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Marina aus NRW 26.04.2007 23:15

Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo,

mein Papa liegt seit heute im Krankenhaus. Lungenkrebs. Morgen wird die Bronchoskopie gemacht und am Montag ein operativer Eingriff um zu sehen ob die Lymphknoten befallen sind.
Der Tumor ist 6cm gross und sitzt genau an der Lungenspitze, direkt neben der Speiseröhre.
Der Arzt meinte heute, das wenn die Lymphknoten in Ordnung sind, er nächste Woche operiert wird, wenn nicht, würde er erst Chemo bekommen und in 2 Monaten operiert.
Wie kann der Arzt sowas sagen? Morgen werden doch erst die Proben von dem Tumor genommen? Wann und woher weiss ich ob es kleinzellig ist oder nicht?
Lese mich hier in dem Forum durch und bin jetzt total verwirrt.
Ist es bei meinem Papa früh erkannt worden? Warum ist der Tumor dann schon so gross? Metastasen sind keine gesehen worden, bei der Computertomografie. Die Lymphknoten sind auffällig, könnten aber auch nur geschwollen sein?
Wird noch alles schön geredet, oder könnte mein Papa doch noch alt werden? Dieses ist eine Zweittumorerkrankung. Er hatte vor 3 Jahren Prostatakrebs.

Gibt es Hoffnung?

Wenn er operiert wird in jedem Fall ist es dann ein gutes Zeichen?

Liebe Grüße und ganz ganz lieben Dank für Eure Antworten
Marina

Juliane1979 26.04.2007 23:51

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

es tut mir leid, dass Dein Papa nun schon das zweite Mal davon heimgesucht wird. Ihr habt also schon eine Menge hinter Euch :pftroest:

Man weiß eigentlich erst nach der Probeentnahme, ob es KLeinzeller oder Nicht-Kleinzeller ist. Aber der Arzt scheint wohl mehr zu wissen oder hat einen Grund für seine Vermutung?!Egal wie das Ergebnis ausfällt ist es in jedem Fall ein gutes Zeichen, dass keine Metastasen gefunden wurden. Der Tumor hat schon eine gewisse Größe erreicht, aber wenn die Lymphknoten auch noch ok sind, wurde er trotzdem früh erkannt. Sollte eine OP (ob jetzt oder später) möglich sein, hat man die größten Chancen auf Heilung.
Doch auch so sieht es wohl nicht nach einem fortgeschrittenem Stadium aus. Diese Wartezeit ist zermürbend, aber bitte mach Dich nicht verrückt.

Bitte schreib Bescheid, wenn Du genaueres weißt, das Forum wird Dir sicher eine große Hilfe sein.

viele Grüße
Juliane

lunablue 27.04.2007 08:33

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Marina,

ich kann mich Julianes Worten nur anschließen: sollte eine Operation eine Bahandlungsmöglichkeit sein, so ist dies immer ein sehr positives Zeichen, da somit unter kurativem Aspekt behandelt wird. Das bedeutet, dass das Ziel der Behandlung eine vollständige Heilung ist, gegenüber einer palliativen Behandlung, bei der nur die Symptome so gut es eben geht kontrolliert werden sollen.

Wartet einfach die Gewebeprobe ab, mehr kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht tun und seit füreinander da. Dieses Warten auf Ergebnisse muss man jetzt auch erst lernen, dies wird noch häufiger bei folgenden Zwischenuntersuchungen so sein und jedes mal ist man auf Neue aufgeregt...

Erst einmal alles Gute und lass wieder von Dir hören, sobald der Gebetyp festgestellt worden ist.

Viele Grüße,
Stephan

Marina aus NRW 02.05.2007 16:25

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

leider gibt es noch keine weiteren Neuigkeiten. Das warten macht mich wahnsinnig. Vorgestern wurde bei meinem Papa eine Biopsie gemacht (heisst das so?) Unter Vollnarkose wurde ein Eingriff gemacht bei welchem sie von jedem Lymphknoten eine Probe genommen haben. Angeblich haben Sie die Ergebnisse erst am Freitag zusammen mit den Ergebnissen der Bronchoskopie der letzten Woche.
Mein Paps hat den Eingriff gut überstanden, wenn man einmal davon absieht das seit der "OP" ein Stimmband nicht mehr arbeitet. Er kann gar nicht bis wenig reden. Unter Anstrengung 3 Wörter und dann ist die Stimme weg. Aber ich sage mir, dass das das kleinere Übel wäre.
Heute habe ich es meinem Sohn erzählt. Er wird nächste Woche 4 Jahre alt und fragte heute ob der Opa ihn vom Kindergarten abholen könnte......
Meine Tochter (12 Monate) hatte ich heute vormittag mit in der Klinik und mein Paps hat geweint vor Freude. Das war die beste Ablenkung die ich ihm bieten konnte. Auch wenn mir alle abraten.... morgen fahre ich mit meinem Sohn zu meinem Paps.
Ich habe ihm "erklärt" das der Opa krank ist und operiert werden muss. (Ich hatte letztes Jahr einen Kaiserschnitt und ne Gallenblasen-OP und somit denke ich das mein Sohn damit etwas anfangen kann und damit auch umgehen kann).
Die Enkelkinder sind einfach wichtig für meinen Paps. Und das ist jetzt das Einzige was zählt. Paps braucht Kraft und Energie. Er gibt sich zum Teil jetzt schon auf und redet vom Verkauf diverser Sachen.......
Mein Sohn wird ihm hoffentlich ein wenig Mut und Kampfgeist geben. Ich hoffe es.........

Sobald ich mehr weiss, melde ich mich wieder.

Euch wünsche ich von ganzem Herzen Gesundheit und Kraft alles zu überstehen.

Ganz liebe Grüße
Marina

Manuela 1 02.05.2007 17:13

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina, auch mir tut es Leid, dass dein Vater dieser Furchtbare Krankheit hat. Zum Thema Kind, ich kann dich da nur bestärken deine Kinder weiterhin mit zunehmen, Kinder können sehr gut mit Krankenhäusern usw. umgehen, wir Erwachsenen machen uns nur immer tierische Gedanken, kann man das einem Kind zumuten, wie verarbeitet es diese Angelegenheit und und und. Ich kann nur sagen, mein kleinster Sohn konnte wunderbar damit umgehen hat mit seiner Oma späße gemacht, wegen der Sonde hat alles erfrag so gut er konnte und hat natürlich und das ist das wichtigste für Oma und Opa´s sie wunderbar abgelenkt zum Lachen gebracht und vieles mehr.
Selbst heute noch erzählt er davon wie es mit seine Oma im KH war.
Sicherlich kannst nur du die Entscheidung treffen in wie weit deine Kinder das alles ertragen können, wie weit du es zulässt. Aber dein Vater freut sich und das ist doch auch wichtig.
Ich drücke dir die Daumen das das Ergebniss zum Ende der Woche einigermaßen gut verlaufen ist.

Im übrigen ich habe meine Kinder bis 1,5 Tage vor dem versterben meiner Mum mit ins KH genommen. Und sie hat sich auch da immer noch tierisch gefreut. Ein lächeln auf ihrem Gesicht war das schönste was wir noch erleben konnten.

