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Brauchen mal einen Rat
Hallo liebe Forumgemeide !
Bei meiner Frau wurde letzte Woche Brustkrebs diagnostiziert. Nun soll brusterhaltend operiert werden. Hierzu ist ein vorhergehendes MRT erforderlich (so der behandelnde Arzt). Im KH teilte man uns mit, dass die Krankenkassen dieses aber nicht bezahlen, wir sollten aber versuchen es einzureichen. Wie sind da die gesetzlichen Bestimmungen bzw. welche Erfahrungen gibt es da. Meine Frau ist bei der AOK Hamburg versichert. Und noch ein paar Fragen: Meine Frau ist seit der Diagnose krank geschrieben, bekommt derzeit noch ihr Gehalt, aber bald dann das Krankengeld. Sie möchte auch sehr gerne wieder arbeiten, sofern bzw. sobald es geht. Was müssen wir beachten, dass vorher keine Kündigung erfolgt ? Ist es sinnvoll – möglich – einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen ? An was müssen wir noch alles denken ??? Eigentlich haben wir ganz andere Sorgen – der Krebs eben -, aber so langsam merken wir, dass Krebs auch immer irgendwie mit Geld zusammenhängt – leider! Ich denke auch, dass diese Fragen hier irgendwo im Forum bereits irgendwann einmal beantwortet wurden, aber mir fehlt leider die Zeit – und zur Zeit auch die Lust und Konzentration – zu suchen. Vielleicht erbarmt sich ja jemand und beantwortet mir die Fragen. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Brauchen mal einen Rat
hallo ArgonDD.....
ich selbst habe Gebärmutterkrebs, habe aber mal auf die schnelle zwei links gefunden, die dir evtl. weiter helfen können.... http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...ad.php?t=17415 http://www.meb.uni-bonn.de/cancernet...UMLGLICHKEITEN Zum Schwerbewhindertenausweis.....JA...den kann deine Frau auf jeden Fall beantragen und er wird auch ausgestellt werden. Zu der Kündigung.....wenn deine Frau krankgeschrieben ist, darf sie nicht gekündigt werden.....sie hat Anspruch auf 6Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber und danach bekommt sie dann von der Kasse Krankengeld. Wegen der Kosten für das MRT habe ich bei Wikipedia folgendes gefunden: Zitat:
ich hoffe dir damit wenigstens etwas weiter geholfen zu haben.... ich wünsche deiner Frau und dir viel Kraft........und alle Liebe dieser Welt..... liebe Grüsse rihei |
AW: Ein paar Fragen
Hallo,
bei mir hat die Krankenkasse das MRT bezahlt, ohne irgendeinen Extra-Antrag. Man sollte sich allerdings von dem MRT-Befund nicht verrückt machen lassen. Auf dem MRT waren bei mir vier!!! Tumore (und diese waren nicht klein) zu sehen, die alle als "höchst suspekt" bzw. bösartig aussehend beschrieben wurden. Es wurde bereits von Amputation bzw. Ablatio gesprochen. Lediglich, um hunderprozentig sicherzustellen, dass eine Ablatio unbedingt notwendig ist bzw. kein Weg dran vorbeiführt, wurde auf meinen Wunsch noch mal eine Biopsie gemacht. Laut Biopsie waren dann doch nur zwei Tumore wirklich bösartig und auf einmal hieß es, ich könne nun doch brusterhaltend operiert werden, wenn ich auch ein Grenzfall sei. Die anderen zwei Tumore waren "benigne Veränderungen", also gutartiger Natur. Das MRT kann also auch zu Irrtümern führen. Wenn es empfohlen wird, sollte es aber auf jeden Fall gemacht werden. Denn auch gutartige Dinge können schließlich mal entarten, so dass es besser ist, dass man darüber Bescheid weiß und die Entwicklung beobachten kann. Die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises beim zuständigen Versorgungsamt ist grundsätzlich sinnvoll, denke ich. Der wurde bei mir von der Klinik aus beantragt. Während meines Krankenhausaufenthaltes kam eine Sozialarbeiterin ans Krankenbett, die mich befragte, den Antrag ausfüllte, so dass ich nur noch zu unterschreiben brauchte. Wie es bei kleineren Krankenhäusern ist, weiß ich jedoch nicht. Viele Grüße Anwi |
AW: Ein paar Fragen
Hallo Wolfgang,
Lohnfortzahlung, Krankengeld, Schwerbehindertenausweis und andere "lebenswichtigen" Fragen beantworten Dir und Deiner Frau sicher alle gut geführten Krankenkassen-Stellen. Ich hatte das Glück im Unglück, dass mir schon bei den ersten Krankenhaus-Aufenthalten (Biopsie, OP, Chemo, Bestrahlung, AHT etc.) durch Mitpatientinnen und Schwestern alle Fragen beantwortet wurden. Allerdings war war ich, als ich den BK selbst "ertastete" bzw. zu Anfang der Behandlungs-Phasen regelrecht unerschrocken und erst später psychisch und physisch etwas labiler.... Schwerbehindertenausweis und - möglicherweise - die Perückenfrage klärt Deine Frau schon während der ersten Tage des Klinik-Aufenthaltes. Zumindest, wenn sie in einem Brustzentrum betreut wird. Alles Gute für Euch Beide und herzlichen Gruß |
AW: Ein paar Fragen
Lieber Wolfgang,
meines Wissens gehört die Mamma-MRT seit 2001 leider nicht mehr zu den Kassenleistungen. Sie wird nur NACH einer Brustkrebs-OP zur Rezidiv-Kontrolle von der GKV bezahlt. Eine sehr fragwürdige Regelung, stellt es doch das zuverlässigere Verfahren bei Vorsorguntersuchungen, im Vergleich zur Mammografie, dar. So wird es eben nur bezahlt wenn der Krebs schon auftrat. Wahrscheinlich ist die Untersuchung den Kassen zu aufwendig und teuer. Ich würde trotzdem eine Kostenübernahmebestätigung der Kasse beantragen. Manchmal klappts anscheinend doch mit der Übernahme. In der Klinik der FSU-Jena ist (allerdings sehr selten), die MRT den Patientinnen auch aus dem Forschungstopf der Klinik bezahlt worden. Ich wünsche euch jedenfalls viel Glück, Thomas |
AW: Ein paar Fragen
Herzlichen Dank für die schnellen Antworten.
