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wie soll es weitergehen??? rectum-ca und lymphknotenmetas bei meiner mama
hallo ihr lieben!
seit september bin ich leser in diesem forum. nun muss ich mal schreiben... alles ist so schwer für mich. ich kann es gar nicht realisieren. und ich habe fragen. bei meiner mama (68) wurde ein rectum-ca festgestellt - recht groß. sie wurde umgehend im "normalen" städtischen krankenhaus operiert (19.sept). diagnose danach T3N1M0 - und, was der hammer war - es wurde auch noch ein nierenzellcarcinom festgestellt, also gleich raus mit der niere. sie hat sich recht gut in den ersten wochen nach der op erholt. aber dann verlor sie den appetit - und auch die hoffnung und die lust, weiterzumachen. im moment erhält sie die kombinierte radio-chemotherapie, die die ersten nebenwirkungen zeigt. sie hat schmerzen im darm- und scheidenbereich. ich weiss nicht, was noch alles an nebenwirkungen aufgetreten ist. sie redet nicht mit uns kindern über ihre erkrankung. leider wohnen wir kinder weiter weg, so dass wir sie nicht allzu häufig besuchen können. wir machen uns große sorgen, sie ist so unruhig, schläft fast gar nicht, beschäftigt sich mit nichts - ist einfach in ein großes loch gefallen. sie scheint sich auch nicht besonders gut in der strahlenklinik und bei ihrem hausarzt aufgehoben zu fühlen. sie spricht ihre physischen und psychischen probleme nicht an. wir können wir helfen? wir haben bereits dort mit den ärzten telefoniert, aber man hört heraus, dass "der patient" dann schon selbst sagen muss, was er braucht oder was ihm fehlt. mutti ist aber nicht wirklich in der lage dazu. sie lässt sich hängen und alles mehr oder weniger über sich ergehen... sie erhält als chemo auch nur 5fu (und folinsäure??? - wissen wir nicht). wir hatten gehofft, dass sie ein besseres mittel erhalten wird, mit noch größeren chancen zur heilung. kann der patient sich die chemo aussuchen? vorausgesetzt, er verträgt sie und die blutwerte stimmen? ich bin in eine tiefes loch gefallen. es scheint alles so schwer und aussichtlos mit dieser diagnose? wie kann ich meiner mama kraft und hoffnung geben. gibt es hoffnung mit dieser diagnose? wie soll ich mit meiner mama umgehen, wenn sie selbst nicht mit dieser diagnose umgehen kann. ich hoffe, sie öffnet sich, es ist so schwer mit ihr zu reden und so zu tun, als wenn es den krebs nicht geben würde. welche unterstützenden medikamente, vitamine etc. kann sie einnehmen? ihr wisst sicher eine menge?! seid alle lieb gegrüßt und vielen dank im voraus maret |
AW: rectum-ca und lymphknotenmetas bei meiner mama
hallo maret!
es tut mir so leid, daß ihr auch diesen schweren weg gehen müßt:-(. ein großes stück ist schon geschafft, aber die anschlußbehandlung ist schon hart. ich denke, die 5fu ist schon eine gute chemo für deine mutter. in ihrem alter wachsen die zellen, also auch die krebszellen, nicht mehr so schnell. wäre ich nun nicht 39, sondern eben 30 jahre älter, würde ich auch nur die 5fu bekommen, die ich übrigens gut vertrage. ich bekomme aber eben aus dem altersgrund noch eine zusatz-chemo, und die empfinde ich als sehr hart. es ist natürlich schwer, so aus der ferne für die mutter da zu sein. und erst recht, wenn sie nicht mit euch redet. schreib´ihr doch mal einen brief? vielleicht kannst du da deine ängste hineinschreiben, deine sorgen und wünsche? manchmal hilft so ein briefeschreiben auch, ohne ihn abzusenden, einfach für sich selbst?! könntest du ihr anbieten, für sie einen psychoonkologen in der nähe ausfindig zu machen? jemanden, der sich um ihre zerrüttete seele kümmern kann? das wäre sicher für sie sehr hilfreich. lebt sie ganz allein? liebe maret, ich wünsche euch viel kraft!!! hope |
AW: rectum-ca und lymphknotenmetas bei meiner mama
liebe hope!