Alles liebe und alles Gute für Deinen Dad und Familie

Marina aus NRW 03.05.2007 22:11

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

ich weiss nicht mehr weiter. Mein Dad ist sowas von durch den Kakao, das er entweder die Diagnosen nicht versteht oder nur die Hälfte weitergibt, oder die Ärzte in Ihrem Fachlatein nicht versteht?
Er würde NIE nachfragen! Weil, das sind ja Götter in Weiss. Leider ist die Vsite immer schon sehr früh (7.30 Uhr) morgens. Das schaffe ich nicht mit meinen beiden kleinen Mäusen.

Um aber mal auf den Punkt zu kommen und vielleicht könnt Ihr mir mehr sagen?

Letzte Woche Freitag wurde ja die Bronchoskopie gemacht. Die Ergebnisse sind da und lt. Papa sind die Proben in Ordnung. Ich habe geheult vor Freude und hav´be dumm wie ich bin gefragt ob er jetzt überhaupt noch operiert werden müsste?
Er sagte das die Proben in Ordnung waren, von dem Tumor selbst aber keine Probe genommen wurde, weil ja klar wäre das es Krebs sei?????!!!!!:confused:

:confused:

Ich war und bin fest der Überzeugung, das doch eine Bronchoskopie gemacht wird um sehen was es für ein Krebs ist?! Oder nicht???

Warum wissen sonst die anderen im Forum von Kleinzellern und so. Ich weiss weder irgendwelche lateinische Namen noch irgendwelche math. Formeln die anzeigen wo der Krebs sitzt? Woher wisst Ihr das alles????

Ich als Tochter, möchte nun auch nicht unbedingt einen Arzt ansprechen der mich mal aufklärt, zudem würde er das bestimmt auch nicht tun, da meine Ma ja der nächste Ansprechpartner ist.

Habe meine Ma eben mal gebeten sich einen Arzt zu krallen, aber die meint das wir ja morgen nach der Visite mehr wüssten, was die Lymphknoten angeht und wann jetzt operiert wird. Morgen muss Papa zum Belastungs-EKG.

Also was nach wie vor feststeht ist, das Paps operiert wird und meine Ma meinte, das man ja auch erst weiss was es für ein Krebs ist, wenn der Tumor entfernt wurde und eingeschickt wurde.

Macht natürlich Sinn und erscheint mir mehr als logisch aber warum habe ich das Gefühl das mein Papa nur als Objekt in der Visite steht und den 5 Ärzten angestrengt lauscht aber er nur Bahnhof versteht. Un die Götter in Weiis will man ja nicht unterbrechen und bei der Arbeit stören.

Was kann ich tun? Ich meine.... durch mehr Informationen wird mein Papa auch nicht gesünder und manchmal ist weniger mehr.....
Ich weiss auch nicht. Ach und wen es noch interessieren sollte, am Tag der Diagnose ist mein Papa 66 Jahre alt geworden.

Definitiv zu jung zum Sterben!!!!!!!!!! Jeder hat das Recht 100 Jahre alt zu werden!!!

Denk an Euch.

Nur Mut.

Liebe Grüsse
Marina

milki1 04.05.2007 12:15

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

so unüblich ist es gar nicht, dass Patienten gar nicht verstehen, was die Ärzte ihnen da mitteilen. Vielleicht noch nicht mal, weil der Arzt Fachwörter benutzt, sondern einfach weil es in dem Moment eine auf ihn fokusierte Informationsflut gibt, die viele nicht verarbeiten können. Man hört dann ein Wort, das beschäftigt denjenigen im Kopf dann dermaßen, dass z.B. alles andere untergeht. Ja und an Rückfragen ist dann auch nicht zu denken.

Bei meinem Vater war dies nicht anders, er verstand grundsätzlich alles anders als er gesagt bekam. Das war nicht so, dass er doof war oder schon Hirnmetas hatte, nein es war einfach so, dass er dem ganzen nicht folgen konnte und nur das gehört hat, was er hören wollte.

Es ist wirklich wichtig, dass entweder jemand mit z.b. einem schon vorbereiteten Notizzettel bei der Visite dabei ist, denn auch ihr habt Fragen, die z.B. Deinem Vater noch nicht in den Sinn gekommen sind. Oder man läßt sich einen Gesprächstermin geben, was bei Euch dringend erforderlich wäre, wenn die Visite immer schon durch ist. Es geht hier um Deinen Vater und da wird sich kein Arzt auf den Schlips getreten fühlen, wenn ein Angehöriger Frau oder Tochter / Sohn hier genaue Aufklärung wünscht. Krebs egal welcher Art geht die ganze Familie an! Selbst wenn die Diagnose noch nicht genau feststeht, denn ihr alle steht unter Strom und es ist gut schon im Vorfeld zu sehen, dass man nicht alleine dasteht.

Desweiteren kann man sich aus dem Schwesternzimmer auch die Patientenmappe zur Einsicht geben lassen, wenn Dein Vater dem zustimmt. Meist sind die Schwestern auch so nett und kopieren die angeforderten Seiten daraus. Das war bei uns oft auch wichtig, da er einmal im falschen KH lag und die Medikation nicht okay war. Die Kopien hatte ich mit zu seinem Hausarzt genommen und der hatte mir alles genauestens erklärt, danach haben wir ihn schnellstmöglich in eine Lungenfachklinik verlegen lassen.

Also lass Dich nicht abwimmeln und nimm es Deinem Vater nicht übel, wenn er Dir keine genaue Auskunft geben kann. Ich habe alles meinem Vater immer so übersetzt und wieder und wieder erklärt bis er es verstanden hat und das war ihm auch immer wichtig, denn er wollte auch genau wissen, was da in seinem Körper jetzt los ist und was auf ihn zukommen wird. Auch eine Art der Angstbewältigung, denn um so mehr man über jegliche Vorgehensweisen bescheid wußte, umso gelassener ging man damit um.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Deinem Vater schnellstmöglich geholfen werden kann!

Liebe Grüsse
Milki

Marina aus NRW 09.05.2007 12:52

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

ja die letzten Tage waren anstrengend und deshalb melde ich mich erst heute zurück.

Letzten Freitag rief mein Paps total aufgelöst an. Sie wollten ihn entlassen!!! Bei der Untersuchung und Probeentnahme der Lymphknoten haben die Ärzte die Stimmbänder beschädigt (sind seitdem gelähmt). Aufgrund des grossen Blutergusses (Tennisballgross) innerhalb wie ausserhalb könnten Sie ihn nicht operieren und deshalb könnte er für 5 Wochen entlassen werden!!!!

Als ich das hörte bin ich sofort in die Klinik gerast und habe mit dem okay meiner Eltern mir den Stationsarzt gekrallt.

In Beisein meiner Eltern habe ich den Arzt gebeten, meinen Eltern und mir nochmal den ganzen Krankheitsverlauf bisher und wie es weitergehen soll zu erklären.

Die Proben der Bronchoskopie und die der Lymphknoten sind okay. Vom Tumor selber wurde wirklich KEINE Probe genommen, da lt. dem Arzt das Risiko zu hoch wäre. Man hätte ja die Lunge beschädigen (durchbohren) und den Tumor ankratzen müssen.

Dann kamen wir zu der Entlassung. Ich habe dem Arzt gesagt, das mein Paps nicht entlassen würde. Mein Papa kann keine Krebsblocker bekommen, da man ja bisher nicht weiss um was für einen Krebs es sich handelt.
Ausserdem sagte ich ihm, das wir bei der letzten Krebserkrankung 12 Wochen!!! auf ein Bett und einen OP-Termin warten mussten und ich das nicht mitmachen würde.