Wir werden das gestern gemachte MRT selbst bezahlen und später versuchen das Geld von der Kasse zurückzubekommen. Und einen Schwerbehindertenausweis werden wir für meine Frau auch beantragen, es geht schließlich um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Ein paar Fragen
Zitat:
der Schwerbehindertenausweis sichert leider nicht den Erhalt des Arbeitsplatzes. Es besteht ein besonderer Kündigungsschutz, das heißt der Arbeitgeber muss vorher die Zustimmung des Integrationsamtes einholen. (siehe hier: http://www.soziales.niedersachsen.de...59_L20_D0.html) Sie prüfen ob eine Kündigung nicht im Zusammenhang mit der Behinderung erfolgt und alle Möglichkeiten zur Erhaltung des Arbeitsplatzes z.B. eine behindertengerechten Ausstattung ausgeschöpft wurden (z.B.Rollstuhlrampe usw.). Über arbeitsrechtliche Gesichtspunkte darf das Integrationsamt nicht entscheiden, darüber kann nur ein Arbeitsgericht befinden! Fazit: Der Kündigungsschutz ist eigentlich gleich NULL. Der Behindertenausweis dient "nur" für ermäßigten Eintritt, 5 Tage mehr Urlaub und die Steuer. VG Tilo |
AW: Ein paar Fragen
Zitat:
Naja, so war das von mir eigentlich auch gemeint. Es geht darum, dem Arbeitgeber es nicht zu leicht zu machen zu kündigen. Dass es dann keine Unkündbarkeit gibt, war uns eigentlich schon vorher klar. Trotzdem Danke für den Hinweis. |
AW: Ein paar Fragen
Bei mir hat das MRT anstandslos die Krankenkasse bezahlt. Ich glaube auch nicht,dass es da irgendwelche Probleme geben wird.
Den Schwerbehinderte ausweiss würde ich auf jedenfall beantragen. Hat deine Frau einen Festvertrag? Eigentlich ist es schon so, dass sie dadurch einen Kündigungsschutz von 5 Jahren hat. Bevor ihr gekündigt wird, müssen sie andere entlassen, auch wenn die anderen Kollegen schon länger da sind. Zudem hat sie 5 Tage im Jahr mehr Urlaub. Auch Steuerlich hat sie mehr Vorteile. Erkundigt euch am Besten bein sozialen Dienst eures Krankenhauses. Der beantragt mit euch zusammen den Ausweis und regelt auch z.B. die Anschlussheilbehandlung. |
AW: Ein paar Fragen
Zitat:
Der besondere Kündigungsschutz gilt für die Zeit der Heilbewährung gemäß Schwerbehindertenausweis. Mit einem Schwerbehinderten kann das volle "Kündigungprogramm" (Änderungskündigung, betriebsbedingte Kündigung, fristlose Kündigung usw.) durchgezogen werden, der Arbeitgeber braucht dazu NUR die Zustimmung des Integrationssamtes. Das Amt hat aufzupassen, dass die Behinderung nicht als Kündigungsgrund missbraucht wird. Es kann auch passieren, wenn das Integrationsamt nicht innerhalb von 4 Wochen nach Antragsstellung aktiv wird, dann gilt die Zustimmung als erteilt! Bis auf diese Zustimmung greift ansonsten das ganz normale Arbeits-/Kündigungsrecht. VG Tilo |
AW: Ein paar Fragen
Hallo lovely, lieber Tilo,
bezüglich Kündigungsschutz mit Schwerbehindertenausweis habe ich meine ganz eigenen negativen Erfahrungen gemacht. Trotz dieses Ausweises konnte mich mein AG problemlos kündigen unter dem Deckmäntelchen "Kündigung aus betriebsbedingten Gründen", Aussage das Versorgungsamtes bei der Kündigungsschutzverhandlung in meiner ehemaligen Firma " es ist nicht Aufgabe des Versorgungsamtes zu prüfen ob es der Firma gut oder schlecht geht". Also haben sie der Kündigung zugestimmt. Sie können nur was tun, wenn die Kündigung tatsächlich wegen der Behinderung durchgeführt wurde. Aber der AG hat sooooooo viele Möglichkeiten. Auch deshalb habe ich bei meiner neuen Arbeit die Schwerbehinderung nicht genannt, auf die 5 Tage mehr Urlaub verzichte ich. Das war meine Erfahrung, wünsche euch, dass es euch da anders ergeht. Für mich war dieses ganze Verfahren ziemlich deprimierend und letzten Endes völlig überflüssig, schade um die Steuergelder, die da verplempert werden. Liebe Grüße Anett |
Panische Angst
Erst einmal einen guten Tag in die Runde
Obwohl "gut" ist dieser Tag eigentlich nicht !!! :weinen: Meine Frau liegt wird heute operiert und ihr muss die linke Brust entfernt werden. Ausserdem die Lymphknoten unter der linken Achsel. Ich bin voller panischer Angst davor, was noch kommt. Wie kann ich meine Frau (wir haben uns vor 5 Jahren kennengelernt) jetzt im Krankenhaus und die erste Zeit danach am besten unterstützen ?? Ich möchte nicht, dass es ihr schlecht geht und ich will ihr alle Hilfe zukommen lassen, die sie verdient hat. Gibt es irgendwelche vernünftigen Hilfen, damit Ehemänner besser mit der Diagnose Brustkrebs um- gehen lernen ?? Mein Frau und ich haben ein sehr inniges Verhältnis, da sie mir am Anfang unserer Beziehung aus einem tiefen psychischen Loch geholfen hat. Und nun fühle ich mich wie blockiert und habe panische Angst sie zu verlieren. Kurz zu dem, was wir über ihren Brustkrebs wissen, bzw. was bisher gemacht wurde: Diagnose verdächtiger Knoten beim Frauenarzt, Mammographie dasselbe Ergebnis mit der Befürchtung es könnte bösartig sein. Termin im Bristzentrum zur Stanzbiopsie. Dasselbe Ergebnis der dortigen Ärztin. Die Untersuchung der Gewebeprobe ergab: bösartige Tumore 3 und 1 cm groß. Eine geplante brusterhaltende OP wurde nach einem MRT abgesagt, da ein weiterer Knoten entdeckt wurde. Heute also die OP an der betroffenen Seite. Und ich sitze hier und warte voller Furcht. Ich denke, dass ich gegen 15:30 Uhr ins Krankenhaus fahren werde, um zu sehen, ob sie schon wieder aus der Narkose erwacht ist bzw. wieder auf Station ist. Und diese Furcht hat mich vollends im Griff. Ich weiss zwar nicht, ob irgendeiner das so richtig verstehen kann, dass der "Nichtbetroffene" mehr Angst hat als der "Betroffene", aber durch das Lesen hier im Forum erhoffe ich mir doch den ein oder anderen Tip um diese Angst zu bewältigen. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Panische Angst
