Blut. Nur bei Schmerzen oder irgendwelchen anderen Anzeichen für einen Rückfall sollte der Arzt mit Apparaten in Aktion treten und versuchen, den Feind durch Kontrastmittel oder Schichtaufnahmen aufzuspüren, irgendwo im Körper. Ansonsten sei es völlig ausreichend, wenn eine Frau mit Brustkrebs sich immer wieder selbst untersucht und alle 3 Monate zu ihrem Arzt geht; von ihm an der Narbe und an der Brust abgetastet wird, von ihm abgehört wird, von ihm gefragt wird, wie sie denn so zurechtkomme mit ihrer Krankheit und ihrem Leben.
Diese Experten in Berlin hatten mit Sicherheit noch nie Brustkrebs in ihrem Leben.


(Außer Ministerin Regine Hildebrand, die leider 2001 an dieser Krankheit starb. Von dieser Kämpferin wären Verständnis und Hilfe zu erwarten gewesen!)

Vermutlich müssen wir Betroffenen Abschied von der Illusion nehemen, die Krankheit so anzunehmen, wie sie ist: nämlich unkontrollierbar!
Ich bekomme keine Provision von G.-P., aber dieses Buch sollte man unbedingt lesen!
Übrigens: Nicht viel anders läuft es in der Nachsorgeleitstelle OSP (Onkologischer Schwerpunkt Stuttgart) ab, Befragungen, die nur irgend einer Statistik dienen, aber keine Reaktion (oder tätige Hilfe) auf Beklagtes! Und überall sitzen Leute, die - sicher nicht schlecht - von unseren Steuergeldern bezahlt werden müssen!
Schönen Sonntag euch allen
deena3

Annafried 29.10.2006 11:15

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Liebe Frauen,
Auch ich bin in der TK und nehme am DMP-Programm teil. Einige Monate nach meiner Diagnose (vor 3 Jahren) rief die TK bei mir an und erklärte mir die Vorteile vom DMP. Ich habe mir Bedenkzeit erbeten (wollte mich erst mal bei meinem nächsten Nachsorgetermin mit meiner Gyn. besprechen) und gesagt ich würde mich wieder melden. Der Sachbearbeiter der TK war ziemlich aufdringlich und an in der Zwischenzeit immer wieder mal angerufen und mir die Vorteile aufgezeigt und mich ganz schön bedrängt, doch daran teilzunehmen. Meine Gyn. war aber gar nicht angetan. Sie meinte es hätte fast nur Vorteile für die Krankenkassen. Sie bekommen vom Staat pro Teilnehmerin eine sehr große Summe. (ich meine sie hätte auch was von 2000€ gesagt) Außerdem würde die Kooperation zwischen den behandelnden Fachärzten/Krankenhäusern längst nicht so gut funktionieren wie es eigentlich bei diesem Programm sein sollte. Der Verwaltungsaufwand für die niedergelassenen Frauenärzte/Ärztinnen sei schon heftig.
Die finanzielle Seite verstehe ich nicht so ganz. Das scheint ja wirklich bei jedem anders zu sein. Ich zahle kein Geld an die KK. Man hat mir gesagt, dass ich alles was über 60€ an Zuzahlung geht, erstattet bekomme. (Aber wahrscheinlich nur für die Dinge, die die TK dafür vorgesehen hat, denn die Misteltherapie und sämtliche anderen vorbeugenden/unterstützenden Sachen fallen da selbstverständlich nicht mit rein!Das zahle ich alles selbst! ) Da bei mir bisher Gott sei Dank nichts wieder aufgetreten ist, bin ich wohl eine "günstige" Patientin, da ich diesen Betrag im Jahr (für diese Krankheit!!!) dann für die KK nicht überschreite! Ich denke schon, das die Krankenkassen diejenigen sind, die davon am meisten provitieren - jedenfalls so lange es uns einigermaßen gut geht!!
Liebe Grüße an alle und noch einen schönen Sonntag wünscht
Annafried

PetraK 30.10.2006 11:21

AW: Disease Management Programm
 
Hallo Annafried,

es ist bei der TK tatsächlich so, dass man ab 60 Euro nichts mehr bezahlen muss (wenn man im DMP ist) und das muss nichts mit der Krebserkrankung zu tun haben! Also z.B. alle Praxisgebühren, auch beim Zahnarzt, sämtliche Eigenanteile für Massagen oder Hilfsmittel (ich brauchte dieses Jahr Kompressionsstrümpfe und Einlagen wegen Arthrose), oder auch das Tagegeld im Krankenhaus. Was für mich auch wichtig ist: ich brauche mir nicht mehr alle Überweisungen bei dem Arzt holen, wo ich meine 10 Euro bezahlt hätte, sondern muss überall nur meine Chipkarte vorzeigen....Ich persönlich finde es auch nicht tragisch, dass meine Krankenkasse dafür ein paar tausend Euro bekommt, schließlich ist das nur ein winziger Bruchteil von dem, was meine Behandlung gekostet hat und vielleicht irgendwann noch kosten wird....

Liebe Grüße aus HH
PetraK

Annafried 30.10.2006 19:26

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Hallo Petra,
danke für die Info. Ich dachte das mit den 60€ würde sich nur auf die Krebserkrankung beziehen. So hatte ich damals den Sachbearbeiter verstanden. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er es so formuliert hat. Von Praxisgebühr und z. B. Krankengym. (für meinen Rücken) hat mir bisher niemand etwas gesagt. Die Sache mit den Überweisungen ist bei mir auch nicht so wie von dir beschrieben. Alle Ärzte und auch die Uniklinik wollen grundsätzlich eine Überweisung. (od. 10€) Also bisher hat es mir nicht viel gebracht, eigentlich gar nix!!
Liebe Grüße aus Münster
Annafried


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