Der Arzt musste das erst mit dem Team besprechen und nach einer halben Stunde, kam er wieder und sagte, das Papa ab Montag (seit vorgestern) eine Therapeutin hat zur Atemübung. Der Narkosearzt war da und siehe da... Papa steht für Montag auf dem OP-Plan.

Der rechte obere Lungenlappen soll entfernt werden und wenn wir wissen, was es für ein Krebs ist, wissen wir ob er noch Chemo oder Strahlen benötigt.

Siehe da, Angehörige sind super wichtig auch mal den Ärzten auf die Finger zu klopfen. Nicht nachlassen!! Fragen, fragen, fragen!!!!

Melde mich wieder. Mein Sohn verlangt nach mir.

Wünsche Euch alle Gesundheit der Welt, mit ganz viel Mut und Kraft!!!

Alles Liebe
Marina

Marina aus NRW 17.05.2007 22:16

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

mein Paps hat die OP hinter sich gebracht. Vorgestern wurde er operiert. Mit der Schmerzpumpe das hat leider nicht geklappt. Ist aber sehr tapfer.

Meine Mama ist auf Intensiv zusammen geklappt. Die nervliche Anspannung etc. waren einfach zu viel für sie.

Der rechte obere Lungenlappen und 12? Lymphknoten wurden entfernt. Die sind jetzt auf dem Weg nach Münster. Dann wissen wir, nach Untersuchung, ob Papa noch Chemo oder Strahlen bekommt.

Viel kann ich nicht berichten..........

Aber zumindest hat das Warten auf die OP ein Ende. Den Schritt hat Papa geschafft. Hoffe von Herzen das alles gut wird.

Schicke Euch da draussen ganz liebe Grüße
Marina

gaia 17.05.2007 23:14

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
liebe marina

letzte woche hab ich erfahren das mein papa auch ein lungentumor hat
er ist bösartig und die ärzte wissen nicht was sie unternehmen sollen wie es therapiert werden soll. die ungewissheit und die angst machen mich fertig!
meine frage an dich: in welchem krankenhaus ist dein papa operiert worden?
ich suche grad nach den besten in der nähe! gib mir doch bitte eine antwort!
du kannst am besten verstehen wie es mir geht!

vielen dank

Sammy34 18.05.2007 10:48

Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Das Frage ich mich auch?
 
:( Hallo alle zusammen,

bin ganz durcheinander, habe die letzten Tage im ganzen Internet über Therapien, Heilungsmethoden, Überlebensdauer und etc. gelesen und bin kein Schritt weiter. Habe dann dieses Forum gefunden und die Geschichte von Marina gelesen und direkt an meine derzeitige Situation gedacht:

Wir haben am Mittwoch erfahren das mein Vater einen Bronchial-Ca, 5cm gross im re. Mittellappen hat, keine Metastasen. Die Ärzte möchten eine Biopsie machen um genau festzustellen um welche Art es sich handelt. Kann mir jemand ehrlich sagen wie die Chancen auf Heilung stehen?? Was meinen die Ärzte mit welche Art? Kleinzelliges oder nicht kleinzelliges ???:confused: Das abwarten und das ungewisse machen mich total fertig, hat jemand schon mal von einem ähnlichen Fall gehört und weiss wie die Therapie verläuft und wie die Überlebenschancen sind ???
Danke Grüße an alle

gaia 18.05.2007 11:21

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
mein papa hat den tumor im linken lappen und nah am herzen
metastasen hat er gott sei dank keine
werde gleich ins krankenhaus fahren und druck machen. ich kann dich zu gut verstehen. mein onkel ist arzt in italien und sagt man kann sehr gut mit einer lunge leben. wichtig ist nur das die op jetzt schnell geht. wir müssen jetzt stark sein! wenn es eins gibt was wir machen können ist es DRUCK
es geht um unsere Väter. den ärtzen ist das doch alles egal! Für die zählt WIEDER EIN FALL!!!
hoffe bald antwort von marina zu bekommen! Kopf hoch es wird schon!

Ulla Krefeld 18.05.2007 11:48

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Das Frage ich mich auch?
 
Zitat:

Wir haben am Mittwoch erfahren das mein Vater einen Bronchial-Ca, 5cm gross im re. Mittellappen hat, keine Metastasen. Die Ärzte möchten eine Biopsie machen um genau festzustellen um welche Art es sich handelt. Kann mir jemand ehrlich sagen wie die Chancen auf Heilung stehen?? Was meinen die Ärzte mit welche Art? Kleinzelliges oder nicht kleinzelliges ???:confused: Das abwarten und das ungewisse machen mich total fertig
Hallo, hallo, immer mit der Ruhe! Ihr habt doch erst am Mittwoch erfahren, dass der Vater ein Karzinom hat und eine Biopsie sofort anberaumt wird. Ja, bei dieser Biopsie wird schon festgestellt, um welche Art es sich handelt. Sollte es sich hierbei um ein kleinzelliges Bronchialkarzinom handeln, wird sofort die entsprechende Chemotherapie begonnen, weil das kleinzellige BC sehr gut darauf anspricht. Da keine Metastasen festgestellt wurden, gibt es hier grosse Chancen, eine Remission zu erreichen. Im anderen Falle wird eine Operation in Erwägung gezogen. In jedem Falle hat Dein Vater reelle Chancen, und das sag ihm bitte auch. Wichtig ist, dass Du Dich jetzt gut informierst, Deine Angst im Zaun hältst, denn Angst bindet positive Energien, die Ihr jetzt allesamt dringend braucht.

Ich wünsche Euch alles Gute

Ulla

Ulla Krefeld 18.05.2007 11:58

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Zitat:

wir müssen jetzt stark sein! wenn es eins gibt was wir machen können ist es DRUCK
es geht um unsere Väter. den ärtzen ist das doch alles egal! Für die zählt WIEDER EIN FALL!!!
Also dieses da oben möchte ich aber wirklich nicht ohne Kommentar stehen lassen. Frag doch mal, ob es dem Betroffenen angenehm ist, seinen behandelnden Arzt derart hinzustellen und Druck auf ihn machen zu wollen. Als Patient ist man dankbar, dass seitens der Ärzte alles mögliche getan wird und das Patienten/Arzt-Vertrauen ist das Wichtigste für die Therapie überhaupt.

Ausserdem schreibst Du diesen Text in einem Thread mit der Frage: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte! Ist das die Hilfe, die Du bieten kannst, alle Ärzte über einen Kamm zu scheren?

Natürlich wünsche ich Euch das Beste

Liebe Grüsse Ulla

Sammy34 18.05.2007 12:54

Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ulla,

ich danke Dir für Deine schnelle Antwort. Du hast natürlich recht damit, dass wir erst einmal das Ergebnis abwarten sollten und dann kann man sich noch genug Informationen besorgen und sich Gedanken darüber machen. Ein Termin für die Biopsie steht noch nicht fest, ich denke das erfahren wir die Tage, werde auf jeden Fall weiter berichten .....

Drück allen anderen auch die Daumen

gaia 18.05.2007 18:31

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Zitat:

Zitat von Ulla Krefeld (Beitrag 413786)
Also dieses da oben möchte ich aber wirklich nicht ohne Kommentar stehen lassen. Frag doch mal, ob es dem Betroffenen angenehm ist, seinen behandelnden Arzt derart hinzustellen und Druck auf ihn machen zu wollen. Als Patient ist man dankbar, dass seitens der Ärzte alles mögliche getan wird und das Patienten/Arzt-Vertrauen ist das Wichtigste für die Therapie überhaupt.