Hallo, Wolfgang,
erstmal: Brustkrebs hat heute sehr gute Heilungschancen! und nochmal: Brustkrebs hat heute sehr gute Heilungschancen! Dann: als Partner bist du voll "mitbetroffen" und keinesweg "nichtbetroffen", und deine Angst und Panik sind absolut nachvollziehbar. Wenn du nachher ins Krankenhaus fährst, machst du ja schon das Beste, was du tun kannst, nämlich bei deiner Frau sein, wenn Sie aus der Narkose aufwacht bzw. aufs Zimmer gebracht wird. (Ich bin erst auf dem Zimmer aus dem Narkosedämmer wieder aufgewacht). (Praktischer Tip am Rande: bring ihr was zu Trinken mit (Orangensaft etc.), ich hatte Durst ohne Ende nach der OP). Vermittle deiner Frau einfach, daß du ganz besonders jetzt immer für Sie da bist. Wundere dich aber nicht, wenn sie sich "einigelt" (je nach Veran- lagung), diese Operation muß erst mal seelisch verarbeitet werden. Grüße sie "unbekannterweise" von einer Leidensgenossin Ulrike |
AW: Panische Angst
Hallo Wolfgang,
diese Angst ist ganz normal,Brustkrebs bedeutet nicht gleich Tod,obwohl daß der erste Gedanke ist.Man braucht erst mal Zeit um die Diagnose zu verdauen.Wenn man erst mal mit den Therapien begonnen hat,lernt man andere Betroffene kennen,und kann sich austauschen,dann erkennt man das es kein Todesurteil ist. Denk immer nur dran:Wir sind krank,aber nicht anders. Du wirst schon alles richtig machen,denn du bist ja für sie da.Wenn man weiß,daß jemand an der Seite ist,wo man sich drauf verlassen kann,reicht das. Im Krankenhaus haben die auch Psychologen,frag mal nach die können Dir auch helfen. Nach der Diagnose verliert man erst mal den Boden unter den Füßen,aber dann steht man auf und fängt an zu kämpfen. Ich schick euch ein Kraftpaket und :engel: :engel: Liebe Grüße Leni |
AW: Panische Angst
Lieber Wolfgang!
Ich kann Dich gut verstehen.Im Februar bekam ich die Diagnose Brustkrebs.Nach dem MRT und der Stanzbiopsie stand fest,die Brust muß ab.Da hat es mir zweimal hintereinander den Boden unter den Füßen weggezogen:Krebs und dann auch noch die Brust ab.Mein Mann war immer an meiner Seite.Er war einfach für mich da.Manchmal haben wir nur da gesessen,uns festgehalten und geweint.Das hat mir sehr geholfen,wenn er mir gezeigt hat,wie nah ihn mein Schicksal geht.Nie hat er mir das Gefühl gegeben,daß ich für ihn mit einer Brust weniger attraktiv bin.Für ihn war und ist nur wichtig,daß wir gemeinsam noch viele schöne Jahre verbringen. Heute nach der ganzen Therapie geht es mir gut und das habe ich vor allem der Fürsorge meines Mannes zu verdanken. Gemeinsam ist man stark und genauso werdet Ihr das auch gemeinsam meistern! Ich wünsche Euch alles Gute!!! Und grüß Deine Frau auch von mir! Ich hoffe sehr,daß sie die OP gut überstanden hat. Liebe Grüße Susanne |
AW: Panische Angst
Hallöchen,
erst einmal möchte ich mich für die netten Worte bedanken. Meine Frau hat die OP ganz gut überstanden und geht das Warten auf den histologischen Befund weiter. Ich denke, ich werde mich wieder melden, wenn wir das Resultat kennen und auch die Ergebnisse des Lungenröntgens und der Untersuchung des Bauchraums durch sind. Dann ergeben sich bestimmt wieder eine Menge fragen. Die Konferenz der beteiligten Ärzte findet am Dienstag nächster Woche statt, dann erfahren wir auch, wie es weiter gehen soll. Also noch mal einige Zeit Ungewissheit. Hauptsache ist aber erst einmal, dass die OP überstanden ist, sie nicht allzu große Schmerzen hat und alles reibungslos verläuft. Ich war heute morgen schon bei ihr und werde heute Nachmittag nochmal zu ihr fahren. Nun stellt sich mir aber doch noch die Frage, ob ich zur Zeit in diesem Forum richtig aufgehoben bin mit meinen Sorgen und Fragen ?? Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Panische Angst
Lieber Wolfgang,
natürlich bist du mit deinen Fragen und Sorgen hier im Forum gut aufgehoben. Hier sind viele liebe BK-Kranke und Angehörige, die dir möglicherweise die eine und andere Frage beantworten und Tipps geben können (was natürlich keine Auskunft bei den behandelnden Ärzten ersetzen - aber durchaus helfen kann). Deine Ängste sind sogar für nicht Betroffene verständlich. ;) Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an - mit viel Liebe und dass du einfach nur da bist, deine Frau in den Arm nimmst - und deine liebe Frau unterstützt, wo es nur geht - kannst du eine Menge gutes für sie tun. Gemeinsam ist man einfach stärker! Deine Angst ist normal - du bist schließlich ein Mensch und keine Maschine. Versuche doch einfach mal verstärkt daran zu denken, dass es nur besser werden kann und dass du noch viele schöne Jahre mit deiner Frau haben wirst. Ich wünsche dir/euch beiden viel Kraft und Zuversicht! :knuddel: P.S. Ich habe gestern beim Duschen einen harten, kleinen Knoten in meiner rechten Brust entdeckt und sitze nu ebenfalls nen büschen auf Kohlen. :eek: Zumal mein Knochenszintigramm (war eigentlich wegen einer anderen Sache an der Lendenwirbelsäule) Anfang Dezember 2006 im Brustbereich mehrfach dunkel = schwarz gefleckt ist. Am 18.12. habe ich einen Termin bei der Frauenärztin und bis Donnerstag, diese Woche wird wohl auch der schriftliche Bericht der Szintigraphie vorliegen. Bei mir kann immer noch was gutartiges bei rauskommen (habe wegen Morbus Scheuermann eh einige Schmorlsche Knorpelknötchen = gutartig) - deshalb versuche ich erstmal "cool" zu bleiben. |
Das bedeutet ????