einen psychoonkologen haben meine eltern leider nicht in der nähe. ein gespräch in der strahlenklinik lehnte sie ab. es war dort eine sehr junge ärztin, die dort allerdings auch nur ganze gesprächsrunden führt - das ist nix für mama. wir fahren am wochenende zu meinen eltern. ja ich hoffe, es geht ihr trotz der schmerzen gut und unser besuch ist angenehm für sie. habe solche sehnsucht nach ihr und wollte sie sehen, bevor sie in die klinik zur kombinierten radio-chemo (2. zyklus) muss. die 5fu finde ich einfach zu wenig. vor allem habe ich gelesen, dass weitere mittel in kombination die heilungschancen erhöhen - deshalb fände ich das besser. man hätte doch immer noch absetzen können...mutti ging am anfang auch von heilung aus, sonst hätte sie damit gar nicht angefangen. ich habe das gefühl, das nur eine halbe sache gemacht wird, nicht zuletzt auch aus kostengründen... werde dann am wochenende mal sehen, was sie von ihrer hausärztin noch an medikamenten erhalten hat - vielleicht vitamine oder spurenelemente... liebe hope, ich wünsche dir ein schönes wochenende herzliche grüße aus berlin maret |
1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Hallo ihr Lieben!
wer kann uns tipps und infos geben??? wie kommt wieder kraft und leben zurück? oder wer hatte auch ein rektum-ca mit lymphmetas? ich schreibe heute wieder nicht wegen mir, sondern wegen meiner mama (68 jahre, rektumcarcinom mit lymphmetas). ich habe sie am wochenende besucht, bevor sie wieder ins krankenhaus zur 2.chemo geht - kombiniert mit betrahlung. und ich musste feststellen, dass es ihr wieder schlechter ging - physisch und psychisch. ihr fällt das essen so schwer. sie würgt bereits beim anblick, geruch oder wenn man nur übers essen spricht. sie hat sehr abgenommen, geht nicht mehr raus. durch das illeostoma fühlt sie sich stark eingeschränkt und unwohl. sie sagt, sie weiss nicht, wie sie jetzt damit leben soll. alles fällt so schwer... ich habe versucht, mit ihr zu reden. sie hat sich über darmkrebs nicht informiert - und auch nicht über ihre diagnose. habe versucht, ihr zu sagen, dass sie einen großen tumor hat und krebszellen jetzt unterwegs im körper sind (hoffentlich zu TÖTEN!!! mit chemo). sie sagte dann nur "und wenns nicht hilft, gehe ich ein wie eine primel". ihr müsst wissen, dass auch ihre mutter an krebs (nierenkrebs) verstorben ist. und nierenkrebs wurde bei ihr ebenfalls festgestellt, wohl aber nach aussage der ärzte rechtzeitig. ja und wir kinder wissen nicht weiter, wohnen weit weg. sie selbst muss täglich 60 km zur bestahlung und chemo fahren in eine klinik- das ist hart. auch gibt es bei uns in der nähe keinen onkologen und keinen psychoonkologen. sie wird bei komlikationen (schmerzen waren es letztens) wieder zurücküberwiesen an ihre hausärztin. es ist ein ewiges hin- und her. was können wir kinder tun. welcher arzt ist denn für einen krebspatienten der geeignete. welche medikamente kann mutti zur stärkung, zur kräftigung einnehmen. wie kann sie den krebs auf alternative weise noch bekämpfen??? was kann sie während der cheom einnehmen? wer kann uns weiterhelfen? lieben dank im voraus maret |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Maret,
das ist eine sehr schwere Situation für Deine Mutter, Chemo und Bestrahlung zugleich, das ist heftig. Bekommt Sie Medis gegen die Übelkeit, z.B. Zofran, Kevatril, etc ?? Ich denke, das wäre eine erste wichtige Maßnahme, die Übelkeit und das Erbrechen einzudämmen, damit sie wieder stärker wird. Es gibt begleitende Möglichkeiten, wie Thymus oder Mistel spritzen, um das System zu stärken, mein Hausarzt hätte mich gespritzt, wenn ich es gewollt hätte, mit etwas Übung kann man das sogar alleine, aber da sollte doch erstmal ein Heilpraktiker helfen. Es gibt auch Kliniken, die auf diese Kombination Chemo und Naturheilmittel spezialisiert sind, z.B. die Huflandklinik. Wo wohnt Deine Mutter, gibt es vielleicht eine ähnliche Klinik in der Nähe, in der sie teilweise stationär betreut wird, und damit den weiten Weg nicht mehr fahren muß, und das in ihrem geschwächten Allgemeinzustand... Die Schmerzen hat auch mein Hausarzt behandelt, findes es daher nicht ungewöhnlich, daß auch bei Deiner Ma auf den Hausarzt zurückverwiesen wurde. Ich wünsche Euch alles Gute, seit für Eure Mutter da, so gut es geht. Liebe Grüße Jelly |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Jelly!