Ausserdem schreibst Du diesen Text in einem Thread mit der Frage: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte! Ist das die Hilfe, die Du bieten kannst, alle Ärzte über einen Kamm zu scheren?

Natürlich wünsche ich Euch das Beste

Liebe Grüsse Ulla


liebe ulla!
weißt du ich erlebe es grade bei meinem vater1 erst haben sie gesagt es seien keine metastasen vorhanden. als ich heut ins krankenhaus gekommen bin hat die ärtzen(auch noch sehr jung, von allem keine ahnung) gesagt: sie würden auf weitere ergebnisse warten. das dauert bis nächste woche. DAS EINZIGE WAS MEIN VATER NICHT HAT IST ZEIT
es muss jetzt schnell gehen, aber das weißst du ja am besten
ich verliere langsam die nerven
weißt du einen besseren rat? außer druck???!!!
danke für die Anwort im voraus!!

Marina aus NRW 18.05.2007 21:55

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch sagen das mein Paps super tapfer ist. Bei ihm wurden heute ALLE Schläuche, Invusionen etc. entfernt. Er hat ziemliche Schmerzen ist aber heute als ich zur Tür herein kam, aufgestanden und ist 3 Schritte auf mich zugekommen und hat mich gedrückt.
Danach war er so kaputt, das er erst einmal 1 Std. geschlafen hat.

Um natürlich auch auf Fragen zu antworten......

Mein Papa liegt in Bielefeld. Die habe eine Thoraxstation und eine Onkologie. Die sollen wohl ganz gut sein. Die setzen sich halt immer alle zusammen nd halten auch Rücksprache mit anderen Kliniken um den besten Behandlungsplan auszuarbeiten. Ich denke, das mein Papa da ganz gut aufgehoben ist, auch wenn die eine oder andere Sache nicht wunschgemäß verlaufen ist.

Zu dem Thema wie man mit den Ärzten "umspringen" soll.....

Das muss jeder für sich selbst ausmachen. Nur... "wie man in den Wald schreit......"
Ärzte sind nach wie vor auch nur Menschen. Ich kann die Ärzte fragen und ich kann die Ärzte auch um etwas bitten und natürlich kann ich auch einem Arzt sagen was mir nicht gefällt, aber ich denke es sollte sachlich und freundlich, wenn auch bestimmt sein.
Es hilft keinem weiter zu nerven oder ausfallend zu werden. Da ist keinem mit geholfen. Ist auch nicht meine Art.
Wenn ich schreibe, das ich mir einen Arzt "gekrallt" habe, meine ich damit, das ich 1 Std den Weg ins Krankenhaus gerast bin und dankbar war, wenn ich einen Arzt gesehen habe, denn die Ärzte sind natürlich auch einige Stunden im OP.

Ich sehe das die Ärzte sich kümmern und alles menschenmögliche tun um meinem Paps zu helfen.

Die Visite ist immer sehr früh und wir haben jetzt im Krankenhaus gesagt, das wir 1x die Woche ein Gespräch mit meiner Ma und mit meiner Wenigkeit wünschen, natürlich im Beisein meines Vaters, um wieder alle Fragen zu beantworten.

Vergesst nie..... Ihr seid auf die Hilfe der Ärzte angewiesen! Es gibt Wartezeiten. (Aufnahme, OP-Termin etc.) Die können auch nicht hexen und zaubern. Und der Tag hat nunmal nur 24 Std. Wenn man warten muss ist das eine Ewigkeit. Aber wie viele Patienten gibt es? Sie versuchen jedem gerecht zu werden und können es nicht immer. Häufig müssen auch mal dringende Fälle vorgezogen werden. So krass wie das klingt.
Mein Paps ist mir verdammt wichtig, aber....

z. B. wurde gesagt das mein Papa mindestens 4 Tage auf Intensiv bleiben muss. Dienstag wurde er operiert, Mittwoch morgen war er auf Normalstation. In Bielefeld war ein Unfall und die brauchten Intensivbetten.

Mein Papa wurde verlegt........

Natürlich finde ich es nicht gut, aber die anderen Menschen haben auch das Recht gut behandelt zu werden und wenn es bei den anderen dringender war und die Überlebenschancen höher.......
Dann ist das okay! Die werden wissen was sie tun.

Wir wissen doch auch, was wir im Job zu tun und zu lassen haben oder nicht?

Soviel wollte ich gar nicht schreiben. Wollte euch auch keinen Votrag über Verhaltensregeln halten, aber nun gut. Die Finger flogen gerade über die Tastatur und meist ist es ja so....... wenn man es sich von der Seele geschrieben hat, geht es einem schon besser.....

Ganz liebe Grüße und weiterhin alles erdenklich Gute von Eurer
Marina

Norchen 18.05.2007 23:10

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Zitat:

Zitat von gaia (Beitrag 413912)
liebe ulla!
weißt du ich erlebe es grade bei meinem vater1 erst haben sie gesagt es seien keine metastasen vorhanden. als ich heut ins krankenhaus gekommen bin hat die ärtzen(auch noch sehr jung, von allem keine ahnung) gesagt: sie würden auf weitere ergebnisse warten. das dauert bis nächste woche. DAS EINZIGE WAS MEIN VATER NICHT HAT IST ZEIT
es muss jetzt schnell gehen, aber das weißst du ja am besten
ich verliere langsam die nerven
weißt du einen besseren rat? außer druck???!!!
danke für die Anwort im voraus!!

Hallo, dass was dein Vater jetzt vor allem braucht ist der Rückhalt seiner Familie und, dass ihr eben nicht die Nerven verliert. Natürlich hat dein Vater wenig Zeit, allerdings ist es ja wohl viel wichtiger die 100%ig richtige Therapie zu finden, als einfach drauf los zu therapieren. Leider dauert dies halt etwas. BEsser ist es, sich als Betroffener und Angehöriger in Ruhe mit der kompletten Diagnose auseinander zusetzten und damit die Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Ich weiß wie schwer es ist, die Ruhe zu bewaren, aber genau das braucht dein Vater jetzt!
Ich drück die Daumen!
LG
Sabine


Zitat:

Zitat von christian.k (Beitrag 413982)
Möglich ist es, dass es nicht angenehm ist für den betroffenen,aber es wird nicht alles getan , versucht.
Ärzte (viele) schreiben menschen ab sobald sie metastasen haben, oder es unwahrscheinlich eine heilung erzilt werden kann, was aber nie sicher ist.
Ich habe einige erfahrungen gemacht.
Meiner mum hab ich möglicherweise das leben gerettet. Sie lebt noch troz kleinzeller mit metastasen.
Man muss druck machen Zeit kann Leben kosten.
Ich habe viel erreicht damit .
Wenn ich dir die ganze Geschichte aufschreiben würde , würden viele mich verstehen und aufwachen.
Viele Ärzte gehn zur Arbeit verdienen ihr geld , das leben der Patienten ist dennen egal .
Vor allem Stadtkrankenhäuser warum ? könnt ihr euch bestimmt denken.
Also Wünsche allen Betroffennen alles gute und Kämpft.
Lasst euch nicht unterkriegen von der Krankheit und den Ärzten

Hallo Christian,
ja ich habe auch so meine Erfahrungen gemacht! Allerdings ist es schon heftig, was du hier an manchen Stellen sagst. Eigentlich bin ich sogar sprachlos über so manche Zeilen. Natürlich kostet Zeit auch Leben, aber Ärzte sind auch nur Menschen (auch wenn viele noch am teils unmenschlichen "Überleben" meiner inzwischen verstorbenen Mutter verdient haben).
LG
Sabine

Peter32103 19.05.2007 00:40

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Das Frage ich mich auch?
 