Heute hat meine Frau das Ergbenis ihrer Brust-OP erhalten.
Mit der Brust wurde auch ein Turmor entfernt und 42 Lymphknoten, wovon 20 bereits "befallen" waren. Der Arzt meint, dass wir nun mit allen Möglichkeiten an die Sache rangehen müssen. Also Chemo, Bestrahlung und was es sonst noch gitb. Aber meine Frage: was heisst es denn nun, wenn 20 von 42 Lymphknoten befallen sind ??? Der Arzt hatte heute leider nicht die erforderliche Zeit für die Beantwortung, da er zwischen zwei OPs war und uns eigentlich zufällig gesehen hat. Ein richtiges Gespräch findet erst nächste Woche statt, nah der Tumorkonferenz. Aber ich wollte schon einmal etwas im Vorwege wissen. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Das bedeutet ????
Hallo Wolfgang,
wenn Lymphknoten befallen sind heißt das, das die Krebszellen des Tumors sich auf den Weg gemacht haben und ihre Fühler ausgestreckt haben, um sich zu vermehren. Krebszellen suchen sich immer den leichtesten Weg und das ist leider das Lymphsystem. Leider sind nun Chemo und Bestrahlung unbedingt notwendig, um eventuell verbliebene Krebszellen abzutöten. Eine Garantie ist das leider nicht, für mich aber die beste Vorsichtsmassnahme. Durch die Op ist Blut geflossen und das ist ein Risikofaktor. Wolfgang, ich wünsche Dir und besonders Deiner Frau viel Kraft und Mut für den schweren Weg, der vor Euch liegt. Jetzt heißt es Augen zu und durch! Es ist kein Zuckerschlecken, doch es ist zu schaffen! Lieber Gruß Heike |
AW: Das bedeutet ????
Danke für die prompte Antwort.
Aber ich denke, ich werde die Augen nicht verschliessen, um da durchzugehen. Ich werde den Blick wohl eher auf meine Frau gerichtet haben. Wissen, hoffen und sehen, dass wir es schaffen werden. Unser Leitspruch war und ist: Wo wir sind ist vorne, wir gehen nur zurück um Anlauf zu nehmen. Und zur Zeit nehmen wir wohl einen gehörigen Anlauf. Ich denke zwar, dass es eine Menge Kraft kosten wird, aber wir schaffen es wieder nach vorn zu kommen. Und wenn einer mal nicht mehr kann, dann hilft der andere. So haben wir es bis jetzt schon gehalten und nun werden wir diesem Prinzip weiter treu bleiben. Aber bei Fragen, werde ich mich immer wieder in dieses Forum verziehen, um sie zu stellen und um Antworten zu suchen. Also nochmals danke für diese schnelle Antwort und schon einmal danke für alle folgenden Antworten. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Das bedeutet ????
Hallo Wolfgang,
dann möchte ich schon mal die erste Frage beantworten. ***was heisst es denn nun, wenn 20 von 42 Lymphknoten befallen sind*** Also, ich denke mal, Du weißt spätestens jetzt, dass die Krebserkrankung nicht mehr im Frühstadium war. Aber das heisst erst mal gar nichts. Nur, natürlich wird es jetzt ohne Chemotherapie nicht gehen, auch wird sicher bestrahlt werden. Und wenn die Hormonrezeptoren positiv waren, kommt auch noch eine anschließende AntiHormonTherapie ( AHT ) auf Deine Frau zu. Sicher ist das Risiko höher, an einem Rezidiv zu erkranken, Metastasen zu bekommen und enderletzt auch an der Metastasierung zu sterben. Muss aber nicht. Kann genau so gut alles nach der Chemotherapie verschwunden sein und auch bleiben, und das wünsche ich Deiner Frau. Nicht mutlos werden. Nun kommt ein schweres Jahr auf Euch zu, Deine Frau kann aktiv was tun, indem sie diese schweren Therapien über sich ergehen lässt. Und Du musst lernen, die Angst auszuhalten, ohne das Leben zu vergessen. Nimm sie in den Arm, ganz oft, das braucht sie.Du auch ! Weint, wenn ihr müsst.Redet über die Angst. Sucht Euch , wenn ihr nicht klarkommt, professionelle Hilfe (Psychoonkologie). Nehmt Hilfe an, wenn sie angeboten wird.Und wenn sie nicht angeboten wird, dann fordert sie ein bei Freunden, bei Familie- haltet die nicht im ungewissen, sagt was Ihr braucht. Ganz deutlich. Ansonsten, Augen auf und durch. Irgendwann ist es vorbei, Deiner Frau wachsen die ersten spärlichen Haare , das Essen schmeckt wieder- das Leben ist schön. Ein Jahr ist schnell vorbei, und dann ist der Rest des Lebens hoffentlich noch lang ! |
AW: Das bedeutet ????
Hallo Wolfgang,
die Diagnose ist echt ein Schock nicht wahr? Was es bedeutet wenn 20 von 42 befallen sind... Also ich habe gedacht (bei mir waren 7 von 20 befallen) 7 sind ein Drittel etwa dann ist das schon mal gut. Aber mein Arzt hat mir gesagt, dass meine Rechnung so nicht aufgeht. Mir haben die Ärzte gesagt, dass bereits ab 3 befallenen Lymphknoten von einem erhöhten Rückfallrisiko ausgegangen wird und deshalb wird ab 3 befallenen Knoten auch "das volle Programm" therapiert. Was mir die Ärzte auch immer wieder sagen ist, dass Prognose und Verlauf sehr unterschiedlich sind und dass es eigentlich keine zuverlässige Prognostik gibt. Das heißt: Hoffnung ist immer, so schlimm es anfangs auch erscheint. Wichtig sind eben auch die weiteren Untersuchungen von Leber, Lunge, Knochen, Bauchraum. Hat Deine Frau die schon gemacht? Und die Tumor Klassifikation ist sehr wichtig. Dieser Weg ist trotz gängiger Behandlungsmethoden ein sehr individueller Weg. Ein Tip zum besseren Verständnis der ganzen Geschichte. Es gibt ein Buch "Über-Lebensbuch Brustkrebs" von Goldmann-Posch & Martin im Schattauer Verlag. Das ist ein dicker Ordner mit sehr ausführlichen und neuen Informationen über alle Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen, Hilfen. Mir hat (und tut es noch) das Buch sehr geholfen um zu verstehen, was in meinem Körper und in meiner Seele passiert und was ich selbst beitragen kann zu meiner Heilung. Ich wünsche Euch viel Kraft und Zuversicht und gute Ärzte und gute Freunde und viele Tage mit Licht und Freude. Ich schließe mich den anderen an: Es ist kein Zuckerschlecken, aber man kann es überstehen und - wie ich finde - nicht schlecht. Mir geht und ging es soweit überwiegend ganz gut. alles Gute für Euch Sousha |
AW: Das bedeutet ????