Meine Mutter bekommt bisher noch nichts gegen díe Übelkeit. Nächstes Wochenende muss sie ja wieder in die Klinik für den 2. Block der Chemo. Vielleicht werden dann Medikamente verabreicht. Leider hatte sie die Übelkeit und die Abneigung gegen Essen schon, BEVOR die erste Chemo begann. Ihre Psyche spielt total verrückt. Sie lässt sich sehr hängen - was man aber auch irgendwo verstehen kann. Nur wir Kinder können nicht damit umgehen. Die Misteltherapie habe ich ihr schon vorgeschlagen. Leider mag meine Mutter Nadeln nicht. Zum anderen findet ihre Hausärztin das wortwörtlich "Quatsch". Sie hat davon zudem auch keine Ahnung, wie es gemacht wird. Tja, meine ELtern wohnen im Norden des Landes Brandenburg. Habe mich heute über die Krankenkasse mal nach einem Onkologen dort in der Nähe erkundigt - Fehlanzeige. Die einzige Praxis dort (45km entfernt) ist geschlossen, da der Arzt vor Monaten selbst erkrankt ist. Auch einen Psychoonkologen gibt es dort nicht im Umkreis. Ja und größere Kliniken auch nicht. Deshalb bin ich auch so sehr VERZWEIFELT. Und ich sitze 150km entfernt und bin nicht in der Nähe. Wenn wir rüberfahren, sind wir auch eher eine Belastung für meine Mutter - meine Tochter (6J) hat ADHS, das ist dann schon sehr anstrengend. Sie fühlt sich im Moment eher gestört, will sich nur ins Bett legen. Davor habe ich Angst. Sie ist 68, vielleicht kommt sie dann gar nicht mehr hoch - auch wegen der Psyche... Ja mit den Schmerzen scheint es jetzt erst einmal o.k. zu sein, aber mit dem 2.Zyklus und Bestrahlung wird es sicher heftig. Ich hoffe, sie bekommt Schmerzpflaster - danach werden wir Schwestern uns erkundigen. Ist immer blöd, vieles telefonisch zu machen. Liebe Jelly! Meine Mutter ist sehr geschwächt. Vielleicht kannst du mir sagen, ob sie Vitaminpräparate auch bei der Chemo nehmen kann. Wenn ja, was kannst du empfehlen.Habe auch mal was von Selen gelesen. Ich weiss, viel hängt von der Psyche ab. Da kann ich ihr nicht wiklich weiterhelfen, aber vielleicht kann ich es ja auf dem anderen Wege und unterstütze ihren Körper?! Vielleicht kannst du uns was sagen? Ihre Hausärztin behandelt leider auch nicht homöopatisch - wirklich nur rein schulmedizinisch. Ich wünsche Dir einen schönen Abend und werde jetzt noch das Internet nach Infos durchsuchen Lieben Gruß an Dich Maret |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Maret,
wenn man so ganz alleine mit der Krankheit klarkommen muß und dann noch eine Hausärztin hat, die sich nicht allen Wegen öffnet, dann ist das schon eine wirklich schlechte Situation. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du in der Nähe Deiner Mutter eine Selbsthilfegruppe findest, die viele gerade lokal bezogene Fragen beantworten kann, versuch es doch mal bei www.frauenselbsthilfe.de, ich habe mit meiner Ortgruppe sehr gute Erfahrungen gemacht, habe darüber viele nette Frauen kennen gelernt, die auch gute Informationen haben. Ich habe mir nach der Darm-OP von einer Heilpraktikerin helfen lassen, sie hat mir Vitaminpräparate gespritzt, die es sicher auch als Tabletten gibt, wenn Deine Mutter keine Nadeln mehr mag, was ich sehr gut verstehen kann, meine Heilpraktikerin wollte bei mich quaddeln, also viele kleine Nadelstiche, konnte ich garnicht zulassen, meinen geschundenen Bauch auch noch stechen zu lassen, ging nicht, hab daher Nachsicht mit Deiner Mutter, ich kann das sehr gut verstehen, der Bauch ist geschunden und aufgeschnitten worden, da mag man dann keine anderen Nadeln mehr zulassen. Meine Heilpraktikerin hat mir einen Tee zusammengestellt, die Apotheke hat ihn gemischt und geliefert, der hat mir sehr gut getan. Ganz wichtig ist für Deine Mutter, daß Du darauf drängst, daß sie Mittel gegen die Übelkeit erhält, ich hab Kevatril bekommen, als Kurzinfusion vor jeder Chemo beginnend mit der ERSTEN, und dann Tabletten, die ich alle 12 Stunden genommen habe so ca. 2-3 Tage nach der Chemo, dann läßt die Übelkeit von alleine nach, bitte versuche, das für Deine Mutter durchzubringen. Ganz liebe Grüße und eine liebe Umarmung für Dich ! Jelly |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Jelly!
Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mal gleich nach einer Selbsthilfegruppe geschaut. Leider lehnt meine Mama das bisher vollkommen ab. Sie will nix hören von anderen... Deshalb ist es auch so schwer, einen Weg zu finden, wie man ihr helfen kann. Ich denke auch, dass es wichtig ist, darüber zu reden und nicht nur zu grübeln, was sie ja anscheinend macht. Sicher hat sie Angst etwas Genaues zu erfahren, über Krebs allgemein, über Darmkrebs, über ihre Diagnose... Aber das wird sie innerlich zerfressen. Vielleicht öffnet sie sich. Wir können es nur hoffen, sonst wird es für uns alle nur noch schwerer. Eine Selbsthilfegruppe wäre 25km entfernt, na ja... Aber gut zu wissen, dass es soetwas gibt. Vielleicht kommt der Tag... Ja, sie fühlt sich wirklich nicht gut aufgehoben bei den Ärzten. Das ist immer schlimm, wenn man krank ist, aber wenn man Krebs hat, ist das mehr als furchtbar. Deshalb wollen wir Kinder ihr zeigen, das wir da sind und dass wir uns erkundigen, was man noch alles machen kann im Kampf gegen den Krebs. Hatte auch gehofft, dass sie vielleicht Entspannungsübungen erlernen möchte - aber sie lehnt alles ab. Sie sucht schon irgendwie Hilfe - aber sie ist nicht in der Lage, irgendetwas anzunehmen. Was machen wir bloß? Hm, einen Heilpraktiker haben meine Eltern auch nicht in der Stadt - ja und wenn Mutti schon Heilpraktiker hört... Sie sperrt sich so gegen alles... Und dann muss sie wieder woanders hinfahren. Wer soll sie fahren, wer soll das allls bezahlen - so ist Mutti. Das lässt mich so verzweifeln. Ich weiß, es ist alles nicht so einfach, aber wenn sie jetzt schon eine Radio-Chemo macht, dann muss sie auch noch mehr machen für sich. Sonst ist es nur eine halbe Sache. Sie muss nur wieder psychische Kraft gewinnen... Woher schöpfst du Kraft? Sei ganz lieb gegrüßt Maret |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Maret,
mein Mann hat mich gehalten, gehoben und getragen, ohne ihn hätte ich das nicht bis hierher geschafft. Die Chemo kann ein Fatiquesyndrom erzeugen, der Mensch wird depressiv, agressiv, labil, zieht sich in sich zurück und ist für nichts mehr zugänglich, vermutlich steckt Deine Mutter in diesem schrecklichen Tunnel fest. Sie kann nichts dafür und alleine wird sie wohl die Kraft nicht haben, da raus zu kommen. Wenn dann auch der Arzt diese Symtome nicht erkennt, hat Deine Mutter keine gute Betreuung. Könnte man vielleicht seelsorgerische Hilfe in Form von Besuch organisieren, damit sie jemanden hat, den sie anrufen kann, der kommt und ihr zuhört, vielleicht fällt es ihr leichter, mit einer neutralen Person zu sprechen, einem Pfarrer, einer Seelsorgerin, etc. Das müßte es doch in der Nähe geben. Die Leiterin unserer Selbsthilfegruppe hat mich besucht, ich mußte dort nicht hinfahren. Es gibt sehr gute Informationsbroschüren über Darmkrebs und auch über das Fatiquesyndrom, vielleicht besorgst Du Dir und gibst sie Deiner Mutter, vielleicht erkennt sie sich ja wieder und hat dann das Gefühl, dieser Zustand hat einen Namen also bin ich nicht alleine mit dieser Last... vielleicht wird sie dann neugierig und möchte darüber reden.... Liebe Maret, hoffentlich konnte ich Dir einbischen Mut machen, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, wie Du Deine Mutter aus diesem dunklen Tunnel herausholen kannst. Liebe Grüße an Deine Mutter, wenn Du magst, dann druck Dir doch Beiträge aus dem Forum aus und gib sie Deiner Mutter zu lesen, vielleicht erkennt sie ja auch damit, daß sie mit ihrer Not nicht alleine ist. Ganz liebe Grüße und eine liebe Umarmung ! Jelly |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Hallo boss!