Zitat:

Zitat von Sammy34 (Beitrag 413766)
:( Hallo alle zusammen,

bin ganz durcheinander, habe die letzten Tage im ganzen Internet über Therapien, Heilungsmethoden, Überlebensdauer und etc. gelesen und bin kein Schritt weiter. Habe dann dieses Forum gefunden und die Geschichte von Marina gelesen und direkt an meine derzeitige Situation gedacht:

Wir haben am Mittwoch erfahren das mein Vater einen Bronchial-Ca, 5cm gross im re. Mittellappen hat, keine Metastasen. Die Ärzte möchten eine Biopsie machen um genau festzustellen um welche Art es sich handelt. Kann mir jemand ehrlich sagen wie die Chancen auf Heilung stehen?? Was meinen die Ärzte mit welche Art? Kleinzelliges oder nicht kleinzelliges ???:confused: Das abwarten und das ungewisse machen mich total fertig, hat jemand schon mal von einem ähnlichen Fall gehört und weiss wie die Therapie verläuft und wie die Überlebenschancen sind ???
Danke Grüße an alle

Hallo Sammy34

Ich kann deine Sorgen und Ängste verstehn bei mir lag das gleiche Problem vor , nur das ich selber betroffen bin
Ich hatte eine Tumoröse Raumforderung im rechten Mittellappen 3 x 3 cm
Eine genaue Diagnose konnte trotz Bronchoskopie nicht festgestellt werden

Da hab ich mich dazu entschlossen die Diagnose Operativ abklären zulassen, was mir von den chirurgen nahe gelegt wurde, und ich auch heute dankbar bin
Mir wurde der Mittellappen entfernt und nach 7 Tagen konnte ich die Klinik verlassen
Bei mir handelte es sich um ein Adenokarzinom T2M0N0 ich war bis jetzt zu zwei vierteljährlichen Kontroll Untersuchungen und es lag bis jetzt kein Rezidiv vor Gott sei Dank
Du bist aus dem Saarland wie ich sehe, da kann ich dir nur das Herzzentrum Völklingen nahe legen dort war ich auch eine Top Thoraxchirurgie kann ich nur empfehlen
Ich hoffe mal das ich Dir weiter geholfen habe
Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute

LG Peter

Sammy34 21.05.2007 08:59

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
:( Hallo Peter,

danke für Deinen Beitrag, das macht mir ein bisschen Mut und Hoffnung. Unser Hausarzt hat uns die Uniklinik in Homburg empfohlen, die zu den besten in ganz Deutschland zählt. Heute wird unser Hausarzt dort anrufen um einen Termin für meinen Vater zu machen und es heisst mal wieder abwarten .....
Ich denke dort werden erst mal wieder Untersuchungen von Untersuchungen folgen bis endlich die Biopsie folgt und evtl. eine OP oder ein Therapieplan erstellt wird. Kurz und gut zur Zeit wissen wir nicht viel und das macht mich oder besser gesagt unsere ganze Familie krank. Wie lange hat es bei Dir gedauert bis zur OP?
Ich frage deshalb, da ich zu allem übel am Samstag "eigentlich" für 14 Tage in Urlaub fliegen würde, bin am überlegen ob ich alles absagen sollte??? Wenn ich wüsste das ich zur OP wieder zu Hause wäre, würde ich ja fliegen, da meine Tante schon alles vorbereitet hat, sich Urlaub genommen hat u.s.w. aber wenn er genau in dieser Zeit operiert wird, hab ich keine Ruhe .....? Was sagt Deine Erfahrung??
Wünsche allen das beste

Peter32103 21.05.2007 16:42

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Bei mir hat es ca 14 Tage gedauert, vom 1. Gespräch in der Ambulanz bis zu dem OP Termin
die Termine Werden wahrscheinlich nach dringlichkeit vergeben, vorher war da nix frei
Was noch von Vorteil war, die SHG Klinik Völklingen hat die Untersuchungsergebnisse von meinem Pneumologen übernommen CT, Bronchoskopie, Lungenfunktionstest u.s.w.
Die Uni Klinik Homburg akzeptiert nur ihre eigenen Ergebnisse soviel ich weis, warum ? Keine Ahnung, wahrscheinlich wegen Kohle verdienen

Ich kann mir gut vorstellen das Ihr im Moment auf glühenden Kohlen sitzt
die Warterei ist unerträglich war bei mir genau so
Hat dein Vater geraucht oder raucht er immer noch ? wie alt ist dein Dad ?

Ich drücke Euch die Daumen das alles positiv ausgeht

LG Peter

Sammy34 22.05.2007 08:56

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
:embarasse Hallo Peter,
ein paar Neuigkeiten gibts schon, am nächsten Dienstag hat mein Papa einen ambulanten Termin beim Prof., er soll alle bisherigen Unterlagen mitbringen. So wie es aussieht am 06.06. dann stationär. Ich denke auch das die Uniklinik erst noch viele andere Untersuchungen machen wird um auch wirklich auszuschliessen das sonst nirgends Metastasen sind ..... und ich hoffe und bete das es auch wirklich so ist :huh: ,man darf die Hoffnung nie aufgeben das hab ich schon mal gelernt .....
Weisst Du die ganze Kohle ist echt egal, hauptsache es gut aus!
Mein Vater ist 68 und raucht natürlich, seit dem Befund hat er das rauchen erheblich eingeschränkt, der Hausarzt meinte ganze aufhören, jetzt, ist eine zu grosse Belastung für den Körper, aber ich bin mir sicher das er aufhören wird, wenn alles vorbei ist .....
Manchmal denke ich ich werd verrückt vor lauter Waterrei und warum dauert das alles so lange, nicht das diese Wochen schon über Leben und Tod entscheiden?? Es gehen mir so viele Dinge durch den Kopf, es sagt zwar immer jeder Kopf hoch, aber wer sowas noch nicht erlebt hat weiss gar nicht wie schwer das ist, es macht einfach nix mehr Spaß

Danke L.G.

moewe 22.05.2007 20:53

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

nachdem Deinem Vater nun der Lungenlappen entfernt wurde werdet ihr auch bald das Ergebnis erfahren ( kleinzellig, nicht kleinzellig)
Die Lymphknoten wurden deshalb gleich mitentfernt falls sie auch angegriffen sind, das macht man so.
Bei den meisten Operationen (Krebs) nehmen die Ärzte gleich die Lymphknoten die rund um den Tumor liegen heraus, anschliessend werden sie untersucht auf bösartig oder nicht.