Hallo Wolfgang,
die Diagnose ist nicht das, was man sich erhoffte. Ich möchte Dir aber sagen, dass ich jemanden kenne, die vor 19 Jahren BK hatte. Sie hatte von 15 Lymphknoten 7 befallen. Sie hatte nach der Bahandlung nie wieder etwas. Die Mutter einer Klassenkameradin meiner Tochter hatte vor 15 Jahren schon durchbrochene Lymphknoten. Auch sie hatte nie wieder etwas. Und heute sind die Behandlungsmöglichkeiten viel besser als noch vor 15 Jahren. Lasst den Kopf nicht hängen. Sei immer für Deine Frau da, dann werdet Ihr das nächste Jahr gut überstehen. Alles Gute für Deine Frau Brigitte |
Angst vor der ersten Chemo
Moin, moin !
Meine Frau (operierter BK) erhält am Donnerstag ihren ersten (von 6) TAC-Zyklen und hat nun verständlicher Weise Angst (sie nennt es Respekt davor) vor dem ersten Mal. Einen Port bekommt sie vorher auch noch eingesetzt. Ich möchte ihr nun verständlicher Weise ein wenig die Angst davor nehmen und benötige nun einige Informationen, wie das so ist, wie es genau abläuft und wie es mit dem Port funktioniert. Da meine Frau äußerst schlechte Venen im Arm hat, fragt sie sich natürlich auch, ob durch den Port auch Blut abgenommen werden kann. Der zuständige Arzt, dessen Station den Port implantiert, hatte wohl einen schlechten Tag und war auf unsere Fragen nicht unbedingt gut zu sprechen und auch recht antwortfaul (das war übrigens das erste Negative, was wir über das meine Frau behandelnde Krankenhaus sagen können - ist übrigens das Brustzentrum Pinneberg - ansonsten fühlt sich meine Frau dort sehr gut aufgehoben). Vielleicht findet sich ja jemand, der uns (meiner Frau und mir) die Angst ein wenig nehmen kann. Liebe Grüße Wolfgang |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo Wolfgang,
ich kann Euch wegen der Chemo und dem "Respekt" davor sehr, sehr gut verstehen. Angst vor diesem "Unbekannten" zu haben, ist eine völlig normale menschliche Reaktion. Ich weiß noch genau, mit welcher riesigen Angst - ja beinahe Panik - ich damals, am 20.02.2005 ins Krankenhaus gefahren bin zum Setzen des Ports und zur am nächsten Tag stattfindenden ersten Chemo. Das Einsetzen des Ports habe ich gar nicht gemerkt. Die örtliche Betäubung hat echt hervorragend funktioniert. Irgendwann meinte der an mir rumschnippelnde Arzt, dass er jetzt die Tasche für den Port schneiden würde. Ich habe darauf gar nicht reagiert und dachte bei mir: "Tu nur Deine Arbeit und lass mich einfach mit Infos in Ruhe, ich will nichts davon wissen." Und tatsächlich war er dann anschließend auch ruhig und hat mich nicht weiter über den "Stand der Dinge" informiert - bis er fertig war. Anfangs hatte ich dann noch ab und ein geringfügige Schmerzen an der Stelle, wo der Port sitzt, wegen der Druckempfindlichkeit - aber das gibt sich mit der Zeit und damit lässt es sich auch gut umgehen. Allerdings habe ich eine "Sonderlösung" hinsichtlich des Ports, der sitzt bei mir nämlich auf der Innenseite des Oberarms, knapp über dem Ellbogengelenk. Über diesen Port kann mir auch Blut abgenommen werden. Allerdings müsst Ihr dabei wissen, dass sich nicht alle Ärzte an das Stechen in den Port rantrauen. Ich habe aber eine Praxis, in der eine dafür ausgebildete Krankenschwester arbeitet. Meistens lasse ich mir dort Blut abnehmen und außerdem auch den Port regelmäßig spülen (das ist nach der Chemozeit nötig, wenn man ihn "behält", damit er nicht verstopft). Und wegen der Chemo, da reagiert eben jede anders drauf. Eine hat mehr Nebenwirkungen, die andere weniger - und leider kann Dir niemand im voraus sagen, wie's werden wird. Aber es gibt Medikamente gegen die Übelkeit und gegen eventuell auftretende Schmerzen, die die Nebenwirkungen erträglich machen. Lasst Euch im Krankenhaus gut beraten - und wenn das eine Medikament vielleicht nicht wirken sollte, so existieren immer noch Alternativen dazu. Manchmal muss man ein bisschen ausprobieren, was Linderung bringt. Auch treten normalerweise die Nebenwirkungen nicht sofort ein, sondern zeitverzögert, ein bis drei Tage nach der Chemo. Die erste Chemo habe ich übrigens recht gut vertragen, auch dank der Medikamente gegen Übelkeit, die bei mir sehr gut wirkten. Sicherlich sind die Chemos (ich hatte 6 x FEC) kein Spaziergang, sondern eher eine Art "Mount-Everest-Besteigung" - aber lies hier im Forum nach, wie viele Frauen ihren persönlichen Mount Everest bestiegen haben (bzw. besteigen mussten, denn ganz freiwillig ist diese Höchstleistung ja nicht) - und danach den Blick, der sich aus dieser Höhe bietet, genießen konnten. Ja, es ist am Ende ein Gefühl des Stolzes, dass man DAS wirklich geschafft hat. Ganz wichtig wird es sein, dass Ihr Geduld mit Euch selbst und mit dem anderen habt, dass Ihr nicht jedes Wort, das gesprochen wird, auf die Goldwaage legt, und dass Ihr viel miteinander über das, was Euch Angst macht oder bedrückt, redet. Du und Deine Frau - ihr steht, wie so viele von uns - diese Zeit durch! Ich wünsche Euch beiden viel Kraft, damit Ihr die Zeit bis Donnerstag gut übersteht (die Zeit bis es losgeht, war für mich am allerschlimmsten) und für den Weg, der vor Euch liegt. Alles Gute Barbara |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo Wolfgang!