Über eine Wohnung in der Nähe meiner ELtern habe ich schon des öfteren nachgedacht, zumal ich ja nun auch wieder arbeitslos in Berlin seit November bin. Für meine Tochter wäre das natürlich sehr schwer, da sie dieses Jahr erst eingeschult wurde. Na ja, mit Arbeit sieht es im Norden vom Land Brandenburg gar nicht gut aus. Aber vielleicht wäre es für alle gut, trotzdem dorthin zu gehen, da ich leider viele private Probleme habe. Aber meine Mann - Araber - würde es wohl nicht tolerieren, wenn ich mit Tochter dorthin gehe, würde ein riesen Theater geben... Und trotzdem denke ich oft daran... Liebe Jelly! Hilfe von aussen - meine Mama hält noch immer nichts davon... Aber ich hoffe, dass sie vielleicht eines Tages doch darüber nachdenkt. Will auch noch mal die Psychoonkologin in der Strahlenklinik anrufen, Mutti muss wieder für eine Woche zur kombinierten Radio-Chemo. Vielleicht versucht sie noch einmal, ob meine Mutter sich öffnet. Über Fatigue habe ich mich bereits erkundigt und habe mir die "Blauen Ratgeber" schicken lassen, auch was über Darmkrebs allgemein und über Ernährung bei Krebs. Wir Kinder werden uns dann an die Ärzte wenden und direkt nach Ihren Blutwerten fragen, so dass man es zumindest über das Blut ein bisschen steuern kann. Ja und ich hoffe ja auch, dass Mutti irgendein Hobby wiederendeckt. Vielleicht fängst sie wieder zu häkeln oder zu stricken an, im Moment sitzt sie ja ohne jede Tätigkeit einfach auf der Couch (oder liegt sogar!!!). Es ist eben besser. jünger zu sein und seine Aufgaben zu haben, die auch ablenken - so empfinde ich es jedenfalls. Ich selbst suche nun in Berlin demnächst auch eine Selbsthilfegruppe für Krebskranke auf. Vielleicht hift es mir, wieder klar zu kommen (komme immer noch nicht damit klar, dass mutti krebs hat und habe im moment angst vor dem sterben, vor dem tod, und angst, krank zu werden), vielleicht kann ich auch gute Informationen für Mama sammeln und finde einen guten Weg, mit ihr und ihrer Krankheit umzugehen. Im Moment sind wir einander so fern.... Seid alle ganz lieb gegrüßt von mir und danke für eure Antworten Kuss maret |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
hallo lolle!
ja, ich versuche einen weg zu finden, mit der situation fertig zu werden. oft will es mir jedoch nicht gelingen. ich bin so unsagbar traurig und mutlos - dabei betrifft es mich doch nicht wirklich selbst. wie schwer muss es für den betroffenen sein, mut zu schöpfen und nach vorn zu schauen. wie geht es roger zur zeit? habe ein bisschen über euch hier gelesen - dieses ewige auf und ab, immer angst und hoffnung. das ist sehr schwer. aber man muss da irgendwie durch... meine nächte sind in moment so lang, da ich nicht schlafen kann. da steigt in mir die angst hoch - einfach so... liebe grüße und schönes wochenende |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
Liebe Maret,
unsere Ortsgruppe der "Frauenselbsthilfe nach Krebs" bietet einen Gesprächskreis für Angehörige an, vielleicht gibt es da ja auch in Deiner Nähe. Ich wünsche Euch sehr, daß Ihr einen gemeinsamen Weg findet und wieder zueinander kommt, damit die Krankheit nich noch mehr entzweit, gerade so eine schwere Krankheit kann gemeinsam viel besser getragen werden. Ganz liebe Grüße Jelly |
AW: 1.Chemo - geschwächt und mutlos - was nun?
hallo jelly!