Hoffe bald von Dir und Deinen Vater zu hören,
wünsche Euch viel Glück und alles Gute,

LG
Moewe

zur Erinnerung an meine Mutti www.beepworld.de/members/moewe71

Marina aus NRW 24.05.2007 00:25

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo moewe,
und natürlich auch ein Hallo an alle anderen hier!!:)

Mein Papa kämpft wie der Teufel! Er ist vor 8 Tagen ja operiert worden und wird übermorgen (Freitag) erst einmal entlassen!!!
Die Station ist platt das mein Papa so schnell wieder auf die Beine gekommen ist.
Die Ergebnisse der Lymphknoten sind da und sie sind alle in Ordnung. :D :D
Morgen setzt sich die Thoraxchirugie mit der Onkologie zusammen um zu besprechen ob Papa überhaupt noch Strahlen oder Chemo bekommen soll. Danach werden sie dann meinen Papa informieren, wie es weitergeht oder ob er in naher Zukunft in die Reha kann.
Leider kann ich morgen bei dem Gespräch nicht anwesend sein, da mein Sohn mich auch mal braucht. Aber ich denke, dass meine Ma dieses Mal gut gewappnet ist und nachfragt und zuhört.

Die Narbe sieht ja wirklich erschreckend aus mit den Klammern, aber die wird er Freitag ja dann los (die Klammern) und darf nach Hause.

Sollten wir es doch nochmal geschafft haben?

Ich sage jeden Tag DANKE und hoffe das Papa nun endlich den Krebs besiegt hat und alle Chancen hat 100 zu werden, auch wenn er dadurch seine Stimme fast verloren hat. (Stimmbänder wurden verletzt bei der Biopsie und sind seither gelähmt).

Warten wir auf morgen und schauen mal was die Ärzte meinen.

Wünsche Euch da draussen eine gute Nacht und alle Gesundheit!!!!

Marina:winke:

P.S.: .... und wenn man ein Kind erwartet und die Leute fragen was man sich wünscht, wird man belächelt wenn man sagt... ein GESUNDES Kind.......
ihr versteht was ich meine?......

Ulla Krefeld 24.05.2007 07:35

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Mariana,

das sind ja ganz tolle Nachrichten, die ich hier am frühen morgen schon lese. Bitte glaub daran, dass es Dein Vater jetzt geschafft hat, ganz fest. Sobald er aus dem Krankenhaus kommt und sein Enkelkind in Armen hält, wird es ihm noch viel viel besser gehen.

Ich freue mich sehr für Euch.

Alles Liebe

Ulla:augendreh

Sammy34 24.05.2007 08:26

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
;) Liebe Marina,
das sind wirklich gute Nachrichten und das freut mich sehr für Euch, siehst Du mit genug Hoffnung und Kraft habt Ihr es geschafft. Echt klasse.

Ich hoffe das mein Dad auch alles Glück der Welt hat und das ganze gut überstehen wird. Am 29.05. soll der erste ambulante Termin sein, danach wird er wohl stationär ins Krankenhaus müssen. Ich hoffe er hat die Kraft das alles gut zu überstehen. Ich bange schon dem Tag entgegen an dem wir von allen Untersuchungen die Ergebnisse bekommen und hoffe auf ein Wunder.

Ganz liebe Grüße und viel Glück weiterhin wünsche ich allen :)

Marianne24 24.05.2007 10:23

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Marina,

mein Vater hat wohl Metastasen in der Lunge. Wir sind noch so unorganisiert und brauchen Bedenkzeit.
kann du mir sagen, wo dein Vater operiert und therapiert wurde?

Gute Genesung

Mariannne

moewe 28.05.2007 12:56

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

tolle Neuigkeiten, ich freue mich für Euch :D
Gut ist auch dass die Lymphknoten in Ordnung waren , das ist wichtig.
Es zeigt dass der Krebs noch nicht gestreut hat.

Ich wünsche Euch alles, alles Gute

LG
MOEWE

Wo der Glaube tröstet , weint die Liebe
www.beepworld.de/members/moewe71

Marina aus NRW 28.05.2007 15:21

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

da bin ich mal wieder.
Mittlerweile ist mein Papa zu Hause. Er ist sehr schwach. Ziemlich müde und hat Schmerzen.
Es war/ist ein nicht-kleinzelliger Krebs, ein Plattenepithelkarzinom.
"Leider" soll mein Papa nun doch noch Chemo bekommen, womit keiner gerechnet hat. Dieses ist, glaube ich, auch der Grund weshalb mein Papa in ein Loch gefallen ist und jeglichen Kampfgeist zur Zeit verloren hat.
Die Onkologen meinen, es wäre besser eine Chemo zu machen um noch die Lymphknoten zu behandeln, welche noch im Körper verblieben sind......

Mein Papa will nicht. Ich kann es sogar verstehen, weil eine Garantie gibt es nicht ob der Krebs nicht doch wiederkommt......

Ich weiss nicht was ich machen würde, weil der Krebs ist raus und die Lymphknoten die entfernt wurden, waren ja auch in Ordnung. Soll man sich den Nebenwirkungen der Chemo aussetzen????:confused: :confused: :confused:

Die Entscheidung muss mein Papa ganz alleine treffen und ich stehe hinter ihm. Meine Mama ist total am Ende und meint, das Papa auf mich hören würde und ich ihm zu der Chemo raten soll.
Ich kann das aber nicht!!!!

Der Krebs kann so oder so nicht wiederkommen oder doch.

Ich habe gesagt das an erster Stelle jetzt erst mal die Erholung ansteht und alles andere ausgeblendet werden muss. Am 08.06. haben wir bei einem Onkologen ein Beratungsgespräch. Ich habe gesagt das wir das erst einmal abwarten und dann die Vor- und Nachteile abwägen.

Was meint Ihr? Chemo ja oder nein?

Ich wünsche Euch noch einen schönen Pfingstmontag.

Alles Liebe aus dem zur Zeit verregneten Ostwestfalen.
Marina

Maha 28.05.2007 16:05

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Marina,
ich habe auch Lungenkrebs (Plattenepithelkarzinom)und habe vor der OP eine Chemo und Bestrahlungstheraphie gemacht. Ich denke dein Vater sollt mit den Ärzten sprechen wie die Chemomedikamente wirken und welche Nebenwirkungen auftreten. Bei mir und viele Mitpartienten sind so gut wie keine Nebenwirkungen, außer Müdigkeit und Abgeschlagenheit, aufgetreten. Deshalb denke ich dein Vater sollte die Chemo noch machen damit er nachher auch wieder ganz (Ohne Garantie) gesund ist, so wie ich im Moment auch.
Viele Grüße und weiterhin alles Gute
Maha :)

moewe 28.05.2007 16:18

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

sprecht erstmal mit dem Onkologen und wägt dann ab.
Die Chemo wäre halt , glaub ich , schon wichtig um die Krebszellen die man noch nicht sehen kann abzutöten.

Natürlich ist dass keine Garantie dass der Krebs nicht wieder kommt, leider.
Vertraut auf den Arzt , der sollte ja wissen wovon er spricht.

Schlussendlich liegt die Entscheidung bei Deinem Vater , und wegen den Nebenwirkungen , meine Mutter hatte überhaupt keine , bis auf den Haarausfall.
Aber sonst ist es ihr während der Chemo , und sie bekam eine "Bombe" ( 3 Tage hintereinander jeweils 4 Std. , alle 3 Wochen ) , die ganze Zeit gut gegangen.
Sie kam sogar zu mir ins Geschäft und half mit , es ist bestimmt auch Einstellungssache , die Psyche spielt dabei eine grosse Rolle.