Meine letzte Chemotherapie ( 6xTAC) war Ende Oktober. Sie wurde mir vor der eigentlichen Brustoperation "verordnet", um den Tumor zu verkleinern und so eine brusterhaltende OP zu ermöglichen. Das hat auch wunderbar geklappt. Die Chemie hat den Tumor immens geschrumpft :-)) so konnte ich davon ausgehen, dass das Schema bei meinem Tumorgewebe auch gut wirkt. Eure Angst kann ich total gut verstehen... hatte ich auch! Ein Glück ist der "Kelch der Nebenwirkungen" an mir vorbei gegangen ;-) Ich bin nach dem 1.und 3. Zyklus in Urlaub gefahren :-)) Das ist natürlich bei jedem anders, wie Moonlady auch schon oben geschrieben hat! Einige Tage nach den Infusionen hatte ich immer Bauchgrummeln, aber keine richtige Übelkeit. Nach dem dritten Zyklus hatte ich dann Beschwerden mit der Mundschleimhaut und mit der Verdauung... aber keine Angst...war alles halb so schlimm. Ich habe mich mit diversen Präparaten "gedopt" ( Selen, Vitamin C und Enzyme)... vielleicht haben mir diese Dinge ein wenig geholfen. Aber wie gesagt.. es kann auch anders kommen. Jeder reagiert halt anders auf diese Hammerkeulen :-(( Ich wünsche Euch ganz viel Kraft auf diesem schwierigen Weg!! Liebe Grüße Yvonne |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Lieber Wolfgang,
also für einen Port würde ich sogar Fernsehwerbung machen! Ich habe mir meinen vor der ersten Chemo setzen lassen und bin jedesmal dankbar, wenn er für die Chemo oder zum Blutabnehmen gebraucht wird. Einfacher geht es nicht. Vor dem Einsetzen des Ports hatte ich einen Riesenschiss! Als er dann drin war (unter örtlicher Betäubung) habe ich nur gedacht: Pille, palle! Um 9:00 war ich im Albertinen Krankenhaus in Hamburg und um 11:15 wieder zu Hause. Da kann man doch nicht meckern. Ok, Chemo. Hatte ich natürlich auch einen Riesenschiss vor. Also die Übelkeit hat sich sehr gut beherrschen lassen. Ich habe genug Medikamente bekommen. Etwas doofer war da schon die Verstopfung. Ich kann nur empfehlen, sobald man mal einen Tag nicht zur Toilette kann, sofort was nehmen. Sonst kann das extrem anstrengend werden und das muss nicht sein. Ansonsten schafft mich die Chemo so, dass ich totmüde bin und Watte im Gehirn habe. Aber dann schläft man halt viel. Lust auf Chemo habe ich überhaupt nicht und bin froh jetzt 14 Tage Pause zu haben, aber Angst habe ich nicht mehr. Ich wünsche Dir und Deiner Frau von Herzen alles Gute Christel P.S. da ich von Pinneberger Krankenhäuser bisher nicht so furchtbar viel Gutes gehört habe, mal eine Frage: Gehört diese Brustzentrum irgendwie dazu oder muss ich mir das als eine Art Ärztehaus vorstellen? |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Zitat:
Ja, das Brustzentrum gehört direkt zum KH und ist der Gynäkologie angegliedert. Wie gesagt, aller sehr lieb und nett und wenn man mal aus der Reihe kommt, wird man auch nicht behandelt, als wenn man stört. Die Radiologie und die Onkologie sind dem KH direkt angegliedert, sind aber eigenständige Praxen. Das Brustzentrum ist seit 2005 zertifiziert. Ich will aber keine Werbung für dieses KH machen, nur wir fühlen uns dort eben ganz gut aufgehoben. Bis auf die Geschichte mit dem Portvorgespräch, das war nix !! |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo, Wolfgang,
schön, wieder von dir und deiner Frau zu hören, habe deine früheren Threads schon verfolgt. Meine Vorschreiberinnen haben eigentlich schon alles gesagt zu deiner Frage, daher bleibt mir erstmal nur, euch gutes Durchstehen der Chemo zu wünschen und dass die Nebenwirkungen sich auf "Beschwerden"-Niveau halten (wie bei mir, Chemo war erträglich, habe aber auch Selen, Enzyme und Vitame C genommen wie Yvonne) und sich nicht dramatischer auswirken. Hallo, mouse, da hast du aber die OP zum Port in Rekordzeit bewältigt. Mir ist danach erstmal der Kreislauf in den Keller, - als mein Mann mich abholen wollte, habe ich ihn erstmal ins Krankenhauscafe geschickt, weil ich mir in dem Moment nicht vorstellen konnte, aus dem Krankenhausbett rauszukommen. Na ja, eine Stunde später ging's dann einigermassen. (Tipp: viel von dem Krankenhaus-Mineralwasser trinken soll auch hier helfen...) Wird der Port tatsächlich bei Dir auch zum Blutabnehmen genommen? Also, ich habe den Eindruck, das Anstechen (und Spülen) scheint doch eine diffizile Angelegenheit zu sein, jedenfalls wird bei mir kein Blut aus dem Port genommen. Kann aber auch daran liegen, dass ich bei der Chemo die Blutkontrollen wegen Leuko-Werten usw. beim Hausarzt habe machen lassen, und nicht in der onkologischen Praxis (wg. dem Fahrtweg). Liebe Grüsse Ulrike |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo Wolfgang, oh ja, die Angst deiner Frau kann ich gut nachvollziehen. Mir ging es August 2005 genauso .... habe mir aber vorgestellt dieses "Zeug" soll mir helfen und gegen diese bösen Zellen in meinem Körper kämpfen. Dank der guten "Antiko..mittel" ging es mir während der ganzen 4x EC und 4x Doc Chemos sehr gut. Schlimm war für mich allerdings der Haarausfall....viele sagten, es ist doch nicht so wichtig und Hauptsache du verträgst die Chemo. Sie hatten ja recht, gibt Schlimmeres....mein Kopf hat dies aber nicht wissen wollen. Sicher wusste ich, dass es passiert, die Tage waren sehr schlecht zu ertragen und ich bin in ein tiefes Loch gestürzt...aber nun sitze ich hier wieder mit meiner neuen Pracht. Am Abend der ersten Chemo habe ich auf die einsetzende Übelkeit gewartet...nichts passierte. Am nächsten Morgen wurde ich wach und es passierte immer noch nichts. Während der ganzen Monate habe ich mich nicht einmal übergeben müssen. Allerdings sagten mir die Ärzte, dass das wohl eine große Ausnahme wäre und ich mich glücklich schätzen könne...aber man kann auch Glück im Unglück