in berlin gibt es selbsthilfegruppen, und ich werde mich anschließen. da ich momentan mit meiner tochter auch familiär in der krise stecke (mein mann hat mich bedroht, falls ich gedenke mich von ihm zu trennen - letze nacht kam er wieder nicht nach hause...), ist es alles doppelt so schwer. aber um klar zu kommen, muss ich etwas tun, und dass ich es allein nicht schaffe, habe ich gemerkt. vielleicht hat mich deshalb die krebserkrankung meiner mama doppelt so hart getroffen und macht mich "unbeholfen". habe gerade mit meiner mutter telefoniert. es ist so schwer, ein unbefangenes thema zu finden, kontrolliert die krankheit doch leider alles bei meiner mama. sie meinte selbst, dass die nächte immer länger werden, je näher der klinikaufenthalt rückt. montag fängt wieder kombinierte radio-chemo an - 60km entfernt vom heimatort meiner eltern. mein papa wird sie nicht jeden tag besuchen fahren können - und wir kinder sind auch nicht in der nähe... ich wünschte, sie hätte die bestrahlungen (mit den ersten beiden chemos) schon hinter sich. es wird sicher mit die härteste zeit, die nebenwirkungen der bestrahlung werden nun immer mehr. +++hat jemand erfahrungen gemacht mit nebenwirkungen der bestrahlung (ablösen der schleimhaut in darm und scheide, verbrennen der haut, blasenentzündung...) und kann tipps geben?+++ sei lieb gegrüßt, ich wünsche dir einen schönen sonntag maret |
Lymphgefäßeinbrüche - Welche Prognose ergibt sich daraus?
Hallo Ihr Lieben!
Ich habe noch einmal den OP-Bericht meiner Ma gelesen mit ihrer Diagnose pT3 N1 (2/21) G2 L1 V0 R0. Ich weiss, sie hat einen sehr großen, forgeschritteneen Tumor gehabt. Lymphknotenmetas sind immer nicht besonders gut, aber mir wurde gestern gesagt, dass die Lymphgefäßeinbrüche viel schlimmer sind. Das bedeutet wohl, dass einzelne Krebszellen abgeschwemmt wurden und nun im Körper unterwegs sind oder sich wohl eher schon irgendwo angesetzt haben - nur für die Technik im Moment noch nicht sichtbar. Hat jemand die gleiche Diagnose - auch mit Lymphgefäßeinbrüchen? Könnt ihr mir dazu etwas sagen? Ist es da nicht besoners wichtig, vielleicht eine Chemo mit Antikörpern zu erhalten? An den Onkologen meiner Mutter ist einfach nicht ranzukommen - jedenfalls gar nicht ohne meine Mutter... Doch bevor ich die Pferde scheu mache, wollte ich mich hier erst einmal umhören. Lieben Dank im Voraus Maret |
Komplementäre Medizin, Alternativen dringend gesucht
Hallo Ihr Lieben!
Meiner Ma scheint es total schlecht zu gehen. Wenn ich zu Hause anrufe, geht nur mein Vater ans Telefon und rückt nicht mit der Sprache aus. Er hört sich sehr bedrückt an. Die Fieberschübe sind mit dem Antibiotikum wohl erst mal unter Kontrolle. Aber ansonsten fühlt sie sich gar nicht gut. Alles ist unheimlich anstrengend für sie. Habe ein Gespräch mit einer Ärztin hier in Berlin von der Dt. Krebsgesellschaft geführt und ihr die Diagnose zu lesen gegeben und ihr die Situation geschildert. Sie fand besonders auffällig, dass meine Ma bereits vor der Chemo eine Abneigung und ein Übelkeitsgefühl fürs Essen entwickelte. Das kann darauf hindeuten, dass da doch schon sehr viele Mikrometastasen an den Organen sind - auch weil sie so rapide an Gewicht abgebaut hat. Das hat mir erneut einen Schrecken versetzt. Das kann, muss aber nicht... Wir versuchen nun, meine Ma nicht nur psychisch aufzubauen, sondern besonders auch pysisch. Vielleicht zieht das eine ja das andere nach sich. Kennt ihr etwas zur Appetitanregung? Vielleicht könnt ihr mir konkrete Tipps geben. Habe was von Selen gelesen, von Vitaminen, von Q10, Tymusspritzen. Meine Bitte an Euch, nennt mir doch konkrete Medikamente und Dosierungen. Ich weiss, dass es sicher viele verschiedene Sachen gibt und jeder das für sich am besten geeignete heraussuchen muss... Meine Ma streubt sich noch gegen Spritzen, mag auch nicht Tabletten schlucken, vielleicht gibt es da auch andere Sachen? Suchen natürlich etwas, um den Krebs "in Schacht" zu halten. Vom vielen Recherchieren kommt man ganz durcheinander... Was tut Euch gut? Bitte schreibt mir alles auf, egal ob Spritzen, Tabletten etc., auch an welche Ärtze (allgemein) man sich noch wegen verschiedener Behandlungen wenden kann. Ich bedanke mich bei Euch im Voraus Seid alle ganz lieb gegrüßt. Maret |
Rektum-Karzinim - Onkologen suchen???