Begleitest Du Deinen Vater zum Termin mit dem Onkologen ?
Bis bald, und Ohren steif halten :pftroest:

MOEWE :winke:

WO DER GLAUBE TRÖSTET , WEINT DIE LIEBE

www.beepworld.de/members/moewe71

gaia 03.06.2007 23:37

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Zitat:

Zitat von Maha (Beitrag 417283)
Hallo Marina,
ich habe auch Lungenkrebs (Plattenepithelkarzinom)und habe vor der OP eine Chemo und Bestrahlungstheraphie gemacht. Ich denke dein Vater sollt mit den Ärzten sprechen wie die Chemomedikamente wirken und welche Nebenwirkungen auftreten. Bei mir und viele Mitpartienten sind so gut wie keine Nebenwirkungen, außer Müdigkeit und Abgeschlagenheit, aufgetreten. Deshalb denke ich dein Vater sollte die Chemo noch machen damit er nachher auch wieder ganz (Ohne Garantie) gesund ist, so wie ich im Moment auch.
Viele Grüße und weiterhin alles Gute
Maha :)

hallo ich würde gern mehr über dich erfahren kannst du mir was schreiben? wie war es bei dir?
mein papa hat auch ein plattenepithelkrzinom in der linken lunge und es ist so groß das es bereits auf das rippenfell drückt! aus diesem grund kann nicht operiert werden. die ärzte sagen erst chemo dann strahlen chemo und anschließend, wenn der tumor kleiner wird dann können sie operieren. gott sei dank hat er keine metastasen und das ist wenigstens etwas. morgen bekommt er die erste chemo in der uni in essen. ich werde noch verrückt. ich weine viel einfach so aus heiterem himmel und kann es nicht abstellen. mein vater und ich werden nächstest jahr zusammen 90 jahre alt und ich kann mir ein leben ohne ihn nicht vorstellen. die angst macht mich fertig! wir können nur beten das die chemo funktioniert und der tumor kleiner wird.
danke dir im voraus für die antwort
wünsche dir viel glück und gesundheit

gaia

Marina aus NRW 05.06.2007 22:42

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

wollte mal wieder von mir hören lassen und euch auf den Stand der Dinge bringen...

Freitag muss mein Paps zum Onkologen und ja ich begleite ihn. Mein Mann versucht mir so gut es geht unter die Arme zu greifen und mir die Kinder abzunehmen, sodass ich bei meinem Papa sein kann.

Ich habe ja die ganze Zeit gesagt, das die Erholung an erster Stelle steht und das Thema "Chemo" habe ich immer aussen vor gelassen....

Er hat sich aber jetzt zur Chemo entschlossen, obwohl das Beratungsgespräch ja erst am Freitag ist. Er ist immer noch sehr kaputt und erschöpft, was mir zu denken gibt, andersherum ist die OP ja erst 3 Wochen her........
Er weiss das die Chemo kein Spaziergang werden wird (sein Bruder ist an Blutkrebs.... Speiseröhrenkrebs..... Lungenkrebs gestorben) aber er meint was er angefangen hat.... bringt er auch zu Ende.

DANKE!!!!! :remybussi

Mein Papa war und ist immer so selbstlos. Er opfert sich für alle anderen immer auf. Ich möchte einfach das er noch viele viele Jahre bei uns sein darf und seine Enkelkinder aufwachsen sieht und hoffentlich nicht mehr bei jedem "ich brauch dich mal" alles stehen und liegen lässt um mal wieder anderen zu helfen... (könnte er zur Zeit eh nicht, drum meldet sich auch keiner von den sog. Freunden......)

Da weiss man erst wieder, was Freunde sind.....

Mit welchem Recht gibt es eigentlich so eine fiese Krankheit, he?

Aber ich hab mal noch ne Frage. Kann mir mal jemand helfen bei der Stadiumangabe? Ich habe... T2, N1, M0 auf dem Entlassungsbericht gefunden....

Seid lieb gedrückt von mir.

:winke: Marina

destiny68 05.06.2007 22:56

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Marina,

ich kopiere Dir mal die Angaben zur Stadieneinteilung rein:

Die sog. TNM-Klassifikation stellt eines der typischen Problemfelder im Arzt-Patienten-Gespräch dar. Die TNM-Klassifikation ist ein weltweit anerkanntes und verwendetes System zur Beschreibung und Einteilung des Stadiums von Krebserkrankungen.

Die Abkürzungen bestehen aus den Buchstaben T, N und M sowie ihnen zugeordneten Zahlen.

T steht für den Primär-Tumor, dessen Ausdehnung mit den Zahlen 0 bis 4 beschrieben wird. Dabei ist die Zahl umso höher, je größer die Ausdehnung des Tumors ist.

N (engl. node: Knoten) gibt an, ob und in welchem Ausmaß Lymphknoten in der Umgebung des Tumors befallen sind (von 0: kein Befall, bis 3: starker Befall).

M gibt an, ob sich Metastasen, also Tochtergeschwülste außerhalb der abführenden Lymphknoten, gebildet haben. Sind keine Metastasen vorhanden, steht hinter dem "M" die Zahl 0, ansonsten die Zahl 1.

Liegt ein Primärtumor vor, der die benachbarten Lymphknoten bereits befallen, aber noch keine Metastasen gebildet hat, kann die Kurzschreibweise zum Beispiel T2 N1 M0 lauten. Wie stark die Diagnose methodisch abgesichert ist, wird hinter jedem einzelnen Merkmal mit dem Buchstaben "C" (engl. certainty: Sicherheit) in dem Bereich 1 bis 5 (5 bedeutet "mit größter denkbarer Sicherheit") angegeben, zum Beispiel als T2C2 N1C2 M0C1.

Man unterscheidet zwei Arten der Klassifikation: Die cTNM- oder kurz TNM-Klassifikation (engl. clinical: klinisch) beschreibt die Eigenschaften der Krebserkrankung vor der Therapie. Nach der Behandlung wird die Diagnose mikroskopisch überprüft und nach dem sogenannten pTNM-Code verschlüsselt (p für posttherapeutisch). Weiterhin sollen zusätzliche Informationen zur Beschaffenheit des Tumorgewebes (Grading) und zum Vorhandensein von Resttumoren (R-Klassifikation) dokumentiert werden. Die systematische Anwendung der Kurzschreibweise ermöglicht einen weltweit einheitlichen Vergleich der Befunde von Krebspatienten. Die TNM-Klassifikation hilft dem Arzt bei der Planung der Behandlung, beim Erstellen einer Prognose und bei der Auswertung seiner Behandlungsergebnisse. Darüber hinaus vereinfacht das System den Informationsaustausch zwischen nationalen und internationalen Behandlungszentren.

T2 und M0 bei Deinem Dad hört sich doch schon mal ganz gut an.

Ich wünsche Euch alles Gute und ganz viel Erfolg bei der Chemo!

Lieben Gruß
Helga

Marina aus NRW 05.06.2007 23:09

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Helga,

erst einmal ein ganz dickes DANKE!!!!

Ein wenig hatte ich auch schon im Netz gefunden. Was mich irritiert ist der "N" Wert.
Ich habe den Entlassungsbericht der Klinik neben mir liegen und da steht wie eben schon geschrieben diese T2,N1,M0 Klassifikation.

Warum steht dann im Krankenbericht (Auszug) radikale Lymphade....tonie (Sauklaue) und später dann 22 tumorfreie!!! LKs der Stationen 2-12????

Wenn sie doch tumorfrei sind, warum dann eine N1????