haben, wielleicht auch deine Frau. Ich wünsche euch alles Gute und ganz liebe Grüße auch an deine Frau :remybussi, Heidi |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Vergessen, einen Port habe ich auch und das würde ich immer wieder machen lassen. Auch damit gab/gibt es keinerlei Probleme. Zusätzlich Mittel habe ich allerdings nicht genommen, denn mir haben die Ärzte gesagt, wie sich Vitamin C oder anderes auf die Wirking der Chemo verhält, ist nicht erwiesen. Also, besprecht das unbedingt mit den behandelden Ärzten...die Meinungen sind halt unterschiedlich. Musste Neupogen spritzen, weil die Leukos mit nur 500 einen Totalabsturz hatten auch das war nicht schlimm...habe dann Menschenmassen wegen der Ansteckunggefahr gemieden Geschlafen habe ich aber oft 20Stunden am Stück. Liebe Grüße, Heidi |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo Wolfgang,
ja, die Mädels vor mir haben ja schon das Wesentliche berichtet und sicher beantwortet, ich möchte Euch auf diesem Weg auch alles Liebe wünschen, ich hatte auch höllische Angst vor der ersten Chemo, total normal!Ich habe mir immer wieder gesagt "Loisl, Du brauchst das und es ist gut, es ist Lebenselexir", hatte 8 Chemos, 4xEC und 4xDoc. Es ist nicht einfach, aber man muß sich immer wieder positiv puschen, dann schafft man das, ich habe meinen Port vor der Bestrahlung mit einer kleinen Vollnarkose entfernen lassen, ich wollte einfach nix mitkriegen! Das Einsetzten hat man mit Tiefschlaf gemacht, da wollte ich nämlich auch nix mitkriegen! Ich fand den Port angenehm und irre gut, einmal hat man mir auch Blut abgenommen dadurch, ansonsten hab ichs immer über die Venen abgegeben, ich wollte irgendwie nur was in den Port rein, aber nichts raus... Euch alles alles Gute! Ihr schafft das!!! Liebe Grüße Loisl:pftroest: |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Lieber Wolfgang,
das mit dem Brustzentrum klingt so gut, dass man wohl anerkennen muss, dass die Pinneberger da mal was richtig Gutes gemacht haben! Liebe Ulrike, wenn Du das Blut in einer onkologischen Praxis abnehmen lassen würdest, würden die wohl auch den Port nehmen. Viele "normale" Praxen stechen den Port nicht an, weil man dafür Portnadeln braucht. Die sind besonders geschliffen und machen die Membrane des Ports nicht kaputt. Sie sind allerdings auch teuer als normale Nadeln. Deswegen soll man ja auch den Portpass mit sich rumschleppen und aufpassen, dass niemand mit den falschen Nadeln an den Port geht. Ich muss allerdings sagen, selbst wenn ich den Port nur für die Chemo hätte, wäre ich schon dankbar genug. Die Chemo macht letztlich die Venen kaputt, mit Port passiert das nicht. Euch allen ganz liebe Grüße Christel |
AW: Angst vor der ersten Chemo
Hallo Wolfgang,
ich hatte mir die Chemo ganz anders vorgestellt (4xEC + 4x Taxotere). Aber zum Glück bewahrheitet sich auch in diesem Fall, dass die Fantasie viel schlimmere Dinge ausmalt, als die Realität letztlich zu bieten hat. Ich glaube, es gibt mittlerweile genügend Mittel, die die Chemos erträglicher machen. Man muss sie aber auch rechtzeitig bekommen. Antiko..mittel, wenn einem schon übel ist, ist eine denkbar unglückliche Reihenfolge. Die Betreuung durch die Ärzte ist wirklich wichtig. Für Körper UND Seele. Der Kopf spielt nunmal ebenfalls eine große Rolle. Noch ein paar kleine Tipps... Nur vorsorglich zur Beruhigung. Das erspart den Gedanken, im Fall der Fälle panisch rumzuirren. Falls noch nicht vorhanden, Zettel mit sämtlichen Telefonnummern: Krankenhaus, sämtliche Ärzte. Ich hatte zusätzlich Telefonnummern bekommen, unter denen ich auch nachts und am Wochenende Hilfe bekommen habe bzw. kurzfristig einen Rückruf erhielt. Zur Not nachfragen wer in welchem Fall zuständig ist. Ein Verzeichnis der Notfall-Apotheken. Tipp: Die Ärzte können auch mal zur Not das Rezept per Fax in die Apotheke schicken, diese liefern oder du holst es schnell ab. Frag am Besten auch, mit welcher Apotheke die Klinik zusammenarbeitet. Die sind auf Chemos spezialisiert und haben auch alle gängigen Mittel für diese Zwecke an Lager. Sie sind es gewohnt, mit Chemo-Patienten umzugehen und fahren auch problemlos noch mal abends quer durch die Stadt um eine angemischte Mundspüllösung für wenige Euro zu liefern. All das dient im Wesentlichen zur Beruhigung. Ich habe es eher für die kleinen, fiesen, lästigen Dinge benötigt. Ich drücke deiner Frau die Daumen, dass sie die 1. Chemo gut verträgt. Das ist das beste Mittel gegen die Angst. Nach meiner 1. Chemo war ich total aufgedreht, weil ich mich freute, dass mir fast gar nicht schlecht war und ich mich insgesamt nur irgendwie angetüddelt fühlte. Mein Lebensgefährte dagegen sackte zuhause angekommen (er hatte mich abgeholt) regelrecht aufs Sofa, schlief 2 Stunden wie ein Stein und wurde erst wieder wach, als ich was zu essen kochen wollte. Das hat er dann doch übernommen :D Viele Grüße Alexandra (seit diesem langen Beitrag vermutlich auch Quasseltante genannt) |
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Zitat:
Hallo Wolfgang, da kann ich nur zustimmen und mir ist auch noch was eingefallen. Ich wollte so wenig Medikamente wie möglich nehmen und fragte dann die Ärztin: "Wenn mir nicht übel ist, nehm ich das Mittel dagegen auch nicht?" Sie hat mir den Rat gegeben: "Auf jeden Fall einnehmen, auch wenn es ihnen nicht schlecht ist ... sonst bringt es nicht mehr viel." Habe es auch immer brav nach Anweisung genommen und es ging mir sehr gut, aber das hatte ich oben ja schon erwähnt. Bitte, versuchen den Kopf positiv auf die Chemo einzustimmen. Es ist sehr schwer, aber auch dann geht es wirklich besser. Liebe Grüße, Heidi |
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Moin, moin !