Hallo Ihr Lieben!
Habe hier ja schon bereits mehrmals geschrieben. Es geht um meine Ma -Diagnose im September `06 Rectum-Ca pT3 N1 M0 und Nierenzellkarzinom. Meine Ma hat ihre Bestrahlungen hinter sich und die ersten beiden Chemozyklen, mehr schlecht als recht. Das wurde in einer Strahlenklinik 60km entfernt von der Heimatstadt meiner Eltern gemacht. Jetzt hat der Chirurg im KH der Heimatstadt meiner Eltern die Zulassung bekommen, Chemos zu machen und Mutti wurde "an ihn weitergereicht" für die Weiterbehandlung. Meine Ma fühlt sich schlecht bei dem Hin und Her. Ich habe da auch sehr große Bedenken... Dort gibt es auch keinen Onkologen in der Nähe. Ihre Hausärztin und niemand behandelt sie komplementär, also mit Vitaminen oder Spurenelementen oder Enzymen. Ihr Körper ist jetzt schon sehr gezeichnet vom Krebs und von der Chemo. Meine Frage an Euch. Sollten wir nach einem Onkologen suchen? Ich meinerseits würde es gern tun. Kann meine Ma auch ohne ärztlichen Rat/Medikaton selbst Enzyme, Vitamine oder Spurenelemte nehmen? Oder ist davon eher abzuraten? Wie macht ihr das? Euch allen wünsche ich von ganzem Herzen ein besinnliches und friedliches Weihnachten!!! Liebe Grüße Maret |
AW: Rektum-Karzinim - Onkologen suchen???
Liebe Maret,
leider habe ich erst heute Deine Zeilen gelesen. Ich hatte (Diagnose Aug. 05) ein Analkarzinom. Wurde mit Radio/Chemo/Therapie erfolgreich behandelt. Mein Karzinom war bereits im Endstadium und befallen waren die Lymphknoten in den Leisten voller Krebszellen. :cool: Aber auch ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Die Therapie war nicht gerade einfach, aber es ging.:rolleyes: Zum Onkologen kann ich Dir nur sagen, dass ich von meiner prakt. Ärztin empfohlen wurde und ich mittlerweile durch viele andere Leute erfahren habe, dass meine Onkologische Praxis in Berlin mehr als bekannt ist und weiter. Ich weiß natürlich nicht, wie weit Ihr mit allem seid? Solltest Du noch Interesse haben, einen guten Onkologen hinzuzuziehen, dann kannst Du mich anmailen unter heikeschoenherr@gmx.de. Ansonsten alles Liebe und einen guten Rutsch ins NEUE JAHR trotzdem:zunge: Liebe Grüße Heike |
AW: Rektum-Karzinim - Onkologen suchen???
Huhu, liebe Maret!
Wo steckst Du? Geht es Deiner Mutter gut? Und Du, meine Liebe? Magst Du Dich mal melden? Liebe Grüße, Leena |
anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Hallo Ihr Lieben!
Habe mich lange nicht gemeldet hier im Forum. Es war so viel trauriges hier zu lesen... Schreiben mochte ich gar nicht. Meine Ma hat nun seit Ostern ihre letzte Chemo mit 5FU hinter sich gebracht. Seit über einem Monat hat sie anhaltende Rückenschmerzen. Erst schien es Ischias zu sein. Es zog sich ins Bein hinein. Nun aber wandern die Schmerzen in der Wirbelsäule entlang. Spritzen halfen nicht, Tabletten gehen bereits auf den Magen und helfen aber auch nur wenig. Nun wurde wieder ein CT angeordnet...Können es "Krebsschmerzen" sein? Ein Knochenszynthigramm (?) wurde nie gemacht. Sind das auch "nur" Nebenwirkungen der Chemo? Wir alle sind wieder in großer Sorge. Die Schmerzen sind so stark, dass sie sich nur schwer bewegen kann und werden bei Bewegung auch stärker. Das alles ist furchtbar belastend und wirkt sich sehr negativ auf meine Ma aus. Da mag sie morgens schon gar nicht aufstehen... Habt ihr ähnliche Erfahrungen nach der Chemo gemacht??? Liebe Grüße an Euch alle Maret |
AW: anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Liebe Maret!