Ich finde den ganzen Bericht sehr seltsam. Hatte mir den kopiert, bevor mein Paps damit zu seinem Hausarzt ging.

:huh:

:winke: Marina

Marina aus NRW 05.06.2007 23:27

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr,

ich nochmal... schön das die Ärzte immer nur die positiven Ergebnisse erzählen und nicht die Patienten und die Angehörigen informieren....

Auf dem Bericht habe ich nun mit Hilfe des Internets die "N" Daten der TNM Klassifikation entziffern können und nun verstehe ich auch warum mein Paps Chemo bekommen soll.
Also da steht halt die T2,N1,M0 und ganz klein unter der N! noch ein L1 und V1.
Heisst also das in den Lymphbahnen Tumorzellen waren und mikroskopisch auch in den Venen......

Helft mir doch mal, bin jetzt total verzweifelt. Hatte wirklich die ganze Zeit gedacht das die Chemo nur prophylaktisch gemacht wird da es eine Zweittumorerkrankung ist.
Was ist nun?
Kann Papa noch gesund werden?
Wenn mein Papa das am Freitag hört und auch meine Ma fühlen die sich auf der einen Seite glaube ich ganz schön verarscht (sorry) von den Ärzten und haben wieder die gleiche Angst wie am Tag der Diagnose.
Mir geht es ja jetzt genauso.

:cry: :cry:

Marina

moewe 06.06.2007 08:14

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

ich glaube das jeder Mensch der Krebs hat , in den Venen und in den Lymphbahnen Tumorzellen hat :confused:
Umso besser dass die Ärzte gleich die Chemo starten , weil sie das gut untersucht haben.

Stell Dir vor , momentan sind die Lymphknoten ja in Ordnung und würde Dein Vater keine Chemo bekommen dann wären wahrscheinlich spätestens in 3 Monaten auch die Lymphknoten befallen.

Darum ist es gut das er Chemo bekommt obwohl die Lymphknoten ok sind.
Mach Dich nicht fertig , im Grunde ist diese Chemo für Deinen Vater prophylaktisch , denn Metastasen hat er ja nirgends.

Alles Gute von mir

Marina aus NRW 08.06.2007 20:38

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

heute war ja der Termin beim Onkolgen und was soll ich sagen? Papa macht KEINE Chemo. Der Onkologe hat meinem Papa und uns klare Fakten und "Zahlen" genannt...

Von 100 Menschen würden 30 ohne Chemo den Krebs besiegt haben und mit Chemo 30-35. Das ist ein Wert von 0-5%!!!
Und auch dann gäbe es natürlich keine Garantie.
Er hätte 4 Zyklen (12 Chemos) bekommen sollen und der Onkologe sagte meinem Papa, das er bei der 1. Chemo bestimmt eine Woche im Bett verbringen würde und ihm richtig übel sei. Dann natürlich die Nebenwirkungen.. (Niere, Blut, Harn etc..) Und zu guter Letzt dürfte er sich natürlich in der Zeit keine Infektionen einfangen und somit meinte der Arzt halt seine Enkelkinder... die natürlich hier und da mal Husten, Schnupfen etc.

Mein Vater meinte das er bei einer max Erfolgsquote von 5% er die Chemo nicht auf sich nehmen würde. Er hofft einfach das er zu den 30 Menschen zählt, die es ohne Chemo schaffen. Der Tumor ist raus und von 19 entfernten Lymphknoten waren nun 2 befallen, die aber natürlich mit entfernt wurden.....

Zu guter Letzt meinte der Onkologe das, wenn der Krebs nochmal auftauchen sollte, wir HOFFEN sollten das er an der gleichen Stelle wiederkäme und wieder operabel wäre.

Hallo? Ist das Sarkasmus?

Mein Vater will einfach nur zur Reha und danach noch mit meiner Ma und uns in den Urlaub. Er will ein grosses Haus in Holland mieten und jetzt einfach nur noch geniessen.

Ich respektiere die Entscheidung zu 100%. Er fragte mich ob ich es genauso entschieden hätte, wenn es um mich gehen würde. Ich konnte es ihm nicht beantworten. 0-5% ist nichts im Gegensatz zu der Tortour der Chemo. Andererseits habe ich 2 kleine Kinder..... Ich weiss es nicht. Ist auch egal. Ich und mein Papa sind der Meinung, das der Krebs jetzt raus ist und er noch ganz lange zu leben hat............

Am Denken bin ich trotzdem den ganzen Tag und wenn mein Sohn gleich im Bett ist, muss ich mich erst mal ein wenig abreagieren und ne Runde mit dem Fahrrad fahren......


Ich denk an Euch da draussen und wünsche Euch alles erdenklich Gute!

:winke: Marina

moewe 08.06.2007 22:38

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Liebe Marina,

also der Arzt ist aber auch etwas eigenartig :(
Er hat Deinen Vater ja die Chemo regelrecht ausgeredet , finde ich nicht ok.

Meine Mutter hatte z.B. fast keine Nebenwirkungen , von wegen im Bett liegen, sie ist mit ihrem Auto zur Chemo gefahren und anschliessend zu mir ins Geschäft.
Ihr war nicht schlecht oder dergleichen.
Also wenn der Arzt mit solchen Zahlen daherkommt würde ich ihm nicht unbedingt vertrauen.
Der Patient hat das Recht SELBER zu entscheiden.

Weisst Du , die Chemo bei Lungenkrebspatienten ist "nur" zur Lebensverlängerung , keine Heilung.
Wie lange jeder Patient lebt kann Dir niemand sagen , aber ob das jetzt die richtige Entscheidung von Deinem Vater war ? :confused: :confused:

Wollt ihr nicht noch eine zweite Meinung einholen ?
Nicht dass Du Dir später mal Vorwürfe machst , auch wenn Dein Vater momentan die Chemo ablehnt ( kein Wunder nach den Argumenten des Arztes :mad: )

Hier im Forum sind auch so viele die dank der Chemo noch leben , und sogar "gut" leben und alles gut überstanden haben ( siehe ULLA ) ,
lasst keine Chance ungenützt !

Ich wünsche Euch nur das Beste,
alles Liebe :knuddel:

Marina aus NRW 10.06.2007 00:11

AW: Hat mein Papa eine wirkliche Chance? Helft mir bitte weiter.
 
Hallo Ihr Lieben,

mmmh. Liegt es vielleicht an der Krebsart? Oder das mein Papa operiert worden ist?
Ich war, wie gesagt, auch überrascht, aber wie jeder weiss ist jeder Krebs anders und vielleicht ist es bei dem Plattenepithelkarzinom so?

Was mich am Meisten stört ist, das abgesehen von meiner Ma und mir KEINER diese Entscheidung akzeptiert! Mein Bruder nicht, die Freunde nicht etc.

Jeder sagt das er die Chemo machen muss und keiner versteht die 5%......

Aber was soll ich denn machen? Die Zeit läuft mir davon. Ich kann keine 2. Meinung einholen. Papa müsste allerspätestens in 9 Tagen die Chemo machen, da ansonsten zuviel Zeit zwischen der OP und der Chemo liegen würde....

Ich weiss nicht weiter, akzeptiere aber nach wie vor die Entscheidung meines Papa zu 100%, denn bei den Zahlen kann ich ihn nach wie vor verstehen!!!!

Denk an Euch
Alles Liebe
Marina


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