Ich möchte diesen Thread mal ein wenig fortschreiben: Gestern war also der Tag der Tage. Die erste Chemo. Nachdem der Port meiner Frau erst einen Tag vorher implantiert wurde (dauerte 90 Minuten, anstatt 30, da sie Schwierigkeiten hatten eine passende Ader zu finden), hatten wir natürlich sehr grosse Angst vor der ersten Infusion in den neuen Port. Ich war - wie auch bei all den anderen Dingen vorher - immer dabei, sofern es von den Ärzten zugelassen wurde und meine Frau es wollte. Aber der Pieks in den Port war wohl nicht annähernd so schlimm, wie das gestochere in den Armvenen. Ist eine echte Erleichterung für alle, dieses Teil. Meine Frau hat anfangs eine Cortisontablette und eine Infusion gegen die Übelkeit bekommen und dann nacheinander drei Beutel (TAC) Suppe (wie meine Frau es nennt). Die von der zuständigen Schwester angesprochenen möglichen Nebenwirkungen während der Infusion blieben gänzlich aus. Nachdem dann alle drei Beutel durchgelaufen waren (hat beim ersten Mal natürlich sehr lange gedauert, da man erst einmal sehen wollte, wie meine Frau darauf reagiert), hat sie noch eine Abschluss-Spritze zum Aufbau der roten Blutkörperchen bekommen (ARA-Studie) und dann war sie endlich befreit und wir beide erleichtert, dass es vorerst so glimpflich abgelaufen war. Nun warten wir natürlich darauf, wie diese Mittel wirken und wie sich dann meine Frau fühlt. Ich hoffe natürlich, dass es KEINE Nebenwirkungen gibt bzw. die sich irgendwie im akzeptablen Rahmen bewegen, damit meine Frau nicht noch mehr leiden muss. Wir versuchen das Ganze gemeinsam und positiv denkend über die Bühne zu bekommen. Sofern es gewünscht wird und Interesse besteht, werde ich hier dann nach und nach weiter schreiben, wie es läuft, wie es geht und vor allen Dingen, wie es meiner Frau geht. In diesem Sinne und alles Gute an alle Betroffenen Wolfgang |
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Lieber Wolfgang,
melde dich auf jeden Fall wieder! Alles Gute deiner Frau und dir! Lieben Gruß, Amba |
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Lieber Wolfgang,
ich kann mich Amba nur anschließen. Laß mal wieder von Dir hören. Ich wünsche Dir und vor allem Deiner Frau nur das Allerbeste und dass Deine Frau ganz gesund wird!! Liebe Grüße Christel |
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Hallo Wolfgang,
Die ganzen Informationen & Erfahrungen über die Chemo deiner Frau haben mir wirlich sehr geholfen. Ich habe am Mittwoch den Termin für meinen Port & am Donnerstag geht dann meine erste Chemo los. Danke für all die Zuversicht. Ich wünsche Deiner Frau alles erdenklich Gute & Euch beiden weiterhin ganz viel Kraft. Ich möchte auch allen anderen Danken, die mir sehr viele Fragen beantwortet haben. Danke Euch allen. :rotier: Liebe Grüße Gabi |
Zwei "wichtige" Fragen
Hallo und guten Morgen an alle die hier sind !
Ich habe da mal wieder zwei Fragen, die mir am Herzen liegen. Meine Frau hat nun schon den dritten Chemozyklus mehr oder weniger gut überstanden - eher mehr gut. Ausser einigen kleinen Magen- und Speiseröhrenproblem und einer gewissen Abgeschlagenheit gibt es eigentlich aus ihrer Sicht nichts negatives zu berichten. Für ihren Magen bekommt sie Tropfen und für die Speiseröhre Tabletten. Beides wirkt relativ gut. Nur hat sich jetzt bei der letzen Chemo und davor schon bei den Blutwertkontrollen gezeigt, dass sich der Port "bockig" verhält und kein Blut mehr hergeben möchte. Da meine Frau aber sehr schlechte Venen hat, wäre es wichtig, dass das Blut auch über den Port abgenommen wird. Naja, jedenfalls gibt der Port nichts !! Auch mehrfaches spülen und diverse Versuche der überaus bemühten Schwestern bringt zur Zeit keinen Erfolg. Meine Frau ist deswegen schon recht angenervt, zumal sie in der ARA-Studie ist und zwischen den Chemos zweimal zum Blutabnehmen muss. Naja, und da ist dann das fröhliche Adersuchen angesagt, was ja auch nicht immer ohne Schmerzen abgeht. Hat jemand ähnliche Probleme oder weiss jemand, wie man den Port wiede zur Blutspende überreden kann ??? Die zweite Frage hat eigentlich nur nebenbei etwas mit Brustkrebs zu tun. Weiss jemand wie sich die Chemo auf eine vorhandene Gräserallergie auswirkt bzw. auswirken kann ?? Kann man/frau trotzdem Coritson gegen die Allergie bekommen oder wirkt sich das Nachteilig auf den Therapieerfolg aus ?? Auch hier wäre es toll, wenn mir jemand eine Antwort zukommen lassen könnte. Ansonsten ist bei meiner Frau und mir eigentlich alles im grünen Bereich. Ich hoffe euch allen geht es auch - wie sagt man so schön -, den Umständen entsprechend gut. Ups, jetzt fällt mir doch glatt noch eine dritte Frage ein: Wer weiss, welcher Kurort für die AHB zum empfehlen ist ? Meine Frau hat St.Peter Ording oder Damp ins Auge gefasst. Welcher Kurort ist da besser und gibt es die Möglichkeit, dass sich der Partner dort auch irgendwo einnistet ?? Bzw. gibt es die Möglichkeit für den Partner kurzfristig auch eine begleitende Kur anzutreten. So, das wars. Ich bedanke mich schon einmal fürs Lesen der Fragen und noch mehr für die Beantwortung. Gruß Wolfgang |
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