Schön, daß Du wieder hier bist! Hatte schon an Dich gedacht:pftroest: !!! Zu den Schmerzen kann ich Dir aber nichts sagen. Ich habe das so nicht gehabt. Habe zwar auch manchmal Schmerzen im Kreuzbeinbereich, da ist die Haut aber ganz taub von der Bestrahlung und so. Wann ist das CT? Ich drücke Euch die Daumen... Ätzende Warterei, nicht wahr? Sei lieb gedrückt, Leena |
AW: anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Liebe Maret :) :winke:
Kann dir zu den Schmerzen auch nichts sagen, denn ich habe bisher die Chemo- und Strahlentherapie ganz gut vertragen, hoffe auch, dass es so bleibt. Drücke Euch die Daumen für das CT, wann ist das ???? Euch mal ganz lieb drücke :knuddel: Liebe Grüße und noch einen schönen restlichen Donnerstag Margret :) :winke: |
AW: anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Liebe Maret,
ich hatte pochende Schmerzen im Lendenbereich schon nach der 2. Chemo, die waren sehr belastend. Hat nach der Chemo dann nachgelassen. Habe Voltaren Zäpfen bekommen, die Tabletten gehen auf den Magen, Zäpfchen sind da schonender für den Magen. Ansonsten wäre ein Knochenzintigramm sicher auch mal angebracht, mache das auch einmal pro Jahr. Liebe Grüße und alles Gute Jelly |
AW: anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Hallo Maret,
Hat deine Mama Leukoverin zusätzlich zur 5FU bekommen? Dieses Mittel wirkt gegen den Knochenschmerzen. Bekommt deine Ma spezielle Spritzen dagegen, die von einem Schmerztherapeuten gesetzt werden? Vielleicht solltet ihr euch neben dem Knochenszintigramm auch an einen erfahrenen Schmerztherateuten wenden. Deiner Ma alles Gute. |
AW: anhaltende Rückenschmerzen nach 6.Chemo
Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für Eure Antworten. Soweit ich nun weiss, begannen die Schmerzen nach der 5.Chemo und haben sich bis zur 6. und danach noch verstärkt. Von Leukoverin habe ich nichts gehört, habe auch in Mutti`s Unterlagen nichts gefunen. Sie hat dieses Mittel also nicht erhalten. Aber das sagt mir auch, dass ihre Schmerzen vieleicht wirklich "nur" Nebenwirkungen sind und hoffentlich bald verschwinden?! Hm, Knochenzsintigramm (habe ich schon so oft gelesen und weiss doch noch nicht, wie man es schreibt ;o)) gibt es in den Krankenhäusern in der Nähe meiner Eltern nicht. Da muss man sie dann nach Berlin überweisen. Aber ob der Arzt die Notwendigkeit sieht? Vielleicht ist es erst mal auch nicht notwendig?! Ja, einen Schwerztherapeuten gibt es in der Umgebung meiner Eltern nicht. Es ist die gleiche Geschichte wie mit dem Onkologen. Und bis nach Berlin sind es 2 Stunden, das ist meiner Ma infach zu weit... Ach ich weiss auch nicht, wie es weitergehen soll. Geht es weiter? Oft überlege ich, ob ich mich endlich von meinem Mann trenne und in die Nähe meiner Eltern ziehe? Aber dann überlege ich wieder, es nicht zu tun, gerade weil die ärztliche Versorgung eine Katastrophe im Norden vom Land Brandenburg ist...Meine Gedanken kreisen immer um das gleiche Thema... Nächsten Dienstag hat Mutti das CT. Weiss nicht, wann sie die Ergebnisse erhält. Ich hoffe und bete.... Auch für jeden von Euch. Es liest sich alles so schwer zur Zeit hier. Ich bewundere die Kämpfer hier. Meine Hochachtung. Verliere ich doch so manches Mal den Mut im Moment... Ich schicke Euch viele Sonnenstrahlen für das Wochenende Seid alle lieb gegrüßt Maret |
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